Priester und Mutter
Ein ungewöhnliches Paar
Beide sind im Rentenalter. Sie ist hundertjährig und wohnt zusammen mit ihrem achtzigjährigen Sohn – der Priester ist.
(kreuz.net) Um 21.00 Uhr muß Hw. Floyd Calais zuhause sein.

Das berichtete die US-Regionalzeitung ‘The Daily Advertiser’ Anfang Dezember.

Hw. Calais (80) lebt mit seiner Mutter, Aline LeBlanc Calais (100). Wenn ihr Sohn – zum Beispiel bei einem abendlichen Restaurantbesuch – nur wenige Minuten zu spät unterwegs ist, läutet bei ihm das Mobiltelefon.

Am anderen Ende ist die Mama – und sie ist nicht zufrieden.

„Sie erklärt mir dann, daß ich sofort nach Hause kommen muß“ – so Hw. Calais: „Ich respektiere sie – aber ich bestehe auch auf meiner Unabhängigkeit.“

Mama Calais feierte am vergangenen 2. Oktober ihr hundertstes Wiegenfest. Sie hört zwar nicht mehr so gut, ist aber für ihr Alter sehr gesund und aktiv.

Ihr Sohn verließ sein Zuhause, als er 15 Jahre alt war, um am 7. September 1942 in die Schule des Benediktinerklosters St Joseph einzutreten.

Das Kloster befindet sich in der Ortschaft St. Benedict im südlichen US-Bundesstaat Louisiana.

„Natürlich war ich stolz auf meinen Sohn, aber sein Abschied brachte mich fast um“ – erinnert sich Aline Calais vor der Zeitung.

Drei Jahre später trat der Junge über ins Priesterseminar Notre Dame, das sich in der Stadt New Orleans befindet.

Am 3. Juni 1950 wurde er in der Kathedrale von New Orleans zum Priester geweiht. Am nächsten Tag zelebrierte er in seinem Heimatort Cecilia die erste Heilige Messe.

„Ich war sehr nervös und sehr glücklich, daß ich meine erste Messe in der Anwesenheit meiner Eltern und Bekannten zelebrieren durfte.“

18 Jahre feierte Hw. Calais die Messe auf Lateinisch.

Nach den Neuerungen des Zweiten Vatikanums gab es Männer, die es ablehnten, die Heilige Kommunion von einer Frau zu empfangen.

Hw. Calais löste das Problem, indem er erklärte, daß die Muttergottes die erste Kommunionhelferin gewesen sei:

„Sie war die erste, die uns den Erlöser in Leib und Blut präsentierte. Warum ist es dann für euch ein Problem, wenn Frauen während der Messe das gleiche tun?“

Hw. Calais war sein Leben lang in der Pfarreiseelsorge tätig. 1994 trat er vom aktiven Dienst zurück. Zehn Jahre später zog seine Mutter zu ihm.

Kaum war sie da, entwickelte sie ein typisches Bemutterungsverhalten. Wenn ihr Priestersohn das Haus verlassen wollte, hörte er: Wohin gehst du? Mit wem bist du unterwegs? Wann kommst du zurück?

Doch einmal am Tag gehen Mutter und Sohn aus. Sie nehmen das Mittagessen jeweils gemeinsam in einem Restaurant ein.

Auch am Wochenende sind sie gemeinsam unterwegs. Hw. Calais ist immer noch in der Pfarreiseelsorge aktiv. Seine Mutter begleitet ihn zu den Messen.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Hornet   09:10:51 | Freitag, 8. Juni 2007
Hallo Veritatis
Das ist ja wohl eines von deren Hauptproblemen: da es „von Gott“ gegeben wurde, kann man es nicht so einfach ändern. Ausserdem würde jegliche Änderung in den heutigen Sprachgebrauch die Tradis nun endgültig völlig irrsinnig werden lassen und wahrscheinlich würden sie ohnmächtig von ihrer Sitzstange fallen.
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#14   Veritatis †   08:51:48 | Freitag, 8. Juni 2007
Lieber Hornet!
„Natürlich hat die Welt …“ – nehmen Sie allein nur diese lächerliche deutsch-tümelnde Diktion oder all die hier so gern genützten altvorderen Genitive (Mariä, Jesu, etc.). Das sind doch bereits Parameter für Obskuranten…
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#13   Hornet   07:01:20 | Freitag, 8. Juni 2007
Einfach niedlich!
„Natürlich hat die Welt den Herrn durch seine Mutter Maria empfangen! Seht doch in der Bibel!“
So, so! Und wer hat die geschrieben? die Autoren waren sich nichtmal über den genauen Geburtstag des Nazareners im Klaren, bis man ihn brauchte:
Im Jahr 353 erklärte die Kirche den 25. Dezember zum Geburtstag Jesu. Diesem Beschluss gingen jahrzehntelange Diskussionen voraus.
Im Jahr 200 hatte Clemens von Alexandrien noch den 17. November für das Geburtsdatum gehalten, andere tendierten zum 20. Mai oder 19. April.
Die religionspolitisch kluge Wahl des 25. Dezember setzte sich schließlich durch. An diesem Tag feierten nämlich die Römer nach alter Tradition die Wintersonnenwende, bei welcher der Sonnengott Mithras aus einem Felsen geboren und von Hirten beschenkt wurde.
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#12   Czibo Nieznany   01:43:15 | Freitag, 8. Juni 2007
Athansius
Zerbombungen von Kirchen oder blutige Christenverfolgungen wie in Rom?
Den Schmodder brauchen Sie wohl, um Ihr engstirnig katholisches Weltbild mit noch mehr Beton zuzuschmeißen…?
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#11   Jörg Guttenberger, Köln   23:20:00 | Dienstag, 9. Januar 2007
Weibliche Kommunionhelfer
Natürlich hat die Welt den Herrn durch seine Mutter Maria empfangen! Seht doch in der Bibel!
Das bedeutet nicht unbedingt eine legalisierung weiblicher Kommunionhelfer, weil Maria ebenfalls laut Bibel eine besonders begnadete Frau war. Man sollte aber darüber diskutieren.
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#10   monti   22:22:29 | Dienstag, 9. Januar 2007
Na, geht doch schon los
mit der Streiterei… :-D
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#9   Athanasius   12:42:41 | Dienstag, 9. Januar 2007
Hw. Calais
bei allem Respekt vor Ihrer Arbeit für Ihre Mutter, aber, bitte:
„Sie war die erste, die uns den Erlöser in Leib und Blut präsentierte. Warum ist es dann für euch ein Problem, wenn Frauen während der Messe das gleiche tun?“
Der hl. Justinus der Märtyrer, der aus erster Hand noch Informationen über die Muttergottes bekommen hat, war nicht Ihrer Meinung was der Hl. Kommunion angeht:
„nur Diakone und Priester, und kein anderer Mensch spenden die hl. Kommunion“ (Apologia 1, 65, 5).
Und Papst Eutychian (275-283) gebot in seiner „Exhortatio Sacerdotibus“, daß „keiner die hl. Kommunion zu einem Kranken bringen lassen darf [der Notstand war damals zeitweise zu Ende] von einem Laienmann oder sogar von einer Frau!“ (Patrologia Latina, V, S. 165)
Oder gibt es in den USA Zerbombungen von Kirchen oder blutige Christenverfolgungen wie in Rom?
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#8   ecclesia-semper-reformanda   11:24:12 | Dienstag, 9. Januar 2007
Okay, Freddy,
ich mach hinne. Bis gleisch!
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#7   freddie schenk   11:18:22 | Dienstag, 9. Januar 2007
Mhmpf…
… was denkst du, wo ich gerade stehe, Max? Ma widda rischtisch lecker Currywurst, gibt ja zuhause nix.
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#6   ecclesia-semper-reformanda   11:15:48 | Dienstag, 9. Januar 2007
Mensch Freddi,
komm gerad vom Einsatz. Wo warst Du, Junge? Treffen wir uns an der Bude?
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#5   freddie schenk   11:06:49 | Dienstag, 9. Januar 2007
Max …
… du hier??? :-D
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#4   ecclesia-semper-reformanda   11:01:10 | Dienstag, 9. Januar 2007
Hallo Freddi,
Ich glaube auch, dass die Redaktion die Äußerung mit der weiblichen Kommunionausteilerin schlicht übersehen hat… Mal abwarten, vielleicht kommt hier doch noch was…
Viele Grüße
Max Ballauf
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#3   freddie schenk   10:53:46 | Dienstag, 9. Januar 2007
@e-s-r
Nix zum Streiten? Bestimmt nicht? Hier kommt doch bestimmt noch ne riesen Diskussion, weil der Priester Calais Frauen hat die Kommunion austeilen lassen. Das ist doch bei den tradis bestimmt „Bäh“, oder?
Ich stimme Ihnen aber zu, dass der Artikel nichtssagend ist. deshalb ist er unbedeutend. Das sind die meisten anderen Artikel der Redaktion hier aber auch. :-O
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#2   ecclesia-semper-reformanda   10:46:39 | Dienstag, 9. Januar 2007
Nä, wat schööön!
Endlich mal kein Artikel zum Diskutieren, sondern einfach nur zum – wegklicken! Wenn er auch inhaltlich einfach nur überwältigend nichtssagend ist: immerhin kann man sich über ihn irgendwie nicht wirklich streiten!
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#1   freddie schenk   10:37:38 | Dienstag, 9. Januar 2007
Prima Priester!!!
„Sie (Maria) war die erste, die uns den Erlöser in Leib und Blut präsentierte. Warum ist es dann für euch ein Problem, wenn Frauen während der Messe das gleiche tun?“
Endlich mal ein wirklich positiver Bericht auf kreuz.net. Weiter so, liebe Redaktion.
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