07:53:01 | Montag, 29. Januar 2007
Meister des interreligiösen Dialogs? + Intelligent und strategisch + Automatisch exkommuniziert + Wen stört’s? + Urteilskraft
Meister des interreligiösen Dialogs?Vatikan. Papst Benedikt XVI. würdigte am gestrigen Fest des Heiligen
Thomas von Aquin († 1274) den großen Kirchenlehrer als Modell für Harmonie zwischen Vernunft und Glauben.
Die Beziehung zwischen Glauben und Vernunft sei eine ernsthafte Herausforderung für die gegenwärtige
westliche Kultur. Er habe darüber auch in seiner Rede an der Universität Regensburg referiert. Thomas
von Aquin habe sich intensiv mit dem arabischen und jüdischen Denken seiner Zeit auseinandergesetzt.
Dadurch könne er als Meister des Dialogs mit anderen Kulturen und Religionen gelten.
Intelligent und
strategischVatikan. Papst Pius XII. hat zur Judenverfolgung im Dritten Reich nicht geschwiegen, sondern
intelligent und strategisch gesprochen. Das erklärte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone laut ‘Radio
Vatikan’ bei einer Buchvorstellung in Rom. Vorwürfe wie „päpstliche Kollaboration oder katholischer
Antisemitismus“ entbehrten jeder Grundlage. Das zeige beispielsweise die Weihnachts-Radiobotschaft von
1942, die den deutschen Reichskanzler Adolf Hitler († 1945) sehr verärgert habe: „Die Beweise liegen
in den vatikanischen Archiven.“ Historiker bestätigten, daß Pius XII. außerordentliche Schritte unternommen
hat, um verfolgte Juden zu retten.
Automatisch exkommuniziertPortugal. Jeder Katholik, der am 11. Februar
bei einem Referendum über die Straflosigkeit der Kinderabtreibung mit „Ja“ stimmt, zieht sich automatisch
die Strafe der Exkommunikation zu. Das erklärte der portugiesische Kirchenrechtler und Pfarrer Tarcísio
Alves am 19. Januar in einem Kommentar für die portugiesische Tageszeitung ‘Diario de Noticias’. Von
der automatischen Exkommunikation seien auch alle betroffen, die sich an der Ausführung des „Verbrechens“
beteiligen – wie zum Beispiel Ärzte und Krankenschwestern.
Wen stört’s?Spanien. Im Herbst 2005 zelebrierte
der Priester Rubén Aramburu (39) aus der spanischen Erzdiözese Santiago de Compostela einen Gottesdienst
im Rahmen der galizisch-patriotischen Veranstaltung „Romaxe de Crentes Galegos“ – Fest der galizischen
Gläubigen. Der Geistliche konsekrierte Brotstücke, die in geflochteten Körben lagen. Bei der Kommunionspendung
tauchten die Gläubigen die Hostien selber in den konsekrierten Rotwein ein. Sein Bischof hat offenbar
bis heute nichts dagegen.
Urteilskraft„Wenn mir ein Bibelkritiker sagt, eine
Stelle im Evangelium sei Legende oder Dichtung, so will ich wissen, wie viele Legenden und Dichtungen
er gelesen hat, wie geübt sein Gaumen im Unterscheiden ihres Geschmacks ist, und nicht, wie viele Jahre
er über diesem Evangelium verbracht hat.“
Der britische Anglikaner und Literaturwissenschaftler Clive
S. Lewis († 1963) in „Geblök eines Laien“.
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#10
Artois † 19:26:59 | Montag, 29. Januar 2007
#9
bonifatius 18:56:04 | Montag, 29. Januar 2007
#8
möchtegern-kathole 18:01:16 | Montag, 29. Januar 2007
#7
Benedikt 13:06:14 | Montag, 29. Januar 2007
#6
adoro te devote 12:11:11 | Montag, 29. Januar 2007
#5
amicus_crucis 11:36:19 | Montag, 29. Januar 2007
#4
Katharina L. † 09:57:27 | Montag, 29. Januar 2007
#3
Aragorn 09:36:35 | Montag, 29. Januar 2007
#2
laikos 09:00:01 | Montag, 29. Januar 2007
#1
HeinrichvonOfterdingen 08:23:33 | Montag, 29. Januar 2007