17:36:41 | Samstag, 20. Januar 2007
P. Udo Fischer
Doppelspiele gibt es in der Kirche viele. Nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart. Ein Beispiel aus Österreich.
(kreuz.net) Die italienischen Bischöfe haben sich gegen eine rechtliche Duldung der Vielehe – etwa bei
Moslems – gewandt.
Darauf wies der umstrittene österreichische Pater
Udo Fischer im Leitartikel der
jüngsten Ausgabe seiner Zeitschrift ‘Ja – die neue Kirchenzeitung’.
Pater Fischer ist Benediktiner des
Stiftes Göttweig und Pfarrer von Paudorf in der Diözese St. Pölten in Niederösterreich.
Wegen seiner
kirchenfeindlichen Haltung wurde er im Jahr 1998 vom damaligen Bischof von St. Pölten, Mons. Kurt Krenn,
seines Amtes enthoben.
Bischof Krenn setzte allerdings seine Entscheidung – die sehr viel Staub aufwirbelte –
nie in die Praxis um.
Der Nachfolger von Mons. Krenn setzten den kirchenfeindlichen Pater in einer seiner
ersten bischöflichen Amtshandlungen wieder in
Amt und Würde ein.
Pater Fischer begrüßt die Anstrengungen
der Bischöfe Italiens gegen die Vielehe grundsätzlich:
Daß Christen der Polygamie nichts abgewinnen
könnten und sich für die Einehe einsetzen, bedürfe keiner Erläuterung.
Dann kommt er auf die Forderung
der Bischöfe zu sprechen, daß der Staat weitere – religiöse – Eheschließungen eines bereits vor dem
Staat Verheirateten nicht faktisch anerkennen dürfe.
Hier glaubt Pater Fischer jedoch hinweisen zu müssen,
daß Kirche und Islam in diesem Punkt „von der gleichen Staats-Liberalität profitieren“ würden.
Auch
die Katholische Kirche lasse religiöse Eheschließungen bereits verheirateter Partner zu:
„Rein staatlich
geschlossene Ehen werden von ihr nicht anerkannt.“
Ein standesamtlich getrauter Mann, der von seiner
Frau fünf Kinder habe, könne sich von dieser scheiden lassen, um eine ledige junge Katholikin zu ehelichen.
Dafür erhalte er „problemlos“ den kirchlichen Segen.
Die italienischen Bischöfe hätten sich ferner
gegen eine „völlige Gleichbehandlung“ der Religionen durch den Staat ausgesprochen.
Das habe zwar heftige
Proteste anderer Konfessionen ausgelöst. Die Forderung als solche verwundere allerdings nicht.
Schon
im 19. Jahrhundert habe die Katholische Kirche überall dort, wo sie Minderheit war, gleiche Religionsfreiheit
gefordert, und dort wo sie Mehrheit war, diese möglichst verhindert.
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Gotthard 23:34:00 | Samstag, 20. Januar 2007
#4
Wolfgang Bastian 22:13:35 | Samstag, 20. Januar 2007
#3
Gunsenum 19:00:25 | Samstag, 20. Januar 2007
#2
Catholicus 18:56:36 | Samstag, 20. Januar 2007
#1
Gunsenum 18:53:31 | Samstag, 20. Januar 2007