Am vergangenen Dienstag wurde die Nominierung von Senator Arlen Specter zum Vorsitzenden des „Komittes für die Ernennung von Richtern“ einstimmig besiegelt. Schlechte Nachrichten für den amerikanischen Lebensschutz.
(kreuz.net, Washington) Konservative republikanische Senatoren haben Mitte November die Wahl des umstrittenen
Senators Arlen Specter zum Vorsitzenden des „Komitees für die Ernennung von Richtern“ im US-amerikanischen
Senat einstimmig gutgeheißen.
Vergangenen Dienstag wurde diese Entscheidung durch einen einstimmigen
Beschluß besiegelt. An der Schlüsselposition von Arlen Specter geht keine zukünftige Richterernennung
von Präsident George W. Bush vorbei.
„Ich bin glücklich“ meinte Specter nach der Abstimmung: „Ich arbeite
seit 24 Jahren für dieses Komitee. Es ist eine reale Möglichkeit, sich um jene Dinge zu kümmern, die
das amerikanische Volk wirklich bewegen.“
Der Ausgang der Abstimmung ist eine schwere Niederlage der
US-amerikanischen Lebensschutzorganisationen, die sich sehr stark gegen die Wahl von Specter eingesetzt
haben.
Senator Arlen Specter kam in die Schlagzeilen, als er kurz nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse
der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl der Welt verkündigte, daß das Weiße Haus keine Pro-Life
Richter in den Obersten Gerichtshof berufen werde.
Der republikanische Senator Specter ist selbst ein
berüchtigter Kämpfer für die Abtreibung. Präsident George W. Bush erregte einen Skandal, als er Specter
in seinem Wahlkampf für den US-Senat ostentativ gegen einen ebenfalls republikanischen Pro-Life-Kandidaten
unterstützte.
Um trotz der heftigen Proteste nominiert zu werden, hatte Spector einige schriftliche
Stellungnahmen veröffentlicht. Darin versprach er entgegen seiner anfangs getätigten Aussage, Kandidaten
für das Richteramt, die für die Rechte der Ungeborenen einstehen, nicht zu diskriminieren.
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8 Lesermeinungen
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@dolfus: Was ist das Anliegen von kreuz.net? Eine grundsätzlich religiöse Diskussion mit freilich auch
politischen Bezügen zu führen? Oder immer mehr in spekulativ-politische Sphären mit teilweise rabiaten
Aussagen abzugleiten?
@Warren Commission Der Mord an den bisher einzigen römisch-katholischen US-Präsidenten John F. Kennedy
war ein Staatsstreich wie aus dem Bilderbuch (sehr aufschlußreich ist Oliver Stones Verfilmung „JFK“).
Die Warren Commission war Teil der Vertuschung um die Hintergründe, an der auch Kennedys Vizepräsident
und Nachfolger Lyndon B. Johnson beteiligt gewesen sein dürfte – mit Kennedy hätte es keinen US-amerikanischen
Vietnamesenvölkermord gegeben. Daß Leute wie Bush Jun. (Daddy Bush war CIA-Chef und dürfte auch etwas
mit dem JFK-Staatsstreich zu tun gehabt haben) und Specter das Sagen haben, zeigt nur, daß JFKs Ermordung
bis heute Nachwirkungen hat. Nicht umsonst werden wir die Kennedy-Akten nie zu Gesicht bekommen.
Falsche Christusse = Antichristen Danke für diese wichtigen Hintergrundinfos, fernab von der christlichen
Bush-Bejubelung! „I ask you to pray for this great nation …“ Bush hat einen eigenen christlichen Song
„Live What You Believe“ aufgenommen … „Christ – because he changed my heart …“ Alles leere Phrasen,
in den U.S.A. gibt es schon lange keine Demokratie mehr, sie sind eine Plutokratie wie aus dem Bilderbuch.
„Panem et circenses“ für die christliche Mitteklasse, während die Unterklasse die Vorzüge des Versorgungssystems
des US-Militärs genießen darf, dafür muß man aber auch bereit sein, sich vom „Führer der Freien Welt“
in neue Angriffsziele schicken zu lassen. „Viele werden in Meinem Namen auftreten … lauft ihnen nicht
nach …“ (Christi Endzeitrede)
Politik für die Reichen Eine Regierung, der wirklich etwas an einer Verhinderung der Abtreibung läge,
würde die gesellschaftlichen Bedingungen kinder- und lebensfreundlich gestalten. Das hieße zugleich
aber, die entfesselte Wirtschaftswelt in die Schranken zu weisen – da ist es doch besser, mit „lebensschützerischer
Rethorik“ ein Pseudo-Konfliktfeld zu schaffen, um von den eigentlichen Intentionen abzulenken; und nachdem
wenige konservativ-klerikale Abtreibungsgegner armutsgefährdet sind, nach meiner persönlichen Erfahrung
aber sehr viele aus durchaus wohlhabenden Häusern kommen, wird diese Diskrepanz schlicht nicht wahrgenommen.
#3 bonifatius 18:25:52 | Donnerstag, 6. Januar 2005
Wer ist Arlen Specter? 1980 wurde der jüdische US-Politiker Senator von Pennsylvanien. Er diente von
1950 bis 1953 im Korea-krieg als Soldat der US-Luiftwaffe und war später Distriktanwalt in Philadelphia.
Im Senat zu Washington stand er unter anderem dem Ausschuß für Jugendstrafrecht vor. Auch gehörte er
der dubiosen Warren-Kommission zur Aufklärung des Mordes an John F. Kennedy an. In den 80er Jahren engagierte
er sich vor allem für die Juden in der Sowjetunion. 1995 meldete er seine (erfolglose) Kanditatur zum
Amt des US-Präsidenten an.
Gesickert Man muß den Scharfsinn der hier schreibenden anerkennen, denn daß GWB Konservative nur verbal
aber nicht faktisch befriedigt, ist immer noch nicht überall durchgesickert. Siehe z.B. das „Konkurrenz“produkt
kath.net, wo regelmäßig über GWBs leere Rhetorik frohlockt wird.
#1 bonifatius 18:06:41 | Donnerstag, 6. Januar 2005
USA Kindstötungen O armes Amerika, du wirst immer unglaubwürdiger. Welcher Teufel hat wohl die US-Rep.
geritten? Ein wievieltes Beispiel eines glatten Wahlbetruges?