St. Pölten
Kanzler Engelbert Dollfuß, bitte für uns!
Will der Bischof von St. Pölten das Andenken an den Märtyrerkanzler Engelbert Dollfuß auf den Misthaufen der Geschichte werfen? Von Mag. Thomas Lintner.
Totenbild von Kanzler Dollfuß
Totenbild von Kanzler Dollfuß
(kreuz.net) Am 11. Jänner hat der Bischof von St. Pölten offenbar vor einer Koalition von Sozialisten, Kommunisten und Anarchos kapituliert.

Der nachgiebige Oberhirte dekretierte „neue Lösungen für den Altarraum der Prandtauerkirche in St. Pölten“. Diese Lösungen zielen offenkundig auf die Entfernung eines Wandbildes in der St. Pöltner Prandtauerkirche, auf welchem unter anderem der ehemalige österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß († 1934) dargestellt ist.

Märtyrerkanzler Dollfuß, der politisch gegen Sozialisten und Nationalsozialisten kämpfte und von letzteren ermordet wurde, ist linken Kreisen ein Dorn im Auge.

Mit den zeitgeschichtlichen Ausführungen in seinem Schreiben zur Entfernung des Bildes stellte sich der Bischof mehr oder weniger auf deren Seite.

Zu diesen Ausführungen sind einige Anmerkungen notwendig.

Zunächst ist die historische Ausgangslage von damals zu bedenken.

In der St. Pöltner Prandtauerkirche ist Dollfuß auf einem Altarfresko zu sehen - auf der rechten Seite die Figur ganz links
In der St. Pöltner Prandtauerkirche ist Dollfuß auf einem Altarfresko zu sehen – auf der rechten Seite die Figur ganz links
Am 9. November 1930 erreichten die Sozialdemokraten bei den letzten Nationalratswahlen der Ersten Republik 72 von 165 Mandaten.

Die Christlichensozialen des späteren Kanzlers Dollfuß erhielten 66, die Wahlgruppierung „Nationaler Wirtschaftsblock und Landbund“ 19 und der „Heimatblock“ 8 Mandate.

Die Nationalsozialisten erreichten mit 3% der Stimmen kein Mandat.

Die Sozialdemokraten hatten keinen Koalitionspartner. Mit ihren „Diktatur des Proletariats“-Parolen schreckten sie alle anderen ab. Aufgrund ihrer Radikalität gab es auch keine andere parlamentarische Linkspartei. Die Kommunisten waren im Nationalrat nicht vertreten.

Daher fiel die Führungsrolle den Christlichsozialen zu.

Der „Nationale Wirtschaftsblock“ bestand im wesentlichen aus der „Großdeutschen Volkspartei“ und dem „Landbund“.

Die „Großdeutsche Volkspartei“ stellte 10 der 19 Mandatare des Wahlbündnisses und war unter Dollfuß nicht mehr in der Regierung vertreten.

Ein Grund dafür war, daß diese Partei immer mehr mit den Nationalsozialisten zusammenarbeite. Am 15. Mai 1933 schloß sie mit diesen eine sogenannte „Kampfgemeinschaft“.

Von dieser Partei war eine Unterstützung der christlichsozialen Regierung nicht mehr zu erwarten.

Der „Landbund“ war ebenfalls eine deutschnationale Gruppierung. Deren Wähler tendierten auch zunehmend Richtung Nationalsozialisten. Das führte Mitte 1934 zu einer „Kampfgenossenschaft“ mit den Nationalsozialisten.

Immerhin war der Landbund auch im Jahre 1933 noch bereit, eine christlichsoziale Regierung zu unterstützen.

Die 9 Landbundabgeordneten brachten gemeinsam mit den 8 Heimatblockabgeordneten der von den Christlichsozialen geführten Regierung unter Bundeskanzler Dollfuß eine knappe Mehrheit von 83 der 165 Abgeordneten im Nationalrat.

Der „Heimatblock“ – der vor allem aus der Heimwehrbewegung entstand – war nicht so einheitlich wie sein Name. Er wies auch einen deutschnationalen Flügel auf – den Steirischen Heimatschutz.

Dieser schloß bereits im April 1933 eine „Kampfgemeinschaft“ mit den Nationalsozialisten ab. 1938 wurde er mit der NSDAP fusioniert.

2 der 8 Heimatblockabgeordneten waren dieser Bewegung verbunden. Dadurch hatte die Dollfußregierung – ab dem 20. Mai 1932 – immer häufiger die Schwierigkeit, parlamentarische Mehrheiten zu erreichen.

Die ersten neun Monate seiner Amtsführung bemühte sich Engelbert Dollfuß also um demokratische Regierungsweise – dies entgegen den völlig einseitigen Ausführungen der ZIB2-Moderatorin Ingrid Thurnherr in der Sendung vom 12. Jänner 2007. Ebensowenig kann von einem „An-die-Macht-kommen“ mittels Staatsstreich oder Putsch die Rede sein. Dollfuß wurde 1932 ganz normal Bundeskanzler.

Die Sozialdemokraten huldigten in den frühen 1930er-Jahren dem Prinzip der fundamentalen Opposition.

Die Doktrin lautete, „dem Kapitalismus nicht beim Überleben“ zu helfen. Die deutschnational gesinnten Abgeordneten eiferten den Sozialdemokraten zunehmend nach.

Andere als die oben genannte Koalition boten sich dem Bundeskanzler also nicht an.

Auch der Weg zu Neuwahlen war de facto versperrt. Wegen des Aufstiegs der NSDAP in Deutschland erzielte diese Partei auch in den österreichischen Landtags- und Gemeinderatswahlen zunehmend Erfolge.

Bei Neuwahlen wäre mit bis zu 30 % – wahrscheinlich ungefähr 20 % – Stimmenanteil für die Nationalsozialisten zu rechnen gewesen. Das hätte die Bildung einer neuen Regierung weiter erschwert.

Die sozialdemokratische Fundamentalopposition ist somit maßgeblich für die Zerstörung der Demokratie der Zwischenkriegszeit verantwortlich.
Am 1. Mai 1934 wurde nach der Forderung der Enzyklika 'Quadragesimo anno' (1931) von Papst Pius XI. die Ständestaatsverfassung erlassen.
Am 1. Mai 1934 wurde nach der Forderung der Enzyklika ‘Quadragesimo anno’ (1931) von Papst Pius XI. die Ständestaatsverfassung erlassen.

Im Jahr 1933 schaltete Bundeskanzler Dollfuß das Parlament und den Verfassungsgerichtshof aus und regiert mit Notverordnungen weiter.

Im Herbst 1933 beschloß die ‘Sozialdemokratische Arbeiterpartei’ auf einem Parteitag einen gewaltsamen Aufstand, sofern eine der folgenden Maßnahmen eintreten würde:

1. Zwangsauflösung ihrer Partei
2. Zwangsauflösung der Gewerkschaften
3. Zwangsauflösung der sozialdemokratischen Wiener Landesregierung.

Am 12. Februar 1934 war keine dieser drei Voraussetzungen erfüllt. Trotzdem griffen die Sozialdemokraten zu den Waffen.

Sozialdemokratische Schutzbündler benützten eine Waffensuche der Polizei in Linz um eine Schießerei zu entfachen. Dieser Schutzbundaufstand war in Wirklichkeit ein klarer Bruch der sozialdemokratischen Parteitagsbeschlüsse.

Von einem Bürgerkrieg einer Bevölkerungsgruppe gegen eine andere kann keine Rede sein.

Die Schutzbündler bedienten sich bei ihrem Aufstand teilweise einer Guerillataktik. Sie nahmen Bewohner von Gemeindebauten als Geiseln, indem sie von diesen Wohnhäusern aus auf die Exekutive schossen.

In Gemeindebauten wurden auch sozialdemokratische Waffendepots angelegt.

Eine Ironie der Geschichte ist, daß dem Bundesheer damals keine Tränengasgranaten zur Verfügung standen. Tränengas war in den Friedensverträgen nach dem Ersten Weltkrieg als sogenanntes Kampfgas für das österreichische Heer verboten worden.

Es mußte darum scharfe Artilleriemunition verwendet werden.

Der Beschuß mit Kanonen – der zur Warnung jeweils durch Trompetenstöße angekündigt wurde – war mit Sicherheit für beide Seiten mit weniger Verlusten verbunden als ein Nahkampf von Stockwerk zu Stockwerk.

Daß man Angreifer, die von Häusern gezielt auf öffentliche Straßen und Personen schossen, nicht gewähren lassen konnte, bedarf keiner Begründung. Das ist keine Frage von Regierung oder Staatsform.

Dem damaligen Bundeskanzler sind somit die vom Bischof von St. Pölten erwähnten „Kanonenschüsse gegen Gemeindebauten“ in keiner Weise vorzuwerfen.

Ein anderes Thema sind die Todesurteile gegen Schutzbündler.

Es kann hier keine Grundsatzdebatte über die Todesstrafe geführt werden.

Die Kirche hat die Todesstrafe niemals grundsätzlich abgelehnt. Das tut auch der neue „Katechismus der Katholischen Kirche“ nicht. Die Kirche verlangt nur den maßvollen und gerechten Einsatz dieser schweren Strafe.

Die Todesstrafe wurde in Österreich im November 1933 – also vor den Februarkämpfen des Jahres 1934 – wegen der nationalsozialistischen Sprengstoffanschläge eingeführt.

Da die Todesstrafe damals existierte, erstaunt es nicht, daß die Urheber eines Aufstandes, der mehr als 300 Menschenleben kostete, zu dieser Strafe verurteilt wurden.

Die Hälfte der Opfer waren Polizisten, Soldaten und Angehörige der Hilfstruppen.

Angesichts des angerichteten Blutbades war auch klar, daß eine Begnadigung der Rädelsführer nicht in Frage kam – dies schon aus Rücksicht auf die Angehörigen der ermordeten Sicherheitskräfte.

Daß ein Delinquent (nicht „mehrere Bürger“, wie SPÖ-Nationalratsabgeordneter Anton Heinzel in der ZIB2 vom 12. Jänner 2006 phantasierte) „auf der Tragbahre zum Galgen“ geschleppt wurde, betrifft nicht den Kern der Sache.

Problematisch wäre dessen Gesundheitszustand nur gewesen, wenn er ihm die Verteidigung vor Gericht verunmöglicht oder behindert hätte. Das war aber nicht der Fall. Jedenfalls kann von einer „gnadenlosen Verfolgung“ der Gegner durch die Dollfuß-Regierung (entgegen den unisono Unwahrheiten verbreitenden Moderatorin Thurnherr und dem SPÖ-Abgeordneten Heinzel) keine Rede sein.

Bei den geschichtlichen Ausführungen im bischöflichen Brief ist eine bedenkliche Verwendung sozialdemokratischer Kampfbegriffe zu beklagen. Das macht die Darlegungen einseitig – auch wenn der Bischof den Kampf von Bundeskanzler Dollfuß gegen den Nationalsozialismus hervorhebt.

Insgesamt ist die bischöfliche Erklärung weder Fisch noch Fleisch – ein ungeschickter Versuch, es allen recht zu machen.

Dieser Versuch ist zum Scheitern verurteilt. Denn entweder war Engelbert Dollfuß ein katholischer Märtyrer für den katholischen Staat und das Königtum Christi oder nicht.

Zugunsten seines Martyriums spricht die nachprüfbare Einschätzung der damaligen Bischöfe, wichtigen Zeitzeugen der Ereignisse.

Nach der Ermordung des Bundeskanzlers wurden Dollfußkirchen und Dollfußkapellen sowie Statuen, Bildnisse und Gedenktafeln in Kirchen in beachtlicher Zahl eingeweiht.

Es gab auch ein Denkmal für Engelbert Dollfuß in der St. Pöltner Prandtauerkirche.

Kardinal Theodor Innitzer, der für das diözesane Seligsprechungsverfahren für den Kanzler verantwortlich war, begann im September 1936 Zeugnisse von Gebetserhörungen zu sammeln, die auf die Fürsprache von Engelbert Dollfuß zurückgeführt wurden.

Sogar der linksliberale Journalist Peter Michael Lingens schrieb am 29. Februar 2004 im „Profil“ folgendes:

Dollfuß war unter allen Staatsmännern Europas Hitlers einziger, zum Handeln entschlossener, Gegner.
Dollfuß war unter allen Staatsmännern Europas Hitlers einziger, zum Handeln entschlossener, Gegner.
„Dollfuß war ein Patriot – in Wahrheit der Begründer dessen, was wir heute ,Österreich’ nennen. Und er war nicht nur kein ,Wegbereiter’ Hitlers, sondern unter allen Staatsmännern Europas dessen einziger, zum Handeln entschlossener, Gegner…

Wenn der Teufel sich anschickt, die Macht zu ergreifen, ist es die erste Aufgabe eines Staatsmannes, den Teufel zu bekämpfen – alles andere verblaßt daneben.

Dollfuß hat sich dieser Aufgabe gestellt und mit seinem Leben dafür bezahlt. Er verdient es, ein Held genannt zu werden, auch wenn er Schuld auf sich geladen hat.“

Will der Bischof von St. Pölten den Märtyrerkanzler Dollfuß trotz dieser Tatsachen wegen ein paar Medienberichten und linken Protesten auf den Misthaufen der Geschichte werfen?

Wer mit der ungerechten Vorgangsweise des St. Pöltner Bischofs nicht einverstanden ist, möge diesem schreiben:

S. Exzellenz
Diözesanbischof DDr. Klaus Küng
3100 St. Pölten, Domplatz 1
Tel. + 43(0)2742 324-0
Fax + 43(0)2742 324 DW 309
E-mail: bischof.sekretariat@kirche.at

Im übrigen ersuche ich Christoph Kardinal Schönborn von Wien, das Seligsprechungsverfahren für den Märtyrerkanzler Österreichs, Engelbert Dollfuß, einzuleiten. Auch an den Kardinal sollte in diesem Anliegen geschrieben werden.
      
58 Lesermeinungen
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#58   Manuel Böhm   03:37:24 | Dienstag, 5. August 2008
Information zu Rolf Hermann Lingen
Leider musste ich immer wieder feststellen, dass ein gewisser „Pater“ Rolf Hermann Lingen, der Gründer einer Sekte namens „Kirche zum Mitreden“ kzm, prhl, gegen die römisch katholische Kirche, die Priesterbruderschaft St. Pius X. und gegen Pater Andreas Endl und die Herz-Jesu Franziskaner kämpft. Lingens Verleumdungstaktiken sind hinlänglich bekannt. Lingen veröffentlicht seine Verleumdungen im Internet unter dem Pseudonym „Berichte“-„Fakten“ und Erzählungen Dritter, sodass der harmlose Eindruck entsteht, er würde nur „Fakten“ veröffentlichen. Unter diesem Deckmantel agiert Lingen mit Vorliebe unter der fälschlichen Bezeichnung „römisch-katholischer Priester“ und verleumdet permanent integre Priester und all jene, die nicht seiner Auffassung sind. Es ist verständlich, dass Rolf Hermann Lingen sich bereits öfters vor deutschen Gerichten verantworten musste.
Interessante Informationen zu Rolf Hermann Lingen und seiner Sekte „kzm“ finden Sie auf:
andreasendl.info/mybb/showthread.php?tid=8
Sie können sich auch in diesem Forum anmelden und mitdiskutieren. Weitere Themen in diesem Forum sind Pater Andreas Endl und die Herz-Jesu Franziskaner.
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#57   Leblhuber   00:50:25 | Montag, 5. Februar 2007
Dollfuß
„Dollfuß, bitte für uns“ kommt einer Blasphemie gleich.
Dass er von Nazionalsozialisten ermordet wurde, verleiht ihm noch keinen Heiligenschein. Etwas mehr Vertiefung in die Geschichte der 1. Republik wäre hier dringend notwendig. Ein Faschist und Antisemit war er allemal.
Welcher Geist weht hier eigentlich? Ist Demokratie ein Bestandteil des christlichen Wertekanons? Nach den hier geposteten Meinungen offensichtlich nicht.
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#56   methusalix †   08:47:13 | Dienstag, 23. Januar 2007
Genau so ist es Artois!
Also was schert mich die Privatmeinung eines Papstes? Solange er nicht „ex cathedra“ spricht ist sie nicht relevant!
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#55   Artois †   18:34:11 | Montag, 22. Januar 2007
@obelix
Aus katholischer Sicht ist gegen die Hinrichtung verurteilter Schwerverberecher nichts einzuwenden. Falls ein Papst was anderes sagt, ist das eine Privatmeinung.
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#54   obelix †   17:58:32 | Montag, 22. Januar 2007
Zustimmung timpressum!
Ansonsten hat Papst Johannes Paul II. sich immer für Todeskandidaten vor allem in den USA eingesetzt!
Leider ist unter seiner Regie auch dieser unsägliche Papragraf 2266 im Kathechismus erschienen, der die Hinrichtung von Menschen schönredet.
Wie Sie vollkommen richtig bemerkten: nicht ganz seriös diese Argumentation mit dem einen Leben und dem anderen Leben. Liegt vielleicht daran, dass wir Katholiken dazu neigen alles jederzeit sub ratione peccatis, unter dem Aspekt der Sünde zu sehen.
Aber wie sollte es auch ander sein in einer Kirche, die eine Hinrichtungsmaschine zu ihrem zentralen Symbol erkoren hat.
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#53   leshandl1   16:14:48 | Montag, 22. Januar 2007
Seligsprechung Engelbert D.
Nach all den G’schichterln zur Philomena möchte ich keinen sel. Engelbert Dollfuss, wohl aber ein aufrechtes christliches Gedächtnis an diesen Mann, der zweifellos aus katholischer Überzeugung handelte. Dass man dabei auch Fehler machen kann, wusste er selbst. Das Buch von Gundula Walterskirchen beschreibt sein Leben und seine Handlungen sehr ausführlich und objektiv. Für mich ist er ein Katholik und Patriot im Geist der damaligen Zeit, deswegen halte ich ihn gerne in Ehren. Und deswegen hat er auch seinen Platz in der St.Pöltner Kirche durchaus verdient. Es wäre schade, wenn der Bischof da aus tagespolitischen Rücksichten kneift.
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#52   Sirilo   00:21:16 | Montag, 22. Januar 2007
Heilige Philomena von Sanseverino, bitte für uns!
@Marcel
Da Sie offensichtlich kein Interesse haben, die historischen Ungereimtheiten im Lebensbericht der hl. Philomena von Rom zu klären, beende ich hiermit die letztlich fruchtlose Erörterung.
Dafür habe ich beschlossen, aus den fünf Heiligen, die den Namen „Philomena“ tragen, mir die hl. Philomena von Sanseverino (Märtyrerin um 500 beim Goteneinfall in Italien) als Schutzpatronin zu erwählen, da ich schon einmal ihr Grab in San Lorenzo in Sanseverino Marche besucht habe.
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#51   Marcel   22:24:33 | Sonntag, 21. Januar 2007
Hl. Philomena, bitte für uns!
Eine ordentlich erfolgte Heiligsprechung läßt sich für unsereins nicht vom Tisch wischen. Sie brauchen nicht zur hl. Philomena beten, aber Sie können ihr nicht absprechen, in der Gemeinschaft der Heiligen zu sein.
Daher mein Wort über Ihre Arroganz gegen das „alte“ Lehramt, das diese Heiligsprechung nach genauer Prüfung vornahm. Es gibt die Gebeine der Heiligen, die Glaubenszeugen, die Wunder und alle anderen Voraussetzungen, die das Lehramt für eine erfolgreiche Heiligsprechung verlangte.
Wenn Sie vermeintliche historische Details nicht einordnen können, sind Sie in der Bringschuld, nicht das Lehramt. Versuchen Sie als Katholik, sich darum zu bemühen, Ihre unverstandenen Dinge aus der Welt zu schaffen, nicht die Heilige.
Negieren Sie alles, was Sie – noch – nicht verstehen?
Übrigens stufen Sie durch Ihre Behauptung einen der größten Heiligen des 19. Jahrhunderts, der sein Leben lang mit der hl. Philomena in der Gemeinschaft der Heiligen zu tun hatte und die er als seine beste Freundin erklärte, als verrückt ein. Er schrieb alle Wunder, die bei ihm geschahen, der hl. Philomena zu!
Detto mit Pfarrer Engelbert Zunhammer, dessen Lebenswerk das (dt.) Philomenazentrum ist, und mit den Heiligtümern der hl. Philomena in Mugnano (Neapel) und mit dem Philomena-Zentrum in der Schweiz.
Dort arbeiteten und arbeiten nach Ihrer Behauptung folglich rudelweise Phantasten.
Wie kann sich ein nichtheiliger Laie gleich über meherere Heilige (Pfarrer von Ars, Pius IX., Pius X., …) erheben?
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#50   Sirilo   18:31:14 | Sonntag, 21. Januar 2007
@Marcel
Wenn man keine Argumente hat, muß man halt den Gegenüber verunglimpfen. Sie bezeichnen mich deshalb als „anmaßenden liberalen Buchmacher“, machen sich aber nicht die Mühe zu erklären, was die historisch falschen Angaben in der Selbstlebensbeschreibung der hl. Philomena zu bedeuten haben. Ich weiß, daß dem, der glauben will, die Fakten nichts bedeuten, aber solange mir niemand erklärt, wie eine Prinzessin aus einem nicht existenten Fürstentum vor einem nicht anwesenden Kaiser den Märtyrertod erlitten hat, wird die heilige Philomena für mich eine virtuelle Heilige bleiben. (Glücklicherweise ist ja der Glaube an die hl. Philomena für einen Katholiken nicht verpflichtend.)
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#49   Marcel   17:59:19 | Sonntag, 21. Januar 2007
St. Philomena, bitte für uns!
Sirilo, das Bild des Buchmachers paßt auf Ihr Veranstalten. Ein anmaßender liberaler Buchmacher erklärt eine große Heilige für inexistent (und nicht nur das, sondern noch weit mehr). Der anmaßende Kryptoprotestant Freinsbergs ging Ihnen voraus.
Eine Heilige, die lange vor der V.II-defekten „Schnellsprechungsprozedur“ zur Ehre der Altäre erhoben wurde, von glaubenstreuen Päpsten, die die gesamte weltweite Herde weideten und im Glauben stärkten, die sich an den größten Heiligen Europas orientierten, am hl. Pfarrer von Ars, der zur hl. Philomena eine sehr innige Beziehung hatte. Bitten Sie ihn, er möge Sie über seine himmlische Freundin erleuchten. Er tut es gerne!
Keinerlei Argument? Ich verwies auf diese
Kurzeinführung über die hl. Philomena www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=369 :
* Das Auffinden der Gebeine
* Der Priester Francesco de Lucia erhält die Reliquien der heiligen Philomena
* Die heilige Philomena wird nach Neapel übertragen
* Die Reliquien werden in einer Kirche in Neapel zur Verehrung ausgestellt
* Der Leib der heiligen Philomena wird nach Mugnano überführt
* Was am achten Tag geschah
* Der Marmoraltar
* Wunder, die am Leib der heiligen Philomena geschahen
* Die heilige Philomena offenbart sich selbst
Die Ungereimtheiten sind nur Ihre, die Sie auch mit einer Menge anderer Glaubensfragen haben. Wenden Sie sich einfach an einen traditionskatholischen Seelenführer.
Einigen wir uns darauf, daß die Zeit der liberalen Kirchenzerstörer bald zuende ist und dann das große Reinemachen beginnt. Ganz reell.
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#48   timpressum †   15:38:53 | Sonntag, 21. Januar 2007
Todesstrafe
Ein anderes Thema sind die Todesurteile gegen Schutzbündler.
Es kann hier keine Grundsatzdebatte über die Todesstrafe geführt werden.
Die Kirche hat die Todesstrafe niemals grundsätzlich abgelehnt. Das tut auch der neue „Katechismus der Katholischen Kirche“ nicht. Die Kirche verlangt nur den maßvollen und gerechten Einsatz dieser schweren Strafe.
Es ist niemals „maßvoll“ noch jemals „gerecht“ einen Menschen zu töten. Und wenn die katholische Kirche die Todesstrafe nicht rundheraus ablehnt, wirkt sie in Punkto Abtreibungen so gar nicht mehr seriös. Wer sich derartig vehement für das ungeborene Leben einsetzt, sollte das auch mal für das geborene Leben tun!
Ansonsten hat Papst Johannes Paul II. sich immer für Todeskandidaten vor allem in den USA eingesetzt!
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#47   Sulpicius   15:30:09 | Sonntag, 21. Januar 2007
Seligsprechung
Und danach reden wir über Stalin! Der war schließlich nicht katholisch!
Genau, da wenden Sie sich am besten nach Rom. Da wird heut fast alles seliggesprochen…
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#46   timpressum †   15:22:16 | Sonntag, 21. Januar 2007
Bitte auch Herrn Seyß-Inquart
Ich fordere erstmal sofortige heiligsprechung für Herrn Seyß-Inquart, den Märtyrer des Nürnberger Tribunals!
Und danach reden wir über Stalin! Der war schließlich nicht katholisch!
:-D
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#45   obelix †   12:12:50 | Sonntag, 21. Januar 2007
Nach den Kriterien, die in dem obigen Brief aufgezählt werden,
könnte man eine Seligsprechung Josef Stalins verlangen.
Und das wäre doch weit daneben. Oder ist hier jemand, bezüglich Stalin natürlich nur, nicht bezüglich des schon fast heiligen Dollfuß, anderer Meinung?
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#44   agmen   17:54:43 | Samstag, 20. Januar 2007
@ Heinrich von Ofterdingen
Tatsächlich!
Wenn mit den Heilig/Seligsprechungen wirklich so herum gehandelt wird, ist das ein Armutszeugnis für den Vatikan!
Also ist es kein Wunder, dass zur Zeit soviele Menschen heilig/selig gesprochen werden-der Vatikan braucht einfach Geld…
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#43   Sirilo   15:39:28 | Samstag, 20. Januar 2007
@Marcel
Wie Sie auf die Idee kommen, ich sei Buchmacher (= Vermittler von Wetten bei Pferderennen), ist mir unerfindlich; mit Interesse stelle ich jedoch fest, daß Sie in Ihrem bemüht ironischen Beitrag keinerlei Argument anführen können, das die Ungereimtheiten in der Autobiographie der hl. Philomena klären könnte. Historische Tatsache ist nun mal, daß es im 4. Jhdt. n.Chr. keine König- oder Fürstentümer in Griechenland mehr gab und daß Kaiser Diokletian nicht in Rom residierte. Diese Fakten können Sie ja nicht gut leugnen.
Entgegen Ihrer Meinung bin ich keineswegs ein Gegner der Heiligenverehrung. Erst kürzlich habe ich in Venedig den Grabaltar der hl. Lucia besucht. Und regelmäßig begebe ich mich auf die Wallfahrt zur Mutter von der Immerwährenden Hilfe.
Einigen wir uns doch (im Zeitalter des Internets) darauf, daß es sich bei der hl. Philomena um eine virtuelle Heilige handelt…
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#42   Marcel   13:26:23 | Samstag, 20. Januar 2007
Buchmacher Sirilo gegen die hl. Philomena
Es ist offensichtlich, warum der Heiland gläubige Handwerker als Apostel einsetzte, anstatt studierte Buchmacher. Man sieht es auch heute noch jeden Tag, selbst im virtuellen Raum.
Der hl. Pfarrer von Ars, einer, wenn nicht der größte Heilige des 19. Jahrhunderts, hat so ein inniges Verhältnis zur hl. Philomena gehabt und so viel über sie gesagt und geschrieben, daß man die wisserschaftlichen Ausführungen des Sirilo, der ja kein modernistisches Fettnäpfchen ausläßt und keine Gelegenheit verpaßt, die überlieferte Lehre der Kirche subtil – sirolil – in Frage zu stellen, nur lächeln kann. Die – ganz zeitlosen! – Modernisten hatten immer schon nur Verachtung für die hl. Philomena übrig, so sehr, daß sie sie „wegzaubern“.
Vor die Wahl gestellt zwischen dem hl. Pfarrer von Ars und dem sicher nicht heiligen Sirilo, wähle ich, ohne zu zögern, den Heiligen.
Die guten Pius-Päpste, inklusive dem seligen des 19. und des heiligen des 20. Jahrhunderts, taten das ebenfalls und ihr Wort wägt gewiß mehr als das der verblendeten Modernisten.
Ach, dar „Pfarrer von Ars“ war doch nur ein „frommer Mann“, hört man Sirilo säuseln, und die meisten Heiligen würde man heute in die psychatrische Anstalt stecken – zu recht, sagte ein modernistischer Bruder im Geiste vor einiger Zeit zu uns.
Ein paar Daten zu dieser großen Heiligen:
Hl. Philomena, † 302 www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=369 (s. Kreuzforum)
U.a.:
* Das Auffinden der Gebeine
* Der Priester Francesco de Lucia erhält die Reliquien der heiligen Philomena
* uvm.
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#41   Sirilo   10:50:42 | Samstag, 20. Januar 2007
@Gatte der Evelin: Zur Philomena-Legende
»Ich bin die Tochter eines Fürsten, der einen kleinen Staat in Griechenland regierte; und auch meine Mutter war von königlichem Geblüte.“
So beginnt die angeblich von Philomena im Traum erzählte Autobiographie. Da steht nichts von Armenien oder Schwarzmeerufer, sondern eindeutig Griechenland. Leider (oder: klugerweise?) hat Philomena weder den Namen des Staates noch ihres Vaters genannt, so daß ihre Angaben im Unbestimmten hängen bleiben. Solange die Existenz einer griechischen Fürstentochter namens Philomena nicht nachgewiesen ist, muß Philomena ein Phantom bleiben.
Weiter erzählt sie:
„Angelangt in der Hauptstadt der Welt <= Rom>, begaben wir uns alle drei in den kaiserlichen Palast, wo wir zur Audienz vorgelassen wurden. Kaum war Diokletian meiner ansichtig, so heftete er seine Blicke fest auf mich.“
Nun, wie schon festgestellt residierte Diokletian nicht in Rom, sondern in Nikomedien. Übrigens war er schon verheiratet (mit Prisca, die vermutlich Christin war und mit ihm eine Tochter hatte, Valeria); seinem soliden Charakter hätte ein solchen Gieren nach einem jungen Mädchen gar nicht entsprochen; er war 302 vermutlich schon über 60 Jahre alt. Im Jahr 302 (dem Jahr von Philomenas angeblichem Märtyrertod) war Diokletian (dessen Regierungszeit gut dokumentiert ist) nicht in Rom, erst am 20. November 303 traf er sich dort mit seinem Mitkaiser Maximinian.
Zu Diokletians Regierung siehe:
Wolfgang Kuhoff: Diokletian und die Epoche der Tetrarchie. Das römische Reich zwisch…
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#40   Alois Hudal   10:23:53 | Samstag, 20. Januar 2007
HeinrichvonOfterdingen:
Meine Anmerkungen über Dollfuß:
S. Artikel „ Die Diskussion hat eben erst begonnen“.
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#39   Evelin   09:37:49 | Samstag, 20. Januar 2007
Nochmals zur hl. Philomena
1. Wie konnte Philomena Tochter eines griechischen Königs sein, wenn es damals gar keine griechischen Könige mehr gab?
Philomena existiert – wie das Vorhandensein ihrer Gebeine beweist – wenn Sie außerdem eine Lebensgeschichte brauchen, ist das zunächst Ihr Problem. „König“ ist sowieso nicht wörtlich zu nehmen, ebensowenig „griechisch“, wobei bei letzterem wahrscheinlich „hellenistisch“ odgl. gemeint ist, also der „griechischen Sprache“ mächtig. Letzeres traf z.B. bis zum Aufstieg des Islam und der Vernichtung Persiens auf das Königreich Armenien zu. Ebenso kann ein Stadtkönig gemeint sein und gab es griechische Städte z.B. auch um das Schwarze Meer ausserhalb des Röm. Reiches.
2. Wie konnte Philomena in Rom vor Kaiser Diokletian den Märtyrertod sterben, wenn Diokletian gar nicht in Rom residierte, sondern in Nikomedien?
Können Sie 100%ig ausschließen, dass Diokletian niemals in Rom war – haben Sie sein Tagebuch, seinen Kalender, die genaue Zeugenaussage seines Sekretärs oder was?
3. Wie kommt es, daß Lactantius (der vor der Christenverfolgung ein Amt am Hofe des Diokletian innehatte) in seinem Werk „De mortibus persecutorum“ Philomena mit keinem Wort erwähnt?
Das müssen Sie ihn fragen. Hat er sich in diesem Werk für Vollständigkeit verbürgt? Bekanntlich beginnt die Philomena-Verehrung erst im 19. Jahrhundert (Auffinden der Gebeine und der Grabbeigaben), was mitnichten ausschließt, sie hätte nicht im 4. Jahrhunder n.Chr. gelebt.
Der Gatte der Evelin
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#38   methusalix †   09:29:22 | Samstag, 20. Januar 2007
Da haben Sie Recht, Gatte der Evelin!
@ Methusalix: Keiner der von Ihnen genannten hat im Jahre 1934 Hitler bekämpft. Stalin z.B. schloß noch 1939 das Molotow-Ribbentrop-Abkommen zur Aufteilung Polens!
Allerdings nur, weil damals Hitler, ausser von den deutschen Sozialdemokraten und den deutschen Kommunisten, von überhaupt niemandem bekämpft wurde! Am wenigsten von den Vertretern der römisch-katholischen Kirche! Das genaue Gegenteil war der Fall, wie Sie aus der Geschichtsschreibung wissen. Von so manchen „grossen“ Kirchenführern wurde die Machtergreifung Hitlers ausdrücklich begrüsst!
Dass Dollfuß Hitler bekämpft haben soll, ist somit nur eine Marginalie am Rande. So wie sich eben politische Konkurrenten um die Macht bekämpfen und damals eben auch mit Gewalt, bekämpft haben.
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#37   thaumaturgos   09:09:17 | Samstag, 20. Januar 2007
mit der guten philomena isses nicht ganz so
die tafel («PAXTE CUM FILUMENA») hat als inschrift
MENA PAX TE CUM FIL … aber das erhaltene original ist ja wahrscheinlich eine fälscheung, es passt halt nicht ins weltbild und dann darfs nicht sein …
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#36   Sirilo   08:56:46 | Samstag, 20. Januar 2007
@Gatte der Evelin
Leider sind Sie auf die Hauptpunkte meines Beitrags gar nicht eingegangen. Deshalb noch einmal:
1. Wie konnte Philomena Tochter eines griechischen Königs sein, wenn es damals gar keine griechischen Könige mehr gab?
2. Wie konnte Philomena in Rom vor Kaiser Diokletian den Märtyrertod sterben, wenn Diokletian gar nicht in Rom residierte, sondern in Nikomedien?
3. Wie kommt es, daß Lactantius (der vor der Christenverfolgung ein Amt am Hofe des Diokletian innehatte) in seinem Werk „De mortibus persecutorum“ Philomena mit keinem Wort erwähnt?
Daß man in den Katakomben die Gebeine eines jungen Mädchens und ein Täfelchen mit einem Namen gefunden hat, beweist noch lange nicht, daß die Angaben zu Philomenas Schicksal stimmen. Solange die Ahistorizität von Philomenas Leben nicht widerlegt ist, betrachte ich ihre Lebensgeschichte als eine rührende Legende bzw. als ein frommes Märchen.
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#35   Evelin   06:59:33 | Samstag, 20. Januar 2007
Die hl. Philomena & der selige Engelbert Dollfuß
@ Sirilo: Ganz großer Unfug, was sie da schreiben. Es existieren sogar die sterblichen Überreste der hl. Philomena mit Namenstafel – hier ein Bericht:
Im Jahre 1802 fanden Bauarbeiten bei den Priszilla-Katakomben in Rom statt. Am 24. Mai stiessen die Arbeiter und dann offizielle Ausgräber auf einen Sarkophag. Dieser erwies sich als bislang nicht geöffnet. Alle Anzeichen wiesen auf das Grab eines Märtyrers hin.
Auf dem Sarkophag fand man eine Inschrift auf drei Terrakotta-Platten. Sie trugen die Aufschrift «LUMENA PAXTE CUM FI». Zwischen den Worten waren zwei Pfeile, eine Lanze, ein Anker und eine Blume, offenbar eine Lilie, dargestellt. Alles wies daraufhin, dass die Bestattung im Dunkeln oder in grosser Hast erfolgt war.
Die Ausgräber erkannten schnell, was sich bei richtiger Anordnung der drei Plättchen ergab: «PAXTE CUM FILUMENA» (Friede sei mit dir, Filumena).<BR>Am 25. Mai 1802 öffnete man dann den Sarkophag. Darin lagen Knochen und ein zerbrochener Schädel. Als Bestätigung für den Märtyrertod fand sich auch eine Phiole (bauchartiges Glasgefäss mit langem Hals) mit getrocknetem Blut.
Die zugezogenen Ärzte stellten fest, dass es sich um die Knochen eines kaum 14 Jahre alten Mädchens handle. Mit anderen Worten: Das Grab enthielt die Gebeine einer jugendlichen Märtyrerin.
@ Methusalix: Keiner der von Ihnen genannten hat im Jahre 1934 Hitler bekämpft. Stalin z.B. schloß noch 1939 das Molotow-Ribbentrop-Abkommen zur Aufteilung Polens!
Der Gatte der Evelin
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#34   methusalix †   01:20:04 | Samstag, 20. Januar 2007
Also ich kenne da noch ein paar andere:
kreuz.net: Dollfuß war unter allen Staatsmännern Europas Hitlers einziger, zum Handeln entschlossener, Gegner.
Unter anderen der nachmalige Literatur-Nobelpreisträger Winston Spencer Churchill, seine Majestät, König Christian X von Dänemark, Edouard Daladier, seine Majestät König Leopold III von Belgien, Josef Wissarionowotsch Dschugaschwili, besser bekannt unter dem Namen Josef Stalin (der hat Hitler, zusammen mit Churchill, unter allen Europäischen Staatsführern, am erfolgreichsten bekämpft) und noch etliche andere mehr.
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#33   Dr. Christoph Heger   00:15:27 | Samstag, 20. Januar 2007
Christoph Luxenberg
Hier scheinen ein paar, die die bekannte Nachtigall trapsen hören, der Meinung zu sein, ich sei identisch mit dem Koranforscher, der unter dem Pseudonym Christoph Luxenberg eine revolutionäre philologische Studie über den Koran veröffentlicht hat. Ich bedaure, ich bin es nicht. Aber es ist schmeichelhaft für mich, mit diesem bahnbrechenden Forscher verwechselt zu werden.
Wer etwas über Christoph Luxenbergs Forschungen sowie über das Urteil anderer darüber lesen möchte kann die derzeit umfangreichste Sammlung solcher Rezensionen www.christoph-heger.de/…stoph_Luxenberg.html im Internet besuchen.
Gute Nacht!
MfG
Christoph Heger
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#32   Sirilo   23:35:40 | Freitag, 19. Januar 2007
@ Dr. Heger: Philomena
Quelle für das „Wissen“ über die hl. Philomena sind Träume dreier frommer Personen, denen Philomena im Traum erschienen sein und ihr Leben erzählt haben soll. So soll sie erzählt haben, ihr Vater sei König eines kleinen griechischen Königreichs gewesen (den Namen des Reiches nannte sie leider nicht), und sie sei in Rom vor Diokletian gefoltert worden. Nun gab es aber zu jener Zeit in Griechenland gar keine Königreiche mehr (Griechenland war schon einige Jahrhunderte römische Provinz), und der Kaiser Diokletian residierte nicht in Rom, sondern in Nikomedien, und war im Jahr von Philomenas angeblichem Martyrium gar nicht in Rom.
Wie erklären Sie das? Hat Philomena geflunkert? Oder hat sie an Gedächtnisschwäche gelitten? Beides nicht sehr schön bei einer Heiligen.
(Ganz abgesehen davon erwähnt Lactantius, der ein umfangreiches Werk über die Märtyrer unter Diokletian geschrieben hat, Philomena mit keinem Wort.)
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#31   Agathenon †   22:42:07 | Freitag, 19. Januar 2007
Wenn ich mich so umsehe, Flauschi, dann
ist schon jemand der Logik von HeinrichvonOfterdingen gefolgt! f1.parsimony.net/…7/messages/34467.htm
:-] Mann, was hat Lu… äh, Dr.Heger für ein Massel, daß ich ihm meine Titulierung als „Freimaurer“ und „Molluske“ nicht wirklich übel nehme! Der Doktor neigt nämlich selbst zu ähnlichen Spekulationen… Stringenz spielt halt keine Rolle, wenn sie nicht ins Weltbild paßt! Bin gespannt, welche Höhenflüge uns noch bevorstehen, wenn das neue Standardthema erst richtig doll Fuß gefaßt hat! Algermissen ist ja scheint’s wirklich out.
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#30   Flauschi   22:14:26 | Freitag, 19. Januar 2007
@ thaumaturgos
Tja…
Wenn wir der Logik des Herrn Heinrich von Ofterdingen folgen könnten und zwischen diesen Zeilen de.wikipedia.org/…/Dr._Christoph_Heger lesen würden, dann weilte der Träger des Pseudonyms Christoph Luxenberg offenbar unter uns im Forum…
;-) aber wir wollen uns ja auf belegte Fakten stützen, gelle?
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#29   Agathenon †   21:57:56 | Freitag, 19. Januar 2007
Na, Heinrich v.Ofterdingen,
:-D im nächsten Prozeß steckt er doch schon mittendrin! Und wo habe ich geschrieben „ohne Prozeß“?
@ Katharina L: Das hää? frage ich mich auch! Willkommen im Club.
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#28   Katharina L. †   21:02:20 | Freitag, 19. Januar 2007
Hääääääääääää?
Offenbar stehen Sie der Ermordung von Kanzler Dollfuß positiv gegenüber.
Häääääääääää?
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#27   HeinrichvonOfterdingen   20:42:50 | Freitag, 19. Januar 2007
Lieber Agathenon,
Sie haben ja recht. Das was in den Zeilen steht ist schon erschreckend genug. Wenn Sie etwa immer davon fantasieren den Herrn Humer ohne Prozeß lebenslang einfach so wegzusperren.
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#26   thaumaturgos   20:22:13 | Freitag, 19. Januar 2007
@flauschi
soweit les ich das niemalnicht lol
aber ich sah und staunte :-)
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#25   möchtegern-kathole   20:17:37 | Freitag, 19. Januar 2007
ich wusste von Dollfuss …
… kaum mehr als seinen Namen und danke kreuz.net für die interessanten Artikel.
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#24   Agathenon †   20:07:55 | Freitag, 19. Januar 2007
In der Regel, Heinrich v.Ofterdingen,
meint der Mensch mit dem, was er schreibt, das, was er schreibt…
zwischen den Zeilen findet man meist die eigene Fantasie!
Bis später dann.
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#23   HeinrichvonOfterdingen   20:03:36 | Freitag, 19. Januar 2007
Lieber Agathenon,
ich bin halt ein freundlicher Mensch, ich unterstelle immer, dass jemand was gemeint haben könnte, wenn er was sagt. Dass das bei Katharina L. nicht unbedingt der Fall sein muss gestehe ich gerne zu. Sinnfrei genug sind ihre Äußerungen ja.
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#22   Flauschi   20:01:34 | Freitag, 19. Januar 2007
@ thaumaturgos
Nicht nur als Quelle: Seite 349 einsicht-online.org/…s/download/e3310.pdf
Liebe Grüße!
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#21   Agathenon †   19:44:31 | Freitag, 19. Januar 2007
Also eine Offenbar-ung?
;-) Sehr interessante Logik: „was sie gemeint haben könnte“. Offenbar. Vor allem, nachdem der Mord von ihr nicht einmal erwähnt wurde! Verständlich, wie ich in das „potentielle Erschießungskommando“ für Martin Humer eingeordnet wurde… Schon klar. Wer Sicherungsverwahrung schreibt, meint eben („offenbar“) Exekution… und distanziert er sich vom Töten, macht ihn das noch verdächtiger!
:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D
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#20   thaumaturgos   19:40:15 | Freitag, 19. Januar 2007
wer denn ‘EINSICHT’-müll
als quelle hat, weiss es besser als alle historiker … zu deren zunft ich mich nun schon lange rechne
aber, was nicht in das weltbild passt – um so schlimmer für die tatsachen
und noch dazu, ich habe die christliche hoffnung, dass alle menschen das ziel ihrer irdischen pilgerschaft erreichen … da brauchts keine privatoffenbarungen lol
aber die schismnatiker glauben immer, ihnen gehört der himmel alein … dabei wandern sie eher als alle andern in die gehenna, weil sie wissen, was sie gegen christi einheit- und liebesgebot sündigen
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#19   HeinrichvonOfterdingen   19:30:55 | Freitag, 19. Januar 2007
Lieber Agathenon,
das ist aber auch das einzige, was man zu Katharina L.s Entlastung sagen kann. Ihr Beitrag ist ja wirklich eine einzige Entgleisung. Im Übrigen schrieb ich: „Offenbar stehen Sie der Ermordung von Kanzler Dollfuß positiv gegenüber. War wohl ein gemeinsames Anliegen von (International-)Sozialisten und Nationalsozialisten.“
Sprich, ich behauptete nicht, dass sie das gesagt hätte, sondern ich unterstellte ihr, dass sie das gemeint haben könnte. Ihre Entgleisung ist ja so lesbar, da sie das was kreuz.net sachlich über Dollfuß bringt als Hetze (hetz.net) bezeichnet. Im Übrigen hätte sie sich von meiner Lesart ihres Beitrags distanzieren können. Wollte sie offenbar nicht. Und eines ist ja wohl nicht zu bestreiten: Sozialismus/Kommunismus und Nationalsozialismus waren damals gleich große Bedrohungen und beide hatte Grund genug Dollfuß zu hassen, da er ja als Katholik beiden Sozialistischen Gruppierungen (ich übernehme mal die Selbstbezeichnung der National-Sozialisten) als politische Irrlehren ablehnte.
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#18   Agathenon †   18:24:13 | Freitag, 19. Januar 2007
Dann, lieber Heinrich v.Ofterdingen,
beschränken wir uns doch einfach auf das, was in den Zeilen steht!
Keine Sorge übrigens.
Mein Monitor löst hervorragend auf. Kein Wort von Katharina L über den Mord. Schon gar keine Zustimmung!
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#17   Dr. Christoph Heger   18:23:53 | Freitag, 19. Januar 2007
Unfehlbarkeit in historischen Dingen?
Dollfuß und andere politische ‘Heilige’ sind sicher zum letzten Ziel der Menschen unterwegs oder schon dort,
Woher Thaumaturgos das weiß? Privatoffenbarung?
Wenn das also sogar „sicher“ ist, wieso dann das:
> aber heiligsprechen muss man sie sicher nicht.
Auch die beatificatio des Karl aus der Familie von Habsucht ist Zeiterscheinung und dürfte bald vergehen
Ein Prophet ist Thaumaturgos auch noch! Aber von Historie und Anstand hat er keine Ahnung. Immerhin sind die Habsburgs die vornehmste Familie Europas mit außerordentlichen Verdiensten.
… Die Kirchengeschichte kennt soviele Heilige, die inzwischen vergessen und nicht mehr verehrt werden.
So? Weiß Thaumaturgos wer wen verehrt?
Dank dem Vatikanum II hat auch der Generalkalender wieder vernüftigen Umfang erhalten
Hat er das? Bei der Menge an Heiligsprechungen die Papst Johannes Paul II. vorgenommen hat?
> und auch nichtexistente Heilige sind verschwunden.
Das muß man mir näher erklären. Hat der Heilige Stuhl oder hat die Bischofssynode neuerdings eine Art Unfehlbarkeit in der Feststellung der Existenz und Nichtexistenz von Heiligen verflossener Jahre? Die Bereitwilligkeit mir der die deutschen Bischöfe die inzwischen nicht mehr haltbare Spätdatierung der NT-Schriften abgesegnet haben, spricht gegen eine solche Unfehlbarkeit in historischen Dingen.
> Bestes Beispiel ist die hl. Philomena, die ERfindung der Romantik
Auch das erscheint ziemlich zweifelhaft einsicht-online.org/…s/download/e2701.pdf.
MfG
Christoph Heger
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#16   HeinrichvonOfterdingen   18:20:12 | Freitag, 19. Januar 2007
Lieber Agmen,
es wird irgendwo in wikipedia behauptet. Hier war es! de.wikipedia.org/wiki/Heiligsprechung Erscheint mir nicht unplausibel. Riecht natürlich etwas nach Simonie. Man kann doch den Spendenfonds oder den Orden nicht mehr enttäuschen, wenn schon so viel Geld ausgegeben wurde.
_____________________________________________________
Lieber Alois Hudal,
Sicher gibt es auch Heilige im Himmel, die bisher nicht offiziell kanonisiert wurden…
Hoffentlich die absolute Überzahl! Ihrer Meinung habe ich unter „Karl Kraus über Dollfuß“ nicht gefunden, waren Sie da unter einem anderen Nick tätig? Ich habe übrigens keinen Zweifel, dass Dollfuß in den Himmel gekommen ist, seine persönliche Frömmigkeit ist ja wohl unbestritten. Auch sein Märtyrertum ist wohl nicht zu bestreiten, selbst Edith Stein, die ja für ihre jüdische Abstammung und nicht für ihren katholischen Glauben ermordet wurde, wurde als Märtyrerin heilig gesprochen.
_____________________________________________________
Lieber Agathenon,
nun ja äh … so direkt hat sich Frau Katharina L. nicht getraut zu schreiben, dass sie die Ermordung von Dollfuß gutheißt, ich habe da etwas zwischen den Zeilen gelesen. Vielleicht habe ich mich auch verlesen. Zwischen den Zeilen liest es sich bei meinem Bildschirm nicht so gut.
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#15   VirFortis   18:14:50 | Freitag, 19. Januar 2007
die Leute
die meist ihren pol corr Senft zum damaligen zeitgeschehen anno 34 abgeben sind meist ideologisch verblendet und habe keine ahnung davon was sich wirklich abgespielt hat da diese so wie ich selber zu grün hinter den ohren sind um alles zu verstehen. je jünger die historiker sind die mauschelnd andauernd moralisch verurteilen und sich somit wie eine prostituierte den beifall des politisch korrekten publikums erheischen wollen desto mehr erkennt man wie wenig historische urteile aufgrund eigener vernunftbegabung gefällt werden sondern aufgrund politischer und zeitgeistiger weisungen.
danke für den artikel …mfg
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#14   Agathenon †   18:02:25 | Freitag, 19. Januar 2007
Das mit der Heiligkeit, Alois Hudal, ist im Prinzip ganz einfach!
:-D Heilig ist, wer von Magister Lintner odem.org/…orum-view_34852.html für heilig befunden wird! Natürlich vorausgesetzt, daß Heinrich v.Ofterdingen zustimmt. Und die Heiligsprechung auf kreuz.net publiziert wird!
Disclaimer: Ich stehe dem Mord an Dollfuß negativ gegenüber.
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#13   agmen   17:52:30 | Freitag, 19. Januar 2007
@Heinrich von Ofterdingen
250.000€?
Ich kann es irgendwie nicht glauben!
Haben Sie vielleicht eine Quelle, die mir das bestätigt?
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#12   Alois Hudal   17:52:22 | Freitag, 19. Januar 2007
@HeinrichvonOfterdingen:
Ich hatte ja bereits erwähnt, daß Sie meine Meinung zum Thema unter „Karl Kraus über Dollfuß“ wiederfinden. Sicher gibt es auch Heilige im Himmel, die bsiher nicht offiziell kanonisiert wurden, allerdings bezweifele ich die Heiligmäßigkeit des damailgen BK Dollfuß aus besagten Gründen. Außer bei den Anhängern des politischen Katholizismus wird er keine Verehrung im Volk finden.
Seliger Graf von Galen, bitte für uns !
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#11   thaumaturgos   17:50:08 | Freitag, 19. Januar 2007
Dol(l)fuss und andere politische ‘Heilige’
sind sicher zum letzten Ziel der Menschen unterwegs oder schon dort, aber heiligsprechen muss man sie sicher nicht
Auch die beatificatio des Karl aus der Familie von Habsucht ist Zeiterscheinung und dürfte bald vergehen … Die Kirchengeschichte kennt soviele Heilige, die inzwischen vergessen und nicht mehr verehrt werden. Dank dem Vatikanum II hat auch der Generalkalender wieder vernüftigen Umfang erhalten und auch nichtexistente Heilige sind verschwunden. Bestes Beispiel ist die hl. Philomena, die ERfindung der Romantik :-)
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#10   HeinrichvonOfterdingen   17:45:49 | Freitag, 19. Januar 2007
Lieber Alois Hudal,
Sie scheinen dem Irrtum zu erliegen, dass nur derjenige im Himmel ist, der heilig gesprochen wurde. Bei vielen Heiligen folgten Heiligsprechungsprozeß und Heiligsprechung der Verehrung im Volk. Da sehe ich gute Chancen für Dollfuß, zumindest wenn in Rom wieder mal ein römisch-katholischer Papst regiert. Umgekehrt kann ja auch nicht jeder Heilige tatsächlich heilig gesprochen werden. Neurom hat ja die Heiligsprechungen als wichtige Finanzierungsquelle erkannt und verlangt so ca. 250.000 € pro Heiligsprechung. Da kommt es dann schon mal zu skandalösen Heiligsprechungen wie der von Josemaría Escrivá de Balaguer. Schöner Gruß von Johannes Tetzel: „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt.“ Was da jetzt mit der Seligsprechung von Johannes-Paul II stattfindet ist allerdings ein noch größerer Skandal. Der Papst, der sicher den Titel „Destruktor fidei“ verdient hat wie kein anderer.
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#9   Agathenon †   17:34:39 | Freitag, 19. Januar 2007
Danke, Alois Hudal
:)3 damit ist meine Frage ganz unten beantwortet.
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#8   Alois Hudal   17:30:40 | Freitag, 19. Januar 2007
@Herr Lintner, Heinrich:
Leider nichts Neues unter der Sonne !
Seliger Graf von Galen, bitte für uns !
Ich kann mich nicht erinnern, daß ausgerechnet Dollfuß zu Ehren der Altäre erhoben wurde. Meine sonstigen Anmerkungen finden Sie unter „Karl Kraus über Dollfuß“.
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#7   Agathenon †   17:25:19 | Freitag, 19. Januar 2007
Fragen, Heinrich v.Ofterdingen, sollte noch erlaubt sein, also…
„Liebe Katharina L.,immer noch besser Gelaber als Ihre Entgleisungen. Offenbar stehen Sie der Ermordung von Kanzler Dollfuß positiv gegenüber.“
frage ich einfach: Woran, bitte, machen Sie letzteren Vorwurf fest?
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#6   Marcel   16:32:23 | Freitag, 19. Januar 2007
In Christo
Vergelts Gott werte Kreuznet-Redaktion für diesen guten Artikel.
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#5   HeinrichvonOfterdingen   16:32:22 | Freitag, 19. Januar 2007
Liebe Katharina L.,
immer noch besser Gelaber als Ihre Entgleisungen. Offenbar stehen Sie der Ermordung von Kanzler Dollfuß positiv gegenüber. War wohl ein gemeinsames Anliegen von (International-)Sozialisten und Nationalsozialisten.
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#4   Katharina L. †   16:25:25 | Freitag, 19. Januar 2007
Unsinn zum Quadrat
Dollfuß war unter allen Staatsmännern Europas Hitlers einziger, zum Handeln entschlossener, Gegner.
Was für ein Gelaber.
Was hat hetz.net jetzt eigentlich an Dollfuß so gefressen? Gibt’s nichts Neues von Modernistenschwein Algermissen, Modernistenschwein Lehmann, Modernistenschwein Benedikt XVI., Modernistenschwein Kamphaus und Modernistenschwein Schwarz?
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#3   Agathenon †   16:22:26 | Freitag, 19. Januar 2007
Mit Verlaub! Zwei Fragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können:
„Kanzler Engelbert Dollfuß, bitte für uns!“
:-@ Ist Engelbert Dollfuß immer noch Kanzler?
:-@ Ist er schon selig- oder heiliggesprochen worden (Fürbitte)?
:)3 Danke!
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#2   Guiseppe   16:12:20 | Freitag, 19. Januar 2007
@thaumaturgos
Wer keine Argumente hat, beleidigt eben!
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#1   thaumaturgos   15:57:44 | Freitag, 19. Januar 2007
verblödet jetzt hetz.net + den hetz.nattern völlig?
:-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-!
ich kann gar nicht soviel essen, wie ich da kotzen möchte …
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