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Freitag, 7. Januar 2005 15:49
Abtreibung – der neue Holocaust?
60 Jahre nach dem Holocaust begeht die Menschheit ähnlich schwere Verbrechen. Der Kardinal von Köln rief den gegenwärtigen Massenmord am ungeborenen Kind ins Gedächtnis. Dafür, so Walter Ramm von der Aktion Leben Deutschland, gebühre ihm Dank.
(kreuz.net/Aktion Leben, Abtsteinach) Der Kölner Erzbischof, Kardinal Meisner, rief durch eine Predigt am Dreikönigstag scharfe Kritik des Präsidenten des Zentralrates der Deutschen Juden, Paul Spiegel, hervor. In seinen Worten erinnerte Meisner an die Verbrechen von Herodes, Hitler, Stalin u.a. sowie an den gegenwärtigen Massenmord an noch nicht geborenen Kindern.

Noch deutlicher wurde die Jüdische Gemeinde Mannheim, die mit Schreiben vom 19. 8. 2004 an die Staatsanwaltschaft Mannheim Anzeige gegen die Aktion Leben Deutschland wegen „Volksverhetzung“ erstattete.

Die Aktion Leben Deutschland verbreitet unter anderem seit vielen Jahren eine Informationsschrift, in der die Frage „Abtreibung – der neue Holocaust?“ gestellt wird, die jetzt zu einem staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren führte.

Die Jüdische Gemeinde Mannheim schreibt in ihrer Begründung: „Diesen öffentlich dargestellten gedanklichen Zusammenhang halten wir für eine unerträgliche Verharmlosung des Holocaust, einem organisierten Völkermord. Letztlich sind Abtreibungen in Deutschland legalisiert, so daß keinerlei vergleichende Darstellung möglich wäre.“

Der Vorsitzende der Aktion Leben Deutschland, Walter Ramm, erklärt dazu: „Weder Kardinal Meisner noch die Aktion Leben haben den Holocaust verharmlost, aber durch den Hinweis auf die Tragödie der massenhaften Tötung von kleinen Menschen – nach der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) 60 Millionen jährlich weltweit – deutlich gemacht, daß 60 Jahre nach dem Holocaust die Menschheit erneut mitten in schweren Verbrechen steht.“

„Allein die Auswirkungen in unserem Land, in sozialen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen und vielen anderen Bereichen – nicht zu reden von den vielen persönlichen Schicksalen von Betroffenen – haben bereits und werden in Zukunft Generationen ruinieren.“

Kardinal Meisner gebühre jedenfalls Dank, daß er dieses „heiße Eisen“ angefaßt und die vorgeburtliche Kindertötung angeprangert hat, so Ramm.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 20 Lesermeinungen:
Dienstag, 18. Januar 2005 17:35
GerdEric: Ich kann mich nur wiederholen,
dem kardinal zustoimmen und ihn gar unterstützen, wenn er feinfühliger wäre.
Mir kann keiner erzählen, dass ein kardinal seine rede so aus dem Handgelenk schreibt, er wusste um die Empfindlichkeit (mir scheint, dass er besondere Kreise ansprechen wollte).
Einen Vergleich der Abtreibungsproblematik mit der frühen Hexenverfolgung wäre passender gewesen, aber da hätte er ja Selbstkritik üben müssen…
Dienstag, 18. Januar 2005 17:28
GerdEric: Lieber Joergx2000
Wie willst Du die Juden bekehren?

mfg
GerdEric
Dienstag, 18. Januar 2005 17:26
GerdEric: Von der Redaktion entfernt
Sonntag, 16. Januar 2005 01:02
Uwe Schmidt: babykaust
Es ist ja eigentlich nicht schön, sich darum zu streiten, wer die meisten Opfer zu verzeichnen hat, aber der Gerechtigkeit willen und zu Zwecken der historischen Einordnung kommt man eben nicht darum herum. Die Juden werden sich kaum das „Holokaust-Monopol“ von anderen nehmen lassen, denn das würde Nachteile mit sich bringen, auch finanzielle (FINKELSTEIN-These); man könnte auch nicht mehr so leicht wie bisher erpressen. Tatsächlich sind 6 Mio Juden (=2/3 aller Juden Europas) im II. Weltkrieg umgekommen, 1,5 Mio davon in Auschwitz. Das ist ein klarer Fall von Völkermord. Aber andererseits haben wir auch 6 Mio getötete Polen zur gleichen Zeit und weitere 6 Mio verhungerte Ukrainer während des Golodomor unter Stalin, man könnte die Beispiele vermehren (so hat der Kommunismus in seiner 70-jährigen Terrorherrschaft in der Sowjetunion und in China zwischen 100 und 200 Opfern gefordert – das 12-jährige Hitlerrégime dagegen „nur“ 60 Millionen).
PAUL SPIEGEL und seiner zionistischen Kabale geht es mit der Mär von der Unvergleichlichkeit des Holokausts darum, sich in Publizistik und Politik ein machtpolitisches Totschlagargument zu schaffen.
Aber wiegt denn Kindermord nicht noch schwerer? Kinder schon im Mutterleib zu töten, die sich nicht einmal wehren können? Die Substanz ganzer Völker durch Massenabtreibung auszuhöhlen, wie es seit Jahrzehnten geschieht?
Man muss auch einmal sagen, dass Juden ein sehr unverkrampftes Verhältnis zu Abtreibung haben, weil die Leibesfrucht noch nicht als Mensch gilt. Dies ist vielleicht auch ein Grund, warum es Juden waren, die die Abtreibungsdebatte erst in den USA (Nathanson-Gruppe, die durch Anhängen einer 0 die Statistik gefälscht hat und Pro-abortion-Propaganda betrieben hat) und dann in Frankreich (die Jüdin SIMONE VEIL) eröffnet haben; ALICE SCHWARZER hatte ja in Paris zu der Zeit (in den 70-ern) studiert und mithilfe des STERN dann auch in Deutschland erfolgreich versucht, es den Franzosen nachzumachen.
Samstag, 8. Januar 2005 20:18
Bruno-Maria Schulz: Holocaust – ein idiotishes Wort!
Klar; es ist wieder mal wie Marcellus aufzeigt, das entsetzlich blöde Wort Holocaust, das – wie damals Nachmann (damals enger Bekannter von mir und befreundeter Präsident des Zentralrates
der Juden in Deutschland) sagte, eine hier kaum
auszusprechende, die Wirklichkeit des Grauen verdeckende Verharmlosung der tatsächlichen Ausmerzung, Ausrottung, bei den Nazischergen Endlösung genannte Judenvernichtung ist.

Dieser in der Geschichte nur noch durch Stalin Massenmorde übertroffene Massentötung von Juden, durfte des Verständnisses willen, niemals mit einem in der deutschen Sprache völlig unverständlichen amerikanischen Filmtitel bezeichnet werden.
Es muss nach wie vor als das bezeichnet werden was es war, Massenmord, und kann nicht mit einem völlig unverständlichen Wort lediglich symbolisiert werden.

Massenmord, Shoa, Genozid, Volks-Massaker, beispielloser
Völkermord, ist allerdings auch die Millionenfache Abtreibung.

Man sollte heute Lebenden in den Pass stempeln:

ICH WURDE NICHT ABGETRIEBEN daher geboren am…
Samstag, 8. Januar 2005 18:19
marcellus: Mord ist und bleibt Mord
Wer vorsätzlich einen wehrlosen Menschen tötet, ist ein Mörder. So definiert das Strafrecht die Tatsache des Mordes. Wehrlos waren die unschuldigen Kinder zu Betlehem, wehrlos die unzähligen Gemarterten und Getöteten in den faschistischen und bolschewistischen Diktaturen eines Hitler und eines Stalin.

Wo also ist der Unterschied? Ist Mord nicht Mord? ist ein Mord weniger schlimm als ein anderer?

Wahrscheinlich ist hier wieder die Wortwahl das Problematische: den Ausdruck „Holocaust“ kann man nur in einem ganz bestimmten Fall, nämlich dem der Judenvernichtung im dritten Reich verwenden- alles andere würde den Aufschrei der Öffentlichkeit nach sich ziehen.

Für die bereits Gemordeten können wir nur noch beten- für die vielen ungeborenen Kinder aber, die wahrscheinlich in dieser Minute durch brutalste Abteribungsmethoden hingeschlachtet werden, da können wir alle etwas tun : Nämlich für sie kämpfen! Für diese kleinen Würmchen, für die sich niemand einsetzt ! Wer hier in kreuz.net schreibt, der sollte den Namen dieser website zum Programm machen : Das Kreuz Christi mutig diesen gewissenlosen und grausamen Mördern ungeborenen Lebens entgegenhalten- nein entgegenschleudern.

Ich jedenfalls bin durch die Predigt unseres Kardinals aufgerüttelt : Aufgerüttelt aus meiner entsetzten Gleichgültigkeit, aufgerüttelt aus meiner bequemen Empörungsbequemlichkeit! Ab jetzt werde ich auch aufg die Straße gehen! Danke, Herr Kardinal!
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