15:56:01 | Donnerstag, 11. Januar 2007
St. Pölten
Die Ernennung des neuen Weihbischofs ist nur das jüngste Beispiel der linken Gleichschaltung, die von Opus-Dei-Bischof Klaus Küng in der Diözese St. Pölten vorangetrieben wird.
(kreuz.net, St. Pölten) Die Gleichung „Opus Dei gleich katholisch und papsttreu“ geht schon lange nicht
mehr auf.
Mehr und mehr scheint die von Josemaria Escriva de Balaguer gegründete Personalprälatur,
die den Jesuiten nacheiferte, auch deren Ende zu nehmen.
Der Bischof von St. Pölten ist dafür ein Beispiel.
Eine der ersten Personalentscheidungen von Mons. Küng, die damals großes
Aufsehen erregte, war die
bedingungslose Wiedereinsetzung des von Bischof Krenn abgesetzten Pfarrers von Paudorf, Pater Udo Fischer
OSB.
Pater Fischer ist Chefredakteur des Wochenblattes ‘Ja – Die neue Kirchenzeitung’. Darin bezieht
er regelmäßig Stellung gegen den katholischen Glauben und den Papst.
Ohne erkennbaren Grund setzte
Mons. Küng im Februar 2005 den noch von seinem Vorgänger ernannten Regens des Priesterseminars, Pater
Werner Schmid, ab.
Der sehr respektierte Pater Schmid vertritt eine moderat konservative Linie. Er genoß
das volle Vertrauen der Seminaristen.
Zum neuen Regens ernannte Mons. Küng den Spiritual des umstrittenen
österreichweiten Vorbereitungsjahres für Seminaristen in Horn, Hw. Anton Leichtfried.
Hw. Leichtfried
stammt aus dem gleichen Ort wie der von Bischof Krenn abgesetzte Regens Franz Schrittwieser und gilt als
dessen Ziehsohn.
Sein theologisches Doktorat erwarb er sich bei dem als erklärten Zölibatsgegner bekannten
Theologen Hw. Gisbert Greshake in Freiburg im Breisgau.
Subregens wurde der Pastoraltheologe Hw. Gerhard
Reitzinger, der als unzertrennlicher Freund des neuen Regens gilt. Hw. Reitzinger machte in der Vergangenheit
wiederholt durch
Liturgieskandale von sich reden.
In den nach seiner Amtsübernahme neu zu konstituierenden
Priesterrat berief Mons. Küng als Mitglied seines besonderen Vertrauens den früheren liberalen Regens
Franz Schrittwieser, den nachmaligen Dompfarrer Norbert Burmettler, den früheren Spiritual des Priesterseminars,
Hw. Karl Hasengst, sowie Subregens Gerhard Reitzinger.
Alle vier galten von jeher als erklärte Feinde
von Bischof Kurt Krenn.
Ebenfalls als Feind von Bischof Krenn gilt der Pfarrer von St. Valentin, Hw.
Johann Zarl, dem Mons. Küng die Leitung der neu eingerichteten Ombudsstelle zum Schutz vor sexueller
Gewalt und übler Nachrede anvertraute.
Im Frühjahr 2006 ersetzte Mons. Küng seine bisherigen Rechtsberater
Hw. Alexander Pytlik und Hw. Reinhard Knittel durch den als liberal bekannten Wiener Kirchenrechtsprofessor
Ludger Müller, einen verheirateten Laien.
Müller steht der Regensburger Kirchenrechtlerin
Sabine Demel
nahe, die sich als erklärte Verfechterin des Frauenpriestertums einen Namen gemacht hat.
Am 1. September
2006 trat der von Mons. Küng bestellte neue St. Pöltener Dompfarrer Norbert Burmettler sein Amt an.
Hw. Burmettler, der zugleich ins Domkapitel aufgenommen wurde, gilt als farbloser Vertreter einer weitgehend
inhaltsleeren Pastoral, die es allen recht machen will.
Als Nachfolger von Prälat Franz Schrittwieser
übernahm kürzlich Pfarrer Franz Kronister die Verantwortung für die Ausbildung der ständigen Diakone
in der Diözese St. Pölten.
Hw. Kronister mußte von Bischof Krenn mehrfach gemaßregelt werden, weil
er in seiner Pfarrei Purgstall Laien nicht nur predigen, sondern sogar Sakramentalien wie das Aschenkreuz
simulieren ließ.
Den demnächst altersbedingt in den Ruhestand tretenden Leiter des diözesanen Rechtsreferats
ersetzte Bischof Küng durch einen Bekannten seines Sekretärs Hw. Bernhard Augustin.
Der bis dahin als
Nachfolgekandidat gehandelte stellvertretende Rechtsreferent Gregor Hochaltinger wurde übergangen. Hochaltinger
gilt als Gefolgsmann von Bischof Krenn.
Die Ernennung des kirchenpolitisch wie theologisch linksorientierten
Regens Anton Leichtfried zum neuen St. Pöltener Weihbischof wurde in katholischen Kreisen als skandalös
empfunden.
Bischof Küng erklärte, Mons. Leichtfried sei sein Wunschkandidat gewesen.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#37
Konrad 10:45:48 | Freitag, 12. Januar 2007
#33
Heggi 23:37:19 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#30
Evelin 21:40:57 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#26
agmen 20:24:21 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#17
Heggi 18:50:29 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#3
muntu 16:17:08 | Donnerstag, 11. Januar 2007