Bistum Münster
Wie man drei Pfarreien zusammenlegt
Auch im Bistum Münster verschwinden Pfarreien. Der Einladung zum gemütlichen Beisammensein und Ausklang des Abends ins Pfarrheim folgten einige.
Hw. Manfred Stücker und Hw. Klaus Klein-Schmeink
Hw. Manfred Stücker und Hw. Klaus Klein-Schmeink
© www.kolping.de
(kreuz.net, Kirchhellen) Mit dem 1. Januar sind die drei Kirchengemeinden von Kirchhellen zusammengelegt.

Kirchhellen ist der nördlichste Stadtbezirk von Bottrop. Die Stadt liegt im Nordwesten des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen.

Kirchlich gehört Kirchhellen zum Bistum Münster.

Die Zusammenlegung der drei Kirchengemeinden wurde in einer Vesper besiegelt. Dabei schloß Weihbischof Josef Voß (69) die alten Taufbücher.

Das berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ am 2. Januar.

Betroffen sind die drei Kirchengemeinden St. Johannes Kirchhellen, Heilige Familie Grafenwald und St. Mariä Himmelfahrt Feldhausen.

Die neue Pfarrei wird dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht sein.

Der Weihbischof verlas die Gründungsurkunde für die neue Pfarrei.

Darin ist festgehalten, was seit Jahren in den Gemeinden vorbereitet wurde: St. Johannes wurde zur neuen Pfarrkirche ernannt, die anderen beiden erhalten den Status von Filialkirchen.

Hw. Gerhard Kaußen, Hw. Klaus Klein-Schmeink und Hw. Manfred Stücker werden als gleichberechtigte Pfarrer tätig sein.

Hw. Stücker übernimmt als Moderator die Verantwortung des Teams und leitet auch den Verwaltungsausschuß. Dieser wird im Amt sein, bis ein neuer Kirchenvorstand gewählt ist.

Dem Seelsorgerteam gehören auch Schwester Martina Küting als Pastoralreferentin und Diakon Heinz Kranig an.

Nach der Schließung der alten wurde ein neues gemeinsames Taufbuch sowie ein Beerdigungsbuch eröffnet.

Im Anschluß an die Vesper luden die Pfarrer zu einem gemütlichen Beisammensein und Ausklang des Abends ins Pfarrheim St. Johannes ein.

„Ein Aufruf, dem einige folgten“ – kommentiert die ‘Westdeutsche Allgemeine’.
      
45 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#45   agmen   21:38:34 | Dienstag, 23. Januar 2007
@ sacerdos helveticus
Ich bin gestern lange Zeit davon ausgegangen, dass es nur 2 Priester für die 3 Gemeinden gibt. U.a. deshalb meinte ich, dass die Zusammenlegung die beste Lösung sei. Jedoch jetzt eines besseren belehrt, kann ich die Zusammenlegung auch nicht nachvollziehen, da es ja offensichtlich keinen wirklichen Grund gibt.
Es gibt schon einige fusionierte Gemeinden in Münsters Innenstadt, wie z.B Aegidi&Ludgeri. In meinen Augen sinnvoll, da es sich wirklich nicht wegen den fehlenden Gläubigen gelohnt hätte Ägidi als eigenständige Gemeinde weiterzuführen. In St.Ägidi werden nun tridentinische Messen und Messen für Aussiedler in deren Muttersprache gefeiert. Ich denke, ein gelungenes Konzept.
Jetzt möchte die Bistumsleitung, dass die Gemeinden St.Ludgeri&Aegidi, Überwasser, St.Martini und St. Lamberti&Servati zusammengeschlossen werden. Bzw. dass Lamberti Hauptkirche wird und die anderen Kirchen nur noch den Status einer Filialkirche haben, obwohl es keinerlei nachvollziebare Gründe gibt. Das offizielle Argument lautet, „um Geld zu sparen“, also dass die Stellen der Pfarrsekretärinnen gestrichen werden.
Vor allem für St.Ludgeri&Aegidi wäre das ein Schlag ins Gesicht, da diese Gemeinde super funktioniert, was vor allem an der „konservativen“ Ausprägung liegt.
Hier bei mir in Hildesheim ist gut zur erkennen, wozu eine derartige Zusammenlegung von Gemeinden „mit Hintergrund“ führt, nämlich zur Verfremdung.
Am Wochenende bin ich in Münster und werde mich über die geplante Fusion informieren.
Redaktion benachrichtigen
#44   sacerdos helveticus   22:21:23 | Montag, 22. Januar 2007
Kooperation oder Fusion?
@Agmen
Vielen Dank für die Richtigstellung.
Nach Auskunft der Homepage von Grafenwald (einer der drei fusionierten Pfarreien) tragen alle drei Priester den Titel Pfarrer, Hw. Stücker ist der Moderator des Teams.
Es mag ja durchaus Fälle geben, wo Pfarreien aufgehoben werden müssen (z.B. Entvölkerung;z.B. in manchen Pfarreien im Ruhrgebiet).
Mich stört jedoch, dass im Bistum Münster und auch in anderen Diözesen solche Fusionen fläckendeckend dekretiert werden.
Wo liegt da der Sinn?
Im Sinne einer Zusammenarbeit wäre es ja möglich gewesen, die drei Pfarreien (wohl eine grössere und zwei mittlere in diesem Fall) gemeinsam durch ein „Seelsorgeteam“ von 2-3 Priestern („moderne Variante“: Pfarrer „in solidum“ oder „klassische Variante“: Pfarrer und Kaplan) betreuen zu lassen, die Pfarreien aber rechtlich selbständig zu lassen.
Bestimmte „Seelsorgeangebote“, für die die einzelne Pfarrei keine ausreichenden Kapazitäten hat, könnten auch so überpfarrlich stattfinden (z.B. bestimmte Angebote der Jugendpastoral, Glaubenskurse).
Welche Pläne gibt es in der Stadt Münster?
Sie spielten auf eine Grosspfarrei mit Zentrum St. Lamberti an?
Welche Pfarreien würden dort zerschlagen bzw. St. Lamberti zugeschlagen?
Andere Pfarreien wurden ja bereits fusioniert und z.T. auch Kirchen profaniert (St. Bonifatius; jetzt Sitz des Verlages, der u.a. die Kirchenzeitung herausgibt).
Redaktion benachrichtigen
#43   agmen   22:04:27 | Montag, 22. Januar 2007
Rückzieher
@sacerdos helveticus, ludovico
Ja, es gibt 3 Priester, ich bitte um Entschuldigung für die enstandene Verwirrung.
Redaktion benachrichtigen
#42   sacerdos helveticus   21:54:29 | Montag, 22. Januar 2007
Erklärungsbedarf
Agmen schrieb:
Es gibt nur noch zwei Priester in der fusionierten Pfarrei.
Im krez.net Artikel heisst es:
Hw. Gerhard Kaußen, Hw. Klaus Klein-Schmeink und Hw. Manfred Stücker werden als gleichberechtigte Pfarrer tätig sein.Hw. Stücker übernimmt als Moderator die Verantwortung des Teams …
was stimmt nun?
Drei Priester oder zwei, die als Pfarrrer „in solidum“ die neue Grosspfarrei leiten?
Dass in einer der drei Pfarreien vorher keine Messen mehr stattfanden, ist doch kaum zu glauben.
Immerhin gibt es in Kirchhellen noch ein Kloster CSSR.
Falls es einmal einen Engpass gegeben hätte, hätte man sicher dort einen Zelebranten gefunden.
Redaktion benachrichtigen
#41   agmen   21:08:04 | Montag, 22. Januar 2007
@ Ludovico
Bitte werfen Sie mir nicht Unsachlichkeit vor, wenn Sie selbst überhaupt gar keine Ahnung haben!
Sie schrieben:
Bei jeder Zusammenlegung von Pfarreien gibt es mehr Priester als vorher, aber die Zahl der Messen wird reduziert!
-Hier jedoch nicht! In einer Gemeinde konnten lange Zeit keine Messen gefeiert werden, jetzt aber schon!
Das ist bei jeder Zusammenlegung die erste Maßnahme! Außerdem: wenn in Kirchhellen drei Gemeinden zusammengelegt worden sind, jetzt aber noch drei Priester da sind,
-es gibt nur 2 Priester
warum läßt man die Gemeinden nicht bestehen?
– um Geld zu sparen (z.B. Pfarrsekretärinnen…)
– zu wenig Gläubige
Redaktion benachrichtigen
#40   Ludovico   20:41:33 | Montag, 22. Januar 2007
agmen: Wie sachlich!
Das verstehe, wer will: Bei jeder Zusammenlegung von Pfarreien gibt es mehr Priester als vorher, aber die Zahl der Messen wird reduziert! Das ist bei jeder Zusammenlegung die erste Maßnahme! Außerdem: wenn in Kirchhellen drei Gemeinden zusammengelegt worden sind, jetzt aber noch drei Priester da sind, warum läßt man die Gemeinden nicht bestehen? Mc Kinsey, das Unternehmen, das auch die Kirche beraten hat, ohne von Seelsorge auch nur einen blanken Schimmer zu haben, die Berater stehen sogar unter Verdacht, daß sie sich nicht in die Situation der zu beratenden Institution hineindenken, sondern ihre stereotypen Beratungsmuster anwenden (s. Wikipedia). Wenn die zu dumm sind, sich in etwas hineinzuversetzen, dann frage ich mich, was unsere Bischöfe sind, wenn sie deren Beratungsergebnis akzeptieren, mehr noch, mit aller Gewalt durchsetzen (s. Fulda, s. Münster). Wer nicht mitmacht, wird ausgebootet. Ein Reli-Lehrer sagte schon in den 60er Jahren: der Klerus – Bischöfe und Priester – haben es nicht geschafft, die Kirche in 2000 Jahre kaputtzumachen, sie werden es auch in Zukunft nicht schaffen.
Redaktion benachrichtigen
#39   agmen   19:32:12 | Montag, 22. Januar 2007
Dieser Artikel ist der letzte SCHEIß
Ich habe mich informiert:
-die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt
-das Pfarrheim war ebenfalls voll
-die Gemeinden wurden u.a. zusammengelegt um den wegen Priesermangels enstandenen liturgischen Wildwuchs einzudämmen
-die Zusammenlegung war die beste mögliche Lösung
Kreuz.net sollte sich demnächst selbst informieren und nicht einfach einen Artikel aus der kirchenfeindlichen WAZ abpinnen!
Außerdem sollte man auch zwischen einer Zusammenlegung die vor allem positives mit sich bringt und einer, die den Gläubigen schadet (also: zu große Gemeinde -Masse-, individuelle Seelsorge ist nicht möglich, „Blaulichtpfarrer“, zu große Anfahrtswege usw.) unterscheiden.
Hier handelt es sich um eine Zusammenlegung mit positiven Folgen.
Wenn kreuz.net mal über eine sinnlose Zusammenlegung berichten möchte, sollte die Redaktion mal gleich in Münster bei Herrn Lettmann vorbeischauen. Die geplante Zusammenlegung der Innenstadtgemeinden mit der Lambertikirche als Hauptkirche widerspricht nämlich wirklich jeder Logik!
@ sacerdos helveticus
Nein leider nicht, deswegen fragte ich.
Redaktion benachrichtigen
#38   Rüdesheim   19:12:29 | Montag, 22. Januar 2007
möchtegern-kathole
welche Inhalte meinen Sie denn?
Redaktion benachrichtigen
#37   sacerdos helveticus   16:44:42 | Montag, 22. Januar 2007
Opus Dei
Herr Stücker unterstützt vor allem die Legonäre Christi und ist auch in der Karl-Leissner-Bewegung sehr aktiv.
in früheren Jahren, als ich noch mehr kontakt zur Diözese Münster hatte, stand Pastor Stücker den Opus dei nahe oder war möglicherweise sogar als Diözesanpriester Mitglied der Priesterlichen Gesellschaft vom Hl. Kreuz und Opus Dei.
Das heisst: Man ist in seiner Diözese inkardiniert und untersteht dem Diözesanbischof wie jeder andere Diözesanpriester, hat aber seine spirituelle Beheimatung im Opus Dei und übernimmt auch gewisse Pflichten (Teilnahme an Exerzitien und anderen geistlichen Angeboten, wenn möglich finanzielle Unterstützung…)
Ob sich dies mittlerweile geändert hat, ist mir nicht bekannt.
Dass er die Legionäre Christi unterstützt, muss ja nicht gegen seine spirituelle Beheimatung beim Opus Dei sprechen.
Wissen Sie wieso Pastor Stücker Emsdetten verlassen hat und nach Kirchhellen gegangen ist?
Ist mir nicht bekannt!
Wissen sie etwas?
Redaktion benachrichtigen
#36   Regina 1961   09:02:43 | Montag, 22. Januar 2007
@mastermind
Sollen wir etwa wieder eine Leichensynode veranstalten lassen? Oder wo und was für eine Forderung hast du gestellt? In diesem Zweig des Forums konnte ich nichts lesen.
Redaktion benachrichtigen
#35   möchtegern-kathole   08:41:31 | Montag, 22. Januar 2007
Reiche und Staaten, Kaiser und Präsidenten …
… sind vergangen, die Kirche ist immer geblieben. Himmel und Erde werden vergehen, aber der Staat Gottes wird nicht vergehen.
Das ist nicht das Problem.
Das Problem ist vielmehr, wo die Menschen der heutigen Zeit ihre Ewigkeit verbringen – in der Anschauung Gottes oder nicht.
Redaktion benachrichtigen
#34   mastermind †   07:25:07 | Montag, 22. Januar 2007
Leicehnsynode
Seit Formosus dem I haben wir eine Sedisvakantans !! Ich wiederhohle meine Forderung!!
Redaktion benachrichtigen
#33   kleingeist   04:40:24 | Montag, 22. Januar 2007
Kleingeist@monti
Du beglueckwuenschst das Ende der Kirche voreilig.
Bevor das Ende der Kirche dasein wird, wird eher die Erde von globalen Ressourcenwettbewerb, vom grenzenlosen Hass und der Gier zerstoert sein (die Temperaturen steigen schon).
Denk weiter nach, ob dieser Wunsch der Weisheit letzter Schluss ist.
Die Kirche ist Garant dafuer, dass die Menschen nicht sich, sondern Gott in den Mittelpunkt stellen.
Die Moderne hat etwas zu lernen!
Redaktion benachrichtigen
#32   monti   00:18:35 | Montag, 22. Januar 2007
@golfi
Ooh, ich hätte wohl reiches in Anführungszeichen setzen sollen oder schreiben sollen: „ein weiterhin so reiches Wachstum wie bisher.“
Dann hätte man vielleicht meine Ironie bemerkt. Aber Tradis haben ja keinen Humor, wenn es um ihr heilige Tradition des „Menschen für Dummverkaufens“ geht.
Redaktion benachrichtigen
#31   golfi   00:09:31 | Montag, 22. Januar 2007
monti
wenn Ihr Wunsch ehrlicher Gesinnung ist, dann dankt Ihnen
jeder rechtgläubige Christ von Herzen.
Redaktion benachrichtigen
#30   monti   00:02:38 | Montag, 22. Januar 2007
@Alle
Der Kirche laufen natürlich nicht die Gläubigen weg, weil die alte Messe abgeschaftt wurde, weil das zweite Vaticanum stattgefunden hat oder weil es keinen Kaiser mehr gibt. Der Kirche laufen ganz einfach deshalb die Menschen weg, weil sie mehr nachdenken, auch angeregt durch die wesentlich vielfältigeren Medien. Zufälligerweise begann der Ausbau der Medien ungefähr zeitgleich mit dem Vaticanum.
Und wenn hier vom Wachstum der Tradition gesprochen wird: Auf welchem qaunatitativen Niveau denn? Relativ gesehen mag das Wachstum – allein durch die Geburtenrate der Tradis – hoch sein, insgesamt betrachtet nimmt die Tradition doch nur einen marginalen Stellenwert ein. Und wenn dereinst die ganze Kirche nur noch aus Traditionalisten besteht, wie weiter unten beschrieben, dann hat sie endlich den Stellenwert, der ihr zusteht, ein Sektchen unter vielen anderen zu sein, die die – nur noch wenigen ihr anhängenden – Menschen mit der Angst vorm Teufel und der ewigen Verdammnis in Schach halten.
In diesem Sinne wünsche ich der Tradition weiterhin ein reiches Wachstum! :-D
Redaktion benachrichtigen
#29   möchtegern-kathole   23:33:33 | Sonntag, 21. Januar 2007
@Rüdesheim
haben Sie denn die einzelnen Argumente studiert, dass der NOM im Vergleich zur Alten Messe wesentliche Inhalte weglässt?
Redaktion benachrichtigen
#28   golfi   22:49:37 | Sonntag, 21. Januar 2007
Vordenker
also Ihr Argument mag mich nicht überzeugen bei dem vielen Kirchensterben.
Redaktion benachrichtigen
#27   )ichthy's   22:38:15 | Sonntag, 21. Januar 2007
Pfarreireduktion evt. sinnvoll
vox populi hat recht: eine maßvolle (!!!) Zusammenlegung von Pfarreien kann sinnvoll und für das Seelenheil der Gläubigen förderlich sein. Durch die Zusammenlegung sind die Priester nämlich durch weniger Verwaltung und (diese Sch…-) Sitzungen belastet, und können sich mehr um das Seelenheil der einzelnen Gläubigen kümmern.
+.net bringt die Nachricht natürlich als Beispiel für den Niedergang der „V2-Kirche“. Aber gerade dafür taugt das Beispiel nicht: Es sind weiterhin 3 Priester, 3 Kirchen mit entsprechender Anzahl von Messen, nur weniger Verwaltung und weniger Sitzungen, was den Gläubigen zugute kommt.
Die Minderung der Zahl der Gläubigen im Pfarreigebiet muss im Übrigen nicht darin liegen, dass die Menschen dort vom katholischen Glauben abgefallen sind, und atheistisch, evangelisch oder lefevbristisch geworden sind, sondern kann auch rein demografische Gründe haben. Ich kenne eine Pfarrei, dort hat sich die Zahl der Katholiken seit den 1970ern halbiert: in den großen Wohngebieten dort wohnten damals lauter Familien, oft 3 und 4 Kinder. Heute ist es in den meisten Häusern so, daß nur noch die Eltern, oder gar nur noch eine Person da wohnt, wo früher 5 und 6 waren: die Kinder mit ihren Familien (unabhängig von der Kinderzahl) wohnen wo anders in der Stadt.
Redaktion benachrichtigen
#26   golfi   21:46:07 | Sonntag, 21. Januar 2007
Rüdesheimer
ich kann Sie gut verstehen, eine Niederlage zu verkraften ist auch nicht leicht. Aber bedenken Sie, die alte Regel: „Was einen nicht umschmeißt macht nur stark“. Sie sind noch aufbaufähig.
Redaktion benachrichtigen
#25   Ephraem1   21:24:28 | Sonntag, 21. Januar 2007
@sacerdos helveticus
Hw. Klein-Schmeinck ist kein Mitglied des Opus Dei, sodern der Priesterlichen Gemeinschaft vom Hl. Kreuz und Opus Dei, da er ja Diözesanpriester ist.
Redaktion benachrichtigen
#24   vox populi   21:23:21 | Sonntag, 21. Januar 2007
Bistum und Pfarrei
Die katholische Kirche ist eine Bischofskirche, und die Ortskirche ist das Bistum. In diesem Fall „die Kirche von Münster“. Der Bischof errichtet dort Pfarreien als Verwaltungs- und Pastoraleinheiten, wo er es für notwendig erachtet. In einer Stadt wie Kirchhellen braucht man keine drei Pfarreien. Genauso wenig wie man in der Münsteraner Innenstadt fünf Pfarreien braucht. Oder sind es sieben?
Redaktion benachrichtigen
#23   Rüdesheim   21:18:07 | Sonntag, 21. Januar 2007
golfi
Ich fühle mich nicht als hinkenden…!! ;-)
Redaktion benachrichtigen
#22   golfi   21:15:44 | Sonntag, 21. Januar 2007
Rüdesheimer/Johann Orth
Schönes Duell mit starkem Sieger, leider hinken die Argumente des H. Rüdesheimer, daher klarer Sieg für H. Orth.
Redaktion benachrichtigen
#21   agmen   21:08:26 | Sonntag, 21. Januar 2007
an sacerdos helveticus
Herr Stücker unterstützt vor allem die Legonäre Christi und ist auch in der Karl-Leissner-Bewegung sehr aktiv.
Wissen Sie wieso Pastor Stücker Emsdetten verlassen hat und nach Kirchhellen gegangen ist?
Redaktion benachrichtigen
#20   Rüdesheim   20:57:53 | Sonntag, 21. Januar 2007
Dr. Christoph Heger
Was hat das mit Sozialismus zu tun??
Hätten sich die Kozilsväter für den Beibehalt der Alten Liturgie gesprochen, würden sie jetzt auch nicht von Sozialismus reden!!
Redaktion benachrichtigen
#19   agmen   20:54:09 | Sonntag, 21. Januar 2007
90% ?
ist ziemlich übertrieben!
Redaktion benachrichtigen
#18   sacerdos helveticus   20:53:44 | Sonntag, 21. Januar 2007
Gute Seelsorger!
agmen schrieb:
Pastor Manfred Stücker ist ein wirklich guter Seelsorger, sehr engagiert und absolut „papsttreu“.
Besonders von Jugendlichen wird er wegen seiner Offenheit geschätzt.
Soweit ich weiß, gehört Pastor Klein-Schmeink dem Opus-Dei an. Die Gemeinde kann also von Glück reden solche guten Priester zu haben. Wirklich beneidenswert!Sie haben vollkommen Recht. Pastor Manfred Stücker verfasste vor einigen Jahren ein Glaubensbuch für Jugendliche, das ganz solid-katholisch ist.
Pastor Stücker und Pastor Klein-Schmeinck sind Diözesanpriester des Bistums Münster, stehen aber dem Opus Dei nahe.
Es ist gut, dass es den Beiden gelungen ist, gemeinsam diese Pfarrei zu übernehmen. So ziehen sie pastoral am gleichen Strang, was sicher auch den Gläubigen in Form von solider Glaubensunterweisung und geordneter Liturgie zu Gute kommen wird.
Redaktion benachrichtigen
#17   Dr. Christoph Heger   20:52:55 | Sonntag, 21. Januar 2007
@Rüdesheim: Gut sozialistisch!
…, dann wird die alte Liturgie nicht gebraucht!!
Das ist gut sozialistisch: Andere entscheiden, was ich brauche.
MfG
Christoph Heger
Redaktion benachrichtigen
#16   Rüdesheim   20:33:36 | Sonntag, 21. Januar 2007
möchtegern-kathole
Wenn die Liturgie, und zwar die Liturgie des II. Vaticanums ordentlich und verständlich gefeiert wird (und das geschieht in 90% der Pfarreien), dann wird die alte Liturgie nicht gebraucht!!
Redaktion benachrichtigen
#15   agmen   20:10:59 | Sonntag, 21. Januar 2007
Glück
Pastor Manfred Stücker ist ein wirklich guter Seelsorger, sehr engagiert und absolut „papsttreu“.
Besonders von Jugendlichen wird er wegen seiner Offenheit geschätzt.
Soweit ich weiß, gehört Pastor Klein-Schmeink dem Opus-Dei an. Die Gemeinde kann also von Glück reden solche guten Priester zu haben. Wirklich beneidenswert!
Gottes Segen!!
Redaktion benachrichtigen
#14   möchtegern-kathole   19:48:15 | Sonntag, 21. Januar 2007
@Rüdesheim
warum sollten denn dir Gläubigen bleiben, wenn die Alte Liturgie durch eine inhaltlich verkümmerte Liturgie ersetzt wird, die längst nicht alle Aspekte enthält? Bleiben die Studenten in einer Vorlesung wenn sie merken, dass Herr Professor Banalitäten verliest?
Ich empfehle Ihnen die vergleichende Lektüre beider Riten + Kommentare von Pius-X-Seite wie auch von Modernistischer Seite, damit Sie beide Seiten kennen.
Redaktion benachrichtigen
#13   Johann Orth   19:37:10 | Sonntag, 21. Januar 2007
Na, dann sagen wir doch mal:
Vielen Dank auch!
Traditionalisten erfahren leider von der Amtskirche nicht so ganz viel Toleranz.
(Keine Sorge: Ihre „Ironie“ war leicht durchschaubar).
Redaktion benachrichtigen
#12   Rüdesheim   19:33:26 | Sonntag, 21. Januar 2007
Johann Orth
Wissen Sie, was ich an Ihnen Traditionalisten so schätze: Ihre Toleranz!!!
Redaktion benachrichtigen
#11   Johann Orth   19:31:11 | Sonntag, 21. Januar 2007
Es ist wie mit dem Sozialismus:
der ist auch nur deshalb gescheitert, weil er bisher noch nicht so richtig verwirklicht worden ist.
Nun denn: Experiment No. 125. Irgendwann klappt’s. Vielleicht.
Wie dankbar kann man doch sein, die alte, ewige und ewig junge Tradition der Kirche zu kennen und an ihr und ihrem Wachsen teilhaben zu dürfen.
Danke, Monseigneur.
Vor allem: Danke, lieber und guter Gott.
Redaktion benachrichtigen
#10   Rüdesheim   19:24:39 | Sonntag, 21. Januar 2007
Ephraem1
…so wird aber leider von vielen hier argumentiert!
Redaktion benachrichtigen
#9   Ephraem1   19:12:09 | Sonntag, 21. Januar 2007
natürlich ist es Unsinn
das wegen der Liturgiereform die Kirchen immer leerer werden, das kann schon eher daran liegen, wie der NOM in weiten Teilen der Kirche in Deutschland sinnentstellend ausgehöhlt wird durch eine Beliebigkeit in der Zelebration.
Eine Anmerkung nur zum Artikel, die Bildunterschrift ist falsch, links im Bild Hw. Klein-Scheinck, rechts Hw. Stücker.
Redaktion benachrichtigen
#8   Johann Orth   18:58:53 | Sonntag, 21. Januar 2007
„Ich verstehe bis heute diese Argumentation nicht“
Das kann auch an einer verzerrten und gestörten Wahrnehmung der Wirklichkeit liegen.
Redaktion benachrichtigen
#7   Rüdesheim   18:53:48 | Sonntag, 21. Januar 2007
Johann Orth
Ich verstehe bis heute diese Argumentation nicht: Weil die Kirche die Liturgiereform durchsetzte, laufen ihr die Leute weg…das ist gelinde gesagt, totaler Käse!!!
Redaktion benachrichtigen
#6   Johann Orth   18:49:55 | Sonntag, 21. Januar 2007
Und wenn ich beim Autofahren
nicht genügend Gottvertrauen habe, um auf Lenken und Bremsen zu verzichten, dann bin ich auch ein Pessimist?
Die Kirche wird überleben. Aber nicht wegen, sondern trotz Leuten wie Ihnen.
Und: es wird nicht die modernistische 68er-Variante sein, sondern die Tradition, von der diese sich abgewandt hat. Zu ihrem eigenen Schaden.
Wie man sieht.
Redaktion benachrichtigen
#5   landorganist   18:46:17 | Sonntag, 21. Januar 2007
Lieber Herr Orth,
was ist denn das für ein Pessimismus. Sie sind doch Christ, oder? Die Pforten der Hölle werden die Kirche nicht überwältigen, auch wenn manches Gebäude geschlossen wird. Kopf hoch, und die frohe Botschaft verkünden. Alles weitere wird der Herr schon richten.
Redaktion benachrichtigen
#4   Johann Orth   18:28:35 | Sonntag, 21. Januar 2007
„Der Alltag wird kommentiert, nichts weiter. Gottes Segen der neuen Kirchengemeinde!“
Jooo, und wenn die letzte Kirche geschlossen wird, werden Leute wie Sie das als nicht weiter aufregend empfinden – schließlich sei ja nur eine einzige Kirche geschlossen worden.
Redaktion benachrichtigen
#3   Rüdesheim   18:27:25 | Sonntag, 21. Januar 2007
landorganist
…wir werden mit unsrer Meinung sehr wahrscheinlich hier nicht viele Mitstreiter finden… :-]
Redaktion benachrichtigen
#2   landorganist   18:25:03 | Sonntag, 21. Januar 2007
Und???
Was soll das dem geneigten Leser nun sagen? Der Alltag wird kommentiert, nichts weiter. Gottes Segen der neuen Kirchengemeinde!
Danke übrigens für die geographische Aufklärung…einfach nur nett… :-S
Redaktion benachrichtigen
#1   Rüdesheim   18:22:55 | Sonntag, 21. Januar 2007
Wie man drei Pfarreien zusammenlegt
Das wird auch so weiter gehen, denke ich mal…!!!
Aber gut, so ist eben unsere heutige Situation!
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Priesterseminar schließtHerr, rechne ihnen diese Sünde nicht an Priesterseminar schließtAbschied aus Bonn Erzbistum KölnEin feierliches Abendmahl mit dem Kardinal Kardinal LehmannEs gibt keine Legitimation, nicht an Gott zu glauben DeutschlandVerraten Sie uns, wie Sie Weihnachten feiern? Altarweihe in FreiburgSehr schlicht Deutschland„Gott ist kein Neoliberaler“ Erzbistum KölnZutiefst empört Eichstätter BischofFinstere Machenschaften DeutschlandEin Viertel geht baden Ein KommentarGilt das achte Gebot auch für Bischöfe? Hetze gegen SJMAngstmacherei in Fulda Priesterseminar EssenJetzt wird die Rechnung präsentiert PriesterseminarDer Kollaps im Bistum Essen war vorauszusehen BischofskonferenzRisse in der bayrischen Barockfassade?
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net