18:06:01 | Mittwoch, 31. Januar 2007
Mons. Klaus Küng
Dem farblosen Bischof von St. Pölten ist es gelungen, sich als Vorzeigefigur der österreichischen Sozialisten zu profilieren. Willkommen im Club, Genosse Küng! Ein Kommentar.
(kreuz.net) „Dollfuß-Bild im Parlament abhängen!“ – fordert der Justizsprecher der österreichischen
Sozialisten,
Hannes Jarolim.
Der Genosse äußerte seine Meinung in einem Kommentar für die kirchenfeindliche
Wiener Tageszeitung ‘Der Standard’.
Engelbert Dollfuß war bis 1934 österreichischer Bundeskanzler.
Er bekämpfte in gleicher Weise die demokratiefeindlichen Sozialisten und Nationalsozialisten.
Von letzteren
wurde er ermordet. Erstere müssen sich jetzt mit
Rufmord begnügen.
Jarolim bezeichnet den Märtyrerkanzler
offenbar ernsthaft als „ernsthafte Hypothek“ Österreichs – und erinnert an das
Schicksal des Dollfuß-Bildes
in der St. Pöltner Prandtauerkirche.
An vielen Stellen im Land seien in den letzten Monaten Diskussionen
über diese Darstellung des – wie der Ideologe Jarolim in hohlem Pathos schreibt – „
Austrofaschisten und
ArbeiterInnenmörders“ Engelbert Dollfuß entbrannt.
So sei es etwa „Bischof DDr. Küng in der Prandtauerkirche
der Landeshauptstadt St. Pölten gelungen, eine gewissermaßen verblendete Gruppe von Gläubigen davon
zu überzeugen, daß die Demontage und vorangehende Verhängung eines dort befindlichen Bildnisses von
Engelbert Dollfuß im Rahmen einer szenischen Darstellung einer Himmelfahrt zum Wohle der sakralen Bedürfnisse
gelegen ist“ – schreibt Jarolim in verdrehtem Deutsch.

In der St. Pöltner Prandtauerkirche war Dollfuß auf einem Wandbild zu sehen – auf der rechten Seite die Figur ganz links
Mittlerweile werde der „beherzte Akt“ in der betroffenen
Gemeinschaft als „wesentliche
Steigerung des Wohlbefindens“ empfunden.
Ähnliches habe sich auch im Bundeskanzleramt
zugetragen.
Dort sei bis vor kurzem eine bildliche Darstellung des
„ArbeiterInnenmörders“ gehangen:
Auch hier habe die Entfernung der Darstellung zu einem „signifikanten Anstieg des Wohlbefindens“ der
dort verkehrenden Personen geführt.
Bis vor geraumer Zeit sei – „offenbar zu Verehrungszwecken“ – auch
im Zimmer des ehemaligen Präsidenten des österreichischen Nationalrats, Dr. Andreas Khol, ein Dollfuß-Bild
gehangen.
Er, Jarolim, habe Khol – vermutlich nach einem geistlichen Gespräch mit Bischof Küng – darauf
aufmerksam gemacht, daß das Vorzeigen von Dollfuß in Parlamentsräumen nicht nur unpassend, sondern
unerträglich sei.
Doch der Politiker Khol zeigte mehr Rückgrat als der Kirchenpolitiker Küng: Er beharrte
auf die Darstellung.
Jarolim informiert ebenfalls, daß der neue Fraktionsführer der Christdemokraten
und Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel dem Dollfuß-Bild im ÖVP-Klub einen noch prominenteren Platz eingeräumt
hat.
In diesem Sinne ist die Schlußfolgerung unausweichlich.
Bundeskanzler Schüssel wird vielleicht
nicht für seine Prinzipientreue und moralische Unbestechlichkeit in die Geschichte Österreichs eingehen:
Trotzdem wäre er in Sachen Rückgrat als neuer St. Pöltner Bischof ein eindeutiger Fortschritt.
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Alleluia 09:05:13 | Freitag, 2. Februar 2007
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Chrysostomos 22:50:52 | Donnerstag, 1. Februar 2007
#21
HeinrichvonOfterdingen 20:21:05 | Donnerstag, 1. Februar 2007
#20
wolfgang e. 14:53:34 | Donnerstag, 1. Februar 2007
#19
Alleluia 14:04:35 | Donnerstag, 1. Februar 2007
#18
stat crux 11:15:31 | Donnerstag, 1. Februar 2007
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wolfgang e. 2 11:00:29 | Donnerstag, 1. Februar 2007
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wolfgang e. 10:59:12 | Donnerstag, 1. Februar 2007
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wolfgang e. 2 10:58:09 | Donnerstag, 1. Februar 2007
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wolfgang e. 10:57:19 | Donnerstag, 1. Februar 2007
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Sulpicius 01:48:09 | Donnerstag, 1. Februar 2007
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Johann Orth 20:43:42 | Mittwoch, 31. Januar 2007
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thaumaturgos 20:27:22 | Mittwoch, 31. Januar 2007
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HeinrichvonOfterdingen 20:22:18 | Mittwoch, 31. Januar 2007
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Elendester Sünder 19:11:03 | Mittwoch, 31. Januar 2007
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Katharina L. † 19:10:05 | Mittwoch, 31. Januar 2007
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Johann Orth 18:44:37 | Mittwoch, 31. Januar 2007
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Rüdesheim 18:40:57 | Mittwoch, 31. Januar 2007
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VirFortis 18:30:34 | Mittwoch, 31. Januar 2007
#1
Levit 18:23:16 | Mittwoch, 31. Januar 2007