St. Pölten
Was Karl Kraus über den Märtyrerkanzler Dollfuß sagte
Ein kleiner Retter in großer Not, der mit mehr Grütze im Gehirn ausgestattet war als vierzig Jahre österreichischer Regierung und Opposition aufzuweisen hatten. Von Mag. Thomas Lintner
Engelbert Dollfuß
Engelbert Dollfuß
(kreuz.net) Der Dichter und Satiriker Karl Kraus wurde im Jahr 1874 in Gitschin in Nordböhmen geboren und starb 1936 in Wien.

Wegen seines Hauptwerkes „Die letzten Tage der Menschheit“ (1919) ist er heute noch bekannt. In diesem Zeit- und Sittenbild nimmt er die Kräfte aufs Korn, die er für Ausbruch und Fortsetzung des Ersten Weltkrieges für verantwortlich hielt.

Ursprünglich war Kraus ein Gegner republikanischer Bestrebungen. Wegen der Erfahrungen des Ersten Weltkrieges wandelte er sich aber in einen Republikaner.

1899 trat er aus der Israelitischen Kultusgemeinde aus. 1911 ließ er sich katholisch taufen. Sein Taufpate war der Architekt Adolf Loos.

1923 trat Kraus wieder aus der Kirche aus.

Direkter Anlaß für diesen Schritt war die Aufführung des „Salzburger Großen Welttheaters“ von Hugo von Hofmannsthal im Jahr 1922 in der Salzburger Kollegienkirche. Die Kirche wurde dafür wohl aus touristischen Gründen zur Verfügung gestellt.

Karl Kraus
Karl Kraus
Wegen seiner meist regierungs-, militär- und monarchiekritischen Veröffentlichungen, die sich auch gegen eine gewisse bürgerliche Doppelmoral und gegen bestimmte Kapitalisten richtete, galt Kraus als Sympathisant der Sozialdemokraten.

Doch dann griff er auch diese an, wie er überhaupt alles und jeden kritisierte, gelegentlich sogar sich selber – wenn auch nur milde.

Um sich von journalistischen Sachzwängen zu befreien, gründete er 1899 die in „zwangloser Folge“ erscheinende Zeitschrift ‘Die Fackel’. Dort publizierte er fast alle seine Werke. Ab 1911 schrieb er ausschließlich für diese Zeitschrift.

Eines seiner ersten Werke war 1898 „Eine Krone für Zion“ – eine scharfe Kritik am Zionismus.

Eines seiner letzten Werke war das gegen den Nationalsozialismus gerichtete Werk „Dritte Walpurgisnacht“. Er vollendete es im September 1933 – ungefähr acht Monate nach der Machtergreifung Hitlers.

Das Werk wurde zwar noch gesetzt, aber erst posthum im Jahre 1952 veröffentlicht. Der Grund: Kraus wollte Freunde in Deutschland nicht in Gefahr bringen.

In den Jahren 1933/1934 verteidigte Kraus – er war bereits seit über zehn Jahren aus der Kirche ausgetreten und kein Anhänger autoritärer Staatsformen – den damaligen österreichischen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß.

Für viele Freunde von Kraus kam das völlig überraschend.

Dollfuß war seit dem 20. Mai 1932 österreichischer Bundeskanzler einer Koalition von Christlichsozialer Partei, Heimatblock und Landbund, die nur über eine schwache Mehrheit verfügte.

Unter Ausnutzung einer Lücke in der Geschäftsordnung des Nationalrates schaltete Dollfuß am 4. März 1933 den Nationalrat und in der Folge auch den Verfassungsgerichtshof aus.

Er etablierte als Regierungspartei die „Vaterländische Front“ und regierte ohne Parlament auf Basis des Notverordnungsrechts.

Im Jahr 1934 kam es zum sozialdemokratischen Februaraufstand, bei dem es mehrere hundert Tote gab. Danach ließ Bundeskanzler Dollfuß die sozialdemokratische Partei verbieten.

Am 1. Mai 1934 wurde die Ständestaatsverfassung erlassen. Sie begann mit den Worten: „Im Namen Gottes, des Allmächtigen, von dem alles Recht ausgeht, erhält das österreichische Volk für seinen christlichen, deutschen Bundesstaat auf ständischer Grundlage diese Verfassung.“

In Artikel 27 konnte man lesen: „Alle religionsmündigen Einwohner Österreichs genießen volle Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie die Freiheit der häuslichen und öffentlichen Religionsübung, sofern diese nicht mit der öffentlichen Ordnung oder den guten Sitten unvereinbar ist.“ Der Katholizismus war somit nicht Staatsreligion.

Pater Ildefons Fux OSB schreibt im Buch „Für Christus und Österreich“ über Engelbert Dollfuß:

Dollfuß versuchte, das Reich Gottes auf Erden zu errichten
Dollfuß versuchte, das Reich Gottes auf Erden zu errichten
„Dollfuß hat Gott, die Religion, die Vision eines erneuerten christlichen Lebens und Staates nicht totgeschwiegen.

Er war ein Politiker und Staatsmann, der öffentlich aussprach, was er im Inneren glaubte, und der sich nicht scheute, vom Rosenkranz und vom Kruzifix zu reden – mit dem Herzen eines Kindes.

Wie ein Kind war er beeindruckt von der gesellschaftlichen Ordnung des Mittelalters, die er wieder zu beleben gedachte, und von der schlichten Gläubigkeit vergangener Zeiten, die ihm das Ziel, Austriam instaurare in Christo, Österreich in Christus zu erneuern, klar vor Augen stellte.

Für ihn war der Glaube der Normalfall, der Unglaube ein defizitäres Phänomen.

Wie selbstverständlich hörte er auf die Stimme des Papstes und rezipierte vertrauensvoll die Enzyklika ‘Quadragesimo anno’. So unternahm er in der sogenannten Maiverfassung den ersten und höchstwahrscheinlich letzten Versuch im 20. Jahrhundert, das Reich Gottes auf Erden zu errichten.

Nur Christus kann die Seele des Menschen retten, sagte er und nur Er kann der Gesellschaft helfen. Ich glaube, ich muß jetzt versuchen, diese Gesellschaft zu ihm zu führen. Das ist meine Sendung.“


Bundeskanzler Dollfuß wurde am 25. Juli 1934 bei einem fehlgeschlagenen nationalsozialistischen Putschversuch ermordet. Große Teile der Bevölkerung – unter ihnen auch Karl Kraus – waren erschüttert.

In seiner Sterbestunde sagte Dollfuß: „Ich wollte ja nur den Frieden. Den anderen möge der Herrgott vergeben!“

Eine Million Menschen gab dem toten Kanzler das letzte Geleit.

Karl Kraus setzte sich 1934 in der ‘Fackel’ vehement für Bundeskanzler Dollfuß ein und kritisierte die gegen diesen aus dem Exil agierenden Sozialdemokraten.

Seine Philippika erstreckt sich über 316 Seiten.

Die Dollfuß-Regierung bezeichnet Karl Kraus als „österreichische Notwendigkeit“ und als „Lebensrettung“.

Deren Bemühungen nannte er eine „übermenschliche Mühsal um leibliche Freiheit“.

Für Kraus war der Bundeskanzler ein „kleiner Retter in großer Not“. Dollfuß war körperlich kleinwüchsig.

Er sei mit „mehr Grütze im Gehirn“ ausgestattet „als vierzig Jahre österreichischer Regierung und insbesondere österreichischer Opposition aufzuweisen hatten.“

Seinen Kampf um die österreichische Unabhängigkeit vom nationalsozialistischen Deutschland war für Kraus ein „Kampf um die Bewahrung des Landes vor der Pest“.

Österreich führe unter Bundeskanzler Dollfuß einen „heiligen Verteidigungskrieg“.

Die Einschränkungen der Pressefreiheit durch die Regierung sei eine „Bändigung nicht ohne kulturellen Mut und mit Ordnungssinn im Chaos“.

Für Kraus war es klar, daß auch ein waffenstarrendes Europa sich nicht aufschwingen könne, gegen Hitler zu kämpfen.

Wie beurteilt Kraus die Sozialdemokraten, die sich aus dem Exil zu Wort meldeten?

Deren Tätigkeiten nennt er „töricht“, „ein Blutmeer erzeugend“, „hirnverbrannt“ und eine „Sabotage der politischen Sachlichkeit“.

Deren „Trutz“ – besonders gegen den Bundeskanzler – hält er für „groben Unfug“.

Die Bewahrung des Landes vor der „Pest“ verdiene „den Vorrang vor der Debatte, ob drei Pfeile“ – ein sozialdemokratisches Symbol gegen „Kapitalismus, Faschismus und Reaktion“ –, „die nicht mehr treffen, nach oben, nach unten, nach vorn oder nach hinten zu tragen sind.“

Stellungnahmen der Exilsozialdemokratie bezeichnet Kraus als „geistigen Mist“, deren Führer als „Urheber des Debakels“ – insbesondere verantwortlich für Hitlers Machtergreifung.

Deren „Mut“ bestünde in der „Unverantwortlichkeit“. Sie würden das Übel des Nationalsozialismus unterschätzen.

Karl Kraus setzt Nationalsozialisten und Sozialdemokraten gleich und vergleicht sie mit den Zensoren der Kriegsverwaltung in der Monarchie und bezeichnet letztere gegenüber den Nationalsozialisten und Sozialisten als „Kulturmenschen“.

Im Unterschied zu diesen seien die Zensoren des Kaisers „nicht ganz ohne Verständnis für die geistige Muthandlung“ gewesen.

Den Nationalsozialismus mit Worten zu besiegen – er unterstellt diese Idee den Sozialdemokraten im Exil – könne höchstens „in der Phantasie des Hohlkopfes“ gelingen.

Die Nationalsozialisten seien „hundertmal abgründiger“ als die schlimmsten Kriegstreiber des Ersten Weltkrieges.

Die Sozialdemokraten bezeichnet Kraus als „professionsmäßige Verhunzer der Werte und Worte“, denen man „beizeiten Stockschläge“ hätte verordnen müssen.

Dann würde nämlich eine „unschuldige Menschheit nicht in Konzentrationslagern mit Stahlruten traktiert“.

Sozialdemokratische Führer bezeichnet er als „Urheber des Unheils“ der politischen Lage in Mitteleuropa im Jahre 1934.

Anders als die heute auftretenden – selbst ernannten – linken Tugendwächter, die Bundeskanzler Dollfuß nur aus dem Zerrspiegel ihrer ideologischen Workshop-Gehirnwäsche kennen, war Karl Kraus ein um Wahrhaftigkeit bemühter Zeitzeuge.

Er nahm für seine Ideale auch Unverständnis und Feindschaft vieler Weggefährten auf sich.

Für ihn wäre es eine Selbstverständlichkeit gewesen, daß die Pflege des Andenkens an den Märtyrerkanzler Dollfuß ein nationales Anliegen für Österreich und eine Pflicht für die Kirche ist.

Am 24. September 1936 traf der damalige Erzbischof von Wien, Theodor Kardinal Innitzer, Vorbereitungen für das diözesane Seligsprechungsverfahren des Bundeskanzlers und gab den Auftrag, Gebetserhörungen zu sammeln.

Doch das Verfahren schlief – aus kirchenpolitischen Motiven – ein, obwohl der Heilige Stuhl es erlaubte, jedes Jahr am 25. Juli ein feierliches Requiem für den ehemaligen Kanzler zu zelebrieren.

In der St. Pöltner Prandtauerkirche ist Dollfuß auf einem Altarfresko zu sehen - auf der rechten Seite die Figur ganz links
In der St. Pöltner Prandtauerkirche ist Dollfuß auf einem Altarfresko zu sehen – auf der rechten Seite die Figur ganz links
Das ist der Tag, an dem der „vortreffliche Kanzler E. Dollfuß, von frevelhaften Männern getroffen, für das Vaterland zu Boden sank“.

Darum bestand kein Anlaß, das Bildnis des Märtyrerkanzlers Dollfuß aus der Prandtauerkirche zu St. Pölten zu entfernen.

Offiziell wurden zunächst Denkmalschutzgründe dafür vorgeschoben.

Nach einem solchen Maßstab müßten sämtliche Neuerungen, die in den 60er Jahren in den vorher gebauten Kirchen vorgenommen wurden, rückgängig gemacht werden.

Im übrigen sollte der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, endlich das diözesane Seligsprechungsverfahren für den Märtyrerkanzler einleiten.
      
57 Lesermeinungen
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#58   Stimme aus dem Tradiland   15:54:50 | Dienstag, 16. Januar 2007
@ wolfgang e.
Von 1945 bis 1975, also 30 Jahre lang, hat es in Österreich die Demokratie auch ohne Massenmord an den Ungeborenen gegeben,
Dafür gibt es bereits seit 1945 die Ehescheidung und „Wiederverheiratung“, die ganz gewiß gegen göttliches Gebot ist. Außerdem ist nicht richtig, was Sie schreiben. De facto war nach 1945 die Abtreibung in öff. Spitälern gestattet, wenn die Frau angab, durch Besatzungssoldaten vergewaltigt worden zu sein.
Natürlich gibt es in der Demokratie eine Entwicklung hin zum Bösen, wenn sie so böse anfangen würde, wie sie jetzt ist, hätte sie sich als Staatsform der Freimaurer (Marionettentheater) nicht durchsetzen lassen.
Tatsache ist, dass es immer mehr abwärts geht, die Abtreibung ist mit der „Pille danach“ ausgeweitet worden, die niedrigdosierte Pille (heute handesüblich) führt zu mehr chemischen Abtreibungen (Verunmöglichung der Einpflanzung des Embryos in der Gebärmutter), die Abtreibung ist regional ausgeweitet worden (Salzburg – Landeshauptfrau Burgstaller!), sodaß heute die Lage schon wieder schlimmer ist als 1975, als sie erlaubt wurde.
Dazu kam – damals unbekannt – die In-Vitro-Fertilisation mit den Menschenversuchen an Embryos („Zygoten“) im kleinsten Stadium mit der Auftauverpflichtung (=Tötungsanorndung) nach mehreren Jahren.
und die Euthanasie?
die Demokratien Irland, Malta und Portugal kommen bis jetzt ohne Abtreibung aus,
Es geht also auch ohne
Wie lange noch im Rahmen der EU? Was besagt das über die anderen Demokratien?
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#57   wolfgang e.   15:33:18 | Dienstag, 16. Januar 2007
Demokratie
„Die Demokratie gibts nicht ohne den Massenmord an den Ungeborenen, weil sie sich ja gerade der Wahrheit verweigert und die Mehrheit vergötzt.“
Von 1945 bis 1975, also 30 Jahre lang, hat es in Österreich die Demokratie auch ohne Massenmord an den Ungeborenen gegeben, die Demokratien Irland, Malta und Portugal kommen bis jetzt ohne Abtreibung aus, das demokratische Polen hat die Abtreibung erst kürzlich wieder verboten.
Es geht also auch ohne.
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#56   Evelin   06:58:46 | Dienstag, 16. Januar 2007
@ Dummelix, der Demokratur-Experte
Auf dem Boden unseres freiheitlich verfassten Rechtsstaates (ja ja Stimme, Vir und Konsorten, nicht von Gottes oder der Kirche Gnaden, trotzdem sehr stabil und auch wehrhaft) kann jeder, um ein altes Preussenwort zu zitieren, „…nach seine Facon selig werden.“
Auch die Ungeborenen. Die 50% (maximal), die überleben, dürfen dann selig werden. Die Demokratie gibts nicht ohne den Massenmord an den Ungeborenen, weil sie sich ja gerade der Wahrheit verweigert und die Mehrheit vergötzt.
Der Gatte der Evelin
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#55   VirFortis   22:38:51 | Montag, 15. Januar 2007
–------------
philomena: gratuliere nochmals zum Karl Friedrich Hieronymus Freihherr von Münchhausen Preis
nicht böse sein wenn ich nicht mehr näher auf deine Postings eingehe…
@methusalem
obwohl dich begriffe wie „klerikalfaschisten“.etc etc quasi outen aus welchem eck du kommst sei gesagt dass du recht hast dass im freiheitlichen rechtsstaat jeder nach seiner eigenen fasson selig werden kann. der freiheitliche rechtsstaat sagt jeder kan tun was er will wenn er niemandem anderen schadet: praktisch tue was du willst mit ein paar besonderen einschänkungen. fast direkt übernommen von aleister crowley. natürlich bricht auch dann wenn jeder nach „seiner eigenen fasson selig“ wird auch das paradies auf erden an. Der grosse traum von freiheit gleichheit und brüderlichkeit bricht dann an – noch viel schöner als im ehemaligen arbeiter und bauernparadies. damit dieser treum wirklichkeit wird muß man natürlich vorher alle bösen fundamentalisten und rechten fortschaffen die dem im weg stehen indem sie an traditionelle überlieferungen glauben…
gute nacht methusalix…
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#54   methusalix †   22:17:13 | Montag, 15. Januar 2007
Was mich am meisten freut, Philomena, ist nicht nur der grandiose Unterhaltungswert
der Ewiggestrigen hier, sondern das Wissen, dass es mit den Zwangsbeglückern jeglicher Couleur bei uns endgültig vorbei ist.
Seit dem Untergang der DDR selig ist es damit vorbei, erst recht natürlich mit den Klerikalfaschisten fundamentalistischer oder auch nur traditionalistischer Richtung.
Auf dem Boden unseres freiheitlich verfassten Rechtsstaates (ja ja Stimme, Vir und Konsorten, nicht von Gottes oder der Kirche Gnaden, trotzdem sehr stabil und auch wehrhaft) kann jeder, um ein altes Preussenwort zu zitieren, „…nach seine Facon selig werden.“ Diejenigen, die anderen ihre Facon aufzwingen wollen, angefangen von der Roten Armee Fraktion von links, bis zu den Neonazis oder ihren Gesinnungsgenossen den Islamisten von rechts, werden die Macht dieses Rechtsstaates zu spüren bekommen. Streng nach Recht und Gesetz.
Und ich bin der Meinung, dass die Klerikalfaschisten , egal ob katholisch, traditionalistisch, evangelikal, kreationistisch, lefebvristisch oder vom Werk Gottes (auch als Santa Mafia verschrien) derartig untereinander zerstritten sind, dass sie eher eine lächerliche Truppe mit ordentlicher Komik sind, denn irgendeine Alternative zu unserem Staat darstellen könnten.
Jetzt geht es weiter mit Gegeifer und Geschichtsklitterung par Excellence.
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#53   Agathenon †   21:54:22 | Montag, 15. Januar 2007
Die drei Affen…
war das nicht so? ^-^ O:O :-#
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#52   PhilomenaWolkenstein   21:16:52 | Montag, 15. Januar 2007
Dolfußanbetung
Ihr letzter Satz disqualifiziert Sie von selbst:
Nein, es gab keinen Gottesbezug in den Verfassungen vor Dolfuß und nach Dolfuß. Und das ist gut so. Die unter den Habsburgen waren laizistischer, als jedes Fuzzel Papier aus der Dolfußzeit.
Aber dazu müßte man sich ja ein wenig auskennen.
Und daß Sie noch nie vom Lager Wöllersdorf gehört haben, und von den Judenverfolgungen schon unter Dolfuß, auch das qualifiziert sich von selbst.
Wie war das mit den drei Affen aus Thailand?
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#51   Stimme aus dem Tradiland   12:28:19 | Montag, 15. Januar 2007
Wölkchen bewegt sich zwischen Lüge & Schwachsinn
Den straßenwaschenden Juden gabs nur in Österreich und bereits unter Dolfuß.
Schwachsinn! Beweise?
Und Wöllersdorf gabs auch bereits unter Dolfuß.
Natürlich, der Ort existiert seit dem 9. Jahrhundert, nachzulesen hier …lersdorf-steinabrueckl.at/…ain/start_kultur.htm
Und ein drittel der KZ Wachmannschaften waren praktizierende Katholiken.
Wenig, wenn man bedenkt, dass es damals ca. 85 % Katholiken gab. Außerdem ist ein Kirchenbeitragszahler noch lange nicht – inhaltlich – ein Katholik. Außerdem vergessen Sie das wichtigste: Hitler war doch auch angeblich Katholik – in Wahrheit aber Neuheide.
Aber sind ja eh nur Juden und Sozialisten, denen man die Bürgerrechte aberkannt hat, die man aus den Jobs geworfen hat, denen man akademische Grade entzogen hat, die man interniert hat, die man erschossen hat.
Bezüglich Juden: Schwachsinn. Robert Hecht, einer von ihnen, war einer der wichtigsten Berater von Dollfuß.
Bezüglich Sozialisten: Warum sollte man unzuverlässliches Gesindel weiter beschäftigen, zumal, wenn die ihre Pflichten verletzen – z.B. in Wien den Strom abschalten? Bürgerrechte: Wird sich auf gerichtl. Vorstrafen und geflüchte Exilsozis beziehen – kann nur korrekt gewesen sein.
Aber Hauptsache, ein Gottesbezug in der Verfassung (den Österreich übrigens nicht mal unter den Habsburgern hatte …).
Noch ein Schwachsinn: Jede der vielen Verfassungen unter Franz Joseph I. wurde eingeleitet mit „Franz Joseph von Gottes Gnaden Kaiser“ etc. Ist das etwa kein Gottesbezug?
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#50   VirFortis   12:22:18 | Montag, 15. Januar 2007
@Philomena
eigentlich müßten Ihnen diejenigen die Ihrer Ideologie ein „National“ vorstehend haben doch nicht so unsympathisch sein, haben sie doch Ihr Feind und hassbild Dr Engelbert Dollfuß hinterrücks eliminiert und waren auch sonst sehr einig in ihren antiklerikalen bestrebungen…
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#49   Institoris   12:09:39 | Montag, 15. Januar 2007
Wolkenbruch
lügen Sie doch nicht derart unverschämt. Ihre aus der Luft gegriffenen und erfundenen Märchen (Demütigung von Juden im christlichen Ständestaat usw.) wird Leute, die das Andenken Dr. Dollfuß’ treulich bewahren nicht aus der Fasung bringen können, mögen Sie noch so gekünstelt und falsch aufheulen. Auf einmal ist das Haupt-NS-Opfer Dr. Engelbert Dollfuß auch für Thersienstadt versantwortlich? Wahrlich eine neue Erkenntnis, die Sie da offerieren. Und was Wöllersdorf betrifft so handelte es sich nicht um ein Kz sondern lediglich um eine Art österreichisches Guantanamo für wirkliche und potentielle Rot-Braun-Terroristen. Eine Notlösung um Volk und Eigentum vor subversiven Kräften aus den Reihen der kommunistisch-national-sozialistischen Banditenbande zu schützen, die wohl nur als eine außerordentliche Maßnahme in der Krisensituation intendiert war und nicht auf Ewig hätte bestehen sollen.
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#48   PhilomenaWolkenstein   11:44:08 | Montag, 15. Januar 2007
herrlich
Wie Österreich das erste Opfer des Tyrannen aus Braunau war. Der Heldenmut vieler Österreicher ist vergessen, die im Bewußtsein starben: „Rot-weiß-rot – bis in den Tod“. Ehre ihrem Andenken!
Genau – Augen zu und vor der Verantwortung drücken. Wie die paar hunderttausend, die Hitler mit Fähnchen und Heilrufen begrüßt haben, und die gleich nachher mit der Arisierung weitergetan haben, die fallen ja nicht ins Gwicht.
Ach ja:
Den straßenwaschenden Juden gabs nur in Österreich und bereits unter Dolfuß.
Und Wöllersdorf gabs auch bereits unter Dolfuß.
Und ein drittel der KZ Wachmannschaften waren praktizierende Katholiken.
Aber sind ja eh nur Juden und Sozialisten, denen man die Bürgerrechte aberkannt hat, die man aus den Jobs geworfen hat, denen man akademische Grade entzogen hat, die man interniert hat, die man erschossen hat.
Aber Hauptsache, ein Gottesbezug in der Verfassung (den Österreich übrigens nicht mal unter den Habsburgern hatte …).
Was das allerdings mit der Gesundheitsvorsorge von Frauen zu tun hat, wissen nur Fundikatholen.
Oder vielleicht – eine Verwandte von mir starb 1941 in Theresienstadt, am Totenschein stand seltsamerweise Gebärmutterkrebs …
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#47   Guntram   07:06:49 | Montag, 15. Januar 2007
ja ja demokratische Dummköpfe
der Geifer des linken Pöbels mit den üblichen Geschichtsverdrehungen über Dollfuß macht sich hier breit. Es wäre DIE Chance gewesen, wenn Österreich als christlich-katholische Mitte des Kontinents Hitler widerstehen hätte können. Aber die perversen Linken und Demokraten im Verbund mit den Freimaurern haben das wohl verhindert und so den Nazis den Weg geebnet.
Da zeigt es sich, daß Links- und Rechtsextreme sich einig sind, wenn es um die Eliminierung von christlichen Werten und Staaten geht. Nach dem Anschluß 1938 habe sich ja dann die Nazis und ehemalige Sozis, die sich in die braune Soße getunkt haben zusammengetan um aufrechte Österreicher zu verfolgen.
Dollfuß und Schuschnigg SIND sowohl politische als auch christliche Märtyrer für ein katholisches Österreich und ein christliches Europa. Ihnen gebührt Respekt, auch wenn heutige demokratische Schwachköpfe und liberale Marionetten der Salonbolschewisten und Freimaurer Dreckkübeln ausgiesen. Sie zeigen nur selbst, daß diese Gutmenschen, Mißgeburten einer Demokratie, aus der Gosse kommen und kein richtiges Geschichtsbewußtsein haben.
Dollfuß war das ERSTE Opfer außerhalb des Deutschen Reichs, daß von den Nazis ermordert wurde! Wie Österreich das erste Opfer des Tyrannen aus Braunau war. Der Heldenmut vieler Österreicher ist vergessen, die im Bewußtsein starben: „Rot-weiß-rot – bis in den Tod“. Ehre ihrem Andenken!
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#45   VirFortis   00:53:58 | Montag, 15. Januar 2007
@obelix
wollte eigentlich grad in die kiste da hab ich Ihr post gelesen…
ich komme aus einer gegend die vom bürgerkrieg im 34 jahr sehr stark betroffen war (hausruck – kohle gebiet) und kenne auch einige zeitzeugen oder kinder der zeitzeugen die dem geschehen beigewohnt haben.
soweit ich weiß. Das von der Regierung Dollfuß ausgerufe Standrecht wurde verlautbart nachdem Schutzbündler im gesamten Bundesgebiet zum Putsch aufgerufen haben. So wurden zb Gemeindebauten und Arbeiterheime die nebenbei Waffenlager waren zu Festungen erklärt. So beschossen zb Schutzbund Verbände aus dem Arbeiterhein Holzleiten einen von Ried im Inkreis kommenden Zug voll Bundesheerler wo einige kameraden fielen. Dass die anderen Kameraden dann das Arbeiterheim gestürmt haben und das Standrecht vollzogen erscheint im nachhinein zwar sicher als Unrecht aber Verständlich…
aber lassen wird – zu dem Thema könnt ich Ihnen ein Buch schreiben. Vergessen Sie bitte die offizielle politisch motivierte Geschichtsschreibung
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#44   OnanIV   00:49:59 | Montag, 15. Januar 2007
wider den klerikalen austrofaschismus VII (version2.0 sozusagen)
wenn schon der graf von galle mir hier so fehlt…
@obelix: hier wikip. zu zitieren ist nicht ziehlführend. ich glaube kreuz.net ist noch sauer weil sie wikip. nicht infiltrieren konnten mit ihren klerikal-faschistischen ideen.
btw: der dolferl, hat hitler erst den weg bereitet. auch wenn er es verhindern wollte, manchmal ist es nicht der wille der zählt…
btwII: eigentlich traurig für kreuz.net, sogar der schüssel ist nicht mehr kanzler, sondern wieder so ein sozi :-! :-D
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#43   obelix †   00:36:00 | Montag, 15. Januar 2007
Nur der Ordnung halber schwacher Mann:
Prominente politische Opfer der standrechtlichen Todesstrafe während des Austrofaschismus waren unter Anderem Josef Ahrer, Anton Bulgari, Johann Hoys, Karl Münichreiter, Alois Rauchenberger, Josef Stanek, Emil Swoboda, Koloman Wallisch und Georg Weissel. Quelle:wikip.
Wer so lügt wie Sie, kann nicht stark sein, der ist ein Schwächling, weil er die Wahrheit nicht verträgt.
Noch einmal eine gesegnete Nachtruhe, die Sie sicher haben werden. Sie haben ja kein Problem mit Ihrem Gewissen. methusalix/obelix
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#42   mahner   22:22:56 | Sonntag, 14. Januar 2007
philomena scheint wirklich im Bett zu sein…
habe gar nicht gewußt, daß meine Ratschläge zu befolgt werden ;-)))
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#41   VirFortis   22:00:30 | Sonntag, 14. Januar 2007
der diesjährige
Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen Preis
geht hiermit an den Poster: Philomena Wolkenstein
Congratullations
(knapp unterlegen: Poster Obelix)
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#40   mahner   21:43:37 | Sonntag, 14. Januar 2007
@ philomena
abgesehen vom Rat ins Bett zu gehen… so einen historischen Unsinn habe ich noch nie gehört. Ich kenne einen ganzen Haufen Literatur über diese Zeit (außer natürlich die Arbeiterzeitung, den Stürmer und andere rotbraune Ergüsse) – nicht einmal Helmut Andicz schreibt auch nur annähernd Dinge, wie die von Ihnen erwähnten. vieleicht informieren sie sich mal wirklich – und plappern nicht nur den ganzen linken Unsinn nach
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#39   Evelin   21:33:08 | Sonntag, 14. Januar 2007
@ Wolke & D…lix ein Spruch von Bischof Krenn: Ich wär’ schon froh, wenn die Lügner das Maul halten!
(Lingens Schluß) Diese mit allen Mitteln versuchte Verteidigung eines humanen, christlichen Menschenbildes wiegt schwerer als eine Reihe – auch blutiger – Verstöße gegen demokratische Spielregeln.
Wenn der Teufel sich anschickt, die Macht zu ergreifen, ist es die erste Aufgabe eines Staatsmannes, den Teufel zu bekämpfen – alles andere verblaßt daneben.
Dollfuß hat sich dieser Aufgabe gestellt und mit seinem Leben dafür bezahlt. Er verdient, ein Held genannt zu werden, auch wenn er Schuld auf sich geladen hat. Zumal es für sein Versagen als Demokrat mehrere Milderungsgründe gibt: Europas Politiker neigten in jener Zeit mehrheitlich zu autoritären Vorstellungen.
Auch das sozialistische Demokratieverständnis war zwiespältig. Wohl nannte das Hainfelder Programm die „Diktatur des Proletariats“ nur ein „letztes Mittel“, falls den Sozialisten die Machtübernahme durch Wahlen verweigert würde, aber in den Reden der roten Führung war revolutionär erzwungene Diktatur ein sehr viel näheres Ziel.
Solange die Demokratie noch existierte, haben die Sozialisten zwei christlichsoziale Koalitionsangebote abgelehnt, weil sie wegen der unausweichlichen Sparmaßnahmen nicht an Popularität verlieren wollten.
Und als Hitler bereits vor der Tür stand, haben sie die Zusammenarbeit immer noch abgelehnt – teils, weil sie den Anschloß immer noch akzeptierten (Renner), teils, weil sie Dollfuß’ undemokratisches Vorgehen nicht verzeihen wollten. In meinen Augen stellt das ein historisches Versagen dar.
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#38   VirFortis   21:25:40 | Sonntag, 14. Januar 2007
@philowolki
„er hat politische gegner exekutieren lassen“
auch wieder so eine lüge aber egal…
was ich eigentlich sagen wollte:
auf einmal trittst du hier und jetzt wieder salopp auf als die herzengute menschenrechtsaktivistin die gegen die todesstafe ist aber wenns ums abtreibungsthema geht findet bei dir das mitgefühl zu den ungeborenen immer ein abruptes ende.
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#37   mahner   21:22:27 | Sonntag, 14. Januar 2007
@philomena
Daß Sie die Verdienste von Dolfuß nicht verstehen können (oder wollen) ist hier jedem klar. Bitte tun Sie Allen einen Gefallen – gehen Sie schlafen
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#36   PhilomenaWolkenstein   21:17:21 | Sonntag, 14. Januar 2007
Dolfußanbetung
Fakt ist, der Kerl hat unzählige Tote auf dem Gewissen, hat unzählige Menschen ins KZ gesteckt (auch Kommunisten sind Menschen, auch Sozialisten sind Menschen), er hat die Judenverfolgung in Österreich auf ein neue Basis gestellt, in dem er Versicherungen einfrieren ließ, eine Massenentlassungswelle initierte, eine Arisierungswelle in die Wege leitete.
Er hat politische Gegner exekutieren lassen, sie ins KZ gesteckt, ihre Familien verfolgt.
Aber das sind ja keine Katholiken, es ist ja völlig egal, was damit passiert. Solange nur ein Gottesbezug in der Verfassung steht.
PS: wer Linges als Beweis zitiert, macht sich mittlerweile in Österreich ganz schön lächerlich, so abgedriftet wie der ist …
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#35   obelix †   20:37:50 | Sonntag, 14. Januar 2007
Hallo starker Mann!
Na das war aber eine schöne Philippika! Donnerschlag haben Sie es mir aber gegeben. Und so ganz argumentfrei und ohne jede handfeste Begründung.
Nein, so ganz richtig ist das nicht: Sie haben ja eine Begründung für Ihre Schimpfkanonade. Sie sind richtig gut katholisch und im Alleinbesitz der göttlichen Wahrheiten. Und ich bin … ja was denn? Ein Ketzer, ein Lump, ein Gesinnungstäter? Das noch am ehesten. Aber nicht Ihrer heuchlerischen „gut katholischen“ Gesinnung, sondern einfach nur römisch-katholisch. Jeder Gewaltherrschaft und Zwangsbeglückung abhold. Ich wünsche eine gesegnete Nachtruhe; Sie haben Sie nötig, nach der Aufregung.
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#34   VirFortis   19:55:22 | Sonntag, 14. Januar 2007
Obelix
bist du unser neue Freiherr von Münchhausen.
Mußt es sein dass du uns einen Müllberg von kirchenhetzerischen Geschichtslügen hier auftischt.
Immer dasselbe trauerspiel – Du dümmsten reißen s Maul am weitesten auf – null ahnung von nichts, am wenigsten von Kirchengeschichte aber fest hohle antiklerikale Propagandaphrasen dreschen.
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#33   obelix †   19:47:15 | Sonntag, 14. Januar 2007
@Karl Murx
Karl Murx: Warum eigentlich Demokratie?
…Warum muß eigentlich alle demokratisch sein?
Warum nicht? Weil in der Demokratie die Pfaffen keine weltliche Macht mehr haben?
Vom katholischen Standpunkt aus ist jedes Regierungssystem gerechtfertigt,…
Vom katholischen Standpunkt aus wurde noch viel mehr gerechtfertigt, zum Beispiel die Sklaverei und die Unterdrückung der Frauen, Kriege und Morde gegen „Ungläubige“ und jeden Mann, jede Frau und jedes Kind, das man dafür hielt. Die blutigsten Verfolgungen gegen unsere älteren Geschwister, die Juden, gingen von Katholiken aus und die Hochkulturen Mittel- und Südamerikas wurden ausschliesslich von Katholiken ausgerottet.
Seien Sie also vorsichtig mit dem, was im Namen der Kirche schon alles gerechtfertigt wurde!
Unter anderem auch das Naturrecht, das oft genug als reines Willkürrecht des Stärkeren, als Gewaltherrschaft des Faustrechts auftritt. Wer die Macht hat bestimmt, was „Naturrecht“ bedeutet.
Der hl.Thomas von Aquin meint, …
Der Mann hat sich so oft in wichtigen Dingen geirrt, dass er hier sehr wohl auch falsch liegen kann.
…sondern hatte versucht im Chaos dem Recht wieder Geltung zu verschaffen.
Na dann ist er nicht viel besser als unser evangelikaler Kreuzritter George Bush, der mit genau dieser fadenscheinigen Begründung den Irak überfallen hat.
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#32   Evelin   19:40:39 | Sonntag, 14. Januar 2007
P. M. Lingens, die Dritte – für die Anhänger es demokratischen Abtreibungsstaates
Damit sind wir beim Ausschalten der Sozialisten. Es folgte den Februarkämpfen, die als bewaffneter sozialdemokratischer Aufstand gegen ein zunehmend autoritäres, durch die paramilitärischen „Heimwehren“ gestütztes Dollfuß-Regime losbrachen.

Nach der durch den Sozialisten Karl Renner ausgelösten Selbstausschaltung des Parlaments hat Dollfuß die Chance wahrgenommen, mit Notverordnungen zu regieren und keine Wahlen abzuhalten.
Das zeugt von Dollfuß’ Geringschätzung der Demokratie – aber es zeugt auch von seinem politischen Hausverstand: Bei Wahlen wären die Nazis vermutlich, wie in Deutschland, stärkste Parteigeworden.
So mußten sie putschen und wurden von Heer und Heimwehr erfolgreich niedergerungen – Hitlers bis dahin einzige, mit Waffen herbeigeführte Niederlage. Wenn die Sozialisten die eindeutig besseren Demokraten waren, so waren sie auch die eindeutig schlechteren Patrioten: Selbst als Hitler, so wie man ihn seit 1929 kannte, 1938 wirklich in Wien stand, hat Renner den Anschluß immer noch gutgeheißen.
Und alle SP-Führer waren in allen Jahren davor der Meinung, dass Österreich allein nicht lebensfähig sei.
Nur Dollfuß hat an Österreich geglaubt und in der Vaterländischen Front überhaupt erst begründet, was heute jedes Schulkind lernt: die Idee einer von der deutschen verschiedenen, durch ihr Völkergemisch zur Verständigung prädestinierten österreichischen Nation, deren christliches Menschenbild gegen Hitler-Deutschland verteidigt werden muß.
Der Gatte der Evelin
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#31   wickerl   19:30:45 | Sonntag, 14. Januar 2007
Martyrium
Deswegen weil man von Hitler umgebracht wird ist man noch kein Märtyrer, ein Mafiaboss der von einem anderen liquidiert wird wird auch nicht so genannt. Dollfuss hat mit seinem innerösterreichischen Konflikt mit den Sozialisten Österreich für Hitler sturmreif geschossen, beim Karl Marxhof im wahrsten Sinne des Wortes, das Parlament einfach zusperren, auch wenn es sich ungeschickt benimmt und seine Wiedereröffnung blockieren, sich dann aber das eigene Regime vom Rumpfparlament absegnen lassen- welcher Widerspruch- ist gewalttätig und diktatorisch.
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#30   obelix †   19:27:11 | Sonntag, 14. Januar 2007
als methusalix, zunächst an unsere Krämerseele
Institoris: methus-ČSSR-DDR-UDSSR
Tun Sie doch nicht so scheinheilig. Sie verteufeln hier diese Regime, obwohl gerade in diesen Ihre Kominternideologie am besten verwirklicht worden ist.
Also da werden Sie bitter enttäuscht von mir sein, Krämer!
Ich verteufele jedes nicht demokratisch legitimierte Regime, vollkommen gleichgültig, ob es sich kommunistische oder katholische Zwangsbeglückung der Menschen auf die Fahnen geschrieben hat.
Franco, Pinochet und Dollfuß sind mir genauso zuwieder, wie Stalin, Ceausescu und Honecker. Wenn Sie meine Ablehnung jeder Gewaltherrschaft als Kominternideologie denunzieren, haben Sie ein Definitions-Problem, nicht ich.
Sie sind dann der Despotenfreund und Gewaltverherrlicher.
Sie hätten zu den ersten gehört, wenn gefallene Proletarier zum nächsten mördersischen Raubzug aufbrechen.
Nein, genau das ist nicht der Fall, weil ein „Raubzug“ gegen eine demokratische Regierung, wie ihn Franco, Pinochet und Dollfuß verbrochen haben, von mir scharf abgelehnt wird.
Gerade daß dann ein brillianter Staatslenker wie Dr. Engelbert Dollfuß Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte erweckt bei Ihnen diesen unsäglichen Groll gegenüber ihn und seine hohen Ideale.
Nur weil der kleine Diktator ein katholischer Klerikalfaschist war,
nennen Sie ihn brillant?
Er war nicht von hohen Idealen, sondern genau wie Stalin oder Hitler von Machtgier gesteuert.
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#29   Evelin   18:39:05 | Sonntag, 14. Januar 2007
Vollständige Äusserung von Bischof Küng – Fortsetzung der Äusserungen von P.M.Lingens zu Dollfuß
@ Agathenon: Das von Ihnen angegebene Link gibt nicht die vollständige Kathpress-Aussendung des Bischofs Küng vom 11. Jänner 2007 wider. Die vollständige Aussendung – die das volle Ausmaß bischöflicher Unkenntnis der Geschichte und seine Angst vor den Medien offenbart – finden Sie auf der Webseite der Gemeinschaft vom hl. Josef www.stjosef.at/…fnews/singlenews.php?lang=de&catego…
Hier noch für die zwei Zeitgeistjünger Wölkchen und Dummelix die Fortsetzung der Kolumne des linksliberalen Journalisten P. M. Lingens zu Dollfuß:
Daran hätte keine wie immer geartete österreichische Innenpolitik – auch nicht der Erhalt der Demokratie – etwas ändern können, sondern immer nur eine militärische Drohung von außen. Doch diese haben Frankreich wie England trotz Dollfuß’ Flehen verweigert.
Die einzige Großmacht, die zu einer militärischen Drohung bereit war, war Italien. Als Dollfuß 1934 von Nazi-Putschisten ermordet wurde, machte Mussolini sie auch wahr: Er ließ zwei Divisionen am Brenner aufmarschieren, und Hitler zog den Schwanz ein.
Es war daher, völlig abseits seiner Sympathie für autoritäre Regime, Dollfuß’ einzig reale Chance, Österreichs Selbstständigkeit zu bewahren, indem er beste Beziehungen zum faschistischen Italien suchte.
Nicht, dass er die Sozialisten nicht ohnehin gern ausgeschaltet hätte, aber dass er es – auf Mussolinis Rat hin – forcierte, sollte man auch unter diesem Gesichtspunkt sehen: Der Duce war Österreichs einziger Schutzpatron.
Der Gatte der Evelin
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#28   Konrad   18:35:49 | Sonntag, 14. Januar 2007
Schade für Österreich,
dass es glaubt, seinen Märtyrerkanzler verstecken zu müssen. Schade für Bischof Küng, dem diese Entscheidung nun in die vita geschrieben ist. Besten Dank aber Herrn Lintner für den ausgezeichneten Artikel über Kraus/Dollfuss. Dietrich von Hildebrand hat diesem „wirksamenen Gegner Hitlers“, der gegenüber der Sozialdemokratie aus Furcht vor sowjetischem Marxismus in eine tragische Situation geriet, in einem Buch ein Denkmal gesetzt, das durch keinen österreichischen Bischof ungeschehen gemacht werden kann. Die gegenwärtigen österreichischen Bischöfe (ohne Krenn!) gleichen allzu sehr der Mannschaft von 1934-1938. Innitzer, der opportunistische Anpasser, hat einen kongenialen Nachfolger am Beginn des 21. Jahrhunderts!
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#27   Ydefix   18:24:24 | Sonntag, 14. Januar 2007
Zitat, methusalix:
„Evelins Merksatz: Es muss einem nur dreckig genug gehen, dass ist alles erlaubt, was man glaubt tun zu müssen. Jedes Gesetz, jede Regel ist dann ausser Kraft, egal wer sie erstellt hat.
Die absolute Beliebigkeit und die Diktatur des Relativismus wird von Evelin (oder gar vom Gatten) heilig gesprochen.“
Wo soll sie das getan haben ? Ich sehe nicht, dass Evelin irgendwo moralischen Relativismus gepredigt bzw. die absolute Geltung des Sittengesetzes in Frage gestellt hätte.
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#26   Agathenon †   18:18:57 | Sonntag, 14. Januar 2007
und hier zum gefälligen Nachlesen,
was die Diözese St.Pölten zu dieser Angelegenheit sagt. www.kirche.at/…poelten/newsinfo.php?links=12012007…
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#25   Evelin   18:17:07 | Sonntag, 14. Januar 2007
Speziell f. Dummelix und PhilomenaW: Der linksliberale Journalist P. Michael Lingens über Dollfuß
Dollfuß, ein schuldiger Held
29. 2. 20004 im Profil
(1. Teil, da sonst zu lange)
Seine Leistung im Kampf gegen Hitler wiegt schwerer als sein autoritäres Staatsverständnis und die Erschießung von Februarkämpfern.
„Waren Dollfuß und die Christlichsozialen Patrioten oder Hitlers Wegbereiter?“, hieß es vor kurzem im Untertitel einer Profil-Coverstory (Profil 6/2004) provokant – aber anstelle einer Antwort wurde dem Leser wohldosiertes Pro und Kontra geliefert.
Ich bin als Kolumnist nicht zu so viel austarierender Rücksicht gezwungen: Dollfuß war ein Patriot – in Wahrheit der Begründer dessen, was wir heute „Österreich“ nennen. Und er war nicht nur kein „Wegbereiter“ Hitlers, sondern unter allen Staatsmännern Europas dessen einziger, zum Handeln entschlossener Gegner …
So gut wie alle anderen haben von 1929 bis 1938 tatenlos zugesehen, wie Hitler seine Macht herbeigeprügelt, den Rechtsstaat zertrümmert, die Armee hochgerüstet, umstrittene Gebiete annektiert und die in „Mein Kampf“ angekündigte Vernichtung der Juden eingeleitet hat.
Nur Dollfuß hat gekämpft und die Nazis trotz Hitlers Waffen starrender Nachbarschaft verboten. Deutsche Juden konnten nach Österreich fliehen und waren sicher – das unterscheidet ein mörderisches Regime von einem autoritären.
Aber auch die Behauptung, Dollfuß’ autoritäre Politik habe Hitlers Machtübernahme in Osterreich indirekt den Weg bereitet, ist unhaltbar; Hitler kam nicht „von innen“ zur Macht, sondern ließ seine Truppen aufmarschieren.
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#24   Karl Murx   17:49:06 | Sonntag, 14. Januar 2007
Warum eigentlich Demokratie?
Die Verteidiger der Demokratie tun immer so, als sei ihr System nicht hinterfragbar. Warum muß eigentlich alle demokratisch sein?
Vom katholischen Standpunkt aus ist jedes Regierungssystem gerechtfertigt, daß das Naturrecht und die Offenbarung respektiert. Wo keine religiöse Einheit besteht, wenigstens das Naturrecht.
Der hl.Thomas von Aquin meint, daß jenes das beste System ist, welches ein wenig von allem hat, etwas Demokratie, Aristokratie und Monarchie.
Dollfuß hat ja kein funktionierendes System demoliert, sondern hatte versucht im Chaos dem Recht wieder Geltung zu verschaffen.
Die Demokraten sollen erst einmal Stabilität schaffen, wozu ein Recht gehört, das jedem gemachten Recht vorausgeht, nämlich das Naturrecht. Die Liberalen behaupten, daß die Anarchie immer noch besser sei, als Dollfuß. Solche Typen hätte jeder vernünftige Mensch erschießen lassen und Dollfuß hat das gemacht. Hitler hat dagegen seine persönlichen Widersacher beseitigt. Dollfuß ging es nicht um seine Person.
Jemand wie Dollfuss, wäre vor dem ersten Weltkrieg nie auf die Idee gekommen, die österreichisch-ungarische Monarchie abzuschaffen und sich selbst als Diktator zu installieren. Sein Verhalten ist eine Reaktion auf das Chaos, das nicht von ihm herrührte. „Order out of Chaos“ist die Devise von „Skulls & Bones“, Huntington, Hitler, Stalin und Mao. An die Wand mit denen! Vorher dürfen sie beichten, oder sich taufen lassen. Ist doch nett, oder?
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#23   Institoris   17:41:01 | Sonntag, 14. Januar 2007
methus-ČSSR-DDR-UDSSR
Tun Sie doch nicht so scheinheilig. Sie verteufeln hier diese Regime, obwohl gerade in diesen Ihre Kominternideologie am besten verwirklicht worden ist. Sie hätten zu den ersten gehört, wenn gefallene Proletarier zum nächsten mördersischen Raubzug aufbrechen. Gerade daß dann ein brillianter Staatslenker wie :(3 Dr. Engelbert Dollfuß :(3 Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte erweckt bei Ihnen diesen unsäglichen Groll gegenüber ihn und seine hohen Ideale.
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#22   methusalix †   17:08:03 | Sonntag, 14. Januar 2007
@Evelin (oder Gatten) und ultimo
Evelin: …gab es keine andere Möglichkeit als die Ausschaltung des Parlaments!
Wunderbar, Evelin! Mit dieser Begründung haben sie die DDR, das kommunistische Regime in der Tschechoslowakei, die mörderische Stalin-Herrschaft und praktisch jeden blutrünstigen Despoten der Geschichte von allen Sünden frei gesprochen und zu legalen Regierungen erklärt.
Dass ich das von einem Fundamentalkatholen noch mal zu lesen bekomme, hätte ich nie zu denken gewagt.
Evelins Merksatz: Es muss einem nur dreckig genug gehen, dass ist alles erlaubt, was man glaubt tun zu müssen. Jedes Gesetz, jede Regel ist dann ausser Kraft, egal wer sie erstellt hat.
Die absolute Beliebigkeit und die Diktatur des Relativismus wird von Evelin (oder gar vom Gatten) heilig gesprochen.
Ultimo:…Das ist inzwischen wirklich bewiesen.
Ja! Ungefähr so schlagend wie der Kreationismus.
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#21   Ydefix   14:10:43 | Sonntag, 14. Januar 2007
Dollfuß
hat also die NSDAP und die Kommunistische Partei aufgelöst und das nehmen manche als Anlass, ihn als „Menschenschinder“ zu bezeichnen.
Das kommt wohl aus derselben Richtung, aus der die „mittelalterliche“ Kirche als „menschenverachtend“ etc. bezeichnet wird. Komisch eigentlich, dass im vielgeschmähten christlichen Abendland 1900 Jahre lang ein Hitler nicht möglich war…
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#20   ultimo   13:53:01 | Sonntag, 14. Januar 2007
@methusalix, andreas hofer
Andreas Hofer hätte Dollfuß sicher NICHT den Bergisel hinuntergejagt! Andreas Hofer war ein Kämpfer gegen die FREIHEIT im Sinne der Französischen Revolution. Andreas Hofer war vor allem eines: ein kämpferischer KATHOLIK, der für seine Religion kämpfte und für die Freiheit Tirols und für Habsburg nur deshalb kämpfte, weil die Franzosen den Tirolern ihren Glauben nehmen und ihn MODERNISIEREN wollten!!! Das ist inzwischen wirklich bewiesen!! Er ist ein Mann wie Dollfuß.
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#19   Agathenon †   13:47:23 | Sonntag, 14. Januar 2007
@ Philomena Wolkenstein
Was hatte eigentlich Karl Kraus über Kaiser Karl I www.wdr.de/…wort/2004_1001.phtml gesagt? Hier noch ein Link zur Erklärung des Begriffs chlorreiche Siege de.wikipedia.org/wiki/Phosgen. Ganz anschaulich.
:'( Mal bekommen Mörder einen Prozeß, mal eine Gebetsliga… welch letzteres für beide Herren, die Karl Kraus erwähnt hatte, gilt…
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#18   Evelin   13:23:14 | Sonntag, 14. Januar 2007
@ Dummelix hat eine Ahnung von nix!
Die katholische Lehre hat in der Tradition und bis heute (KKK 1983) niemals die Todesstrafe grundsätzlich abgelehnt.
Und dann gehen Sie her und plärren hysterisch über jeden „Abtreibungsmord“?
Ja und ob! Abgesehen davon, dass die Kirche die Abtreibung immer grundsätzlich abgelehnt hat, handelt es sich bei der Todesstrafe – unter den rechtsstaatl. Voraussetzungen um gerechtfertigte Tötung so wie bei Notwehr. Außerdem ist ein Dimensionsunterschied: Während damals 7 Schutzbündler hingerichtet wurden, fordert die Abtreibung allein in Österreich jedes Jahr an die 100.000 Opfer. Wenn Sie den Rechts- und Dimensionsunterschied nicht einsehen wollen, dann sind Sie nichts anderes als ein nützlicher Idiot für die Linken!
Dass die Klerikalfaschisten des kleinen Dollfuss einen Staatsstreich gegen eine rechtmässige, Regierung geführt haben, also ein Verbrechen begangen haben, interessiert nicht.
Schwachsinn pur. Die Dollfuß-Regierung war die rechtmäßige Regierung seit 20. Mai 1932! Aufgrund der nationalsozialist. Gefahr und der sozialdemokr. Fundamentalopposition gab es keine andere Möglichkeit als die Ausschaltung des Parlaments!
Hauptsache die Pfaffen erhalten die Macht, ihr Moraldiktat mit Waffengewalt durchzusetzen.
Kein Geistlicher war in der Regierung oder hat von ihr profitiert. „Moraldiktat“: Sind Sie vielleicht gegen jegliches Strafrecht? Aus Ihnen spricht die antiklerikale Bürgerkriegssprache der Kleriker-mordenden Kommunisten nach dem Vorbild von Spanien!
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#17   PhilomenaWolkenstein   13:18:28 | Sonntag, 14. Januar 2007
Dolfußanbetung
Natürlich beten die Fundikatholen Dolfuß an, hat er doch versucht, einen katholischen Ständestaat zu errichten. Einmalig in der Verfassungsgeschichte Österreichs ist der Gottesbezug als Präambel. Das hatten wir nicht mal unter den Habsburgern.
Zu büßen hatten es Juden, die sofort aus allen Ämtern vertrieben wurden, eine Arisierungswelle ging durchs Land, Schulen wurden „gesäubert“ und die ersten KZs errichtet. Erwischt hat es auch viele Sozialisten und Kommunisten, es leben ja noch Leute, die z.B. Wöllersdorf „genießen“ durften, vielleicht sollte man mal die fragen, ob sie Dolfuß heilig sprechen würden.
Dolfuß hat die Demokratie Österreichs mit Füßen getreten, und dafür gehört ihm postum die Staatsbürgerschaft aberkannt. In der Hölle schmort er sowieso auf Grund der vielen Toten, die er verursacht hat.
Aber das ist den Fundikatholen egal, solange nur ein Gottesbezug in der Verfassung steht.
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#16   Karl Murx   12:30:22 | Sonntag, 14. Januar 2007
Für Patrioten und Verräter ist eben kein Platz in einem Land
Dollfuß hatte das begriffen. Schade, daß er nicht in Deutschland regiert hatte. Er hätte das Zeug gehabt sowohl die Kommunisten, als auch die Nazis zu erledigen.
Weiterhin wäre mit ihm eine Aussöhnung mit Polen möglich gewesen:
Hart durchgreifen und kompromissbereit in der Außenpolitik.
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#15   mahner   11:33:05 | Sonntag, 14. Januar 2007
allein für die Auflösung von
KPÖ, NSDAP und Freidenkerbund gebührt im höchste Ehre – abgesehen von den sonstigen Leistungen
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#14   methusalix †   11:25:43 | Sonntag, 14. Januar 2007
@Evelines Gatten, den Menschenhinrichtungsbefürworter
Evelin: @ Obelix, eine Zeitgeistmarionette
Die katholische Lehre hat in der Tradition und bis heute (KKK 1983) niemals die Todesstrafe grundsätzlich abgelehnt.
Und dann gehen Sie her und plärren hysterisch über jeden „Abtreibungsmord“?
Sogar in der Hierarchie beginnt man langsam zu begreifen, was dieser lebensfeindliche Paragraf 2266 bedeutet und fängt an gegen Hinrichtungen zu predigen.
Dass die Klerikalfaschisten des kleinen Dollfuss einen Staatsstreich gegen eine rechtmässige, Regierung geführt haben, also ein Verbrechen begangen haben, interessiert nicht. Hauptsache die Pfaffen erhalten die Macht, ihr Moraldiktat mit Waffengewalt durchzusetzen.
So hat diese Mörderbande gegen das Volk geputscht:
Der letzte Versuch der Opposition, die Geschäfte des Nationalrats am 15. März 1933 wieder aufzunehmen, wurde mit Polizeigewalt vereitelt. Als sich sozialdemokratische und großdeutsche Abgeordnete vor dem Parlament einfanden, schickte die Regierung 200 Kriminalbeamte in das Hohe Haus, welche die Abgeordneten am Betreten des Sitzungssaals hinderten. de.wikipedia.org/…iki/Austrofaschismus
Und so haben die Pfaffen ihre Macht missbraucht:
Am 10. Mai 1933 verordnete die Regierung die Aussetzung aller Wahlen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene. Am 26. Mai wurde die Kommunistische Partei Österreichs aufgelöst, am 19. Juni die NSDAP und einen Tag später – auf Wunsch der katholischen Kirche – der Freidenkerbund. de.wikipedia.org/…iki/Austrofaschismus
Und dann wollen Sie uns anlügen, dass der Menschenschinder Dollfuß ein Heiliger war?
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#13   wickerl   08:50:22 | Sonntag, 14. Januar 2007
Gewaltkatholizismus
Der Zyniker Karl Kraus imponiert mir nicht sondernlich, und St. Dollfuss war ein Austrofaschist. Die Beschießung des Karl Marxhofes und die Behandlung der roten politischen Gefangenen waren absolut letztklassig. Verheerend auch wie das Dollfussregime die roten Gefangenen zur Gänze in den Lagern den Nazis ans Messer lieferte.
Auf diesen Gewaltkatholizismus kann ich verzichten. Leider wollen das viele konservative Kleriker nicht einsehen dass dieser Gewaltkatholizismus ein absolut ungeeigneter Weg war.
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#12   obelix †   00:24:25 | Sonntag, 14. Januar 2007
@Karl Murx, Teil 2
Karl Murx: Für Dummelix ist es ein Skandal, daß überhaupt…
…jemand die Macht hat und richtet.
Objektiv ist es aber ein Unterschied, …
Dieses fadenscheinige katholische Mäntelchen, das Sie dem mörderischen und verbrecherischen Pack der Klerikalfaschisten umhängen wollen, lässt diese armseligen Typen ganz schön nackt dastehen.
Sie wollen also sagen, dass ein Verbrechen gerechtfertigt ist, wenn es nur Ihren pseudokatholischen Zielen genügt? Sie behaupten, mit Mord und Totschlag an einer rechtmässigen Regierung wird Gottes Gesetz genüge getan, nur weil die Pfaffen ein Zipfelchen der weltlichen Macht ergreifen druften?
Dann sind Sie kein Deut besser als jeder islamistische Terrorist, vor denen das weinerliche Gejammer der katholischen Untergangspropheten hier immer so lauthals warnt.
Dort, wo Gott gelästert wird, hat auch bald der Mensch keine Rechte mehr.
Da haben Sie leider ein kleines, aber wichtiges Wort vergessen, Gatte. Echt katholisch muss es heissen: Dort, wo MEIN Gott gelästert wird…
Die Lästerung von z. B. Nagib Mahfus oder Orhan Pamuks Gott ist für einen „echten“ Katholiken jederzeit erlaubt und keine Sünde.
Aus dem Lexikon des Teufels:
Gotteslästerung: DEIN mangelnder Respekt vor MEINEM Gott.
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#11   methusalix †   00:21:35 | Sonntag, 14. Januar 2007
@Karl Murx, Teil 1 (zu Evelins Gatten kommen wir später)
Karl Murx: Dollfuss steht in einer Linie mit großen Männern, …
…wie Franco und Garcia Moreno…an der Seite von Andreas Hofer gesehen.
Von Franco wissen inzwischen alle, dass er ein übler Despot und mörderischer Diktator war. Zu Moreno wäre zu sagen, dass er nicht unbedingt ein Menschenfreund war, möglicherweise nicht ganz so übel wie der Führer Spaniens, aber von Nächstenliebe hielt anscheinend auch er nicht allzu viel:
Auch die Todesstrafe für politische Verbrechen wurde wieder eingeführt, die römisch-katholische Konfession wurde praktisch zur Staatsreligion erklärt, die öffentliche und private Ausübung aller übrigen Kulte untersagt. Nachdem die Verfassung in (eingeschränkter) Volksabstimmung angenommen worden war, konnte García Moreno sein Reformprojekt uneingeschränkt durchsetzen.
… Insbesondere die Pressefreiheit war aber stark eingeschränkt… de.wikipedia.org/…l_Garc%C3%ADa_Moreno
Andreas Hofer war ein Mann, der mit glühendem Herzen für die FREIHEIT kämpfte und davon hielten die beiden genannten absolut nichts.
Andreas Hofer hätte die beiden mit Fusstritten den Berg Isel hinunter gejagt.
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#10   Islam…friedliche…Religion…Haha   00:19:53 | Sonntag, 14. Januar 2007
Schaut doch nur das Foto von Dollfuß an!
Da sieht man doch, dass er ein guter Mensch war! Niemand kann so aussehen und nicht gut sein!
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#9   Guntram   20:45:36 | Samstag, 13. Januar 2007
wird wohl kommen,
wahrscheinlich werden sich Linksextreme, mörderische Bolschewisten sich hier in einer perversen Koalition mit den Nazis in den Armen liegen.
Dollfuß und Schnuschnigg SIND Märtyrer für ein christliches Östereich, für ein christliches Europa gegen den neuheidnischen Nazismus und den gottlosen Bolschewismus, darin waren sie sich ja wohl einig. In der zerstörung des Europas, das alles schöne und heilige hervorgebracht hat.
Die Zeit des sog. „Austro- oder Klerikalfaschismus“ zählt zu den am meist mißverstandenen und bewußt verteufelten Zeit Österreichs, leider.
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#8   Gotthard   20:25:32 | Samstag, 13. Januar 2007
@evelin
Die katholische Lehre hat in der Tradition und bis heute (KKK 1983) niemals die Todesstrafe grundsätzlich abgelehnt. Diese Strafe muß nur angemessen sein.
ich lehne die Todesstrafe grundsätzlich ab … und ein Politiker, der sie wieder einführt, kann nun kein vorbildlicher Christ sein… unabhängig von allem sonstigen seines Lebens.
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#7   möchtegern-kathole   20:19:26 | Samstag, 13. Januar 2007
anfang der dreissiger …
… Jahre hätte man paar Politiker auch in De umbringen sollen, dann hätte man sich 12 düstere Jahre gespart.
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#6   Stimme aus Wien   20:09:55 | Samstag, 13. Januar 2007
Der Gatte der Evelin
Ob es im KKK 1993 (Sie dürften sich vertippt haben – das CIC ist aus dem Jahr 1983) tatsächlich um eine grunsätzliche Nicht-Ablehnung der Todesstrafe handelt oder eher um eine Zuläßigkeit unter bestimmten Umständen – darüber könnte man lange diskutieren.
Ich bin allerdings der Meinung, dass im KKK §2267 die Notwendigkeit der Todesstrafe drastisch eingeschänkt wurde – oder besser gesagt, diese Notwendigkeit praktisch ausgeschlossen.
Ich gebe Ihnen aber Recht, dass die Vorgangsweise im Jahre 1933 nicht an den Richtlinien der heutigen Selbstverständlichkeit gemessen werden dürfen.
Es ist eine Tatsache, dass wir sehr leicht dazu geneigt sind, die unsere Maßstäbe an Ereignisse aus anderen Zeiten anzulegen, wo diese Maßstäbe überhaupt nicht vorhanden waren, und nach diesen Maßstäben unsere Urteile zu fällen.
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#5   VirFortis   19:57:34 | Samstag, 13. Januar 2007
im standard
läuft auch gerade ein thread über Engelbert Dollfuß.
Für ein wenig Schützenhilfe wär ich dankbar
mfg…
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#4   Karl Murx   19:36:53 | Samstag, 13. Januar 2007
Für Dummelix ist es ein Skandal, daß überhaupt…
…jemand die Macht hat und richtet.
Objektiv ist es aber ein Unterschied, ob jemand herrscht, um dem Dekalog Geltung zu verschaffen, oder der Willkür.
Wenn jemand meint, die 10 Gebote seien eine „typisch christliche“ Ethik und nicht für jeden verpflichtend, muß er einmal darauf antworten, ob er denn bestohlen werden will, vergewaltigt und ermordet, ob er gern belogen und betrogen sein mag.
Umgekehrt gibt es einen Anti-Dekalog: Dort, wo Gott gelästert wird, hat auch bald der Mensch keine Rechte mehr.
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#3   Evelin   19:20:11 | Samstag, 13. Januar 2007
@ Obelix, eine Zeitgeistmarionette
Die katholische Lehre hat in der Tradition und bis heute (KKK 1983) niemals die Todesstrafe grundsätzlich abgelehnt. Diese Strafe muß nur angemessen sein.
Ist das einmal klar, dann braucht man nicht lange nachzudenken, ob die Urheber eines Aufstandes, welcher mehr als 300 Menschen den Tod kostete (davon ca. die Hälfte Polizisten, Militär und Hilfskräfte – man vergleiche die Relationen etwa beim Irak-Krieg), ein todeswürdiges Verbrechen begangen haben.
Grund des Aufstandes war übrigens der Widerstand gegen Waffensuchen durch die Polizei. Merke: Weil Polizisten illegale Waffen beschlagnahmen wollen, darf man einen Aufstand mit hunderten Toten machen – so die Logik von Dummelix.
Wie es ja auch „nützlich für die Demokratie“ ist – so die Logik von Obelix – aus Wohnhäusern auf Passanten und Sicherheitskräfte zu schießen. Die Bewohner des Hauses werden auf diese Art zu Geiseln der Aufständischen gemacht und die Sicherheitskräfte sollen zum Unterlassen von gesetzlichen Amtshandlungen genötigt werden.
Obelix lernen Sie einmal Geschichte, damit ein bißchen von dem Zeitgeistdreck aus Ihnen herausrinnt. Von Theologie (kath. Lehre zur Todesstrafe) haben Sie ohnedies keine Ahnung!
Der Gatte der Evelin
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#2   Karl Murx   19:15:18 | Samstag, 13. Januar 2007
Dollfuss steht in einer Linie mit großen Männern, …
…wie Franco und Garcia Moreno.
Hätte er über 150 Jahre früher gelebt, so hätten wir ihn sicherlich an der Seite von Andreas Hofer gesehen.
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#1   obelix †   18:29:05 | Samstag, 13. Januar 2007
Sehr katholisch, der Mann!
Am 11. November 1933 führte die Regierung Dollfuß die 1919 abgeschaffte Todesstrafe für Mord, Brandstiftung und „öffentliche Gewalttätigkeit durch boshafte Beschädigung fremden Eigentums“ wieder ein. Nach den Ereignissen des Februar 1934 wurde die Todesstrafe zudem auf das Delikt „Aufruhr“ erweitert. In standrechtlichen Prozessen hatten drei Richter drei Tage lang Zeit einen Angeklagten entweder freizusprechen oder zum Tod durch den Strang zu verurteilen. Dauerte der Prozess länger als drei Tage, war nicht mehr das Standgericht, sondern ein ordentliches Schwurgericht zuständig, das die Todesstrafe nicht mehr verhängen konnte. Die Bundesregierung sicherte sich die Möglichkeit dem Bundespräsidenten Begnadigungen vorschlagen zu können und bewahrte auf diesem Weg mehrmals Personen, die den Christlichsozialen politisch nahe standen, vor der Todesstrafe. Als erstes Todesopfer der Standgerichte ging der geistig behinderte Peter Strauß in die Geschichte ein. Prominente politische Opfer der standrechtlichen Todesstrafe während des Austrofaschismus waren unter Anderem Josef Ahrer, Anton Bulgari, Johann Hoys, Karl Münichreiter, Alois Rauchenberger, Josef Stanek, Emil Swoboda, Koloman Wallisch und Georg Weissel. de.wikipedia.org/…iki/Austrofaschismus
Das war ein starker Mann! Wie …; aber das wissen Sie alle selbst.
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