14:32:35 | Montag, 8. Januar 2007
Mons. Wielgus
Der Vatikan wollte mit der Absetzung des Warschauer Erzbischofs den von den Medienkonzernen gezündeten Flächenbrand begrenzen. Doch in Wahrheit weitet sich der Schaden mehr und mehr aus.

Mons. Wielgus in seiner früheren Diözese Plock bei einem Besuch einer Einrichtung der Caritas
(kreuz.net, Warschau) Der gestern zurückgetretene Erzbischof von Warschau, Mons. Stanislaw Wielgus, soll
dem Heiligen Vater seine Kontakte zum kommunistischen Geheimdienst verschwiegen haben.
Das behauptete
die Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della Sera’. Das Blatt beruft sich auf den Präfekten der Päpstlichen
Bischofskongregation, Giovanni Battista Kardinal Re:
„Als Mons. Wielgus ernannt wurde, wußten wir überhaupt
nichts über seine Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten.“
Vatikanische Stellungnahme vom 21. Dezember
Nach dem Aufkommen der ersten Gerüchte einer Zusammenarbeit des Erzbischofs mit dem kommunistischen
Geheimdienst verteidigte der Vatikan Mons. Wielgus am 21. Dezember mit einem
unüblichen Dementi.
Der
Papst habe Erzbischof Wielgus das Amt „in vollem Bewußtsein“ anvertraut.
Der Heilige Stuhl habe bei
der Ernennung von Mons. Wielgus „alle Umstände seines Lebens, auch jene seiner Vergangenheit“ berücksichtigt.
Geständnis von Erzbischof WielgusAuch Erzbischof Wielgus selber behauptete in einer Erklärung vom
letzten Freitag, dem Heiligen Vater und den entsprechenden vatikanischen Behörden seinen Lebensweg geschildert
zu haben – „einschließlich des Teils meiner Vergangenheit, die meine Verstrickung bei den Kontakten mit
den damaligen Sicherheitsbehörden betrifft“.
Die Bischofskongregation ist an der Ernennung von Bischöfen
maßgeblich beteiligt und damit offensichtlich in den genannten „vatikanischen Behörden“ eingeschlossen.
In dem Geständnis räumte der Erzbischof erstmals eine gewisse Schuld ein. Der Fehler habe jedoch zu
keiner Denunziation geführt.
In den letzten Tagen während der hitzigen Medienkampagne habe er der Kirche
erneut Unrecht getan, als er die Tatsache der Zusammenarbeit geleugnet habe.
Der Vatikan stärkte den
RückenDer Vatikan stand auch nach dem Geständnis dicht hinter dem Geschlagenen und berief sich noch
am Freitag auf die Stellungnahme vom 21. Dezember: Man habe ihr nichts hinzuzufügen.
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#10
Josefus 12:27:10 | Dienstag, 9. Januar 2007
#9
möchtegern-kathole 22:00:54 | Montag, 8. Januar 2007
#8
Botschafter 17:36:40 | Montag, 8. Januar 2007
#7
Horst Metzker 17:20:16 | Montag, 8. Januar 2007
#6
Stimme aus Wien 17:03:11 | Montag, 8. Januar 2007
#5
Romulus 16:56:56 | Montag, 8. Januar 2007
#4
landorganist 15:42:00 | Montag, 8. Januar 2007
#3
wickerl 15:41:25 | Montag, 8. Januar 2007
#2
st. polterer 15:29:17 | Montag, 8. Januar 2007
#1
cath 15:18:38 | Montag, 8. Januar 2007