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Meister des interreligiösen Dialogs? + Intelligent und strategisch + Automatisch exkommuniziert + Wen stört’s? + Urteilskraft
Meister des interreligiösen Dialogs?

Vatikan. Papst Benedikt XVI. würdigte am gestrigen Fest des Heiligen Thomas von Aquin († 1274) den großen Kirchenlehrer als Modell für Harmonie zwischen Vernunft und Glauben. Die Beziehung zwischen Glauben und Vernunft sei eine ernsthafte Herausforderung für die gegenwärtige westliche Kultur. Er habe darüber auch in seiner Rede an der Universität Regensburg referiert. Thomas von Aquin habe sich intensiv mit dem arabischen und jüdischen Denken seiner Zeit auseinandergesetzt. Dadurch könne er als Meister des Dialogs mit anderen Kulturen und Religionen gelten.

Intelligent und strategisch

Vatikan. Papst Pius XII. hat zur Judenverfolgung im Dritten Reich nicht geschwiegen, sondern intelligent und strategisch gesprochen. Das erklärte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone laut ‘Radio Vatikan’ bei einer Buchvorstellung in Rom. Vorwürfe wie „päpstliche Kollaboration oder katholischer Antisemitismus“ entbehrten jeder Grundlage. Das zeige beispielsweise die Weihnachts-Radiobotschaft von 1942, die den deutschen Reichskanzler Adolf Hitler († 1945) sehr verärgert habe: „Die Beweise liegen in den vatikanischen Archiven.“ Historiker bestätigten, daß Pius XII. außerordentliche Schritte unternommen hat, um verfolgte Juden zu retten.

Automatisch exkommuniziert

Portugal. Jeder Katholik, der am 11. Februar bei einem Referendum über die Straflosigkeit der Kinderabtreibung mit „Ja“ stimmt, zieht sich automatisch die Strafe der Exkommunikation zu. Das erklärte der portugiesische Kirchenrechtler und Pfarrer Tarcísio Alves am 19. Januar in einem Kommentar für die portugiesische Tageszeitung ‘Diario de Noticias’. Von der automatischen Exkommunikation seien auch alle betroffen, die sich an der Ausführung des „Verbrechens“ beteiligen – wie zum Beispiel Ärzte und Krankenschwestern.

Wen stört’s?

Spanien. Im Herbst 2005 zelebrierte der Priester Rubén Aramburu (39) aus der spanischen Erzdiözese Santiago de Compostela einen Gottesdienst im Rahmen der galizisch-patriotischen Veranstaltung „Romaxe de Crentes Galegos“ – Fest der galizischen Gläubigen. Der Geistliche konsekrierte Brotstücke, die in geflochteten Körben lagen. Bei der Kommunionspendung tauchten die Gläubigen die Hostien selber in den konsekrierten Rotwein ein. Sein Bischof hat offenbar bis heute nichts dagegen.

Katholisches Spanien?
Es ist dem Kommunikanten nicht erlaubt, selbst die Hostie in den Kelch einzutauchen oder die eingetauchte Hostie mit der Hand zu empfangen. Redemptionis Sakramentum, Nr. 104Zur Meßfeier dürfen keine gewöhnlichen Gefäße, Gefäße mit schlechter Qualität, Gefäße ohne jeden künstlerischen Wert, einfache Körbe oder andere Gefäße aus Glas, Ton, Lehm oder anderen leicht zerbrechlichen Materialien verwendet werden. Redemptionis Sakramentum, Nr. 117 Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 332Die Kommunionspendung unter beiden Gestalten ist gänzlich auszuschließen, wenn auch nur die geringste Gefahr der Profanierung der heiligen Gestalten besteht. Redemptionis Sakramentum, Nr. 101 Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 283

Urteilskraft

„Wenn mir ein Bibelkritiker sagt, eine Stelle im Evangelium sei Legende oder Dichtung, so will ich wissen, wie viele Legenden und Dichtungen er gelesen hat, wie geübt sein Gaumen im Unterscheiden ihres Geschmacks ist, und nicht, wie viele Jahre er über diesem Evangelium verbracht hat.“

Der britische Anglikaner und Literaturwissenschaftler Clive S. Lewis († 1963) in „Geblök eines Laien“.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Artois †   19:26:59 | Montag, 29. Januar 2007
EB Dyba
dürfte auch nur zum Schein widersprochen haben …
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#9   bonifatius   18:56:04 | Montag, 29. Januar 2007
Katharina, die L(ustige)
Denken Hilft!
Eine Story: Eine sich selbst verwirklichende, attraktive Dame wird schwanger. Sie hat einen tollen Job und kann keinesfalls ein Kind gebrauchen. Der Arzt, der die Kindstötung vornehmen soll, schickt sie wg. der Straffreiheit zur „Scheinausstellerin „ um die Ecke zu donum vitae gleich beim Pfarrzentrum. Und nun ab in den Abortus mit dem Kleinen.
Nun meine Frage: Wie lange haben unsere Bischöfe (H.H. Dyba ausgenommen, dabei von den ehrwürdigen Brüdern bekämpft und verspottet) nicht nur dieser „Scheinmethode“ zugestimmt, sondern wie viel Silberlinge des (Kirchen) Steuergeldes sind dazu aufgewendet worden?? Ja, ja, der gute Zweck heiligt die hässlichen Mittel.
Und nebenbei: Die schmutzigen Finger holten sich nur die Beraterinnen, denn die unterschrieben ja das „Todesurteil“ (wegen der Straffreiheit).
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#8   möchtegern-kathole   18:01:16 | Montag, 29. Januar 2007
@Benedikt
will die Redaktion das in diesem Artikel denn, oder ist das nur Ihre Interpretation?
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#7   Benedikt   13:06:14 | Montag, 29. Januar 2007
Interreligiöser Dialog?
Ich verstehe nicht ganz, warum die Redaktion schon die (wissenschaftliche) Beschäftigung mit anderen Religionen oder das Austauschen irgendwelche Höflichkeitsfloskeln immer gleich als Apostasie erscheinen lassen will.
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#6   adoro te devote   12:11:11 | Montag, 29. Januar 2007
Werte Redaktion,
endlich mal wirklich katholische Nachrichten.
Führen wir den Dialog mit denen, die außerhalb der sichtbaren Kirche stehen im Geiste des Hl. Thomas v. Aquin, in dem wir die EINZIGARTIGKEIT und die HEILSNOTWENDIGKEIT der Kirche und der Botschaft Jesu Christi gegenüber den anderen Religionen herausstellen.
Weiterhin sollten wir alle uns nach dem Vorbild Seiner Heiligkeit Papst Pius XII ablehnend gegenüber allen antikatholischen Ideologien (braune und rote Sozialisten, sonstige Materialisten, Islam etc.) verhalten.
Auch sollten wir uns als Katholiken bewußt werden, dass wir auch die Pflicht haben, uns im Staatsleben nach den Grundsätzen des Glaubens zu verhalten. Daher danke für den Hinweis auf das Referendum in Portugal.
@Katharina L
Abgesehen davon, dass Sie in diesem Thread
www.kreuz.net/…ticle.4585-page.html
nicht auf meine Frage geantwortet haben, vielleicht können Sie dies noch nachholen, muss man einfach sagen, dass die Beratungsscheinpraxis der dt. Kirche, in den entsprechenden Fällen „conditio sine qua non“ also kausal für die spätere „straffreie“ Abtreibung war. Somit haben die entsprechenden kirchlichen Oberen Mitverantwortung dafür getragen.
@Aragon
Wenn ich richtig gelesen habe, sind Sie selber Geistlicher und wären daher erster Adressat Ihrer Aufforderung.
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#5   amicus_crucis   11:36:19 | Montag, 29. Januar 2007
@ Aragorn
Das Ende wir so vernichtend über die Kirche kommen wie der Untergang über die unbesorgten Trojaner gekommen ist – plötzlich und über Nacht.
Ja, und es kommt über alle, die im Ungehorsam sind, ob man diesen Ungehorsam nun „links“ oder „rechts“ nennen mag, modernistisch oder traditionalistisch oder wie auch immer. Ihre Geisteshaltung, die Sie hier demonstrieren, unterscheidet sich doch in nichts von der, die Sie anprangern.
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#4   Katharina L. †   09:57:27 | Montag, 29. Januar 2007
@ HvO
Denken hilft! Hat irgendein Bischof an einer Abtreibung „mitgewirkt“? Überlegen Sie mal, was „mitwirken“ heißt! Mit der Ausstellung oder Nichtausstellung irgendwelcher Scheine hat das nichts zu tun. Ansonsten müssten Sie auch Gott exkommunizieren – schließlich hat der die Welt erschaffen, in der es Abtreibungen gibt und damit nach Ihrer kruden Logik „mitgewirkt“. :-S
Ach, und noch was: Wussten die Leserinnen und Leser schon, wer ebenfalls exkommuniziert wird, und zwar automatisch? Wer ohne Zustimmung des Papstes jemanden zum Bischof weiht! ;-)
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#3   Aragorn   09:36:35 | Montag, 29. Januar 2007
Wen stört’s? Die Alte Messe
Angesichts solcher Bilder, die sich in der anstehenden Karnevalszeits vielfacht wiederholen werden, fragt man sich eigentlich: Warum bitten wir noch kniefällig um die Alte Messe? Machen wir es doch einfach wie diese Liturgievandalen und nehmen wir uns die Freiheit heraus, die Alte Messe auch ohne offizielle Genehmigung irgendeines Ortsepiskopen zu feiern. Dann können wir schließlich aus fragen: Wen stört’s? Ich habe zunehmend den Eindruck, dass Autorität in der Kirche nur noch da ist, das eigentlich katholische systematisch zu unterdrücken und jedem Schwachsinn freien Lauf zu lassen. Das Ende wir so vernichtend über die Kirche kommen wie der Untergang über die unbesorgten Trojaner gekommen ist – plötzlich und über Nacht.
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#2   laikos   09:00:01 | Montag, 29. Januar 2007
Exkommunikation
Wenn man nach kanonischem Recht geht, dann haben sich viele moderne Kleriker und Gläubige sowieso schon selbst exkommuniziert. Das man auf konsekrierten Hostien herumtrampelt (Discomesse) und sie wegwirft ist ganz normaler Modernistenalltag.
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#1   HeinrichvonOfterdingen   08:23:33 | Montag, 29. Januar 2007
Interessant!
Von der automatischen Exkommunikation seien auch alle betroffen, die sich an der Ausführung des „Verbrechens“ beteiligen – wie zum Beispiel Ärzte und Krankenschwestern.
Wenn man an die alte Beratungsscheinregelung denkt also auch die Mehrzahl des deutschen Episkopats.
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