Buchbesprechung
Wem dient der Ökumenismus?
Gestern beendete Papst Benedikt XVI. die ‘Weltgebetswoche für die Einheit der Christen’. Inzwischen sind auch bei höchsten kirchlichen Autoritäten Anbiederungen an die Protestanten alltäglich geworden. Von Hw. Georg May.
Benedikt XVI. mit dem Ratsvorsitzende der 'Evangelischen Kirche in Deutschland', Bischof Wolfgang Huber
Benedikt XVI. mit dem Ratsvorsitzende der ‘Evangelischen Kirche in Deutschland’, Bischof Wolfgang Huber
(kreuz.net) Die Ziele der ökumenischen Bestrebungen hüben und drüben sind total verschieden.

Die protestantischen Religionsverbände sind an einer organisatorischen Einheit mit der katholischen Kirche nicht interessiert, widerstreben ihr vielmehr aufs heftigste.

Es besteht nicht die geringste Aussicht, daß sich daran jemals etwas ändert.

Im Grunde wollen die Protestanten, daß alles so bleibt, wie es ist, abgesehen von den Vorteilen, die sie durch den Ökumenismus zu erlangen suchen. Das heißt, sie erstreben die bedingungslose Anerkennung des gegenwärtigen Standes der Religionsgemeinschaften.

Was sie vom Ökumenismus erwarten, ist Folgendes. Die Beziehungen zu anderen Konfessionen sollen die Position der eigenen Religionsgemeinschaft verbessern.

Die Protestanten begehren die Bestätigung ihres Religionssystems als berechtigt und genuin christlich.

Sie wollen als gleichberechtigte „Kirchen“ neben der Katholischen Kirche anerkannt werden.

Aus dieser Absicht erklären sich die unaufhörlichen Forderungen, die Katholische Kirche solle die protestantischen Religionsverbände endlich als Kirchen im vollen Sinne und gültige Bestandteile der einen, übergreifenden Kirche Christi bejahen.

Der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Landesbischof Christian Krause, verlangte am 9. Dezember 1999 vom Papst „die wechselseitige Anerkennung als Schwesterkirchen“.

Die protestantische Bischöfin Maria Jepsen stellte auf dem Hamburger Katholikentag im Juni 2000 die Frage, ob die Katholische Kirche die protestantischen Religionsverbände aus Arroganz oder aus Unsicherheit nicht als Kirchen anerkenne.

In dieser Unverschämtheit liegt die Aufforderung an die Kirche, ihren Glauben preiszugeben.

Die Absichten des Protestantismus sind von wachen katholischen Christen längst erkannt.

Guido Horst bemerkte richtig: „Man will von
Guido Horst:
„Man will von Rom nur zweierlei: Das Zugeständnis, daß die eine Kirche Jesu Christi auch in den evangelischen Einzelkirchen auf vollgültige Weise besteht und lebt, und die Vereinbarung der Abendmahlsgemeinschaft.“
Rom nur zweierlei: Das Zugeständnis, daß die eine Kirche Jesu Christi auch in den evangelischen Einzelkirchen auf vollgültige Weise besteht und lebt, und die Vereinbarung der Abendmahlsgemeinschaft, damit das Trennende bei ökumenischen Anlässen… nicht mehr so auffallend ins Auge sticht“.

Diese Bestrebungen des Protestantismus sind verständlich.

Von seiner Entstehung her haften ihm zwei Kennzeichen innerlich und untrennbar an: das Verlangen nach Prestige und das Verhalten als Konkurrent.

Er will gelten und mit der (Katholischen) Kirche gleichziehen. Die Protestanten spüren, daß ihrer Religion ein Geburtsfehler anhängt.

Sie hat den vom Glauben der Kirche, vom Ordensstand und vom Priestertum abgefallenen Augustinermönch Martin Luther zum Urheber. In seiner Gefolgschaft haben sich seine Anhänger von der Kirche Christi getrennt.

Diesem Mangel soll nun von seiten der Katholischen Kirche abgeholfen werden.

Die Protestanten wollen die Legitimität ihrer Existenz von ihr bestätigt sehen. Sie wollen ihre Ämter als genauso legitim wie jene in der Katholischen Kirche gewertet haben.

Sie wollen ihr Abendmahl gleichberechtigt mit Meßopfer und Kommunion anerkannt sehen.

Gleichzeitig wollen sie aber alle die Erleichterungen und Lockerungen behalten, die ihnen die sogenannten Reformatoren – vor allem unter Berufung auf ihren Begriff der Rechtfertigung – verschafft haben.

Sie denken nicht daran, das, was sie als evangelische Freiheit ansehen, um einer Einheit mit der Katholischen Kirche willen preiszugeben. Wer derartige Erwartungen hegt, läuft Illusionen nach.

Von der Anerkennung als gleichberechtigt durch die Katholische Kirche erwarten die Protestanten noch weiteren Vorteil und Gewinn. Sie wollen bei den Mischehen noch größere Eroberungen machen, als es jetzt schon der Fall ist. Daher die unaufhörlichen Pressionen.

Die Braunschweiger Erklärung fordert, protestantisch getraute Mischehen „ohne Einzeldispens“ als gültig anzusehen. Dieses Verlangen ist um so unverständlicher, als die protestantische „Trauung“ für das gültige Zustandekommen der Ehe irrelevant ist. Protestanten schließen ihre Ehe auf dem Standesamt – nicht in protestantischen Kirchen.

Sie wollen ihren Gottesdienst als gleich mit der katholischen Messe gewertet sehen. In der Braunschweiger Kundgebung wird der Kirche zugemutet, den Besuch eines protestantischen oder ökumenischen Gottesdienstes als Erfüllung der katholischen Sonntagspflicht anzusehen.

Dadurch sollen ihre oft leeren Bethäuser mit katholischen Besuchern gefüllt werden.

Gegenüber diesem egoistischen Ökumenismus des deutschen Protestantismus muten vereinzelte Stellungnahmen protestantischer Gemeinschaften erfrischend ehrlich an.

Der mitgliederstärkste protestantische Religionsverband in den USA, die Southern Baptists, beendete seine Gespräche mit der Katholischen Kirche, indem er erklärte:

„Wir sind keine Ökumeniker, wir sind evangelikal“.

Dieser Standpunkt ist wahrhaftig. Er ist zu respektieren.

Auszug aus dem Buch „Die Ökumenismusfalle“ von Hw. Georg May, Mainzer Emeritus für Kirchenrecht.

Das Buch aus dem Jahr 2004 wird ab April 2007 zum Preis von 14,50 Euro im Verlag ‘Sarto Buch’ erhältlich sein. Buchbestellung
      
30 Lesermeinungen
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#30   Bruder Theophil   14:51:51 | Montag, 29. Januar 2007
Das Problem löst sich doch von selbst…
…denn wenn im Gegensatz zur Katholische Kirche die Mitgliederzahlen in der ev. Kirche weiterhin so rasant abnehmen, dann braucht sich auch ein Benedikt XVI nicht mehr mit dem Thema wirklich beschäftigen. Klar ist doch, dass es ihm viel wichtiger ist mit den Ostkirchen den Schulterschluss zu suchen. Macht m.E. auch mehr Sinn. Mit welchen Splittergruppen seitens der Evangelen soll er sich denn auseinandersetzen ?
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#29   Emil Muhler   07:46:34 | Montag, 29. Januar 2007
Ich bin so froh,
daß ich nicht evangelisch bin schlosskirche.blog.de/…misanthropen~1485460.
Der Hit des des Jahres im köllschen Karneval unter:
www.schlosskirche.blog.de www.schlosskirche.blog.de/
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#28   möchtegern-kathole   19:53:58 | Freitag, 26. Januar 2007
im Modernismus der Protestanten besteht …
… die Chance der kath. Kirche, die Kirche im kath. Glauben zu einen, indem man eben diesen Glauben ohne Verfälschungen bekennt.
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#27   No Comment   16:34:50 | Freitag, 26. Januar 2007
Noch zu unscharf, Hw. May:
Es geht im Protestantismus auch um die Behauptung, das Christentum sei als Privatsache „voll“ vollziehbar, d.h. bei Unterordnung der relig. Angelegenheiten unter die Staatsautorität. Das ist das Kernanliegen der Abschaffung der sichtbaren Kirche Christi. Um das durchführen zu können, muss man bis zur Umdeutung der Taufe vorgehen, d.h. die sakramentalen Wirkungen abschwächen, die Sünde aufwerten, Ostern abwerten. Nutznießer war alles in allem der moderne Staat (vgl. Pius X. Editae saepe, 1910).
Im übrigen schafft die SSPX die sichtbare Kirche Christi gleichfalls ab, indem behauptet wird, „Rom“ sei modernistisch wg. Preisgabe des „Christkönigstums“ (i.e. das Ancien Regime).
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#26   Johann Gerhard   15:20:50 | Freitag, 26. Januar 2007
@ Dass außer der EKD…
… und ihren Genossen in Bezug auf die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre auch auf lutherischer Seite niemand Hurra ruft, kann man z. B. auf den Internet-Seiten der Evangelisch-Lutherischen Freikirche (ELFK) erfahren.
Dort findet sich hier www.elfk.de/…bid/378/Default.aspx eine ausführliche und fundierte Äußerung zu dieser Thematik, wobei schließlich noch die römische Gnadenlehre anhand der Heiligen Schrift als unzutreffend widerlegt wird.
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#25   Ydefix   14:16:50 | Freitag, 26. Januar 2007
„Die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“
www.kirchenlehre.com/rechtft.htm
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#24   Athanasius   13:56:19 | Freitag, 26. Januar 2007
@flatratepower
Leider ist Ihnen entgangen, daß die Kirche Jesu Christi nicht zur Einheit wiederhergestellt werden muss. Die Einheit besteht schon und zwar in der römisch-katholischen Kirche (und die mit dem Hl. Stuhl verbundenen Teil- und Ostkirchen, z.B. die Melkitische Kirche und die Syro-Malabarische Kirche), die die einzige Kirche Jesu Christi ist. Der Ökumenismust glaubt leider, daß die Einheit verloren gegangen ist und durch einen Großkompromiß wiederhergestellt werden muss. Aber die Kirche Jesu ist unfehlbar und die Einigkeit ist – so das Glaubensbekenntnis von Nizäa – ihre Eigengeschaft. Die Branch Theory-Lehre (Zweigtheorie, nach der Katholiken und Orthodoxen und Protestanten jeweils ein Teil einer geistigen „Kirche Christi“ seien) und die Irrlehre des „Geistigen Leibes Jesu in allerhand Gemeinschaften“ (wie von Kalvin gelehrt) sind beide verurteilt und nicht katholisch.
Credo in unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.
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#23   Agiafortuni   13:53:45 | Freitag, 26. Januar 2007
Dankbarkeit
Man kann Professor May nicht genügend dafür dankbar sein, dass er sich nicht scheut die Dinge beim Namen zu nennen. Möge der heiligen Mutter Kirche noch viele mutige Bekenner wie er gegönnt sein
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#22   Adamah   13:50:42 | Freitag, 26. Januar 2007
Gütereglung @Dr. Heger
Leider ist eine Konsens auf der Basis „wir sind uns einig, dass wir uneinig sind“ nie von Bestand. Es wird dadurch einfach vertagt.
Die Proti Behauptungen über das nicht Christ seins von Katholiken ist in erste Linie das Produkt und Werkzeug der calvinistischen evangelikalen Missionare in katholischen oder orthodoxen Länder. Leider zieht Calvin vermehrt im Hause Luther ein.
Diese Einstellung ist der Kern jedweder evangelikalen Argumentation in Bezug auf das „Christ sein“ von Katholiken. Um einen katholischen Christ anzuwerben, muss der Protestant erst feststellen, dass der Katholik (bestenfalls) nur nominell ein Christ ist und die „Errettung“ durch Jesus Christus nach evangelikaler Art und evangelikalem Muster bedarf, sonst macht er sich dem Proselytismus schuldig. Selbst die ÖRK ist wach geworden:
„Proselytismus liege vor, wenn die Lehre einer anderen Kirche verzerrt dargestellt oder lächerlich gemacht werde. Dies geschehe, wenn etwa behauptet werde, das Gebet für die Toten sei eine Leugnung der Notwendigkeit, Christus als Herrn und Heiland persönlich anzunehmen oder wenn die Anbetung von Ikonen als primitiver Götzendienst abgetan werde. „ (Ökumenischer Rat der Kirchen, Harare 13. Dezember 1998)
Im allgemein haben Durchschnitts-Katholiken in Deutschland kaum eine Ahnung, wie tief verwurzelt die anti-katholische Einstellung in manchen Kreisen sind.
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#21   Benedikt   13:49:49 | Freitag, 26. Januar 2007
@ flateratepower
Die Einheit entspricht dem Willen des Herrn (seid alle eins). Der Ökumenismus dient dem Willen des Herrn.
Die Frage ist aber, ob das protestantische Ökumeneverständnis als Einheit zu qualifizieren ist. Nach protestantischer Vorstellung ist es für die Ökumene ausreichend, dass sich die Konfessionen gegenseitig anerkennen. In Glaubensaussagen muss dagegen keine Einheit vorherrschen („Die Einheit in der Verschiedenheit“.
Diese Art von Ökumene ist mE nicht akzeptabel, da hier keine Einheit geschaffen wird sondern Unterschiede konstituiert werden. Eine solche Einheit existiert nur an der Oberfläche, führt letztlich zur Bildung eines kleinsten gemeinsamen Nenners und damit zur Verarmung des Glaubensgutes der Konfessionen.
Es ist auch so, dass selbst die Ökumenisten auf katholischer Seite nicht das protestantische Ökumeneverständnis, sondern das katholische Ökumeneverständnis einer geeinten Kirche verfolgen. Dieser Weg wird bitter enden, sobald man feststellen muss, dass die Protestanten nach ihrer Gleichstellung als Kirche keine weiteren Anstrengungen zur Erreichung einer Ökumene unternehmen werden – weil sie in ihren Augen (nicht aber in denen der Katholiken) nämnlich bereits erreicht ist.
Die Ökumenisten müssen überprüfen, in wie weit sie überhaupt das gleiche Verständnis von Ökumene aufweisen – das hätte eigentlich der erste Schritt sein müssen.
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#20   Gastus   13:33:40 | Freitag, 26. Januar 2007
@Druchfuxt
Ich frage mich schon seit längerem, ob Katholiken mit ihrer (in meinen Augen gotteslästerlichen) Marien- und Heiligenverehrung überhaupt den Namen „Christen“ noch verdient haben.
Gut Durchfuxt, ich habe Verständnis dafür, dass Sie auch Probleme damit haben Vater und Mutter zu ehren.
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#19   Dr. Christoph Heger   13:17:14 | Freitag, 26. Januar 2007
@durchfuxt: Vorschlag zur Güte
Ich frage mich schon seit längerem, ob Katholiken mit ihrer (in meinen Augen gotteslästerlichen) Marien- und Heiligenverehrung überhaupt den Namen „Christen“ noch verdient haben.
Da können wir uns einigen: durchfuxt verzichtet darauf, daß die katholische Kirche die protestantischen Gemeinschaften als „Kirchen“ anerkennt, und ich verzichte darauf, daß ich in seinen Augen den Namen „Christ“ verdiene.
Ist das ein Vorschlag?
MfG
Christoph Heger
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#18   Benedikt   13:14:18 | Freitag, 26. Januar 2007
Ergänzung
Meines Erachtens wäre es praktisch, auf Basis dieses Artikels einen zweiten Auszug aus dem Buch zu bringen, der die Schlussfolgerungen Prof. Mays enthält, was dies für die Ökumene bedeutet.
Katholiken und Protestanten haben nämlich ein unterschiedliches Verständnis von Ökumene: Während di Katholiken auf eine sichtbare Einheit abstellen, wäre für die Protestanten mit der Erfüllung der im obigen Artikel genannten Forderungen nach Gleichstellung die Ökumene bereits verwirklicht. Diese Tatsache wird von den meisten Ökumenikern der kath. Kirche aber geflissentlich ignoriert.
@ durchfuxt
Ich frage mich schon seit längerem, ob Katholiken mit ihrer (in meinen Augen gotteslästerlichen) Marien- und Heiligenverehrung überhaupt den Namen „Christen“ noch verdient haben.
Zur Klärung dieser Frage reicht ein Blick in die Bibel. „Selig preisen mich von nun an alle Geschlechter“ heißt es von Maria im Magnificat. Die Apostelbriefe informieren Sie gerne darüber, dass die Autoren es gutheißen, die Verstorbenen (=die Heiligen) zu ehren.
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#17   nachtlaterne71   13:09:15 | Freitag, 26. Januar 2007
Wem dient der Öumenismus?
Aus der Wikipedia: „
Mit dem Wort Ökumenismus wird, zur genaueren Unterscheidung von Ökumene im allgemeinen, in kirchenamtlichen Dokumenten des Katholizismus die gegenseitige Anstrengung der großen christlichen Konfessionen zur Wiedergewinnung der sichtbaren Einheit der Kirche Jesu Christi bezeichnet.“
Nun stellt sich die Frage der Überschirft: „Wem dient der Ökumenismus“ – also das Bemühen um die Einheit?
Ich behaupte: Die Einheit entspricht dem Willen des Herrn (seid alle eins). Der Ökumenismus dient dem Willen des Herrn.
flatratepower
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#16   Adamah   12:52:58 | Freitag, 26. Januar 2007
…überhaupt den Namen „Christen“ noch verdient… @ durchfuxt
Diese unendliche Proti Geplapper über das Christ oder nicht Christ sein von Katholiken ist nur für ihre eigener Legitimation zweckdienlich.
Ein Katholik benötigt keine von Protestanten ausgestellten „Christen Pass“ um zu wissen was er ist. O:)
Wir sollen zwei Punke aus katholischer Sicht betrachten: Erstens, obwohl die katholische Kirche eine Vielzahl von theologischen Differenzen mit anderen religiösen Körperschaften hat, ist sie äußerst zurückhaltend in der Ablehnung des Christ Seins anderer, solange bestimmte Vorrausetzungen gegeben sind z.B. Dreifaltigkeitsglaube und die Wasser-Taufe im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (vgl. Mt 28,19 und UR 3).
Zweitens: In der Darstellung und Vermittlung des katholischen und apostolischen Glaubens stellt sich die Kirche Christi nicht in theologischen Kontrast zu anderen christlichen Gemeinschaften (vgl. UR 3.9.11.24). Sie greift nicht zu dem Mittel der Diatribe; geschweige denn der Proselytenmacherei.
Dieses Verhalten der Kirche ist ein klarer Hinweis, dass sie ihrer Position gewiss ist und sie sich nicht im Vergleich zu den anderen christlichen Gemeinschaften definieren muss. Die Wahrheit des katholischen christlichen Glaubens und das Zeugnis ihrer Geschichte sind ausreichend für ihre Validierung (vgl. Mt 13, 9).
Kommt nach Hause. :(3
Katholiken sind Bibeltreu!!!!!!!! !:)
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#15   Athanasius   12:43:35 | Freitag, 26. Januar 2007
@Prof Dr Dr Georg May, Pr.
Ihnen gilt meine öffentliche Danksagung, die – wie annehme – von Seiten aller traditionsverbundenen römisch-katholischen Gläubigen Ihnen gilt.
Dank für Ihren Mut zum Bekenntnis für Christi Kirche.
Ein Junger Mensch.
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#14   AthanasiusII   12:41:18 | Freitag, 26. Januar 2007
Falsche Einheit
Die falsche Einheit e pluribus unum und ordo ex chaote wurde schon im 19. Jh. von den Branch-Theory-Vertretern versucht zu realisieren im Vorlaufökumenismus. Alle die die katholische Kirche und den Papst hassten vereinigten sich, z.B. bei der Bonner Konferenz der Döllingerianer Alt“katholiken“, sog. Orthodoxen und der anglikanischen Protestanten. Immer eine Einheit ausserhalb des katholischen Glaubens, des unverkürzten!, ausserhalb der Primatschaft und Unfehlbarkeit des Päpste und der Ökumenischen Konzile!
Das wird heute – mehr als je zuvor – leider in der Ewigen Stadt angestrebt. Oder ist diese nicht mehr so ewig wie sie erscheint? Wird ihr wegen des Überspiels mit dem Ökumenismus und allen Religionen ein Urteil zu Teil? Wir wissen es nicht. Aber schon, daß der moderne Ökumenismus eine Scheineinheit anstrebt die nicht die der einen Kirche Jesu Christi ist, nicht dieser Kirche, die eins und dasselbe ist wie die römisch-katholische Kirche und an der Personen die ausserhalb der katholischen Einheit leben, keinen Anteil haben können (cfr. Humani generis, par. 27, u. Mystici Corporis).
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#13   Johannes Damaszenus   12:40:57 | Freitag, 26. Januar 2007
@ durchfuxt
das Problem wird sich von selber lösen. Der Protestantismus landes“kirchlicher“ Prägung wird von den Freikirchen seit längerem massiv erodiert. Mangels Priesteramt und Sakramenten kann jeder Dahergelaufene eine freie Gemeinde gründen. Die Anhänger kommen aus den Landes“kirchen“. So zerfällt der Protestantismus in sich marginalisierende und oft bekämpfende Kleingrüppchen. Die Landes“kirchen“ sind sowieso lediglich anachronistische Überbleibsel einer Fürsten“kirche“, in welcher der jeweilige Landesfürst gnädig befahl, daß die Freiheit eines Christenmenschen nun reformiert auszuleben sei. Aber wenn die sterbenden Landes“kirchen“ ihre ökumenischen Mühewaltungen schon vorher einstellen: Umso besser. Dann hat man wenigstens vor ihrem Ungeist seine Ruhe.
Zur Deiner Polemik gegen Heiligenverehrung: Fein fein. Bibellesen würd helfen: Schließlich sagt schon Paulus, daß wir von einer Wolke von Zeugen (Märtyrern) umgeben sind. Dieser Zeugen vergewissern wir uns, denn sie sind die Früchte des Erlösungswerkes Christi. Aber da ihr ja kaum mehr an die Gottheit Jesu Christi glauben könnt, könnt ihr auch nicht an die Vergöttlichung des Menschen glauben, so wie es die katholische Kirche und die Orthododoxe Kirche glaubt.
Es ist also durchaus vernünftig, die Ökumene mit der Orthodoxie anzustreben. Glücklicherweise wird die Orthodoxie der vom Protestantismus infizierten kathol. Kirche helfen, sich von diesem wieder zu distanzieren.
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#12   wolfgang e.   12:34:34 | Freitag, 26. Januar 2007
lieber laikos!
Im obigen Artikel wird gar nicht die Krise der katholischen Kirche analysiert, sondern das Ziel der Protestanten in der Ökomene.
„wiener“ weist auch zurecht darauf hin, das der Zusammenhang zwischen dieser Analyse von Hw. May und Benedikt XVI an den Haaren herbeigezogen ist. Die seltsame Schieflage der kreuz.net-Berichterstattung habe ich schon unten dargestellt. (Liebe Redaktion, was wollt ihr damit? – den Papst unsachlich diskreditieren? – Wieder ein paar Leser dazugewinnen durch herbeigeschriebene Skandale?)
Die von Ihnen beschriebene Protestantisierung von „katholischen“ Gemeinden (hier meist „Basis-Gemeinden“ genannt) gibt es in manchen Bereichen der Kirche tatsächlich, manchmal sogar auch bei Bischöfen, da haben Sie recht. Zumindest für Wien kann ich aber doch sagen, dass diese Extremphänomene glücklicherweise nur eine kleine Minderheit betreffen.
Der in der Überschrift hergestellte Bezug zu unserem Papst ist jedenfalls eine Unterstellung, die sich nur halten lässt, wenn man einen Großteil dessen, was der Papst sagt, ausspart.
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#11   wiener   12:28:42 | Freitag, 26. Januar 2007
@ dorothea
„heutige meldung“:
Hw. Georg May, emeritierter Mainzer Kirchenrechtler, in dem 2004 erschienen Buch „Die Ökumenismusfalle“.
und nochmals meine frage:
warum erweckt +.net den – offenbar unzutreffenden – anschein, dass g. may mit diesen äußerungen den derzeitigen papst und die gestern zu ende gegangene „weltgebetswoche für die einheit der christen“ kritisiert?
die redaktion arbeitet unredlich bzw. will bewusst einen unwahren eindruck erwecken. beides ist journalistisch von bewusster täuschung bzw. lüge nicht weit entfernt.
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#10   Adamah   12:14:16 | Freitag, 26. Januar 2007
Arroganz? Nööööööööö
So sehr manche es leugnen wollen, gibt es keine christliche Gemeinschaft, welche ohne Bezug zur katholischen Kirche existieren kann, weil sie Die Kirche Christi ist (vgl. LG 8).
Der Protestantismus zeichnete sich von Anfang an dadurch aus, dass er sich selber in der Ablehnung des Römischkatholischen definiert. Die heutigen Spannungen zwischen Protestanten und Katholiken sind m.E. überwiegend von den Protestanten ausgehend. So sehr manche Proti es will, gibt es nicht „die Kirchen“ sondern nur die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Alles andere ist inkomplett.
„Denn Christus der Herr hat eine einige und einzige Kirche gegründet, und doch erheben mehrere christliche Gemeinschaften vor den Menschen den Anspruch, das wahre Erbe Jesu Christi darzustellen; sie alle bekennen sich als Jünger des Herrn, aber sie weichen in ihrem Denken voneinander ab und gehen verschiedene Wege, als ob Christus selber geteilt wäre.“(UR 1)
o^/
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#9   wiener   12:12:18 | Freitag, 26. Januar 2007
nochmals meine frage:
stehen die einleitenden sätze:
Gestern beendete Papst Benedikt XVI. die ‘Weltgebetswoche für die Einheit der Christen’. Inzwischen sind auch bei höchsten kirchlichen Autoritäten Anbiederungen an die Protestanten alltäglich geworden. Von Hw. Georg May.
untereinander in irgend einem zusammenhang?
genauer:
hat g. may 2004 die gestern beendete weltgebetswoche für die einheit der christen kritisiert. und hat er benedikt XVI. vorgeworfen, sich an protestanten anzubiedern?
oder hat „die redaktion“ einfach (wieder einmal) einige dinge in einen topf geworfen, einmal kräftig umgerührt, und serviert uns einen „hilfe die bösen modernisten zerstören die kirche“-eintopf?
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#8   laikos   12:03:31 | Freitag, 26. Januar 2007
Danksagung
Danke für diesen wundervollen Artikel. Prof. Georg May bringt die Kirchenkrise mit einer einfachheit und verständlichkeit auf den Punkt welche einfach nur genial ist. Die Protestanten haben schon fast alles erreicht. Die moderne Kommunion ist schon längst ein Abendmahl. Laienpriestertum ist auch schon voll vorhanden. Die Sakramente wurden in der Praxis fast gänzlich abgeschafft. Protestanten sind mehr anerkannt als Traditionalisten. Sünde wurde abgeschafft. Protestanten sind immer herzlich zur Kommunion eingeladen. Der Mensch steht durch lächerliche Veranstaltungen im Mittelpunkt. Martin Luther wird innerhalb vieler katholischer Gemeinschaften als heiliger verehrt. Dazu muß man sagen das die traditionstreuen Protestanten nicht so sind wie unsere Modernisten. Sie verurteilen auch vieles was Modernisten tun.
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#7   durchfuxt   11:36:30 | Freitag, 26. Januar 2007
Ich bin auch dafür,
dass die ev. Landeskirche, der ich angehöre (eigentlich nicht nur die, sondern die ges. EKD) alle ökom. Bemühungen abbricht. Ich frage mich schon seit längerem, ob Katholiken mit ihrer (in meinen Augen gotteslästerlichen) Marien- und Heiligenverehrung überhaupt den Namen „Christen“ noch verdient haben.
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#6   wiener   11:22:23 | Freitag, 26. Januar 2007
frage:
spricht g. may tatsächlich davon, dass der papst sich protestantischen christen „anbiedere“?
wenn ja – wie konnte g. may in seinem 2004 erschienenen buch über den erst 2005 gewählten papst benedikt XVI. derart urteilen (wie dies der einleitungstext zu obigem nahe legt)?
und noch eine frage:
ruft may damit zum ungehorsam, ja vielleicht zu einem „aufstand gegen rom“ auf? so wie es +.net ja immer wieder tut?
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#5   wolfgang e.   11:21:00 | Freitag, 26. Januar 2007
Die Analyse von Hw. Georg May ist sehr zutreffend.
Besonders „lustig“ wird das buhlen der Protestanten als „Kirche“, wenn man bedenkt, das Luther gar keine Kirche wollte. Gerade das Bestehen der Kirche war für ihn das Grundübel. Luther lehnte sowohl die Tradition (sola scriptura), als auch die Hierarchie als auch die Sakramente ab und wollte damit gar keine Kirche. Dass seine „Nachfahren“ jetzt unbedingt „Kirche“ heißen wollen, steht damit im Gegensatz zu den Ideen Luthers.
Die geeignetste Bezeichnung wäre eigentlich protestantische „Konfessionen“ (auch „kirchliche Gemeinschaften“ geht meines Erachtens schon zu weit für das lutherische Selbstverständnis.)
Was mich an der Berichterstattung hier stört ist die Selektivität:
1. hat Papst Benedikt XVI immer wieder betont, dass für ihn Ökomene hauptsächlich mit den ortodoxen Kirchen zu führen sei. (Eine Protestantisierung dürfte das dann wohl eher nicht sein.)
2. hat kreuz.net „vergessen“ (siehe „Kreuzmeldungen“), einige wesentliche Punkte aus der Predigt Benedikt XVI zum Abschluss der Weltgebetswoche zu erwähnen:
a) dass nicht die „Kirchen“ die Einheit „machen“ können, sondern dass die Einheit nur ein Geschenk Gottes sein kann und daher eine Frucht des Gebetes und des Hörens auf Gott sein muss,
b) dass der Papst damit auch einen ziemlich deutlichen Aufruf zur Mission verbunden hat.
Liebe Redaktion: Warum diese Selektion?
Man merkt die Absicht, und ist verstimmt.
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#4   wickerl   10:51:53 | Freitag, 26. Januar 2007
So ist es
Papst Benedikt scheint diesen Weg unbeirrt weiterzugehen, er dieser Tage lobte er den Ökumenismus sehr, man sollte in ihn wegen einer Trendwende keine Hoffnungen mehr setzen, auch Kreuznet wird hinsichtlich der Freigabe der alten Messen die bevorstehen soll noch sehr lange warten müssen, und wenn sie kommt ist ein sehr genaues Durchlesen des Dokumentes angesagt, nach dem Motto rechts blinken und links vorbeifahren könnte auch eine Einschränkung des Istzustandes drinnenstehen.
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#3   Johannes Damaszenus   10:46:43 | Freitag, 26. Januar 2007
völlig richtig!
Ich sehe das seit Jahren genau so. Besonders lächerlich ist das protestantische Begehren, von der katholischen Kirche als vollwertig anerkannt zu werden. Dies zeigt, wie unsicher die Protestanten mit ihrem eigenen Status sind. Inzwischen spüren sie wohl zu deutlich ihre historische Unnötigkeit. Ihr einziges verbliebenes Ziel ist die Protestantisierung der kathol. Kirche, um diese auch in den Untergang zu reißen.
Allerdings sollte man sich langsam nicht nur die Frage stellen, ob die protestant. Verbände Kirchen sind, sondern, ob die Protestanten überhaupt noch Christen sind. Denn da erodiert es gewaltig. Den Glauben an die Gottheit Jesu Christi und an die Dreifaltigkeit kann man bei Protestanten ja nun nicht mehr selbstverständlich voraussetzen. Manche schweizerische reformierte Landes“kirchen“ betrachten neuerdings die Taufe als für die Kirchenmitgliedschaft nicht mehr konstitutiv. Ein Aufschrei der anderen „Kirchen“ hat es nicht gegeben. Sie ziehen also mit.
Damit ist eigentlich alles klar.
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#2   Josef Gadient   10:34:14 | Freitag, 26. Januar 2007
Wahre Oekumene!
Die Gefahr von aussen ist die eine, schlimmer ist die Gefahr von innen, sprich aus den Kreisen der katholischen Bischöfe und Priester. Zumindest nach dem Worte „Protest gegenüber dem Papst“ sind heute viele dieser Bischöfe und Priester eher „Protestanten“, haben aber immer noch das „katholische“ Mäntelchen an. Wahre Oekumene, heisst Rückkehr zu ewigen Wahrheit! Welche Religion hat diese ewige Wahrheit, ausser dieser von Jesus Christus gestifteten???? !:) !:)
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#1   catharina   10:14:56 | Freitag, 26. Januar 2007
Ja, so ist es.
Prof. May trifft ins Schwarze. Er scheint zu vereinfachen (den Theologenkollegen ein Greuel!). Doch gerade damit verschafft er der Wahrheit bei einfachen Menschen Gehör.
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