Bischof Klaus Küng
Dem Druck nachgegeben
Der St. Pöltener Bischof Klaus Küng ist gestern eingeknickt. Ein Wandbild in einer St. Pöltner Kirche muß weg. An eine gegenteilige, frühere Entscheidung kann sich der Prälat offenbar nicht mehr erinnern.
Links: Altarraum ohne Wandbild
Rechts: mit Wandbild, Dollfuß ist die Figur ganz links auf der rechten Seite neben dem Altar
Links: Altarraum ohne Wandbild
Rechts: mit Wandbild, Dollfuß ist die Figur ganz links auf der rechten Seite neben dem Altar
(kreuz.net, St. Pölten) Der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng hat angeordnet, daß in der St. Pöltener Prandtauerkirche „eine neue Lösung für den Altarraum“ gefunden werden muß.

Das berichtete die Nachrichtenagentur der österreichischen Bischofskonferenz ‘kathpress’ gestern Donnerstag.

Im Altarraum der St. Pöltener Prandtauerkirche hängt seit Herbst 2005 ein Wandbild, auf dem auch der ehemalige österreichische Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß († 1934) zu sehen ist.

Jetzt muß das Gemälde entfernt oder überhängt werden. Es kostete rund 30.000 Euro und wurde mit Spenden der Gläubigen finanziert.

Die Entfernung des Bildes forderten vor allem die niederösterreichischen Sozialisten – die sich in der Prandtauerkirche nur selten zeigen.

Unterstützung holten sie sich von den österreichischen Medienunternehmern.

Erst gestern führte der ‘Österreichische Rundfunk’ Interviews mit dem Rektor der Kirche, Hw. Reinhard Knittel, und den dort beheimateten Gläubigen.

Doch Bischof Küng kam der Ausstrahlung der Sendung zuvor.

In einer Mitteilung des Ordinariates St. Pölten hieß es gestern, daß das Wandbild angeblich „die seelsorgliche Arbeit behindert“ hätte.

Die Mitteilung nennt noch einen anderen Grund für die Entscheidung: Die Diskussion sei nicht abgerissen.

Gleichzeitig gesteht die Mitteilung ein, daß das Bild keineswegs habe provozieren oder alte Grabenkämpfe wieder aufleben lassen wollen.

Vielmehr zeige es jene Personen, die für die Geschichte der Prandtauerkirche wichtig gewesen seien. Engelbert Dollfuß steht dort in einer Reihe mit – teilweise noch lebenden – Wohltätern der Kirche.

Der Kirchenrektor habe sein Vorhaben den zuständigen Stellen „ordnungsgemäß vorgelegt“ – anerkennt das St. Pöltener Ordinariat. Angeblich soll es aber seitens der diözesanen Stellen bereits damals „gewisse“ Bedenken gegeben haben.

Noch am letzten Sonntag bedauerte Rektor Knittel vor seiner Predigt, daß ihn Bischof und Diözese die „Suppe alleine auslöffeln“ ließen.

Der Rektor hatte dem Bischof vor dem Ankauf einen Entwurf des Bildes vorgelegt und dessen Zustimmung eingeholt.
      
50 Lesermeinungen
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#51   thaumaturgos   12:24:57 | Mittwoch, 17. Januar 2007
nett, hier werden filmkritiken wichtiger als das thema
typisch spinner.net, oops +.natter
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#50   obelix †   18:14:18 | Samstag, 13. Januar 2007
als methusalix @Albert Camus
…„Playtime“ von Jacques Tati mit dem tolpatschigen Monsieur Hulot…
Also den „Onkel“ Tati habe ich in einigen Filmen gesehen (den bekanntesten wie z. B. „Die Ferien…“), bin aber vom diesem Humor nicht so begeistert. Ich steh’ eher auf den trockenen bis rabenschwarzen englischenHumor.
oder „The Wild Bunch“ von Sam Peckinpah…
Jaaaa, alle von Peckinpah. Der muss sich bei den Dreharbeiten derartig despotisch aufgeführt haben, dass er die besten Schauspieler an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht hat. Er hat dann nach dem Drehschluss immer selbstgebastelte Orden „fürs Überleben“ verteilt.
…oder „Leben“ von Zhang Yimou.
Noch nicht gesehen.
Gut ist auch „Gangs of New York“ von Martin Scorsese…
Hab’ ich mir jetzt im TV reingezogen und da hat sich mir der Magen zusammengezogen; trotz des „Trainings“ bei Peckinpah (denken sie an die Szene mit den Hasen…). Aber in den Gangs of New York wars mir fast zu viel.
…oder natürlich „Casablanca“. Ein Rührstück erster Klasse. Leider ist diese deutsche Synchronisation mies und verfälscht den Plot. Im Originalton tausendmal besser.
Was sind denn Ihre Lieblingsfilme?
Ein einziger. Ein Stummfilm von 1926, gedreht von Sergej M. Eisenstein: „Wronenonesh Potemkin“ (Panzerkreuzer Potemkin). Beinahe eine antike Tragödie im modernen Gewand. Dazu noch eine Geschichtslektion, wie sie Brecht mit seiner „Mutter Courage…“ oder Schiller mit seinem „Wallenstein“ nicht besser hingekriegt haben.
Wurde auch zitiert in: The Untouchables
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#49   Albert Camus †   17:56:16 | Samstag, 13. Januar 2007
Hi Methusalix
Leider hab’ ich nur den Film gesehen.
Der Film ist aber schon gut.
Es ist einfach wunderschön wenn die kleine Französin am Ende des Films auf dem Schiff weinend zusammen bricht und dazu der Walzer von Chopin spielt.
Andere Filme die ich mag sind: „Playtime“ von Jacques Tati mit dem tolpatschigen Monsieur Hulot oder „The Wild Bunch“ von Sam Peckinpah oder „Leben“ von Zhang Yimou.
Gut ist auch „Gangs of New York“ von Martin Scorsese oder natürlich „Casablanca“.
Was sind denn Ihre Lieblingsfilme?
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#48   wickerl   13:28:03 | Samstag, 13. Januar 2007
Hochaltar
Dollfuss ist nicht zur Ehre der Altäre erhoben und gehört daher nicht auf den Hochaltar, da bin ich mit Bischof Küng ausnahmsweise einer Meinung!
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#47   methusalix †   13:16:17 | Samstag, 13. Januar 2007
Hallo Albert!
Einer meiner Lieblingsfilme ist „Der Liebhaber“ von Annaud, nach einem Roman von Duras.
Ich hoffe sehr, Sie haben auch den Roman von Marguerite Duras gelesen. Der ist nämlich um vieles besser als der Film.
Frau Duras war mit dem Film ganz und gar nicht einverstanden. Nicht weil ihr zu viel Liebe gezeigt wurde, sondern weil der chinesische Liebhaber im Film viel zu schmierig-ölig dargestellt wurde.
Natürlich ist der Film gerade deswegen ein echter Hingucker!
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#46   Agathenon †   13:03:53 | Samstag, 13. Januar 2007
Was auf dem Gemälde nicht zu sehen ist
und dennoch interessieren könnte: klick de.wikipedia.org/…iki/Austrofaschismus. Wesentlich aufschlußreicher als der Artikel zur Person!
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#44   methusalix †   02:04:00 | Samstag, 13. Januar 2007
fünf Zeichen als Titel
Robert Ketelhohn:
Sancte Engelberte, ora pro nobis.
Fidei Defensor: Märtyrerkanzler Dr. Engelbert Dollfuss
Also ich kann gut verstehen, dass Sie diesen Klerikalfaschisten im Alleingang heiligsprechen. Das wird ja mit Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht (ebenfalls Märtyrerpolitiker) auch so gehandhabt.
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#43   Robert Ketelhohn   01:33:43 | Samstag, 13. Januar 2007
–--
Sancte Engelberte, ora pro nobis.
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#42   Gotthard   00:57:54 | Samstag, 13. Januar 2007
@fidei defensor
Du glaubst wirklich, den Glauben zu verteidigen? *lach*
Natürlich hat die Kirche keinerlei Recht, auf die Ausgestaltung eines Parteilokals Einfluß zu nehmen …
aber die Mitglieder der Parteien sind auch Mitglieder der Kirche …
Ich frage mich weiterhin, was ein Bischof mit einem Bild in einer Kirche in seinem Bistum zu tun hat?
Dieser weinerlicher Rektor ist ein Tor. ER hat dieses Bild zu verantworten … seine Dummheit hat zu diesem Skandal geführt. Warum steht er nicht dazu … und mit ihm seine Finanziers – waren wohl nicht die „Kleinen Leute“ bei dieser Summe!
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#41   Stephanus   00:50:11 | Samstag, 13. Januar 2007
nur ein vorwandt??????
stelle man sich einmal vor, statt des herrn dollfuß wäre eine andere person zugegen, irgendeine, von den einen mehr , von den anderen weniger geachtet, dann wäre das ganze eben um jene (gedachte) person entbrannt.
das sollte ein hw. herr bischhof, als studierter herr immer bedenken, sonst muß er sich darüber im klaren sein, daß seine figur in 50 oder hundert jahren auch bekrittelt und übertünscht werden könnte, eben darum, weil er nicht als vater , als hirte gehandelt hat, sondern als mietling.
in deutschland nennt man leute solchen kolleurs seit ca. 17jahren wendehälse…
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#40   Fidei Defensor   00:01:19 | Samstag, 13. Januar 2007
Märtyrerkanzler Dr. Engelbert Dollfuss
ist für das freie und unabhängige Oesterreich gestorben! Dank seiner Hilfe werden in der Prandtauerkirche wieder Hl. Messen gefeiert. Was für eine schöne und ehrenwerte Idee, unserer Märtyrerkanzler im Altarbild zu verewigen. Kirchenrektor Hw. Dr. Reinhard Knittel ist dazu zu beglückwünschen! Die Sozialisten in St. Pölten geht es nichts an, was in der Kirche für Bilder hängen. Wir gehen ja auch nicht in deren Parteilokal und befehlen Ihnen, die Kreiskybilder abzuhängen, weil unter der Regierung Kreisky die sog. Fristenlösung =Tötung ungeborener Kinder in Oesterreich eingeführt wurde.
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#39   Gotthard   22:52:55 | Freitag, 12. Januar 2007
Dummheit oder Absicht?
Die Roten lernen halt nichts dazu.
Die Förderer dieses Schinkens haben nichts dazugelernt … sie haben eindeutig dumm und kurzsichtig gehandelt …
Dollfuß war halt nicht irgendein Bundeskanzler, der längst im Vergessen der Geschichte gelandet wäre …
Wenn diese Geschichtsvergessenheit und diese Dummheit in einer Kirche passiert, die wohl die Indult-Kirche ist – dann verstehe ich die Hintergründe noch besser. Mit der Liturgie werden auch noch die Schlachten der Vergangenheit geschlagen – wie in Frankreich! Dort sind die Pius-Vereinsleute und Le Pen auch nicht sehr weit auseinander.
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#38   HeinrichvonOfterdingen   22:31:56 | Freitag, 12. Januar 2007
Gotthard,
Warum muss über ein kitschiges Gemälde dieser uralte Streit Rot-Schwarz perpetuiert werden?
Ja warum auch? Die Roten lernen halt nichts dazu. Sie sind wie die Schlange, von der sie ja abstammen.
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#37   Gotthard   22:23:18 | Freitag, 12. Januar 2007
uralte Schlachten
warum es immer wieder Leute gibt, die uralte Schlachten meinen schlagen zu müssen – und dafür auch noch viel Geld ausgeben.
Warum muss über ein kitschiges Gemälde dieser uralte Streit Rot-Schwarz perpetuiert werden? Wieviele Gemeindemitglieder dieser Pfarrei bzw Messbesucher dieser Kirche sind Mitglied der SPÖ bzw wählen oder haben SPÖ gewählt?
Diese Diskussion hier ist eine politische – und versucht, den Bischof in dieses eigene Polit-Süppchen hineinzuziehen…
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#36   agmen   22:09:28 | Freitag, 12. Januar 2007
@Heinrich von Oefterdingen
Sie haben schon Recht, ich hätte noch schreiben können, dass der Bischof wirklich feige gehandelt hat. Aber Verrat?
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#35   HeinrichvonOfterdingen   21:13:45 | Freitag, 12. Januar 2007
Na Agmen,
der Schaden hält sich diesbezüglich in Grenzen. Der Schaden der dadurch entstanden ist, dass diese untreuen Bischöfe den Glauben verraten haben, wiegt unendlich schwerer.
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#34   agmen   20:40:16 | Freitag, 12. Januar 2007
Das ist einfach nur unverschämt gegnüber
den Spendern !!!!!!!Unglaublich traurig, dass immer eingeknickt wird!!
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#33   Gotthard   18:56:03 | Freitag, 12. Januar 2007
@bonifatius
Ja, wenn das Volk entscheiden könnte ohne daß es verhetzt, indoktriniert und manipuliert würde!
Demokratie heißt auch: ICH kann eine Initiative ergreifen … ergreife doch die Initiative zur Wiedereinführung der Monarchie! Wer hindert Dich – außer Deine eigene Bequemlichkeit?
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#32   thaumaturgos   18:01:35 | Freitag, 12. Januar 2007

@binifatius
was hat dollfus mit der monarchie zu tun
die alle würden schaun, wenn wir wirklich wieder könige und kaiser von gottes gnaden hätten
die gute alte zeit GAB ES NICHT
@Gotthard + rheinländer
stimmt schon, der ‘gute’ r. knittel war auch im (innsbrucker) seminar schon bekannt, dass er den ständestaat schätzte, und demokratie nicht gerade was gutes war … unter anderem darum auch die nichtweihe in der diözese ibk
aber, hier gehts auch um kunst und kitsch
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#31   bonifatius   17:40:48 | Freitag, 12. Januar 2007
@Wolkenstein’sche Philo…
Demokratie? Ja, wenn das Volk entscheiden könnte ohne daß es verhetzt, indoktriniert und manipuliert würde!
7. 3. 2002: In einer Umfrage des MDR-Magazins „Artour“ sprechen sich 80% der sächsischen Zuschauer für die Rückkehr zur Monarchie unter dem Hause Wettin aus. Ein sächsischer Erzgebirgsschütze: „Wir wär’n alle sofort wieder dabei!“
Am Tage der Vermählung des spanischen Kronprinzen in Madrid (Mai 2004) veranstaltete die deutsche Sendeanstalt „PRO 7“ eine Telefonumfrage (TED) mit folgender Frage: „Märchenhochzeit in Spanien: Bedauern Sie, daß wir in Deutschland keine Monarchie haben?“
Ergebnis: 64,5 % der Zuschauer bedauerten, daß es in Deutschland keine Monarchie in Deutschland.
27.05.04: Bayrischer Rundfunk, Telefon-Umfrage in der Sendung „Quer“: „König oder Köhler, was ist ihnen lieber?“ Ergebnis 65,5 % pro Monarchie.
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#30   Gotthard   17:11:46 | Freitag, 12. Januar 2007
Kitschgemälde
Die Initiatoren haben entweder kein Gespür für das Konfliktpotential gehabt, das auch heute noch in der Figur Dollfuß existiert – quer durch alle politischen heutigen Lager – dann waren sie dumm; oder sie haben mögliche Konfklikte bewußt in Kauf genommen – dann waren sie absolut unklug und pastoral fahrlässig.
Was im Grunde der Diözesanbischof mit einem Gemälde in einer seiner diözesanen Kirchen zu tun hat, ist mir schleierhaft.
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#29   Stimme aus dem Tradiland   17:06:29 | Freitag, 12. Januar 2007
Rheinbewohner und Militärkarabiner
@ Rüdesheim: Bittesehr, wo sind denn die positiven Früchte des Wirkens von Bischof DDr. Klaus Küng? Bitte aufzählen!
@ MK 28: Welches Korrektiv gegen die millionenfache Abtreibung haben Sie in den Demokratien festgestellt?
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#28   Rüdesheim   16:50:58 | Freitag, 12. Januar 2007
thaumaturgos
Ich glaube, es geht schon lange nicht mehr nur um die Malerei…man hat einfach wieder was entdeckt, was man dem „bösen, bösen“ Bischof von St. Pölten ankreiden kann!!! ;-)
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#27   thaumaturgos   16:49:18 | Freitag, 12. Januar 2007
leute denkt doch nach
auch wenn die spö wegen dollfuss jammer,
das bild ist gräulicher kitsch und hat in einer kirche nix zu suchen
stellt euch vor in der prandtauerkirche in melk würden die benediktiner diese maler etwas ergänzen lassen
zum weinen schlechte malerei
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#26   MK28   16:45:36 | Freitag, 12. Januar 2007
Demokratie
Demokratie kann deswegen nicht die beste Staatsform sein, weil sie kein Wahrheitskorrektiv hat und es immer mehr Mehrheiten gegen die Wahrheit gibt, z.B. beim Abtreibungsmassenmord.
Vorsicht bei solchen Äußerungen, immerhin hat der Hl. Thomas die D. zu den zulässigen Staatsformen gezählt. Im übrigen hat die Demokratie angelsächsischen Musters natürlich ihr Korrektiv, nämlich die individuellen Grundrechte, die sie als einklagbare Abwehransprüche gegen den demokratischen Staat versteht. Kein Korrektiv – das ist die Jakobiner-Demokratie; aber die gibt es in Österreich wohl genausowenig wie hier in Dtl.
Das Problem ist doch nicht die Demokratie, es ist ein Bischof, der nicht imstande ist, eine lächerliche Provinzposse durchzustehen und stattdessen einknickt – vor der St. Pöltener SPÖ (peinlicher geht’s nimmer).
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#25   Rüdesheim   16:14:15 | Freitag, 12. Januar 2007
ottaviani
Ich fühle mich aber ganz okay im Oberstübchen!! :-]
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#24   Benedikt   16:12:09 | Freitag, 12. Januar 2007
@ Stimme
Demokratie kann deswegen nicht die beste Staatsform sein, weil sie kein Wahrheitskorrektiv hat und es immer mehr Mehrheiten gegen die Wahrheit gibt, z.B. beim Abtreibungsmassenmord.
Das Problem ist nur, dass es gar keine Regierungsform gibt, die ein solches Wahrheitskorrektiv hat. Die von ihnen propagierten katholischen Monarchien haben dies nur im niemals verwirklichten Idealfall – in der Realität haben sie auch noch eine zweite Wahrheit: Die Staatsräson. Ihr zweiter Gott heißt Machiavelli.
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#23   ottaviani   15:46:36 | Freitag, 12. Januar 2007
@rüdesheim
das kommt durch ihr vom konzilsgeist und modernismus verwirrtes denken
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#22   Stimme aus dem Tradiland   15:06:12 | Freitag, 12. Januar 2007
Von Karl Kraus bis Carl Zuckmayr
@ PhilomenaW 10.30 Uhr: Dollfuß wird in der Prandtauerkirche genausowenig angebetet wie die weiße Wand, die vorher dort war. Kein Gegenstand in der Kirche wird angebetet, nur das Allerheiligste und das ist seinem Wesen nach Gott.
@ PhilomenaW 10.48 Uhr: Demokratie kann deswegen nicht die beste Staatsform sein, weil sie kein Wahrheitskorrektiv hat und es immer mehr Mehrheiten gegen die Wahrheit gibt, z.B. beim Abtreibungsmassenmord.
@ PhilomenaW 12.13 Uhr: Es gab unter Dollfuß keinerlei staatliche Judenverfolgung, es kamen sogar verfolgte Juden hierher wie Carl Zuckmayr z.B. Wöllersdorf war ein Anhaltelager ohne Todesfälle, überhaupt nicht mit einem KZ zu vergleichen.
@ Sirilo: Die Prandtauerkirche wurde 1934 an die Kirche zurückgegeben, gehört also der Diözese.
@ Heinrich v. Ofterdingen: Es gibt in Österreich eine Kirche, in welcher Karl Marx als Volksredner (und Gegner der Kirche) dargestellt wird: In St. Veit am Vogau. Da regt sich niemand auf.
@ Ottaviani: Leider alles wahr.
Karl Kraus – ein antiautoritärer, seit 1923 konfessionsloser Journalist, Satiriker und Herausgeber der „in zwangloser Folge erscheinenden“ Zeitschrift „Die Fackel hat Dollfuß vehement verteidigt – auch noch im Juli 1934 (knapp vor der Ermordung von Dollfuß) – als einzige Chance, die Österreich noch geblieben sei. Vehement verurteilt, geradezu abgewatscht, werden von ihm die Sozialdemokraten, denen er praktisch die Alleinschuld an der politischen Lage in Deutschland und Österreich zuwies.
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#21   Rüdesheim   13:56:16 | Freitag, 12. Januar 2007
ottaviani
Bin ich aber ganz anderer Auffassung:
Gerade in Wien musste nach dem ganzen Debakel um Kardinal Groer ein fähiger Erzbischof hin: Kardinal Schönborn!!
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#20   ottaviani   13:38:37 | Freitag, 12. Januar 2007
@rüdesheim
ja er hat sich auf voll modernistischen kues gebracht ihn und jene person die am stuhl des wiener erzbischofs sitzt kann man gar nicht genug kritisieren
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#19   HeinrichvonOfterdingen   13:13:23 | Freitag, 12. Januar 2007
Liebe PhilomenaWolkenstein,
vielleicht könnte man den Dollfuß durch einen Stalin ersetzen. Dann wären alle Sozialisten, Sie und alle anderen Demokraten guten Willens befriedigt.
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#18   Sirilo   13:02:38 | Freitag, 12. Januar 2007
@MK28: Die Maler
Die Maler des Altargemäldes der Prandtauerkirche sind Manfred Stader und Edgar Müller. Stader ist u.a. hervorgetreten als Straßenmaler, Werbemaler von „Billboards“ in Hongkong und Ausgestalter des Biergartens des Würzburger Hofbräus.
@die Wissenden: Wem gehört eigentlich die Prandtauerkirche? Staat oder Kirche?
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#17   MK28   12:45:06 | Freitag, 12. Januar 2007
Frage und Anmerkung
1. Wer ist denn der Künstler, der das Wandbild geschaffen hat? Weiß das hier jemand?
2. Eine Kirche, die sich von ihren Gegnern ihre Kirchengestaltung vorschreiben läßt, sie geht unter. Zwingend.
Mal sehen, wie die nun anzustrebende Lösung aussieht: Wird nur Dollfuß wegretuschiert (wie unter Stalin), oder wird sich über die ganze Wand der weiße Schleier der Abstraktion ausbreiten?
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#16   PhilomenaWolkenstein   12:13:28 | Freitag, 12. Januar 2007
@at all
Dann fragen Sie mal die Leute, die z.B. in Wöllersdorf interniert waren. Oder die Juden, die aus ihren Arbeitsstellen vertrieben wurden, oder enteignet, oder nicht mehr zum Studium zugelassen, oder ihre akademischen Grade verloren haben.
Dolfuß war nur insofern besser, als Hitler, als er nicht gleich alle Gegner umbringen ließ. Im Denken und im errichten eines totalitären Regimes stand er um nix nach.
Aber ich versteh schon, warum Tradikatholen Dolfuß verteidigen – er hat ja einen katholischen Ständestaat errichtet. Und der muß ja gut sein.
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#15   Stimme aus dem Tradiland   11:31:43 | Freitag, 12. Januar 2007
Besser die Geschichte lernen!
@ Sirilo: Die Bezeichnung einer Kirche muß nicht einen Heiligen beinhalten. So ist die Pfarrkirche Wagram nicht dem „Hl. Wagram“, der Dom nicht dem „Hl. Dom“ und die Franziskanerkirche nicht dem „Hl. Franziskaner“ geweiht. Jakob Prandtauer war der barocke Baumeister der Kirche und sicherlich ein besserer als der Architekturmodernist Fritz Wotruba, nach dem eine Kirche in Wien-Mauer benannt ist (bestehend aus einer Unmenge von Betonquadern).
@ PhilomenaW. & Catholicus: Den Untergang der Demokratie in Österreich (1933, nicht 1934) kann man nur mangels Geschichtskenntnissen bedauern. Denn 2 der 8 „Heimatblock“abgeordneten (vom steirischen „Heimatschutz“) waren zu den – im Parlament an sich nicht vertretenen – Nationalsozialisten übergelaufen und stimmten grunds. immer gegen die Regierung – gemeinsam mit den Sozialdemokraten, welche auf den „Untergang des Kapitalismus, die Dikatatur des Proletariats und die Weltrevolution“ setzten und zusätzlich außerparlamentarisch (z.B. durch Eisenbahnerstreiks) die Regierung bekämpften.
Dies zu einer Zeit, in der illegale Nazis permanent Sprengstoffanschläge auf öff. Bauwerke (Brücken etc.) verübten und deshalb die Todesstrafe wiedereingeführt worden war.
Die Landtags- und Gemeinderatswahlen des Jahres 1932 (u.a. in Wien!) zeigten, dass die Nationalsoz. bis zu 30 % der Wählerstimmen erhalten würden. Die Regierung Dollfuss hatte also keine Koalitions- und keine Neuwahlmöglichkeit. Die Totengräber der Demokratie waren die Sozialdemokraten!
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#14   Rüdesheim   11:21:47 | Freitag, 12. Januar 2007
Was soll das denn…
immer auf dem St. Pöltener Bischof rumzuhacken!!
Er hatte eine so bescheidene (um nichts anderes zu sagen) Aufgabe gehabt: Nämlich wieder Ordnung in die Diözese zu bringen!!!
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#13   ottaviani   11:18:42 | Freitag, 12. Januar 2007
MAN SIEHT AUCH HIER WIEDER
was vom konservativen mgr. küng zu halten ist
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#12   Dr. Christoph Heger   10:53:47 | Freitag, 12. Januar 2007
Besonders gut gehässig
Anbetung eines Politikers,
Anbetung? Im Wolkenkuckucksheim spinnt es sich wohl besonders gut gehässig.
der das demokratische System in Österreich ausgeschaltet hat, der KZ errichtet hat
Wie das Beispiel Guantánamo zeigt, bedarf es keiner Ausschaltung des „demokratischen Systems“, um KZs zu errichten.
MfG
Christoph Heger
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#11   Catholicus   10:51:11 | Freitag, 12. Januar 2007
@Wolkenstein
Dollfuss hat angesichts der Gefahr des Nationalsozialismus versucht zu retten, was noch zu retten war. Dass er KZ’s etabliert hätte, ist unwahr. Dass seine Regierung den Erfordernissen einer modernen Demokratie nicht genügt hat, können und müssen wir aus heutiger Sicht zwar bedauern; diese seine damalige politische Entscheidung ist jedoch eher als „Notmaßnahme“ zu verstehen denn als grundsätzlich „antidemokratische“ politische Option. Dollfuss war kein Diktator, sondern ein Märtyrer des Nationialsozialismus!
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#10   PhilomenaWolkenstein   10:48:04 | Freitag, 12. Januar 2007
Demokratie
Da man bisher keine bessere Staatsform gefunden hat, behalte ich mir vor, jeden, der gegen die Grundwerte eine demokratischen Gesellschaft angeht, als staatsfeindlich zu bezeichnen.
Das gilt übrigens für jede Organisation, und sei es die katholische Kirche.
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#9   28.IX-28.X   10:37:13 | Freitag, 12. Januar 2007
Philo,
„Demokraie“ ist nicht der letzte Stand der Dinge und schon gar nicht Offenbarung Gottes; dazu in den sogenannten „Demokratien“(auch in Österreich) gar nicht existent.
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#8   PhilomenaWolkenstein   10:30:03 | Freitag, 12. Januar 2007
Dolfußanbetung
Ich finde es herrlich, daß kreuz.net die Dolfußanbetung verteidigt. Die Anbetung eines Politikers, der das demokratische System in Österreich ausgeschaltet hat, der KZ errichtet hat und einen totalitäten Ständestaat.
Besser kann sich eine demokratiefeindliche Seite nicht deklarieren. Danke!
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#7   Athanasius   09:50:58 | Freitag, 12. Januar 2007
Skandal
Die Scheidung zwischen Kirche und Staat wird von der (international)sozialistischen SPÖ nicht respektiert. Man greift in den Kult hinein. Dann dürfen es auch Katholiken.
Eine Schande, daß Mons. Küng so nachgibt. Gibt es aber keine Gläubigen die sich dem politischen Eingreifen der Sozialisten ins Kirchenleben, sogar ins Kirchenraum, widersetzen wollen? Keine Proteste?
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#6   adoro te devote   09:44:59 | Freitag, 12. Januar 2007
Peinlich, peinlich
Bischöfe, die dem Druck des sozialistischen Pöbels nachgeben, das geht ja mal gar nicht. :-@
Interessant wäre jetzt natürlich, inwieweit die Spender jetzt ihr Geld zurückerhalten könnten. Da müsste doch mit Bereicherungsrecht was zu machen sein, wegen Zweckfortfall o.ä.
Ich hoffe, dass die Gläubigen in St. Pölten sich diesbezüglich kompetenten juristischen Rat einholen, so dass Bischof und Bistum für eine derartige Unterwürfigkeit unter das rote Dreckspack wenigstens eine finanzielle Buße leisten müssten.
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#5   Sirilo   09:44:37 | Freitag, 12. Januar 2007
Prandtauerkirche
Wer war nochmal gleich der hl. Prandtauer, dem diese Kirche gewidmet ist?
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#4   Rüdesheim   09:26:54 | Freitag, 12. Januar 2007
st. polterer
aber klar doch!!! :-)
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#3   st. polterer   09:25:19 | Freitag, 12. Januar 2007
@ rüde
Der Volksaltar steht in der Sakristei. Das ist die Indulkirche von St. Pölten.
Reicht Ihre Toleranz soweit, auch zu akzeptieren, dass andere Gläubige lieber in die Alte Liturgie gehen?
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#2   Rüdesheim   09:22:20 | Freitag, 12. Januar 2007
Schade…
in dieser Kirche scheint es nur einen Hochaltar zu geben!!
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#1   thaumaturgos   09:20:24 | Freitag, 12. Januar 2007
ich bin froh
dass der pseudobarocke schinken weg kommt … nicht wegen dollfuss oder sonst einem dargestellten, es ist künstlerisch eine zumutung! als ich mir das im sommer betrachtete war ich erschrocken, welch unglaubliche qm3anzahl an farbverschwendung das bild doch ist … es scheint der tradi geschmak doch besseres zu finden, betrachtet man andere restaurierungen / ergänzungen … da hätte der gute rektor sich doch an einen besseren barockkopierer – in tirol gibt es einen sehr guten ! (w. köberl) – wenden können. seine bilder passen in barockkirchen und sind nicht so unsäglich scheusslich und auf den ersten blick als purer kitsch zu qualifizieren.
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