Pfarreizusammenlegung
Das Schicksal einer „weiteren Kirche“
Zur ehemaligen Pfarrkirche St. Jakobus gehören – auf dem Papier – 3.327 Katholiken. Zu einer eigenen Gemeinde reicht es trotzdem nicht mehr.
Die eheamlige Pfarrkirche St. Jakobus in Tackenberg
Die eheamlige Pfarrkirche St. Jakobus in Tackenberg
© http://www.osterfeld-westfalen.de/
(kreuz.net, Oberhausen) Bei der Zusammenlegung der Pfarreien im Bistum Essen wurde die Jakobus-Kirche in Tackenberg als „weitere Kirche“ eingestuft.

Ende Dezember berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ über die Zukunft des Gotteshauses.

Tackenberg gehört politisch zur Stadt Oberhausen in der Nähe von Essen.

Die Pfarrkirche St. Jakobus wurde im Juni 1960 eingeweiht.

Im Oktober 2002 fusionierte die Pfarrei mit den Nachbargemeinden St. Antonius und St. Josef. Die neue Pfarrgemeinde umfaßt rund 10.000 Mitglieder.

Die Kirche St. Jakobus wird nach ihrer Schließung zu einem sozialpastoralen Stadtteil- und Gemeindezentrum umgebaut.

Im vorderen Bereich der Kirche sollen Gemeinschaftsräume eingerichtet werden. Übrigbleiben wird ein stark verkleinerter Gottesdienstraum.

Der Baubeginn ist im Februar 2007.

Der ehemalige Kirchenraum wird ab Sommer verschiedene Dienste erfüllen: Konzert- und Vortragssaal, Beratungs- und Unterrichtsräume, Mittagstisch, Café, Klön- und Spielstätte, eine Stadtteilbücherei, Gottesdienstraum für die umliegenden Schulen sowie eine Großküche.

Das Bistum Essen hat den Plänen von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand zugestimmt.

Das heutige Erscheinungsbild des als sogenannt moderner Kirchenbau konzipierten Gotteshauses wird bald Geschichte sein.

Die letzte Heilige Messe in der St. Jakobus-Kirche wird am kommenden Sonntag, 28. Januar 2007, um 18.00 Uhr von Weihbischof Franz Grave zelebriert.

Danach rücken die Baufirmen an.

Der bisherige Saal des St. Jakobus-Heimes soll als Mittagstisch für Schüler genutzt werden.

In den Räumen des Kindergartens will man Nachmittagsunterricht halten.

Das ehemalige Gotteshaus bleibt auch weiterhin in finanzieller Trägerschaft der Kirche.

Gottesdienste wird es ab 2007 in St. Jakobus nur noch als Ergänzung zu den Meßfeiern in den Nachbarkirchen geben: jeden Sonntag um 18.00 Uhr und jeden Mittwoch um 19.00 Uhr.

Darüber sollen dort auch Schüler- und Gruppengottesdienste gehalten werden.
      
8 Lesermeinungen
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#8   landorganist   15:24:42 | Montag, 29. Januar 2007
Wenn…
Hetznet jetzt jede einzelne Kirchenschließung bejammern will, hat es über Jahre genug zu tun. Irgendwie benötigt diese Seite ja auch eine Existenzberechtigung. Mit fundierten theologischen Artikeln kann hier mangels nötiger intellektueller Bildung der Redaktion ja leider nicht gedient werden. Und nur Homo-Bischofs-oder Judenhetze, oder Freimaurerverschwörungstheorien sind doch inzwischen etwas abgelutscht und langweilig.
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#7   Rogade   17:21:10 | Samstag, 27. Januar 2007
Na, Hauptsache
diese Kirchenschänder der Jugendkirche in Oberhausen-Buschhausen können weitermachen unds Sex-Musicals aufführen. Dieser Augiassstall gehört gnadenlos ausgemistet! Für solches Teufelszeug hat das Bistum Essen wohl genug Geld, oder was?!?
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#6   iustus   14:58:49 | Samstag, 27. Januar 2007
Oft traut sich keiner, das zu sagen:
warum sollte die …Kirche im Dorf bleiben, wenn das Dorf nicht mehr in der Kirche ist?
Ein wahres Wort.
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#5   PhilomenaWolkenstein   21:17:59 | Freitag, 26. Januar 2007
sehr gut
Was kanns besseres geben, als so ein totes Gemäuer wieder mit Leben zu erfüllen. Offenbar brauchen die umliegenden Schulen dringend Platz für ihre Aktivitäten und Kinderlachen ist viel schöner, als ein paar monoton Gebete vor sich hin murmelnder Menschen.
Ich denke, ist eine gute Nutzung für ein Gebäude.
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#4   möchtegern-kathole   20:27:38 | Freitag, 26. Januar 2007
warum sollte die …
…Kirche im Dorf bleiben, wenn das Dorf nicht mehr in der Kirche ist?
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#3   nonnobisdomine   18:36:51 | Freitag, 26. Januar 2007
Da stellen sich mir einige Fragen:
Die Kirchenneubauten und die Sanierungen bestehender Kirchen wurden durch die Gläubigen finanziert. Diese haben zum großen Teil eine Leistung erbracht.
Nun werden diese Gläubigen vor den Kopf gestoßen, und ihnen wird gesagt, ihre Kirchen werden geschlossen.
Und nichts desto Trotz werden sie im Gegenzug dazu aufgerufen, für ein Gemeindezentrum ihre Mittel einzusetzen bzw. zu spenden.
Das jüngste Beispiel ist … – ich sage es nicht, es ist jedoch aus dem Bistum MÜnster.
Da werden Kirchen geschlossen, umgewidmet etc. – aber Gemeindezentren auf dem Grund der Pfarrgemeinde errichtet.
Was ist Kirche?
Nein, das kann ich nicht mehr hier äußern. Zum Gottesdienst müssen die Gläubigen zu vermehrten Zeiten kilometerweit fahren, aber Gemeindezentren im Umfeld?
Gottesdienst vs. irgendwelcher Aktivitäten, wie Karneval, liturgisches Tanzen, Vorträge zum Islam etc.
Das würgt.
Irgendwie.
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#2   Benedikt   17:39:13 | Freitag, 26. Januar 2007
Umnutzung
Die mögliche Umnutzung der Kirche hat man bei der architektonischen Planung der Kirche offenbar schon mitberücksichtigt.
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#1   Salomonius   16:59:42 | Freitag, 26. Januar 2007
Honig der Erde?
Das Gebäude oder was es ist, sieht aber eigentlich aus wie Bienenwaben.
Nur nicht so gelb.
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