17:15:24 | Donnerstag, 11. Januar 2007
Der Bischof von Regensburg hat versucht, einen Widerspruch zwischen seiner Predigt und dem Zweiten Vatikanum wegzureden. Mit mäßigem Erfolg.
(kreuz.net, Regensburg) Heute Donnerstag rechtfertigte der Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig
Müller, seine
jüngste Aussage, wonach Christen und Moslems
nicht an denselben Gott glauben.
Der Bischof
äußerte sich vor dem Linzer Nachrichtenportal ‘kath.net’.
Der Bischof hatte am Fest der Erscheinung
des Herrn Aussagen des Zweiten Vatikanum widersprochen. Dort heißt es:
„Mit Hochachtung betrachtet die
Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen
und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat.“ (Nostra Aetate,
Nr. 3)
„Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders
die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen,
der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.“ (Lumen Gentium Nr. 16)Bischof Müller betonte nun,
daß ‘Nostra aetate’ das grundlegende Dokument des interreligiösen Dialogs der Kirche mit den anderen
Religionen sei.
Darin werde Gott als der Allmächtige, Barmherzige und Schöpfer als das verbindende
Element der monotheistischen Religionen dargestellt.
Der Bischof nannte auch Unterschiede.
Papst Benedikt
XVI. habe in seiner Ansprache während des Pastoralbesuchs in Bayern in seiner Münchner Predigt betont:
„Wir verletzen nicht den Respekt vor anderen Religionen und Kulturen, wir verletzen nicht die Ehrfurcht
vor ihrem Glauben, wenn wir uns laut und eindeutig zu dem Gott bekennen, der der Gewalt sein Leiden entgegengestellt
hat; der dem Bösen und seiner Macht gegenüber als Grenze und Überwindung sein Erbarmen aufrichtet.“
Im Neuen Testament und Credo der Kirche sei die spezifische Unterscheidung des christlichen Gottesbekenntnisses
sichtbar.
Gott habe sich in der Menschwerdung seines Sohnes und in der Herabkunft des Heiligen Geistes
als Dreifaltigkeit geoffenbart.
Eine Menschwerdung und Eintreten Gottes in die Geschichte sei für den
Islam nicht denkbar – erklärte Bischof Müller.
Der Unterschied im Gottesglauben greife bis hinein in
die Substanz.
Der unitarische Gott des Islam könne sich seinem Wesen nach nicht in dieser Liebe an den
Menschen verschenken.
Es handle sich somit nicht nur um verschiedene Erscheinungsbilder, sondern wesentlich
um grundgelegte Unterschiede.
Der christliche Glaube beruhe auf der personalen Begegnung mit Christus,
der sich als die Liebe Gottes in Tod und Auferstehung geoffenbart hat.
Es gehe nicht um menschliche Konstrukte,
sondern um den Glauben an den Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist.
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#13
Jörg Guttenberger, Köln 21:56:25 | Montag, 15. Januar 2007
#12
christoff 23:10:08 | Sonntag, 14. Januar 2007
#11
Jörg Guttenberger, Köln 21:46:46 | Freitag, 12. Januar 2007
#10
HeinrichvonOfterdingen 13:52:07 | Freitag, 12. Januar 2007
#9
Adamah 09:50:18 | Freitag, 12. Januar 2007
#8
Mitten drin statt nur dabei 23:07:52 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#7
Christian Hüller 22:22:59 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#6
Ydefix 20:25:00 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#5
möchtegern-kathole 20:15:39 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#4
Jörg Guttenberger, Köln 20:12:20 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#3
Defensor Fidei 17:52:31 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#2
semper reformandus 17:52:06 | Donnerstag, 11. Januar 2007
#1
No Comment 17:43:23 | Donnerstag, 11. Januar 2007