17:40:50 | Dienstag, 30. Januar 2007
Die Abtreibungsländer kultivieren eine häßliche Doppelmoral. Der Preis dafür: Man erkennt nicht mehr den Unterschied zwischen Recht und Unrecht.

„Die ganze Welt ist über die Hinrichtung von Saddam Hussein erschüttert. Doch die Abtreibung ist nur
eine Variante der Todesstrafe.“
Der portugiesische Bischof Antonio Moreira Mitte Januar(kreuz.net) Am 23. Januar kommentierte Pater Lothar Groppe die Erhängung des ehemaligen irakischen Staatspräsidenten
Saddam Hussein.
Der Berliner Jesuit und Kirchenhistoriker äußerte sich in einem Leserbrief in der ‘Frankfurter
Allgemeinen Zeitung’.
Pater Groppe stellt fest, daß die Hinrichtung Saddams weltweit zu Empörung geführt
hat.
Während US-Präsident George Bush nach der Exekution seine Zufriedenheit geäußert habe, hätten
die EU, die UN und der Vatikan die Hinrichtung verurteilt.
In seltsamem Kontrast zur Kritik an dieser
Exekution stehe die weitverbreitete Forderung nach einem „Recht auf den eigenen Bauch“.
Allein in Deutschland
sind diesem Unrecht seit 1975 4,2 Millionen ungeborene Menschen zum Opfer gefallen:
„Nach Schätzung
der Weltgesundheitsorganisation werden Jahr für Jahr weltweit fünfzig Millionen Kinder abgetrieben.“
1995 beschloß der Deutsche Bundestag mit großer Mehrheit das Recht auf Abtreibung mit „Beratungsschein“,
die zwar „rechtswidrig, aber straffrei“ ist.
Der Jesuit zitiert eine führende Politikerin, die „larmoyant“
erklärte, daß „wir noch immer nicht über flächendeckende Abtreibungskliniken verfügen“.
Zu Recht
sei die Neufassung des Abtreibungs-Paragraphen 218 in Deutschland von dem verstorbenen Erzbischof Johannes
Dyba von Fulda († 2000) als „Tötungslizenz“ bezeichnet worden.
Auch das Zweite Vatikanische Konzil erkläre
in der Pastoralkonstitution „Die Kirche in der Welt von heute“, die „gern zitiert wird, wenn sie die eigene
Meinung begünstigt“:
„Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuungswürdige Verbrechen“ (Nr.
51).
Papst Johannes Paul II. schrieb den nordamerikanischen Bischöfen, daß er sich mit dem immer noch
fortwährenden Baby-Holocaust nicht abfinden werde.
Die logische und konsequente Fortsetzung der Abtreibung
ist die Euthanasie – erklärt Pater Groppe.
Wegen der wachsenden Zahl von Pflegebedürftigen werde die
Entsorgungspille für Opa und Oma nicht mehr lange auf sich warten lassen.
„Wer soll denn die Kosten
für sie übernehmen, wenn wir diejenigen »wegmachen«, die hierzu ihren Beitrag leisten würden?“
Die
Generation, die ihre Nachkommen im Mutterleib ermorde, werde spätestens im Rentenalter die Folgen tragen:
„Alle Parteien bekennen sich in ihrem Programm zum Schutz von Menschenrechten und Menschenwürde, die
selbst Schwerstverbrecher vor der Todesstrafe bewahrt – ungeborene Kinder aber für vogelfrei erklärt.“
Die „Anwälte der Menschenrechte“, die sich über die Hinrichtung von Massenmördern empören, aber das
„Recht auf den eigenen Bauch“ proklamieren, sprechen – so Pater Groppe – mit „gespaltener Zunge“ und sind
Verfechter einer doppelten Moral.
„Damit tragen sie wesentlich zur Zerstörung des Rechtsbewußtseins
bei.“
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#19
Pünktchen 09:13:13 | Mittwoch, 31. Januar 2007
#18
methusalix † 23:05:59 | Dienstag, 30. Januar 2007
#17
möchtegern-kathole 21:20:48 | Dienstag, 30. Januar 2007
#16
Sozialkatholisch 20:45:32 | Dienstag, 30. Januar 2007
#14
Gunsenum 20:40:23 | Dienstag, 30. Januar 2007
#13
Desperatus † 20:39:06 | Dienstag, 30. Januar 2007
#12
Ydefix 20:36:25 | Dienstag, 30. Januar 2007
#11
thaumaturgos 20:36:09 | Dienstag, 30. Januar 2007
#10
Gunsenum 20:32:08 | Dienstag, 30. Januar 2007
#9
Johann Orth 20:16:58 | Dienstag, 30. Januar 2007
#7
r.ruhrgebietler 20:06:40 | Dienstag, 30. Januar 2007
#6
obelix † 20:02:32 | Dienstag, 30. Januar 2007
#5
Johann Orth 19:50:02 | Dienstag, 30. Januar 2007
#3
Johann Orth 18:30:38 | Dienstag, 30. Januar 2007
#2
Desperatus † 18:27:35 | Dienstag, 30. Januar 2007
#1
Katharina L. † 18:22:03 | Dienstag, 30. Januar 2007