19:24:49 | Dienstag, 23. Januar 2007
Mit einem sogenannten Strategiepapier versucht die ‘Evangelische Kirche Deutschlands’ ihren unaufhaltsamen Niedergang als Herausforderung hinzustellen.

Morgengebet mit einem Benediktiner. Anlaß ist eine Sommerakademie im August 2004 in der zentralfranzösischen Ortschaft Valpré
(kreuz.net) „In der Bibel stehen klaren Worte.“
So kann man in einer Glosse lesen, die am 22. Januar
in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ publiziert wurde.
Dem „arg mitgenommenen evangelischen Glauben
in Deutschland“ würden diese klaren Worte offenbar nicht mehr genügen:
„Das Deutsch der evangelischen
Kirche tönt wie aus völlig seelenlosen Strategiepapieren.“
Ist Christus in die Unternehmensfalle geraten? –
fragt die Glosse.
Dagegen komme in der Katholischen Kirche der lateinische Gottesdienst wieder in Schwung.
Die Glosse verweist auf Schriftsteller wie Botho Strauss, die ein „
Manifest zur Wiederzulassung der überlieferten
lateinischen Messe“ unterschrieben haben.
Doch die evangelische Kirche wolle nicht Latein reden – sondern
spreche wie jene, denen es vor allem daran gelegen sei, sich selbst und ihre Geschäfte zu „optimieren“.
„Wandeln und gestalten. Missionarische Chancen und Aufgaben der evangelischen Kirche in ländlichen Räumen“
heiße ein neues „Paper“ dieser Institution, die fest an die Kraft des Unternehmens glaube.
Beim Lesen
des Textes breche man nach wenigen Schritten in die Knie: 77 engbedruckte Seiten.
Mitgliederverluste
und „Relevanzeinbußen“ seien als „Herausforderung zum missionarischen Handeln der Kirche zu begreifen“ –
heißt es.
Manchen ländlichen Räumen schlägt man zum Beispiel vor, eine „ansprechende kirchliche Urlaubsarbeit
in den saisonalen Hochzeiten“ anzubieten.
„Einen Tauchkurs mit dem Pfarrer?“ – fragt die Glosse.
Der
liebe Gott werde nicht vergessen, sondern mit einem „einladenden und ansprechenden Reden“ – Komm doch
rein! – kurzgeschlossen.
Für jene, die „in den tradierten Formen nicht mehr zu Hause“ sind, schlägt
das Papier Gottesdienste in „alternativen Formen und für bestimmte Zielgruppen“ vor.
Glosse: „Es nimmt
kein Ende mit der Anbiederung beim Abnehmer“.
Das Papier will, „den kirchlichen Auftrag der Verkündigung
des Evangeliums von Jesus Christus an alles Volk möglichst gut und effizient umzusetzen“.
Den Ausdruck
„effizient“ entlarvt die Glosse als Wunschwort und findet sogleich das Wortspiel: „Die EKD: die Effiziente
Kirche Deutschlands“.
Effizient sei die ‘Evangelische Kirche Deutschlands’ wenigstens auf den kostspieligen
Effizienzpapieren, die stapelweise von ihr in die Welt hinausgeschickt würden.
„Aber wahrscheinlich
verbucht das der Planungsstab der EKD als Entwicklungskosten.“
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Benedikt 16:56:53 | Donnerstag, 25. Januar 2007
#13
Athanasius 10:27:31 | Mittwoch, 24. Januar 2007
#12
Kurti 06:06:33 | Mittwoch, 24. Januar 2007
#11
)ichthy's 00:14:41 | Mittwoch, 24. Januar 2007
#10
Sulpicius 00:08:35 | Mittwoch, 24. Januar 2007
#9
Marshall Blueberry 00:04:11 | Mittwoch, 24. Januar 2007
#8
Sulpicius 00:01:41 | Mittwoch, 24. Januar 2007
#7
Marshall Blueberry 23:45:29 | Dienstag, 23. Januar 2007
#6
monti 23:36:16 | Dienstag, 23. Januar 2007
#5
Sirilo 23:26:35 | Dienstag, 23. Januar 2007
#4
Pünktchen 21:05:14 | Dienstag, 23. Januar 2007
#3
HeinrichvonOfterdingen 20:35:27 | Dienstag, 23. Januar 2007
#2
Lota 20:31:12 | Dienstag, 23. Januar 2007
#1
thaumaturgos 20:29:15 | Dienstag, 23. Januar 2007