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Mittwoch, 31. Januar 2007 10:37
„Eindrucksvolle Schönheit der Neuen Messe“
Kardinal Lehmann hat das deutsche Manifest für die Freigabe der Alten Messe auf seine Weise genützt: für eine Laudatio auf die gescheiterte Liturgiereform der späten 60er Jahre. „Da und dort“ gebe es Mißbräuche.
Alte Messe in Oxford, Juni 2006
Alte Messe in Oxford, Juni 2006
(kreuz.net, Mainz) Der Mainzer Bischof, Karl Kardinal Lehmann, betonte kürzlich die „Schönheit der Neuen Messe“.

Anlaß für diese Würdigung war das deutschsprachige Manifest zur Wiederzulassung der überlieferten Liturgie.

Der Kardinal äußerte sich in einem Kommentar für die jüngste Ausgabe der Mainzer Kirchenzeitung ‘Glaube und Leben’.

Karl Kardinal Lehmann
Karl Kardinal Lehmann
In der Formulierung der katholischen Nachrichtenagentur ‘KNA’ verteidigte der Kirchenfürst die „geltende Liturgie in der katholischen Kirche“.

Kardinal Lehmann erklärt in seinem Artikel einleitend, daß einer Gruppe „Intellektueller“ – Anführungszeichen vom Kardinal – in einem Manifest die offizielle Wiederzulassung der Alten Messe gefordert habe.

„Mit Bedacht erfolgt keine Polemik gegen die im Zweiten Vatikanischen Konzil erneuerte Eucharistiefeier“ – lobt Kardinal Lehmann.

In der Kirche bestehe kein Zweifel über die Schönheit und Feierlichkeit der lateinischen Messe, besonders in der Musik:

Es sei freilich auch wahr, daß diese Messe im Lauf der Jahrhunderte angeblich „ viele Änderungen“ erfahren habe.

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) habe diese Alte Messe „für unsere Zeit“ erneuert.

„Gott sei Dank, daß es hier keine Polemik gegen die erneuerte Messe gibt“ – wiederholt sich der Kardinal.

Die Messe in Latein sei ja auch „keineswegs abgeschafft“.

Kardinal Lehmann unterstreicht noch einmal, daß auch die nachkonziliare erneuerte Messe – von Mißbräuchen abgesehen – ihre eigene Schönheit und Feierlichkeit besitze.

Das Zweite Vatikanische Konzil habe mit sehr bedachten Worten beschlossen, eine allgemeine Erneuerung der Liturgie sorgfältig in die Wege zu leiten.

Der Kardinal läßt unerwähnt, daß die vom Konzil geforderten Reform im Meßbuch von 1965 verwirklicht wurde. Dieses Meßbuch war allerdings nur vier Jahre im Gebrauch.

„Die Kirche“ sei dankbar für die großen Schätze aus Kunst und Kultur, aber nicht ausschließlich daran gebunden.

Der Geist Gottes habe zu allen Zeiten auch in der Gestaltung der Gottesdienste erweckend und inspirierend gewirkt. Das dürfe „die Kirche“ auch für die erneuerte Gestalt der Eucharistiefeier annehmen:

„Ich bin dankbar, daß dies dank des Einsatzes vor allem von Papst Paul VI. († 1978) und vielen tüchtigen, angesehenen Liturgiewissenschaftlern, die sehr wohl die Tradition der Kirche kannten, in einer eindrucksvollen Weise gelungen ist.“

Kardinal Lehman anerkennt, daß es „da und dort“ Mißbräuche, ja auch Willkür, Form- und Würdelosigkeit gebe. Aber das sei kein Argument gegen die erneuerte Messe.

„Dies wenigstens muß man im Sinne einer ersten und kleinen Antwort ergänzend zu dem ‘Manifest’ hinzufügen“ – schließt der Kirchenfürst.

Restriktive Politik
Der Mainzer Bischof gilt als scharfer Gegner der Alten Messe.

Mitte November erklärte, daß es genüge eine solche „hie und da“ zu zelebrieren. Man finde auch kaum mehr Priester, die fähig und bereit seien, die Alte Messe zu lesen.

Im Spätsommer verbot der Kardinal einem Mitglied der Petrusbruderschaft die Zelebration der Messe im Alten Ritus.

Seit September 2002 warten über dreihundert Bittsteller aus Gießen in Oberhessen – die dem Kardinal ein Gesuch um die Alte Messe vorgelegt haben – auf eine Antwort.

© Titelbild: Latin-Mass-Society.org
© Bild Lehmann: Schreibmayr
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1…33 von 112 Lesermeinungen:
Freitag, 9. Februar 2007 10:30
Hermann der Lahme: Pünktchen: Ihre Buch-Beurteilung
Amerio, Romano:
Iota Unum. E. Studie über d. Veränderungen in der kathol. Kirche im 20. Jarhundert. – Ruppichteroth: Edition Kirchl. Umschau, 2000. – 759 S.
ISBN 3-934692-00-1
€ 22.-

Das Buch zeichnet sich offenbar durch große Systematik aus. Es wird durch mehrere Register erschlossen!


Kann ich ganz und voll bestätigen. (gelesen vor ca. 2 Jahren)

H-d-L
Freitag, 2. Februar 2007 23:29
Pfarrer V: übermäßig optimistisch
Ich bin Priester in den Vereinigten Staaten. Ich las die Bemerkungen von Kardinal Lehman über den Novus Ordo und den Vetus Ordo. Ich glaube seine Behauptung hinsichtlich den Novus Ordo „daß es „da und dort“ Mißbräuche, ja auch Willkür, Form- und Würdelosigkeit gebe“ übermäßig optimistisch ist und die Wirklichkeit nicht widerspiegelt. Zweitens wäre es interessant, ihn das zu fragen, was mit dem Meßbuch war, das in 1965 ausgestellt wurde, falsch. Es scheint zu mir, daß dieses Meßbuch besser den Willen des Concilii ausführte, als die Liturgie von 1969 welcher Papst Benedikt angegeben hat den Namen fabrikation.
Freitag, 2. Februar 2007 08:59
stat crux: @Konrad
Anscheinend haben Sie mich wieder missverstanden. Ich wollte Ihnen nicht Fixierung auf Klerusprobleme vorwerfen, sondern für die Schwierigkeiten unter Priestern heute Verständnis signalisieren, ohne dass ich wirklich „involviert“ bin.

Zitieren Sie hier Guitton aus „Paul VI secret“? Das Buch würde ich Ihnen sogar abkaufen, falls sie es nicht mehr benötigen!
Donnerstag, 1. Februar 2007 23:03
Jörg Guttenberger, Köln: Alte und neue Liturgie – Nachtrag
Es muß im 1. Satz natürlich heußen: „auch die neue Liturgie ist mit dem Rücken zum Volk zelebrierbar“.

Im Übrigen gibt es in der Abtei Niederalteich auch eine in deutscher Sprache gefeierte byzantinische Liturgie.

Näheres: abtei@abtei-niederaltaich.de
Donnerstag, 1. Februar 2007 20:50
HeinrichvonOfterdingen: Landorglers Nachtgesang! –--uuu---
wie ich bereits schrieb, sind meine Beträge seitens der „Redaktion“ auf ein gewisses Maß beschränkt.Vorallem auch bezüglich des Horionts, das vergaßen Sie zu erwähnen
Sie werden verstehen, dass ich mich nicht ständig mit Ihren Dummheiten beschäftigen kann,klar, Sie haben ja mit Ihren eigenen genug zu tun!
um es deutlich zu schreiben, damit auch Ihr beschränktes Hirn es erfassen kann: Sie sind mir zu schlicht!Sie kapieren nicht, was er schreibt? Na ja, so kann man das auch ausdrücken.
Alles klar?Ja!Wenn nicht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker,
Na klar, mit denen von denen wird man wenigstens nicht ständig beleidigt
wenn die nicht wollen,Mensch Landorgler, die lassen sich das bezahlen
was ich mir gut vorstellen kann,Sie kriegen Ihr Geld so, Schmerzensgeld an die Zuhörer braucht auch nicht bezahlt zu werden,
erzählen Sie Ihre täglichen Sorgen Ihrem Schuhkarton.Der ist intelligenter!
Donnerstag, 1. Februar 2007 18:34
Jörg Guttenberger, Köln: Alte und neue Liturgie
Die alte Liturgie ist auch mit dem Rücken zum Volk zelebrierbar und wird z. B. in den winterlichen Werktagsmessen im Dom zu Köln so gefeiert.

Ferner ist die neue Liturgie auch ganz in Latein möglich, so geschehen anläßlich der Reihe „Alte Liturgien in romanischen Kirchen Kölns“ in St. Georg, von den Benediktinern von S. Anselmo, Rom. Hier haben die konzelebrierenden Priester den gesamten Kanon abwechselnd und die hl. Wandlung gemeinsam gesungen! Diese Liturgie war von einer Schönheit, die die alte Liturgie nicht hergibt.

Die Forderung nach Wiederzulassung der alten Liturgie ist damit lediglich Folge der heutigen Zelebrationspraxis. Wie Freinsberg vor Monaten in einem Beitrag auf meine Anfrage festgestgestellt hat, ist der Unterschied zwischen Hochamt und gesprochener Liturgie aufgehoben. So bekommen wir statt einer missa cantata immer eine Mischung zwischen Hochamt und nachkonzilkiarer Gemeinschaftsmesse, zelebriert nach dem Meßbuch Paul VI, nicht Fleisch und nicht Fisch.

Da es laut o.a. Beitrag von Freinsberg inzwischen ein deutsches Antiphonale gibt, könnte eine missa cantata auch auf deutsch zelebriert werden.

Daher ist es widersinnig, einerseits die alte Liturgie zu verbieten und andererseits die neue Liturgie nie in ihrer Hochform anzubieten. Ich bin fest davon überzeugt, daß der Wunsch nach der alten Liturgie sofort verstummen würde.

Sehr schön wird die deutsche missa cantata in der Abtei Niederalteich (bei Deggendorf/Ndb) zelebriert. (Tel. 09901-2080)
Donnerstag, 1. Februar 2007 18:08
Johann Orth: Sie werden es nicht glauben, Benedikt:
das ist die einzige Szene aus all’ dem, die ganz wörtlich so passiert ist – in Kevelaer. Eine völlig unbekannte Dame zu einem sehr hochgewachsenen Priester, und ich stand direkt daneben.

Ist schon etwas her …
Donnerstag, 1. Februar 2007 17:51
landorganist: Ruhrgebietler,
wie ich bereits schrieb, sind meine Beträge seitens der „Redaktion“ auf ein gewisses Maß beschränkt. Sie werden verstehen, dass ich mich nicht ständig mit Ihren Dummheiten beschäftigen kann, um es deutlich zu schreiben, damit auch Ihr beschränktes Hirn es erfassen kann: Sie sind mir zu schlicht! Alles klar? Wenn nicht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn die nicht wollen, was ich mir gut vorstellen kann, erzählen Sie Ihre täglichen Sorgen Ihrem Schuhkarton. Der hört sicher geduldig zu.
Donnerstag, 1. Februar 2007 16:40
r.ruhrgebietler: @landorganist – sparen Sie sich Ihre Pöbeleien
sonderbar, daß Sie von der Redaktion noch nicht gesperrt wurden!
Donnerstag, 1. Februar 2007 15:41
Benedikt: @ Orth
Rein statistisch würde die Dame aus Ihrem Beispiel weder jemals von Wigratzbad gehört haben, noch könnte sie etwas mit den Nachfolgern Lefebvres anfangen.
Donnerstag, 1. Februar 2007 15:29
Johann Orth: Für den Rheinländer, Landorganist,
beginnt gleich bei Deutz Westsibirien.
Donnerstag, 1. Februar 2007 14:18
landorganist: @ruhrgebietler
Nu fangen se doch wohl nicht auch noch mit Orgelbau an? Mensch, Sie könnten auch Niederrheiner sein. Sie haben von Nix Ahnung, können aber alles erklären. Def. von H. D. Hüsch.
Donnerstag, 1. Februar 2007 13:02
r.ruhrgebietler: @Johann Orth – eine landorgel vom Baumuster gotthard?
Bin erstaunt, WER im Forum WAS über die Mitforis so alles weiß!
Ich darf mal davon ausgehen, daß die von Ihnen geschilderten Ereignisse sich genau so zugetragen haben!
Liturgieausschuß der Gemeinde – ich bekomme Plaque! Was soll das denn sein??
…aber so oder ähnlich könnte es sich in der Tat abgespielt haben! Schön auch einen ERKENNBAREN PRIESTER zu finden! Wir frustrierend für die gotthard’sche landorgel! Aber wie konnten die beiden ‘die vorgeschriebenen Rituale’ vollziehen, wo sie doch keiner TRADITION verpflichtet sind??
Was für ein frustrierender Tag! ?:) mal Hand auf’s Herz: die beiden sind wahrscheinlich ultrakonservative, die hier einen auf Pseudo-Neo-liberal machen…
Donnerstag, 1. Februar 2007 11:54
Konrad: Auch „Macht und Gnade“, worüber
Reinhold Schneider, dem ein tragischer Geisterfahrer-Papst wie Paul VI. erspart geblieben ist, nachgedacht und geschrieben, haben mit dem KREUZ zu tun. Bitte das Kreuz nicht als Klerusfixiertheit abtun! – zumal mit dem Namen „stat crux“ (dum volvitur orbis!). Und das Kreuzesopfer erneuert und wiederholt sich tagtäglich auf all den Altären, wo im Sinne der wahren Kirche ein Priester (!) es nach den Vorgaben von Kirche und Tradition feiert. Und auch im Bußsakrament, das von Paul VI., der auf Guitton wie ein Weltmann wirkte, zusammen mit dem Messopfer, das er protestantisch aktzeptabel machen wollte, enthöhlt wurde.
Donnerstag, 1. Februar 2007 11:44
landorganist: @johann orth
Du liebe Zeit, Johann, Sie taugen nicht mal zum Märchenonkel, schwache Geschichte. Schreiben Sie doch mal über Sachen, von denen Sie annehmen, sich mit selbigen auszukennen. Auf die Themen bin ich sehr gespannt. Vielleicht stellt sich dann heraus, dass Sie hier an ganz falscher Stelle sind…

Ps. Auch im Rheinland sagt man „Helau“. Wer weiß, was Sie als Rheinland bezeichnen…
Donnerstag, 1. Februar 2007 10:33
stat crux: @Konrad
Wie Sie wissen bin ich kein Theologe und halte mich aus wissenschaftlichen Fragen im engeren Sinne deshalb raus. Mir geht es um „Macht und Gnade“, um das „Wort in die Zeit“, die Entwicklung des Glaubenslebens inmitten der Kultur. Das ist ein Kreuzweg, ja, aber ein Weg der Verständigung. Rein klerusinterne Konflikte und Frustrationen sind für mich nunmal von geringer Relevanz. Im übrigen habe ich Pius X. nicht den I. Weltkrieg angedichtet, im Gegenteil: Er hat eine Misson gegen die heraufziehende Gefahr unternommen, aber, als sie eintrat, da traten neue Fragen auf. Wer das bestreitet, der ist auf dem Weg, eine virtuelle Kirche der sakramentalen vorzuziehen, wie respektabel die subjektiven Gründe dafür auch immer sein mögen. Das Bleiben in der realpräsenten Communio ist Christenpflicht,
oder etwa nicht?
Donnerstag, 1. Februar 2007 10:11
Konrad: Lesen Sie, stat crux, was Amerio
über den 68er-Jugendwahn Pauls VI. schreibt!

Was bleibt von den Weltjugendtagen, die als aufwenige Events inszeniert werden? Füllen sich Priesterseminare und Ordenshäuser? Mag ja alles ganz nett sein, aber wenn Benedikt XVI. in Köln lateinisch-„tridentinisch“ zelebriert hätte, wären es nicht viel weniger, dafür wäre das Ganze aber bedeutend nachhaltiger. Und seit wann zählt die Masse? „stat crux“ weicht dem Ärgernis des Kreuzes aus, um einer liturgischen Allversöhnung und einem unchristlich-historischen Erfolgsdenken das Wort zu reden. Ist da wohl das Dax- und Börsenkurse betrachtende „Opus Dei“ dahinter? Übrigens kennt Konrad den fatalen Paul VI. besser als den Heiligen Pius X., der jetzt sogar am ersten Weltkrieg schuld sein soll.
PS: Gotthard, schöne Grüsse, gut gebrüllt! Dein Lügengebäude wckelt sehr.
Donnerstag, 1. Februar 2007 09:16
Johann Orth: „Helau“?
Nein danke. Bin Rheinländer.
Donnerstag, 1. Februar 2007 09:13
Gotthard: @Johann
Helau … Alaaf!!!!!!!!!!!!
alle Achtung – du hast ja Büttenredner-Qualitäten!
Donnerstag, 1. Februar 2007 09:08
Tridentinus: @Landorganist
Eine schismatische Haltung würde der beweisen, der die FSSPX als einzig wahre Kirche betrachtete. Ein Wörtchen, das bei Ihnen natürlich fehlt.
Man könnte es auch so ausdrücken: Schismatiker ist, wer behauptete, die einzig wahre Kirche, die die katholische ist, subsistiere ausschliesslich in der FSSPX…

Selbst wenn Sie nicht eo ipso irgendeiner Exkommunikation verfallen sein sollten, würde ich mit Ihnen kein Bier trinken. Im Hinblick auf die Leiblichen Werke der Barmherzigkeit würde ich Ihnen allerdings selbstverständlich jederzeit einen Trunk Wassers reichen!
Donnerstag, 1. Februar 2007 09:05
Johann Orth: „Neidisch auf die Pius-Sekte?“
Schlimm war es auch, als Gotthard neulich zusammen mit Landorganist (der nebenher auch den Senioren-Singekreis der V2-Gemeinde engagiert leitet; neulich haben sie „Herr, öffne uns die Türen, öffne uns die Türen, Türen, Türen, öffne uns die Türen“ eingeübt) einen Bußgang zu einer Gedenkstätte unternahm und zufällig auf eine fröhliche (unerträglich!!) KJB-Gruppe stieß.

Der Anblick eines Priesters in Soutane rief bei Gotthard wütend-allergische Reaktionen hervor. Landorganist wiederholte zwanghaft: „suspendiert, suspendiert“, immer wieder und wieder.

Neben den beiden Freunden stand eine Dame. Gotthard und Landorganist schäumten innerlich, als sie sie sagen hörten: „Na, dasss es das noch gibt! Einen richtigen Priester, und so nette, offene junge Leute!“ Der völlige Frust trat ein, als sie die Dame auf den Priester zugehen sahen und hörten, wie sie fragte: „Was sind Sie denn für ein Priester, so in Soutane, das sieht man ja gar nicht mehr?“ – „Ich bin katholischer Priester,“ sagte der. „Ich gehöre zur Tradition der Kirche.“ – „Ich habe da mal was von Wigratzbad gehört. Sind Sie das?“ – „Nein“, lachte der auffallend hochgewachsene Priester, „Lefebvre!“

„Endlich mal was Richtiges“, sagte die Dame anerkennend und ging, grüßend.

Gotthard und der Landorganist aber verzogen sich, die Mundwinkel in Kniehöhe, an ihre Gedenkstätte und vollzogen dort die vorgeschriebenen Rituale.

Und dann beschlossen sie, sich ihren endlosen Frust bei +net von der Seele zu schreiben.

Gönnen wir’s.
Donnerstag, 1. Februar 2007 08:59
stat crux: @Konrad
Da Sie das Leben Pius X. besser kennen als das Paul VI. setzen wir dort an: Als der Papst im Rufe der Heiligkeit 1914 starb, hatte er die Katastrophe des 1. Weltkriegs vor Augen. Mit diesem Ereignis hat sich die gesamte „Zeitsituation“ verändert (bis heute), so dass neue Antworten unumgänglich waren, die freilich dasselbe Ergebnis anstreben: omnia instaurare in Christo; erreichen die „neuen Antworten“ dieses Ziel schlechter als die „alten“? Das ist doch die Frage. Falls Ihre Prämissen zuträfen, müssten 2005 mindestens 1 Mio. Leute zu einer „alten Messe“ Bischof Fellays gekommen sein. Die jungen Leute kommen aber zur Kirche. Völlig falsch kann der (differenziert) „antifaschistische“ Kurs des G.B. Montini mithin nicht gewesen sein.
Donnerstag, 1. Februar 2007 08:43
landorganist: Neidisch auf die Pius-Sekte?
Worauf sollten Katholiken, die in der Einheit mit dem Papst stehen, ich bin z. B. so einer, neidisch auf die Pius-Sekte sein? Der Gründer, sowie die von ihm geweihten „Bischöfe“ sind der Exkommunikation verfallen. Die Priester sind suspendiert. Gläubige, die diese Sekte als wahre Kirche ansehen, verfallen ebenfalls der autom. Exkommunikation. Worauf also neidisch sein? Auf Messfeiern in Hinterhofkapellen? Auf Spitzenröckchen und sonstigen Nippes? Ich bitte Sie, mit diesen Schismatikern würde ich kein Bier trinken, geschweige denn eine hl. Messe feiern.
Donnerstag, 1. Februar 2007 08:35
DieFidele: eine Empfehlung
Wenn ich mir die gegenseitigen Beschimpfungen und Vorwürfe so durchlese, da kann ich nur noch den Kopf schütteln…

Leute, gehts doch mal auf Besinnungstage. So 3 Tage Auszeit, Kommunion mit dem Herrn in der Hl. Eucharistie, intensiver Kontakt beim oftmaligen Verweilen vor dem Herrn im Tabernakel, Betrachtungen, Lesungen, Ruhe.
Da kommt man mit einem komplett neuen Lebensgefühl wieder auf die Erde zurück. An Gelassenheit fehlt es nicht, Streitereien sind einem zutiefst zuwider.

Halten wir uns immer den gekreuzigten Herrn vor Augen!
Donnerstag, 1. Februar 2007 08:23
Johann Orth: r.ruhrgebietler: @Gotthard – neidisch?
Ist er. Und schrecklich frustriert: er hatte im Liturgieausschuss seiner V2-Gemeinde am letzten Donnerstag-Abend (die tagen ab 20 Uhr, beginnen mit einer kurzen Lesung von Meditationstexten) vorgeschlagen, dass er, der Imam der Moschee und der Rebbe gemeinsam einen Bändertanz vorführen könnten, nach der Rezitation des Einsetzungsberichts.

Was das Beleidigende daran ist: die Damen des Liturgieausschusses (die jüngste ist gerade eben zum zweiten Male Grossmutter geworden) haben laut gelacht und das nicht ernst genommen.

So etwas ähnliches war ihm neulich auch im Ökumeneausschuss passiert: in dessen Auftrag war er zum Imam und zum Rebbe gegangen und hatte sie zum gemeinsamen Mandala-Malen einladen wollen. Die haben ihn gar nicht durch die Tür gelassen, sondern haben sich nur sehr intensiv an die Stirn getippt.

Am schlimmsten aber war für Gotthard, dass seine entsprechenden Bemühungen beim örtlichen Pfarrer der altlutherischen Gemeinde auf argen Protest stiessen: dieses sei, sagte der bibelfeste Herr, ausgesprochen unchristlich – und: die Altlutheraner seien doch nicht deshalb unabhängig von den protestantischen Landeskirchen, um sich mit so etwas Lächerlichem wie der allreligiösen Amtskirche abzugeben. Da würde er eher mit der FSSPX Gemeinsamkeiten haben.

Jetzt wissen wir, warum der arme Gotthard so ist, wie er ist, und so schreibt, wie er schreibt. Er hat eine Runde Mitleid verdient, aber sicher keine große Aufmerkamkeit.

Für insider: mir fehlt Dönninghaus-Currywurst.
Donnerstag, 1. Februar 2007 07:34
r.ruhrgebietler: @Gotthard – neidisch?
auf FSSPX? Weil die alles mit gottes Hilfe hinbekommen und fast jedem Knüppel, den Sie und Ihre V-II-Genossen werfen ausweichen können? Geschützt von der liebenden Gottesmutter und Jungfrau Maria! Verteidigt von Erzengel St. Michael! Da bebt der Satan in Ihnen, will Sie und Ihre Seele vernichten!
Das schöne an Gutachtern ist im weltlichen Gericht, daß sie die Lage NEUTRAL BEOBACHTEN und daher ANERKANNT SIND! Schon mal gehört davon??
Würde die V-II-Bande keine staatlich erhobene Kirchensteuer eintreiben, wären schon lange die Lichter in deren Gemäuern aus! Die Freunde und Förderer der Piusbruderschaft schaffen das aus eigener Tasche.
‘…Pius-Verein erkennt die Bischöfe und den Papst an, allerdings verweigern die Bischöfe die Gemeinschaft mit den Pius-Leuten!!!!!!!!!!!’… Die V-II-Clique hatte in puncto Nächstenliebe immer nur ihre eigene Pfründesicherung im Sinn – was macht da schon die Rettung einer Seele mehr oder weniger?
‘Herrlich diese Verkennung katholischer Ordnung und die Umwertung aller katholischen Traditionen!’welche soll denn das bei Ihnen sein? Aber die Antwort auf diese Frage sind Sie schon in vorigen Disputen aus dem Weg gegangen… Wie schade – kein Argumente…
Mittwoch, 31. Januar 2007 23:53
Gotthard: @konrad
IHN hat eben der fatale Petrusnachfolger Paul VI. kaum vor Augen gehabt.
Ich sage Dir mal eines: DIR steht ein solches Urteil überhaupt nicht zu.
Vielleicht hälst Du Dein Schandmaul einfach mal … Dein Benehmen und Deine miese Ausdrucksweise ist weder katholisch noch menschlich.
Du hast Dich jedenfalls ausgeklinkt … bleib bitte draußen!!!!!!!!!!!!!
Mittwoch, 31. Januar 2007 23:45
Konrad: Danke, danke auch an Gotthard
für die schöne Predigt!

IHN hat eben der fatale Petrusnachfolger Paul VI. kaum vor Augen gehabt. Alle Päpste vor und nach ihm übertreffen ihn an Weisheit und Heiligkeit derart, dass es schon fast peinlich ist. „Umkehren“ soll stat crux, der diesen tragischen Papst, der das LICHT des Erlösers verdunkelte, immer noch verklärt! Paul VI. hat selbst den „Rauch Satans“ ins Innere der Kirche gelassen. In einer hellsichtigen Stunde ist es ihm selbst bewusst geworden. Er ist wirklich, anders als die heiligmässigen JXXIII. und JPII., ein „Frevler“ im Sinne von Dr. Carlo Regazzoni!
Mittwoch, 31. Januar 2007 22:21
Gotthard: @Konrad
Aber es ist nie zu spät für eine aufrichtige Umkehr
Die Aufforderung, seine eigene Welt- und Kirchensicht zu übernehmen, mit dem Wort „Umkehr“ zu beschreiben, grenzt schon an Blasphemie!
„Kehre um und glaube an das Evangelium!“ (Mk 1,14).
Diesen radikalen Ruf Jesu in seine Nachfolge und in den Glauben an IHN kann niemand aufnehmen, wenn es um die Anerkennung eigener Positionen geht.
Dieses fromme Gerede von der „aufrichtigen Umkehr“ hin zu den Pius-Positionen ist eine blasphemische Anmaßung …
Mittwoch, 31. Januar 2007 22:03
Konrad: Danke, danke, danke, liebes Pünktchen!
für den Hinweis auf das geniale und prohetische Buch von Romano Amerio!!

Wie sehr Papst Paul VI. den Zeitgeist der 60er Jahre erlegen war wird hier ohne jede Polemik offenkundig.

Ob der idealistische „stat crux“ das aber erträgt und auf den Boden der Tatsachen zurückkehrt, wagt K. zu bezweifeln. Aber es ist nie zu spät für eine aufrichtige Umkehr (hl. Josefmaria Escriva)!
Mittwoch, 31. Januar 2007 21:39
Gotthard: @QUIS UT DEUS
diesen angeblichen Brief des Prof May nutzst Du auch gebetsmühlenartig… er wird in seiner Aussage dadurch allerdings auch nicht richtig.
Die Stimme eines Profs kann allerhöchstens als eine gutachterliche Meinung gelten… sie steht aber im Gegensatz zur Aussage des obersten Hirten der Kirche.
Die Erhebung eines professoralen Briefes in den Quasi-Rang eines kirchenrechtlichen Dokumentes zeugt auch wieder von der Auswahl-Akzeptanz römischer Entscheidungen durch den Pius-Verein und seine Förderer.

Darum ist die Aussage dieses Prof May sehr lustig: Pius-Verein erkennt die Bischöfe und den Papst an, allerdings verweigern die Bischöfe die Gemeinschaft mit den Pius-Leuten!!!!!!!!!!!
Herrlich diese Verkennung katholischer Ordnung und die Umwertung aller katholischen Traditionen!
Mittwoch, 31. Januar 2007 21:34
zeitundewigkeit: Prof. Dr. Georg May
lehrte Kirchenrecht und Kirchenrechtsgeschichte an der Uni Mainz. Öfter ist er vom Hl. Stuhl um Stellungnahmen in besonders schwierigen Fragen seines Faches gebeten worden. Das zeigt doch, wie sehr er in Rom geachtet war. Besonders eine seiner Veröffentlichungen stand Pate bei einem Schreiben der Glaubenskongregation. Dort hat man besser als in diesem Forum erkannt, mit wieviel Geist und Liebe zur Kirche dieser Theologe schreibt – auch jetzt noch in seinem Alter.
Mittwoch, 31. Januar 2007 21:25
Landwirt: garandabal
ist ein mystischer ort wo bald ein wunder stattfinden soll – hab ich recht ?
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