Forschung mit Kinderzellen
Aus reiner Lust am Töten?
Ein kürzlich publiziertes Dokument des Deutschen Bundestages verspricht sich von der Forschung mit Kinderzellen nicht viel. Werden brisante Erkenntnisse verschwiegen?
Die Evolution der Menschheit?
Die Evolution der Menschheit?
(kreuz.net) Die „Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages“ haben kürzlich ein 16seitiges Dossier über die Forschung an Kinderzellen erarbeitet.

Das berichtete der katholische Journalist Alexander Kissler bereits am 29. Dezember in der in München erscheinenden ‘Süddeutschen Zeitung’.

Die übrigen Medienunternehmen verschwiegen die Nachricht.

Die Menschenversuche mit Kinderzellen werden verschleiernd auch „Stammzellenforschung“ genannt.

Das Dossier entstand auf Anfrage des christdemokratischen Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe.

Der Abgeordnete engagiert sich seit Jahrzehnten für das Lebensrecht ungeborener Menschen.

Der Inhalt des Dossier: Es sei „plausibel“, daß eine medizinische Therapie mit embryonalen Stammzellen – wenn überhaupt – in einem Zeithorizont von zwanzig Jahren realisierbar sein könnte.

Ferner kommt das Dossier zum Schluß, daß es erfolgreicher ist, mit Stammzellen erwachsener Menschen zu therapieren.

Bei dieser ethisch unbedenklichen Behandlungsmethode müssen keine Kinder im Embryonalstadium umgebracht werden.

Der Artikel in der ‘Süddeutschen’ kommt zum Fazit, daß die Debatte seit Jahren falsch geführt wird.

Den ethischen Argumenten müsse die Frage nach der medizinischen Sinnhaftigkeit vorausgehen:

Weshalb soll ein Forschungszweig, der bisher seine Tauglichkeit im Tierversuch nicht bewiesen hat, auf den Menschen ausgedehnt werden?

Bislang habe man als Relevanznachweis die bloße Hoffnung auf Heilung von bisher unheilbaren Krankheiten akzeptiert.

Auch im Jahr 2007 werde das biopolitische Mantra lauten: was gemacht werden kann, muß auch gemacht werden, così fan tutti – so machen es alle.

Land um Land öffne der Forschung mit Kinderzellen seine Tore. Im vergangenen Februar geschah das im tschechischen Parlament.

Letzten Herbst erlaubte Australien die Produktion, Ermordung und Schändung getöteter Zwillingskinder – im Jargon: „therapeutisches Klonen“.

Der australische Verteidigungsminister wurde während der Debatte sogar pathetisch:

Die derzeitige Generation habe vom Fortschritt in der Medizin enorm profitiert. Jetzt sei man gegenüber den kommenden Generationen verpflichtet, die gleiche Weisheit und den gleichen Mut zu beweisen.

Der Artikel in der ‘Süddeutschen’ vermutet hinter diesem Hinweis auf kommende Generation, daß konkrete Anwendungen nicht einmal am Horizont zu erkennen sind.
      
7 Lesermeinungen
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#7   JR-Europe.org   18:15:24 | Montag, 22. Januar 2007
@wolfgang e. 2: und was nützt es den ab
55 Jahre, die man nicht mal als Spender haben will?
Sieht übel aus mit Eigenmaterial für die, oder?
Siehe hier: www.ma.uni-heidelberg.de/inst/iti/kmsd.html
Mit besten Grüßen
Jens Rabis
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#6   wolfgang e. 2   16:06:25 | Montag, 22. Januar 2007
@ Yerodin und Pünktchen
Hier der Link zum Dossier:
www.bundestag.de/…lten_Stammzellen.pdf
Durchaus interessant.
Hier wird noch weiter zwischen adulten Stammzellen aus dem Knochenmark Erwachsener Menschen und adulter Stammzellen aus der Nabelschnur Unterschieden.
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#5   JR-Europe.org   16:04:25 | Montag, 22. Januar 2007
Technologie durch die Hintertür für Gegner
Also ich habe festgestellt, dass „Technologiegegner mit Macht“ meist eh privat versichert sind und alle medizinischen Errungenschaften trotzdem(!) weltweit bekommen werden, auch wenn es z.Bsp. in Deutschland verboten ist.
Bzw. der Weg hin zu dieser Technolgie ist verboten und wir Deutschen müssen das dann teuer einkaufen.
Ich meine zur Forschung gehören auch Versuche, weil wir wissen, dass wir nix wissen.
Moral an der Geschicht? Wer (Meinungsmacher, Polit./Relig/Idelog.) heute Forschung und Technolgien bremst, sollte auch in Zukunft davon nicht profitieren, egal wohin er enflieht.
Hmmm wer nicht in der Gewerkschaft ist, bekommt auch eine Lohnerhöhung, wenn die drum streiten … ach ich bin wahrscheinlich einfach zu blöd das zu verstehen.
Mit besten Grüssen Jens Rabis
P.S: Seelig ist der Blöde, also werd ich weiter lieber blöd sein.
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#4   wolfgang e.   15:58:11 | Montag, 22. Januar 2007
Danke, Pünktchen, für den Link
darum habe ich unten vor „aus der Nabelschnur“ auch „z.B.“ geschrieben.
Vielleicht sollte man die Redaktion darauf aufmerksam machen, dass man nicht jeden Begriff auf Deutsch übersetzen kann (schon gar nicht, wenn man nicht verstanden hat, was dieser Begriff eigentlich meint.)
Ansonsten stimmt die Aussage des Artikels (soweit richtig abgeschrieben und übersetzt):
Die Forschung an embryonalen Stammzellen hat bisher nicht das geringste medizinisch verwertbare Ergebnis gebracht (nicht einmal die Hoffnung, das es jemals ein verwertbares Ergebnis geben wird).
Die ethisch unbedenkliche Forschung an adulten Stammzellen geht aber ganz gut voran.
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#3   Pünktchen   15:35:39 | Montag, 22. Januar 2007
Woraus adulte Stammzellen
gewonnen werden können, siehe hier de.wikipedia.org/wiki/Stammzellen!
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#2   Yerodin   15:34:45 | Montag, 22. Januar 2007
Was ist den…
… mit den Quellen?
x.net schaft es immernoch nicht die Quellen anzugeben. Muss doch möglich sein einen Link zu dem Dossier geben, der Bundestag veröffentlicht so ziehmlich alles, was im Bundestag zum Thema kommt.
Was sind Kinderzellen? Mir fallen spontan 4 mögliche Interpretationen des Begriffs ein. Da außer x.net keiner den Begriff kennt:
www.google.de/search?hl=de&q=Kinder…=
sollte man ihn einmal vernünftig definieren.
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#1   wolfgang e.   15:29:33 | Montag, 22. Januar 2007
mit Stammzellen erwachsener Menschen?
„mit Stammzellen erwachsener Menschen“
Steht das so im Dossier bzw. im Artike in der Süddeutsche Zeitung?
Oder ist das die kreuz.net-Übersetzung für „adulte Stammzellen“?
Adulte Stammzellen gewinnt man z.B. aus der Nabelschnur neugeborener Babies (Erwachsene haben meist keine Nabelschnur mehr)
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