Manifest zur Alten Messe
Ulla Hahn und Botho Strauß distanzieren sich
Ein bekannter katholischer Journalist hat eine gute Geschichte zur Alten Messe gerochen und damit die Traditionalisten in eine peinliche Situation manövriert. Wie das deutsche ‘Manifest’ für die Freigabe der Alten Messe entstanden ist.
Opferung in einer Alten Messe
Opferung in einer Alten Messe
© Latin-Mass-Society.org
(kreuz.net) Seit Mitte Januar kursierte im deutschsprachigen Raum ein „Manifest zur Wiederzulassung der klassischen lateinischen Liturgie“.

Der Text wurde vom Bonner Altphilologen Heinz Lothar Barth aufgesetzt. Dr. Barth übernahm auch die Koordination der Unterschriftensammlung.

Als Sperrfrist für die Presse wurde der 18. Januar angegeben.

Doch bereits am 17. Januar veröffentlichte der Vatikanist der deutschen Tageszeitung ‘Welt’, Paul Badde, das Manifest im Wortlaut.

Er schrieb auch einen erklärenden Artikel dazu. Dieser beschränkte sich auf Allgemeinplätze zum überlieferten Ritus. Die alles entscheidende Frage ließ Badde offen: Wer hat das Manifest unterzeichnet?

Im Text schrieb er, daß Schriftsteller wie Botho Strauß, Ulla Hahn oder Martin Mosebach ihre „Unterstützung signalisiert“ hätten.

Im Vorspann des Artikels behauptete Badde ausdrücklich, daß die Schriftsteller das Manifest unterstützten.

Der irreführende Bericht erntete den Unmut der Betroffenen.

Ulla Hahn dementiert: „Richtige Täuschung“

Gestern Mittwoch erklärte Ulla Hahn vor der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’, daß ihr das Manifest nie vorgelegen und sie es nicht unterschrieben habe.

Manifest deutscher Intellektueller: "Die Alte Messe ist ein überragendes Werk der Weltkultur"
Manifest deutscher Intellektueller: „Die Alte Messe ist ein überragendes Werk der Weltkultur“
© Latin-Mass-Society.org
Erst nach der Veröffentlichung habe sie davon Kenntnis erhalten:

„Ohne daß ich mich von allen Inhalten des Manifestes distanziere, hätte ich es doch so weder unterschrieben noch begrüßt. Nur in einer intensiven Diskussion hätte ich mich abwägend dazu geäußert.“

Frau Hahn sieht eine „richtige Täuschung“ im doppelten Sinne.

Sie hält nämlich auch den Inhalt des Manifests für täuschend: „Denen geht es nicht ums Latein in der Messe. Die kann man heute schon lateinisch lesen. Es geht denen um eine generelle Rückkehr ins Vorkonziliare.“ Dazu benötigten sie wahrlich keine Schriftsteller.

Botho Strauß geht auf Distanz

Auch Botho Strauß distanzierte sich vor der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’.

Er sei sowieso Protestant, „wenngleich ein gequälter und unglücklicher“. Insofern sei er nicht berufen, sich zu Fragen der lateinischen Messe zu äußern. Er könnte diese höchstens als Gast genießen.

Martin Mosebach rechtfertigt sich

Martin Mosebach erklärte dagegen, das Manifest nachträglich „solidarisch und mit seinen Inhalten restlos sympathisierend“ mitzutragen – ohne es aber ausdrücklich unterschrieben zu haben.

Mosebach ist ein bekannter Unterstützer der Alten Messe. Er war es auch, der Paul Badde mit den vagen Information versorgt hatte.

Doch Badde habe ihn mißverstanden und die Unterschriften der drei Schriftsteller in die Welt gesetzt – behauptet Mosebach.

Nach dem Artikel in der ‘Welt’ habe er sich mit Ulla Hahn und Botho Strauß in Verbindung gesetzt, um das Mißverständnis aufzuklären.

Das Manifest kursiert in den Medien

Nach dem Bericht in der ‘Welt’ veröffentlichten mehrere Zeitungen Berichte über ein Manifest ohne seine Unterstützer.

Die Onlineausgabe der Tageszeitung ‘Berliner Morgenpost’ berichtete noch am gleichen Tag wie die ‘Welt’. Wenige Stunden später zog das Blatt den Artikel zurück.

Die Linzer Homepage ‘kath.net’ publizierte den Artikel von Badde am 18. Januar im Wortlaut.

‘Spiegel online’ und die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ erwähnten das namenlose Manifest im Kontext von Artikeln zur Alten Messe.

Nachträgliche Unterstützung zurückgezogen?

Am 20. Januar abends gab der Initiator des Manifests, Dr. Barth, eine Liste mit mehr als fünfzig prominenten Unterstützern an die Presse.

Sie wurde unter anderem auf ‘Radio Vatikan’, ‘kreuz.net’ und ‘katholisches.org’ abgedruckt.

Die Namen der drei Schriftsteller Mosebach, Strauß und Frau Hahn befanden sich auf der verbreiteten Liste.

Es ist deshalb anzunehmen, daß sie in den Tagen zwischen dem irreführenden Artikel in der ‘Welt’ und der Veröffentlichung der Liste ihre nachträgliche, aber ausdrückliche Zustimmung gegeben haben.

Nun haben es sich die drei Kulturschaffenden offenbar wieder anders überlegt.
      
25 Lesermeinungen
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#25   stat crux   11:26:28 | Mittwoch, 31. Januar 2007
@Gotthard
Meine Wenigkeit möchte anhand irgendeines Beispiels nur mal erleben, dass der dt. Kathlizismus sagt „Okay, machen wir“; ohne Nörgeln, Sichwinden, Anmerkungen, antirömische Spitzen. Denn das vorgetäuschte Deutschtum des dt. Katholizismus ist doch in einem Zeitalter der Globalisierung extrem rückständig. Gerade in einer wenig brisanten Frage könnte man doch mal „groß beigeben“ und sagen: Jawohl, Käpt’n, wird erledigt. Ist außerhalb der kirchlichen Sphäre nicht ganz unüblich.
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#24   Tridentinus   14:57:13 | Samstag, 27. Januar 2007
@Gotthard
Lesen Sie mal meinen vorausgehenden Kommentar.
Übrigens: Wenn wir darauf warten, bis Sie auf Handlungsbedarf erkennen, geschieht nie mehr etwas zur Gunsten der Tradition im sinne derer, die wohlwollend als traditionstreu oder traditionsverbunden und abschätzig als Tradis bezeichnet werden.
Allerdings kommt es auf Sie und Ihre Einschätzung gar nicht an, egal aus welcher Perspektive man diese Gläubigen und ihr(e) Anliegen betrachtet: Sie können ihnen nichts nehmen und nichts geben – Deo gratias!
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#23   Gotthard   23:19:58 | Freitag, 26. Januar 2007
@stat crux
Aber an irgendeinem Punkt muss mal Disziplin anfangen.
Wo ist denn der Aufstand gegen Rom?
An welcher Stelle sollte welche Disziplin anfangen?
Ich sehe im Augenblick für niemanden einen akuten Handlungsbedarf in Sachen „vür viele“.
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#22   M. Kirschbaum   19:11:57 | Freitag, 26. Januar 2007
Vielleicht doch ein absichtlicher Faux-Pas?
Man sollte es doch mal so sehen: es gibt für die FSSPX bezüglich Zulauf und damit auch Spendeneinlauf nichts Schlimmeres als eine allgemeine Zulassung des alten Ritus! Wer hat dann noch einen Grund zu dieser zu gehen? Was macht sie dann in den Augen der Tradis noch zu was Besonderem? (Spitzen und Brokat kann sich jeder bei paramentum kaufen :-) … wie wäre es, wenn die FSSPX mit Freuden und Absicht den treuen Knappen Barth in diese Falle hat laufen lassen … denn mehr kann man nicht GEGEN eine allgemeine Zulassung dieser Liturgie tun als solch einen Faux-Pas produzieren …
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#21   stat crux   15:33:51 | Freitag, 26. Januar 2007
@Tridentinus
Was „pro multis“ betrifft, so wäre (für Europa nördlich der Alpen) ein härtes Vorgehen m.E. vorzugswürdig gewesen, sozusagen als „Kraftprobe“, ob die Bischöfe überhaupt gehorchen wollen. Also: ab 2.2.2007 „für viele“, basta. Das meine ich gar nicht theologisch, denn „für alle“ halrte ich für unproblematisch. Aber an irgendeinem Punkt muss mal Disziplin anfangen. Wenn schon wegen „pro multis“ der Aufstand ausbricht, dann weiß die Öffentlichkeit jedenfalls, dass der Katholizismus hierzulande nur virtuell „zu fürchten“ ist.
Zu Mosebach:
Dessen Argumentation ist bekanntlich brutal und ahistorisch. Wenn Paul Badde dem auf den „Leim“ geht: sehr schade.
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#20   Athanasius   12:27:02 | Freitag, 26. Januar 2007
Jaja freuen wir uns
über die zahlreichen anderen Intellektuellen die sehr wohl ihre Unterstützung für die überlieferte römische Liturgie gezeigt haben, darunter auch Intelligentsia die auf eine katholische Zukunft hoffnen lässt.
Lassen wir einem Hetzer wie Gotthard (der sogar noch Priester ist) seine Spielchen herumschiessen und für die Designatio und Rückzieher von zwei Personen seinem konziliaren gott (oder göttin, mit kleinem G natürlich) danken.
Beten wir lieber für Hasserfüllte Leute. Et vincet in cordibus nostris amor Christi atque familiæ humanæ.
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#19   verecundus   11:20:14 | Freitag, 26. Januar 2007
Ulla Hahn und Konsorten
Nun ist die Welt wieder in Ordnung! Offengestanden war ich fassungslos, von der Unterschrift gerade dieser ätherischen Henne unter ein derartiges Manifest zu lesen.
Nun aber tönt sie so, wie man es von ihr gewohnt ist (und ich habe mir ihretwegen schon Sorgen gemacht!), man soll von gewissen Leuten eben nie zuviel erwarten.
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#18   Katharina L. †   11:19:11 | Freitag, 26. Januar 2007
Unseriös
Dennoch sind aber die Bemühungen von Dr. Barth hoch zu achten.
Wenn jemand – und sei es auch bona fide – irgendwelche Namen unter ein Dokument setzt, dem diese Personen nicht ausdrücklich zugestimmt haben, sehe ich daran nichts, was hoch zu achten wäre.
Es ist nicht einmal im strategischen Interesse klug, sondern einfach nur dumm.
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#17   Laurentius2   10:14:13 | Freitag, 26. Januar 2007
@Sulpicius
So mag man spekulieren … jedenfalls dürfen wir uns ob einer raffinierten Abwehrschlacht der Modernisten noch auf einiges gefaßt machen. Die Intelligenteren unter ihnen wissen genau: kommt die Messe aller Heiligen in der Breite zurück, ist dies der sichere Anfang vom Ende des deutschen Modernismus/Rahnerismus/Indifferentismus … so wie es das „pro multis“ für die Apokatastasis-Lehre sein wird.
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#16   Stimme aus dem Tradiland   10:07:04 | Freitag, 26. Januar 2007
Ich glaube, dass Dr. Barth bona fide gehandelt hat
…offenbar handelte es sich um ein Mißverständnis. Als Unterzeichner, welcher auf dem Manifest nicht aufscheint (weil nicht prominent oder was man dafür hält), weiß ich, dass Dr. Barth bzw. seine Gattin, welche die Stellung bei Computer und Fax hielt, von jedem Unterstützer eine Bestätigung verlangt haben.
Entweder ist also eine solche Bestätigung vorgelegen oder hat Dr. Barth – abweichend von den sonstigen Usancen – auf eine Information von dritter Seite vertraut. Darin zeigt sich auch eine Schwachstelle dieses Manifests: Dass man überhaupt mit prominenten Namen an die Öffentllichkeit gehen wollte.
Vermutlich hätte es ein Manifest, in welchem auch Leute wie „Max Mustermann, Klempner; Robert Altmann, Rentner und Gabriele Hausmann, Hausfrau“ aufscheinen – allenfalls garniert mit ein paar prominenteren Namen – auch getan.
Natürlich hat das Manifest auch inhaltliche Mängel, insoferne es nicht – wie es eigentlich richtig ist – auf der Bulle Quo Primum von 1570 fußt. Da hat man im Vorfeld sich schon an die V2-Diktion angepaßt und erreicht damit aber auch nicht mehr, wie man sieht.
Dennoch sind aber die Bemühungen von Dr. Barth hoch zu achten. Denn damit ist – vielleicht kurz, vielleicht nicht überragend, jetzt sogar noch problematisch (wer hat nicht unterschrieben…) – die überlieferte Liturgie wieder ein bißchen ins Gespräch gekommen. Wer tut denn sonst etwas dafür?
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#15   Tridentinus   09:18:42 | Freitag, 26. Januar 2007
Mein sehr belletristischer Eindruck
vom religiös-theologischen Engagement Paul Baddes bestätigt sich, ja jetzt schwingt sogar deutlich die Note des Unseriösen mit hinein. Unangenehm für Dr. Barth. Oder sollten die „Distanzierungen“ geplant gewesen sein, um das Manifest ins Zwielicht zu setzen?
Ein wichtiger dt. Liturgiker schrieb mir übrigens auf die Anfrage, wo der Pro-Multis-Brief printmedial zugänglich sei, er (scl. der Brief, Tridentinus) werde als „so geheim eingestuft“, dass er „in keiner unserer Zeitschriften (angefragt war zB LJ, Tridentinus) erscheinen“ dürfe.
Das wirkt fast wie ein Versuch, die Anordnung zu unterdrücken. Wie wird es einem Motu proprio ergehen, sollte es überhaupt ergehen!?
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#14   HeinrichvonOfterdingen   07:43:11 | Freitag, 26. Januar 2007
Lieber Traumaturgos,
ned amal ignoriern tu i gewisse leuts :-)
dafür bin ich Ihnen zu Dank verpflichtet. Danke
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#13   r.ruhrgebietler   07:25:45 | Freitag, 26. Januar 2007
Wankelmütige gibt es überall
sie sichern sich ihren persönlichen Vorteil und sind nicht belastbar! Dieses Verhalten ist in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden und jeder ist gut beraten es frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Vor ihnen ekelt es dem Herrn Jesus Christus am meisten – so die Novene die mit dem Barmherzigkeitssonntag endet!
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#12   Sulpicius   02:07:22 | Freitag, 26. Januar 2007
Badde
… ist wohl ein agent provocateur…
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#11   Melchisedech   01:36:36 | Freitag, 26. Januar 2007
Liste hin oder her
Jedenfalls hatte kreuz.net nichts eiligeres zu tun als die tatsächliche oder vermeintliche liste zu veröffentlichen; ohne prüfung, ohne recherche. wie auch immer, die „alte messe“ kommt oder sie kommt nicht. wichtig ist sowieso nur eine unterschrift und zwar die des papstes. bis dahin freue ich mich – auch schon an der „alten messe“!
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#10   Arwen   23:38:42 | Donnerstag, 25. Januar 2007
und wieder kath.net
Der kleine Bruder von kreuz.net hat wohl groß berichtet, dass Strauß und Hahn unterschrieben haben, aber das Dementi wird wieder einmal unterschlagen. (auch die ganze Liste hat man dort nie gebracht)
Im übrigen kennen wir dieses einseitige, unterschlagende und damit falsche Redaktionspolitik von kath.net schon von den Vorgängen in Fulda im letzten Herbst.
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#9   rebekka   23:37:13 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Geheimwissen
Diese Leute distanzieren sich, weil sie Angst vor der Politischen Grossmeinung haben,
Interessant. Woher wissen Sie das? Privatoffenbarung?
Vielleicht haben sie sich auch distanziert, weil sie sich distanzieren wollten. Aus Überzeugung. Weil sie wirklich nie gefragt wurden. Weil sie erst nach ein paar Tagen von ihrer angeblichen „Unterzeichung“ erfahren haben. Oder warum auch immer.
Wenn mir jemand sagt „Ich distanziere mich von…“, dann nehme ich das als Ausdruck der Überzeugung ernst. Für Sie hingegen scheint selbst das zu viel verlangt. Aufgrund privaten Geheimwissens kennen Sie die innere Motivation von Menschen, die Sie (vermutlich) nicht persönlich kennen.
Tradi sein scheint einem sogar Geheimwissen über die innerpsychischen Zustände fremder Menschen zu vermitteln. Alle Achtung.
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#8   Gotthard   21:59:27 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@turk
Nicht alle Unterzeichner sind (ein) Argument für den alten Ritus …
gibt es überhaupt Personen als Argumente für die alte Messe?
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#7   turk   21:49:55 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Für den Papst irrelevant
Für den Papst ist es völlig irrelevant, wie viele Manifeste kursieren. Er regiert nicht im Hinblick auf demokratisch aufzufassende Zurufe. Es könnte sogar die Frage einer Kontraproduktivität entstehen, aber Gott sei Dank steht der Heilige Vater über all diesen all zu menschlichen Dingen. Nicht alle Unterzeichner sind (ein) Argument für den alten Ritus …
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#6   Gotthard   21:45:53 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Wunderbar!
herrlich …herrlich … herrlich …
ich habe doch schon immer gesagt, diese (wichtigen!!!) Manifeste sind inhaltsleere Schauläufe… Wer ist drauf und wer nicht? …
Tradi-Tratsch-Clubs (we und Tradi
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#5   Athanasius   21:42:29 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Ulla Hahn und Botho Strauss
Diese Leute distanzieren sich, weil sie Angst vor der Politischen Grossmeinung haben, die Meinung, die alles bestimmt und alles Alte als überflüssig oder – im Besten Falle – antiquarisch einstuft, vor allem „Vorkonziliarität“. Nun, ich glaube man sollte doch sagen, dass es vor und nach dem Konzil die gleiche römisch-katholische Kirche ist und war, oder?
Schade, dass diese Leute ihre Unterstützung zurückziehen. Aber das kann man wegen der Indoktrinierung und Medienfähigkeit der Deutschen erwarten. Man hat so einen Angst vor der Öffentlichkeit und dem Establishment. Wie damals in Honnis Paradies und im Schicklgruber-Landle. Unabhängiges Denken fehlt leider. In Frankreich sieht es da mittlerweile anders aus, da hat man schon 200 Jahre „Erfahrungen“ mit Liberalismus bzw. Liberalsozialismus.
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#4   thaumaturgos   21:42:10 | Donnerstag, 25. Januar 2007
ned amal ignoriern tu i gewisse leuts :-)
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#3   HeinrichvonOfterdingen   21:24:57 | Donnerstag, 25. Januar 2007
traumaturgos, Sie übertreffen sich selbst,
was Sie da schrieben ist nur mehr wirr. Ja nach 10 Stunden am Laptop. Vielleicht sollte kreuz.net auch Fahrtenschreiber und Ruhezeitenregelungen einführen? Nee ist doch egal, viel sinnvoller sind dem Trauma-turgos seine Statements auch nicht wenn er ausgeschlafen ist.
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#2   thaumaturgos   20:59:36 | Donnerstag, 25. Januar 2007
… deer gute Badde …
ist wundersüchtig und publikationsgeil … er stellt das auf einer anderen, genauso schlimmen ‘katholischen’ nachrichtensite wie hetz.net dauernd unter beweis
und, die mirakelsüchtigen laien [A. von Harnack über gewissen Theologen des Altertums :o)] kaufen, kaufen, kaufen
wie war das mit dem Jesusbuch von Daniel Robs, der um den Gewinn seiner Frau einen prächtigen Pelzmantel kaufte. Da erlaubte sich den Pariser Bischof das teure Fell zu streicheln, nicht ohne zu seufzen: „Oh teurer Jesus“ (nach: Auch Petrus war kein Römer)
[in eigener Sache: es tut mir leid, heute bin ich zu faul genauere Belegstellen anzugeben, 10 st vor dem laptop reichen aus …]
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#1   HeinrichvonOfterdingen   20:38:45 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Üb immer Treu und Redlichkeit
Die Namen der drei Schriftsteller Mosebach, Strauß und Frau Hahn befanden sich auf der verbreiteten Liste.
Es ist deshalb anzunehmen, daß sie in den Tagen zwischen dem irreführenden Artikel in der ‘Welt’ und der Veröffentlichung der Liste ihre nachträgliche, aber ausdrückliche Zustimmung gegeben haben.
Nun haben es sich die drei Kulturschaffenden offenbar wieder anders überlegt.
Anzunehmen is schon mal rein gar nichts. Nicht in der Frage. Entweder sie haben oder sie haben nicht. Wenn sie haben, dann wird sich das nachweisen lassen. Wenn sie nicht haben, dann ist das ganze eine riesen Sauerei. Irgendwo habe ich mal gehört, dass der Zweck die Mittel eben nicht heiligt. Zumal das hier dem hohen Zweck eher zu schaden als zu nutzen geeignet ist. Wie heißt ‘s so schön Üb immer Treu und Redlichkeit. Das scheint – mit aller Vorsicht – hier nicht uneingeschränkt der Fall gewesen zu sein.
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