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Päpstlicher Dosensegen + Neuer Beruf + Kopf aus Kaugummi + Wieder eine + Was steckt dahinter?
Päpstlicher Dosensegen

Italien. Den Segen des verstorbenen Johannes Paul II. gibt es mittlerweile auf Knopfdruck. Ein neues katholisches Monatsmagazin bietet als Gratisbeilage ein elektronisches Kärtchen an, auf dem ein lateinischer Segen des verstorbenen Papstes gespeichert ist. Drückt man das Kärtchen, erklingt die Stimme von Johannes Paul II. Das Magazin mit der Audiokarte wurde 35.000 Mal verkauft. Die Herausgeber haben jetzt versprochen, den Segen aus der Dose nachzuproduzieren.

Neuer Beruf

Vatikan. Der ehemalige Pressesprecher des Vatikan, Joaquin Navarro-Valls (70), wurde zum Verwaltungspräsidenten der römischen Universität ‘Campus Bio-Medico’ ernannt. Die Universität ist in Medizin und Ingenieurwissenschaften spezialisiert und wird von Mitgliedern der Personalprälatur Opus Dei geführt. Navarro-Valls ist selber ein unverheiratetes Opus-Dei-Mitglied. Er war von 1984 bis 2006 Pressesprecher des Vatikan. Seit seinem Rücktritt im vergangenen Juli wirkte er auch als Dozent an der Päpstlichen Opus-Dei-Universität ‘Santa Croce’.

Kopf aus Kaugummi

Italien. Der emeritierte Bischof der norditalienischen Stadt Como, Mons. Alessandro Maggiolini, hat die Kirche zu einer entschlosseneren Haltung gegenüber dem Islam aufgefordert: „Die Katholiken müssen hier einen harten Schädel und ein weiches Herz haben.“ Dagegen hätten sie oft ein „Herz aus Stein und einen Kopf wie Kaugummi“ – erklärte Mons. Maggiolini vor der Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della Sera’. Der 76jährige Bischof ist am Sonntag aus seinem Amt geschieden.

Wieder eine

Deutschland. In der katholischen Kirche St. Peter in Essen wurde am vorletzten Samstag abend die letzte Messe gefeiert. Im Zuge der Sparmaßnahmen des Ruhrbistums wird das knapp 100jährige Gotteshaus geschlossen. In dem Gebäude entsteht eine Pflegeschule. Nach der Rüttenscheider Kirche St. Martin ist St. Peter das zweite Essener Gotteshaus, das nicht mehr als Kirche genutzt wird. Als Teil eines massiven Sparprogramms werden im Bistum Essen knapp 100 von 350 katholischen Kirchen geschlossen.

Was steckt dahinter?

„Könnte der Kirchenabbau letztlich ganz andere Gründe als die unmittelbare Finanznot und die Schrumpfung der Gemeinden haben? Ist es in Wahrheit ein anderes Kirchen- und Menschenbild, das sich in solchen »Strukturreformen« niederschlägt? Sind Teile der Kirchen von einem hemmungslosen Ökonomismus angesteckt, wie er bereits weite Bereiche der Gesellschaft dominiert?“

Aus der konservativen deutschen Tageszeitung ‘Welt’ vom 12. Januar.
      
14 Lesermeinungen
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#14   28.IX-28.X   11:56:39 | Donnerstag, 18. Januar 2007
Unter hl. Pius X,
wären „unerlaubte“ Bischofsweihen gar nicht notwendig gewesen!
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#13   thaumaturgos   10:47:35 | Donnerstag, 18. Januar 2007
genau,
weil auch die altkatholiken ihrere konsequenzen zogen muss die Hl. Kirche mit den schismatici marcelli auch so verfahren … da gibt es keinen unterschied
denn 1870 wurde auch mit notstand argumentiert, aber keiner der päpste lies das gelten, schon gar nichtt pius X.
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#12   Agiafortuni   10:46:44 | Donnerstag, 18. Januar 2007
Katharina L: behauptet aber nicht begründet
Wohl haben Paul VI und die um ihn gescharten Bischöfe behauptet, die V 2 Ideologie sei der überlieferte Glaube. Diese Behauptung hält aber einer kritischen Prüfung nicht stand. Wer im Lichte einer seriösen Geschichtsphilosophie die ganze Genese des V 2 Zirkus untersucht, kommt notwendigerweise zur Schlussfolgerung, dass dahinter ein wohl ausgearbeiteter Plan gestanden sein muss. Der Vergleich mit den Altkatholiken hinkt, denn mit dem Dogma der Unfehlbarkeit hat Pius IX nichts anderes getan, als kirchliches Gewohnheitsrecht bestätigt.
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#11   Katharina L. †   23:56:38 | Mittwoch, 17. Januar 2007
@möchtegern-kathole
Schau an! Dann haben Sie sicher auch den allerhöchsten Respekt für die Altkatholiken, die nach dem I. Vatikanum nichts anderes wollten (jedenfalls beanspruchte sie das!) als „der Bewahrung des überlieferten Glaubens dienen“.
Also wenn die Piussekte das darf („überlieferten Glauben“ herholen – obwohl Papst und Konzil sehr deutlich gesagt haben, dass sowohl ihre Messe als auch ihre Verkündigung nichts anderes ist als der überlieferte Glaube – und mit dieser Begründung dann einen mit der Exkommunikation belegte Akt setzen), na, dann dürfen die Altkatholiken das ja wohl noch viel mehr – schließlich waren die fast 100 Jahre früher und somit die wahren Tradis!
Ach so, und die Arianer natürlich auch (die nach dem Konzil von Nikaia nichts anderes beanspruchten als den überlieferten Glauben treu zu bewahren)!
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#10   möchtegern-kathole   23:50:56 | Mittwoch, 17. Januar 2007
der heilige Pius X hätte wohl …
… anerkennend reagiert, wenn man ihm auch erzählt hätte, dass die 4 unerlaubten Weihen für die Bewahrung des überlieferten Glaubens dienen sollen.
Den Beweggrund muss man schon im Auge behalten, um die Tat zu beurteilen!
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#9   Agiafortuni   17:49:56 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Wolfgang E. berechtigte Frage
Ihre Frage ist berechtigt, nur eines können Sie nicht bestreiten. Für einen rechtgläubigen Katholiken war Karol Woytila als Ansprechpartner kaum noch glaubwürdig. Immerhin hatte er sich den Besuch der Synagoge, Assisi zuschulden kommenlassen.
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#8   wolfgang e.   17:02:13 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Der nächste Monokausalist…
Wie hätte der heilige Pius X wohl reagiert, wenn man ihm erzählt hätte, dass ein Erzbischof vier unerlaubte Bischofsweihen durchgeführt hätte?
Den Katechismus des hl. Pius X verwende ich übrigens auch.
Ich könnte übrigens viele Ursachen der Glaubens- und Kirchenkriese unserer Zeit nennen. Eine der Wurzeln sind einige Ideen der Aufklärung, die vor allem durch die „Reformen“ Josefs II massiv in die deutsche Kirche eingedrungen sind (seither werden z.B paradoxerweise Priester an liberalen staatlichen Unis ausgebildet, auf die der jeweilige Bischof keinerlei Einfluss hat. – Hier wäre es an der Zeit, die Trennung von Kirche und Staat endlich wirklich von beiden Seiten zu vollziehen.) – Josef II war übrigens kein Demokrat.
Wen wundert es also, dass es vor allem deutsche Theologen waren, die sich beim ersten Vatikanischen Konzil beleidigt zurückzugen, als sie nichts ausrichten konnten, und dass es wieder deutsche Theologen waren, die es beim zweiten Vatikanischen Konzil schafften, die Texte zwar nicht völlig in ihrem Sinn zu verändern, aber doch etwas zu verwässern?
Wen wundert es, dass deutsche Theologen den „Geist des Konzils“ erfanden, da sie beim Konzil selbst doch nicht das erreicht hatten, was sie wollten?
Wen wundert es also, dass 80% des deutschen Episkopats bei Humanae Vitae den Gehorsam aufkündigten (und die Laien dazu verführten, es ihnen gleichzutun)?
Die Wurzeln liegen viel tiefer.
Nur – wird dadurch der Ungehorsam eines anderen Erzbischofs besser?
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#7   Agiafortuni   14:39:40 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Goltthard: gilt vor allem für Sie
wenn jemand lesen lernen sollte, dann sind Sie es. Denn abgesehen vom V 2 Schwachsinn scheinen Sie keine Ahnung vom katholischen Selbstverständnis zu haben.
Laikos:was Sie sagen trifft voll und ganz zu. Wie hätte der heilige Pius X reagiert, wenn man ihm gesagt hätte, dass Gläubige, die seinen Katechismus verwenden, für sektiererisch erklärt werden
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#6   Gotthard   13:28:10 | Mittwoch, 17. Januar 2007
@laikos – Lesen lernen!
Sind Teile der Kirchen von einem hemmungslosen Ökonomismus angesteckt
fällt Dir was auf?
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#5   wolfgang e.   11:01:46 | Mittwoch, 17. Januar 2007
o sancta simplicitas
„Der Ökumenismus als das schlimmste Übel, welches existiert und welcher den schlimmen Neomodernismus erst möglich gemacht hat ist sicherlich auch an den vielen Kirchenschließungen und Schändungen schuld.“
Gott erhalte mir meine simple monokausale Sicht der Dinge.
(Hoppla, ich habe vergessen: manchmal ist auch VII oder die Demokratie schuld…)
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#4   laikos   10:27:42 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Ökumenismus
Der Ökumenismus als das schlimmste Übel, welches existiert und welcher den schlimmen Neomodernismus erst möglich gemacht hat ist sicherlich auch an den vielen Kirchenschließungen und Schändungen schuld. Jede auch noch so kleine Sekte hat die gleichen, wenn nicht mehr Rechte als die katholische Kirche. Wer sich gegen den Ökumenismus wendet wird symbolisch gesprochen kaltgemacht. Von Bischöfen, Priestern, Gläubigen, Mitglieder anderer Religionen und Gemeinschaften. Unser Krankenhausseelsorger muß jetzt sogar vor der Wandlung sagen: „In Gemeinschaft mit allen anderen Glaubensgemeinschaften“. Damit ja nicht irgend eine Minisekte sich angegriffen fühlt durch das katholische. Sobald eine Mochee oder ein Hindu-Tempel gebaut wird, dann kommt sofort die „katholische Kirche“ um sich feste einzuschleimen und zu sagen wie toll sie das finden und das sie willkommen sind. Wenn die FSSPX eine römisch katholische Kapelle eröffnet dann werden sie verachtet und verstoßen. Traurige Realität :-(
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#3   nonnobisdomine   09:27:34 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Scheinbar fehlt einigen Diözesen bzw. Bischöfen Gottvertrauen.
Gerade der Essener Bischof handelt nur noch nach der Devise:
Make Money, make more money, make much money.
Gottvertrauen, Bischof Genn, haben Sie Gottvertrauen. Immerhin wurden die Kirchen mit Mitteln der Gläubigen finanziert. Und nun verramschen Sie es.
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#2   Agiafortuni   09:04:53 | Mittwoch, 17. Januar 2007
in der Tat hemmungslos
hemmungslos zeigen sich die V 2 Ideologen wie der Bischof von Aachen dem leere Kirchen lieber sind als ein traditionalistisch orientiertes Kloster
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#1   r.ruhrgebietler   07:58:23 | Mittwoch, 17. Januar 2007
knapp 100 von 350 katholischen Kirchen geschlossen.
Also mal wieder Nachrichten von Felix…
Unterstellen wir mal, daß sich proprotional zu den zu schließenden „Gotteshäusern“ der Rückgang der Seelen,welche DIREKT in den Himmel kommen verhält, dann passiert da nicht mehr viel! Gott ist da ganz traurig, daß seine Geschöpfe so’n schwachfug machen
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