Legionäre Christi
Neu aufgerollt: Der Gründer der Legionäre Christi wieder unter Anklage
Der von Papst Johannes Paul II. hochgeschätzte Gründer der Legionäre Christi wurde in der Vergangenheit mehrfach des sexuellen Mißbrauchs seiner Untergebenen bezichtigt. Nachdem der Vatikan den Fall im Jahre 1999 ad acta gelegt hat, soll jetzt eine neue Untersuchung erfolgen.
(kreuz.net, Vatikan) Der Vatikan hat die Untersuchungen gegen den Gründer der Legionäre Christi, Pater Marcial Maciel (84), offenbar erneut aufgenommen.

Schon seit längerem wird der Priester von ehemaligen Mitgliedern der von ihm gegründeten Ordensgemeinschaft beschuldigt, sie sexuell mißbraucht zu haben.

Einige der Ankläger sind katholische Priester.

Auch von Drogenmißbrauch war die Rede. Die letzten Anschuldigungen wurden vor fast acht Jahren vorgebracht und reichen zum Teil bis in die fünfziger Jahre zurück.

Pater Maciel gründete die Legionäre Christi als junger mexikanischer Seminarist im Jahre 1941.

Seit 1965 ist die Kongregation von Priestern und Brüdern päpstlichen Rechts, das heißt, direkt dem Vatikan unterstellt.

Von Mexiko ausgehend erlebte die Ordensgemeinschaft eine rasante Ausbreitung, zunächst auf dem amerikanischen Kontinent, dann auch in einigen süd- und westeuropäischen Ländern.

Mittlerweile zählt die Ordensgemeinschaft 600 Priester, die in 18 verschiedenen Ländern tätig sind.

Im Jahre 1949 gründete Pater Maciel außerdem die Bewegung Regnum Christi, die verheiratete und konsekrierte Laien sowie Weltpriester sammelt.

In kirchlichen Kreisen werden die Werke von Pater Maciel als direkte Konkurrenz zum in Spanien gegründeten Opus Dei gesehen.

Die letzten Anschuldigungen gegen den Gründer der
Legionäre Christi wurden im Februar 1997 vorgebracht.

Neun ehemalige Mitglieder der Legionäre Christi behaupteten, Pater Maciel habe sie vor Jahrzehnten, als sie zwischen 10 und 16 Jahre alt waren, in spanischen und italienischen Seminarien sexuell mißbraucht.

Zwei der Ankläger sind US-Amerikaner, fünf Mexikaner und zwei Spanier. Einer von ihnen ist mittlerweile verstorben.

Eine kanonische Eingabe gegen den Gründer der Legionäre Christi wurde im November 1998 von der Glaubenskongregation akzeptiert. Sie verlief aber im Sand.

Die Ankläger versuchen seit Jahren, sich bei Papst Johannes Paul II. Gehör zu verschaffen.

Der Heilige Vater äußerte sich immer sehr positiv zu den Legionären Christi und ihrem Gründer.

Erst Ende November letzten Jahres lobte der Papst Pater Maciel in einem Brief anläßlich des 60. Priesterjubiläums des Ordensgründers und nannte dessen priesterlichen Dienst „intensiv, großzügig und fruchtbar“.

Keine Woche später verkündete die Kirchenrechtlerin Martha Wegan, welche die Klage der neun Männern gegen Pater Maciel vertritt, daß die Glaubenskongregation einen neuen permanenten Promotor Justitiae ernannt hat.

Dieser habe sich bei ihr erkundigt, ob sie immer noch daran interessiert sei, die Angelegenheit weiterzuverfolgen.

„Mir kommt es vor, daß der Fall jetzt ernstgenommen wird“, meinte die Kirchenrechtlerin in einer Stellungnahme.

Die Legionäre Christi dementieren die Anschuldigungen gegen ihren Gründer vehement und haben zu diesem Thema eine eigene Homepage, www.legionaryfacts.org, eingerichtet.

Die neueste Entwicklung des Falls wurde am 3. Januar in einem Artikel in der US-Tageszeitung ‘The Hartford Courant’ bekannt gemacht.

Der Artikel stammt aus der Feder von Gerald Renner, der im März 2004 mit Jason Berry ein Buch unter dem Titel „Schweigegelübde: Der Machtmißbrauch im Pontifikat von Johannes Paul II.“ veröffentlichte.

Auf www.legionaryfacts.org findet sich eine Entgegnung auf dieses stark ideologisch gefärbte Werk.
      
17 Lesermeinungen
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#17   turk   02:11:06 | Donnerstag, 13. Januar 2005
13. bietet praktisch nur falschen Informations-Mix
Der liebe „13.“ hat bis jetzt praktisch keine Fakten ans Tageslicht gezerrt. Es waren Fehlinformationen und Informationsunterschlagung. Kein sittlicher Journalismus. Jede Spende für dieses Blatt ist sinnlos.
Der Fotograf der Bilder hat selbst feierlich unterschrieben, dass die Bilder er geschossen hat und dass diese genau so wie in den Medien erschienen den von ihm geschossenen entsprechen. Und weil dem so ist, deshalb mussten die beiden Priester Küchl und Rothe auch der Richterin erkälren, warum sie so auf den Fotos sind. Auf der Vergrößerung erkannte die staatliche Richterin dann auch die Zunge im Mund des Seminaristen. Was also wollen die beiden Herren noch dort tun? Einkehr ist gefordert, Umkehr ist zu erbeten.
Und die Geschichte mit der Faxfälschung oder Unterschriftenfälschung zeigt, wie abstrus Humer und Engelmann mittlerweile denken, nur weil sie nicht verkraften wollen oder können, daß Bischof Krenn nicht mehr am Papier regiert. Denn wirklich regiert hat er sowieso selten, und so mußte Rom früher oder später eingreifen.
Kardinal Schönborn hat im Fall St. Pölten völlig richtig gehandelt. Sowohl Schönborn als Krenn sind rechgläubig, nur Krenn verharmloste und war nicht mehr in der Lage, den Skandal in Griff zu bekommen. Beten wir für beide!
Die Visitation ist abgeschlossen. Der „Ex-Visitator“ beschäftigt sich mit solchem Müll eines „13.“ keine Minute mehr. Auch das ist nur dem Wunschdenken der Engelmann-Leserschar entsprungen.
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#16   Dolfus   01:06:31 | Donnerstag, 13. Januar 2005
Der 13.
Eine der engsten Freunde von Bischof Krenn, die Macher des 13. wollen andere Fakten ans Tageslicht gezerrt haben: Die angeblich eindeutigen Bilder seien gar nicht so eindeutig, denn sie sollen auf einem Computer manipuliert worden sein.
Ebenso soll die Faxabsendeadresse der Rücktrittsbitte des Heiligen Vaters an den Bischof Krenn die Kennung der Schreibstube des Wiener Cardinals haben – wenn das stimmt, wäre das geschichtlich noch nie dagewesen: ein verleumderischer Cardinal hätte einen rechtgläubigen bischöflichen Amtsbruder durch eine GEFÄLSCHTE Urkunde abgesetzt!
Fragen über Fragen … wenigen ist bekannt, daß der Ex-Visitator weiterhin versuchen dürfte, diese aufzuklären.
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#15   turk   00:18:28 | Donnerstag, 13. Januar 2005
Jaja, faule Ausreden
Wie oft kommt dieses Gesäusel noch? Das ist doch ein Schmarrn: wären die lieben Gefallenen in St. Pölten unschuldig, dann hätten sie aber sogleich reagieren müssen. Allein die Wartezeit, bis die dort aufgewacht sind und sich die Pseudoerklärungen ihrer Homo-Weihnachtsfeier-Teilnehmer zusammengezimmert hatten, zeigt doch die Fäulnis der ganzen Verharmlosung auf „Bubengeschichten“ und „Weihnachtsküsse“. Man muß also streng unterscheiden: früher war es sicher leichter, unliebsame Personen aus dem Verkehr zu ziehen. Heute aber in der Kommunikationsgesellschaft kann sich jeder leicht verteidigen. Daher bleibt St. Pölten ein unvergleichlicher Skandal: echte homoerotische Fotos und zahlreiche Berichte von Zeugen über komisches und homoerotisches sowie pornosüchtiges Verhalten. Und dann ein gewissenhafter Opus-Dei-Visitator, der alles genau ansieht, über Wochen hinweg. Wer da noch Zweifel hat an der aufgefundenen Sauce in St. Pölten, muß wirklich toll manipuliert sein. Nein, das Geleier von den angeblich linken Medien und den angeblich rechten Verfolgten ist totaler Schwachsinn. Der beste Beweis, daß St. Pölten keine Medienmache ist, liegt darin, daß bis heute keiner der Zeugen rechtlich belangt worden ist. Das Gegenteil ist der Fall: man hat sogar versucht, einen Zeugen zu falschen Widerrüfen zu nötigen.
Gott sei Dank ist durch den Rücktritt von Bischof Krenn die „Verharmlosungs-Mafia“ aus dem Rennen. Was ist, das ist. Was nicht ist, das ist nicht. Das kann man nicht durch dauernde Märchen von den linken Medien wegbeten.
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#14   Sigrid   16:01:05 | Mittwoch, 12. Januar 2005
Vorwürfe von sexuellen Verfehlungen bei Priestern
Die Versuche Priester auf diese Art und Weise aus dem Verkehr zu ziehen sind uralt. Auch der heilige Pfarrer von Ars hatte mit diesen Dingen zu kämpfen. Er schwieg und ertrug es in Demut.
Auch bei den Nazis war es ein probates Mittel unliebsamen Priestern mit Mißbrauchs – und Homo-Vorwürfen zu schaden und sie mundtot zu machen.
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Siehe St. Pölten und jetzt P. Maciel.
Ein solcher Vorwurf ist schnell gemacht und es lassen sich immer irgendwelche „Zeugen“ finden, die aber nie namentlich in Erscheinung treten. An dem Beschuldigten liegt es nun seine Unschuld zu beweisen, was so gut wie unmöglich ist.
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#13   Dolfus   10:52:07 | Dienstag, 11. Januar 2005
St. Pölten
Bischof Klaus Küng hat absolut korrekt gehandelt. Es ist eine Gnade, daß der Papst einen so wahrheitsergebenen Visitator geschickt hat.
Die Reaktion der korrupten Ex-Hausleitung ist mehr als schäbig.
Trotzdem darf man nicht aus dem Auge lassen, daß St. Pölten nur wenig von anderen typischen konzilskirchlichen österreichischen und generell deutschen Seminarien unterschieden hat.
Der bedeutende Unterschied in St. Pölten war lediglich, daß JEDER genommen wurde, vom inländischen Sandler bis zum Wohlstandsflüchtling aus Polen bzw. Polnisch-Ostdeutschland.
Und darin lag auch die Gefahr, vermute ich: Die unfähigen und ungläubigen Abkassierer waren der Gegenseite sogar willkommen, als Aufhänger, um das Seminar zu zerstören. Gefürchtet hat man nur die wenigen Glaubenstreuen – In- wie auch Ausländer –, die selbst in ihrer geringen Zahl mehr waren als ein typisches leeres bis fast leeres deutsches Seminar.
Ansonsten, die anderen Skandale kamen und kommen in den anderen Seminarien seit 30 Jahren beständig vor, eine typische Frucht der Disziplin- und Glaubenslosigkeit.
Im Grunde müßte jedes Seminar in deutschen Landen visitiert werden, und nicht bloß ein freundschaftlicher Besuch durch Cardinal Schönborn, der Vorwürfe über ähnliche Vorkommnisse z.B. in Linz nicht anhören wollte.
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#12   turk   00:56:38 | Dienstag, 11. Januar 2005
Fortsetzung
Der neue Bischof ist absolut glaubwürdig und hat schon genug gesagt: >> Sehr schmerzhaft war es für mich festzustellen, daß sich aktive homophile Beziehungen gebildet haben (…) bestimmten Personen, die Bischof Krenn schon im Widerstand eingesetzt hat, total vertraute und es einfach auch nicht wahrhaben wollte, was da geschehen ist (…) abgegeben hat zu Dingen, wo man sagen muss, das ist bedauerlich, da müssen wir uns entschuldigen, daß das passiert ist. Das darf nicht passieren. Wenn so was passiert, muß man sehr rasch korrigieren. Das hat schon den Ausschlag gegeben. << Und so mußte Bischof Krenn zurücktreten, es gab keine Alternative. Gute Hintergrundinformationen in der Zusammenschau vieler innerösterreichischer Medienberichte und Analysen finden sich bei
ambrosius.patched.de/logbuch.htm
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#11   turk   00:55:02 | Dienstag, 11. Januar 2005
Öffentlichkeit wurde umfassender denn je informiert
Liebe Judith! Offenbar hast Du im Internet nicht alle Stellungnahmen des damaligen Apostolischen Visitators gelesen, der jede Maßnahme auch begründet und alles mit dem Heiligen Stuhl abgesprochen hat. Wenn der Visitator nach genauer Prüfung von aktiven homophilen Beziehungen und von suchtartigem Genuß von Pornographie spricht und der damalige regierende Bischof Krenn seinen Rat befolgt, das Seminar zu sperren, dann ist die Sache klar. Es gibt auch in der Kirche das Prinzip Verantwortung. Diesem Prinzip unterliegen auch ein Bischof und die Seminarvorsteher. Wenn alle zusammen nicht mehr in der Lage sind, solche und andere Phänomene in Griff zu bekommen, muß von oben eingegriffen werden: dies war der Sinn der Visitation. Die diözesane Untersuchungskommission war derart einseitig mehrheitlich mit Freunden des Prälaten Küchl und des Dr. Rothe besetzt, dass klar war, dass mit einer solch einseitigen Gruppe keine Aufklärung des eigentlichen Sex- und Machtskandals in St. Pölten geschehen wäre. Die Gruppe versuchte maßgeblich, mit Nebenfragen, wer den Skandal „verraten“ hätte, von der Doppelmoral im Priesterseminar abzulenken. Und da z. B. ein gewisser Prof. Dr. Stickelbroeck als offensichtliches Kommissionsmitglied eine Apostolische Visitation forderte, kam diese dann auch wirklich (natürlich nicht wegen eines Professors). Damit aber war die Kommission automatisch zwecklos geworden, und ihre kurzen Arbeiten wurden wohl – so dürfen wir annehmen – dem bevollmächtigten Visitator übergeben. Der neue Bischof hat schon so viele Statements und Predigten zum Ganzen gehalten, wie es noch nie während und nach einer Visitation geschehen ist. Was willst Du also noch? Und da er gegen die beiden Seminarleiter bis heute keine Strafmaßnahmen gesetzt hat, sondern lediglich Besinnungsmaßnahmen und ganz gewöhnliche Enthebungsmaßnahmen, ist er der Öffentlichkeit überhaupt keine weitere Rechenschaft mehr schuldig. Fragwürdig ist vielmehr das vollkommen widersinnige Verhalten jener Kleingruppen, die vermeinen, zwei auf echten homoerotischen Fotos abgebildete Priester noch immer auf Biegen und Brechen sinnlos verteidigen zu wollen. Diese beiden aber taten unter Krenn immer so übergehorsam, dass es schon höchst eigentümlich ist, wenn sie sich jetzt plötzlich vor einer kurzen Besinnungszeit fürchten sollten. Natürlich verschwinden die Akten der Visitation im Geheimarchiv des Heiligen Stuhles, und nur letzterer kann die Erlaubnis geben, dass daraus etwas publiziert werde. Warum aber soll ausgerechnet im eindeutigen Fall St. Pölten noch alles mögliche publiziert werden? Seit wann ist ein Ort so wichtig? Das ist wirklich lächerlich. Der neue Bischof ist absolut glaubwürdig und hat schon genug gesagt: ?Sehr schmerzhaft war es für mich festzustellen, daß sich aktive homophile Beziehungen gebildet haben (…) bestimmten Personen, die Bischof Krenn schon im Widerstand eingesetzt hat, total vertraute und es einfach auch nicht wahrhaben wollte, was da geschehen ist (…) abgegeben ha…
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#10   Berengeria   16:54:36 | Montag, 10. Januar 2005
Keine „rückhaltlose“ Aufklärung in St. Pölten
Türk, wenn St. Pölten der neue Maßstab sein soll, so sei mir die Frage gestattet, warum die Öffentlichkeit bisher nicht hinreichend über die angeblichen Vorgänge und Hintergründe in St. Pölten informiert worden ist. Auch gab es eine diözesane Untersuchungskommission, die plötzlich aufgelöst wurde, deren Statements aber sicher für die Klärung der Vorkommnisse wichtig gewesen wären. Der neue Bischof wird nicht umhin kommen, die Öffentlichkeit im Detail aufzuklären, da ja Maßnahmen gegen die angeblich Schuldigen ergriffen worden sind (und die Anschuldigungen nicht in den Geheimarchiven des Apostolischen Stuhl verschwunden sind). Und wo Maßnahmen ergriffen werden und eine Sache publik wird bzw. Öffentlichkeitscharakter annimmt, ist laut kanonischem Recht die volle Aufklärung und Offenlegung erforderlich.
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#9   marcellus   12:43:31 | Samstag, 8. Januar 2005
Anmerkungen zu den Anmerkungen
Was heißt conservativ? Was heißt traditionalistisch? Zunächst werden wir uns diese Fragen beantworten müssen, bevor wir einzelne Priester beurteilen. Wobei ich ausdrücklich betonen möchte, daß auch ich die gnädigen Dignitäre von Eisgarn keinesfalls als conservativ bezeichnen würde, dies sogar als Beleidigung für jeden glaubenstreuen Priester ansähe.
Zwischen vermeintlichem, nach außen für alte Damen und nicht mehr ganz urteilsfähige Humers und Engelmanns zur Schau getragene Piuscollare sind ganz sicher nicht Indiz für eine innere Haltung- leider!
Ich als Priester würde mich nicht nur schwer überwinden können, einen solchen Piuskragen zu tragen, wenn ich bedenke, welchen Auftritt vor Gericht der ehemalige Bischofssekretär abgeliefert hat.
Aber quälen wir uns nicht länger, sondern tun wir vielmehr das, was diese Herren anscheinend vergessen haben : in Demut zu beten und Gott um seine Gnade zu bitten. Denn :„Wer auf ihn sich ganz verläßt, dessen Glück steht felsenfest“.
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#8   Dolfus   10:53:05 | Samstag, 8. Januar 2005
Trennlinien anders
Du hast recht. Von einem konservativen Seminar kann da keine Rede gewesen sein. Gegen die angeblich konservativen Leiter waren die Bischof-Zak-getreuen Vorgänger moralische Fundamentalisten. Man soll sich nicht täuschen. Unter dem angestammten Klerus gab und gibt es moralisch sehr hochstehende Leute, auch wenn sie liturgisch ganz auf Paul VI.-Linie sind. Aber sie bemühen sich wenigstens um ein geradliniges Leben und führen keine Doppelspiele.
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#7   turk   22:15:20 | Freitag, 7. Januar 2005
Unterwegs zur vollen Verwirrung
Hmm, Judith. Was ist daran so auffällig? Wenn die Dinge passiert sind und wenn es soviele Zeugen gibt, dann ist eher eine andere Frage gestattet: waren und sind das wirklich gute Priester (gewesen)? Wer beurteilt, was ein „guter“ Priester ist? Seit wann tolerieren Gutgläubige pseudo-hochkonservative Priester mit homosexueller Doppelmoral? Nein, meine Lieben, es ist ganz anders. St. Pölten ist der neue Maßstab gegen Heuchelei und Doppelmoral. Dort waren nicht „gute Priester“, die gefallen sind, sondern offenbar Karrieristen, die sich verkalkuliert haben, die meinten, sich hinterrücks alles erlauben zu können. Dank sei den mutigen Zeugen, die die Wahrheit auch gegen dieses sinnlose Geschreibse, daß es eine mediale Verfolgung gäbe, gesagt haben, dank sei Rom, daß es in St. Pölten und überall anders aufzuräumen beginnt.
Nein, wer den Mund voll nimmt mit der Morallehre der Kirche und dann selbst himmelschreiende Sünden verharmlost, muß zurücktreten. So schaut es aus. Also, nicht hereinfallen auf billige Propaganda der Untergegangenen.
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#6   Berengeria   20:32:03 | Freitag, 7. Januar 2005
Die „einzige“ Sünde der nachkonziliaren Kirche
Wenn man den Artikel über den Gründer der Legionäre Christi liest, so hat man den Eindruck, daß die Kirche derzeit nur noch eine Sünde kennt: Sexualdelikte. Das Auffällige daran ist nur, daß sich diese Anklagen immer gegen gute Priester richten, als beliebtes Mittel, diese kaltzustellen. Das traurige Beispiel von St. Pölten hat offenbar Schule gemacht.
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#5   Dolfus   19:28:19 | Donnerstag, 6. Januar 2005
Erkenntnis Pauls VI.
„Uns scheint, als wäre durch irgendeinen Spalt der Rauch des satans in den Hl. Tempel Gottes eingedrungen“, so Papst Pauls bittere Erkenntnis.
Eine der vielen Spitznamen satans lautet ja auch „der Durcheinanderbringer“, und das ist bis heute seine Spezialität geblieben.
Diese Gerüchte gegen den LC-Gründer sind ja seit langem im Umlauf … dies sind natürlich die teuflischsten aller Gerüchte, fernab jeder Fixierung auf das VI. Gebot – das VI. Gebot ist nun einmal doch eines der wichtigsten Gebote der menschlichen Gesellschaft, das behaupte ich.
Wie ging man in der Vergangenheit mit solchen Beschuldigungen um, gegen historische Gründerpersönlichkeiten – gab es da auch solche Vorwürfe, gar eventuell gegen Heilige?
Fest steht, daß Gott alle mögliche Vorwürfe gegen Christus zuließ, er sei ein Lügenprophet, Säufer etc., aber gegen die Christi Reinheit gab es nie Unterstellungen, nur daß Er auch mit Sünderinnen sprach, aber das war alles.
Es ist schade, daß der LC-Gründer und somit die LC diesen Vorwürfen ausgesetzt sind. Wir können die Angelegenheit nur Gottvater anvertrauen.
Die anderen Werke dieses Mexikaners waren mir unbekannt, ich verstehe nicht, wieso hier auf einmal von einer „direkten Konkurrenz“ zur Prälatur Opus Dei die Rede sein soll. Es gibt doch unzählige andere Laienbewegungen, Säkularinstitute, Reformorden … jedes einzelne mit einer besonderen Spiritualität.
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#4   bonifatius   15:57:45 | Donnerstag, 6. Januar 2005
Sexualdelikte
Ob mittlerer, unterer oder oberer Bereich des Dekalogs – das ist doch egal!! Nichts darf verniedlicht oder entschuldigt werden. –
Aber hat man nicht im kulturell hochstehenden, jedoch moralisch kaputten antiken Griechenland Sokrates der Verführung Jugendlicher bezichtigt und ihm den Prozess gemacht, weil er die Wahrheit gegen den mainstream (Sophisten) verteidigte.
Schon zur Zeit der Nazidikdatur hat man die im Glauben treu gebliebenen Priester vernichtet, indem man ihnen Sexualdelikte mit Jugendlichen andichtete. Je stärker Menschen gegen den Zeitgeist ankämfen umsomehr sorgt sich der diabolus diese zu vernichten. Mit ihm kämpfen die Journaille und sonstige Meinungsmacher für das Image eines Hamburger – und Berliner Bürgermeisters und für manche andere Parteispitzen, die sich öffentlich für ihre widernatürlichen und perversen Sexualgefühle outen. Also abwarten und Tee drinken und nicht vorverurteilen – auch nicht mit Pseudonachrichten.
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#3   turk   15:56:22 | Donnerstag, 6. Januar 2005
Unterwegs zur vollen Aufklärung
Es ist völlig richtig, Verdachtsmomenten nachzugehen. Mehr noch, es ist eine Pflicht, dies zu tun. Der Fall St. Pölten in Österreich hat gezeigt, daß man immer allen Verdachtsmomenten nachgehen muß. Die Visitation, vom Heiligen Stuhl angeordnet, hat einen neuen Maßstab gesetzt, der nun Geltung hat. Es darf für niemanden Privilegien geben. Es ist intolerabel, wenn ausgerechnet in jenen Gruppen, die die Morallehre der Kirche vollständig verkünden und abverlangen, Einzeltäter herumkurven, welche in einer extremen Doppelmoral und besonderen Heuchelei das genaue Gegenteil leben. Gott sei Dank gibt es die Medien, die die Doppelmoral sehr gut aufzeigen können.
Hier darf man sich nicht einer falschen Versuchung hingeben: zudecken, weil das Werk gut wäre. Das Werk der Legionäre insgesamt bleibt auch dann gut, wenn der Gründer oder einzelne Priester überführt würden. Wenn aber neun ehemalige Mitglieder das behaupten, dann kann das keine Erfindung mehr sein, sondern ist diesem Verdacht dringend nachzugehen.
Und Martha Wegan ist eine absolut anerkannte Expertin, der mir hier nur viel Erfolg wünschen kann. Nach den US-Skandalen und dem Fall St. Pölten weht endlich ein anderer Wind, der Wind zur vollen Aufklärung und Wahrheitsfindung. Dies alles hat nichts mit Fixierung auf bestimmte Teile des Dekalogs zu tun – eine solche Argumentation ist nichts anderes als wieder dem Zudecken zugetan.
Es ist ein vollkommener Nonsens, immer wieder zu behaupten, daß Priester „auf einmal“ unter Anklage kommen. Wenn so viele Zeugen sprechen, gibt es keinen Zufall und ein „auf einmal“ mehr. In Österreich waren derart viele Fakten, daß die Maßnahmen auch für sich sprechen: Seminar geschlossen, Eisgarn geschlossen, Regens und Subregens weg, Belastungszeugen beim Prozeß.
Es hilft kein Herumgerede, es hilft nur die volle Wahrheit.
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#2   Ottawiani   12:03:34 | Donnerstag, 6. Januar 2005
Ungesunde Fixierung auf die Sexualmoral
Wer sich auf den mittleren Bereich des Dekalogs fixiert und sich von der allgemeinen Stimmung in Rom hysterisieren lässt, wird sich wohl kaum die Frage stellen, wie das Recht jener Priester, die jetzt auf einmal unter Anklage geraten, wirksam geschützt werden kann. Viele müssen heute den Eindruck gewinnen, dass das ganze kanonische Recht sowieso nur noch auf dem Papier gilt. Es scheint eine ganze Reihe von Leuten zu geben, die keinen Deut von der päpstlichen Morallehre glauben, aber dort, aber nicht davor zurückscheuen, sie in ihren Schlammschlachten einzusetzen. Schon so manches Mal hat dies – nicht zu letzt in Österreich – zum Erfolg geführt.
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#1   Sulpicius   09:44:57 | Donnerstag, 6. Januar 2005
Eigentümliche Vat.II-Verehrung
Tja, eine eigentümliche Vat.II-Verehrung haben sie schon, diese LC… Soll ja ungesund sein.
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