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Dank am Grab + Wie ein Eßtisch + Standeswahl + Segen für Anti-Moschee Demonstranten + Bitte um Einheit
Abbé Pierre mit buddhistischen Mönchen
Abbé Pierre mit buddhistischen Mönchen
Dank am Grab

Vatikan. Papst Benedikt XVI. sandte dem Vorsitzenden der Französischen Bischofskonferenz, Jean-Pierre Kardinal Ricard, anläßlich des Todes von Abbé Pierre ein Beileidstelegramm. Abbé Pierre ist der Gründer der karitativen Vereinigung ‘Emmaus’. Der Heilige Vater dankte für dessen lebenslangen Einsatz gegen das Elend. Abbé Pierre sei ein Zeuge der Liebe Christi gewesen. Noch im Jahr 2005 hatte der verstorbene Priester in seinem Buch „Mein Gott… warum?“ die Frauenordination, die Priesterehe und die staatliche Anerkennung von Homo-Konkubinaten gefordert.

Wie ein Eßtisch

Deutschland. Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner konsekrierte kürzlich einen Altar für die von der Kölner Ursulinenschule benützte Kirche Corpus Christi. Das berichtete die Lokalzeitung ‘Kölner Stadtanzeiger’ am Montag. Der Kirchenfürst predigte, daß der Altar der Ort des vertrauten Umgangs mit dem Herrn sei – „so wie vielleicht der Eßtisch der Ort des vertrauten Umgangs innerhalb der Familie ist“.

Standeswahl

Deutschland. Der suspendierte Priester Ernst-Ewald Roth wird nicht in den Schoß der Kirche zurückkehren. Der frühere Wiesbadener Stadtdekan wird im nächsten Januar als SPD-Kandidat für einen Sitz im hessischen Landtag kandidieren. Dafür muß er in die SPD eintreten. Roths Kandidatur als Oberbürgermeister für Wiesbaden war gescheitert, weil die Wiesbadener Genossen vergessen hatten, ihren Kandidaten fristgemäß zur Wahl anzumelden.

Segen für Anti-Moschee-Demonstranten

Italien. Der Pfarrer der Gemeinde von Colle Val d’Elsa in der Diözese Siena hat Demonstranten gesegnet, die gegen den Bau einer Moschee in ihrer Ortschaft zu Felde zogen. Mit der Segnung wolle der Priester zeigen, daß er „seine Leute unterstütze“. Das berichtete die deutsche Webseite ‘politicallyincorrect’. Die Webseite berichtet nicht, wann die Segnung stattfand.

Bitte um Einheit

„Sei Du König über die, welche durch falsche Lehren sich täuschen lassen oder durch Spaltungen von Dir getrennt sind. Rufe sie zur sicheren Stätte der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück, damit bald nur eine Herde und ein Hirt werde. Sei Du König über alle, die immer noch vom Wahn des Heidentums oder des Islam umfangen sind. Entreiße sie der Finsternis und führe sie zum Licht und Reiche Gottes. Blicke schließlich voll Erbarmen auf die Kinder des Volkes, das einst das auserwählte war. Möge das Blut, das auf sie herabgerufen wurde, als Bad der Erlösung und des Lebens auch über sie fließen.“

Aus einer ‘Weihe des Menschengeschlechtes’ von Papst Leo XIII. († 1903)
      
13 Lesermeinungen
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#14   Sozialkatholisch   17:45:11 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@ Gastus
Dabei spielt natürlich noch die Herzenshaltung diesen Leuten eine Rolle, wenn die Werke pharisäisch in der Öffentlichkeit geschehen sind wird der Wert wohl nicht allzu groß sein, wenigsten nicht in der nächsten Welt.
Wenn sie mit oder ohne spätere Bekehrung errettet seien sollten, werden solche Guten Werke, besonders die an Bedürftige, sich bestimmt nicht negativ auf die eventuell kommenden Sündenstrafen auswirken.
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#13   Gastus   16:51:13 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@Sozalkatholisch
Ich gebe auch noch zu Bedenken das der hl. Apostel Petrus gesagt hat das die Liebe viele Sünden zudeckt.
Gut, ich denke auch, wenn Drewermann und Küng sich zusammentun und noch ein wenig alte Bettwäsche und Möbel verteilen, können sie bis zum Ende ihres Lebens noch viele Sünden zudecken.
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#12   r.ruhrgebietler   14:53:48 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@Ansgar, Athanasius – Danke
für die ehrenhafte Mahnung, die ich gerne beherzigen möchte!
Das Seelenheil dieses Priesters ist Jesus Christus allein vorbehalten.
Meinem Bibelverständnis erschließt mir eine Strenge dieser Art – klar in der Verkündigung und aufrecht in der Verantwortung vor Jesus Christus. Zu meinem großen Leid bekenne ich, weit entfernt der Fehlerlosigkeit zu sein! Ob der gute Wille alleine vor Jesus Christus reicht? Geduld in mich betreffenden Dingen ist nicht eine Tugend von mir – leider.
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#11   Sozialkatholisch   13:09:47 | Mittwoch, 24. Januar 2007
Abbé Pierre R.I.P.
Die Gottesliebe und die Nächstenliebe scheinen manchmal miteinander im Widerspruch zu stehen, denn wenn man alle Kräfte auf die Gottesliebe setzt kann die Nächstenliebe sehr schnell leiden und wenn man Gott ausklammert leidet die Nächstenliebe (z.B. Egoismus, Euthanasie, Abtreibung etc). Wahrscheinlich ist die Kunst weder die Gottesliebe noch die Nächstenliebe zu sehr zu vernachlässigen.
Ich wünsche Abbé Pierre einen barmherzigen Richter, weil anscheinend ein sehr barmherziger Mensch war.
Ich gebe auch noch zu Bedenken das der hl. Apostel Petrus gesagt hat das die Liebe viele Sünden zudeckt.
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#10   Ansgar   12:54:56 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@@ Gastus, ruhrgebietler
Wir sollten nicht zu hart urteilen. Abbé Pierre hat zu viel Segensreiches und Gerechtes getan, als daß man ihn schlankweg einen „Nagel am Kreuz Christi“ nennen könnte. Es ist gut, daß der Papst einen solchen Christenmenschen lobt.
Um seine priesterliche Berufung und die Wahrung der Würde seines Standes, nun ja, da scheint es nicht zum besten gestanden zu haben. Da haben Sie sicher Recht.
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#9   Athanasius   12:53:42 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@r.ruhrgebietler
Bitte nicht so strenge urteilen. Abbé Pierre war zu lange von vielen Linksradikalen und dem liberalen französischen Klerus umzaunt und dementsprechend beeinflusst. Seine Jugendsünden interessieren mich nicht, wir sind alle Sünder. Aber Benedikt XVI. hat ja auch nur seine charitativen Initiativen gepriesen, nicht seine irrigen Aussagen zur Frauen-„Weihe“ und Homo-„Ehe“ bzw. Homo-Kinderlandverschickung. Wer weiss in welchem Stande er gestorben ist? Ich überlasse das gerne Gott.
Angesichts der Armensorge und der Entwicklungshilfe sollten auch wir, wie Abbé Pierre 1957 sagte, uns selbst kritisch gegenüber sein: machen wir genug? Laden wir Alleinstehende ein? Spenden wir (nachdem wir können natürlich)? Verbinden wir uns im Herzen und im Spenden mit den Ärmsten dieser Welt?
Das sind wichtige Fragen die der bürgerliche Liberalismus und leider auch der bürgerliche GewohnheitsKatholizismus, der nur ins Chaos der Vatikanum II.-Ära enden konnte, immer an den Rand gedrängt haben. Auch wir ‘Traditionalisten’ sollten uns das fragen. Helfen wir dem Mitmenschen materiell oder sind wir dazu bereit? Natürlich gehören Seelenheil und die Bekehrung an erster Stelle, aber wir müssen állen Menschen gutes tun, sogar unseren Feinden (cfr. Epistel des letzten 3. Sonnt. n. Ersch.d.H.)
In dem Sinne war Abbé Pierre ein Zeuge christlicher Nächstenliebe. Dieses Lob für seine Arbeit, heisst nicht dass ich seine irrigen oder gar materiell-häretischen Aussagen zur Theologie preise oder denen gar zustimme.
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#8   r.ruhrgebietler   11:18:01 | Mittwoch, 24. Januar 2007
Dank am Grab – und ein weiterer Nagel im Kreuz Jesus Christus!
„Noch im Jahr 2005 hatte der verstorbene Priester in seinem Buch „Mein Gott… warum?“ die Frauenordination, die Priesterehe und die staatliche Anerkennung von Homo-Konkubinaten gefordert.“
und so eine Lichtgestalt wird vom V-II-Papst B XVI auch noch bedacht? Ein Skandal – ein weiterer Nagel im Kreuz Jesus Christus!
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#7   Gastus   11:02:37 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@ansgar
Sein populäres Engagement wird als eine positive Sache katholischen Ursprungs wahrgenommen, was sie im Grunde ja auch ist. So interessiert man Kirchenferne für den Glauben; dann kommen sie, schauen sich die Sache an, und bleiben bestenfalls.
Die späten Äußerungen des Abbés sind allerdings in der Tat peinlich; man sollte ihm sein Alter zu Gute halten.
Ich halte es für überaus schädlich, wenn der von Ihnen durch das soziale Engagement neugierig gewordene kirchenferne Personenkreis, so einem Geistlichen in der Beichte begegnet. Da wird alles nur noch schlimmer.
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#6   Ansgar   10:46:49 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@ Gastus
„Kirchenschädigendes Verhalten“: In der öffentlichen Wahnehmung wird Abbé Pierre der katholischen Sache eher genützt haben. Sein populäres Engagement wird als eine positive Sache katholischen Ursprungs wahrgenommen, was sie im Grunde ja auch ist. So interessiert man Kirchenferne für den Glauben; dann kommen sie, schauen sich die Sache an, und bleiben bestenfalls.
Die späten Äußerungen des Abbés sind allerdings in der Tat peinlich; man sollte ihm sein Alter zu Gute halten.
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#4   Gastus   09:48:01 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@ – – –
Der reformerische Geist des Katholiken blieb bis zu seinem Tod wach. 2005 erschien sein Buch „Mon Dieu … Pouquoi?“ (Mein Gott … warum?). Darin legt er nahe, dass er als junger Mönch Sex hatte, und fordert die Abschaffung des Zölibates. Er setzt sich darin auch für die Ehe von gleichgeschlechtlichen Partnern ein und fordert die Priesterweihe für Frauen.
link www.dieneueepoche.com/…007/01/22/82081.html
Ich werde mich hüten irgendetwas schön – zu – reden, nur weil er jetzt verewigt ist.
Die Aufarbeitung von ein paar Möbeln, deren Weiterverkauf und ein paar Almosen werden keine Entschuldigung für kirchenschädliches Verhalten sein.
Wer noch mit 93 Jahren seine ganz privaten Sexgeschichten verbreiten muss, leidet entweder an „hohem Blutzucker“ oder hat sie nicht mehr alle auf der Latte.
Trotzdem, möge sich der HERR seiner erbarmen und ihm gnädig sein, wie uns allen auch!
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#3   HeinrichvonOfterdingen   09:28:58 | Mittwoch, 24. Januar 2007
Lieber Landlerorganist,
Dabei stecken viele doch selber in schismatischem Sumpf aus dem sie nur die Güte Gottes befreien kann.
Stimmt! Zum Beispiel durch die Bekehrung Neuroms und des Papstes Benedikt XVI.
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#2   Gastus   09:26:01 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@Landorganist
Was wiegen die Aussagen des Abbe gegenüber seinem lebenslangen Wirken für die Ärmsten der Armen, an denen wir uns messen sollten?
Ach, Sie arbeiten auch in der Möbelbranche.
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#1   landorganist   09:21:02 | Mittwoch, 24. Januar 2007
Ein gutes
Zeichen, das Benedikt XVI. das Werk von Abbe Pierre würdigt. Er verfügt halt über die Herzenswärme und über die Güte, die einem jeden Christen zueigen sein sollte. Was wiegen die Aussagen des Abbe gegenüber seinem lebenslangen Wirken für die Ärmsten der Armen, an denen wir uns messen sollten?
Natürlich sehen die Hetznetter nur das Negative, nur das, worüber sie sich moralisch meinen erheben zu müssen. Dabei stecken viele doch selber in schismatischem Sumpf aus dem sie nur die Güte Gottes befreien kann.
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