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Vorläufig + Hexenjagd + Eine heilige Politikerin? + Kundenfang mit Strafandrohung? + Ein Verbrecher
Der Papst in Polen, Mai 2006
Der Papst in Polen, Mai 2006
Vorläufig

Brasilien. Die Erzdiözese Sao Paulo hat das vorläufige Programm des Brasilienbesuchs von Papst Benedikt XVI. bekanntgegeben. Der Heilige Vater bereist das lateinamerikanische Land vom 9. bis zum 13. Mai anläßlich der fünften Generalversammlung der lateinamerikanischen Bischofskonferenz. Höhepunkt ist am 10. Mai eine Heilige Messe in Sao Paulo, zu der über eine Million Gläubige erwartet werden. Geplant sind auch ein Jugendtreffen, ein Zusammentreffen mit Staatspräsident Lula da Silva und der Eröffnungsgottesdienst der Bischofskonferenz am 13. Mai.

Hexenjagd

Polen. Die polnische Tageszeitung ‘Dziennik’ behauptet, daß weitere hohe Kirchenmänner des Landes mit dem kommunistischen Geheimdienst zusammengearbeitet hätten. Im angeblichen Beweismaterial seien die Pseudonyme von zwölf Bischöfen enthalten. Wer hinter den Decknamen steckt, weiß das Blatt nicht. Die Tageszeitung der italienischen Bischofskonferenz ‘Avvenire’ sieht eine „Hexenjagd“ auf kirchliche Persönlichkeiten.

Eine heilige Politikerin?

Österreich. Gestern zelebrierte der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn im St. Pöltener Dom ein Requiem für die am Silvesterabend verstorbene Innenministerin Liese Prokop (ÖVP). In seiner Predigt betonte der Kirchenfürst, daß Frau Prokop versucht habe, gemäß dem christlichen Menschenbild zu leben und zu handeln. Das sei ihr mit großer Glaubwürdigkeit gelungen. Sie sei auf den plötzlichen Tod vorbereitet gewesen – spekulierte der Kardinal: durch ein Leben voller Einsatz, Hingabe und erfüllter Menschlichkeit. Frau Prokop war Mitglied der ‘Österreichischen Volkspartei’, die seit Jahren die Kinderabtreibung verteidigt.

Kundenfang mit Strafandrohung?

Österreich. Heute eröffnet im Wiener Einkaufszentrum ‘Lugner City’ ein „Zentrum für Sexualmedizin“. Dort werden Verhütungsmittel ausgegeben und Kinderabtreibungen durchgeführt. Wie die österreichische Lebensschutzbewegung ‘Jugend für das Leben’ berichtet, haben sich einige Privatpersonen deswegen beim Besitzer der Einkaufshalle, Richard Lugner, beschwert und mit einem Kaufboykott gedroht. Anstelle einer Antwort erhielten die Beschwerdeführer von einer Rechtsanwaltskanzlei eine Strafandrohung wegen Rufschädigung.

Ein Verbrecher

Deutschland. Bereits zum zweiten Mal befindet sich ein siebenfacher Vater aus Paderborn in Erzwingungshaft. Das berichtete die protestantische Nachrichtenagentur ‘idea’. Der Familienvater hatte seine Kinder aus Glaubensgründen vom Schulunterricht ferngehalten und sie zuhause unterrichtet.
      
7 Lesermeinungen
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#7   bonifatius   21:54:52 | Mittwoch, 10. Januar 2007
der Unterschied
Hexenjagd: „Im angeblichen Beweismaterial sind Decknamen von 12 Bischöfen enthalten“.
Solange alles angeblich ist, ist das krasse Verleumdung. Also Hexenjagd ignorieren!
Prokop(ÖVP): Solange alle Bischöfe außer einem (Dyba) die Abtreibung mit Schein mitgetragen haben und zum Teil noch mitragen (Geschenk des Todes = donum vitae) muß man ihr verzeihen können.
Kundenfang und…solange die purpuren Würdenträger Protestmärsche gegen Kindesmord im Mutterleib nicht anführen, ist jedes Aufbegehren der Christen zwar wie eine Frohnleichnamsprozession, aber letztlich nutzlos. Das weiß das politische Establishment.
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#6   Dani California   11:44:47 | Mittwoch, 10. Januar 2007
Aha, in
„Lugner City“ werden Abtreibungen durchgeführt und diejenigen, die sich dagegen aussprechen, bekommen eine Strafandrohung?? Das ist ja so absurd, wenn es nicht so traurig wäre, könnte man vor Lachen vom Stuhl kippen.
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#5   PhilomenaWolkenstein   11:32:23 | Mittwoch, 10. Januar 2007
Prokop
Prokop hat in den letzten Monaten und Jahren eine menschenverachtende Politik nicht nur mitgetragen, sondern selbst gestaltet. Sie hat über viele Familien unsägliches Leid gebracht. Und da sie ja an ein ewigs Gericht geglaubt haben dürfte, hoffe ich inständig, daß sie für all diese Verbrechen recht lange zahlen muß.
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#4   maureen †   10:59:23 | Mittwoch, 10. Januar 2007
adoro te devote
Kehren Sie doch bitte vor der eigenen Haustür und kümmern sich um rudolfsohn, warwohlnix, Büßer und wie sie alle heißen!
:-!
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#3   MK28   09:57:28 | Mittwoch, 10. Januar 2007
Volkspartei
Die Volkspartei ist v.a. die Partei des österreichischen Katholizismus. Weil der durch das Konzil gelitten hat, hat eben auch die Volkspartei gelitten. Wenn Kardinal Schönborn gegen einen Gottesbezug in der Verfassung ist, kann die VP ihn nicht durchsetzen. Wenn der Kardinal gegen eine Strafbarkeit der Abtreibung ist, wieso soll die Volkspartei ihn durchsetzen? Mit welcher Begründung denn? Katholische Politik gegen die Kirche zu machen als eine aus dem katholischen Milieu stammende Partei?
Deshalb meine Bitte an den österreichischen Autor dieses Artikels: Eine etwas differenzierte Darstellung und Bewertung der Volkspartei wäre angemessen. Die Christdemokratie ist nun einmal eine fantastische Idee, nur leider ist ihr das Christentum abhanden gekommen. Das ist aber kein primäres Problem der Christdemokratie, sondern viel eher eines der Kirche.
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#2   adoro te devote   09:31:03 | Mittwoch, 10. Januar 2007
@maureen
Ihre Ausdrucksweise verät ein tiefes Gefühl der Unausgeglichenheit. Woran liegt’s? Hauptschulabschluss nicht geschafft? Hat Sie Ihr Freund sitzengelassen? Erzählen Sie es uns, dann geht es Ihnen bestimmt besser. ;-)
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#1   maureen †   09:26:14 | Mittwoch, 10. Januar 2007
12345
Kundenfang mit Strafandrohung
richtig so!
Direkt das Maul stopfen!
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