Deutschland
„Machen Sie weiter als Bischof von Limburg“
Der Bischof von Limburg ist gestern offiziell von seinem Amt verabschiedet worden. Zurücktreten wollte er eigentlich schon viel früher.
Mons. Kamphaus am Weltjugendtag in Köln
Mons. Kamphaus am Weltjugendtag in Köln
© Wikipedia-Bentzer „Moguntiner“, Creative Commons Licence
(kreuz.net, Limburg) Der Bischof von Limburg, Mons. Franz Kamphaus, ist an seinem gestrigen 75. Geburtstag zurückgetreten.

„Dein Wirken wird Spuren hinterlassen und deine Verkündigung für viele auch in Zukunft Orientierung und Ermutigung sein“ – würdigte der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Erwin Josef Ender, anläßlich eines Pontifikalamtes im Limburger Dom den Bischof.

In seiner Predigt forderte Mons. Kamphaus eine verstärkte Glaubensverkündigung. Deutschland sei ein Missionsland.

Nuntius Ender bedankte sich erneut während einer feierlichen Vesper am Freitag abend: „Wir hoffen, deine weisende und mahende Stimme auch künftig zu hören.“

Mons. Kamphaus wünschte sich, daß der Bischofssitz in Limburg bald wieder besetzt werde.

Er wird künftig in einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen als Seelsorger wirken.

Vor fünf Jahren stellte sich Mons. Kamphaus gegen den Ausstieg der Deutschen Bistümer aus der gesetzlichen Mütterberatung, welche die Ausstellung eines Scheines verlangte, der die vorgeburtliche Tötung eines Menschen ermöglichte.

‘Radio Vatikan’ sprach den emeritierten Bischof in einem gestrigen Interview darauf an:

Er sei nicht als einziger für den Verbleib in der umstrittenen Beratung eingetreten – rechtfertigte sich Bischof Kamphaus: „Das war ursprünglich die weit überwiegende Mehrheit der Bischöfe. Es waren nur einzelne, die anderer Meinung waren.“

Dennoch sei er am Ende allein dagestanden: „Ich war und bin der Meinung, daß ich durch den Verbleib in der Konfliktberatung mehr Menschen das Leben rette, als wenn wir aussteigen sollten.“

Der Papst habe das anders verfügt. Er müsse das päpstliche Gewissen respektieren. Die Verantwortung für den „falschen“ Ausstieg habe der Papst zu tragen: „Das ist nicht meine Sache. Darüber jetzt nachträglich weiter zu reden, lehne ich ab.“

Er habe Johannes Paul II. seinen Rücktritt angeboten – erklärte Mons. Kamphaus diese Woche vor dem ‘Hessischen Rundfunk’:

„Ich habe ihm gesagt, wenn er meint, es sei besser in meiner Verfassung und so wie ich bin, daß ich abtrete, dann soll er das sagen. Dann bin ich morgen Pfarrer in einer Pfarrei im Bistum.“

Der Papst habe ihm zweimal einen langen Brief geschrieben und ihn darin gebeten: „Machen Sie weiter als Bischof von Limburg.“

Das Bistum Limburg wurde im November 1827 gegründet. Es zählt rund 685.000 Katholiken und erstreckt sich größtenteils auf das Bundesland Hessen.

Mons. Kamphaus war der elfte Bischof von Limburg.
      
56 Lesermeinungen
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#56   Regina 1961   15:09:49 | Montag, 5. Februar 2007
@Gunsenum
Lieb, daß Sie an mich denken, aber so wichtig bin ich nicht. Nur habe ich Bischof Kamphaus oft aus der Näher erleben dürfen. Und ein solcher Seelsorger wird von vielen, vielen Menschen, nicht nur Katholiken (!), schmerzlich vermisst. Ich möchte hier in diesem Forum keinen Personenkult um den Bischof veranstalten. An erster Stelle geht es um Gott. Aber Menschen wie Bischof Kamphaus machen Glauben einfach besser nachvollziehbar, sind einfach glaubwürdige Vorbilder. Und das ist es, was heute zählt. Und noch mehr in der
Zukunft. Sein Nachfolger wird sich an ihm messen lassen müssen. Und das wird nicht einfach werden.
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#55   Gunsenum   08:39:27 | Montag, 5. Februar 2007
@regina
Das wäre eine wundervolle Sache. Ohne dauernd Bischof Franz loben zu wollen: Er war nen guter Bischof, der das gelebt hat, was er predigte. und allein daß schon macht ihn sympathisch.
Ich vergaß Sie in meiner Aufzählung des letzten Postings!
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#54   Regina 1961   08:12:43 | Montag, 5. Februar 2007
QGunsenum
Obwohl ich jedem Bistum einen solchen Bischof wünsche, am liebsten wäre mir ein zweiter Bischof Kamphaus in Limburg.
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#53   Gunsenum   00:48:41 | Montag, 5. Februar 2007
@landorganist @gotthard
Regen Sie sich nicht auf.
Wir wissen, daß Franz Kamphaus ein grundgütiger, bescheidener und aufrechter Christusdiener war und ist. Lassen wir die Pisubrüder udn deren Anhänge im Glauben, Gott gefiele es mehr, ein vergoldetes Altardeckchen zu sehen, als die sattgemachten und ermunterten Armen! Ein jedes hat seine Berechtigung, sicherlich, aber setzen wir (und da wissen wir alle drei den Bischof Franz auf unserer Seite!) die Priorität auf den kleinen, unscheinbaren Dienst am Nächsten, statt auf staubige Lateindiskussionen!
Nicht daran zu rütteln: Franz Kamphaus war und ist ein würdiger Christusnachfolger! So einen, so einen muß das deutsche Episkopat erstmal wieder hervorbringen!
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#52   Konrad   22:23:29 | Sonntag, 4. Februar 2007
„Benedikt“ und regina 1961!
Man muss Gott mehr ehren als einen Menschen, und sei es der em. Bischof von Limburg. Und unser Gott hat uns im alten und neuen Bund das Gebot hinterlassen: Du sollst nicht töten! Dieses Gebot wurde von Kamphaus, der sich gern franziskanisch gibt und deshalb mehr Sensibilität für das Leben hätte haben sollen, eindeutig im Widerstand gegen den Petrusnachfolger relativiert!
Das ist kein anderes, sondern genau dasselbe Thema, „Benedikt“! Entlarvend ist Dein Unverstand, Dein Name auf x.net ist ein Hohn auf Papst Benedikt XVI., der am Ungehorsam seiner deutschen Mitbrüder als Präfekt der Glaubenskongregation genug gelitten hat!
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#51   Regina 1961   21:54:33 | Sonntag, 4. Februar 2007
@konrad
„…der Bischo kleide sich…“
Haben Sie den ehemaligen Bischof (leider muß ich das seit Gestern schreiben) von Limburg auch nur ein einziges Mal aus der Näher erlebt und gesehen? Denn wenn: Sie würden hier nicht so einen Unsinn vergreiten. Übrigens ist es auch über die Grenzen der Diözese Limburg hinaus bekannt, daß er seine Wohnung einer Asylantenfamilie zur Verfügung gestellt hat. Aber wqhrscheinlich halten Sie das für einen Werbegag der Modernistenkirche!
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#50   Benedikt   20:23:13 | Sonntag, 4. Februar 2007
@ Konrad
Es ist schon allein entlarvend, dass Sie jetzt auf ganz andere Themen ausweichen. Lenken Sie doch nicht ab.
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#49   Konrad   19:37:12 | Sonntag, 4. Februar 2007
Ach ihr armseligen Pharisäer, „Benedikt“ und „landorganist“
(Schriftgelehrte kann man euch nicht nennen!)
Den hochmütigen Widerstand gegen die geduldige Belehrung durch den damaligen Hl.Vater wird Kamphaus einmal vor Gott verantworten müssen www.kath.de/…digt/jk/mk-12-38.htm
Genau wie die damaligen Bischöfe ihre Kumpanei mit der „Kultur des Todes“, die mit stillschweigende Billigung von „Donum vitae“ fortgeführt wird.
Aber seit der „Königsteiner Erklärung“ herrscht der Verrat und der Opportunismus unter denen, die sich als Apostel- und Bonifatiusnachfolger verstehen (einzige klare Ausnahme: EB Johannes Dyba).
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#48   landorganist   19:20:15 | Sonntag, 4. Februar 2007
Ach so ist das,
man wohnt in einem Palais, um die anderen nicht zu beschämen, die es auch tun. Man kleidet sich teuer und festlich, weil die anderen es auch tun, so so, und sie machen sich lange Quasten an ihre Gewänder, weil die anderen es auch tun, und unser Herr Jesus hat sich für uns ans Kreuz schlagen lassen, weil die anderen es auch tun…dämlicher geht’s wohl nicht?! Packen Sie den Predigtkorb mal schnell wieder ein, und stellen Sie ihn auf den Dachboden zurück.
Ach Konrad, Ihre Pseudo-Gewissenserforschung reicht bei weitem nicht für den Beichtspiegel, den die Katholiban dieses Forums nötig hätten.
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#47   Benedikt   19:17:33 | Sonntag, 4. Februar 2007
@ Konrad
Ihre Rede hat mich höchstens noch bestätigt.
Der eine Bischof scheut die langen Gewänder, kleidet sich schlicht
Bischof Kamphaus trug bei allen repräsentativen Anlässen Soutane. Sie kennen Ihn halt nicht. Sie beurteilen jemanden, den Sie nicht kennen – finden Sie das eigentlich gut? Wie vereinbaren Sie das mit ihrem Ethos – falls Sie eines haben?
In welchem Palais lebte noch mal der Heilige Bonifatius? Aus welcher Zeit sind die Palais in Deutschland? Aus dem 8. Jh. oder aus dem 17./18. Jh.? Ab wann lebten die Bischöfe in Palais? In wievielen Städten gibt es sie überhaupt noch – vielleicht wurden sie ja im Krieg zerstört? Wo ist das Problem, im Priesterseminar zu wohnen? Das reicht für die Repräsentanz locker aus, glauben Sie mir.
Aber Sie können ja nichts dafür. Denn Sie wissen nichts.
Geht es also um Zeugnis – oder um Anerkennung?
Gerade bösartig ist es, jemanden zu bezichtigen, seine Taten nur des öffentlichen Interesses begangen zu haben. Armselig sind Sie nichts weiter.
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#46   Konrad   19:05:55 | Sonntag, 4. Februar 2007
Lieber Benedikt, bevor Du Konrad richtest, lese lieber bei Jürgen Kuhlmanns Predigtkorb:
„Allgemeine Regel gibt es keine. Der eine Bischof scheut die langen Gewänder, kleidet sich schlicht und schläft in einer Kammer mit zwei Liegen, die zweite ist für obdachlose Gelegenheitsgäste. Der andere hält es für dem Ansehen seiner Kirche geschuldet, violett aufzutreten und in einem ordentlichen Palais zu wohnen, schon um seine Kollegen nicht zu beschämen, die es ebenso halten. Wer wirft einen Stein? Man kennt das spöttische Urteil über den bedürfnislosen antiken Philosophen Diogenes: „Die Eitelkeit leuchtete aus allen Löchern seines Gewandes.“ Zeichen sind zweideutig, nicht auf sie kommt es an, erst recht nicht gefragt ist mein Urteil über fremde Zeichen.
Eindeutig ist die Botschaft des Evangeliums, es befragt uns: Wie verhält sich dein Gehorsam dem gegenüber, was dein Gewissen dir aufträgt, zu dem Urteil der Leute über dich? Falls jener Gehorsam von diesem Urteil mitbestimmt wird, hast du Grund zu ernster Selbstprüfung. Ist das, was du für Gewissenhaftigkeit hältst, gar schon dabei, sich in Scheinheiligkeit zu verkehren? „Erfolg ist keiner der Namen Gottes,“ warnt der jüdische Weise Martin Buber. Freilich auch nicht immer ein böses Zeichen: Als St. Bernhard – so wird berichtet – während der Predigt einmal zu großer Form auflief, zischte der Teufel ihm zu: Toll machst du das, Bernhard, wirklich großartig! Kühl erwiderte der Heilige: Sei still! Deinetwegen hab’ ich nicht angefangen, deinetwegen hör’ ich auch nicht auf.“
Geht es also um Zeugnis – oder um Anerkennung?
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#45   Benedikt   18:59:17 | Sonntag, 4. Februar 2007
@ Konrad
Ob Kamphaus wirklich ein glaubwürdiger Christ oder nicht ein ganz raffinierter Heuchler und Pharisäer ist, steht dahin.
Tut es nicht.
Aktenkundig ist jedenfalls, dass er den Papst als Frauenfeind hingestellt hat
Die Akte hätte ich mal gern gesehen.
Die Medien standen ihm zur Seite.
Was ihm egal war. Und wofür er auch nichts kann. Dass die Medien ihn als Rebellen und Liberalen bezeichnet haben, ärgert ihn bis heute. Den Medien sind nur ihre Schubladen wichtig.
Die Eitelkeit sticht aus jedem Loch seines Gewandes.
Deutlicher hätten Sie nicht machen können, dass Sie Kamphaus gar nicht kennen. Sie reden hier einem Menschen übel nach, von dem Sie gar keine Ahnung haben.
Richtet also nicht!
Hätten Sie sich daran mal gehalten. Sie sind ein Verleumder der übelsten Sorte.
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#44   Konrad   18:53:36 | Sonntag, 4. Februar 2007
Ob Kamphaus wirklich ein glaubwürdiger Christ
oder nicht ein ganz raffinierter Heuchler und Pharisäer ist, steht dahin. Richtet also nicht! Weder positiv, noch negativ.
Aktenkundig ist jedenfalls, dass er den Papst als Frauenfeind hingestellt hat, sich selber hingegen als den grossen „Frauenversteher“ vermittelt hat. Die Medien standen ihm zur Seite. Wie sagte man doch über Diogenes: Die Eitelkeit sticht aus jedem Loch seines Gewandes.
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#43   landorganist   18:28:24 | Sonntag, 4. Februar 2007
Mein Dank,
gilt Bischof Kamphaus für seinen der Wahrheit verpflichtenden Bischofsdienst. Es wurde ja bereits geschrieben, wie Bischof Kamphaus wirkte, welch bescheidenes, vorbildliches Leben er führte. Was leisten eigentlich die Tradi-Priester und die exkommunizierten „Bischöfe“ der Piussekte für den Menschen? Nichts!!! Sie kümmern sich darum, dass die notwendigen Deckchen auf dem Altar liegen, das die Spitzenröckchen fein gebügelt sind, dass sich ja kein Versprecher im Kanon einschleicht, dass die richtige Himmelsrichtung für die Zelebration eingehalten wird. Sie kümmern sich um Äußerlichkeiten, um Vorschriften von Menschenhand, um all das, was Gott wohl soviel interessiert wie der sprichwörtlich umfallende Sack Reis in China. Jesus ist zu den Menschen gekommen um Ihnen das Heil zu bringen, die Erlösung und das ewige Leben. Dabei hat er bevorzugt mit Sündern gegessen und getrunken. Er hat die Gemeinschaft mit Ihnen geteilt. Da mussten keine Normen und Vorschriften erfüllt werden. Und so haben sich die Sünder bekehrt. Durch die sie umfangende Liebe unseres Herren. Und so hat Bischof Kamphaus seinen Dienst verstanden. Nahe den Armen und Kranken zu sein. So sagt es sein bischöflicher Wahlspruch. Ein wahrer Bischof eben. Kein feister Prälat in Samt und Seide der nichts anderes im Kopf hat, als seinem pseudobarocken Lebensideal zu frönen. Die Pharisäer, von denen sich einige in diesem Forum tummeln, werden ihren Lohn empfangen. Bischof Kamphaus den seinen. Ich vertraue fest auf Gott!
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#42   Gunsenum   18:08:47 | Sonntag, 4. Februar 2007
Wahrhaftigkeit!
Da sie hier ja immer wieder die „heuchlerische Art“, die Fehler des Bischof Kamphaus anführen, werfe ich einige Fragen an sie auf:
*Wer lebt eher in der Christusnachfolge? Ein Bischof, der seine Wohnung den Armen gibt? Der sich auf einfache Lebensweise beschränkt? Der um Entscheidungen innerlich ringt?
Oder barocke Prälaten, die – ehr sie einem Bettler ein Stück Brot schenken- vergoldete Manipel bestellen un den Gottesdienst würdig zu feiern? Die statt mit der armen Aussiedlerfamilie zu lachen sich über die die Frage „pro multis – oder nicht“ in exzessiven Sprachdiskussionnen ergehen? Die stets nur Dogmen und Lehrschreiben als Argumentatiosnhilfe vor sich herschieben?
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#41   Artois †   16:10:59 | Sonntag, 4. Februar 2007
Ich glaube übrigens nicht …
daß Spaemann wirklich die große Leuchte ist. Eher etwas pseudo-konservativ … (oder???)
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#40   Benedikt   13:50:40 | Sonntag, 4. Februar 2007
@ Toby
Das ist des Pudels Kern: Es geht nicht darum, wie vielen Menschen Bischof Kamphaus das Leben retten kann, wenn das Mittel dazu in sich schlecht ist und die Tötung anderer Menschen dabei in Kauf genommen wird.
Es wäre schön, wenn Sie Verständnis dafür aufbringen würden, dass es durchaus akzeptabel ist, den Weg zu wählen, der mehr Menschen rettet. Ist eigentlich nicht allzu schwer.
@ isidor
Bischof Kamphaus verdreht die Tatsachen
Ich nehme an, Sie haben den Brief des Papstes gelesen? Wenn nicht sollten Sie Ihren Beichtvater aufsuchen.
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#39   20mancro5 †   12:48:29 | Sonntag, 4. Februar 2007
@Rüdesheimer
Der Rest sollte mal ganz tief in die Knie gehen, und nicht immer Gott ins Spiel bringen, wo sie nur ihre eigenen Machenschaften durchsetzen wollen!
Das ist bei der Kirche doch gang und gäbe
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#38   Rüdesheim   00:54:53 | Sonntag, 4. Februar 2007
Habe mir…
aufmerksam die einzelnen Beiträge durchgelesen!!
Finde ich super, wie die Mehrheit sich auf die Seit von Bischof Kamphaus stellt!
Der Rest sollte mal ganz tief in die Knie gehen, und nicht immer Gott ins Spiel bringen, wo sie nur ihre eigenen Machenschaften durchsetzen wollen!
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#37   HeinrichvonOfterdingen   23:10:37 | Samstag, 3. Februar 2007
Lieber bonifazius,
irgendwie erinnere ich mich an den Satz: Wenn ich mit einer einzigen Sünde Russland bekehren könnte, ich dürfte sie nicht begehen. Leider weiß ich nicht mehr wer das so prägnant formuliert hat. Es wird doch hoffentlich nicht der Erzbischof Marcel L. gewesen sein. Sonst nämlich würde die V2-Reichswehr auf diesen Seiten Zeter und Mordio schreien, der Satz wäre schismatisch. Aber Scherz und tiefere Bedeutung beiseite, der Satz erscheint mir erwägenswert!
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#36   bonifatius   22:43:04 | Samstag, 3. Februar 2007
Ist Kamphaus für die Wahrheit eingetreten?
@20mancro: homobischof
Christliche Nächstenliebe zeigt sich vor allem darin, seine Brüder und Schwestern auf die Sünde, Gefahr, das Unheil aufmerksam zu machen, auch auf die Gefahr hin, daß man dadurch verlacht, verspottet oder bedroht wird.
@Gunsenum: Paroli:
JP II. wollte keinen sog. Märtyrer, der für die Wahrheit hätte büßen müssen. So konnte K. sein Gesicht wahren.
@Sirilo: Nachhilfe: Im 3. Reich heiligte der Zweck auch die Mittel. Ich darf doch nicht A töten, damit ich B retten kann. Sie sind bei Kamphaus in die Schule gegangen.
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#35   Shuca   22:27:43 | Samstag, 3. Februar 2007
Kamphaus
Ein katholischer Bischof sollte vor Christus stehen und Ihm dienen und nicht vor den Mächtigen und Königen dieser Welt .
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#34   Defensor Fidei   21:45:24 | Samstag, 3. Februar 2007
Beratung schützt nicht konkret
Sie läge i.ü. auch auf der Linie der Entscheidung des BverfG…
Das BVerfG hat sich ja auch zum SSA geäußert. Die meisten Leitsätze klingen hervorragend – gut katholisch, wenn man so will. Der Rest des Urteils, naja. Es strotzt nur so vor Widersprüchen und es ist nicht zu übersehen, daß der (politische) Wille Vater der Gedanken war.
So sagt das BVerfG:
– Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschl. Leben allgemein.
[Das Argument, daß die Beratung „unter dem Strich“ Leben rettet (allgemeiner Schutz), ist somit nicht ausreichend. Das einzelne Leben muß im konkreten Fall geschützt werden. Wie soll dieser konkrete Schutz gewährleistet werden, wenn die Frau (+ Familie und Umfeld) das Kind definitiv nicht austragen möchte und nicht unentschlossen ist? Ein Schutz im konkreten Fall ist hier durch die Beratung nicht gegeben.]
– Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner Mutter.
– Der Staat muß zur Erfüllung seiner Schutzpflicht ausreichende Maßnahmen normativer und tatsächlicher Art ergreifen…
– Der Lebensschutz der Leibesfrucht genießt grundsätzlich für die gesamte Dauer der Schwangerschaft Vorrang vor dem Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren und darf nicht für eine bestimmte Frist in Frage gestellt werden.
Dem ist aus katholischer Sicht eigentlich nichts hinzuzufügen. Bleibt nur die Frage, wie es trotzdem zum derzeit gültigen Abtreibungsrecht kommen konnte.
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#33   Gotthard   21:21:58 | Samstag, 3. Februar 2007
@omnibus
denn wirklich brauchbare Vorschläge zur Eindämmung der Abtreibungsflut sind nicht zu hören.
genau DAS ist der Punkt!
außer einer Verbal-Erotischen-Anti-Abtreibungs-Sprache wird auf diesem Portal nichts gegen Abtreibung getan.
Es werden „Pro-Life-Jugendliche“ ins offene Messer der Bedeutungslosigkeit ihrer Aktionen geführt … und anschließend wird ihnen noch eine überragende Bedeutung angedichtet.
Diese Anti-Abtreibungs-Verbal-Erotik ist zum Kotzen … sie rettet kein einziges Leben – und geilt nur einzelne Anti-Protagonisten auf.
TUT was – und mault nicht rum!
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#32   Sirilo   21:12:32 | Samstag, 3. Februar 2007
@Pünktchen
Den berühmten Spaemannschen Aufsatz hatte ich schon im Oktober 1999 in der FAZ gelesen, als der ganze Wirbel um die Beratungsscheingeschichte war. Dessen Argumente noch einmal durchzukauen, bringt nichts. Und darum geht es auch letztlich nicht.
Es geht darum, daß bestimmte Leute den Eindruck erwecken woll(t)en, als sei es die Absicht der Bischöfe gewesen, Abtreibungen in Deutschland zu fördern und zu unterstützen. Die Bischöfe glaubten halt (ob naiv oder nicht), sie könnten mit der Zwangsberatung das Unglück der Fristenlösung ein wenig eindämmen. Dann aber mußten sie sich dem Wunsch des Papstes beugen und aus der Beratung aussteigen. Ist dadurch etwas besser geworden? Die Sache ist jetzt schon 8 Jahre her, aber bestimmte Kreise hören nicht auf, auf die Bischöfe einzuprügeln, als hätten die höchstpersönlich Abtreibungen durchgeführt.
Mir kommt das alles sehr heuchlerisch vor, denn wirklich brauchbare Vorschläge zur Eindämmung der Abtreibungsflut sind nicht zu hören.
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#31   Domenico Tuttisanti   21:09:55 | Samstag, 3. Februar 2007
= Zweitaccount von pünktchen
@Blueberry
Lesen Sie den Aufs. von Spaemann www.human-life.ch/…erichte/spaemann.htm, dann kennen Sie meine Antwort! Sie läge i.ü. auch auf der Linie der Entscheidung des BverfG, das es als verfassungswidrig verbot, entführte Passagierflugzeuge abzuschießen, um damit vermeintlich höhere Opferzahlen zu verhindern …
So, nun muß ich gehen!
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#30   Gotthard   21:06:29 | Samstag, 3. Februar 2007
@pünktchen
Das Beratungsmodell als verschleierte Fristenlösung (Scheinberatung) ist sicher nicht die kirchliche Position in der Abtreibungsfrage!
Du bist ein Papiertiger. Kennst nur Papiere – aber nicht das Leben und nicht konkretes (politisches) Handeln.
Mach dich also mal klug, wie es zur Einführung der Zwangsberatung kam.
BlubBlub-Absonderer mit der 1000%igen Gesinnung haben die Welt noch nie verbessert – wohl aber ein Bischof Kamphaus und Beraterinnen bei Frauen in einer Konfliktsituation …
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#29   Pünktchen   21:04:04 | Samstag, 3. Februar 2007
Ich muß mich für heute verabschieden!
Zu Bischof Kamphaus möchte ich sagen, daß auch Johannes Paul II. und der heutige Papst – bei entschiedener Abgrenzung zur Kamphausschen Position in der Frage der Beteiligung der Kirche an der Schein-Beratung – dem Menschen und Christen Kamphaus Respekt gezollt haben.
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#28   Marshall Blueberry   20:58:57 | Samstag, 3. Februar 2007
@ Pünktchen
Was würden Sie denn tun?
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#27   Gotthard   20:57:54 | Samstag, 3. Februar 2007
Unterschicht
hier tummelt sich ein Unterschichtbereich, der die Lebensleistung eines der großen Bischöfe unserer Zeit nicht wahrnehmen kann.
Welch ein Radikalverbalkatholizismus eigener Prägung zeigt sich nur in solchen Postings? Lebensangst und persönliches Scheitern in vielen Lebensbelangen scheinen mir die Quelle dafür zu sein.
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#26   Pünktchen   20:53:39 | Samstag, 3. Februar 2007
@Sirilo
Sie können in so kurzer Zeit noch nicht den Spaemannschen Aufsatz www.human-life.ch/…erichte/spaemann.htm gelesen haben! Auch wenn der Aufsatz intellektuelle Ansprüche stellt, geben Sie sich doch einen Ruck!
Zu Ihrer persönlichen Fragestellung: ich habe mit Frauen gesprochen, die zu einer Abtreibung entschlossen waren! Ich kann zumindest in einem Fall sicher sagen, daß Kinder (es handelte sich um Zwillinge) gerettet werden konnten. Möglicherweise liegt die Zahl aber auch höher!
Daß Sie auf die hypothetische Frage nicht antworten wollen, ist verständlich! Der Fall erscheint in Zeiten des Terrorismus jedoch als durchaus realistisch! Was würden Sie tun, sirilo, wenn ein Terrorist Sie nötigen wollte, einen bestimmten einzelnen zu töten, damit mehrere Geiseln mit dem Leben davon kommen können?
@Gotthard
Das Beratungsmodell als verschleierte Fristenlösung (Scheinberatung) ist sicher nicht die kirchliche Position in der Abtreibungsfrage!
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#25   st.georg   20:46:48 | Samstag, 3. Februar 2007
@achtung
…sollten der menschlichen lebensleistung von kamphaus auch die schärfsten kritiker zollen…und langsam mal ihren tonfall ändern… kamphaus geht – trotz eigener krankheit- als seelsorger in eine behindertenanstalt – das nenne ich grösse… er könnte ja auch – wie andere *fg – in st.pölten seinem weinkonsum fröhnen oder vom papst ein minidekanat in den schweizer bergen erhalten um dort unfrieden zu stiften…gell
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#24   Sirilo   20:39:33 | Samstag, 3. Februar 2007
@Isidor verdreht die Tatsachen
Wenn Sie den obigen Artikel aufmerksam gelesen hätten, dann hätten Sie bemerkt, daß bei der Aussage >Der Papst habe ihm zweimal einen langen Brief geschrieben und ihn darin gebeten: „Machen Sie weiter als Bischof von Limburg.“< mit „Papst“ nicht Benedikt der XVI. gemeint ist, sondern Johannes Paul II.
Aber das ist wohl das Isidor-Prinzip: Flüchtig lesen, aber gleich mal einen Bischof der Tatsachenverdrehung beschuldigen!
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#23   Gotthard   20:37:16 | Samstag, 3. Februar 2007
Zwangsberatung
Oh Mann, ist hier wieder mal die Ignoranz versammelt…
es gibt eine Zwangseheschließung, die vom Staat verordnet wurde: vor dem Standesamt.
es gibt eine Zwangsberatung, die von den Kirchen (!!!, sofort Häresie schreien) gefordert wurde gegen eine reine Fristenlösung, die nicht zu verhindern war.Beratungsschein, um diese Zwangsberatung nachzuweisen.
Die Kirche hat dem Staat was abgerungen wegen einer Minimalhoffnung auf Lebensrettung – und wird von Ignoranten, in diesem Punkt einschließlich des Vatikans, der Mittäterschaft geziehen.
Stramme Gesinnung allein hat noch nie was bewirkt!
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#22   Pünktchen   20:28:02 | Samstag, 3. Februar 2007
Gotthard
Tatsächlich läuft die kirchl. Lehre darauf hinaus, das sowohl die Todesstrafe als auch der Angriffskrieg unzulässig ist, wenn nicht ein Fall der Notwehr vorliegt! Der KKK sieht die Todesstrafe nur für einen Fall vor, der als notwehrähnlich zu denken wäre, fügt aber sogleich hinzu, daß dies in modernen Staaten heute praktisch nicht mehr gegeben ist.
Der hier www.kreuz.net/article.4626.html wiedergegebene Leserbrief von Pater Lothar Goppe SJ mag Ihnen als Beispiel dienen, daß Abtreibung und Todesstrafe sich aus kathol. Sicht verbieten!
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#21   Sirilo   20:20:56 | Samstag, 3. Februar 2007
@Pünktchen
1. Ich verstehe nicht, wieso es utilitaristisch sein soll, ungeborenen Kindern das Leben zu retten.
2. Ich verstehe nicht, wie Sie jemanden als Utilitaristen bezeichnen, den Sie gar nicht kennen.
3. Es ist sinnlos, eine hypothetische Entscheidung zu einen abstrakt konstruierten, nicht realen Fall abzufordern.
4. Ich wiederhole meine Frage: Mit wie vielen Frauen, die an Abtreibung dachten, haben Sie schon persönlich gesprochen? Wie viele haben Sie von der Abtreibung abgehalten?
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#20   Isidor   20:12:28 | Samstag, 3. Februar 2007
Bischof Kamphaus verdreht die Tatsachen
Wer glaubt, Papst Benedict VXI habe Bischof Kamphaus gebeten weiter zu machen – der ist auf einem Irrweg.
Das Gegenteil ist der Fall gewesen. Leider gehört auch Bischof Kamphaus zu dem apostatischen Gebilde in Deutschland, was sich Kirche nennt. Man macht eben mal seine eigene Kirche. Ergebnis ist schon lange das bestehende Schisma – mit Herrn Kardinal Lehmann an der Spitze!
Gott sei ihnen allen gnädig – denn jede einzelne Seele die durch dieses Verhalten der Bischöfe verloren geht – haben diese zu verantworten.
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#19   Pünktchen   20:01:35 | Samstag, 3. Februar 2007
sirilo
Sie argumentieren eindeutig utilitaristisch / konsequenzialistisch!
Wenn Sie den Aufsatz von Spaemann gelesen und verstanden hätten, dann müßten Sie sich schon etwas intelligenter äußern!
1) Sie HABEN utilitaristisch argumentiert: Im angeblichen Interesse der zu rettenden Kinder solle die Kirche an einem System teilnehmen, in dem ihre Mitarbeiter Tötungslizenzen unterschreiben.
2) Was ein argumentum ad hominem ist, können Sie in einem philosophischen Lehrbuch nachschlagen! Meine Argumentation gegen das von Ihnen benutzte Begründungsmuster kann schon deswegen kein a.a.h. sein, weil ich Sie gar nicht kenne …
3) Sie lassen die Frage unbeantwortet: Wie würden Sie entscheiden, wenn Sie durch die Tötung eines einzigen zehn andere retten können?
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#18   Gotthard   19:59:11 | Samstag, 3. Februar 2007
@pünktchen
Ein Nutzenkalkül kann und darf die Stellungnahme der Kirche zu einem absoluten Prohibitiv (Du sollst nicht töten!) nicht verdunkeln!
Darum ist die Kirche in ihren Äußerungen auch ohne jegliche Abstriche eine Kämpferin gegen die Todesstrafe …
Darum ist die Kirche auch auf einer absolut pazifistischen Linie – seit Jahrhunderten schon!
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#17   Frasim   19:52:46 | Samstag, 3. Februar 2007
@20mancro5
Das ist ein Bischof der es mit der Christlichen Nächstenliebe wohl ernst nimmt.
Die anderen Kirchlichen Würdenträger sollten sich daran ein Beispiel nehmen
Falsch. Die christliche Nächstenliebe ernstnehmen, das heißt eben gerade NICHT zu allem (auch zur Sünde) Ja und Amen zu sagen, sondern aus Sorge um den Nächsten und dessen seelischem Heil, ihn auf die Gefahr hinzuweisen. Aber genau die heute in solchen Fällen so oft zitierte „christliche Nächstenliebe“ nutzt der Widersacher geschickt, um die Menschen weiterhin in der Sünde gefangen zu halten…
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#16   Sirilo   19:47:35 | Samstag, 3. Februar 2007
@Pünktchen: Fiat iustitia, pereat mundus!
Wenn sich die kath. Kirche nie an dem Beratungsschein-System beteiligt hätte, dann wären nie Frauen, die den Gedanken zur Abtreibung erwägen, in katholische Beratung gegangen.
Da Sie ad hominem argumentieren und mich fälschlicherweise als Utilitaristen bezeichnen, gestatte ich mir die Frage: Mit wie vielen Frauen, die an Abtreibung dachten, haben Sie schon persönlich gesprochen? Wie viele haben Sie von der Abtreibung abgehalten?
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#15   HeinrichvonOfterdingen   18:53:45 | Samstag, 3. Februar 2007
Danke Pünktchen,
das war ein guter Beitrag! Dank Spaemann, der auch sonst gar nicht warm genug empfohlen werden kann.
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#14   Pünktchen   18:26:18 | Samstag, 3. Februar 2007
Sirilo: Ein fragwürdiges Nutzenkalkül
kann und darf die Stellungnahme der Kirche zu einem absoluten Prohibitiv (Du sollst nicht töten!) nicht verdunkeln! Wir wissen außerdem nicht, wieviele Kinder hätten gerettet werden können, wenn die Kirche in ihrer Stellung auch zur Schein-Beratung weniger herumgeeiert hätte!
Der philosophisch und theologisch immer noch beste Aufsatz zur Frage ist Spaemanns Artikel gegen die Scheinberatung und gegen das utilitaristische Begründungsmuster:
„Die schlechte Lehre vom guten Zweck www.human-life.ch/…erichte/spaemann.htm“.
Nach dem Erscheinen dieses Aufsatzes wurde es in der katholischen Kirche sehr ruhig um das „korrumpierende Kalkül hinter der Schein-Debatte“. Aus einem ganz einfachen Grund: Die meisten mußten einsehen, daß sie auf dem Holzweg waren!
Ihnen, sirilo, steht diese Einsicht noch bevor! Als Utilitarist wären Sie ein leichtes Erpressungsopfer. Wenn Ihnen jemand drohen würde: ich bringe jene zehn Menschen um, wenn Sie diesen einen am Leben lassen … Wie würden Sie entscheiden?
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#13   Artois †   18:15:42 | Samstag, 3. Februar 2007
Pseudo-Bischöfe
… sondern weil solche Herren wie die deutschen Pseudo-Bischöfe jahrelang durch Wort und Tat verharmlost haben. Mit anderen Worten: Ein katastrophales Absinken der Moral, bedingt durch systematische Schleifung der Gewissen durch Schule und Medien und Pseudo-Kirche.
Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen, wobei „Pseudo-Bischöfe“ zu lesen ist: Bischöfe, deren Wesen nicht bischöflich, sondern grauenerregend ist.
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#12   Kurti   18:15:24 | Samstag, 3. Februar 2007
Bischof und Gräuelsünde
Der „hochwürdigste“ Bischof fördert ja die Sünde, wenn er zulässt, dass in seinen Kirchen schwere Sünder sich treffen, nicht um wie es sein sollte, umzukehren, sondern sich in ihren sünden zu bestärken.
Das Geschwätz vom richten, interessiert mich schon lange nicht mehr, weil man damit nur die Sünden rechtfertigen will. mehr nicht. Übrigens sollte der Bischof wissen, was die Kirche auf dem Gebiet lehrt oder ist das auch Richten. Was hilft es einem Menschen, so er sozial denkt und auch einfach lebt, solange er anderen nicht den weg zum Himmel weist, jedenfalls auf dem genannten Gebiet. Hier tummeln sich wohl viele Taufscheinkatholiken, die Gott nur auf dem Papier kennen und seine Worte nicht ernst nehmen.
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#11   Ydefix   18:04:30 | Samstag, 3. Februar 2007
Der Kindermord, der den
„Holocaust“ weit in den Schatten stellt, ist nicht wegen irgendwelcher herbeiphatasierter „Konfliktsituationen“ möglich, sondern weil solche Herren wie die deutschen Pseudo-Bischöfe jahrelang durch Wort und Tat verharmlost haben. Mit anderen Worten: Ein katastrophales Absinken der Moral, bedingt durch systematische Schleifung der Gewissen durch Schule und Medien und Pseudo-Kirche.
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#10   Elendester Sünder   18:00:24 | Samstag, 3. Februar 2007
Die Logik der Wahnsinnigen
Wenn es die Kirche erlauben würde, Kinder zu morden, könnten Kinder gerettet werden. Das ist die Logik der Wahnsinnigen.
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#9   Sirilo   17:43:31 | Samstag, 3. Februar 2007
@Toby
Ihr Beitrag ist entlarvend: „Es geht nicht darum, wie vielen Menschen (man) das Leben retten kann…“ Ziel der Kampagne gegen Bischof Kamphaus war nicht, Menschen das Leben zu retten, sondern Bischöfe zu desavouieren. Durch den Ausstieg der katholischen Kirche aus der Beratung mit Schein wurde kein einziges Menschenleben gerettet, sondern nur Wasser auf die Mühlen von „pro familia“ und anderen Organisationen geleitet. Leben Ungeborener retten kann man nur im Gespräch mit Frauen, die sich im inneren Konflikt befinden. Wenn dieses Gespräch verunmöglicht wird, wird gar nichts erreicht.
Aber schließlich kommt es ja nicht aufs Lebenretten an, wie Sie so schön offen sagen, sondern darauf, daß man sich selber einreden kann, was für saubere, in Unschuld gewaschene Hände man hat, weil man mit den Lippen eine moralisch einwandfreie Einstellung verkündet…
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#8   Timotheus   17:29:18 | Samstag, 3. Februar 2007
@Kurti
Zitat:„Solche Bischöfe sind Gott ein Gräuel.“
Ich verweiße auf die heilige Schrift um ihren Hochmut zu brechen über einen Christen und vor allem über einen hochwürdigsten Bischof unserer Mutter Kirche zu richten.
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und dabei steckt in deinem Auge ein Balken? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.
Immer hin hat Bischof Kamphaus, auch wenn seine Entscheidung vieleicht falsch war, seiner apostolischen Verantwortung als Bischof Rechnung getragen und hat nach seinem besten Gewissen gehandelt, ja hat in seinem Konflikt sogar um Hilfe gebeten.
Auch wenn er vlt. moralisch irrte, so war sein unablässiges Auftreten gegen die Abtreibung aufrichtiger als ihr heuchlericher Richtspruch über einen Bruder in Christo!
Ich bete, dass Gott mit ihnen nicht so unbarmherzig über ihr Leben ins Gericht geht, wie sie mit Bischof Kamphaus.
Laudetur Jesus Christus!
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#7   Gunsenum   15:46:43 | Samstag, 3. Februar 2007
Damit ihre Kamphaushetze mal nen Paroli kriegt!
www.vatican.net/…shop-limburg_ge.html
Autor: Johannes Paul II. Für diesen haben sie ja hier durchaus Sympathien in ihren Artikeln gezeigt! Er wollte Kamphaus. Da können nicht mal ihre findigen autoren kritteln!
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#6   Toby   15:26:01 | Samstag, 3. Februar 2007
Kamphaus kann oder will nicht verstehen
Dennoch sei er am Ende allein dagestanden: „Ich war und bin der Meinung, daß ich durch den Verbleib in der Konfliktberatung mehr Menschen das Leben rette, als wenn wir aussteigen sollten.“
Der Papst habe das anders verfügt. Er müsse das päpstliche Gewissen respektieren. Die Verantwortung für den „falschen“ Ausstieg habe der Papst zu tragen: „Das ist nicht meine Sache. Darüber jetzt nachträglich weiter zu reden, lehne ich ab.“
Das ist des Pudels Kern: Es geht nicht darum, wie vielen Menschen Bischof Kamphaus das Leben retten kann, wenn das Mittel dazu in sich schlecht ist und die Tötung anderer Menschen dabei in Kauf genommen wird.
Unglaublich, dass ein Bischof diesen einfachen Sachverhalt nicht begreifen kann oder will.
Außerdem geht es hier keineswegs um das Respektieren der Privatmeinung des Papstes, es geht um eine lehrmäßige Angelegenheit.
Bischof Kamphaus hätte dringend Nachhilfe in Moraltheologie gebraucht.
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#5   20mancro5 †   15:16:17 | Samstag, 3. Februar 2007
@Kurti
Da muss ich dir widersprechen.
Das ist ein Bischof der es mit der Christlichen Nächstenliebe wohl ernst nimmt.
Die anderen Kirchlichen Würdenträger sollten sich daran ein Beispiel nehmen
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#4   Kurti   15:10:29 | Samstag, 3. Februar 2007
Homobischof
Kamphaus lässt in Frankfurt in der katholischen Kirche „Maria Hilf“ Homosexuellen“Gottesdienste“ zu.
Solche Bischöfe sind Gott ein Gräuel.
www.psk-ffm.de/links.htm
In Augsburg bzw. regensburg sind solche Veranstaltungen in Kirchen inzwischen verboten.
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#3   sacerdos helveticus   13:40:31 | Samstag, 3. Februar 2007
Direkter Weg!
Man kann nur jedem, der sich über liturgische Missbräuche beschweren will und dabei von seinem Recht gemäss Redemtionis Sacramentum Gebrauch macht, empfehlen, die Meldungen direkt nach Rom zu senden.
Meldungen zuerst an den zuständigen Diözesanbischof zu senden, wäre zwar prinzipiell erwünscht aber ist leider oftmals erfolglos.
Ich halte es auch sonst für eher ungewöhnlich und in der heutigen Situation auch für normalerweise nicht angemessen, einen Landsmann als Nuntius zu ernennen. Die Gefahr, dass der Betreffende zu viel Rücksicht auf seine Landsleute nimmt, ist nicht von der Hand zu weisen!
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#2   Desperatus †   13:20:42 | Samstag, 3. Februar 2007
Sünder
Nun, es steht jedem frei, direkt nach Rom zu schreiben. Von Dioenstweg ist nicht die Rede. Und der Nutius ist ja sicherlich nicht der Postbote hyperchondrischer Querulanten.
Im Übrigen ist es doch selbstverstaäöndlich, daß ein Bischof Stellung nehmen kann zu gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Dazu aber muß er die Vorwürfe kennen.
Oder vermissen Sie gar das alte Prozesssverfahren der Inquisition?
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#1   Elendester Sünder   13:08:59 | Samstag, 3. Februar 2007
Erwin Ender
Der Grad der Fäulnis in der Kirche ist immer wieder erschreckend.
Seine Merkwürden Erwin Ender, Nuntius in der BRD, erklärte seinerzeit in tiefer Enttäuschung über die Liturgie-Instruktion „Redemptionis Sacramentum“, er würde die an den Heiligen Stuhl gerichteten Beschwerden nicht nach Rom weiterleiten. Die Beschwerden würden dem jeweiligen Bischöfen zugesandt. Auch wenn er mittlerweile den Schwanz eingezogen hat www.aoek.de/…ion_2004_Nuntius.htm, zeigt das die wahre Geisteshaltung dieses armen Menschen.
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