Abbé Pierre
Staatstrauer um einen Vorzeigepriester
Mit dem französischen Armenpriester Abbé Pierre wurde am 26. Januar eine schillernde Persönlichkeit zu Grabe getragen. Von Dr. med. Stephan Puls.
Abbé Pierre mit dem Dalai Lama
Abbé Pierre mit dem Dalai Lama
(kreuz.net, Paris) Am 22. Januar verstarb in Paris der französische Armenpriester Abbé Pierre im Alter von 94 Jahren.

Der Geistliche war Gründer der karitativen Emmaus-Gemeinschaften.

Abbé Pierre war auch Träger des Großkreuzes der Ehrenlegion – der höchsten französischen Auszeichnung.

Er war nach Umfragen der meistgeachtetste Franzose im Land.

Das von ihm gegründete Hilfswerk ‘Emmaus’ bemüht sich, Obdachlosen den Weg zurück in die Gesellschaft zu bahnen.

Ein typisches Projekt ist zum Beispiel das Emmaus-Möbelhaus in der Stadt Hagenau im Nordelsaß. Dort werden gebrauchte, meistens gespendete Möbel von ehemaligen Obdachlosen repariert, auf dem Emmausgelände verkauft und sogar frei Haus geliefert.

Abbé Pierre R.I.P.
Abbé Pierre hieß mit bürgerlichem Namen Henri Grouès.

Er wurde am 5. August 1912 in der ostfranzösischen Stadt Lyon geboren. Im Jahr 1938 erhielt er als Kapuziner die Priesterweihe.1939 wechselte Abbé Pierre aus Gesundheitsgründen zum Klerus der Diözese Grenoble.Abbé Pierre und Jacques Chirac.

Die ehemaligen Obdachlosen arbeiten zusammen mit hauptamtlichen Betreuern und erhalten zunehmend größere Verantwortung.

Sie werden medizinisch betreut, können einen Alkoholentzug machen und sich wieder an das normale Leben gewöhnen.

Schließlich werden sie dahin geführt, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Anstellung zu finden und sich eine eigene Wohnung zu nehmen.

Die Emmaus-Gemeinschaften wurden 1949 bei Paris gegründet und haben heute Ableger in vielen Ländern der Erde.

Auf einer humanistischen Basis widmen sie sich den Randfiguren der Gesellschaft.

Nach dem Tod von Abbé Pierre gab es in allen großen französischen Tageszeitungen seitenlange Berichte über ihn – auch Fernsehen und Rundfunk informierten ausführlich.

Alle wichtigen Politiker des Landes ehrten den verstorbenen Priester.

Der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Jean-Pierre Kardinal Ricard von Bordeaux, gedachte des Priesters.

Auch der Vorsitzende des Päpstlichen Rates
Pater Alain Lorans FSSPX
„Die Nächstenliebe wird heute von der Wahrheit abgetrennt. Aber die wahre Nächstenliebe besteht zuerst darin, die Wahrheit zu lehren.“
für die Kultur und den interreligiösen Dialog, Paul Kardinal Poupard (76), stimmte in die Lobeshymnen ein:

„Abbé Pierre war eine bedeutende Persönlichkeit. Er half, das negative Image der Kirche zu überwinden und hat gelebt, was Benedikt XVI. in seiner ersten Enzyklika ‘Deus Caritas est’ gelehrt hat“.

Ähnlich äußerte sich der emeritierte Kurienkardinal Roger Etchegaray (84).

Papst Benedikt XVI. sandte ein Beleidsschreiben, in dem er von Abbé Pierres „Zeugnis der Nächstenliebe“ spricht, „die von Christus kommt“.

Das Requiem für den Verstorbenen wurde am 26. Januar in der Kathedrale Notre Dame in Paris zelebriert.

Unter den Trauergästen waren der Präsident der Französischen Republik, Jacques Chirac, Premierminister Dominique de Villepin und viele weitere Minister und Spitzenpolitiker.

Der Erzbischof von Lyon, Philippe Kardinal Barbarin, sprach ein Grußwort.

Der Erzbischof von Paris, Mons. André Vingt-Trois, lobte den Verstorbenen in seiner Predigt als eine moralische Autorität.

Abbé Pierre hieß mit bürgerlichem Namen Henri Grouès.

Er wurde am 5. August 1912 in der ostfranzösischen Stadt Lyon geboren. Im Jahr 1938 erhielt er als Kapuziner die Priesterweihe.

1939 wechselte er aus Gesundheitsgründen zum Klerus der Diözese Grenoble.

"Und die anderen?" - Abbé Pierre
„Und die anderen?“ – Abbé Pierre
Im französischen Widerstand gegen die nationalsozialistische Besatzungsmacht nahm er den Namen „Abbé Pierre“ an.

Er half verfolgten Juden mit selbstgedruckten falschen Papieren, wurde von der Wehrmacht verhaftet, entkam aber glücklicherweise.

Nach dem Krieg war er ein Parteigänger von General Charles de Gaulles († 1970) und – mit Zustimmung des Erzbischofs von Paris – einige Jahre Abgeordneter in der Französischen Nationalversammlung.

Seinen ersten Aufruf für die Obdachlosen startete er im Februar 1954 über Radio Luxemburg.

Als Priester war er von zweifelhafter Lehre.

Noch in seinem letzten, vor zwei Jahren erschienenen Buch „Mon Dieu… pourquoi ?“ – Mein Gott… warum? – schrieb Abbé Pierre:

„Ich kenne Priester, die seit Jahren mit einer Frau, die sie lieben und die diese Situation erträgt, im Konkubinat leben. Sie bleiben weiterhin gute Priester.“

Abbé Pierre trat auch für verheiratete Priester und für die Weihe von Priesterinnen ein:

„Ich habe niemals verstanden, warum Papst Johannes Paul II. und Kardinal Ratzinger bekräftigt haben, daß die Kirche nie Frauen weihen wird.“

Er wollte auch die Anerkennung des Homo-Konkubinates:

„Ich verstehe die ehrliche Sehnsucht vieler homosexueller Paare, ihre Liebe, die sie oft heimlich und marginalisiert leben mußten, von der Gesellschaft anerkannt zu sehen. Bis zu seinem Tod war Pater Peretti mein Sekretär. Aus seiner Homosexualität hat er nie ein Geheimnis gemacht. Er ist einer der Gründer der Vereinigung ‘David und Jonathan’ – eine christliche Vereinigung für die Anerkennung der Homosexualität.“

Zum Haßroman ‘Da Vinci Code’ erklärte Abbé Pierre:

„Jesus mit Maria Magdalena verheiratet? Diese Hypothese beeinträchtigt keinesfalls meinen Glauben. Anders gesagt, ich wehre mich gegen Leute, die behaupten, Jesus habe wegen seiner Göttlichkeit keine sexuellen Beziehungen haben können.“

Treffend kommentierte Pater Alain Lorans von der Piusbruderschaft in der Nachrichtenagentur ‘DICI’:

„Die Nächstenliebe wird heute von der Wahrheit abgetrennt. Aber die wahre Nächstenliebe besteht zuerst darin, die Wahrheit zu lehren.“

Der Teufel versucht stets unter dem Anschein des Guten.

Eine modernistische Kirche und die neuheidnische Gesellschaft brauchen Ikonen des Relativismus wie Abbé Pierre.
      
28 Lesermeinungen
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#28   Mathias Wagener   18:05:29 | Montag, 23. April 2007
Guter Schlußsatz
Außer Zweifel steht die Leistung, die Anerkennung verdient. Natürlich muß man auch die „Theologischen Aspekte“ des Verstorbenen betrachten, wo es eben ziemlich wirr aussieht. Der Schlußsatz verdient es
besonders beachtet zu werden.
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#27   Benedikt   18:25:08 | Mittwoch, 31. Januar 2007
@ ruhrgebietler
Lesen Sie doch mal Prof. Gregor May zum Theme FSSPX und Schisma.
Ich wüsste nicht, was das auch nur im Entfernstesten mit dem Thema zu tun hätte.
da ich nur Zeugnis FÜR-UND-VON JESUS CHRISTUS ablege.
Das glauben Sie. Sie klammern die diakonia völlig aus. Das Christentum besteht nicht nur aus Kult, was Sie offenbar völlig übersehen.
tz tz tz wie haben Sie den Kindergarten nur geschafft???
Jo, diese Perle argumentativer Potenz spricht unglaublich für Sie.
gerecht machen… lutheranisches Wortgut! Grausam!
Sie haben wie erwartet keine Ahnung von Luthers Lehren. Luther lehrte gerade, das die Werke einem nichts nützen (sola gratia).
wie ist es denn mit „wer nicht für mich ist, ist gg. mich“
Wie wär es mit einem Beweis, dass der Abbé gegen Christus war?
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#26   r.ruhrgebietler   16:30:54 | Montag, 29. Januar 2007
@Benedikt – was ist denn „Führern“??
Lesen Sie doch mal Prof. Gregor May zum Theme FSSPX und Schisma. Ich glaube, hier in +.net war letzthin sogar ein Brief dbzgl. zitiert.
„Über Ihr Zeugnis hier spare ich mir lieber jeden Kommentar.“ Ist auch besser so, da ich nur Zeugnis FÜR-UND-VON JESUS CHRISTUS ablege. Gg. Windmühlen wie Sie eine sind. tz tz tz wie haben Sie den Kindergarten nur geschafft???
„Sie sagt ziemlich eindeutig, dass die Werke der Nächstenliebe den Menschen gerecht machen.“ …gerecht machen… lutheranisches Wortgut! Grausam! Aber wir stimmen überein, daß die gute Werke wie Perlen im Jenseits sind!
„…verkürzten Lehre“ eine Höllenstrafe ableiten können,“… nein, wie ist es denn mit „wer nicht für mich ist, ist gg. mich“ und die Konsequenz haben Sie doch in der (falschen Einheistübersetzung) vorliegen.
Lesen Sie doch mal „Aussprüche des lieben Heilands an Schwester Maria Cornelia Holewick“ die gibt es bei den Sühneschwestern vom Heiligen Geist, 66780 Rehlingen-Niederaltdorf, Neukirchener Str. 71
aufgezeichent von Prof. Antonius Fabik
Wohl bekommt’s
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#25   Johann Orth   16:02:56 | Montag, 29. Januar 2007
„Warum nimmt man diesem Subject nicht den PC weg?“
Es gibt Fragen, die die Eigenschaft haben, auf den Fragenden zurückzufallen.
Die obige ist eine solche.
Und: Subjekt mit „c“! Wie gewählt!
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#24   landorganist   15:39:55 | Montag, 29. Januar 2007
Oh mein Gott,
Ruhrgebietler, ändern Sie Ihren Nick. Mit Ihrer Borniertheit, mit Ihren Hasstiraden, mit Ihrem unchristlichem Geschreibsel machen Sie den Mitbürgern im Ruhrgebiet nur Schande. Warum nimmt man diesem Subject nicht den PC weg?
Ich frage mich, wieviele Menschen sich wegen Abbe Pierre von der Kirche abgewendet haben, oder in ein Schisma verfallen sind.
Ich frage mich, wieviele Menschen sich wegen des Erzbischofs Levebrve von der Kirche abgewendet haben, oder in ein Schisma verfallen sind.
Ich frage mich wie Gott richten wird, wenn beide vor ihm stehen.
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#23   Benedikt   14:48:56 | Montag, 29. Januar 2007
@ ruhrgebietler
und das war von einem V-II Menschen auch nicht anders zu erwarten!
Was soll ein „V-II Mensch sein“? Führern die Schismatiker jetzt auch noch unterschiedliche Menschentypen ein?
und genau diese Gerechtigkeit wird diesen Pierre richten!
Uns alle. Vermutlich aber nicht in Ihrem Sinn, wenn man dem Evangelium glauben darf.
Denn er war nicht klar FÜR CHRISTUS somit also gegen IHN!
Beleg für diese Behauptung?
… hat er nicht. Sein Zeugnis war ein faules!
Über Ihr Zeugnis hier spare ich mir lieber jeden Kommentar.
Sozialkatholisch war Pierre – unumstritten. Doch hat er das Wort des Herren unverkürzt gelehrt, Seifrigst Seelen gesammeltn??
Haben Sie die Bibelstelle eigentlich verstanden? Sie sagt ziemlich eindeutig, dass die Werke der Nächstenliebe den Menschen gerecht machen. Das werden Sie nicht umbiegen können, nur weil es ihnen besser passt. Es gibt keine Stelle im Evangelium, mit der sie aus einer „verkürzten Lehre“ eine Höllenstrafe ableiten können, ebensowenig eine Stelle, die wegen eines Irrtums sämtliche Werke eines Menschen vor Gott unbedeutend macht.
… das sei dem Pierre wirklich gutgeschrieben!
Aha, und die Konsequenz? Lesen Sie die Stelle ruhig weiter!
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#22   r.ruhrgebietler   14:40:42 | Montag, 29. Januar 2007
@Benedikt – falsch!
und das war von einem V-II Menschen auch nicht anders zu erwarten!
„…aber der dreifaltige Gott der kath. Christen ist ein bermherziger Gott, und vor allem ist er ein gerechter Gott.“ … und genau diese Gerechtigkeit wird diesen Pierre richten!
„mit diesem Lebenswerk wohl kaum in die Hölle schicken“ genau wg. diesem! Denn er war nicht klar FÜR CHRISTUS somit also gegen IHN!
und das geht ganz genau aus der von Ihnen zitierten Bibelstelle hervor! 1 Kor 13, mal an oder Mt 25,31 ff
„(…)Dann werden die Menschen fragen,
die nach Gottes Willen gelebt haben:“
… hat er nicht. Sein Zeugnis war ein faules!
„Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen
und haben dir zu essen gegeben?
Oder durstig
und haben dir zu trinken gegeben?“
Sozialkatholisch war Pierre – unumstritten. Doch hat er das Wort des Herren unverkürzt gelehrt, Seifrigst Seelen gesammeltn??
„Wann warst du ein Fremder
und wir haben dich als Gast aufgenommen?
Wann warst du nackt
und wir haben dir Kleider gegeben?
Wann warst du krank oder im Gefängnis
und wir haben dich besucht?“
…siehe zuvor!
„Was ihr für einen meiner Brüder oder eine meiner Schwestern getan habt –
und wenn sie noch so unbedeutend sind –,
das habt ihr für mich getan.“
… das sei dem Pierre wirklich gutgeschrieben! Es ist am Herrn Jesus Christus dies zu richten! Ich habe gar nichts zu richten!
Und es ist der gleiche Herr, der den Versuchern droht! Wer weise ist zu verstehen, der verstehe!
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#21   timpressum †   14:34:32 | Montag, 29. Januar 2007
Abbé Pierre
Dieser Mensch ist für mich ein glaubwürdigerer Stellvertreter Christi auf erden als die ganze Bagage in Rom zusammengenommen!
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#20   Benedikt   13:26:35 | Montag, 29. Januar 2007
@ ruhrgebietler
Jo, bei deinem Gott hat der Pater vielleicht keine Gnade zu erwarten, aber der dreifaltige Gott der kath. Christen ist ein bermherziger Gott, und vor allem ist er ein gerechter Gott. Er wird ein Pater mit diesem Lebenswerk wohl kaum in die Hölle schicken, weil er sich mal irgendwo für Frauenordination stark gemacht hat. Wer solches behauptet, ist entweder kein Katholik, oder er hat nichts begriffen. Vielleicht schauen Sie sich 1 Kor 13, mal an oder Mt 25,31 ff
(…)Dann werden die Menschen fragen,
die nach Gottes Willen gelebt haben:
‘Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen
und haben dir zu essen gegeben?
Oder durstig
und haben dir zu trinken gegeben?
38 Wann warst du ein Fremder
und wir haben dich als Gast aufgenommen?
Wann warst du nackt
und wir haben dir Kleider gegeben?
39 Wann warst du krank oder im Gefängnis
und wir haben dich besucht?’
40 Und der König wird ihnen antworten:
‘Amen, das sage ich euch:
Was ihr für einen meiner Brüder oder eine meiner Schwestern getan habt –
und wenn sie noch so unbedeutend sind –,
das habt ihr für mich getan.’
41 Dann wird er zu denen links von ihm sagen:
‘Geht weg von mir!
Gott hat euch verflucht!
Ihr gehört in das ewige Feuer,
das für den Teufel
und seine Engel vorbereitet ist.
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#19   r.ruhrgebietler   16:22:58 | Sonntag, 28. Januar 2007
ein Wolf im Schafspelz
– humanitäre Hilfe hat er sicherlich vorbildlich eingeleitet
– er war ein Wolf im Schafspelz, wenn wir uns die erdrückenden Visionen seiner Äusserungen ansehen. Gott sei seiner Seele gnädig – er war hinsichtlich der Verkündigung der unverkürzten Lehre völlig unzurechnungsfähig und ziemlich weit davon entfernt ein Vorbild zu sein bzw. als solches tituliert zu werden!
@Redaktion: Danke für den aufhellenden und sicherlich schon beschönigenden Beitrag! …ein Wolf im Schafspelz!
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#18   Benedikt   13:06:30 | Sonntag, 28. Januar 2007
Da fällt mir ein…
Wenn ich prophetisch verkündigen könnte und alle Geheimnisse Gottes wüsste und alle Einsicht hätte: wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge versetzen könnte, aber die Liebe nicht hätte, dann wäre ich nichts. (1 Kor 13, 2)
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#17   Aragorn   09:17:55 | Sonntag, 28. Januar 2007
Licht und Schatten
Mit seinem Einsatz für die Armen ist Abbé Pierre sicherlich ein großes Vorbild und auch eine mahnende Gestalt in unserer heutigen technik- und fortschritsgläubigen Zeit, die ja keine Rücksicht auf Schwache und weniger Leistungsfähige nimmt und in der der Mensch in die Gefahr gerät, sich zum Sklaven des eigenen Fortschritts zu machen. Seine Aussagen und Haltungen zur „Frauenordination“, Homosexualität und Priesterehe stellen jedoch Schattenseiten in seiner Biographie dar. Schade, dass er sich auf dem Gebiet der Lehre als „Rebell“ profilieren musste; er wäre sonst eine wirklich große katholische Lichtgestalt gewesen. Oremus pro ei!
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#16   Graf von Galen   23:07:29 | Samstag, 27. Januar 2007
Wider VII
Wenn der „Vorzeigepriester“, wie er selber geschrieben
hat, seinen mehrmaligen Bruch des Keuschheitsgelübdes
nicht bereut hat, dürften ihn alle seine guten Werke
gem. der Lehre der Kirche nichts nützen.
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#15   Christian Hüller   22:53:04 | Samstag, 27. Januar 2007
So übel soll er sein?
Wenn viele Franzen die kath. Kirche immer noch als Partner der Starken, Mächtigen und Priviligierten in Erinnerung haben (sollten), was ihnen von den Sozialisten und Atheisten ja gründlich eingeimpft wurde, vermochte dieser Priester die ideologisierte Betrachtungsweise der Linken doch etwas in’s rechte Licht zu rücken, wie ich meine.
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#14   Agathenon †   20:14:05 | Samstag, 27. Januar 2007
Eine weitere denkbare Quelle, Gotthard, hat Herr Stöhr weiter unten verlinkt.
Das ist wirklich die Schau! (roflmao) :-| :-S :-O :-) :-] :-D :-@ :-!
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#13   Gotthard   20:06:30 | Samstag, 27. Januar 2007
@Dr. med Puls
Als Priester war er von zweifelhafter Lehre.
wovon ein Mediziner keine Ahnung, darüber sollte er auch nicht publizieren.
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#12   Agathenon †   19:58:23 | Samstag, 27. Januar 2007
Danke, Gastus.
Jetzt haben wir zumindest eine denkbare Quelle. Besser als keine!
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#11   RuthSchell   19:55:21 | Samstag, 27. Januar 2007
Dr. med. Stephan Puls?
In keiner Suchmaschine zu finden!
Wahrscheinlich ist die ganze Seite eine Ein-Mann-Show. Ganz lustig der Besucherzähler, 355, oder noch höher, ist die Anfangszahl. Wurde schon vor Jahren bei Ebay so gemacht.
Wenn die Seite nicht so antikatholisch und damit antichristlich wäre, wäre es ja noch ganz lustig. Schade, daß sich so viele Tratis der Priesterbruderschaft Pius X hier rumtummeln und möglicherweise deren Ruf zerstören.
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#10   Agathenon †   19:35:52 | Samstag, 27. Januar 2007
Stimmt, Frau Schell –
?:) aber wie will man bei dieser Informationsbeschaffung www.kreuz.net/imprint.html auch Quellenangaben erwarten, wenn man nicht mal den oder die „Informanten“ kennt?
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#9   Gastus   19:33:56 | Samstag, 27. Januar 2007
@Ruth S. – welche Quelle zu was?
Alle Zitate ohne Quellenangabe, wie es sich eben gehört für eine unseriöse, anonyme (hat wahrscheinlich in ihrem Fall etwas mit Feigheit zu tun) Website.
Der reformerische Geist des Katholiken blieb bis zu seinem Tod wach. 2005 erschien sein Buch „Mon Dieu … Pouquoi?“ (Mein Gott … warum?). Darin legt er nahe, dass er als junger Mönch Sex hatte, und fordert die Abschaffung des Zölibates. Er setzt sich darin auch für die Ehe von gleichgeschlechtlichen Partnern ein und fordert die Priesterweihe für Frauen.
link www.dieneueepoche.com/…007/01/22/82081.html
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#8   RuthSchell   19:28:37 | Samstag, 27. Januar 2007
Ohne Quellenangabe
Alle Zitate ohne Quellenangabe, wie es sich eben gehört für eine unseriöse, anonyme (hat wahrscheinlich in ihrem Fall etwas mit Feigheit zu tun) Website.
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#7   Gastus   19:23:59 | Samstag, 27. Januar 2007
@ „Vorzeigepriester“
Ja, diese Kombination aus Kirchenkritik und sozialem Engagement kommt in der Welt überaus gut an und wird mit Lobeshymnen bedacht.
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#6   Athanasius   19:21:15 | Samstag, 27. Januar 2007
@Hetzer Hw. Gotthard
Wenn Sie die Arbeit für Glaube únd wirtschaftliche Entwicklung durch Mons. Marcel Lefebvre und weitere Personen die später in der FSSPX führend werden würden, kannten, würden Sie so nicht reden.
Lefebvre hat in weiten Teilen Afrikas bei der Entwicklung von Schulsystemen, Krankenhäuser und Armenversorgung geholfen. Seine Schwester, später Gründerin der Oblaten-Schwestern der FSSPX (‘Piusschwestern’), noch viel mehr.
Es gibt in der FSSPX zudem auch viele Leute die sich früher bei der Ostarbeit für Freiheit und Wohlstand in vom Kommunismus unterdrückten Ländern stark gemacht haben.
Man sollte aber – wie gesagt – die Nächstenliebe nicht von der Wahrheit trennen. Natürlich sollte die Nächstenliebe bedingungslos sein, und das war es in Afrika z.B. auch. Nicht umsonst zog Lefebvre so viele Konvertiten aus dem Animismus an.
Nur tut man in der FSSPX und mit ihr verbundenen Gemeinschaften und Schulen in der Dritten Welt, die gute Arbeit für die Ärmsten oft im stillen, ohne grosse Aktionen und Vorzeigekampagnen.
Natürlich hat 1954 Abbé Pierre mit Recht für die Obdachlosen öffentlich ausgesprochen und demonstriert, aber warum er wohl Malereien von sich selbst mit Sprüchen unterzeichnet, das finde ich bedenklich. Man ist kein Popstar. Man dient für Gott u. den Nächsten. Nicht für die Öffentlichkeit.
Ut animae omnium fidelium defunctorum per misericordiam Dei requiescant in pace. Amen.
Und an alle (Tradis und Ungläubigen):
Caritas Christi urget nos!
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#5   nonnobisdomine   19:15:14 | Samstag, 27. Januar 2007
Möge die Seele von Abbè Pierre ruhen.
Aber seine zerstörerischen und kirchenvernichtenden Kommentare bleiben erhalten.
Auch so geht man in die Geschichte der Kirche ein.
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#4   AthanasiusII   19:13:19 | Samstag, 27. Januar 2007
Wohlfühlkult
P. Grouès (Abbé Pierre) sollte man die ‘Liebe’ der Wohlfühlkultanhänger für die sekulare Menschenhilfe nicht anrechnen. Vergisst nicht, 1954 hat er für die Armen auch die Hl. Messe (ja im althergebrachten Ritus der lateinischen Kirche!) gefeiert und die Hl. Kommunion gespendet.
An Dici.org sollte man vielleicht sagen, dass man natürlich das Heil der Seelen an erster Stelle setzen muss, aber auch darauf achten muss, dass man die Tempeldiensttermine nicht vor der Hilfe des von Räubern überfallenen stellt, damit nicht Heiden das Werk der Liebe üben und die Rechtgläubigen nicht. Rechtgläubigkeit erfordert auch gutes. Tut jedem Menschen gut, sagt der hl. Paulus. Die Piusbruderschaft (FSSPX) leistet in dem Sinne vielleicht hierzulande etwas weniger (obwohl in England und den USA von Laien der FSSPX Küchen für Obdachlose errichtet wurden), aber in India z.B. gibt es die schöne Arbeit für Waisenhäuser und die Entwicklung von Dorfsschulen und Medizinstationen. Sehr schön. Die Tradition hat Liebe und die Liebe Tradition (dabei erinnere ich an die Entwicklungshilfe durch Erzbischof Lefebvre in Westafrika damals).
In servitudine Christianis veritatis ét caritatis,
Ihr Athanasius.
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#3   Gotthard   19:11:21 | Samstag, 27. Januar 2007
ein großer Zeuge
Auf einer humanistischen Basis widmen sie sich den Randfiguren der Gesellschaft.
Dummes Geschwätz …
den Durchblick gibt es hier:
Papst Benedikt XVI. sandte ein Beleidsschreiben, in dem er von Abbé Pierres „Zeugnis der Nächstenliebe“ spricht, „die von Christus kommt“.
Treffend kommentierte Pater Alain Lorans von der Piusbruderschaft in der Nachrichtenagentur ‘DICI’:
„Die Nächstenliebe wird heute von der Wahrheit abgetrennt. Aber die wahre Nächstenliebe besteht zuerst darin, die Wahrheit zu lehren.“
beim Lehren macht sich ein Pius’ler auch die Finger nicht dreckig und stinken wird es dabei auch nicht.
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#2   Ydefix   19:07:53 | Samstag, 27. Januar 2007
hier was über „Puppen Paule“ Poupard:
www.sedisvakantismus.org/Artikel.htm
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#1   Athanasius   19:05:43 | Samstag, 27. Januar 2007
Feststellung
Leider ist diese Feststellung wahr, aber wie Edward Schillebeeckx noch 1954 ein wunderschönes Buch zur Position der Muttergottes in der sakramentellen Heilsökonomie schrieb, so war damals auch das Engagement von Abbé Pierre für die vom bürgerlichen Liberalismus sowie vom verbürgerlichten Katholizismus der Gewohnheitslinie, welcher nur ins Chaos des II. Vatikanums enden konnte, vernachlässigten Ärmsten unserer Gesellschaft, von seinem kapuzinischen Geist und seiner katholischen Überzeugung inspiriert.
Dass er nach allem Relativismus und dem Neomodernismus der post-1960 Generation davon selber auch übernommen wurde (viele dieser Radikalprogressisten kreisten ja um ihn, vor allem für das Image des Weltparadies-kreierenden-Sozialkatholizismus), deswegen darf man seine rechtgläubige und gute Einstellung zur Zeit der ‘Revolution de la charité’ welche er 1954 führte noch nicht bezweifeln.
Gute Taten bedecken eine Menge an Sünden, sagt der hl. Paulus, hoffentlich auch seine fremden Aussagen und moralisch bedenkliche Ansichten aus seinen spätesten Jahren.
Lassen wir traditionsverbundene Katholiken uns von seinem Engagement für die Armen inspirieren, wehren wir uns gegen irrtümlichen Ansichten, und beten wir für seine Seele. Bitte lasset uns nicht urteilen. Auch wenn wir die heuchlerische Achtung der liberalsozialistischen Elite vor Abbé Pierre nicht verstehen und eigentlich nur ‘wohlfühlsozialistisch’ deuten können und nicht als christlich. Gott ist der einzige Richter.
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