Monsignore Jia Zhi Guo, Untergrundbischof der Diözese Zheng Ding, wurde zum fünften Mal innerhalb eines Jahres verhaftet. Sein aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt.
(kreuz.net, Hebei) Wie die US-amerikanische Kardinal-Kung-Stiftung berichtet, wurde Bischof Jia Zhi Guo
(69), der Vorsitzende der Untergrunddiözese Zheng Ding in der Provinz Hebei im Nordosten Chinas, am 5.
Januar von den chinesischen Behörden festgenommen. Der Ort seines Aufenthalts ist derzeit nicht bekannt.
Erst am 14. Dezember vergangenen Jahres verhörten die Behörden den Bischof und 11 seiner Diözesanpriester;
sie wurden nach einigen Stunden wieder freigelassen. Die Festnahme am 5. Januar war die fünfte innerhalb
eines Jahres.
Die chinesische Regierung fordert von allen religiösen Gruppen, den Weisungen der kommunistischen
Partei zu folgen. Von der Regierung anerkannte katholische Priester in China werden durch die Katholisch-Patriotische-Vereinigung
bestätigt, die wiederum von der kommunistischen Partei dirigiert wird.
Die katholische Untergrundkirche,
die sich an den Richtlinien des Vatikans orientiert, war schon oft Ziel von Repressalien. Insbesondere
während der Feiertage finden häufig Festnahmen und Verhaftungen statt.
Jia Zhi Guo wurde im Jahr 1980
zum Bischof geweiht. Er verbrachte beinahe zwanzig Jahre seines Lebens im Gefängnis. In seinem Privathaus
versorgt er rund hundert behinderte Waisen. Sein Bischofssitz gilt offiziell als vakant.
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