Zweites Vatikanum
Worin liegt die Hauptaufgabe des Konzils?
In seiner Rede zur Eröffnung des Zweiten Vatikanums im Oktober 1962 gab Papst Johannes XXIII. auch den Grund an, warum er die damals bevorstehende Kirchenversammlung wollte.
Zweites Vatikanisches Konzil (1962-1965)
Zweites Vatikanisches Konzil (1962-1965)
(kreuz.net) Die Hauptaufgabe des Konzils liegt darin, das heilige Überlieferungsgut der christlichen Lehre mit wirksameren Methoden zu bewahren und zu erklären.

Diese Lehre umfaßt den ganzen Menschen, der aus Leib und Geist besteht. Sie heißt uns, die wir diese Erde bewohnen, als Pilger unserem himmlischen Vater entgegenzugehen.

Das zeigt auch, warum dieses sterbliche Leben so zu führen ist, daß wir unsere Pflichten gegenüber dem irdischen wie gegenüber dem himmlischen Reich erfüllen müssen, um unser gottgewiesenes Ziel erreichen zu können.

Das heißt, daß alle Menschen – die einzelnen wie
Papst Johannes XXIII.:
„Alle Menschen – die einzelnen wie die in der Gesellschaft vereinten – haben die Pflicht, solange dieses Leben währt, ohne Unterlaß nach den himmlischen Gütern zu streben und die irdischen Güter nur so zu gebrauchen, daß ihr zeitlicher Nutzen der himmlischen Seligkeit der Menschen keinen Schaden zufügt.“
die in der Gesellschaft vereinten – die Pflicht haben, solange dieses Leben währt, ohne Unterlaß nach den himmlischen Gütern zu streben und die irdischen Güter nur so zu gebrauchen, daß ihr zeitlicher Nutzen der himmlischen Seligkeit der Menschen keinen Schaden zufügt.

Christus, der Herr, hat wahrlich gesagt: „Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit“ (Mt 6,33).

Dieses Wort „zuerst“ erklärt, wohin wir vor allem unsere Gedanken und Anstrengungen wenden müssen.

Man darf jedoch nicht die anderen Worte dieses Herrengebotes vernachlässigen: „und dies alles wird euch hinzugegeben werden“.

Aber in Wirklichkeit gab es und gibt es in der Kirche immer Menschen, die eifrig nach der evangelischen Vollkommenheit streben und gleichzeitig der bürgerlichen Gemeinschaft dienen, so daß das Beispiel ihres Lebens und ihre Nächstenliebe alles, was es in der menschlichen Gesellschaft an Hohem und Edlem gibt, stärkt und bereichert.

Johannes XXIII., getragen auf der 'Sedia Gestatoria'
Johannes XXIII., getragen auf der ‘Sedia Gestatoria’
Damit diese Lehre die verschiedenen Bereiche des menschlichen Wirkens – den einzelnen, die Familien und das soziale Leben – erreicht, ist es nötig, daß die Kirche ihre Aufmerksamkeit nicht vom Schatz der Wahrheit abwendet, den sie von den Vätern ererbt hat.

Sodann muß sie auch der Gegenwart Rechnung tragen, die neue Umweltbedingungen und neue Lebensverhältnisse geschaffen und dem katholischen Apostolat neue Wege geöffnet hat.

Darum hat die Kirche den wunderbaren Entdeckungen des menschlichen Geistes und dem Erkenntnisfortschritt, den wir uns heute zunutze machen, nicht untätig zugesehen, noch hat sie es an der rechten Wertschätzung fehlen lassen.

Aber in der Sorge um diese Entwicklung hat sie es nicht versäumt, die Menschen zu mahnen, über diese irdischen Erwartungen hinaus auf Gott, die Quelle aller Weisheit und Schönheit, zu blicken, damit sie, denen gesagt wurde „Macht euch die Erde untertan!“ (Gen 1,28), niemals jenes ernste Gebot vergessen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen!“ (Mt 4,10; Lk 4,8).

Sonst würde der flüchtige Zauber des Irdischen den wahren Fortschritt verhindern.

Nächsten Mal: Seiltanz zwischen Lehre und Pastoral
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Es jubelt die Mutter Kirche 2. Warum ein neues Konzil? 3. „Wir sind völlig anderer Meinung als diese Unglückspropheten“
4. Worin liegt die Hauptaufgabe des Konzils?
5. Seiltanz zwischen Lehre und Pastoral 6. Das neue Heilmittel gegen die Irrtümer 7. Konziliäre Wunschträume?
      
40 Lesermeinungen
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#40   Dr. Otterbeck   11:14:02 | Samstag, 18. August 2007
P.S.:
Wenn mich nicht alles täuscht, wurden diese Aussagen von J 23 neulich in den responsa ad quaestiones der „Inquisition“ wieder zitiert.
Hat W. Huber das übersehen? „Verrat am Konzil“?
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#39   stat crux   10:26:43 | Mittwoch, 7. Februar 2007
Johannes XXIII.
in einer Würdigung von Jean d’Hospital (1969):
„Was werfen ihm die Konservativen vor, deren Masse kompakt und betriebsam bleibt? Dass er so unvorsichtig war – für einen Papst ein Verbrechen –, die zweitausendjährige Kirche, deren Leitung er übernommen hatte, auf Wege zu führen, von denen es kein Zurück gibt; dass er den Ökumenismus eingeleitet und sein Wihlwollen jenen geschenkt habe, die als Gottesleugner alle Religionen bekämpfen – als wäre die tatsächliche Krise der katholischen Welt eine Folge seiner Herrschaft, während sie doch schon vorher offenkundig war; dass er, gemäß einem in traditionalistischen Kreisen geläufigen Ausdruck, „den Laden in Verruf“ gebracht und geglaubt habe, mit Güte komme man in der Regierung weiter, indem er sich aus den beiden großen christlichen Abwegen, die man Integralismus und Progressismus nennt, heraushielt.“
(J. d’Hospital, Drei Päpste, dt. 1971, S. 171)
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#38   Dr. Otterbeck   17:43:03 | Montag, 5. Februar 2007
Korrektur zum Bild:
Es muss in der Unterschrift Johannes XXIII. heißen; derselbe trug übrigens beim Einzug in die Konzilsaula die Mitra, nicht die Tiara (das Bild ist vermutlich vom 4. November 1958, dem Krönungstag).
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#37   Stephanus   16:11:23 | Montag, 5. Februar 2007
px33…
das haben sie sehr gut beschrieben!
wenn wir das alles wieder einmal an der bibel festmachen wollen?: zuerst war da die geistige leistung, der gedanke, dann das wort, man könnte auch sagen, die theoretische tat, bzw. ausführung, dann das werk selber. und so ist es immer und überall und wird auch immer und überall so ablaufen. keine materie ist von sich aus in der lage sich zu verändern, dazu bedarf es vorab einer geistigen leistung.
diese kann auch schlecht sein! wir beten daher: …in gedanken, worten und werken, oder aber abgekürzt sagt man: an ihren früchten werdet ihr sie erkennen. die früchte sind aber sichtbar gewordene worte und gedanken.
so betrachtet erleben wir in den traditionellen gemeinden wie z.b der piusbruderschaft den gelebten guten willen, daß tun, was unsere väter selber empfangen und an uns weitergegeben haben. man will wenigstens! ob das nun in allen fällen zum erfolg führt, ob die letztendliche tat, dann auch kugelrund und wohlgefällig vor den augen des betrachters erscheint, nun ja, wir sind halt alles nur menschen und voller fehler, aber der gute wille ist auf jeden fall da und das bemühen um das wahre,gute, das richtige, das heilfördernde und das ist erkennbar auch an der körpersprache, man ist sich nicht zu schade, auch mal das knie zu beugen vor dem könig der könige, nicht einfach kaugummikauend, die hände in zerrissenen arbeitsklamotten (jeans)frech die ungewaschenen hände hingehalten, verbindlich vorkonzilliar hier, unverbindlich nachkonzilliar dort
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#36   PX33   10:18:50 | Montag, 5. Februar 2007
Die Priesterbruderschaft St. Pius X
Die FssPX ist ein teil der kath. Kirche. Die Vier Weihbischöfe tun das was die kath. Kirche seit Jahrhunderten praktiziert hat. Erbischof Marcel Lefebvre hat das einzig richtige getan. Was heute in den Kirchen getan wird ist doch nicht mehr kath. man feiert doch keine Disco in einer Kirche oder Karneval. Oder die Handkommunion wieviele Leute haben den Respekt vor der Konsenkrierten Hostie verloren, Sie nehemn die hl Eucharistie in die Hand als sei es einfach nur ein snack den man in der Kirche bekommt. Und das soll katholich sein??????
Bei der hl. Messe die ein Priester der FSSPX liest merkt man richtig den wahren kath. Glauben. Und die ganze Priesterbruderschaft St. Pius X betet für den Papst sie beten auch für den rest der Kath. Kirche. Dies würden Gemeinschaften nicht tun die sich von der kath. Kirche trennen wollen o^/
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#35   Stimme aus dem Tradiland   09:24:42 | Montag, 5. Februar 2007
Wodurch das Konzil zur Synode wurde
Papst Johannes XXIII.:Die Hauptaufgabe des Konzils liegt darin, das heilige Überlieferungsgut der christlichen Lehre mit wirksameren Methoden zu bewahren und zu erklären.
Das ist nicht die Hauptaufgabe eines Konzils, im Gegenteil es ist die Aufgabe eines Konzils, die Lehre als verbindlich festzustellen (zu dogmatisieren) und solche, welche weiterhin widersprechen, darauf hinzuweisen, was sie sind: Anathema sit.
Weil dies abgelehnt wurde vom vorsitzenden Past, wurde die als Konzil einberufene Veranstaltung zur Synode (Bischofsversammlung ohne außerodentliches Lehramt). Ein „Pastoralkonzil“ hat keinerlei Tradition in der Geschichte der hl. Kirche, das ist eine ad hoc Erfindung von Papst Johannes XXIII., um an der Tradition vorbei den Namen eines hl. Konzils zu mißbrauchen.
In der Folge wurde die Pastoralsynode dann noch zur Räubersynode: Weil häretisches erklärt wurde, z.B. in Nostra Aetate.
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#34   r.ruhrgebietler   07:33:28 | Montag, 5. Februar 2007
@Aurelius – ja, Sie haben was Vergessen!
Rotarierfreunde Algermissen
sorry – Dienstlich schwer beschäftigt, daher mein Beitrag sehr spät. Meinen Job hat hier Denfensor Dei übernommen – der versteht sein Handwerk weil vom Fach.
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#33   Stephanus   04:31:56 | Montag, 5. Februar 2007
benedikt ich wage zu widersprechen…
ich denke, hier hält niemand irgendwelche entscheidungen der päpste für schwebend usw. u. landet so irgendwann im schisma.
von der argumentationsebene her sagen die hier angesprochenen, daß sich die päpstlichen entscheidungen nicht mit den teilweise bis zu 2000jahre alten kirchentraditionen decken, ja sogar inhaltem ,die zu glauben, nehmen wir das glaubensbekenntnis, heilsnotwendig sind,widersprechen. daher auch der satz: man muß gott mehr gehorchen als den menschen!
und das da sehr viel wahrheit dabei ist, daß sehe ich jeden tag wenn ich durch unser sogenanntes christliches abendland fahre. wo wird denn noch die allumfassende katholische lehre eindeutig und zweifelsfrei verkündet und durchgesetzt?
ich wette, sie bekommen keine 10 pfarreien der sogenannten amtskirche zusammen, wo die gläubigen aufgrund eines unmißverständlich katholischen pastors, noch ohne lange nachzudenken, ja sagen zu den aussagen des glaubensbekenntnisses.
in den indultgemeinden und wie immer die trad. gruppen alle heißen, ist es aber anders. hier pulst der katholische glaube u. zeigt früchte. auch hier ist nicht alles gold was glänzt, dazu fehlen die weltlichen mittel. aber man gibt sich doch redlich mühe. das man sich auch in der sogenannten amtskirche hier und da noch wirklich bemüht, auch das kann ich bestätigen. hier werden die pfarrherren sehr sehr oft von den hauptamtlichen laien entmachtet, was wiederrum dazu führt, daß kaum einer mehr was kath. glaubt
lieber benedikt beweisen sie das gegenteil!
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#32   Benedikt   00:34:06 | Montag, 5. Februar 2007
@ Defensor Fidei
Ich glaube, daß die Liberalen, die den Traditionellen vorwerfen aufgrund des Ungehorsams schismatisch zu sein, dieses Argument nur vorschieben. Selber leugnen sie ja mehr oder weniger unverhehlt unzählige Glaubenswahrheiten. Sie sind somit ja selber ungehorsam.
Ein solches Argument ist natürlich vorgeschoben. Ungehorsam begründet kein Schisma. Ungehorsam ist allerdings auch nicht der Hauptkritikpunkt an der Piusbruderschaft.
„Konservativ sein“ bedeutet für diese Gruppe unbedingter und völlig unkritischer Gehorsam ohne sachliche Prüfung.
Es mag sicher Fälle geben, in denen das so ist. Allzu oft drängt sich aber der Verdacht auf, dass die Traditionalisten hier eine Entschuldigung für ihren eigenen Ungehorsam suchen. Bisweilen hat man ja den Eindruck, Entscheidungen das Papstes müssten erst von einem traditionalistischen Komitee für unkatholische Umtriebe abgesegnet werden. Auch Traditionalisten mpssen sich mit der Leitungsgewalt des Papstes abfinden. Einfach zu behaupten, eine Entscheidung des Papstes wiederspreche irgendeinem älteren Dokument und Kadavergehorsam sei unkatholisch reicht hier nicht aus. Fortwährend Entscheidungen der Päpste für schwebend unwirksam zu halten führt irgendwann ins Schisma. Dieser Gefahr muss man sich einfach bewusst sein.
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#31   Defensor Fidei   00:00:47 | Montag, 5. Februar 2007
@ Benedikt
Ich steige noch nicht so ganz durch, warum das so ist. Die Begründungen …mir zu einfach. Es muß konkreter zu beschreiben sein
Ich glaube, daß die Liberalen, die den Traditionellen vorwerfen aufgrund des Ungehorsams schismatisch zu sein, dieses Argument nur vorschieben. Selber leugnen sie ja mehr oder weniger unverhehlt unzählige Glaubenswahrheiten. Sie sind somit ja selber ungehorsam. Man ist sogar sehr darum bemüht ein aus Prinzip kritischer und aufgeklärter Christ zu sein.
Hier ist der Vorwurf des Schismas nur Mittel zum Zweck. Dahinter steckt eine andere Art des Denkens. Man verachtet das traditionelle Glaubensgut, weil man der Irrlehre des Liberalismus (und all seiner Kinder) verfallen ist. Die Erklärung ist hier wirklich so „einfach“.
Bei (pseudo-)konservativen Katholiken ist der Grund der ablehnenden Haltung den Traditionellen gegenüber in erster Linie ein anderer: Sie haben eine übersteigerte und falsche Auffassung von der Unfehlbarkeit des Papstes. Der Inhalt von Glaubensaussagen tritt bei dieser Gruppe in den Hintergrund. Wenn der Papst etwas sagt, dann wird dieser Aussage völlig unkritisch zugestimmt. Man geht davon aus, daß die Aussage richtig sein muß, weil der Papst es sagt. „Konservativ sein“ bedeutet für diese Gruppe unbedingter und völlig unkritischer Gehorsam ohne sachliche Prüfung.
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#30   Benedikt   23:12:48 | Sonntag, 4. Februar 2007
@ Hacki
Selbstverständlich sind die Bischöfe (nicht die Konferenz – jeder haftet selber) für die Inhalte des Religionsunterrichtes verantwortlich. Ich hoffe, dass hier bald ein Umdenken einsetzt. Bei jüngeren Priestern ist dies oft schon gegeben, jedenfalls nach meiner Meinung. Hoffentlich haben sie diese Ansicht auch noch, wenn sie in leitende Stellungen kommen.
Ich bin mit Ihnen auch einer Meinung, was die merkwürdige Härte gerade gegenüber konservativeren (das reicht ja meist schon) Gläubigen angeht. Ich steige noch nicht so ganz durch, warum das so ist. Die Begründungen „Modernisten“, „Liberale“, „Rotarier“ ist mir zu einfach. Es muss konkreter zu beschreiben sein.
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#29   Defensor Fidei   23:01:54 | Sonntag, 4. Februar 2007
@ Hacki
Warum sind dann nicht alle „Donum Vitae“- MitarbeiterInnen nicht aussätzig und exkommuniziert, so wie die Piusbrüder?
Ich habe zwei Kinder im Gymnasium, 8. + 10. Klasse, daher weiß ich genau, welcher gotteslästerilche Unsinn den Jungendlichen als „r.k. Religion“ verkauft wird, im Namen der Bischöfe!
Genau so ist es. Ständig wird der FSSPX vorgeworfen, daß sie den Papst nicht vollumfänglich anerkennt.
Explizit wird die Haltung der Bruderschaft zur Religionsfreiheit, zum Ökumenismus und zur neuen Form der Liturgie genannt.
Ich kann da immer nur den Kopf schütteln. 90% jener, die die Haltung der Priesterbruderschaft zur Religionsfreiheit kritisieren, wissen gar nicht genau was eigentlich das Problem ist, weil sie nicht verstehen, was Religionsfreiheit eigentlich bedeutet. Es geht hierbei um eine sehr theoretische Frage rechtsphilosophischer Art.
Beim Ökumenismus begreift auch kaum jemand, daß das Problem vor allem darin begründet ist, daß das II. Vat. den Begriff Dialog verwendet aber nicht mehr mit dem klassischen Bedeutungsinhalt, sondern im aufklärerischen Sinne.
Gleichzeitig werden aber von diesen Kritikern etliche katholische Glaubenswahrheiten komplett ignoriert oder schlicht für überholt, veraltet oder unhistorisch angesehen.
Der Papst könnte sich zu Themen wie Beichte, Abtreibung, kath. Eheverständnis oder Opfercharakter der Messe äußern wie er wollte. Die Modernen interessiert das herzlich wenig. Aber mit dem Finger auf andere zeigen, das können sie
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#28   Hacki   22:54:58 | Sonntag, 4. Februar 2007
@Benedikt
Sagen wir mal, die „Bischofskonferenz“ ist verantwortlich für das, was im Lehrplan steht, und was der unverkürzte Glaube ist (Erbsünde, Kreuz, etc.).
Aber die führenden „Köpfe“ sind allesamt Rotarier und ehemalige häretisch Theologieprofessoren. Religion ist für diese Herrschaften nur so etwas wie „humanitäre Hilfe“, von der „Thorheit des Kreuzes“ haben sie keine Ahnung. Wenn die „Bischofskonferenz“ so hart gegen Irrlehrer durchgreifen würde, wie gegen die rechtgläubigen Tradis, hätten wir keine Kirchenkrise.
Das Problem ist ganz einfach:
Die neue „anthropozentrische Religion“ (Paul Hacker)!
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#27   sca   22:48:11 | Sonntag, 4. Februar 2007
Das II. Vatikanum als Sündenbock für alles Übel in der Welt
@ laikos:
Genauso ist es – was viele „Modernisten“ vertreten, ist gar nicht im Sinne des V2, sondern im Gegenteil eine Pervertierung desselben.
– So wird zB behauptet, das V2 hätte Schuld daran, daß den Lebensschützern vom eigenen Diözesanbischof in den Rücken gefallen wird, so wie jüngst in Wien bei der LugnerCity-Causa. –-> Nun: *Wo* sagt V2, daß Abtreibung okay sei?! Als Weihbischof Laun die Exkommunikation Lugners festgestellt hat, konnte er sich sogar aufs V2 selber berufen…!
– dann wird oft behauptet, das V2 fördere die pantheistische Öko-„Religion“, die keinen Gott als allmächtigen Herrscher vor sich hat, sondern meint, daß Gott einfach in den Grashalmen, Baumstämmen und Usambaraveilchen auf der Wiese präsent sei. –-> Nun: *Wo* findet sich dieses Götter“bild“ im 2. Vatikanum??
– oder es wird generell behauptet, daß die protestantoide Neue Messe als solche für die Duckmäuserichkeit und den nicht mehr vorhandenen Mumm, *für* den Glauben zu kämpfen, fördert. –-> Nun: wer sagt, daß das eine Frage des Meßritus ist?! Weihbischof Laun feiert meines Wissens *keine* Alte Messe, und er ist sicher nicht so ein duckmäuserisches Kuscherl, das sich keine heißen Eisen anpacken traut. Und nicht nur das: die „Jugend für das Leben“ geht gar nicht einmal mehrheitlich in die Alte Messe, der Organisation sagt man sogar nach, daß sie ziemlich Medjugorje-nahe sei – und trotzdem keine Spur von falscher Toleranz und linkem Gutmenschentum!
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#26   Benedikt   22:38:56 | Sonntag, 4. Februar 2007
@ Hacki
Warum sind dann nicht alle „Donum Vitae“- MitarbeiterInnen nicht aussätzig und exkommuniziert, so wie die Piusbrüder?
Also ich kenne nur vier Piusbrüder, die exkommuniziert sind.
Ich habe zwei Kinder im Gymnasium, 8. + 10. Klasse, daher weiß ich genau, welcher gotteslästerilche Unsinn den Jungendlichen als „r.k. Religion“ verkauft wird, im Namen der Bischöfe!
Ich habe hier mehrfach betont, dass ich das Ausbildungswesen für den Urgrund der Kirchenkrise halte. Sie rennen bei mir also offene Türen ein. Ich weiß nur nicht, was das mit dem angeblichen Ungehorsam der Bischöfe zu tun hat.
@ golfi
er hat Recht und Sie reagieren
so, weil Sie überführt wurden.
Ich weiß jetzt nicht, wie ich darauf reagieren soll. Vielleicht sagen Sie mal, wo in beiden Fällen der Ungehorsam besteht. Dann bin ich schlauer.
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#25   Hacki   22:30:41 | Sonntag, 4. Februar 2007
@Benedikt
Warum sind dann nicht alle „Donum Vitae“- MitarbeiterInnen nicht aussätzig und exkommuniziert, so wie die Piusbrüder?
Ich habe zwei Kinder im Gymnasium, 8. + 10. Klasse, daher weiß ich genau, welcher gotteslästerilche Unsinn den Jungendlichen als „r.k. Religion“ verkauft wird, im Namen der Bischöfe! . Durchsetzungsvermögen haben unsere Bischöfe sehr wohl, wie wir „Tradis“ täglich erfahren. Diese Ausrede gilt nicht!
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#24   golfi   22:26:33 | Sonntag, 4. Februar 2007
Bendikt,
Ihre Antwort auf Hacki ist seht aggressiv, lieblos.
Sie wissen was ich meine; er hat Recht und Sie reagieren
so, weil Sie überführt wurden. Typisches Zeichen für „ertappt“ worden.
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#23   Benedikt   22:20:50 | Sonntag, 4. Februar 2007
@ Hacki
Worauf nehmen Sie hier Bezug? Auf den Gehorsam der Bischöfe?
Wo gehorchen die Bischöfe dem Papst bezüglich der Änderung der Wandlungsworte nicht?
Ist Ihnen nicht bekannt, dass die deutschen Bischöfe erklärt haben, dass der Verin Donum Vitae außerhalb der katholischen Kirche steht?
Was wollen Sie hier eigentlich erzählen?
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#22   golfi   22:14:36 | Sonntag, 4. Februar 2007
hacki
da ist der besagte Herr sicher überfordert dies zu rechtfertigen.
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#21   laikos   22:14:06 | Sonntag, 4. Februar 2007
Gute Texte des 2. Vatikanischen Konzils
Dem was PJXIII gesagt hat kann ich voll und ganz zustimmen. Dies ist einer der Texte, welche im 2VK vollkommen in Ordnung sind und sicherlich von keinem Katholiken angezweifelt werden. Wenn sich Modernisten daran halten würden was das 2VK da lehrt, dann hätten wir keine so extrem diabolische Kirchenkrise. Modernisten leben eben nicht im Geist des 2. Vatikanischen Konzils, wie sie immer behaupten.
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#20   Hacki   22:12:10 | Sonntag, 4. Februar 2007
@gotthrd,golfi
zwei Beispiele:
1. die Übersetzung der Wandlungsworte „für Viele“,
2. nur scheinbarer Austieg aus der dem „Beratungsschein“ durch Gründung von „DONUM VITAE“, einer Organisation die fast nur von bezahlten Berufskatholiken betrieben wird.
Unsere Bischöfe und Priester versuchen nur nach außen die „Papsttreue“ vorzugaukeln, im Herzen denken sie anders. Ein endloses Thema wären z.B. auch die (mit dem Segen der Bischöfe) verwendeten Schulbücher und Lehrpläne.
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#19   golfi   22:11:31 | Sonntag, 4. Februar 2007
Benedikt
danke, die Antwort ist vielsagend aber eine Antwort. Andere haben den wahren Hintergrund dieser Frage nicht, oder ignoriert verstanden.
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#18   Benedikt   22:00:10 | Sonntag, 4. Februar 2007
@ golfi
Ich habe wirklich nicht die Möglichkeiten, alle 27 Diözesanbischöfe auf ihre Treue zum Papst zu prüfen. In den Fragen, die immer wieder an die Öffentlichkeit gelangen, beugen Sie sich dem Papst offensichtlich.
Dass es gelegentlich an Durchsetzungsfähigkeit fehlt, kann kaum bestritten werden.
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#17   Gotthard   21:57:16 | Sonntag, 4. Februar 2007
@golfi
„ Wie treu sind unsere Bischöfe dem Papst gegenüber und unsere Priester den Bischöfen“?
Was soll denn diese blöde Frage.
1. Alle Bischöfe gehorchen dem Papst.
2. worin meinst Du, sollen sie dem Papst nicht gehorchen.
DEM PAPST GEHORCHEN IST ALLERDINGS KEIN KRITERIUM.
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#16   golfi   21:42:24 | Sonntag, 4. Februar 2007
Bendikt,
diese Frage habe ich schon an Landorganist gestellt, aber ohne Antwort, nun an Sie.“ Wie treu sind unsere Bischöfe dem Papst gegenüber und unsere Priester den Bischöfen“? Ausnahmen gibt es immer, die meine ich nicht.
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#15   Botschafter   21:18:34 | Sonntag, 4. Februar 2007
@Benedikt
Doch, sie sollen es erfahren…
WIR SIND DIE NEUE KIRCHE!!!!!!!!!
Dies wurde mit gegenüber von einem Pater in Oberriet so Kund getan.
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#14   Benedikt   21:04:15 | Sonntag, 4. Februar 2007
@ Frasim
Die Gläubigen der Pius-Bruderschaft sind nicht (in Worten: Nicht) schismatisch.
Es ist zwar richtig, dass man nicht deshalb ein Schismatiker ist, weil man zur FSSPX in die Messe geht, aber das kein Gläubiger der FSSPX Schismatiker ist, das wage ich mal zu bezweifeln. Wer behauptet, die „Konzilskirche“ sei nicht die Kirche oder sei nicht deckungsgleich mit dieser, dies sei im Gegenteil nur die FSSPX, der ist bereits ein Schismatiker. Der Ungehorsam gegenüber dem Papst begründet dagegen natürlich kein Schisma.
Nichts desto trotz gibt es viele Gläubige, die nur den alten Ritus besuchen – auch bei der FSSPX – und die dennoch in Liebe und Treue zum Heiligen Vater stehen. Mögen diese niemals erfahren, was man in der Spitze der FSSPX über die Restkirche denkt.
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#13   Gotthard   20:46:35 | Sonntag, 4. Februar 2007
Modernist!
Sodann muß sie auch der Gegenwart Rechnung tragen, die neue Umweltbedingungen und neue Lebensverhältnisse geschaffen und dem katholischen Apostolat neue Wege geöffnet hat.
Darum hat die Kirche den wunderbaren Entdeckungen des menschlichen Geistes und dem Erkenntnisfortschritt, den wir uns heute zunutze machen, nicht untätig zugesehen, noch hat sie es an der rechten Wertschätzung fehlen lassen.
Ein widerlicher Modernist, der die Welt nicht nur mit den Augen des 16. Jahrhunderts sieht, sondern sich auskennt in der Lebenswirklichkeit der Menschen des 20. Jahrhunderts, denen das Evangelium verkündet werden muss – und denen des 21. Jahrhunderts muss es auch verkündet werden – so dass sie es verstehen.
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#12   golfi   20:45:12 | Sonntag, 4. Februar 2007
thaumaturgos
warum sind eigentlich so viele Ihrer Beiträge gestrichen worden, haben Sie die Mitbrüder so oft maßlos beleidigt? Dies soll keine Wertminderung Ihrer Beiträge sei, reine Feststellung
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#11   thaumaturgos   20:04:57 | Sonntag, 4. Februar 2007
… gläubige … nicht schismatisch …
stimmt, aber die consortes impiii maercelli sind EXKOMMUNIZIERT und SCHISMATISCH! also, wer den 4 *bischöfen* folgt, geht ins schisma !!!!!
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#10   golfi   19:58:45 | Sonntag, 4. Februar 2007
landorganist
bitte eine Frage:“ Wie treu sind unsere Bischöfe dem Papst gegenüber und unsere Priester den Bischöfen“? Ausnahmen
gibt es immer, die meine ich nicht.
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#9   Johann Orth   19:46:49 | Sonntag, 4. Februar 2007
Das einzige, bester Heinrich, das bei Landorgi
windmässig weht, ist das, was laut Luther aus keinem verzagten A… kommt.
Deshalb auch die ständigen Wiederholungen.
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#8   HeinrichvonOfterdingen   19:43:03 | Sonntag, 4. Februar 2007
Lieber Landorganist,
wieder mal geistige Windstille bei Ihnen? Da fangen Sie immer zu rüpeln an.
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#7   landorganist   19:33:42 | Sonntag, 4. Februar 2007
@Johann,
das mag sein, aber er ist noch lange nicht so groß wie der Sprung in Ihrer Schüssel.
Aber tragen Sie Ihre flüssigen Botschaften ruhig mittels derselbigen in die Welt, der Sprung sorgt schon für eine gute vorzeitige Entleerung. Den Rest können wir getrost der Verdunstung überlassen.
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#6   Botschafter   19:28:07 | Sonntag, 4. Februar 2007
Eitelkeit
Alles EITELKEIT, nur EITELKEIT, statt Gott die Ehre zu geben!
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#5   Johann Orth   19:27:31 | Sonntag, 4. Februar 2007
Ihre Platte, Landorgi, hat
einen Sprung.
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#4   landorganist   19:22:48 | Sonntag, 4. Februar 2007
Gläubige,
die die Pius-Sekte als einzig wahre Kirche anerkennen, verfallen der Exkommunikation, so wie der Schismatiker Levebrve ihr verfallen ist, so wie die von ihm geweihten „Bischöfe“ ihr verfallen sind.
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#3   Frasim   19:17:10 | Sonntag, 4. Februar 2007
@landorganist
Sie scheinen es noch immer nicht auf die Reihe zu kriegen:
Die Gläubigen der Pius-Bruderschaft sind nicht (in Worten: Nicht) schismatisch.
Und im übrigen gibt es auch noch einige andere Gemeinschaften (und diese sind alle päpstlichen Rechts errichtet), die den vollen katholischen Glauben und den alten Ritus praktizieren.
Sie sind keinen Deut besser als jene, die Sie hier so angegeifert haben.
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#2   Aurelius   19:12:55 | Sonntag, 4. Februar 2007
Let’s play a game…
Okay, wer es schafft, einen Beitrag zu schreiben, ohne eines der unten aufgeführten Begriffe zu gebrauchen, bekommt von Landorganist und mir die Auszeichnung Vorzeigetradi des Tages:
Nicht zu gebrauchende Wörter und Begriffe:
– Räubersynode
– Freimaurer
– Frevler
– FSSPX
– Lefebvre
– V2-Sekte
Hab ich was vergessen?
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#1   landorganist   19:05:25 | Sonntag, 4. Februar 2007
Na, dann mal los,
alle hier versammelten Fundamental-Tradis (mögen es wohl 15 sein?) ran an die Kanonen und Feuer frei, auf das Konzil, auf die „V-2-Päpste und Bischöfe, auf die Milliarden von Katholiken in der ganzen Welt, die fest in der Treue zum Papst und ihren Bischöfen stehen. Oh, gerade wird mir wieder bewußt, dass Ihr nur ein Fliegenschiss (und auch nur ein exkommunizierter) in der großartigen Partitur der Kirche seid.
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