Zum Tod von Mons. Spital
Stichwort „Gotthold Hasenhüttl“
Kürzlich starb der emeritierte Bischof von Trier. In den Nachrufen wurden vielfach die modernistischen Positionen des Verstorbenen hervorgehoben. Von Hubert Hecker.
Am Rande des ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin leitete Hw. Hasenhüttl einen "Abendmahlsgottesdienst nach katholischem Ritus".
Am Rande des ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin leitete Hw. Hasenhüttl einen „Abendmahlsgottesdienst nach katholischem Ritus“.
(kreuz.net, Trier) Am 11. Januar verstarb Mons. Hermann Josef Spital. Er war von 1981 bis 2001 Bischof von Trier.

Bischof Spital hat oft betont, daß mit „bloßen Katechismuswahrheiten“ nicht viel zu machen sei – eine äußerst mißverständliche Aussage.

Mit der Abwertung dogmatischer Aussagen – auch der Glaubenssätze im Credo – geriet der Bischof in eine bedrohliche Nähe zu so abwegigen Theologen wie Hans Küng und Hubertus Halbfas.

Die beiden polemisierten schon vor dreißig Jahren gegen angeblich verknöcherte Dogmen und versteinerte Wort-Wahrheiten.

Leider hat der verstorbene Bischof durch die langjährige Förderung des Priesters und Irrlehrers Gotthold Hasenhüttl (73) solche kirchenfeindliche Tendenzen unterstützt.

Mons. Hermann Josef Spital R.I.P.
Mons. Hermann Josef Spital R.I.P.
© Bistum-trier.de
Hw. Hasenhüttl – emeritierter Professor für systematische Theologie an der Universität des Saarlandes – glaubt, daß der Mensch einem Gott, der ihm vorgegeben wird, nicht religiös begegnen könne.

Jede Wort-Aussage über Gott hält er für eine Projektion. Diese belaste und verfälsche von vornherein die unmittelbare Erfahrung.

Wahr und wirklich sei nur ein menschliches Beziehungssein.

Wenn diese Gemeinschaftlichkeit als herrschaftsfrei, vertrauensvoll und sinngebend erfahren werde, ereigne sich dort Gott.

„Gott“ dürfe auch nicht als Grund oder Hintergrund menschlicher Beziehungen betrachtet werden.

Das Wort „Gott“ sei einzig und allein eine Aussage menschlicher Gemeinschaftlichkeit. In diesem Sinne sei Liebe gleich Gott.

Wenn ein nach katholischer Lehre dem Menschen vorausgehender Gott gedacht wird, stört das – nach Hw. Hasenhüttl – die Liebe der Menschen.

Der suspendierte Priester glaubt, daß die Menschen Gott selber hervorbringen können, wenn sie „anderen Menschen göttliche Liebe schenken“.

Somit ist Gott ein Ereignis und Ergebnis menschlicher Beziehungsgüte.

Das Heimtückische dieses Ansatzes besteht darin, daß hier nicht ausdrücklich gegen die Kirche gekämpft wird. Vielmehr höhlt diese Theorie den kirchlichen Glauben mit Begriffsverdrehungen von innen her aus.

Hw. Hasenhüttl geht in seinen Veröffentlichungen und Lehrveranstaltungen von den klassischen Dogmen und von der kirchlichen Lehrverkündigung aus.

2003 in Berlin waren ausnahmslos alle sich christlich fühlenden Menschen zur Kommunion geladen.
2003 in Berlin waren ausnahmslos alle sich christlich fühlenden Menschen zur Kommunion geladen.
So behandelt er in seiner „Kritischen Dogmatik“ von 1979 Themen wie Jesus Christus, Gott, Kirche, Sakramente und Eschatologie.

Unter Kirche versteht er eine institutionalisierte Herrschaftsfreiheit. Sie dient der Selbstverwirklichung des Einzelnen.

Die Aussagen von Papst und Bischöfen könnten dabei nur Denkanstöße und Diskussionsbeiträge sein.

Von der Vollmacht zur Sündenvergebung glaubt Hasenhüttl, daß sie der ganzen Gemeinde gegeben sei. Darum hält er eine gemeinsame Bußfeier für die ideale Form gegenseitiger Versöhnung.

Zum Thema Ehesakrament erklärt der Irrlehrer, daß Gott sich in jeder sexuellen Liebesbeziehung ereigne.

Wenn die Liebe erkalte, sei die Ehe nicht mehr existent.

Die Eucharistie hält Hw. Hasenhüttl für eine Dankfeier für die Befreiung der Menschen vom Ich-Zwang und für ein liebendes Miteinander.

Die Wandlungsworte müsse man von aller mythischen und magischen Überfrachtung befreien.

Ihre Wirksamkeit könne in der Tradition von Trinksprüchen – wie etwa „Zum Wohl“ – verstanden werden.

Am Rande des ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin stand Hw. Hasenhüttl einem „Abendmahlsgottesdienst nach katholischem Ritus“ vor. Zur Kommunion waren ausnahmslos alle sich christlich fühlenden Menschen eingeladen.

Eine Woche später wurde Hw. Hasenhüttl durch den Bischof von Trier, Mons. Reinhard Marx, vom Priesteramt suspendiert.

Diese Kirchenstrafe wurde später von der römischen Glaubenskongregation bestätigt.

Mit Dekret vom 2. Januar 2006 entzog der Trierer Bischof dem emeritierten Universitätsprofessor zusätzlich auch die kirchliche Lehrerlaubnis.

Hw. Hasenhüttl war überrascht, als die bischöflichen und päpstlichen Beurteilungen seiner Irrlehren exekutiven Charakter hatten – und nicht bloße „Diskussionsbeiträge“ waren.

Warum konnte Hw. Hasenhüttl als Hochschullehrer seine Theorien 28 Jahre lang einer ganzen Generation angehender Theologen und Religionslehrer einimpfen, ohne daß der langjährige Bischof von Trier, Mons. Hermann Josef Spital, eingriff?

Kritische Stimmen zu Hasenhüttls atheistischer „Theologie“ gab es viele.

Bereits 1974 fragte der Münchner Dogmatiker Leo Scheffczyk († 2005) nach dem Sinn eines „Gott-losen Gottesglaubens“.

1980 bewertete Pater Franz Courth die Irrlehre des Professors als „Dogmatik der kirchlichen Selbstauflösung“.

1997 sprach Pater Engelbert Recktenwald von den Verwüstungen, die solche Irrlehrer im Weinberg des Herrn hinterlassen:

„Wie vielen Seelen wurde der Glaube aus dem Herzen gerissen?“- fragt Pater Recktenwald. „Bei wie vielen Religionslehrern und Schülern ist die Destruktion des katholischen Glaubens schon vollzogen?“

Mons. Hermann Josef Spital ließ sich in seiner Zeit als Bischof von Trier von warnenden Stimmen nicht beeindrucken.

Anfang der 90er Jahre beauftragte er Professor Hasenhüttl – zusätzlich zur regulären Religionslehrerausbildung – auch mit der „Nachqualifizierung im Fach Katholische Religion“.

Ältere Lehrpersonen und Religionslehrer, die an Universitäten mit weniger modernistischem Lehrprofil ausgebildet wurden, sollten auf Hasenhüttls Linie eingeschworen werden.

Eine Teilnehmerin – die Religionslehrerin Beatrice Brück – beschwerte sich damals beim Trierer Bischof über die Irrlehren Hasenhüttls.

Sie reichte beim Bischof sogar eine offizielle Anzeige „wegen Verbreitung von Häresien innerhalb der Lehrtätigkeit“ ein – mit ausführlichen Belegen und Begründungen.

Doch Bischof Spital entschied mit Dekret vom 6. Februar 1992, daß im Rahmen einer Voruntersuchung „die zur Last gelegten Äußerungen nicht als häretisch nachgewiesen“ werden konnten.

War der Bischof mit Blindheit geschlagen? Hatte er – die vielzitierten – „falschen Berater“?

In einem 117seitigen Pastoralschreiben von Bischof Spital aus dem Jahr 1999 zeigen sich in den philosophisch-theologischen Grundlagen erstaunliche Parallelen zwischen dem Bischof und Hw. Hasenhüttl.

In seiner „Kritischen Dogmatik“ unterscheidet letzterer zwischen „objektivierenden“ Wahrheiten und Wahrheitssätzen einerseits und einer sogenannten „relationalen Wahrheit“ andererseits.

Die Wahrheit des Glaubens findet Hw. Hasenhüttl allein in der kommunikativen Beziehung der Menschen.

Auch Bischof Spital stellt in seiner Schrift das „feststellende Denken“ einem „Beziehungsdenken“ gegenüber.

Eine angebliche griechische „Substanzontologie“ konfrontiert er mit einem angeblichen hebräischen „Vollzugsdenken“ – bei dem die Wahrheit angeblich etwas zeitlich Bedingtes sei.

Mit immer neuen Begriffspaaren wertet der Bischof „formulierte Glaubens- und Katechismuswahrheiten“ gegenüber den sogenannten „personalen Beziehungswahrheiten“ ab.

Offiziell wollte der Bischof dabei die beiden einander diametral entgegengesetzten Denksysteme als Ergänzung verstehen.

Dennoch hat er mit seinen Ausführungen eine Brücke zu den Theorien von Hw. Hasenhüttl gebaut und sich um eine klare Absage an dessen Irrlehren gedrückt.
      
25 Lesermeinungen
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#25   Hermann der Lahme   10:15:27 | Freitag, 9. Februar 2007
Spital /Hasenhüttl
ein eindeutige Darstellung einer nach wie vor existenten Notsituation, welche noch nachträglich die Bischofsweihen von 1988 durch Erzb. Lefebvre rechtfertigen.
H-d-L
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#24   franziskus   16:02:16 | Samstag, 3. Februar 2007
Gnadenziel
Wenn man Hasenhüttl und posthum Spittal wegen eines anthropologischen Theologieansatzes einen Häretikerstrick drehen will, finde ich das unfair.
Wer von wissensstarken theologischen Polihistors unserer Zeit soll noch ein Häretiker sein? Etwa auch Karl Rahner?
Gott im Menschen und in menschlichen Beziehungen zu erkennen ist doch nichts unchristliches! „Wer mich sieht, sieht den Vater!“ sagt Christus.
So wie er Gott und Mensch und nicht reißender Wolf für die Mitmenschen zu sein, wäre doch das schönste Gnadenziel! :)3
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#23   nonnobisdomine   15:34:08 | Donnerstag, 1. Februar 2007
@ Bernd Stromberg
Mit den „Wenigen“ meinen Sie vermutlich die „Partenianer“, ein wirklich lustiges, eine handvoll umfassendes Völkchen, das dem Titularbischof Gaillot und einem nicht weiter zu nennenden Priester aus der Diözese Würzburg anhängig ist.
Es ist wirlich ein schon sehr sonderlich anmutendes Völkchen. Die nehmen sich wirklich – wie Sie schon schrieben – fundamentalistisches Gedankengut aus „linken Ecken“ wie auch Hasenhüttl dazugehört – raus.
Und diese Handvoll meint doch wirklich, einer Gemeinschaft zugehörig zusein, ein „Schwamm“, der nicht hierarchisch verfasst wurde und nicht von Christus gewollt war?
Nun, was dann?
Ich lese im Partenia-Forum öfter, und deshalb stellte ich die von den Partenianer-Christen (= Nichtkatholiken) geposteten Thesen des Herrn Hasenhüttl zum Thema hier ein.
Es ist schon ein wirkliches „Grüpplein“, das sich um Partenia scharrt und einen Personenkult um einen Bischof und diverse sich immer noch nennende „katholische“ Priester scharrt.
^-^
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#22   Bernd Stromberg   13:30:27 | Donnerstag, 1. Februar 2007
@Nonnobisdomine
Dein Zitat der These hat schon ein dankbares Echo bei den Partenianern gefunden: Parteniaforum www.partenia.org/phorum/read.php?f=1&i=11370&t=…. Es ist immer wieder lustig, im Parteniaforum zu lesen. Ernstnehmen fällt natürlich schwer, aber es gibt halt nicht nur bei den extremen Tradis zahlreiche Splittergruppen, sondern auch bei den extremen Linken. Wenn man dort mitliest, lernt man sehr schnell, dass es Funamentalisten nicht nur im rechten Lager, sondern auch im linken gibt. Die Qualität der Postings ist sehr unterschiedlich, aber manche wiederholen in schöner Regelmäßigkeit immer dasselbe in der immer wiederkehrenden unbeholfenen Art und Weise. Und diese geistige Eintönigkeit der angeblich denkenden Katholiken (?) ist besser als jede Realsatire. Also, wer hier mal genug von den Extremtradis hat, schaut mal nach Partenia, bei der extremsten Linken vorbei. Wer Lust hat, kann doch auch mal was posten, ich glaube, die wenigen Schreiber des Forums könnten eine Blutauffrischung mal brauchen. Denn irgendwie schmoren die immer im selben Saft!
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#21   Kurti   10:12:06 | Donnerstag, 1. Februar 2007
Adamah: Was soll das?
Nun, das ist doch inzwischen längst Tradition, dass man solche Häretiker in kirchlichen Einrichtungen hofiert.
Das ist gewiss nicht der erste Fall.
Entweder haben die entsprechenden Bischöfe gar nichts dagegen oder sie sie halt nicht an einer Änderung dieser Praxis interessiert, was dasselbe ist.
Sie lassen doch auch Religionsunterricht gegen die Lehre der Kirche zu, obwohl sie den entsprechenden Leuten die Missio entziehen können.
Der Espiskopat ist hauptverantwortlich für viele dieser Dinge, der denen reicht es, solange man ihnen ein gutes Einkommen lässt. Das meiste ist denen (von Ausnahmen abgesehen) ziemlich egal.
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#20   Adamah   07:32:20 | Donnerstag, 1. Februar 2007
Was soll das?
Prof. DDr. Gotthold Hasenhüttl spricht in eine Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft des Erzbistums Freiburg!
Das darf doch nicht wahr sein. Weißt der Linke nicht was der rechte tut, oder ist es vom Bistum gewollt?
Suspendiert, und ohne Lehrerlaubnis bekommt er bei der kath. Kirche ein Podium?
Vortragstermine:
09.05.2007 Bildungswerk Sigmaringen
„Ökumenische Gastfreundschaft. Zum Abendmahlsstreit gestern und heute“ 19.30 Uhr in Sigmaringen
Quelle: www.uni-saarland.de/…huettl/aktuelles.htm
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#19   Rodolfo Panetta   22:06:17 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Verwüstungen im Weinberg des Herrn
Pater Engelbert Recktenwald bringt es wieder einmal auf den Punkt. Die Verwüstungen durchziehen die gesamten Lehrpläne der Kultusministerien.
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#18   Kurti   21:37:31 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Spital
Ja, ja Bischof Spital. um was hat der sich eigentlich gekümmert? Er hat angeblich nichts gewusst.
www.phil.uni-sb.de/…/2000/imp000801.html
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#17   thaumaturgos   21:33:03 | Mittwoch, 31. Januar 2007
hasnhüttl ist bei allem respekt
doch ein theologe ohne viel niveau … seine hersies bringen nimanden ins ewige grab, wenn man nur für 5 groschen verstand hat …
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#16   Johann Orth   21:10:01 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Sie haben recht, Al Germi.
Volle Zustimmung.
Darf ich sagen bzw. schreiben, dass Ihr Nick mir gefällt – gerade wegen dem, was Sie so schreiben?
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#15   Rüdesheim   21:08:59 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Finde ich ätzend…
wenn Sie Vorgrimler und Halbfas mit Küng in einen Topf schmeissen!
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#14   Carina   21:01:10 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Johann Orth und Gotthard
Es war für die Kirche immer schädlich, Häresien der früheren Zeit nicht ausgemerzt zu haben. Wozu das führt, demonstrieren die modernen Häretiker à la Hasenhüttl, Vorgrimler, Halbfas, Küng …: Obwohl diese Herren z.T. Dogmengeschichte studiert haben und eigentlich wissen müßten, worüber die reden, ziehen sie alte Häresien aus der Tasche und verkünden sie als neue. Daher kann es kommen, daß Arianismus, Nestorianismus u.v.a. „fröhliche Urständ“ feiern! Luther hat das schon vorexerziert …
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#13   Johann Orth   19:45:39 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Ja, ja – das betrifft auch Gotthard:
man sollte diesen sauberen Herren mitsamt seinen Beiträgen fein säuberlich konservieren und für die Nachwelt erhalten. Wenn nämlich die Zeiten wieder gesund geworden sind: nachher glaubt uns niemand mehr, dass so etwas mal möglich war.
Dann zeigt man das vor, und es muss geglaubt werden.
Servus, Gotthard.
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#12   Gotthard   19:40:46 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Thesen in der Alltagsverifikation
die Richtigkeit der Hasenhüttl’schen Thesen demonstriert doch der Pius-Verein mit seiner eigenen „bischöflichen Struktur“…
„Übervater“ Marcel hat doch auch um die Polarität von „Amt und Charisma“ gewußt – und für sich auf „Charisma“ gepocht – und der päpstlichen Machtausübung getrotzt.
Hat der Pius-Verein den – gelebten – dreigliedrigen Ordo … oder ist dort der Diakonat weiterhin verkümmert zum „Durchlauferhitzer“? … so mal als Kommentar zur „unveränderlichen Struktur göttlicher Rechts“.
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#11   Johann Orth   19:05:03 | Mittwoch, 31. Januar 2007
„…sollten wirklich lieber dem Vergessen anheim fallen“
Dem wiederum kann ich mich nicht anschließen: man sollte diesen sauberen Herren mitsamt seinen Lehren fein säuberlich konservieren und für die Nachwelt erhalten. Wenn nämlich die Zeiten wieder gesund geworden sind: nachher glaubt uns niemand mehr, dass so etwas mal möglich war.
Dann zeigt man das vor, und es muss geglaubt werden.
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#10   möchtegern-kathole   18:34:13 | Mittwoch, 31. Januar 2007
da Hasenhüttels …
… Irrlehren immer noch verbreitet werden, danke ich Hubert Hecker, sie hier wieder mal zurückzuweisen (was man solange machen muss, wie die Irrlehren verbreitet werden)
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#9   Benedikt   17:30:46 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Die Lehren Hasenhüttls…
…sollten wirklich lieber dem Vergessen anheim fallen.
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#8   nonnobisdomine   16:52:43 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Teil III. der Hasenhüttl’schen Thesen
„8.) Schon unter den jetzigen Bedingungen können neue Strukturen gefunden werden. Oberste Maxime müsste, wie es in den echten Basisgemeinden LAs üblich ist, sein, dass alle gleichberechtigt sind. Sowohl der Priester wie der Bischof haben nur eine Stimme im kollegialen Gremium, können jederzeit überstimmt werden und fügen sich dem Beschluss. Einem beschämenden Herrschaftsmechanismus ist z.B. die Österreichische Bischofskonferenz 1994 verfallen, als sie bestimmte, dass ein Bischof nur einem geweihten Priester die Leitung einer Gemeinde übertragen darf. Seit Jahrzehnten gibt es in Zaire (Republik Kongo) den Mokambi: Er ist Laie, meist verheiratet und leitet eine Pfarrei mit allen Rechen eines Pfarrers. Koordinator einer Gemeinde, Prediger, Eucharistieleiter und selbstverständlich -leiterin, Sozialarbeiter, Jugendbeauftragte, Altenbetreuer usw. – all diese vielen Dienste, sind Charismen in der Kirche und haben grundsätzlich gleichen Stellenwert. Sie bilden in ihrer ergänzenden Tätigkeit die eine Kirche.
9.) Jede Zwei-Klassen-Gesellschaft, eine Zwei-Stände-Kirche, hätte damit ein Ende gefunden und die Monopolstellung des hierarchischen Prinzips in der Kirche wäre erloschen. “
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#7   Carina   16:16:27 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Glaubenslehre
Zumeist ist es besser, sich nicht an den Lesermeinungen zu orientieren. Wer über „hetz.net“ schimpft, sollte sich am besten raushalten.
Hier geht es um folgendes: Die kath. Kirche ist eine Institution göttlichen Rechts. Daher hat sie nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, gegen Häretiker einzuschreiten. Der häretische Standpunkt des Herrn Hasenhüttl ist vielfach nachgewiesen. Jetzt kommt das Problem: Der Glaubenskongregation – vom zuständigen Bischof wollen wir nicht reden, der desavouiert sich selbst – ist dieser Zustand seit langem bekannt. Doch anstatt weiteren Schaden abzuwenden, wartet die GK zu, ob der Apostat sich nicht doch noch bekehrt. Es wäre wichtig, solche Häretiker/Apostaten sofort zu exkommunizieren, um größeren Schaden von den Gläubigen abzuwenden. Mt 18,6: Mit den „Kleinen“ sind nicht (nur) Kinder gemeint, sondern und vielleicht gerade die im Glauben Einfachen, also Kleinen. Warum berücksichtigt dies die GK nicht?
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#6   nonnobisdomine   16:06:04 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Fortsetzung der Thesen des Herrn Hasenhüttl, Teil II.
4.) In der Geschichte hat sich die Kirche in ihrer Struktur an weltlichen Vorbildern orientiert, so dass es in den ersten 5 Jahrhunderten zu einer hierarchischen Verfassung kam, die zu einem neuen Priestertum führte. Verschiedene Situationen, vor allem Notsituationen, haben dazu beigetragen.
5.) Daher sind alle institutionellen Strukturen der Kirche veränderbar. Keine muss sein, es gibt viele Möglichkeiten. Jede institutionelle Form der Kirche ist relativ. Ja, es ist keineswegs gesagt, dass alle Ortskirchen oder Kirchen in verschiedenen Ländern, die gleiche institutionelle Struktur haben müssen. Eine Glaubensgemeinschaft kann sich sehr wohl in vielen Formen verwirklichen, strukturell, liturgisch, sozial usw. Gerade heute in der pluralistischen Gesellschaft ist Pluralität institutionell gefordert. Die Vielfalt in der Einheit und die Einheit in der Vielfalt.
6.) Alle Institutionen in der Kirche, die Herrschaft und Macht besagen, sind auszuschließen, weil sie der jesuanischen Botschaft widersprechen und ein pervertiertes Menschenbild zur Grundlage haben. Sie erzeugen eine verkrüppelte und keine christliche Freiheit.
7.) Demokratische Strukturen in der Kirche, als Hilfsstrukturen, – keine Institution gehört zum Wesen der Kirche, verschiedene Ordnungsstrukturen widersprechen diesem jedoch nicht – können heute hilfreich sein und Menschen Zugang zur christlichen Botschaft ermöglichen.
Teil III. folgt aufgrund der beschränkten Zeichenkapazität.
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#5   Maledica   15:26:00 | Mittwoch, 31. Januar 2007
hetz hetz hetz
@Landei
Auch wenn Sie sich selbst korrigiert haben, so sollten Sie doch erst lesen und dann schreiben, bevor Sie unschuldige Personen diskreditieren.
Abgesehen davon erkenne ich in dem Artikel keine Hetze.
Wenn Sie die eigenen Aussagen einer Person mit der gegenüberstellung der katholischen Lehre als Hetze empfinden, dann ist wohl ALLES eine Hetze.
Na hier wird ja nur gehetzt über Spital, Lehmann, Kamphaus, Algermissen,…
Vielleicht hetzen diese ja gegen die katholische Lehre
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#4   landorganist   14:11:49 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Korrektur!
Ich meinte natürlich Herrn H. Hecker und nicht Herrn Heger!!!
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#3   stat crux   14:09:43 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Hochinteressant hier,
aber wen außerhalb der binnenkirchlichen Klimate interessieren denn alter Hasen Hüte noch??
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#2   landorganist   14:08:05 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Herr Heger
hat wohl nichts besseres zu tun, als über Tote den Stab zu brechen. Vielleicht wäre es besser, wenn er sich Gedanken um sein eigenes Tun und sein Seelenheil macht. Das was er hier regelmäßig an Hetze ablässt, wird ihm dereinst sicherlich auch noch aufgetischt werden. Ich hoffe es jedenfalls.
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#1   nonnobisdomine   14:06:27 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Das kirchenfeindliche Forum „Partenia.org“
Vor einigen Tagen hat das kirchenfeindliche Partenia-Forum, in dem auch schon längst von der katholischen Kirche abgefallene Geistliche posten eine These von Hasenhüttl gebracht.
„These 1: Jesus hat keine hierarchische Kirche gegründet
Prof. DDr. Hasenhüttl
1.) Jesus selbst hat keine Kirche gegründet. Er hat ihr daher a fortiori keine institutionelle Struktur gegeben; ein hierarchisches Prinzip hat mit dem Wesen der Kirche nichts zu tun. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Glaubensgemeinschaft mit institutionellen Elementen dem Anliegen Jesu widerspricht.
2.) Da das NT das Herr-Knecht-Verhältnis zurückweist, wir Freunde oder Brüder, Geschwister, genannt und alle Machtgelüste der Jünger Jesu getadelt werden, ist eine strukturelle Unter- und Überordnung in der Kirche auszuschließen. Freundschaft kennt keine strukturelle Unterordnung, sondern meint dialogische Beziehung. So erklärte die 2. LA Bischofskonferenz (Puebla 1979): „Die Zivilisation der Liebe lehnt Unterwerfung und Abhängigkeit ab“.
3.) Paulus, der eine ausgeprägt nachösterliche Ekklesiologie entwickelt, kennt nur ein Ordnungsprinzip in der Kirche: die Charismen, die uns vom guten Geist geschenkt werden, und durch die jeder zur Gemeinschaft in Christus beiträgt. Es ist das Prinzip der Herrschaftsfreiheit, das Appell an die christliche Freiheit ist, die Freiheit des anderen zu respektieren. „
Da das Posting zu lang wird, folgt die Fortsetzung demnächst.
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