Zölibat
Eine Zwangsjacke?
Der ehemalige Priester Ralf Birkner und Katja Heßling wagten in Bonn einen angeblichen Neuanfang. Daß ihre Entscheidung richtig ist, sah ihnen die ‘Neue Ruhr/Rhein-Zeitung’ deutlich an.
Polnische Priester im Jahr 2006 auf Pilgerbegleitung
Polnische Priester im Jahr 2006 auf Pilgerbegleitung
(kreuz.net) Am 29. Dezember predigte Gaby Boch in der ‘Neuen Ruhr/Rhein-Zeitung’ vom „neuen Leben“ des Ralf Birkner.

Birkner habe seinen Traumberuf aufgegeben und sich für einen „Neuanfang“ mit Katja Heßling entschieden.

Im Mai 2004 hängte Hw. Birkner, der bisher in der Nicolai-Kirche in der Stadt Kalkar als Pfarrer tätig war, seinen Priesterberuf an den Nagel.

Die 14.000-Seelen-Stadt Kalkar liegt am im Nordwesten des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Als Priester war Hw. Birkner von 1998 bis 2002 Kaplan in Goch. Danach wurde er Pastor in Kalkar.

Auf Bitte der ‘Neuen Ruhr/Rhein-Zeitung’ erzählte der abgefallene Priester seine „Geschichte eines Neuanfangs“.

Diese Geschichte macht – nach den Worten der Verfasserin des Artikels – „Mut“ und zeigt, daß „Liebe stark macht“.

Im Mai 2004 trat Hw. Birkner auf die Kanzel der Nicolai-Kirche und verkündigte, daß er seit Januar 1997 Diabetiker sei und sich die Werte in letzter Zeit rapide verschlechtert hätten:

„Meine momentane Prognose ist so schlecht, daß nach Aussage der Ärzte ab sofort mit erheblichen Folgeschäden zu rechnen ist, wenn nicht sofort Gegenmaßnahmen ergriffen werden.“

Der Bischof von Münster, Mons. Reinhard Lettmann, reagierte verständnisvoll und beurlaubte den Kalkarer Pastor.

Zwei Monate verbrachte der Priester im Kloster.

Dort kam er zu dem Schluß, daß die „Lebensform der entscheidende Faktor“ sei.

Hw. Birkner hatte die Fusion der fünf Kalkarer Pfarrgemeinden geleitet. Diese große Aufgabe ließ ihm wenig Zeit für das, was er am Priesterberuf liebte: die Predigten, die Arbeit mit den Menschen.

„Es war kein richtiges Burnout. Aber ich war nicht mehr im Gleichgewicht“ – so der Ex-Priester.

Sein Zuckerspiegel habe das mit deutlichen Warnhinweisen quittiert.

Hw. Birkner traf im Kloster eine Entscheidung. Er glaubte zu erkennen, daß das Priesteramt für ihn zu einer „Zwangsjacke“ geworden sei.

Das habe nicht mit seiner Gemeinde, sondern unter anderem auch mit den Umstrukturierungen in den Bistümern zu tun gehabt.

Diese seien zu schnell und oft ohne pastorale Vision getroffen worden: „Ich hätte mir kreativere Ideen gewünscht.“

Die Fusion der Pfarrgemeinden dürfen nicht einfach von den vorhandenen und den zu erwartenden Priestern abhängig gemacht werden.

Birkner verweist auf lateinamerikanische Modelle, wo Katecheten als örtliche Gemeindeleiter von Priestern geschult und begleitet würden.

Dadurch behalte die Kirche vor Ort ein Gesicht.

Wichtig sei auch die Frage, was in einer katholischen Gemeinde unaufgebbar sei. Das seien in erster Linie die Menschen.

Hw. Birkner hinterfragte sich und sein Leben. Er entschloß sich „nach reiflicher Überlegung“ – so der Artikel – gegen den Priesterberuf und für eine Frau, Katja Heßling.

Ihm sei bewußt gewesen, was er aufgebe: „Ich war mit Leib und Seele Priester, aus Überzeugung.“

Katja Heßling und Ralf Birkner sind jetzt „fest davon überzeugt“, daß es die richtige Entscheidung war und ist.

Ralf Birkner fühlt sich beim Verlassen des Priestertums auch von der Kirche nicht allein gelassen.

Besonders die Gespräche mit dem Bischof von Münster hat er als ausgesprochen verständnisvoll in Erinnerung.

Das Paar lebt heute in Bonn. Beide haben nach längerem Suchen Arbeit gefunden.

Die Kirche ist für sie immer noch ein wichtiger Teil ihres Lebens, auf den sie nicht verzichten möchten.

Ihr „tiefer Glaube“ habe ihnen geholfen, ihren „gemeinsamen Weg zu suchen und zu finden“ – weiß der Artikel:

„Daß es der richtige ist, ist ihnen anzusehen.“
      
38 Lesermeinungen
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#38   Regina 1961   22:37:50 | Freitag, 26. Januar 2007
@gastus
Wer von uns beiden erleidet denn jetzt einen geistigen Höhenflugkoller? :-D :-D :-D
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#37   Gastus   22:08:51 | Freitag, 26. Januar 2007
@Regina61
Ja, Sie haben es begriffen. Der Junge wollte „aktiv“ werden und hat drumherum viel geistigen Dünnpfiff erzählt. So einfach war das.
Gratulation!
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#36   Regina 1961   21:45:21 | Freitag, 26. Januar 2007
@Gastus
Lieber Gastus,
auch wenn Du es nicht für möglich hälst, ich habe es begriffen. Es ist doch ganz simpel: Wieso, weshalb und warum der junge Priester gerade seinen Diabetes als Laiisierungsgrund angegeben hat, weiß doch niemend. Dabei ist es doch sooooo offensichtlich: Er will nicht mehr den Zölibat leben. Und vielleicht will er auch kein Priester mehr sein. Punkt. Ende. Aus. Alles weitere ist Getue! Liebe Grüße
Regina1961
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#35   stat crux   18:01:36 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Und wenn das zwanglose Leben…
dann wieder den Zuckerspiegel hochtreibt, wird sich der Entzwangsbejackte vielleicht an Frau Hessling schadlos halten. „Gewissensgründe“ für den nächsten Schwenk werden sich wohl finden. Welche kuriose Komplexe treiben wohl die eine oder andere dazu, sich einen zuckerkranken Priester „sichern“ zu wollen? Das „junge Glück“ sieht andernorts doch anders aus…
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#34   Gastus   08:54:29 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@Regina61 – erwähnenswert
Da will sich ein junger Priester laiisieren lassen und schon bricht mal wieder eine ganze Welt zusammen. Gäbe es diesen Zölibat auf freiwilliger Basis, wäre die Sache überhaupt nicht erwähnenswert.
Sie haben es nicht ganz erfasst.
Der zu entgleisen drohende „Blutzucker“ musste laiisiert werden. Dafür hatte der Bischof von Münster so viel Verständnis, dass er dem „Blutzucker“ empfohlen hat den Schnidelwutz und alles was noch dran hängt gleich mit zu laiisieren.
Diese Art der Laiisierung ist aussergewöhnlich, dürfte einzigartig sein und von daher überaus erwähnenswert. Liebe Regina, wollen Sie wissen, wieviel unter hohem Blutzucker leidenden Priestern dieser Beitrag in auswegloser Situation nicht schon Hilfestellung gewesen ist?
Lesen Sie diesen nachstehenden Satz von Hw. Birkner und bedenken Sie, was der gute Mann aufgegeben und für ein Opfer gebracht hat, nur um seinen Blutzucker wieder in den Griff zu bekommen:
Ihm sei bewußt gewesen, was er aufgebe: „Ich war mit Leib und Seele Priester, aus Überzeugung.“
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#33   Regina 1961   08:04:15 | Mittwoch, 24. Januar 2007
Zwangsjacke
Was soll denn schon wieder dieses Geschrei? Da will sich ein junger Priester laiisieren lassen und schon bricht mal wieder eine ganze Welt zusammen. Gäbe es diesen Zölibat auf freiwilliger Basis, wäre die Sache überhaupt nicht erwähnenswert.
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#32   Caputianus   07:58:13 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@ Ruhrgebietler und andere
Es wundert mich immer mehr, wie selbstgefällig und arrogant darüber entschieden wird, wer in die Hölle kommt und wer nicht.
„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“ Scheinbar sucht sich hier jeder (zumindest die meisten) nur die Bibelstellen zum Zitieren heraus, welche gefallen…
Gratulation an diese „Rechtgläubigen“
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#31   r.ruhrgebietler   07:26:53 | Mittwoch, 24. Januar 2007
wieviele Seelen hat dieser Mietling in die Hölle gebracht
das ist die zentrale Frage! Unwiderruflich in die Hölle! Auf ewig! Und solche Mietlinge, die der Herr nie berufen hat gibt es unmengen!!
Das Bodenpersonal Jesus Christus ist bei der himmlichen Castingshow miese ausgewählt worden… was hätte unser Dieter dazu gesagt, wenn …
lassen wir das, denn hier geht es um EWIGES SEELENHEIL und nicht die vergänglichen Beziehungen zu einem Menschen, Sachwerten…
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#30   Gotthard   22:35:38 | Dienstag, 23. Januar 2007
Fahnenflucht?
Er scheint noch weiterhin den Glauben zu praktizieren und wünscht sich eine kurchliche Trauung.
welch eine Überraschung!
Die allermeisten Priester, die ihr Amt aufgeben bzw wegen einer Beziehung aufgeben müssen, wollen ihren Glauben weiterhin praktizieren – sie sind doch keine Fahnenflüchtlinge!
Viele geschiedene Menschen praktizieren doch auch ihren Glauben weiter – und sind in der Kirchengemeinde aktiv.
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#29   sacerdos helveticus   22:27:56 | Dienstag, 23. Januar 2007
Originalartikel
Der Originalartikel aus der NRZ von Montag wurde von Gastus weiter unten (Posting von Dienstag nachmittag; Der Titel des Links ist missverständlich).
Dem Artikel ist zu entnehmen, dass Birkner um die Laisierung gebeten hat, diese aber noch nicht erteilt wurde.
Er scheint noch weiterhin den Glauben zu praktizieren und wünscht sich eine kurchliche Trauung.
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#28   Johann Orth   21:52:54 | Dienstag, 23. Januar 2007
Uuuund wieder
rutscht Gotthard auf seiner eigenen Schleimspur aus.
Himmel, wie ist das doch pervers, wenn diese Schönredner des nachkonziliaren Verfalls von dem reden, was sie „Liebe“ nennen.
Auch deshalb grüßt aus Patagonien
Johann Orth.
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#27   Gotthard   21:38:36 | Dienstag, 23. Januar 2007
liebende Worte
„Besonders die Gespräche mit dem Bischof von Münster hat er als ausgesprochen verständnisvoll in Erinnerung.
solch liebende Worte zur Kirche würde ich gerne öfter von den Pius-Leuten hören.
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#26   Jörg Guttenberger, Köln   21:06:10 | Dienstag, 23. Januar 2007
Zölibat – Einsiedlerleben
DerZölibat ist kein Gelöbnis, sondern ein Versprechen der Ehelosigkeit im Sine der Kirche, so daß der Zölibatär nicht mehr heiraten, aber eine bereits bestehende Ehe fortsetzen darf (im Osten Priester und Diakone, im Westen ausschließlich Diakone). Zur Priesterweihe im Westen und zur Bischofsweihe im Osten werden ausschließlich Unverheiratete zugelassen. Wegen der Rechtsnatur des Zölibates kann die Kirche aus eigener Machtvollkomenheit dispensieren.
Ein Verheirateter, wie Nikolaus v. d. Flühe, kann ausschließlich mit Genehmigung des Ehepartners Einsiedler werden bzw. ein Ordensleben beginnen, unter Fortbestand der nicht mehr praktizierten Ehe.
Entscheiden sich beide Ehepartner für ein Kloster, und einer der beiden zeigt sich für den neuen Lebensstand ungeeignet, so muß auch der andere Ehepartner unabhängig von seiner Eignung das Kloster wieder verlassen.
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#25   thaumaturgos   20:32:46 | Dienstag, 23. Januar 2007
in der tat
sondern einvernehmlich mit seiner heiligmäßigen Gattin entschieden um Gottes willen, nicht in ehelicher Gemeinschaft mit ihr zu leben
… hatte sich die zukünftige einvernehmlich ‘scheiden’ lassende ehefrau sehr aufgeregt und die kirchlichen obern habenb sie einfach abblitzen lassen … wie bei johannes capestran
aber, was nicht ist darf bei den tradis nicht sein :-)
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#24   Heggi   20:13:41 | Dienstag, 23. Januar 2007
Katharina L.
Ist die Antwort nicht herrlich, die Ihnen Gastus da gegeben hat? Ich denke, da müssen doch zugestehen!
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#23   adoro te devote   17:04:21 | Dienstag, 23. Januar 2007
@Katharina
Aus ehrlichem Interesse. Wo in Familiaris Consortio steht, dass auch unverheiratete zusammenleben können. Ich kann da auf anhieb jetzt nichts finden. Vieleicht können Sie mir da behilflich sein.
Dokument findet sich auf stjosef.at
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#22   Gastus   17:01:54 | Dienstag, 23. Januar 2007
@Katharinchen L.
Was ist daran scheinheilig und lügnerisch? Im Gegenteil: Schönere Worte über die Kirche und den Umgang der Menschen, die in ihr agieren, sind kaum vorstellbar. Geradezu eine Werbung für die Kirche.
Mal abwarten, wann der steigende Blutdruck dieses untreuen, auf Aussenwirkung bedachten Bubis dafür herhalten muss, dass es Zeit wird die Beziehung zu wechseln. Einen Spruch für seine Angebete hat er ja schon parat:
„Meine momentane Prognose ist so schlecht, daß nach Aussage der Ärzte ab sofort mit erheblichen Folgeschäden zu rechnen ist, wenn nicht sofort Gegenmaßnahmen ergriffen werden.“
Die Gegenmaßnahme dürfte bekannt sein.
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#21   Tridentinus   16:50:41 | Dienstag, 23. Januar 2007
Art, über Gottes Ebenbilder zu sprechen
Aber andere ohne jeden Sachbezug als Milchbubys bezeichnen, wird deren Gottebenbildlichkeit gerecht, solange es nur aus K.L.‘s Munde hervorgeht? :-S
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#20   Gastus   16:27:31 | Dienstag, 23. Januar 2007
@a-t-d
jedoch die nötige Gedult, bis zum Ende des Verfahrens mit der weiteren Lebensplanung zu warten
Richtig, es mangelt an der notwendigen Gedultt.
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#19   Katharina L. †   16:26:25 | Dienstag, 23. Januar 2007
Aha!?
diesem sich selbstbemitleidenden
Davon finde ich in dem hetz.net-Artikel nichts. (Den Originalartikel kenne ich nicht)
Die beiden Liebenden werden auch jetzt nicht getrennt wohnen und händchenhaltend auf den Segen der Kirche warten.
Müssen sie auch nicht. Nach „Familiaris Consortio“ dürfen auch Unverheiratete zusammenleben; nur der Sexualakt ist außerhalb der Ehe nicht gestattet. Aber davon wissen wir beide nun wirklich nichts Genaues, das wissen nur die Betroffenen.
Scheinheiliges, verlogenes, mediengeiles und lügnerisches Modernistenpack
Ralf Birkner fühlt sich beim Verlassen des Priestertums auch von der Kirche nicht allein gelassen.
Im Artikel steht:
„Besonders die Gespräche mit dem Bischof von Münster hat er als ausgesprochen verständnisvoll in Erinnerung.
Die Kirche ist für sie immer noch ein wichtiger Teil ihres Lebens, auf den sie nicht verzichten möchten.“
Was ist daran scheinheilig und lügnerisch? Im Gegenteil: Schönere Worte über die Kirche und den Umgang der Menschen, die in ihr agieren, sind kaum vorstellbar. Geradezu eine Werbung für die Kirche.
Ganz im Gegensatz zu Ihrer Art, über Gottes Ebenbilder zu sprechen.
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#18   Sulpicius   16:23:54 | Dienstag, 23. Januar 2007
Richtig
Aber eines ist sicher nicht richtig, nämlich eine derartige Sache an die große Glocke zu hängen, getreu dem Motto: böse Kirche, böser Zölibat etc.
Genau DAS ist es, was an der Geschichte stark zu kritisieren ist…
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#17   Gastus   16:10:33 | Dienstag, 23. Januar 2007
@Vorschwätzerin K.L. – Sünden
Übrigens heißt es „kokettieren“, nicht „kokketieren“.
Danke, manchmal geht es so schnell und in Ermangelung der fehlenden Editfunktion, was ich jedoch eher als Vorteil sehe, passiert es dann halt, dass man sich verschreibt.
Trotzdem Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Zum Thema:
Nehme ich es diesem sich selbstbemitleidenden „Primitivling“ nicht ab und sehe mich in dem verlinkten Text auxch darin bestätigt, dass er seine Tusnelda schon vorher kannte. Sein ganzes „ich bin so allein Weihnachtsmitleidstheater“ war emotionale Show.
Die beiden Liebenden werden auch jetzt nicht getrennt wohnen und händchenhaltend auf den Segen der Kirche warten. Scheinheiliges, verlogenes, mediengeiles und lügnerisches Modernistenpack nennt man sowas.
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#16   Tridentinus   15:54:50 | Dienstag, 23. Januar 2007
In der Tat:
Bei Ihnen, K.L., nützt die Wunderbare Medaille offenbar nichts. Und der hl. Klaus von der Flüe hat sein Eheversprechen natürlich nicht gebrochen, sondern einvernehmlich mit seiner heiligmäßigen Gattin entschieden um Gottes willen, nicht in ehelicher Gemeinschaft mit ihr zu leben. Sicher ein außergewöhnlicher Fall. Genau wie das Verhalten Lefèbvres gegenüber dem Papst, doch nach einem Ratzinger-Wort hat der Papst ja „nur der letzte Garant des Gehorsams gegenüber der Norm des Glaubens“ zu sein. Und das war unter den letzten Päpsten manchmal nicht mit der gewohnten Klarheit erkennbar. Deswegen konnte ja auch – gewissermaßen konsequent – der Papalismus mancher nur noch in den Sedisvakantismus umschlagen…
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#15   adoro te devote   15:54:48 | Dienstag, 23. Januar 2007
@Katharina
Es geht doch nicht darum, dass es möglich ist, einen Priester von seinen Pflichten (und Rechten) zu entbinden und vom Zölibat zu dispensieren. Ob das im vorliegenden Fall ordnungsgemnäß entsprechend der kanonischen Vorschriften durchgeführt wurde, lässt sich dem Artikel nicht entnehmen.
Aber eines ist sicher nicht richtig, nämlich eine derartige Sache an die große Glocke zu hängen, getreu dem Motto: böse Kirche, böser Zölibat etc.
Wenn jemand feststellt, dass bei ihm wohl doch keine Berufung zum Priesteramt und zum Zölibat vorliegt und zudem die gesundheitliche Eignung nicht gegeben ist, dann soll er in Abstimmung mit seinen kirchlichen Vorgesetzten das notwendige veranlassen. Sich mit der Sache an irgendein Käseblatt zu wenden, gehört aber nicht dazu, jedoch die nötige Gedult, bis zum Ende des Verfahrens mit der weiteren Lebensplanung zu warten ;-)
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#14   landorganist   15:54:13 | Dienstag, 23. Januar 2007
Ich wünsche
den beiden alles Gute! Das Hetz-net Tribunal wird ihnen und dem Bischof wahrscheinlich am A… vorbeigehen, und das ist auch gut so.
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#13   Johann Orth   15:53:09 | Dienstag, 23. Januar 2007
Es ist doch wohl ein Unterschied,
ob jemand den Schoß der Familie verläßt, um ein entsagungsvolles Büßerleben zu führen, ob jemand um einer höheren Sache willen sich ungerecht schmähen und beschimpfen läßt – oder ob jemand sein Versprechen bricht um weltlicher (und eigentlich recht billiger, auch wenn’s schön ist!!) Freuden willen.
Und es ist ein Unterschied, ob man alles weiß (wie niemand), oder ob man manchmal etwas besser weiß (wie einige) – oder ob man alles immer besser weiß (wie Leser Katharina, vmtl. Oberstudienrat i.K.).
Es grüßt aus Patagonien
Johann Orth.
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#12   Katharina L. †   15:42:00 | Dienstag, 23. Januar 2007
@ Vorredner
kokketiert er auch noch mit seinen Sünden öffentlich herum
Sünden? Das kann nur Gott entscheiden. Er hat ein gegebenes Versprechen gebrochen, aber was sagen Sie, wenn jemand sein Eheversprechen bricht, um z.B. Einsiedler zu werden (Klaus von Flüe wurde auf diesem Wege sogar zu einem Heiligen)? Was ist mit Marcel Lefebvre, der sein Gehorsamsversprechen gegenüber dem Papst gebrochen hat?
Im Übrigen ist die Laisierung ein ordnungsgemäßes kirchliches Verfahren. Sie kann gewährt werden oder nicht. In diesem Fall wurde sie offenbar gewährt. Wieso sollten Sie dann wissen können, dass das Sünde ist?
Übrigens heißt es „kokettieren“, nicht „kokketieren“. :-S
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#11   Gastus   15:25:18 | Dienstag, 23. Januar 2007
@ …
Hier geht es zum ganzen Beitrag in dem dieser Primitivling ( danke Landorganist ) die ganze Schande mit seiner Tusnelda zur Schau trägt.
Anstatt demütig die Klappe zu halten, kokketiert er auch noch mit seinen Sünden öffentlich herum und biedert sich bei den Medien an.
primitives öffentliches kirchenschädliches Verhalten www.nrz.de/…nesuche.volltext.php?zulieferer=nrz…=
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#10   Tridentinus   15:20:26 | Dienstag, 23. Januar 2007
@Katharina L(aboré?)
Nützt bei Ihnen die Wunderbare Medaille nichts :-D ?
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#9   Katharina L. †   15:16:03 | Dienstag, 23. Januar 2007
Indelebil
Der ehemalige Priester Ralf Birkner
Liebe hetz.net-Redaktion! Auch Priester, die ihr nicht mögt, sind und bleiben Priester. Schon mal was von „character indelebilis“ gehört?
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#8   Tridentinus   15:07:05 | Dienstag, 23. Januar 2007
ad Athanasium
Traditionell römisch-katholische Frauen sind selten kanonistische Spezialisten und können die Disziplinarentscheide der Päpste wohlkaum kompetent einordnen. Also: Stützen Sie sich getrost auf andere Quellen. Ansonsten: Zustimmung, wobei man auf Details noch eingehen könnte, aber nicht muß.
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#7   Gastus   15:07:03 | Dienstag, 23. Januar 2007
@Landorganist
Primitiver geht’s wohl nimmer?!
Stimmt, die gewählten Gegenmaßnahmen des Ex-Hochwürden und seine Erklärung war überaus primitiv.
Leicht zu durchschauen, wie sich Hochwürden selbst eins in die Tasche lügt.
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#6   landorganist   14:59:34 | Dienstag, 23. Januar 2007
@gastus
Primitiver geht’s wohl nimmer?!
Wenn Hetz-net jetzt über jeden Priester berichten will, der seinen Dienst aufgegeben hat, ist der Bestand an Nachrichten ja wohl gesichert. Es wurde ja bereits geschrieben: Uns steht darüber kein Urteil zu.
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#5   Gastus   14:55:27 | Dienstag, 23. Januar 2007
@Ottaviani
Warum wird uns diese geschichte hier kundgetan
Dieser Beitrag ist als eine Warnung an alle Priester zu verstehen, regelmässig den Blutzucker zu messen und gibt gleichzeitig eine Empfehlung, wie ein zu entgleisen drohender Blutzucker wieder in den Griff zu bekommen ist.
Bevor es zu bleibenden Folgeschäden kommen konnte wurde in diesem Fall nach verständnsivoller Rücksprache mit dem Bischof von Münster und anraten der Ärzte die „Paarungstherapie“ verordnet.
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#4   Athanasius   14:52:11 | Dienstag, 23. Januar 2007
@Tridentinus
Das ist wahr. Von den FSSPX-Priestern. Die sind danach auch in alle Richtungen hinaus geflogen. Waren aber immer Fehlentscheidungen, da bin ich mir sicher.
Übrigens behauptete eine traditionell römischkatholische Frau mir gegenüber der Papst könne niemals vom Zölibat befreien, nur wenn er unter Zwang angegangen sei. Sie glaubte die Laisierung durch Paul VI. damals seien ungültig.
Ich bin traditionsverbundener Katholik, aber eine Freigabe des Zölibats käme mir, wenn auch nicht gut und vorallem zu sehr mit der westlichen Tradition im Widerspruch, nicht einer Häresie oder Todsünde gleich. Ich habe auch keine Problem damit einem verheirateten slowakisch byzantinisch-katholischen Priester meine Sünden zu beichten, oder einem verheirateten Chaldäisch-katholischen Priester. Nur besteht das Problem dass viele „verheiratete“ Pastoralräferenten und Priester im Westen sehr progressistisch und nicht mehr rechtgläubig sind. Zahlenmässig ist es keine Lösung, vor allem nicht wenn es mit diesem Progressismus zusammengeht: der heutige Zustand der anglikanischen „Kirche“ beweist das deutlich.
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#3   ottaviani   14:41:59 | Dienstag, 23. Januar 2007
warum
wird uns diese geschichte hier kundgetan
sietwas gibt es immer wieder im überuigen steht uns nie ein urteil zu selbst wenn es keine dame sondern ein herr ist wegen dem der hochwürdige herr seim amt verläßt wir können beten das ist alles also warum diese geschichte hier
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#2   Tridentinus   14:30:26 | Dienstag, 23. Januar 2007
Über die subjektive
Entscheidung und seine Wahrnehmung der eigenen Lebenssituation eines Menschen steht uns kein Urteil zu, auch und gerade, wenn wir sie als ein Scheitern einschätzen und bedauern. Warum also dieser Bericht in dieser Form? Auch schon FSSPX-Priester haben den Priesterberuf aufgegeben und geheiratet.
Übrigens: Leider ist der priesterliche Zölibat auch sehr geeignet, als fromme Fassade eine Fehlveranlagung zu verbergen, mit der niemals eine authentische Priesterberufung einhergehen kann…
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#1   Sulpicius   14:22:08 | Dienstag, 23. Januar 2007
Man muß heute ja schon froh sein, …
… wenn ein Priester nicht mit seinem Friseur durchbrennt.
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