09:56:01 | Dienstag, 30. Januar 2007
Mons. Gänswein
Der Privatsekretär des Papstes arbeitet zwar schnell und effektiv. Sollte er dennoch versagen, könne er sich bei Donatella Versace für den Laufsteg bewerben.
(kreuz.net, Vatikan) Kürzlich besuchte der Journalist Hannes Hintermeier den Privatsekretär des Papstes,
Prälat Georg Gänswein (50).
Hintermeiers Artikel erscheint in der heutigen Ausgabe der ‘Frankfurter
Allgemeinen Zeitung’.
Der Artikel beschreibt den Prälaten als „Schwarm der Massenmedien“ und als „Traumbild
eines Priesters, der die Damenwelt in Verzückung geraten läßt“.
Er sei ein attraktiver Vertreter seines
Geschlechts: die beste Werbung für die Generation fünfzig plus.
Mons. Gänswein bekennt vor dem Journalisten,
daß ihm der direkte Kontakt mit den Gläubigen fehlt: „Das ist ja das, wofür einer zum Priester geweiht
wird.“
Ein Minimum an Außenkontakt sei unbedingt notwendig, um den Bezug zur Welt nicht zu verlieren.
Minimale FreizeitVom kleinen vatikanischen Apparat aus möchte Mons. Gänswein die Weltkirche schnell,
präzise und effizient befeuern.
Alle drei bis vier Wochen versuche er, einen dreiviertel Tag freizumachen:
„Vom Stoßdämpfer her betrachtet, fahre ich relativ weit unten.“
An den freien Tagen begibt er sich
zum Beispiel in die Abruzzen, um Ski zu fahren. Allerdings sind die Pisten – so der Papstsekretär – im
Vergleich zu den Alpen eher bescheiden.
Ab und zu spielt er auch
Tennis.
Als Vorbilder in diesem Sport
nennt Mons. Gänswein den Schweden Björn Borg, die Deutsche Steffi Graf und anfangs auch den jungen Boris
Becker: „Bis ich die ersten Interviews mit ihm gehört habe“.
Blick zurückDer Prälat sprach mit dem
Journalisten auch über seine Herkunft:
„Die Glaubensquellen sind stark gewesen, auch wenn mir mein damaliger
Heimatpfarrer geistlich und intellektuell mild bis leicht porös vorgekommen ist.“
Einmal wurde der spätere
päpstliche Privatsekretär beim Fußballspielen nach einem Foul vom Feld gewiesen. Auf die Frage nach
seinem Namen antwortete er dem Schiedsrichter: „Beckenbauer“.
Die „Regulierungsbehörde“Sein ehemaliges
Tätigkeitsfeld – die Glaubenskongregation – beschreibt Mons. Gänswein „salopp gesagt“ als eine Art Regulierungsbehörde.
Als Präfekt dieser Institution habe Kardinal Ratzinger unmöglich jedermanns Lieblings sein können:
„»Sic et non«, das muß er an dieser Stelle sagen können.“
Bei der Glaubenskongregation würden Person
und Institution gerne verwechselt. Das habe auch für Kardinal Ratzinger gegolten.
In Deutschland sei
immer ein sanfter Haß gegen den jetzigen Papst vorhanden gewesen: „Bei einem Mann von einer solchen intellektuellen
Brillanz vielleicht kein Wunder“.
Nun werde diesem Bild langsam das Gift entzogen.
ModefragenMons.
Gänswein kommentierte auch eine jüngste Anspielung der italienischen Modeschöpferin Donatella Versace
auf seine Person:
„Ich kann mich dort ja bewerben, wenn ich hier versage.“
Frau Versace hatte ihre Bewunderung
für „Schönheit und Stil“ des päpstlichen Privatsekretärs zum Ausdruck gebracht.
Auch Mons. Gänswein
hat Freude an schönen Dingen: „Ich bin vom Typ her aufs Klassische orientiert.“ Doch einen aufwendigen
Lebensstil pflegt er nicht. Dazu fehle ihm auch das Geld.
Bei einem Priester sei die Kleidung „zum Glück“
immer die gleiche.
Daß ein Kleriker gepflegt sein müsse, verstehe sich von selbst. Dennoch würden
manche Geistliche gesellschaftlich miserabel abfallen.
Mons. Gänswein berät auch den Papst in Modedingen:
„Die weiße Steppjacke und die Baseballmütze nehme ich auf meine Kappe.“
Er habe sich ein paar Sachen
zur Ansicht bringen lassen, und der Papst habe sie probiert.
Sogar die Gattin des ehemaligen italienischen
Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi sei in Entzückensrufe ausgebrochen.
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#9
golfi 00:07:59 | Mittwoch, 31. Januar 2007
#8
Gunsenum 20:26:56 | Dienstag, 30. Januar 2007
#6
Genoveva 11:54:26 | Dienstag, 30. Januar 2007
#5
Pünktchen 11:36:57 | Dienstag, 30. Januar 2007
#4
Genoveva 11:32:58 | Dienstag, 30. Januar 2007
#2
Pünktchen 10:51:39 | Dienstag, 30. Januar 2007
#1
catharina 10:36:10 | Dienstag, 30. Januar 2007