kreuzmeldungen
Eine Kommission wird’s richten + Zuerst blamiert – dann informiert + 15 Jahre Ruhe + Spektakuläre Aufnahmen + Und die Beichte?
Eine Kommission wird’s richtenChina. Der Vatikan will eine ständige Kommission für die Beziehungen zu China einrichten. Das erklärte der Erzbischof von Hongkong, Joseph Kardinal Zen, am gestrigen Montag. Die Kommission sei eine Folge „der guten Erfahrungen“ beim letzten Chinagipfel im Vatikan. Angeblich will Kardinal Zen bald als Diözesanbischof zurücktreten, um sich ganz den vatikanisch-chinesischen Beziehungen zu widmen.
Zuerst blamiert – dann informiert
Österreich. Der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, distanzierte sich gestern vom Ritterorden der Mercedarier, welcher der Ordensgemeinschaft der Mercedarier angeschlossen ist. Es handle sich um einen „falschen“, „illegalen“ Orden, „der mit der katholischen Kirche sicher nichts zu tun hat“. Anlaß für die Distanzierungen waren in den Medien verbreitete Bilder, die den freiheitlichen Parlamentarier Ewald Stadler im Mercedariergewand zeigen. Stadler wies die Erklärung Leitenbergers zurück. Dieser versuche, aus einem alten katholischen Institut eine obskure Sekte zu machen. Die Wiener Leitung des Mercedarier-Ordens sei den kirchlichen Stellen bekannt und auch von der Wiener Diözese anerkannt worden. Als Beleg übermittelte Stadler der ‘Österreichischen Presseagentur’ den entsprechenden Schriftverkehr.
15 Jahre Ruhe
Deutschland. Der deutsche Nuntius Erwin Josef Ender und der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber unterzeichneten gestern ein Zusatzprotokoll zum Staatskirchenvertrag von 1924. Das berichtete ‘Radio Vatikan’. Im Dokument ist festgelegt, daß es in Passau und Bamberg künftig keine vollen theologischen Fakultäten mehr geben wird. Die Lehranstalten sollen für 15 Jahre ruhen und nur als Institute fortbestehen. Das Konkordat von 1924 legte fest, daß es an den Universitäten aller bayerischen Bischofsstädte eine Theologische Fakultät geben muß.
Spektakuläre Aufnahmen
Am kommenden Valentinstag strahlt der US-Fernsehsender ‘National Geographic Channel’ in Deutschland eine Sendung über Mehrlinge im Mutterleib aus. Der Sender ist bekannt für seine Dokumentationen aus den Bereichen Geographie, Natur und Tierwelt. Am 14. Februar zeigt er das Heranwachsen von Zwillingen, Drillingen und Vierlingen: wie sie während der Schwangerschaft boxen, sich treten, liebevoll die Wange küssen oder ihre Händchen halten. Es handelt sich dabei um modernste Ultraschallaufnahmen, die am Computer zu realistischen Bildern ausgebaut wurden. Der Sender zeigte schon öfters Bilder aus dem Mutterleib – auch von Tieren.
Und die Beichte?
„Der Papst hat selber gesagt, was hier jeder Bischof und jeder Pfarrer sagen würde, daß nämlich niemand zurückgewiesen wird, der zur Kommunion kommt. Als Seelsorger oder Kommunionhelfer kann ich ja gar nicht wissen, wer nun katholisch ist oder nicht. In den Richtlinien aus Rom heißt es ganz klar, daß der katholische Priester eine Person, die nichtkatholisch, aber getauft ist, nicht nur zur Kommunion zulassen, sondern sogar einladen darf. Allerdings muß diese Person einige Voraussetzungen erfüllen. Zunächst einmal muß der tiefe Wunsch vorhanden sein, an der Eucharistie teilzunehmen. Und dann muß diese Person den eucharistischen Glauben der katholischen Kirche teilen, also dasselbe Abendmahlsverständnis wie wir Katholiken haben. Der Zugang zur Kommunion setzt also keine Konversion voraus.“
Der Bischof von Chur, Mons. Amédée Grab, in einem Dezember-Interview mit dem ‘Pfarrblatt der katholischen Kirch im Kanton Zürich’.
© Bild: pixelquelle.de
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Mittwoch, 24. Januar 2007 11:26
Marcel: „Spektakuläre Aufnahmen“
Die von Kreuznet erwähnten, via Computern zu 3d-Bildern umgerechneten Ultraschall-Aufnahmen sind kurz
danach
hier auf Kreuzforum erwähnt worden – und entfachen eine interessante Diskussion, die mich positiv überrascht und solche ich hier leider meistens vermisse.
hier auf Kreuzforum erwähnt worden – und entfachen eine interessante Diskussion, die mich positiv überrascht und solche ich hier leider meistens vermisse.
Mittwoch, 24. Januar 2007 11:03
Aragorn: Laikos – Kommunionverweigerung – Mundkommunion
Vermutlich hat Laikos es gewagt, sich zum Kommunionempfang niederzuknien und/oder (da vermutlich keine Kommunionbank mehr vorhanden ist und das Niederknien daher für betagtere Menschen fast unmöglich gemacht ist) die Hl. Kommunion in den Mund empfangen wollen. Das jedenfalls lese ich aus seinem Statement heraus. Anders kann ich mir die Kommunionverweigerung auch nicht erklären. Wenn dem tatsächlich so ist, so ist dieser Vergang eine Ungeheuerlichkeit, die dem Bischof und, falls dieser nicht reagiert, dem römischen Lehramt, angezeigt werden muss. Dann kann ich auch die tiefe Enttäuschung von Laikos verstehen und mich dieser anschließen. Leider ist es so, dass zwar jeder Gläubige die Freiheit hat, die Kommunion sowohl in die Hand als auch auf die Zunge zu empfangen, letzteres jedoch fast unmöglich gemacht wird. Wo eine Kommunionbank vorhanden ist und dort die Hl. Kommunion ausgeteilt wird, knien sich auch viele Gläubige, junge und ältere, nieder und praktizieren die Mundkommunion. Dies habe ich schon an verschiedenen Orten erlebt. Doch leider haben die Bilderstürmer der 60ger und 70ger Jahren in vielen Kirchen Tatsachen geschaffen, die nur schwer zu reparieren sind.
Dienstag, 23. Januar 2007 23:17
Johann Orth: Damit Gotthard eine Freude hat
reagiere ich mal eben so auf ihn und bestätige ihm somit, dass ich seinen Namen gelesen habe.
Nett von mir.
Nett von mir.
Dienstag, 23. Januar 2007 23:07
Gotthard: @laikos
bevor ich mich entrüste, bitte ich um „öffentliche“ Gründe der Kommunionverweigerung …
BEichte, Glauben. Fasten etc sind alles keine öffentlichen Gründe …
BEichte, Glauben. Fasten etc sind alles keine öffentlichen Gründe …
Dienstag, 23. Januar 2007 20:03
Rottenburg: Kopflos?
Sind jetzt die Bilder des Hl. Vaters ausgegangen für die täglichen Kurzmeldungen, nachdem es zuletzt nur noch päpstliche Hände und Füße zu sehen gab…?
Dienstag, 23. Januar 2007 18:46
Aragorn: Laikos Kommunionverweigerung
Lieber Laikos! Der zelebrierende Priester muss doch irgendeine Begründung für sein Tun gehabt haben. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er das aus blanker Willkür getan hat. Vielleicht hat er sie aus einer physischen Beeinträchtigung nicht wahrgenommen. Männer haben ja bekanntlich den Tunnelblick und nicht so ein ausgeweitetes Sichtfeld wie Frauen. Jedenfalls tut es mir leid, dass Sie diese schmerzliche Erfahrung machen mussten. Haben Sie denn hinterher mit dem Priester mal gesprochen? Man sollte sich immer um Klärung bemühen denn nichts ist schlimmer, als wenn man so etwas mit sich herumträgt.
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