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Epiphania Domini + Holocaust und Babycaust + Das Kreuz – ein gefährlicher Gegenstand + Indien: Ein wahrer Kenner des Landes + Sie dürfen die Leiche jetzt küssen + Ob Person oder nicht – das hängt vom Gesetz ab
© Catholic Church (England and Wales), CC
Epiphania Domini

Vatikan. Das gestrige Dreikönigsfest hat in Italien fast den gleichen Stellenwert wie Weihnachten. Zum Gebet des „Engel des Herrn“ mit Papst Johannes Paul II. versammelten sich hunderte als Könige verkleidet Kinder auf dem Petersplatz. Der Heilige Vater rief die Gläubigen auf, sich auf den kommenden Weltjugendtag in Köln vorzubereiten. Das Evangelium des Dreikönigsfestes erinnere an das Motto des Großereignisses. Dort sagen die drei Könige, nachdem sie Betlehem erreicht haben: „Wir sind gekommen, um ihn anzubeten.“ Der Papst lud alle Jugendlichen in Deutschland und in der ganzen Welt ein, sich geistig auf den Weg zu machen hin zu diesem wichtigen Termin, um wie die drei Könige in Christus das Gesicht Gottes zu finden.

Holocaust und Babycaust

Deutschland. Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner (71), verglich in seiner gestrigen Predigt am Dreikönigsfest die Kinderabtreibung mit dem Dritten Reich. „Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen läßt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.“

Das Kreuz – ein gefährlicher Gegenstand

USA. In einem Brief vom 17. Dezember verordnet der US-amerikanische Geheimdienst Sicherheitsmaßnahmen für die offizielle Einführung des Präsidenten der Vereinigten Staaten, George W. Bush, in seine zweite Amtszeit. Sie soll am 20. Januar 2005 stattfinden. Aus Sicherheitsgründen seien für diesen Anlaß gefährliche Gegenstände zu verbannen. Das berichtete der Nachrichtendienst ‘CWNews’. Als gefährlich werden „Schußwaffen, Sprengstoff oder Laserwaffen“ eingestuft. Desweiteren findet man auf der Liste auch „Särge, Kisten und Kreuze“.

Indien: Ein wahrer Kenner des Landes

Indien. Der Erzbischof von Ranchi, Telesphore Placidus Kardinal Toppo (65), bedankte sich für die massive internationale Hilfe für die Flutopfer seines Landes. Kardinal Toppo ist ein indischer Ureinwohner aus Chainpur im nördlichen Bundesstaat Bihar. Am Telefon meinte der Kardinal gegenüber ‘Radio Vatikan’: „Die internationale Hilfe ist fantastisch! Alle wollen den Betroffenen helfen. Es gibt auch eine große Solidarität innerhalb von Indien. Wir Inder und unsere Regierung müssen die Hilfen selbst koordinieren.“ Er sei selbst eine Woche vor der Flut in Port Blair, auf den Andamanen Inseln gewesen. Da habe er viele glückliche Menschen erlebt. „Und jetzt ist alles zerstört.“

Sie dürfen die Leiche jetzt küssen

Serbien. Vor einiger Zeit beschloß Frau Vinka Mijovic (32) ihren Lebensgefährten Miodrag Tomovic (68) zu heiraten. Der Haken bei der Sache: Der geliebte Miodrag war zum Zeitpunkt des Entscheides seiner Braut bereits tot. Ein bestochener Notar erstellte darum im nachhinein eine Heiratsurkunde, um Frau Mijovic Zugang zum Erbe des Verblichenen zu ermöglichen. Der Betrug wurde aufgedeckt. Die frischverheiratete Serbin wurde zu 18 Monaten Flitterwochen im Gefängnis verurteilt.

Ob Person oder nicht – das hängt vom Gesetz ab

„In den Augen des Gesetzes ist der Sklave keine Person.“ Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Virginia (USA), 1858.

„Ein Indianer ist keine Person im Sinne der Verfassung.“ George Canfield, Rückblick auf US-amerikanische Gesetze, 1881.

„Das juristische Wort ‘Person’ schließt in diesem Sachverhalt die Frauen nicht ein.“ Britische Rechtsfälle, 1909.

„Das Reichsgericht selbst lehnte es ab, die Juden als ‘Personen’ im gesetzlichen Sinn anzuerkennen.“ Entscheidung des Deutschen Obersten Gerichtshofs, 1936.

Das ungeborene Kind darf nach §97 des österreichischen Strafgesetzbuches straffrei durch die Abtreibung getötet werden, 1975.

Person im Sinne des Gesetzes?
      
4 Lesermeinungen
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#5   Dolfus   18:54:47 | Freitag, 7. Januar 2005
1994 und 2004
Wie lange wird es dieses Europa noch geben? 30-40 Jahre wären wohl zu lange bemessen. Wahrscheinlich werden wir noch Zeugen großer Umwälzungen, wenn wir alten Sehermeinungen folgen. Wie viel hat sich die Welt selbst in den letzten zehn Jahren verändert: 1994 und 2004 – selbst im westlichen Alltag liegen Welten dazwischen.
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#3   Augustinus   15:53:20 | Freitag, 7. Januar 2005
Menschenrechte in Frankreich 2004
Urteil des Int. Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg 2004 gegen der Klage einer Mutter aus Frankreich: Der Fötus sei Mensch, aber die ‘abstrakte’ Frage nach seinem Person-Sein sei in diesem Rahmen nicht zu klären. Er besitze zwar Menschenwürde, aber bezüglich seines Lebensrechts solle der jeweilige Staat entscheiden. Die Straßburger Richter hatten die Klage einer Frau zurückgewiesen, die wegen eines ärztlichen Kunstfehlers geklagt hatte. In dem Urteil heißt es, es gebe auf europäischer Ebene keinen Konsens über Natur und Status des Embryos und des Fötus. Es sei daher „weder wünschenswert noch möglich“, auf die abstrakte Frage zu antworten, ob ein Fötus eine „Person“ im Sinne des Artikels 2 der Menschenrechtskonvention sei, der das „Recht auf Leben“ der menschlichen Person schützt. Das Urteil des Menschenrechtsgerichtshofs erging von einer Großen Kammer mit 14 gegen 3 Stimmen. Mehrere Richter äußerten abweichende Auffassungen.
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#2   Dolfus   10:05:46 | Freitag, 7. Januar 2005
Korr.
„blutigere Geschichte als die USA“
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#1   Dolfus   10:04:31 | Freitag, 7. Januar 2005
@Personbegriff nach US-Gericht
Vergelt’s Gott für diese Zusammenstellung.
Nur wenige Staaten haben eine blutigere als die U.S.A., deren Filialen die Hälfte der Welt im letzten Jahrhundert wurde.
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