Kommentar
Spinnen und Spinner
Wer sein eigenes Haus der Ordnung halber von lästigen Spinnennetzen reinigen möchte, sollte dabei nicht vergessen, auch die Verursacher zu eliminieren. Ein Kommentar.
© eleda, flickr, Creative Commons Licence
(kreuz.net, Linz) In der Diözese Linz tanzen die Mäuse.

Ein Skandaldiakon wird trotz seiner äußerst dummen und unqualifizierten Äußerungen zum Skandalpriester geweiht.

Aber wer kann ihm böse sein? Hat man ihm die Ketzereien nicht jahrelang eingetrichtert?

Man baut scharfe Bomben und wundert sich, wenn sie losgehen?

Der wahre Skandal sind die theologischen Bombenbauer und Bombenleger.

In den heutigen Diözesen werden im besten Fall Spinnennetze entfernt. Die Spinnen läßt man ungestört weiterspinnen.

In Linz spinnen die gefährlichsten Spinnen im Priesterseminar.

Seit Jahren bastelt dort der Ex-, Wieder-, und Noch-Regens Prälat Maximilian Mittendorfer an theologischen Atombomben.

Nein. Er ruft nicht öffentlich zum „Aufstand gegen Rom“ auf.

Das läßt er andere machen. In Hw. Andreas Golaz hat er sich einen dummen Handlanger herangezüchtigt, der für ihn in die Bresche springt.

Wie Hw. Mittendorfer über die Frauenordination denkt, hat er mehr als einmal durchblicken lassen.

So meinte er vor der Lokalzeitung ‘Oberösterreichisches Volksblatt’ am 20. April 2002, daß die Frauenordination und die Priesterehe „kommen“ würden.

Im Mai 2006 erklärte er in der Lokalzeitung ‘Linzer Rundschau’: „Viele Männer und Frauen, die größtenteils ehrenamtlich arbeiten, hätten die Begabung und Ausbildung für das Priesteramt“.

Auch die Professoren der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz spinnen unbehelligt an Ketzereien, Irrlehren und anderen Dummheiten.

Nachlesen kann man das Ergebnis ihrer Denkanstrengungen in der ‘Theologisch-Praktischen Quartalschrift’. Diese wird von den Linzer Professoren herausgegeben.

Im Jahr 1996 bekannte der Linzer Lehrkörper dort seine Meinung zur Frauenweihe.

Józef Niewiadomski – ehemaliger Ordinarius für Dogmatik – nannte das päpstliche Nein zur Priesterinnenweihe einen „Skandal“. Frauen zur Weihe zuzulassen sei eine „pastorale Notwendigkeit“.

Der 2004 emeritierte Dogmatikprofessor Hw. Walter Raberger kam zum Schluß, daß das päpstliche Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ nicht endgültig sei.

Denn das Wort sei nicht Mann sondern Fleisch geworden, und eine Frau könne in diesem Logos-Sarx-Schema „ebensogut“ in persona Christi handeln.

Daß die bisherige Praxis auf der „Männerherrschaft“ des damaligen Judentums basiere, habe sogar schon Karl Rahner gewußt.

Fazit: „Die Diskussion muß weitergehen!“

Herr Severin Lederhilger – Professor für Kirchenrecht und gegenwärtiger Linzer Generalvikar – schlug vor, Frauen zu Diakoninnen zu weihen, um „die Diakonie insgesamt aus ihrem Aschenputteldasein zu befreien“.

Diese Regelung solle aber nicht für die ganze Weltkirche beschlossen, sondern nur in gewissen Gebieten als „Indult inkulturiert“ werden.

Des weiteren meinte der Prämonstratenserpater Lederhilger, daß es „kirchenrechtlich möglich und durchführbar“ sei, Frauen zu Ständigen Diakoninnen zu weihen. In vorauseilendem Gehorsam nannte er gleich die Kanones, die dafür geändert werden müßten.

Auch Hw. Peter Hofer – Professor für Pastoraltheologie – konnte sich Diakoninnen vorstellen. Denn damit sei es möglich, „in der Nachfolge Jesu“ die Trennung von Seelsorge und Pflege zu überwinden.

Hw. Hanjo Sauer – Fundamentaltheologie – sah in der „Ordofähigkeit der Frau eine praktische Frage“. An diesen Fragen und Herausforderungen würde sich „die Glaubwürdigkeit des Glaubens“ der Kirche entscheiden.

Christoph Niemand – gegenwärtiger Studiendekan und Professor für Neues Testament – meinte, die Kirche solle aus Sorge um ihr Außenbild – wegen des Unverständnisses von Heiden und Neuheiden – „Frauen an ihrem sakramentalen Amt zulassen“:

„Es geht schlicht und einfach darum, daß die Kirche die Basiswerte der jeweils zeitgenössischen Gegenwart, nicht aber die Basiswerte einer vergangenen Gesellschaft zum Modell ihrer Selbstorganisation nehmen muß.“
      
10 Lesermeinungen
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#10   nonnobisdomine   22:10:07 | Samstag, 20. Januar 2007
Spinner sind auch die Karnevalisten.
Nur zufällig habe ich einen Artikel mit dem Bischof von Fulda gefunden, der sich im Jahr 2006 mit den „Jecken“ recht vertraut zeigt. Da sind auch noch andere „Typen“ vertreten.
Schauen Sie selber:
www.osthessen-news.de/…/Prinz/beitrag_A.php?id=1122034
Thema: Gipfeltreffen & Luftküsse …wenn sich Narren, Prinz und Bischof begegnen
Aber den Demonstranten, die um ihre Priester „kämpften“ setzte er ein Polizeiaufgebot gegenüber…
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#9   Ludovico   17:08:15 | Samstag, 20. Januar 2007
Skandal
Wie meinte doch EB Dyba von Fulda seinerzeit: es sei zu überlegen, die Theol. Hochschulen in die Obhut der Kirche zu übernehmen. Als staatliche Fakultäten haben sie zu viel „Narrenfreiheit“. Und was es bedeutet, einen Häretiker von der Fakultät zu verbannen, kann man an diversen Professoren ablesen, denen der Staat die Lehrerlaubnis in der theol. Fakultät aberkennen mußte – s. Küng, Herrmann (Münster) u.v.a. Das ist der Nachteil, wenn der Staat aufgrund konkordatärer Vereinbarungen eingreifen muß, obwohl es sich um innerkirchliche Angelegenheiten handelt…
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#8   Beobachterin   12:54:16 | Samstag, 20. Januar 2007
Wo bleibt Kardinal Schönborn?
Warum greift eigentlich Kardinal Schönborn nicht ein?
Er igelt sich wahrscheinlich in seinem Generalvikariat ein. Briefe, die man an ihn schreibt, erreichen ihn erst gar nicht und werden genau von dem beantwortet, über den man eigentlich bei Schönborn berichten wollte.
Das ist eine sonderbare Vorgehensweise, bei der man sich dann über nichts wundern muß.
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#7   thaumaturgos   12:34:29 | Samstag, 20. Januar 2007
@Tridentinus
… niwieadomski amtiert in innsbruck, nicht mehr in linz
wer ist dekan der theologie
und, im übrigen, schon mal was von ihm gelesen …? und auch verstanden?
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#6   nonnobisdomine   12:12:58 | Samstag, 20. Januar 2007
Interessante Kenntnisse.
Die werden hier bekanntgemacht.
Danke, kreuz.net.
Allen Unkenrufen der Gegner der hl. r.-k. Kirche zum Trotz.
Diese sollten mal vor ihrer eigenen Tür kehren und eine Konversion zu den reformatorischen Kirchen überdenken.
Leute, Ihr seid dort besser aufgehoben.
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#5   Tridentinus   11:55:01 | Samstag, 20. Januar 2007
Darüberhinaus
Warum soll Prof. Dr. Niewiadomski ehemaliger Ordinarius für Dogmatik sein? Auch er amtiert – einschliesslich Showeffekte!
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#4   r.ruhrgebietler   11:10:09 | Samstag, 20. Januar 2007
@möchtegern-kathole – Zustimmung!
Und weil das steineverkaufen so schön ist und die V-II Verkäufer soooo toll sind, verkaufen sie DIE UNTEREN STEINE, nämlich die des Fundamentes derhlg. Mutter Kirche zuerst! Welches Gebäude kann ohne Fundament bestehen??
MK, wir sind nicht häufig einer Meinung, aber hier: volle Zustimmung!
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#3   möchtegern-kathole   11:03:43 | Samstag, 20. Januar 2007
der Klerus hat seit Jahren …
… seinen Spass daran, die Kirche zu zerstören. Es ist jene Kunst, die Steine jenes Hauses zu verkaufen, das man selbst bewohnt, ohne dass man nass wird. Man muss nur dafür sorgen, dass immer nur jene Räume nass werden, die man gerade selbst nicht bewohnt – ggf. muss man umziehen oder eine Plane spannen, die man ja durch den Verkauf der Steine finanzieren kann. So wird das Haus immer kleiner und man lebt trotzdem schön.
Dass draussen die Menschen im Regen stehen stört da nicht so.
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#2   Tridentinus   10:53:39 | Samstag, 20. Januar 2007
Spinnen, Spinner…
… „Bischof“ Dusan SPINER/Olmütz und Axams!
Dann ist die Trias perfekt: Letzterer engagiert sich für das Frauenpriestertum und kooperiert mit dem KirchenVolksBegerehren und gibt sich im Tauhof/Axams, Diözese Innsbruck, tridentinisch-traditionstreu.
Auch „weihte“ er den inzwischen suspendierten Ständigen Diakon der Diözese St. Pölten, Dr. med. Franz FEDERSPIEL zum „Priester“.
Rom hat längst festgestellt, dass sowohl von der Ungültigkeit der Bischofskonsekration Spiners als auch der Priesterweihe Federspiels auszugehen ist. Die Diözese Innsbruck verbot Federspiel seine Simulationen von Messen und Sakramentenspendung, trotzdem geschieht nichts wirkungsvolles im Falle der Übertretung dieses Verbots…
Wie bedauernswert ist noch über den Tod hinaus Hochwürden Pater Fridolin Aussersdorfer OFM, dass er sich derart täuschen liess. Was für ein subtiles Zerstörungswerk des Bösen Feindes über ein Werk, das vom Geist des heiligen Franziskus getragen war und der Verherrlichung Jesu Christi im Wunderbaren Sakrament des Altares diente. Lichtglanz und Wohlduft der Wesenswandlung und der Realpräsenz sind in skurril charismatisch unterwanderte, „tridentinische“ Nachäffungen der heiligen Messe umgeschlagen!
Heiliger Vater Franziskus, mehre durch Deine Fürbitte die Zahl der Deinen in der Liebe Christi, die Du brechenden Auges im Zeichen des Kreuzes gesegnet hast!
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#1   thaumaturgos   10:41:03 | Samstag, 20. Januar 2007
in anonymen kommentatoren …
recherchiert doch besser
1) „p.“ lederhilger ist chorHERR, somit aks H. oder D. Severin zu schreiben
2) er ist gv UND professer bis heute

und was soll das, eine alte ausgabe der ThPQ jetzt ist steibruch mamier zu zitieren ohne die argumente darzustellen …
naja, HETZ+HASS.NET
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