Protestantismus
Gemeinsamer Lehrer im Glauben?
Im November 1997 lobte der Bischof von Mainz den deutschen Reformator und abgefallenen Augustinermönch Martin Luther in höchsten Tönen. Zitate.
Links: Martin Luther, gemalt von Lucas Cranach dem Älteren im Jahr 1529 Rechts: Karl Kardinal Lehmann
Links: Martin Luther, gemalt von Lucas Cranach dem Älteren im Jahr 1529
Rechts: Karl Kardinal Lehmann
© Bild Kardinal Lehmann: Wikipedia-Benützer ‘Th1979’. GNU Free Documentation License
(kreuz.net) „Lehrer des Glaubens“, „unser gemeinsamer Lehrer“, „gemeinsamer Lehrer der Kirchen“.

Mit diesen Titeln bezeichnete Bischof Karl Lehmann von Mainz am 8. November 1997 den Reformator Martin Luther in der ‘Deutschen Tagespost’.

Um zu verstehen, was der Prälat sagen wollte, lohnt es sich, theologische Aussagen des „gemeinsamen Lehrers“ Luther unter die Lupe zu nehmen.

Für Luther steht ein tödlicher Streit Gottes mit sich selber, mit dem Satan und mit dem Menschen im Mittelpunkt seiner Theologie.

Durch den Tod Christi versöhnt sich der streitende Gott mit sich selber.

Er besiegt so den Satan und „verzehrt“ den Widerspruch des Menschen in sich selber: „Christus verzehrt uns und verwandelt uns in sich.“ (Luther, Weimarer Ausgabe Band 3, Seite 434).

„Der Streit Gottes mit Gott, seine Bosheit beziehungsweise seine Teufelei – Gott kann nicht Gott sein, er muß zuvor ein Teufel werden – kann nur durch Gott selbst überwunden werden.“ (Luther, Weimarer Ausgabe Band 31, Seite 249).

Deshalb läßt der ewige Vater seinen Sohn, „der alle Sünde auf sich genommen hat, ja die Sünde selbst ist“ (Luther, Weimarer Ausgabe Band 40, III, Seite 745), „vor unser aller Augen am Kreuze sterben. Vorher ist vor Gottes Augen das Sterben Christi auch gewesen, aber heimlich, ehe der Weltgrund gelegt ist.“ (Luther, Weimarer Ausgabe Band 45, Seite 370).

Diese These leitet sich direkt aus der Leugnung der Willensfreiheit ab.

„Die Sache selbst“, schreibt Luther in seiner Antwort an den Gelehrten Erasmus von Rotterdam († 1536), „ist der Nachweis, daß der freie Wille eine Lüge sei“.

„Selbst die natürliche Vernunft wird gezwungen zu bekennen, daß jener ein lächerlicher Gott wäre, ein Götze, welcher das Zukünftige ungewiß voraussieht und es nicht vermöchte und täte“ (De servo arbitrio, Weimarer Ausgabe, Band 18, Seite 603, 718).

„Weil Gott aber mit unveränderlichen, ewigen und unfehlbaren Sinnen versieht, vernimmt und tut, wird der freie Wille niedergestreckt wie durch einen Blitzschlag“ (Weimarer Ausgabe Band 18, Seite 615).

„Warum hat Gott Adam lassen fallen und Judas zum Verräter bestimmt?“ (Weimarer Ausgabe Band 18, Seite 715/16).

Der Willkürgott sagt von sich selbst: „Ego sum Dominus, qui creo bonum et malum.“

„In diesem Paradox der Paradoxe hat er Gut und Böse, zwei unvereinbare Dinge auf die Einheit seiner ewigen Natur zurückgeführt, so mächtig ist Gott.“ (Weimarer Ausgabe Band 40, II, Seite 417).

Der „Lehrer des Glaubens“ rechtfertigt den Menschen, indem er das Böse auf Gott überträgt:

„Nicht der arme Mensch ist schuldig, sondern der ungerechte Gott.“

„Gott hat sich allen Völkern in einem klaren Widerspruch geoffenbart: Christus zum Knecht erniedrigt, ins Fleisch geworfen, hat die Sünde der Welt auf sich genommen, hat sich dem Gesetz unterstellt und seine Härte erfahren. Er hat sich daher gegen den Vater, welcher der Urheber des Gesetzes ist, aufgelehnt und ist daran gestorben“ (Weimarer Ausgabe Band 26, Seite 37).

Der Gott, der sich selber als Schöpfer des Guten und Bösen widerspricht – „Deus sibi contradixit“ – kann nicht Gott sein: „Er muß zuerst ein Teufel werden“ (Weimarer Ausgabe Band 31, Seite 249).

Das Böse in Gott kann nur mit Gott überwunden werden. Folgerichtig sagt Luther: „Gott muß mit Gott überwunden werden.“ (Weimarer Ausgabe Band 51, Seite 167).

Luther rief daneben auch auf, Päpste, Kardinäle und Bischöfe umzubringen:

„Warum greifen wir diese unheilvollen Verkünder von Ruinen, die Päpste, die Kardinäle, die Bischöfe und die ganze Horde des römischen Sodom nicht an mit allen Waffen, über die wir verfügen, und waschen wir nicht unsere Hände in ihrem Blut?“

Auch die „räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern“ finden bei ihm keine Gnade:

„Drum soll hie zuschmeißen, würgen und stechen, heimlich oder öffentlich, wer da kann, und gedenken, daß nichts Giftigeres, Schädlicheres, Teuflischeres sein kann denn ein aufrührerischer Mensch, gleich als wenn man einen tollen Hund totschlagen muß. Steche, schlage, würge sie, wer kann“

Kardinal Lehmanns Lehrer meint auch, man solle „die Synagogen und Häuser der Juden verbrennen“ und ihnen die „Straße sperren“, sie am besten aber „ausweisen“.
      
38 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#38   Wolfgang K.   17:14:50 | Freitag, 26. Januar 2007
@Maledica
Entschuldigung wenn ich Ihre kirchengeschichtlichen Kenntnise etwas auffrischen will. Alexander VI. hatte bei seinem Ableben gar keine Zeit um irgendetwas zu bereuen. Er starb nämlich an einer letalen Dosis Gift dass er einem seiner Kontrahenten den er beerben wollte zukommen ließ. Doch der Koch vertauschte die beiden Becher. Dann ging bei den Römern dass Gerücht um dass dieser Papst vom Teufel geholt wurde.
Zu behaupten dass Luther mit der Ehe von Katharina von Bora Hurerei ist, finde ich mehr als unverschämt, nach Ihrer Auslegung wüßte dann jede Ehe der Quell der Sünde sein.
Wenn manche Beiträge hier vor Dummheit laufen könnten, die würden sich sogar in der Telefonzelle verlaufen. :-#
Redaktion benachrichtigen
#37   Babsy   15:41:02 | Freitag, 26. Januar 2007
„Gemeinsamer Lehrer“?
Diesen Unsinn hat Kard. Lehmann tatsächlich verzapft. Wie kann L. „gemeinsamer Lehrer“ sein, wenn er gegen Ende seines Lebens ungewiß war, ob er mit seiner Revolte richtig gehandelt hat?
Mehr dazu in: „Lehrer des Glaubens“? – Luther einmal anders. ISBN 3-00-013720-3
Redaktion benachrichtigen
#36   Maledica   13:13:59 | Freitag, 26. Januar 2007
Alexander VI und Luther
@Wolfgang Ketzer, Stimme der Dummheit, etc.
Alexander VI hat übrigens keine Religion gegründet, sondern unsere Heilige Mutter Kirche geht auf Christus selbst zurück. Dieser nämlich hat eines seiner schwächsten Glieder-nämlich Petrus- alle Schlüsselgewalt auf Erden zugeteilt. Und dieser unser Religionsstifter hat auch einen Judas unter die 12 auserwählt. Wenn auch ein Papst Alexander VI ein schlimmer Sünder war- Sünder sind wir alle- auch die abgefallenen Protestanten- so hat er nie eine Häresie verkündet, sondern war sich seiner Missetaten bewußt- Gott sei ihm gnädig!
Der rumhurende, saufende, antisemitische Oberketzer aber hat seine eigenen Religion gegründet, wo er seinen eigenen verblendeten sündhaften Geist als Maßstab und Ideologie genommen hat
Redaktion benachrichtigen
#35   Caputianus   10:33:37 | Freitag, 26. Januar 2007
Katholische Lehre
@ Wolfgang K. und Reflektor
Zum Glück ist das, was hier immer verbraten wird, weder Gottes Lehre, noch Lehre der Kirche. Da haben Sie recht.
Zum Thema: Angriff auf Luther, weil dieser zum „Mord an Kathis“ aufruft; ist das wohl sehr viel Schlimmer als der Aufruf zum Mord an Homosexuellen, die, nach r.ruhrgebietler, auch am Ozonloch schuld sind.
Leicht schizoid das Ganze hier!
Redaktion benachrichtigen
#34   r.ruhrgebietler   07:19:50 | Freitag, 26. Januar 2007
ich schenke lehmann ein Buch
„Abschied von Luther“, A. Mock.
Die 8Euro sind es mir wert. Ob er lesen wird??
Redaktion benachrichtigen
#33   Gastus   00:07:27 | Freitag, 26. Januar 2007
@Gemeinsamkeiten
Ja, Luther und Lehmann die beiden grossen Kirchenleerer.
Redaktion benachrichtigen
#32   Reflektor   23:42:41 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Wahr gesprochen, Wolfgang K.!
Hetzte wird hier von einigen allerdings als kirchliche Lehre verkauft. Schlimmer noch: Als Wahrheit. Wenn Sie sich die Herren (meistens sind es Herren) öfters anschauen, stellen Sie fest, dass hier einige Betonköpfe am Werke sind. Der Glaube scheint dabei allerdings ein vorgeschobenes Motiv zu sein…
Redaktion benachrichtigen
#31   Wolfgang K.   23:31:15 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Nettes Forum hier****
In früheren Jahren haben es doch Teile der katholischen Kirche trefflich verstanden, die Gläubigen gegen andere Konfessionen aufzuhetzen. Die Bezeichnung Hetz_net finde ich hier in diesem Zusammenhang sehr treffend.
Papst Alexander der VI. sagte einmal – jede Religion ist gut, aber die beste das ist die Dümmste. Was hat so ein Mensch noch mit Gott zu tun??? Wer solche Auswüchse noch beschönigt sollte wirklich einmal ernsthaft über seinen Katholizismus nachdenken.
Redaktion benachrichtigen
#30   Bruder Theophil   22:15:00 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Die Fortschreibung der lutherischen Auswüchse…
…erleben wir in Stilblüten wie der: „Bibel in gerechter Sprache“. Keine Übersetzung, sondern Interpretation der Bibel. Und dazu eine sehr willkürliche, lächerliche und den Lebenswirklichkeiten abgewandte Deutung.
Redaktion benachrichtigen
#29   VirFortis   21:12:08 | Donnerstag, 25. Januar 2007
der---
karl luther – pardon martin lehmann sieht ein bischen frustriert aus auf dem gemälde.
Redaktion benachrichtigen
#28   HeinrichvonOfterdingen   21:01:40 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Lieber Heggi,
Wenn die Evangelischen Mitchristen sind, was sind dann diejenigen, die FSSPX angehören, und was ist mit den Gläubigen, die ausschließlich dort zur Messe gehen und FSSPX unterstützen?
Das sind natürlich Ketzer, weil sie der römisch-protestantischen Kirche, die alle selig macht nicht angehören. Ihr Nebenpäpstchen heißt übrigens Landorganist, der exkommuniziert hier online.
Sind auch die Evangelischen/Protestanten noch Mitchristen, die die Gottheit Christi ablehnen und lassen sich diejenigen sonstigen sog. Christen inkl. liberale Katholiken noch als Christen bezeichnen, die eine arianische Auffassung vertreten?
Natürlich! Verboten ist nur die gesunde Lehre. Wer von der gesunden Lehre abweicht hat die Aufnahmeprüfung in den römisch-protestanischen Himmel bestanden.
Redaktion benachrichtigen
#27   Heggi   20:54:45 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Landorganist
Wenn die Evangelischen Mitchristen sind, was sind dann diejenigen, die FSSPX angehören, und was ist mit den Gläubigen, die ausschließlich dort zur Messe gehen und FSSPX unterstützen?
Sind auch die Evangelischen/Protestanten noch Mitchristen, die die Gottheit Christi ablehnen und lassen sich diejenigen sonstigen sog. Christen inkl. liberale Katholiken noch als Christen bezeichnen, die eine arianische Auffassung vertreten?
Redaktion benachrichtigen
#26   Kurti   20:48:19 | Donnerstag, 25. Januar 2007
LutherundLehmann sehen sich ziemlich ähnlich aus vom Umfang her schon.
www.cardinalrating.com/…_49__article_199.htm
www.teol.de/luther.htm
Redaktion benachrichtigen
#25   möchtegern-kathole   20:45:30 | Donnerstag, 25. Januar 2007
die ultimativen Sprüche sind vorallem jene …
… in denen der Kirchenspalter Luther als positiv für die Kirchenverständigung hingestellt wird.
Redaktion benachrichtigen
#24   Pater Lingen   20:40:48 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Nicht so auf Karl Lehmann herumhacken…
… schließlich ist er doch seit langem und bis heute per Du mit Joseph Ratzinger. Und was der von Luther hält, ist bekannt:
„German Lutherans were wary of Ratzinger, in part because in 1996 the German newsmagazine Focus reported that Ratzinger had vetoed a papal proposal to reverse the excommunication of Martin Luther. Vatican sources denied the report. Those who know Ratzinger, however, say few figures have exercised greater influence on him than Luther. In a 1966 commentary on Vatican II’s „The Church in the Modern World,“ Ratzinger said that the document leaned too heavily on Teilhard de Chardin and not enough on Luther – a remarkable comment in an era with no offical Lutheran-Catholic contact, when manyCatholics still branded Luther a heretic.“
…w.st-francis-lutheran.org/ncr990910.html
Und die „Protestanten-Kommunion“ nicht zu vergessen:
www.kreuz.net/article.1489.html
Redaktion benachrichtigen
#23   Islam…friedliche…Religion…Haha   20:11:17 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@landorganist
Was heißt hier Mitchristen? Niemand ist Christ, der nicht Katholisch ist!
Redaktion benachrichtigen
#22   landorganist   19:35:10 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Könnte es sein,
das Hetznet der Stoff ausgeht, oder warum jetzt die Hetze und Polemik gegen über evangelischen Mitchristen?
Redaktion benachrichtigen
#21   Sulpicius   19:03:08 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Und im Januar 2007 meint…
…„Mitten drin statt nur dabei“ hier auch seinen Sermon abgeben zu müssen…
Redaktion benachrichtigen
#20   Mitten drin statt nur dabei   18:57:40 | Donnerstag, 25. Januar 2007
1997 …
„Im November 1997 lobte der Bischof von Mainz den …“
Im Jahre 1997 hat Herr Müller einen Furz gelassen.
Im Jahre 1997 hat Frau Meier zwei Mal Durchfall gehabt.
Im Jahre 1997 hat Herr Schmidt die Straße überquert.

Im Jahre 1997 hat es dieses Scheiß-Forum „kreuz.net“ noch nicht gegeben!
Redaktion benachrichtigen
#19   Sulpicius   18:30:30 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Lieber ein Hurenbock,…
… der an Gott glaubt, als ein Lehmännchen, das an den Menschen glaubt…
Redaktion benachrichtigen
#18   stat crux   18:07:38 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Alexander VI.
trotz persönlich zweifelhaftem Lebenswandel (und ohne hier das Scheitern seiner Pläne für Cesare Borgia zu bewerten): Sogar diesem (!) Papst fällt keinerlei doktrinäre Entgleisung zur Last. Und das soll unwichtig sein?
Redaktion benachrichtigen
#17   Palma   18:05:53 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Alexander VI
Für Alexander VI war Sünde, Sünde und nicht Sakrament wie es Agnostiker-Protestanten und Antikatholiken „rechtfertigen“.
Redaktion benachrichtigen
#16   stimme der vernunft †   17:47:10 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@traumaturg
unter AVI lief die Verwaltung der Kirche ganz ordentlich …
Aha, und wenn die Verwaltung „ganz ordentlich“ klappt, dann kann der Stellvertreter Christ ruhit auch mal mit seinen eigenen Töchter herumhuren.
Wie doch die Ansprüche der Tradis sinken wenn es ihnen ins Konzept passt.
Redaktion benachrichtigen
#15   Wolfgang K.   17:39:12 | Donnerstag, 25. Januar 2007
heilige Päpste
Warum gibt es wohl im Vatikan Gänge und Hallen die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind – da steht zum Beispiel die Bronzefigur der Julia Farnese (dieser Papstgeliebten) seit jahrhunderten herum. Vielleicht könnten doch dem einen oder anderen frommen Pilger Zweifel an der so heiligen katholischen Kirche kommen…
Da schreiben sie hier immer in Kreuz_net so nette Artikel über die angebliche verschwindende evangelische Kirche und im gleichen Atemzug wird Kardinal Lehmann als Handlanger der 5. Kolonne des Protestantismus verdammt. Dabei hat dieser Kardinal mehr im Kopf als so mancher Redakteur und „Leserbriefschreiber“. Man könnte wirklich lachen, wenn es nicht so ernst wäre
Redaktion benachrichtigen
#14   Johann Gerhard   17:35:06 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Beim besten Willen,…
…aber diese aus dem Kontext gerissene Zitatauswahl, zu der jeder noch sein Lieblingsvorurteil dazu gibt, lässt wirklich jeden inahltlichen Anspruch vermissen.
Und als Krone des Ganzen dann noch geheuchelte Empörung über die Aussagen Luthers zu den Juden – nach dem wir hier gerade gelernt haben, dass der Holocaust allenfalls eine dreistellige Opferzahl nach sich gezogen hat.
Redaktion benachrichtigen
#13   thaumaturgos   17:26:53 | Donnerstag, 25. Januar 2007
… dann müssen Sie auch Alexander VI. entschuldigen
da gibts – nach neueren, für Sie wohl ‘modernistischen -Forschungen gar nicht soviel zu entschuldigen, unter AVI lief die Verwaltung der Kirche ganz ordentlich … aber wer macht sich schon die mühe ein Fachbuch (S. Schüler-Piroli, Die Borgiapäpste) zulesen … doch nur verblödete Theologie- und Kirchengeschichtler …
Redaktion benachrichtigen
#12   Adamah   17:24:41 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Stroherne Epistel @Neuevangelisation
Hebräerbrief, den er eine stroherne Epistel…
Kleine Irrtum: für Luther war der Jakobusbrief eine stroherne Epistel. Wenn wir Jak 2,14-26 lesen, sehen wir warum. „Glaube und Werke“ war nicht sein „Ding“ also weg mit dem.
Redaktion benachrichtigen
#11   stimme der vernunft †   17:23:45 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Skandal?
den Skandal, dass ein Bischof und Kardinal der Kirche ihn dennoch als „unseren gemeinsamen Lehrer“ betitelt.
Es werden ja auch Hurenböcke wie Alex VI als „Nachfolger des Heiligen Petrus“ und „Stellvetreter Christi auf Erden“ betitelt.
Redaktion benachrichtigen
#10   semper reformandus   17:15:39 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@wolfgang k
Wenn Sie den Verbrecher Luther damit enschuldigen, er sein halt ein Choleriker gewesen, dann müssen Sie auch Alexander VI. entschuldigen, der war halt auch irgendwie gestört, aus heutiger Sicht. Allerdings geht Ihr Beitrag ohnehin komplett am Thema vorbei: Es geht hier doch nicht um die persönliche Moral Luthers, sondern um seine Irrlehren und den Skandal, dass ein Bischof und Kardinal der Kirche ihn dennoch als „unseren gemeinsamen Lehrer“ betitelt. Es stimmt allerdings, dass moralisches Versagen christlicher Führer immer Angriffsflächen für antichristliche Verführer bietet. Eine schwere Sünde der Schuldigen, aber auch derer, die diese Verfehlungen dazu nutzen, der Kirche zu schaden.
Redaktion benachrichtigen
#9   Hacki   17:14:11 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@Karneval
wieder ein sehr schöner Betrag zum Karneval.
Der Lehmann macht sich am liebsten selbst lächerlich.
Das ist wahrer Humor!
Redaktion benachrichtigen
#8   Neuevangelisation   16:49:28 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Fälscher der Heiligen Schrift
Luther sah sich auch dazu berufen die Heilige Schrift neu zu ordnen, wobei er sich auch an den Kanon der Hlg. Schrift vergriff. Einige Deuterokanonische Bücher wurden kurzerhand entfernt, und zu Apokryphten erklärt.
Im neuen Testament interpretierte er einige Stellen, anstatt sie zu übersetzen. Davor, dass er den Hebräerbrief, den er eine stroherne Epistel nannte aus dem Kanon verbannte , bewahrten ihn seine Anhänger wie z. B. Melanchton. Der bekam sogar bei einer anderen Gelegenheit Ohrfeigen von Luther. Sie wiesen ihn, der den alten Sprachen auch nicht ausreichend kundig war auf die Fehlübersetzungen hin, worauf er nur ausfallend reagierte. Zwar hat er nicht die Bibel so verdreht wie die Wachturmgesellschaft, aber es bestehen nur graduelle Unterschiede zu ihr. Leider ist mir keine chronologische Auflistung seiner Fehlübersetzungen bekannt.
Die protestantische Schlachterübersetzung ist jedoch wie die vorkonzieliaren kath. Übersetzungen von einer ganz anderen Qualität.
Es stellt sich aber auch die Frage,was hätte damals eine gesunde Kirche von dem verirrten Luther zu befürchten gehabt?
Redaktion benachrichtigen
#7   Shuca   16:46:17 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Unser Lehrer
Wein , Weiber und Gesang …
Das stammt doch bestimmt nicht von unserem Lehrer .
Verleumdung !
Redaktion benachrichtigen
#6   Sulpicius   16:43:30 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Würfel
Ich würde sagen:
Aufgabe von kreuz.net ist es:
– Unhaltbare Theologie und Kirchenpolitik kath. Bischöfe aufzuzeigen
– die protestantische Irrlehre klar zu benennen
– die römische Messe zu unterstützen
– festzustellen, daß früher Vieles richtiger war
– den eigenartigen Umgang der zionistischen Juden mit anderen Völkern aufzuzeigen
Redaktion benachrichtigen
#5   Wolfgang K.   16:42:37 | Donnerstag, 25. Januar 2007
heilige Päpste
Luther war etwas cholerisch veranlagt, aber diese Aussagen herzunehmen um den evangelischen Glauben madig zu machen und sich selber als das hübsche Kätzlein im Haus darzustellen – das möge der Leser dieses Pamphlets selber entscheiden. Wenn ich das Leben eines Alexanders des VI. anschaue (Ehebrecher, Mörder, einer der ruchlosesten Päpste in der ganzen Kirchengeschichte) einschließlich seiner hochheiligen Nachfolger, da hatte Luther ein geradezu ehrenhaftes Leben. Diese verkommene Geistlichkeit hat ja die Reformation geradezu provoziert. Warnende Stimmen gab es im 15. Jahrhundert genug – Jan Hus (verbrannt), Savanarola (verbrannt) als Ketzer aber Luther kreidet man heute noch alles mögliche an? Im Spanien des 16. Jahrhunderts gingen die Scheiterhaufen nicht aus…
Wer andere kennt ist klug, wer sich selbst kennt ist weise…
Redaktion benachrichtigen
#4   stimme der vernunft †   16:38:09 | Donnerstag, 25. Januar 2007
ist doch logo
bei hetznet hat man einen Würfel, statt der Zahlen von 1 bis 6 steht auf den Seiten
– gegen Homos hetzen
– Bischof verleumden
– über Protestanten herziehen
– Messfreigabe ankündigen
– früher war alles besser
– Juden sind böse
der Würfel wird vor jedem neuen Artikel geworfen und dann mittels einer Phrasendreschmaschine (im gut sortierten Scherzartikelhandel erhältlich) ein zum geworfenen Thema passender Artikel gemacht.
Und wenn die Redaktion mal eine Herausforderung braucht, würfelt sie zweimal und schreibt einen Kombi-Artikel, wie den oben.
Redaktion benachrichtigen
#3   Sulpicius   16:33:24 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Man kann nicht oft genug daran erinnern,…
…, was die Herren deutsche Bischöfe so verbreiten (verbreitet haben), denn ihr Tun folgt ihrem Denken nach.
Redaktion benachrichtigen
#2   Benedikt   16:31:43 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Richtig
Ist ja brandaktuell und zuvor völlig unbekannt gewesen. Dzdzdz.
Redaktion benachrichtigen
#1   st.georg   16:05:22 | Donnerstag, 25. Januar 2007
ach gott…
… wie armselig . drei kurze aussagen von 1997 !!!
wow, es scheint keine aktuellen probleme in der kirche mehr zu geben…
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
ProtestantismusKein Grund zur Schadenfreude ProtestantismusGlauben Sie, daß Jesus über das Wasser gegangen ist? ProtestantismusJetzt geht das Geld aus ProtestantismusRätselhafte Selbstverbrennung ProtestantismusVisionen oder Illusionen? ProtestantenJetzt geht es dem Pfarrer an den Lohn ProtestantismusWas ist eigentlich das spezifisch Katholische? ProtestantismusEine Fundgrube des Antikatholizismus ProtestantismusEndlich ist er da! ProtestantismusEin Schildbürgerstreich ProtestantismusKommunion mit Bier und Würsteln Protestantismus„Benedikt XVI. ist ein Stück weit evangelisch“ ProtestantismusEine interessante Beobachtung ProtestantismusWidersprüche zwischen weichen Worten und würzigem Werk ProtestantismusDie Abschaffung des Latein als Beispiel der Reform
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net