09:46:01 | Dienstag, 6. Februar 2007
Die altrituelle Gemeinschaft vom Guten Hirten kann ihr Wirken nun offiziell entfalten. Der Erzbischof von Bordeaux hat ihr den nötigen kirchenrechtlichen Status verliehen.

Einkleidung neuer Mitglieder des Instituts vom Guten Hirten am letzten Sonntag
(kreuz.net) Das klerikale
Institut vom Guten Hirten hat sich mit dem Erzbistum Bordeaux
doch noch einigen
können.
Das gab das Erzbistum Bordeaux am Montag auf seiner Webseite bekannt.
Die Kirche St. Eloi,
die vom Institut betreut wird, ist zur Personalpfarrei des Alten Ritus erhoben worden.
Diese Personalpfarrei
besitzt dieselben Rechte und Pflichten wie die Gebietspfarreien des Erzbistums.
Bereits am 1. Februar
unterzeichneten die beiden Parteien – der Generalobere des Instituts, Pater Philippe Laguerie, und der
Erzbischof von Bordeaux, Jean-Pierre Kardinal Ricard – einen entsprechenden Vertrag.
Er läuft – wie
die
Errichtung des Instituts – ad experimentum auf fünf Jahre. Der Pfarrer von St. Eloi und ein möglicher
Kaplan werden vom Erzbischof ernannt.
Kardinal Ricard rechtfertigte seinen Entscheid in einem längeren
Text für die diözesane Webseite und in einem Interview mit der katholischen Tageszeitung ‘La Croix’.
Der Kirchenfürst gestand dabei erneut, über die Gründung des Instituts am 8. September beunruhigt
gewesen zu sein. Als Grund nannte er angebliche Aussagen wie „Wir haben gewonnen“, „Wir haben nichts aufgegeben“
oder „Wir werden die Retter einer Kirche in Trümmern sein“.
Mit dieser Geisteshaltung wäre ein Vertrag
unmöglich gewesen.
Doch inzwischen hat Kardinal Ricard den Eindruck gewonnen, daß Pater Laguerie und
die übrigen Mitglieder des Instituts gewillt sind, in voller Gemeinschaft mit Rom zu sein und sich unter
seiner erzbischöflichen Autorität in das Erzbistum zu integrieren.
Auf Anregung des Priesterrates setzte
der Kirchenfürst einen Arbeitskreis für den gemeinsamen Dialog ein. Dieser Kreis soll die Beziehung
zwischen dem Institut und der Erzdiözese verbessern: „Verlassen wir den Weg der Polemik.“
Der Kardinal
betonte, daß das Institut in seinen Gründungsstatuten eine positive Haltung gegenüber dem Zweiten Vatikanum
zugesichert habe.
Im nächsten Jahr werde es vier diözesane Katechesen über die großen „Absichten“
des Zweiten Vatikanums geben. Der Kardinal bat die Priester des Instituts vom Guten Hirten, sich an den
Katechesen zu beteiligen:
„Ein gegenseitiges Zuhören und respektvolles Austauschen müßte möglich
sein.“
Motu Proprio zur Alten MesseAnläßlich der Vertragsunterzeichnung beantwortete Kardinal Ricard
der Zeitung ‘La Croix’ auch eine Frage zur Freigabe der Alten Messe.
Benedikt XVI. wünsche, die Versöhnung
mit den Priestern und Gläubigen der Priesterbruderschaft St. Pius X. voranzutreiben.
Der Heilige Vater
habe alle Elemente des Dossiers für die Freigabe der Alten Messe in seinen Händen.
Er nehme sich für
eine so schwerwiegende Entscheidung Zeit.
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#9
möchtegern-kathole 19:03:31 | Dienstag, 6. Februar 2007
#8
Benedikt 18:09:43 | Dienstag, 6. Februar 2007
#7
Athanasius 17:21:53 | Dienstag, 6. Februar 2007
#6
landorganist 13:58:58 | Dienstag, 6. Februar 2007
#5
Aragorn 13:19:57 | Dienstag, 6. Februar 2007
#4
Stimme aus dem Tradiland 13:09:36 | Dienstag, 6. Februar 2007
#3
Sirilo 11:26:47 | Dienstag, 6. Februar 2007
#2
Aragorn 11:04:21 | Dienstag, 6. Februar 2007
#1
ottaviani 10:42:05 | Dienstag, 6. Februar 2007