10:17:33 | Samstag, 20. Januar 2007
Wer sein eigenes Haus der Ordnung halber von lästigen Spinnennetzen reinigen möchte, sollte dabei nicht vergessen, auch die Verursacher zu eliminieren. Ein Kommentar.
(kreuz.net, Linz) In der Diözese Linz tanzen die Mäuse.
Ein
Skandaldiakon wird trotz seiner äußerst
dummen und unqualifizierten Äußerungen zum Skandalpriester geweiht.
Aber wer kann ihm böse sein? Hat
man ihm die Ketzereien nicht jahrelang eingetrichtert?
Man baut scharfe Bomben und wundert sich, wenn
sie losgehen?
Der wahre Skandal sind die theologischen Bombenbauer und Bombenleger.
In den heutigen
Diözesen werden im besten Fall Spinnennetze entfernt. Die Spinnen läßt man ungestört weiterspinnen.
In Linz spinnen die gefährlichsten Spinnen im Priesterseminar.
Seit Jahren bastelt dort der Ex-, Wieder-,
und Noch-Regens Prälat Maximilian Mittendorfer an theologischen Atombomben.
Nein. Er ruft nicht öffentlich
zum „Aufstand gegen Rom“ auf.
Das läßt er andere machen. In Hw. Andreas Golaz hat er sich einen dummen
Handlanger herangezüchtigt, der für ihn in die Bresche springt.
Wie Hw. Mittendorfer über die Frauenordination
denkt, hat er mehr als einmal durchblicken lassen.
So meinte er vor der Lokalzeitung ‘Oberösterreichisches
Volksblatt’ am 20. April 2002, daß die Frauenordination und die Priesterehe „kommen“ würden.
Im
Mai
2006 erklärte er in der Lokalzeitung ‘Linzer Rundschau’: „Viele Männer und Frauen, die größtenteils
ehrenamtlich arbeiten, hätten die Begabung und Ausbildung für das Priesteramt“.
Auch die Professoren
der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz spinnen unbehelligt an Ketzereien, Irrlehren und
anderen Dummheiten.
Nachlesen kann man das Ergebnis ihrer Denkanstrengungen in der ‘Theologisch-Praktischen
Quartalschrift’. Diese wird von den Linzer Professoren herausgegeben.
Im Jahr 1996 bekannte der Linzer
Lehrkörper dort seine Meinung zur Frauenweihe.
Józef Niewiadomski – ehemaliger Ordinarius für Dogmatik –
nannte das päpstliche Nein zur Priesterinnenweihe einen „Skandal“. Frauen zur Weihe zuzulassen sei eine
„pastorale Notwendigkeit“.
Der 2004 emeritierte Dogmatikprofessor Hw. Walter Raberger kam zum Schluß,
daß das päpstliche Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ nicht endgültig sei.
Denn das Wort sei nicht
Mann sondern Fleisch geworden, und eine Frau könne in diesem Logos-Sarx-Schema „ebensogut“ in persona
Christi handeln.
Daß die bisherige Praxis auf der „Männerherrschaft“ des damaligen Judentums basiere,
habe sogar schon Karl Rahner gewußt.
Fazit: „Die Diskussion muß weitergehen!“
Herr Severin Lederhilger –
Professor für Kirchenrecht und gegenwärtiger Linzer Generalvikar – schlug vor, Frauen zu Diakoninnen
zu weihen, um „die Diakonie insgesamt aus ihrem Aschenputteldasein zu befreien“.
Diese Regelung solle
aber nicht für die ganze Weltkirche beschlossen, sondern nur in gewissen Gebieten als „Indult inkulturiert“
werden.
Des weiteren meinte der Prämonstratenserpater Lederhilger, daß es „kirchenrechtlich möglich
und durchführbar“ sei, Frauen zu Ständigen Diakoninnen zu weihen. In vorauseilendem Gehorsam nannte
er gleich die Kanones, die dafür geändert werden müßten.
Auch Hw. Peter Hofer – Professor für Pastoraltheologie –
konnte sich Diakoninnen vorstellen. Denn damit sei es möglich, „in der Nachfolge Jesu“ die Trennung von
Seelsorge und Pflege zu überwinden.
Hw. Hanjo Sauer – Fundamentaltheologie – sah in der „Ordofähigkeit
der Frau eine praktische Frage“. An diesen Fragen und Herausforderungen würde sich „die Glaubwürdigkeit
des Glaubens“ der Kirche entscheiden.
Christoph Niemand – gegenwärtiger Studiendekan und Professor für
Neues Testament – meinte, die Kirche solle aus Sorge um ihr Außenbild – wegen des Unverständnisses von
Heiden und Neuheiden – „Frauen an ihrem sakramentalen Amt zulassen“:
„Es geht schlicht und einfach darum,
daß die Kirche die Basiswerte der jeweils zeitgenössischen Gegenwart, nicht aber die Basiswerte einer
vergangenen Gesellschaft zum Modell ihrer Selbstorganisation nehmen muß.“
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