In Wiesbaden beschäftigt ein Hostienklau die Staatsanwaltschaft. Die Vorwürfe reichen von Körperverletzung, Diebstahl und Nötigung zur Störung der Religionsausübung.
Die Handkommunion ist heute die gängigen Form der Kommunionspendung. Im Bild die Pfarre St. Elisabeth
in Karlsruhe.
(kreuz.net, Wiesbaden) Am vorletzten Mittwoch abend versuchte Thomas R., aus der Kirche St. Bonifatius
in Wiesbaden eine konsekrierte Hostie zu stehlen.
Das berichtete die Lokalzeitung ‘Wiesbadener Kurier’
heute Freitag.
Wiesbaden ist die Landeshauptstadt von Hessen und gehört kirchlich zum Bistum Limburg.
R. war früher evangelisch und ist nach eigenen Angaben schon lange aus der protestantischen Gemeinschaft
ausgetreten.
Er stellte sich aus Neugierde bei der Messe zum Kommunionempfang an.
Von der Hostie konsumierte
er nur ein kleines Stückchen: „Sie schmeckte krustig nach nichts. Ich steckte sie in meine linke Innentasche,
wollte nach der Messe mal sehen, was das ist.“
Zwei ältere, resolute Frauen bemerkten das Sakrileg.
Nach der Messe stellen sie R. zur Rede. R. empfand die Sorge der Frauen als „Verhör“. Dennoch gestand
er ihnen, die Hostie eingesteckt zu haben.
Die Frauen erklären R., daß es eine Sünde sei und die Strafe
Gottes nach sich ziehe.
Sein Gott werde ihn gewiß nicht strafen – konterte der Hostienschänder.
Kampf
um die Hostie
Schließlich griff eine der beiden Damen in die Tasche, um die Hostie an sich zu nehmen.
Für den Täter eine „Anmaßung“: „Woher nehmen die Frauen das Recht?“
In der Zwischenzeit informierte
ein Gläubiger in der Sakristei den Stadtdekan, Hw. Johannes zu Eltz, über den Vorfall. Der Priester
eilte herbei.
Der Hostienschänder fühlte sich von dem ihm kräftemäßig überlegenen Stadtdekan angeblich
bedroht. Später behauptete er, Hw. Eltz habe ihn gepackt und geschüttelt.
Der Stadtdekan schilderte
dagegen, den Mann nur leicht am Arm genommen zu haben: „Die Berührungen waren nicht geeignet, ihm irgendwelche
Verletzungen zuzufügen.“
Ein normales, klärendes Gespräch sei in der aufgebrachten Stimmung nicht
mehr möglich gewesen.
R. behauptete, gleich von mehreren Gläubige gepackt worden zu sein. Sie hätten
ihm die Arme „weit“ vom Körper weggezogen. Er habe sich zur Wehr gesetzt.
Der Hostienschänder trat
dabei auch mit den Füßen gegen den Stadtdekan.
Dieser brachte ihn darauf im „Polizeigriff“ in die Nähe
der Sakristei.
Bei dem Zwischenfall waren gut ein Dutzend Zeugen anwesend. Im Gerangel soll jemand R.
auch auf oder gegen den Knöchel getreten sein.
Die Kirche konnte er schließlich erst mit einer Lüge
verlassen: „Ich habe die Oblate gegessen“.
Anzeigen
Wenig später erstattete R. auf dem nahen Polizeirevier
Strafanzeige gegen Unbekannte.
Als nächstes ließ er sich vom Krankenhaus Prellmarken an der Schulter,
eine Schürfung und einen dicken Knöchel attestieren.
Die Polizei leitete von sich aus auch Schritte
gegen den Hostienschänder ein.
Für R. ist das unverständlich. Er habe niemanden stören, im Glauben
verletzen oder kränken wollen.
Auch der Stadtdekan geht mehr von Unkundigkeit als von Absicht aus.
Der Mann habe offensichtlich nicht gewußt, daß die konsekriete Hostie der Leib Christi sei – zitiert
der ‘Wiesbadener Kurier’ den Priester.
Hw. zu Eltz betonte, daß es ein „ungeheuerlicher Frevel“ sei,
die Hostie einzustecken. Nach dem Kirchenrecht werde das „Verbrechen“ mit Exkommunikation bestraft.
Der
Stadtdekan unterstrich, daß es in seinem Sinn sei, wenn Mitglieder der Gemeinde – wie die beiden Frauen –
„wachsam sind“. Ein Mandat, Leuten zu Leibe zu rücken oder sich im Ton zu vergreifen, hätten sie aber
nicht.
Gleichzeitig sprach der Priester sein Bedauern über den ungewöhnlichen Zwischenfall aus und
daß er den Mann berührt habe.
Ein Fall für den Staatsanwalt
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte,
noch nie etwas Vergleichbares erlebt zu haben: „Es ist sicher ein juristisch außergewöhnlicher Fall.“
Es müsse sorgfältig geprüft werden, wie der Streit in der Kirche zu ahnden sei. Im Raum stünden Vorwürfe
der Körperverletzung, des Diebstahls, der Nötigung und der Störung der Religionsausübung.
Es gehe
um eine angenommene Notwehr, abgeleitet aus dem Glauben, das religiöse Symbol schützen zu müssen.
Was mit der gestohlenen Hostie geschah, wurde nicht bekannt.
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85 Lesermeinungen
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Wer zum Schwert greift… Merkwürdigerweise erinnern mich die beiden „engagierten“ Damen, an den die
rasenden den Herrn verteidigenden Jünger am Ölberg und was jener da zum Thema „Schwert greifen“ gesagt
hat dürfte ja hinlänglich bekannt sein… ich weiß jedoch nicht ob es sich zu den Handtaschen der Damen
ähnlich verhält (und ich hoffe inständig dass sie dem Frevler nicht gleich ein Ohr abgeschlagen haben).
Schönen Sonntag, Die Vernunft
Ein Fall für die Staatsanwaltschaft Dann ist es also so weit gekommen, daß wir froh sein können, daß
es in unserem humanistischen Staat nur eine geringe Schuld ist, einem Hostiendieb seine Beute wieder zu
entreißen. Daß die Ermittlungen gegen den Dieb eingestellt würden, war ja zu erwarten; aber daß die
Vorwürfe der Körperverletzung, des Diebstahls, der Nötigung und der Störung der Religionsausübung
(!) gegen die Gläubigen wegen geringer Schuld eingestellt worden sind…
Ob das der Würde des Herrn zuträglich ist… Sicher ist es gut solchen Hostiendiebstählen nachzugehen
und auf sie aufmerksam zu machen. Aber ob ein solcher handfester Streit der Würde des Sakraments zuträglich
ist, muss doch sehr bezweifelt werden. So konnte jedenfalls bei dem unkundigen Messbesucher kein Gefühl
für das Falsche der Tat geweckt werden.
selbst schuld Wer mit dem Feuer spielt muss sich nicht wundern, wenn er sich verbrennt! Ich würde den
Hostiendieb mal gerne sehen, wenn er aus einer Moschee etwas entfernt, was den Moslems als Religionsausübung
heilig ist. Da hätte er Glück, wenn er nur festgehalten oder, wie angegeben, geschüttelt wird. Ich
will den Islam hier nicht allgemein als Gewalttätig darstellen, aber ich glaube jeder weiß, was ich
eine…
#82 Asteriskus 07:32:56 | Sonntag, 14. Januar 2007
Danke… Ich bin erstaunt, dass keiner der Forumsteilnehmer es bisher für nötig gefunden hat, HH. Dr.
zu Eltz für sein mutiges Bekenntnis zur Gegenwart Christi im Altarskrament zu danken. Ich tue das hiermit
und verbinde damit auch den Dank an die aufmerksamen Gottesdienstbesucher. Ob die Vorgehensweise so war,
wie sie -übrigens sehr unterschiedlich- in den verschiedenen Medien berichtet wird, entzieht sich meiner
Kenntnis. Was hier angmessem ist oder nicht, kann und werde ich nicht beurteilen. Spekulationen über
die Absicht des Hostienentwenders sind nach meiner Ansicht auch nicht sinnvoll. Ich stimme den Postern
zu, die sagen, dass es immer Hostienschändungen gab. Dennoch, so leicht wie heute war es noch nie, sich
in die Reihe der Kommunionempfänger zu stellen, die Hand auszustrecken und mit der Hostie zu verschwinden.
In den seltensten Fällen kommen die Spender der Kommunion ihrer Verpflichtung nach, den Konsum der Hostie
zu überwachen.
Zum Glück Handkommunion Man stelle sich nur vor R. hätte die Mundkommunion vorgezogen, die Hostie im
stillen ausgespuckt und dann in die Tasche gesteckt. Fänd ich wesentlich unwürdiger.
#80 Agathenon † 17:27:55 | Samstag, 13. Januar 2007
Nebenan geht’s jetzt erst richtig los… und das mit den Verschwörungstheorien kommt jetzt erst so richtig
raus! Es ist ja auch einfach, so etwas in die Welt zu setzen… ein ganz simples Beispiel: Kein Wissenschaftler
der Welt kann einen im mathematischen Sinne gültigen Beweis, daß die Welt nicht vom fliegenden Spaghettimonster
erschaffen wurde, liefern! Entsprechend wundert mich, daß die These hier nicht noch mehr Anhänger findet…
@ Agathenon – Freimaurer In manchen Kreisen ist „Freimaurer“ einfach ein Kampfbegriff: In den traditionalistisch-katholischen
Kreisen herrscht die Meinung, dass FM durch religiösen Relativismus, Toleranz und Untergrabung der Moral
die einzig wahren eigenen Werte bedrohen. Insofern reicht es, Dinge in Frage zu stellen, zu Toleranz aufzurufen
u. ähnl. und – schwupps – wird man als Freimaurer bezeichnet, was in dem Zusammenhang sicher nicht als
Kompliment gemeint ist Die falsche Prämisse, dass FM „im Dunkeln munkeln“ macht es dem FM-Gegner leicht,
einfach Dinge zu behaupten und außerdem muss er sich nicht sachkundig machen, weil die FM in seinen Augen
ja sowieso alles verschleiert, vertuscht und verleugnet. Solches Verschwörungsdenken ist ein in sich
geschlossenes System, dem mit Argumenten nicht beizukommen ist. Es hat den Vorteil, dass komplizierte
und unangenehme Dinge mit einer einfachen Schuldzuweisung erklärt werden, eine rationale Auseinandersetzung
vermieden wird und die eigenen Reihen durch die vermeintliche Bedrohung fester geschlossen werden. Dagegen
kämpfen Götter selbst vergebens… beste Grüße, Gereon
#78 Agathenon † 16:48:59 | Samstag, 13. Januar 2007
Ja, gereon – etwas Ähnliches hatte ich mir schon vorgestellt! Offebar bedarf auch Dr.Heger noch einiger
Aufklärung. Nebenan www.kreuz.net/…ticle.4516-page.html hält er Reflektor und mich gerade für Freimaurer,
aufgrund meiner Äußerungen oder Reaktionen – auch wenn mir selbst nicht ganz klar ist, welche er damit
meint. Im übrigen hätte ich (wäre ich denn Freimaurer) auch keinen Grund, Ihnen die gestellten Fragen
zu stellen! Vielen Dank jedenfalls für die Antworten.
@ Agathenon – Freimaurer Wie Sie feststellten, ist der Begriff „FM“, ebenso „Loge“ nicht geschützt. Es
gibt einige Gruppen, die von dem Nimbus des Geheimnisvollen, der die FM umweht, profitieren möchten.
Immerhin gibt es uns schon länger als viele andere soziale oder kulturelle Organisationen (die Religionen
ausgenommen). Ich bin in meiner Loge einer der Brr, die Interessenten Aukunft geben und bei öffentlichen
Abenden sich den Fragen stellen. Aus der Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass wir in meiner Loge Interessenten,
die Esoterisches, Okkultes, oder neue Geschäftskunden suchen (hats auch schon gegeben), höflich abblitzen
lassen. Auf der einen Seite ist die FM viel unspektakulärer als Viele denken, auf der anderen Seite hat
sie einen Reichtum zu bieten, den man aber für sich selber entdecken und erarbeiten muss. Für die hier
erwähnten Freveleien gibt es schlichtweg keinen Grund. Und wenn Malachias wieder von „dämonischen Kraftfelden“
und angeblichem magischen Firlefanz der FM zitiert, dann – pardon – habe ich das Gefühl, es hat sich
jemand im Jahrhundert geirrt. Die Symbole, die wir verwenden, sind einfach und anschaulich Bsp: Der 24“-Maßstab
erinnert uns, unsere Zeit mit Weisheit einzuteilen. Er liegt auf dem Arbeitsteppich quer, wie eine Barriere
vor anderen Symbolen. D.h: Gelingt es uns die Zeiteinteilung nicht, werden wir unsere höheren Ziele nicht
erreichen. Wie aber d. Einzelne seine Zt einteilt, ist allein seine Sache. Gleiches gilt für alle anderen
Symbole. beste Grüße, Gereon
#76 Agathenon † 15:07:13 | Samstag, 13. Januar 2007
Danke auch für diesen Nachtrag. Wie ich darüber hinaus einigen Ihrer früheren Einträge entnommen habe,
gibt es sogar zwischen den verschiedenen (Groß-)Logen und Lehrarten gravierende Unterschiede, was eine
Menge der kursierenden Verschwörungstheorien ad absurdum führt! Auch scheint der Begriff Freimaurerei
ja rechtlich frei verfügbar zu sein; beim Umsehen im Internet bin ich z.B.auf einige Satanistengruppen
wie den OTO, die sich selbst als „maurerisch“ bezeichnen, gestoßen. Auf freimaurer.org hingegen finde
ich keinerlei Verweise auf solche Gruppen. Möglicherweise haben da einige Leute nicht genau genug hingesehen?
@ Agathenon – Freimaurer Guten Tag! Es ist halt für manche Leute schwer zu ertragen, dass die FM eine
„diskrete“ Gesellschaft ist. Die Rituale sind schon längst nicht mehr geheim, wer will und sich ein bisschen
Mühe macht, kann sie auch im Internet finden. Ich selber bin heilfroh, dass ich vor meiner Aufnahme das
Ritual nicht kannte. Da Recherchieren zu meinem Beruf gehört, hätte ich alles finden können. Aber dann
wäre mir das wunderbar eindrucksvolle Erleben sicher verwehrt gewesen, denn dazu gehört auch das Moment
der Überraschung. Das „Geheimnis“ ist das eigene Erleben der Rituale und der Wirkung der FM auf den Einzelnen –
was eben individuell ist. Einer recht gute Dokumentation der Angriffe gegen die FM gibt es von Br:. Wolfang
Bittner „Satans verschworene Brüder – Angriffe und Antithesen gegen die Deutsche Freimaurerei 1970 –
2000“. Da werden auch die Unterstellungen aus katholisch-traditionalistischer Sicht dokumentiert. Eben
wegen des (ungerechtfertigt) schlechten Rufes, der FM in manchen Kreisen anhängt, bleiben manche Brr:.
„in Deckung“, weil sie mögliche Nachteile fürchten. Zu unserer Verschiegenheit gehört, dass niemand
gegen seinen Willen als Br:. bekannt gemacht (ge-outet) wird und dass die Gespräche unter Brr:. vertraulich
sind. Deshalb kann ich vor meinen Brr:. offen und frei sprechen, auch über Persönliches und Privates,
im Vertrauen darauf, dass nicht getratscht wird. Das ist die ganze „Geheimniskrämerei“. beste Grüße,
Gereon
#74 Agathenon † 14:01:30 | Samstag, 13. Januar 2007
danke, gereon – das ist interessant. Ich selbst hatte zu diesem Thema nur einen wiki-Eintrag zum Thema
Taxil-Schwindel de.wikipedia.org/wiki/Taxil-Schwindel gefunden (und kenne einen Bericht von Marcel Valmy,
selbst Freimaurer, zum Thema). Gegenstand war die Vermischung der sehr unterschiedlichen Themen Freimaurerei
und Satanismus sowie die Tatsache, daß sich Taxil recte Pagès selbst zum großen Gelächter der Anwesenden
als Schwindler geoutet hatte. Allerdings kann ich mich nicht ganz des Eindrucks, einige Leute hätten
das Ende der Geschichte übersehen, erwehren! Liebe Grüße.
hostienklau seit beginn der handkommunion – zuerst als fait accompli vor allem in deutschland und holland –
schließlich von rom den bischofskonferenzen zugestanden gab und gibt es den hostienklau. insbesondere
für „schwarze messen“ wurden und wird der konsekrierte Leib unseres Herrn immer noch benötigt. erinnern
wir uns nur an die anbote im internet, die erst auf entsprechenden druck vom netz genommen wurden. und
dass die konsekration wahr ist, wie seit jeher von der kirche verkündet zeigt sich hier: Eucharistisches
Wunder von Lanciano Großer Bilderkatalog der histologischen Aufarbeitung (Feingewebsschnitte) www.negrisud.it/…iracolo/welcome.html
Kerzenleuchter auf die Rübe Den Hostienschänder hätte man kurzerhand mit dem nächsterreichbaren geeigneten
Gegenstand niederschlagen und ihm den Leib des Herrn wieder abnehmen sollen.
@ Gotthard Ich wüßte nicht, was es da falsch zu verstehen gab. Absichtlich habe ich es jedenfalls bestimmt
nicht falsch verstanden. vis fragte: was würden sie machen wenn wer etwas was ihnen lieb und teuer ist
entehrt (ihre frau zb) freddie antwortete: Dennoch empfinde ich einen gewaltigen Unterschied, ob jemand
sich an der konsekrierten Hostie oder an meiner Frau vergreift. Sie ergänzten: Der sakramental gegenwärtige
Christus in der Hostie ist leidensunfähig – Deine Frau bei einer Gewalttat nicht. Für mich klingt das
wie eine Erklärung, warum die beiden Schändungen nicht vergleichbar sind. Sie haben für mich den „gewaltigen
Unterschied“, von dem fredddie sprach lediglich offenlegen wollen. Also eine Rechtfertigung für eine
Ungleichbehandlung beider Sachverhalte. Und obwohl es eigentlich nichts falsch zu verstehen gab, habe
ich trotzdem nochmal nachgefragt? Eine Antwort habe ich bis jetzt noch nicht erhalten.
@ Agathenon – Freimaurer und Handkommunion Guten Abend, Agathenon. Danke für die Mail, ich hätte sonst
das Thema hier übersehen. Ich habe ehrlich gesagt nicht die geringste Ahnung, was Handkommunion und Freimaurerei
miteinander zu tun haben sollten, noch habe ich irgend einen Hinweis darauf gefunden. Ich vermute, dass
diese Vorwürfe ähnliche Wurzeln haben, wie die angeblichen Hostienschändungen, die man Juden vorgeworfen
hat. Erich Ludendorff hat in Deutschland wohl am lautesten behauptet, dass hinter der FM „der Jude“ stecke.
Insofern nehme ich an, dass hier einfach etwas übernommen wurde. Ein Bsp dafür sind die Schriften von
J. Rothkranz, der zB von einer „freimaurerisch-zionistischen Uno“ spricht. Zudem hat Erzbischof LeFêbre
ja behauptet, das II. Vat. Konzil sei durch die Unterwanderung der kath. Kirche durch FM initiiert worden.
Da dort auch die H-Kommunion zugelassen wurde, lässt sich mit etwas Verschwörungs-Fantasie ein Zusammenhang
konstruieren, der aber faktisch falsch ist. Hostienschändung verbietet sich schon aus dem Respekt der
Maurerei gegenüber allen Religionen, also auch der katholischen. Ich kenne verschiedene Formen der Rituale
und viele Logen und kann Ihnen versichern, dass ich nie irgend einer Art von Entweihung oder Verächtlichmachung
religiöser Symbole begegnet bin. Aber da man der FM schon so ziemlich jedes Verbrechen vorgeworfen hat,
wundert mich nichts mehr. Danke für Ihr Interesse und beste Grüße, Gereon
Die Staatsgefährlichen Das eigentlich Erschütternde am oben beschriebenen Sachverhalt ist, daß nach
der Meinung der Staatsanwaltschaft Vorwürfe der Körperverletzung, des Diebstahls, der Nötigung und
der Störung der Religionsausübung gegen die Gläubigen, die das Sakrileg verhindern wollten, im Raum
stünden. Daß der Teufel in der BRD heute durch die Obrigkeit so unverhohlen seine häßliche, grinsende
Fratze offenbaren kann, wäre selbst in der Sowjetunion undenkbar gewesen. Gotthard Der sakramental gegenwärtige
Christus in der Hostie ist leidensunfähig Woher willst du das wissen? Wäre es an deiner Stelle nicht
ehrlicher zu sagen, daß du nicht an die Gegenwart glaubst? Oder hast du immer noch angst, daß es dir
dein Beschäftigungsverhältnis kosten könnte?
@ Gotthard Der sakramental gegenwärtige Christus in der Hostie ist leidensunfähig – Deine Frau bei einer
Gewalttat nicht. Verstehe ich das richtig? Wenn Ihre Frau keine Schmerzen beim Angriff verspüren würde
und deshalb nicht leiden müßte, dann würden Sie den Angriff auf Ihre Frau auch nicht als so schlimm
empfinden? Nach dem Motto: Wenn sie nichts spürt, dann wird es schon nicht so schlimm sein.
@VirFortis Sie haben Recht. Keine Frage. Ich glaube auch, dass Christus in der Hostie leibhaftig wird.
Dennoch empfinde ich einen gewaltigen Unterschied, ob jemand sich an der konsekrierten Hostie oder an
meiner Frau vergreift. Da fehlt mir dann doch der rechte Zugang. Für mich sind die Wandlungsworte „Das
ist mein Leib“ doch in gewisser Weise abstrakt. Vielleicht ist das mein innerer Widerspruch, den ich aushalten
muss. Der Einzige werde ich aber wohl nicht sein.
@ Agmen…Mit der Handkommunion und der derzeitigen Praxis ist es wieder so eine Sache. Wenn es nie etwas
anderes gegeben hätte oder wenn das Stehen in unserem Kulturkreis die Körperhaltung für die Anbetung
wäre, dann wären auch Hand- und Stehkommunion kein Problem. Das Problem ergibt sich erst durch die Entwicklung
i d Vergangenh. Was früher normal gewesen ist und auch aus heutiger Sicht damals auch nicht falsch war,
das kann heute bei seiner Wiedereinführung falsch sein. Ich frage: Was sollte mit der Wiedereinführung
zum Ausdruck gebracht werden? Wenn Sie sagen, daß es auch Gläubige gibt, die die Kommunion auf diese
Weise würdig empfangen, dann kann ich das nicht pauschal bestreiten. Das dürfte vor allem für jene
gelten, die gar nichts anderes kennen. So einfach darf man es sich meines Erachtens aber nicht machen.
Die Kommunion ist Teil der Liturgie. Im allgemeinen gibt es in der kath. Kirche Regeln, die besagen, wann
man sich wie in der Liturgie verhält. Zum Evangelium steht man. Zum Hochgebet kniet man. Das ist alles
wohlbegründet. Nun könnte man argumentieren und sagen, daß das Knien beim Hochgebet nicht nötig wäre,
weil man auch im Stehen oder Sitzen sehr andächtig beten kann. Aber ich frage Sie: Was drückt jemand
aus, der heute beim Hochgebet sitzen bleibt? Sollte beim Empfang der Kommunion, dem Moment höchster Anbetung,
etwas anderes gelten? Es geht also zum einen um die Frage, was obj. angemessen ist. Zum anderen sollte
man eine gewisse Einheitl. gewährleisten. Auch um das zu verhindern, was Ihnen widerfahren ist. Niemand
soll sich b d Mundk schäme
naja--- ich versuche es so zu sagen: die hostie ist der leib christi als christ liebt man christus und
kann es nicht ertragen wenn dieser geschändet wird. was würden sie machen wenn wer etwas was ihnen lieb
und teuer ist entehrt (ihre frau zb) wenn hingegen die hostie nicht der leib christi sondern nur ein abstraktes
symbol ist wie es dieser tage gerne gelehrt wird haben sie recht.
@VirFortis könnte auch was mit satanistmus zu tun haben. satanisten stehlen oft hostien die sie in schwarzen
messen schänden… Oft scheint mir aber relativ zu sein. Ich habe jedenfalls noch von diebischen Sataniosten
gehört. Und wenn, das meine ich keineswegs ironisch, was kann uns und erst recht Gott so eine niederträchtige
Dummheit denn wirklich anhaben? Damit sage ich nicht: „Lasst sie Hostien schänden“. Ich frage nur, was
das unserem glauiben an Jesus Christus anhaben kann?
#56 Regina 1961 22:39:29 | Freitag, 12. Januar 2007
@Gotthard Hast in so fern Recht, Gotthard, daß dieser Hostienklauer (vielleicht) nicht die Hostie klauen
wollte um zu provozieren. Genaues habe ich jedenfalls nicht gehört. Dies ist früher schon häufiger
geschehen. Vergleichbar ist der Aufschrei, den diese Tat im Moment nach sich zieht. Habe heute ziemlich
viel Radio gehört, und sowohl im SWR als auch im HR als auch im WDR wurde ausgiebig darüber berichtet.
Und wenn der Stadtdekan dann auch noch sagt, er würde die Hostie mit seinem Leben verteidigen, dann ist
das für mich schon eine Vergleichbarkeit. Vielleicht noch nicht sooooo international wie der Karikaturenstreit,
aber immerhin geht es in diese Richtung.
@Regina 1961 Sicher, wenn ich an den Karikaturenstreit denke, ist das, was mit der Hostie geschehen ist,
vergleichbar. was soll denn hierbei vergleichbar sein? Ein Einzelner – aus bisher unbekannten Gründen –
entwendet eine Hostie… aus meiner gläubigen Sicht ein absolute Untat – auch aus seiner Sicht? Wohl
kaum. Die dänischen Karikaturen waren eine bewußte öffentliche Aktion. Sie sollten provozieren – und
die Reaktion der Muslime testen! Also ein Riesenunterschied und unvergleichbar!
#53 Regina 1961 21:56:54 | Freitag, 12. Januar 2007
Mitspielen möcht ich! Wie kann man sich nur so in der Öffentlichkeit aufregen! Sicher, wenn ich an den
Karikaturenstreit denke, ist das, was mit der Hostie geschehen ist, vergleichbar. Und vergleichbar ist
auch das Aufsehen, das durch diesen Hostienmissbrauch entstanden ist. Aber mal ehrlich: Wird das Ganze
nicht viel zu sehr in den Vordergrund gerückt? Wird dadurch nicht erst eine ganz bestimmte Klientel von
„Hostienmissbrauchern“ angelockt? Ich finde diese Tat auch sehr schlimm, Aber Hostienklau gab es schon
zu allen Zeiten, und es wird ihn auch immer geben. Und was kreuz,net angeht: Bitte, bitte so weitermachen.
Ich brauch etwas zum lachen! Wundert mich, daß meine Freundin Maledica noch nicht auf dem Parkett erschienen
ist. Zumal dieses „Ereignis“ sich im Bistum Limburg ereignet hat. Dort regiert doch der böse böse Bischof
Kamphaus…
@Defensor Fidei Das wollte ich auch gar nicht! Ich wollte nur sagen, dass man die Kommunion auch per Hand/Stehkommunion
angemessen empfangen kann. Ich selber praktiziere ausschließlich, allerdings noch nicht sehr lange, die
Mundkommunion, weil ich sie für mich persönlich für richtiger halte. Und ich bin genau so wie Sie der
Meinung, dass die Handkommunion zu vielen Sakrilegien führt und vor allem dazu verleitet, dass die Kommunion
mit weniger Ehrfurcht empfangen wird, trotzdessen sollte man sie nicht pauschal als schlecht aburteilen,
da es auch viele Menschen gibt, die so die Kommunion mit großer Andacht annehmen. Weiter ist zu mir persölich
zu sagen, dass ich mich früher geschämt habe vor anderen z.B. in einer Schulmesse die Kommunion per
Mund zu empfangen, weil ich meinte „uncool“ zu sein und zu schwach war um gegen den Strom schwimmen zu
können. Und genau das ist, glaube ich, das Problem vieler Katholiken von heute. Ich wage einmal zu behaupten,
dass die nämlich einfach zu wenig Charakterstärke besitzen um sich zu „outen“.
#51 Agathenon † 19:11:53 | Freitag, 12. Januar 2007
@ ludovico & gereon. Rein aus Neugier gefragt… welchen Mißbrauch der Handkommunion gab es denn im Zusammenhang
mit der Freimaurerei? Würde mich ehrlich interessieren.
Hand oder Mund? Die Einführung der Handkommunion hat offensichtlich den Mißbrauch der konsekrierten
Hostien begünstigt. Nach einer hl. Messe habe ich einmal vor der Kirche beim Fahrradständer eine Hostie
gefunden, die offensichtlich nicht kommuniziert worden war. Das war nach einer Schulmesse. Ob es nicht
doch sinnvoll wäre, zumindest für Kinder wieder die Mundkommunion vorzuschreiben? Daß es auch früher
schon Mißbräuche im Zusammenhang mit Freimaurerei gegeben hat, ist bekannt. Doch die Zunahme der Sakrilegien
ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch die Handkommunion ermöglicht worden.
Das ist frech Das bedeutet wenn man als Christ so jemanden die konsekrierte Hostie wieder abnimmt, muß
man unter dem derzeitigen Regime damit rechnen, als Dieb behandelt zu werden. Früher hätte man so einen
Bengel windelweich geschlagen und gut. Heute kann so einer zur Polizei gehen, und die Logenbrüdern bei
der Staatsanwaltschaft machen eine Strafverfolgung wegen Diebstahls, der Nötigung und der Störung der
Religionsausübung daraus. Diese schwarzen Brüder bei der Staatsanwaltschaft sollten sich das sehr genau
überlegen.
@ Agmen Wie man sieht, ist das Entscheidende nicht ob Hand- oder Mundkommunion – stehen oder kniend –
sondern die Ehrfurcht, die persönliche Vorbereitung etc. Jesus Christus, unser Herr und Gott, setzte
im Abendmahlssaal das Sakrament des Altares ein. Alle Gläubigen müssen „diesem heiligsten Sakrament…den
Kult der Gottesverehrung, der dem wahren Gott geschuldet wird, erweisen“ (Konzil v. Trient, DH 1643) Anbetung
gebührt dem Allerheiligsten vor allem bei der hl. Kommunion. „Davon sagt der hl. Augustinus:,…niemand
ißt dieses Fleisch, bevor er es nicht angebetet hat. Der Protestant Lavater erklärte: „Könnte ich an
die Gegenwart Christi im Sakrament glauben, ich würde mich vor Anbetung nicht mehr von meinen Knien erheben.“
Kniebeugung ist sichtbare Anbetung. Es gibt in unserem Kulturkreis keine Körperhaltung, welche die Anbetung
des gegenwärtigen Gottmenschen wirksamer zum Ausdruck bringt als die Kniebeuge. (Prof. Georg May) Abschaffung
der Steh- und Mundkommunion ist geboten. Vor Christus müssen sich „alle Knie beugen im Himmel, auf Erden
und unter der Erde“ (Phil 2,10). Die Seelsorger haben gewissenhaft die Verpflichtung zu lehren, daß die
hl. Kommunion „devotissime“ (unterwürfigst) zu empfangen ist (Can. 898 CIC 1983). Sie können mir nicht
glaubhaft machen, daß sich die Meßbesucher heute aus Gründen der Erfurcht für die Steh- und Handkommunion
entscheiden und gegen die Mundkommunion. Damals kannte man es nicht anders. Außerdem war Die Praxis nicht
mit der heutigen vergleichbar.
Hostienschändung Natürlich nennt man das Delikt, dass Herr R. in Wiesbaden begangen hat Hostienschändung.
Das Verbringen einer Hostie aus der Kirche ist grundsätzlich nicht erlaubt, mögliche Fälle sind auf
wenige Ausnahmen beschränkt. In sakrilegischer Absicht, also der Absicht, die Hostie in herabwertender
Weise zu behandeln ist eine solche Handlung mit der Exkommunikation belegt. Nun kann man natürlich einwenden,
dass Herr R. nicht gewusst hat, worum es sich bei der Hostie handelt. Man muss sich aber schon fragen,
wie es kommen kann, dass einer vor langer Zeit ausgetretener Ex-Protestant plötzlich mal in einer katholischen
Kirche vorbeiguckt und dort dann „aus Neugier“ die Hostie mitnimmt. Von daher sind Zweifel an der Aussage
des Herrn R. zumindest nicht böswilliger Natur, sondern durchaus logisch. Ich kann auch nicht ganz nachvollziehen,
warum hier über den Begriff der Hostienschändung oder das Delikt als solches einfach so hinweggesehen
wird. Wenn wir Katholiken es zulassen (müssen), dass jeder, der gerade lustig ist, mit dem Heiligsten
unserer Religion mal eben draußen spielen geht, dann können wir aufhören, das Thema Eucharistie noch
zu vermitteln. Denn das hat sich dann erledigt. Ich nehme an, dass dem Stadtdekan sein Ausbruch sicher
nun einiges Unwohlsein beschert, aber grundsätzlich ist gegen die Motivation nichts zu sagen. Man kann
es nichtr zulassen, dass jeder „aus Neugier“ oder sonstigen Gründen Hostien mitgehen lässt. Ein Einzelfall
ist dies nämlich sicher nicht.
#45 gretipleti 15:57:27 | Freitag, 12. Januar 2007
Die Hostie kann auch bei der Mundkommunion entführt werden! Dass der Vorfall eindeutig ein Sakrileg darstellt,
ist völlig klar. Nur daraus einen Frontalangriff auf die Mundkommunion zu machen ist Ideologie! Ich kann
genauso gut die Kommunion in den Mund nehmen und kurz darauf wieder z.B. hinter einem Pfeiler wieder herausnehmen –
und??? Was ist dann mit der sicheren Mundkommunion?!? Beide Weisen des Kommunionempfangs sind zuzulassen.
Wer nur eine von beiden erlaubt ist Ideologisch verbohrt!
Timpressum 14.43 Uhr Selbst wenn man den Kommunionempfang oder allfälligen – bloßen – Oblatenempfang
als Schenkung interpretiert, so wäre es jedenfalls eine Schenkung mit Auflagen. „Geschenk“ ist die Hostie
also nur, wenn die Auflagen (sofortige Konsumation) eingehalten werden, ansonsten ist die „titellos“ empfangene
Hostie wieder zurückzuerstatten. So gesehen könnte man das Verhalten des Dummkopfs auch als Betrug (Täuschung
über die Tatsache, eine Hostie nicht nur empfangen, sondern auch konsumieren zu wollen) und Sachbeschädigung
(Abbeissen von einer zurückzuerstattenden Hostie, die ihm mangels Erfüllung der Auflagen gar nicht gehört)
interpretieren. Schläge gegen die Gläubigen, welche ihn angehalten haben, könnte man wahlweise – je
nach den exakten Umständen – als Beleidigung (so wie eine Ohrfeige z.B.) oder Körperverletzung (als
solche gilt auch schon ein blauer Fleck) interpretieren. Da er mit dem Umsichschlagen die weitere – titellose –
Innehabung der Hostie erzwingen wollte, könnte man auch von Nötigung sprechen. Die größte Frechheit
ist, das der dann gar noch zur Polizei geht – da erweckt in mir den Verdacht der Absicht (z.B. Entwendung
der Hostie für satanistische Zwecke). Ansonsten gehen alle diese rechtlichen Überlegungen an der eigentlichen
Bedeutung des Vorganges – unter der Annahme, dass der Leib Christi vorhanden war (und nicht nur eine Oblate,
wie Daniel Stöhr meint) – vorbei. Wenn er etwas nicht weiß, kann er fragen oder beobachten, was die
anderen Leute tun.
@ Maledica Ist dies nicht die Pfarrei, wo ein Kandidat der Inter-Nazis seine Schäflein im Stich gelassen
hat und furchtbar auf die Nase gefallen ist… Ja, deshalb ist Domkapitular und Offizial Dr. Johannes
zu Eltz dort jetzt Pfarrer. Sehr schade, denn ich hätte ihn gern auf enem anderen Posten gesehen…
Landorganist: Ich schließe mich an… …denn auch auf mich träfe Ihr Pseudonym voll zu. Ich bin nämlich
auch so einer! Der Blödsinn von der „Hostienschändung“ lässt die Super-Tradis mal wieder aufheulen.
Alles nur leeres, untheologisches Gesülze, wie man es von gewissen Hetzern nicht anders gewohnt ist.
Die wahren Sektierer sind die Pius-Vereins-Anhänger und Gefolgsleute, denen Äußerlichkeiten wie klerikale
Spitzen-Reizwäsche wichtiger ist als die Verkündigung, Rubrikenbefolgung heilsnotwendiger ist als persönlicher
Glaube. Und Kreuz.net heizt mit solchen Headlines noch kräftig an.
2) Aus dem Deutschen Erwachsenenkatechismus: Die Frage, ob Hand- oder Mundkommunion, sollte kein grundsätzliches
Problem sein. Bis zum 9. Jahrhundert war es im allgemeinen üblich, die Kommunion stehend in die Hand
zu empfangen. Für die spätere Praxis, sie mit dem Mund zu empfangen, waren u. a. Gründe der Ehrfurcht
maßgebend. Aber auch die Handkommunion kann Zeichen der Ehrfurcht sein. Das zeigt der hl. Cyrill von
Jerusalem (4. Jh.), der in seinen Katechesen zur Kommunionvorbereitung beschreibt, wie die in Kreuzform
übereinandergelegten Hände der Thron für den Empfang des Königs sind. Schließlich sollten wir nicht
vergessen, daß wir mit der Zunge ebenso sündigen wie mit der Hand und auch mit dem Herzen. Deshalb sollen
wir in dieser Frage die Entscheidung des anderen respektieren. Meine Meinung: Wie man sieht, ist das Entscheidende
nicht ob Hand- oder Mundkommunion – stehen oder kniend – sondern die Ehrfurcht, die persönliche Vorbereitung
etc.
Fortsetzung: An deinem mystischen Mahl laß mich heute teilhaben, Sohn Gottes. Nicht werde ich das Geheimnis
deinen Feinden verraten, noch dir einen Kuß geben wie Judas, sondern wie der Schächer rufe ich dir zu:
Gedenke meiner, Herr, in deinem Reiche!“ 1387 Um sich auf den Empfang dieses Sakramentes richtig vorzubereiten,
werden die Gläubigen das in ihrer Kirche vorgeschriebene Fasten [Vgl. CIC, can. 919] beobachten. In der
Haltung (Gesten, Kleidung) werden sich die Ehrfurcht, die Feierlichkeit und die Freude äußern, die diesem
Moment entsprechen, in dem Christus unser Gast wird. Can. 919 – § 1. Wer die heiligste Eucharistie empfangen
will, hat sich innerhalb eines Zeitraumes von wenigstens einer Stunde vor der heiligen Kommunion aller
Speisen und Getränke mit alleiniger Ausnahme von Wasser und Arznei zu enthalten.
1) aus dem Katechismus der kath. Kirche: Nehmet und esset alle davon“: die Kommunion 1384 Der Herr richtet
an uns eine eindringliche Einladung, ihn im Sakrament der Eucharistie zu empfangen. „Amen, amen, das sage
ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das
Leben nicht in euch“ (Joh 6,53). 1385 Um dieser Einladung zu entsprechen, müssen wir uns auf diesen so
hohen, so heiligen Moment vorbereiten. Der hl. Paulus fordert zu einer Gewissenserforschung auf: „Wer
unwürdig von dem Brot ißt und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut
des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.
Denn wer davon ißt und trinkt, ohne zu bedenken, daß es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht
zu, indem er ißt und trinkt“ (1 Kor 11,27-29). Wer sich einer schweren Sünde bewußt ist, muß das Sakrament
der Buße empfangen, bevor er die Kommunion empfängt. 1386 Angesichts der Größe dieses Sakramentes
kann sich der Gläubige nur demütig und in festem Glauben das Wort des Hauptmanns [Vgl. Mt 8,8.] zu eigen
machen: „Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird
meine Seele gesund“. In der Göttlichen Liturgie des hl. Johannes Chrysostomus beten die Gläubigen im
gleichen Geist: Fortsetzung folgt…
#38 timpressum † 15:06:49 | Freitag, 12. Januar 2007
landoverbaptist.com Die Seite ist ja klasse – am besten gefällt mir die Aktion „Accept Jesus as Saviour –
and get a free Playstation 3“. Für kreuz.net empfehle ich: „Akzeptiere die Unfehlbarkeit des Papstes
und Du erhälst einen IKEA Einkaufsguteschein über 30 Euro“
#36 thaumaturgos 14:45:37 | Freitag, 12. Januar 2007
also bitte, lasst HETZ.net am leben ich spare mir hunderte euros für seichte unterhaltung und / oder
cabaret vorstellungen … es ist nur noch vomn landoverbaptist.com übertroffen in unseren breiten gibts
nicht vergleichbnar gutes
#35 timpressum † 14:43:54 | Freitag, 12. Januar 2007
Interessante juritische Fragestellung Zum einen: der Begriff „Hostienschändung“ erinnert stark an die
im Mittelalter erfundenen Legenden, die Judenpogrome rechtfertigten. Zum anderen: Das ganze gegen die
„Handkommunion“ zu Verwenden, ist Unsinn. Eine Hostie kann auch im Mund aufbewahrt werden. Viel spannender
ist die Fragesellung: Wem gehört die Hostie? Da die Kirche die Hostien an die Kommunikanten „verschenkt“,
ist sie aus meiner Sicht natürlich im Besitz und Eigentum desjenigen, der sie empfängt. Also: Diebstahl
ist da ausgeschlossen. Der Empfänger kann in dem Moment mit der Hostie machen, was er will. Schwerer
ist die Frage zu beantworten, ob es sich um die Störung einer religiösen Veranstalung nach § 167 StGB
handelt. Dort heisst es: „(1) Wer 1. den Gottesdienst oder eine gottesdienstliche Handlung einer im Inland
bestehenden Kirche oder anderen Religionsgesellschaft absichtlich und in grober Weise stört […] wird
mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Hier tendiere ich eher zu einer
Bejahung, da es sich bei der Hostie um einen für die römnisch-katholischen Gläubigen heiligen Gegenstand
handelt, mit dem in angemessener Weise umzugehen ist (sprich: sie ist zu verzehren). Ein mutmaßlicher
Straftäter kann aber durch die Zeugen nach dem „Jedermannsrecht“ festgehalten werden, bis die Polizei
eintrifft. Der Hausherr eines religiösen Gebäudes kann natürlich von seinem Hausrecht Gebrauch machen
und ein Hausverbot erteilen. Dies kann er auch polizeilich (!) durchsetzen!
@ landorganist Ach was, brauchst ja gar nicht verlegen zu sein. Spiel du auf deiner Landorgel mal schön
weiter – die schrägen töne, die son Instrument dabei manchmal macht, zeigen nur, dass nicht auf die
vollendete Perfektion, sondern auf den guten Willen ankommt. Und den sehen wir bei dir, genauso wie das
menschliche Augenmaß, dass Leute wie uns davor bewahrt, so salbadernd abzuheben wie Katholiban.
Lieber Freddie, „Gott, der keine Zeit mehr hat zum lieb sein“- dieser Spruch hat mich außerordentlich
amüsiert und mir die ganze verrückte Sinnlosigkeit dieser und anderer Diskussionen auf hetz.net noch
mal deutlich werden lassen. Danke noch mal für diesen Anstubs!
@Daniel Stöhr Es war ja in der Tat nur ein Stück Brot. Ja, nach dem E-S-R zustimmenden Stöhr hätte
der Frevler den Bröseltest mit dem „Brot“ auch gleich im „Versammlungsraum“ der „Gemeinde der Brotesser“
machen dürfen. Auf der Strasse hätte dann der Hüpftest zur Stabilitätsprüfung folgen können. Wie
glücklich darf sich ein nachkonziliarer Vorsteher der „Gemeinde der Brotesser“ schätzen, niemals für
einen Fehler gerichtet werden zu können, den er in einer römisch katholischen Kirche begangen hat, da
er ja nie drin war.
@e-s-r Hab Dank für den Willkommensgruß. Was sind wir doch für schlechte Menschen, dass wir auch nur
in Erwägung ziehen, Gott könne größer sein, statt sich auf Erbsenzählerei zu spezialisieren. Ein
wenig zweifle ich ja auch noch. Warum? Nun, ich kann mir nicht vorstellen, was der Liebe Gott den ganzen
Tag so mit seiner Zeit anfangen soll, wenn er eben nicht damit beschäftigt wäre Strichlisten zu machen
und genau nachzuvollziehen wer, was, wann falsch macht und sich gegen ihn versündigt. Und dann müssen
die Strichlisten und Tatprotokolle ja auch noch alle fein säuberlich archiviert und jederzeit griffbereit
gehalten werden. Damit ist der Liebe Gott dann vollkommen ausgelastet. Da hat er gar keine Zeit mehr lieb
zu sein. Zumal: ein bißchen zeit braucht er ja auch noch für die wenigen versprenkelten Tridentiner,
deren Messbesuche am Hochaltar er ja auch irgendwie erfassen muss, um sie ihnen hoch anzurechnen.
Freddie „Ketzer“ Schenk, willkommen im Kreis der Ungläubigen! Dein Einblick in die Seele eines Super-Tradis
ist anschaulich; ich hatte ja schon geahnt, dass etwas kommt, die Wucht, mit der ich aus der Gemeinschaft
der Gläubigen ausgeschlossen wurde, hat mich dann aber doch überrascht… Fazit: Gott ist soviel größer,
als sich das die meisten hier vorstellen können und vor allem: wollen. Einen Gruß an die Curry-Bude
in kollegialer Verbundenheit Max ecclesisa
Hallo e-s-r Ich springe dir mal, ebf. als hier im erlauchten Kreise für nicht katholisch Befundener,
bei. Jetzt versetz dich doch mal in die Lage eines Fundi-Katholen, dessen Lebensinhalt darin besteht,
täglich an der Heiligen tridentinischen Messe teilzunehmen und sich danach an den PC zu schwingen, um
hier bei +.net zu posten: da ist es vollkommen unzweifelhaft, dass die Hostienschändung nur ganz und
gar sündig sein kann. Da gibts dann nichts zu relativieren, wie du das sehr anschaulich und respektvoll
getan hast. Schändung is eben Schändung. Basta. Wenn ich den Artikel aber richtig verstanden habe, so
entsteht der Eindruck, als habe der Täter herausfinden wollen, was denn an der „Oblate“ anders ist, wo
den das „Heilige“ daran zu finden sei. Ein Eckchen hat er probiert. Schmeckte nach nix, befand er. den
Rest wollte er sich später ansehen. Also, wenn du mich fragst: der Typ war einfach nur naiv. Trotzdem:
ans Kreuz(net) mit ihm!
Frucht der Handkommunion? Kritiker, die meinen, einen solchen Hostiendiebstahl der Praxis der Handkommunion
anlasten zu müssen, übersehen, daß es solche Vorkommnisse auch schon in der Zeit der Mundkommunion
gab. Ich erinnere mich z.B. an meine Schülerzeit anfang der 1950er Jahre: Da kam es immer wieder einmal
vor, daß Kinder aus Jux oder Wetten nach der Kommunion heimlich die Hostie aus dem Mund nahmen, um sie
nach Hause zu nehmen und daheim „Pfarrerlens“ zu spielen. Das Problem ist nicht so sehr, ob Hand oder
Mund, sondern die Anonymität vor allem in den Großstadt- pfarreien: Wenn in einer Messe 100 und mehr
Leute zur Kommunion gehen und der Priester gar nicht alle kennt, sind solche Vorkommnisse nicht zu vermeiden.
Vermeiden ließen sie sich nur, wenn der Priester die Kommunion nur an Gläubige austeilt, die er persönlich
gut kennt, und außerdem abwartet, bis der Kommunikant die Hostie tatsächlich heruntergeschluckt hat.
Hallo Herr Stöhr, Sie haben uns ja freundlicherweise den angeblichen Beweis der Ungültigkeit usw…
Wenn die von Ihnen verlinkte website die Quelle ist, aus der sich Ihre Beiträge hier speisen, dann nehme
ich Ihnen ab sofort nichts mehr übel, denn Ihre Aussagen scheinen nicht auf Ihrem eigenen Mist (ist keine
Beleidigung, sondern ein Sprichwort) gewachsen, sondern von anderen bedenkenlos übernommen worden zu
sein. Ich wünsche Ihnen von Herzen den alten Ritus; wenn er sie glücklich macht und Sie glauben lässt,
er sei der wahre. Aber hetzen Sie bitte nicht weiter gegen die, die den alten Ritus ganz sicher nicht
besuchen werden. Seien Sie einfach glücklich mit dem, was sich den anderen ja offensichtloch noch nicht
erschlossen hat.
#17 landorganist 13:04:33 | Freitag, 12. Januar 2007
Hetz-net geht es doch gar nicht um diesen Hostiendiebstahl. Du liebe Zeit, da wird uns eine Geschichte
fein säuberlich aufgetischt, gleich einer Märchenlesung der Gebr. Grimm, ob es so wahr oder nicht spielt
keine Rolle, aber sowas ist doch kein Jounalismus. Hetznet nimmt dieses Ereignis zum Anlass, um gegen
die Handkommunion und damit verbunden gegen alles was mit Vat. II zu tun hat, zu Felde zu ziehen. Da ist
jeder Anlass willkommen. Ob es sich um einen Altar handelt, der nicht der neobarocken und damit einzigmöglichen
Vorstellung der Tradis handelt, oder ob es sich um eine Wandmalerei oder was auch immer handelt. Hetznet
und dessen Anhänger dienen nicht Gott, sondern Vorschriften und Regularien, die auf den Götzenaltar
gesetzt wurden. Menschen und deren Schicksale interessieren Tradis nicht. Was zählt ist die Einhaltung
der von Menschen eingesetzten Gebote. Gott selbst wird eingepfercht in ein traditionalistes Weltbild.
Als ob er so klein, so dumm, so unterbelichtet und arrogant wäre. Es stimmt, Gott wird am Ende zu Gericht
sitzen, aber er ist auch ein Gott der Barmherzigkeit. Letztes blenden unsere Tradis ja gern aus, wenn
es um das Seelenheil ihrer Mitmenschen geht, denn da fühlen sie sich zu einem Urteil, meist einer Verurteilung
berufen, wiewohl Sie sicher am jüngsten Tage selber auf göttliche Gerechtigkeit angewiesen sein werden.
Das Wort des Pharisäers könnte auch gut aus eurem Munde kommen: „Ich danke Dir Gott, das ich nicht so
bin wie die anderen…“
„Sch…- Posting“, wieso denn das? Sie haben hier erst mal alle drauf gehauen nach dem Motto: „Wer das
nicht als Sünde ansieht, der ist kein Katholik“. Das ertste Posting bleibt natürlich weiterhin so stehen;
nur Sie und andere hier haben ohne Nachfrage ertsmal einen Kübel – ja, jetzt ist das Wort erlaubt – Sch…
ausgegossen, statt anständig zu diskutieren.
Stück Brot „dass es für uns nicht nur ein Stück Brot ist, sondern nach unserem Verständndis da noch
ganz etwas anderes mit verbunden ist“ Es war ja in der Tat nur ein Stück Brot. Im Glauben der römisch-katholischen
Kirche ist der Leib Jesu Christi übrigens nicht mit „etwas anderem „ verbunden.
@e-s-r Ja, Ihr erstes Posting war „Scheisse“. Sie versuchen nun gerade die Biege zu bekommen und starten
einen etwas verschlüsselten Entschuldigungsversuch. Ist angenommen, wenn Sie es wünschen.
Gastus, schade, dass Sie mir „Respektlosigkeit“ unterstellen. obwohl ich doch gerade sehr deutlich gemacht
habe, dass es gerade der fehlende Respekt war, der im geschilderten Fall nicht zur Sünde, aber zu einem
sicherlich nicht gut zu heißenden Verhalten geführt hat. Ihre diesbzügliche Schlußfolgerung mir gegenüber
ist deshalb nicht ganz verstäbdlich. Sei es drum: ich bin anderer Meinung als Sie und respektiere trotzdem
Ihre – meiner Ansicht nach unrichtige, weil übertriebene – Beurteilung der Sache ja auch. Leider schaffen
das hier viele nicht, schon gar nicht ohne dazu auch noch ausfallend zu werden.
@e-s-r Der Mann wurde auf sein ungebührliches Verhalten von den Frauen hingewiesen. Daraufhin wurde er
respektlos. Jeder Mensch mit Respekt hätte sich grundsätzlich anders verhalten. Es war ihm genauso egal,
wie es Ihnen egal ist, wovon Sie in mehreren Beiträgen Zeugnis abgelegt haben.
Interessant, gastus, Ihre Vision, und wahrscheinlich gar nicht mal soooo unrealistisch. Nur: Auch das
„Pink… an die Synagogentür“ ist kein Sünde: es ist eine nicht unerhebliche Verletzung religiöser
Gefühle anderer und das ist absolut nicht in Ordnung – genau wie der Fall im Artikel. Nicht weniger-
aber auch nicht mehr.
@e-s-r Jetzt mal ehrlich: was für eine „Sünde“ soll das sein? Wissen Sie wie die Medien titeln, wenn
ein besoffener orientierungsloser Deutscher ausversehen an eine Synagogentür pinkeln würde? Tag 1: „Chemiewaffenangriff –
Neonazi schändet Synagoge!“ Tag 2: „Bundestag ruft Sondersitzung zum Chemiewaffenangriff auf Synagoge
ein!“ Tag 3: „Deutscher Botschafter ins israelische Aussenministerium einbestellt!“ Tag 4: „Deutschland
entschuldigt sich offiziell bei Israel und verspricht Wiedergutmachung!“
Wiesbaden- St. Bonifatius Ist dies nicht die Pfarrei, wo ein Kandidat der Inter-Nazis seine Schäflein
im Stich gelassen hat und furchtbar auf die Nase gefallen ist…
Das war zu erwarten: weil hier nicht mit den Wolfen geheult wird („Sünde, Sakrileg, Verbrechen“), ist
man gleich persona non grata. Nein, Ihr Lieben, so einfach ist das nicht. Ich habe mit keinem Wort etwas
„abgekanzelt“ – schon gar nicht die Bedeutung einer Hostie –, sondern nur versucht zu differnzieren. Das
ist hier aber selten gwünscht, sondern es gibt hier nur „ganz oder gar nicht“, wer nicht für uns ist,
ist gegen uns usw. und so fort. Wie gesagt: war nicht anders zu erwarten, deshalb nehme ich Euch es auch
wirklich nicht übell!!! Genau so sicher wie Ihr Euch seid, dass „es“ „Sünde“ ist, so bin ich mir in
meiner gleichen subjetivistischen Beliebigkeit wie der Euren sicher: Gott wird es nicht als „Sünde“,
sondern als Unwissenheit, vielleicht auch Dummheit empfinden. Der „Verbrecher“ wird wissen, dass er hier
Gefühle andere verletzt haben könnte. Er wirds wahrscheinlich nicht noch mal wagen. So, und nun weiter
munter druff hauen!!!
Ecclesia Sie sollten Ihren Namen ändern. Und außerdem versuchen Sie doch mal, in vergleichbarer Weise
in einer Moschee oder einer Synagoge die Dinge, die dort „heilig“ gehandhabt werden so abzukanzeln, wie
Sie das mit dem Leib Christi getan haben. Sie werden einen weltweiten Skandal provozieren, die Karrikaturen
haben es gezeigt. WEnn man keinen Dunst hat, worüber man redet, dann sollte man sich den Heiligtümern
und den Werten Andersdenkender vorsichtiger nähern. Eine konsekrierte Hostie ist bei uns Katholiken der
Leib Christi, er ist uns heilig. Und wie man damit umgeht, sollten Sie doch uns auch selbst zugestehen
und nicht so leichtsinnig darüber hinweggehen.
Ecclesia s.r. gehört innerkirchlich zur „Ist-doch-eh-alles-Wurscht“-Fraktion, wie jeder hier www.kreuz.net/reader.2238.html
leicht nachprüfen kann. Ihre Zuschriften sind der beste Beleg für den Bedeutungswandel, den das Wort
„Reform“ nach dem II. Vatikanum genommen hat. Statt Rückgewinnung einer als „ursprünglich“ empfundenen
Bestimmtheit, Klarheit und Strenge meint Reform bei ihr (wie bei den meisten Modernisten): „Anything goes“,
Beliebigkeit, Amorphismus. Für solche ein „Es ist doch eh alles einerlei, Hauptsache die Einstellung
ist >richtig<“ hätte Gott nicht Fleisch werden müssen und eine sichtbare Kirche wäre auch nicht vonnöten …
Die Früchte solch einer Einstellung kann jeder an der traurigen Gestalt der trotz Theologenschwemme dahinsiechenden
evangelischen Landeskirchen studieren … Warum eigentlich konvertiert ecclesia deformata nicht in eine
dieser Landeskirchen. „Theologisch“ ist sie ja längst dort angelangt!
Holla, die Waldfee, wieder ein paar Vorzeige-Christen unterwegs hier auf kreuz.net mit wahrhaft liebevollem
Umgang untereinander !! Jetzt mal ehrlich: was für eine „Sünde“ soll das sein? Der „Verbrecher“ versteht
wahrscheinlich gar nicht, um was es uns in der Hostie geht – na und? Vielleicht könnte man ihm einfach
mal erklären, dass es für uns nicht nur ein Stück Brot ist, sondern nach unserem Verständndis da noch
ganz etwas anderes mit verbunden ist. Aber deshalb gleich „Sünde und Verbrechen“ zu krakelen – mein Gott,
da gints nun wahrlich andere Dinge.
@e-s-r Du liebe Güte, wie kann man sich so darüber aufregen? Soll der Typ doch die Hostie „untersuchen“.
Tut keinem weh – und dem Herrgott schon mal gar nicht! Wenn es sich bei Ihrem Schmarn nicht um eine selten
dämliche Art zu provozieren handelt, dann sind Sie nur einfach selten dämlich, Tröllecken.
Lieber Ecclesia; mit welchen Recht bezeichnen Sie sich mit dem ehrwürdigen Namen „Ecclesia“? Was Sie
hier verzapfen, taugt eher für den Namen „Internationale-regiert-vom-Kremel“. ?:)
„Verbrechen Hostienklau“ Die Frauen erklären R., daß es eine Sünde sei und die Strafe Gottes nach sich
ziehe; Hw. zu Eltz betonte, daß es ein „ungeheuerlicher Frevel“ sei, die Hostie einzustecken. Nach dem
Kirchenrecht werde das „Verbrechen“ mit Exkommunikation bestraft. Du liebe Güte, wie kann man sich so
darüber aufregen? Soll der Typ doch die Hostie „untersuchen“. Tut keinem weh – und dem Herrgott schon
mal gar nicht!