Muselmanen
EU: Wer kommt nach der Türkei?
Eine türkische Tageszeitung stellt sich die Frage, welches muslimische Land nach der Türkei in Brüssel Einzug hält. Der Tip der Zeitung: Marokko liege schon seit Jahren auf der Lauer zum Sprung in einen anderen Kontinent.
(kreuz.net, Ankara) Die türkische Tageszeitung „Zaman“ stellte sich zum Jahresbeginn die Frage, welches muslimische Land nach der Türkei Mitglied in der EU werden könnte. Der hegt keine Zweifel: Marokko.

„Spaniens südlicher Nachbar“ habe bereits 1987 um Mitgliedschaft angesucht, allerdings wurde das Gesuch ein Jahr später abgelehnt. Die Entscheidung ging der Europäischen Union leicht von der Hand, meint der Autor, denn offensichtlich – so hieß es – liege Marokko nicht auf europäischem Boden.

Das Land sei stark französisch geprägt und sei weiterhin ernsthaft bemüht, Mitglied bei der EU zu werden. Ein wesentliches Argument sei die hohe Zahl von marokkanischen Gastarbeitern in Europa: „Was der Türke für Deutschland, ist der Marokkaner für Frankreich, Belgien und die Niederlande“, kommentiert der Bericht.

Marokkaner sind beispielsweise in Belgien die größte nationale Gruppe von Einwanderern. Schätzungen zufolge besitzen trotz zahlreicher Einbürgerungsinitiativen rund 100.000 in Belgien lebende Menschen einen marokkanischen Paß. Die über ein eigenes Parlament und Autonomierechte verfügende deutschsprachige Gemeinschaft zählt dagegen nur 70.000 Vertreter. Insgesamt leben bereits mehr als zwei Millionen Marokkaner in der Europäischen Union.

Marokko könne, falls die Türkei der EU beitreten wird, sich mit neuem Elan um eine Mitgliedschaft in der EU bemühen, meint der Autor. „Nachdem die Türkei beigetreten ist, werden sie am Zug sein. Marokko ist wie die Türkei ein Ort der Begegnung verschiedener Kulturen, Zivilisationen und Geographien.“

Bemerkenswert ist die Tatsache, daß es zwischen der Türkei und dem nordafrikanischen Marokko besondere Bande gibt. Der Bericht spricht sogar davon, daß die Marokkaner die Türken geradezu liebten. Dem Besitzer eines türkischen Passes bleibt in Marokko die lästige Sorge um ein Visum erspart. Die historischen Wurzeln für diese Völkerfreundschaft liegt natürlich im Islam aber auch in der Hilfe der türkischen Osmanen gegen die Kolonialmächte Spanien und Portugal.

In Marokko leben rund 32 Millionen Menschen, davon sind 99% Moslems. Marokko ist eine konstitutionelle Monarchie mit König Muhammad VI. an der Spitze. Der König ist nicht nur das weltliche, sondern auch das geistige Oberhaupt Marokkos. Er ernennt im Unterschied zu europäischen Monarchien, den Premierminister und das gesamte Kabinett.

Bereits im August letzten Jahres hat sich der belgische Europa-Staatssekretär für Europafragen, Didier Donfut, für einen EU-Beitritt der Türkei und Marokkos ausgesprochen.

„Die Union als Wertegemeinschaft muß sich auch an die Mittelmeerländer, und insbesondere an Marokko, wenden, auch wenn man damit über die geographischen Grenzen Europas hinausgeht“, sagte Donfut in einem Interview mit der belgischen Zeitung „La Libre Belgique“ Anfang August.

Belgische Beobachter meinten, daß die von moralischer und religiöser Dekadenz geplagte Europäische Gemeinschaft von den familiären, moralischen und religiösen Werten der islamischen marokkanischen Gesellschaft nur profitieren könnten.
      
6 Lesermeinungen
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#7   Uwe Schmidt   06:26:45 | Montag, 2. Mai 2005
Eurabien
Aus CICERO (März 2005,S.55) entnehme ich folgende Passage
eines Artikels des bekanntesten britischen Historikers NIALL FERGUSON:
„Zwar ist es noch zu früh, wie die in Ägypten geborene Historikerin BAT YE’OR von einem „Eurabien“ zu sprechen. Dennoch wird sich das demographische Kräfteverhältnis in Europa zugunsten des Islam verschieben. Diese demographischen Entwicklungen erhalten bald vielleicht auch politischen Auftrieb, wenn der Antrag der Türkei auf Aufnahme in die EU erfolgreich ist. Würde die Türkei beispielsweise im Jahr 2015 Beitrittsland, wäre ihre Bevölkerung so groß wie diejenige Deutschlands: Nach derzeitigen Prognosen hätten beide Länder jeweils einen Anteil von 14,5% an der Gesamtbevölkerung in der EU. (Und jetzt der Schock:) MIT EINEM SCHLAG GÄBE ES IN EINEM SOLCHEN NEUEN EUROPA MEHR MUSLIME ALS PROTESTANTEN (wäre das denn noch Europa? frage ich…). Wenn die demographischen Prognosen nicht falsch sind, kann eine allmähliche Islamisierung Europas in den nächsten Generationen nur noch abgewendet werden, wenn der EU-Beitrittsantrag der Türkei abgelehnt und die weitere Einwanderung aus islamischen Ländern gestoppt wird. “
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#6   GerdEric   18:39:13 | Mittwoch, 26. Januar 2005
Vetter Taferl
Ja, ja, der arme Jesus, auch noch Jude ist der gewesen…
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#5   Yersinia   19:57:19 | Freitag, 14. Januar 2005
Danke, Vetter Taferl!
Alte Verschwörungstheorien schmecken neu aufgewärmt doch am besten.
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#3   Vetter Taferl   19:18:05 | Donnerstag, 13. Januar 2005
Fortsetzung von weiter unten!
Außerdem hat der auferstandene Christus zwischen Ostern und Pfingsten 40 Tage lang die Apostel gelehrt, obwohl kein Wort davon, was er sie eigentlich im Detail gelehrt hat, in die Hl. Schrift Eingang gefunden hätte. Dabei wäre das wohl der kostbarste Katechismus, den man sich denken könnte. Da aber Christi Worte nicht in den Wind gesprochen waren (sonst wäre der Hl. Geist wohl nicht auf die Jünger herabgekommen), muß man vernünftigerweise annehmen, dass mindestens einiges davon in der mündlichen Überlieferung, der Hl. Tradition, erhalten geblieben ist und insbesondere von den Kirchenvätern und den ältesten Päpsten, niedergeschrieben wurde, zum Teil sehr viel später. Das heutige Israel hat also nicht eine biblische Gründung, sondern eine nationalistische oder noch genauer: eine freimaurerische. Denn ohne die Unterstützung der Freimaurer in deren Hauptländern USA, Großbritannien und Frankreich wäre es wohl nichts geworden mit der Unabhängigkeit von Israel. Mittlerweile haben die Freimaurer ein wichtiges Forum hinzugewonnen, welches als „EU“ bekannt ist, aber eigentlich „UEG“ heißen sollte: Union der Europäischen Großlogen. Daher wird, ob es die kreuz.net-Leser es wollen oder nicht, der Reihe nach Rumänien, Bulgarien, dann die Türkei und dann Israel in die EU aufgenommen werden… Das mit Marokko ist aber wohl eine Zeitungsente, denn derzeit gibt es hinter diesem keine relevanten Kräfte. Sollten aber welche auftauchen, dann wissen wir: Auch Marokko hat sich der internationalen Freimauerei ausgeliefert, wie vor ihm schon die Türkei…! Freimaurerländer könnten sogar am Mond liegen und hätten dennoch Chancen, in ihre Gemeinschaft, die UEG, aufgenommen zu werden. So viel zur Klarstellung. Was sind die Interessen der UEG bei der Aufnahme von Ländern wie der Türkei und Israel? „Mulitkulti“, damit es noch mehr Schwierigkeiten und Probleme gibt und der europäische Einheitsstaat (weil die einzelnen Länder mit ihrer Masseneinwanderung und der Finanzierung des EU-Spasses nicht mehr zurecht kommen) verwirklicht werden kann. Und wozu dient der europäische Einheitsstaat (dessen Errichtung schon gute Fortschritte macht)? Als Vorbereitung des Welteinheitsstaates. Den Rest kann man in der Apokalypse nachlesen. Grüß Gott!
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#2   Vetter Taferl   19:17:32 | Donnerstag, 13. Januar 2005
Der eigentliche Staat nach der Türkei heißt
ISRAEL!. Wer’s nicht glaubt, soll die Presseberichte lesen, so z.B. Die Presse vom 11. oder 12. Jänner 2005 (Aussage von Kommissar Verheugen). Voraussetzung dafür ist der Beitritt der Türkei, die zu 99 % in Asien und ein Land ist, in welchem Christen verfolgt werden. Diese Tatsache teilt die Türkei übrigens mit Israel. Mit wieviel zweierlei Maß gemessen wird, kann man daraus ersehen, dass die Beitrittswünsche der Slowakei seinerzeit wg. des „halbseiden“ argumentierenden Premierministers Meciar aufs Abstellgleis geschoben wurden (täglicher Kriegszustand wie in Israel war in der Slowakei freilich seit dem 2. Weltkrieg unbekannt). Ebenso Kroatien, das für seine staatliche Existenz Kriege geführt, wobei man über den Krieg in Bosnien-Herzegowina sicher diskutieren kann. Immerhin haben dort die Kroaten die größten Bevölkerungsverluste hinnehmen müssen, viele Kroaten wurden aus den serbischen und bosnischen Landesteilen vertrieben und konnten nicht zurückkehren. Aber welche Kriege hat denn Israel in Beirut, Tunis (Bomardierung des PLO Hauptquartiers) und Bagdad (Bombardierung eines irakischen Atomreaktors) geführt? „Selbstverteidigungskriege“ natürlich, so wie seinerzeit die Deutschen in Stalingrad (lag damals von der deutschen Ostgrenze ungefähr so weit entfernt, wie Tunis von Israel). Jedes Argument, das im Falle Israels für Israel spricht, spricht im Falle Kroatiens gegen Kroatien. Was ist nun der wesentliche Unterschied zwischen Israel und Kroatien? Die Religion. Israel ist jüdisch, das ist international gut. Kroatien (ebenso die Slowakei) ist katholisch, das ist international schlecht. Doch weiter im Text: Die EU muß Rumänien und Bulgarien schlucken, weil die beiden Länder die Landbrücke zur Türkei darstellen. Dann muß die EU die Türkei schlucken, weil die das Eintrittstor für Israel ist. Wer hat welche Interessen? Die USA militärstrategische, weil die Türkei in der NATO ist. Israel ist der geliebte Freund, der nach Meinung der in den USA herrschenden WASPS, den weißen Protestanten die Erfüllung biblischer Prophezeiungen darstellt. Das glauben diese Protestanten (unter ihnen wohl alle amerikanischen Präsidenten der letzten 40 Jahre), weil sie die katholische Tradition ablehnt, die der Bibelauslegung erst die richtige Linie verleiht und auch schon vor dem Neuen Testament vorhanden war. Schließlich ist Stephanus als Christ und mit Blick auf Christus gestorben, als ein Pharisaer namens Saulus daneben saß, vermutlich der Anstifter der Steinigung. Da Saulus noch einige Zeit bis zu seinem „Damaskus-Erlebnis“ benötigte, hatte er auch noch nicht angefangen, seine paulinischen Briefe zu schreiben.
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#1   Yersinia   18:15:24 | Donnerstag, 13. Januar 2005
Immer mit der Ruhe!
Weder wurde Rom in sieben Tagen erbaut, noch tritt die Türkei schon übernächstes Jahr bei – das sind politische und soziale Prozesse, die Jahrzehnte dauern. Auch darf man nicht übersehen, dass der Islamismus in muslimischen Staaten eine – im Grunde von Hilflosigkeit gekennzeichnete – Reaktion auf die dortige Überforderung durch den gesellschaftlichen Wandel ist; gerade in traditionalen Kulturen wird die Herausforderung durch gesellschaftliche Wandlungsprozesse und die dadurch entstehenden Brüche in der Gesellschaft wesentlich dramatischer erlebt. Nicht zuletzt muß bedacht werden, dass der Beitrittsprozeß den Aufbau einer freiheitlich-demokratischen, auf rechtsstaatlichen Grundlagen beruhenden Zivilgesellschaft mit freier Marktwirtschaft zur Voraussetzung hat – etwas, worauf gerade wir „dekatenten“ Europäer mit Fug und Recht stolz sind; und nicht zuletzt leben die allermeisten Menschen in Europa ein normales bürgerliches Leben und hängen einer der großen Religionsgemeinschaften an – eine Tatsache, die von den Profiteuren des Moralisierens zugunsten ihres „versteckten Gewinns“ gerne unter den Tisch gekehrt wird.
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