Vertrag der Versöhnung
Die altrituelle Gemeinschaft vom Guten Hirten kann ihr Wirken nun offiziell entfalten. Der Erzbischof von Bordeaux hat ihr den nötigen kirchenrechtlichen Status verliehen.
(kreuz.net) Das klerikale Institut vom Guten Hirten hat sich mit dem Erzbistum Bordeaux doch noch einigen
können.
Das gab das Erzbistum Bordeaux am Montag auf seiner Webseite bekannt.
Die Kirche St. Eloi, die vom Institut betreut wird, ist zur Personalpfarrei des Alten Ritus erhoben worden.
Diese Personalpfarrei besitzt dieselben Rechte und Pflichten wie die Gebietspfarreien des Erzbistums.
Bereits am 1. Februar unterzeichneten die beiden Parteien – der Generalobere des Instituts, Pater Philippe Laguerie, und der Erzbischof von Bordeaux, Jean-Pierre Kardinal Ricard – einen entsprechenden Vertrag.
Er läuft – wie die Errichtung des Instituts – ad experimentum auf fünf Jahre. Der Pfarrer von St. Eloi und ein möglicher Kaplan werden vom Erzbischof ernannt.
Kardinal Ricard rechtfertigte seinen Entscheid in einem längeren Text für die diözesane Webseite und in einem Interview mit der katholischen Tageszeitung ‘La Croix’.
Der Kirchenfürst gestand dabei erneut, über die Gründung des Instituts am 8. September beunruhigt gewesen zu sein. Als Grund nannte er angebliche Aussagen wie „Wir haben gewonnen“, „Wir haben nichts aufgegeben“ oder „Wir werden die Retter einer Kirche in Trümmern sein“.
Mit dieser Geisteshaltung wäre ein Vertrag unmöglich gewesen.
Doch inzwischen hat Kardinal Ricard den Eindruck gewonnen, daß Pater Laguerie und die übrigen Mitglieder des Instituts gewillt sind, in voller Gemeinschaft mit Rom zu sein und sich unter seiner erzbischöflichen Autorität in das Erzbistum zu integrieren.
Auf Anregung des Priesterrates setzte der Kirchenfürst einen Arbeitskreis für den gemeinsamen Dialog ein. Dieser Kreis soll die Beziehung zwischen dem Institut und der Erzdiözese verbessern: „Verlassen wir den Weg der Polemik.“
Der Kardinal betonte, daß das Institut in seinen Gründungsstatuten eine positive Haltung gegenüber dem Zweiten Vatikanum zugesichert habe.
Im nächsten Jahr werde es vier diözesane Katechesen über die großen „Absichten“ des Zweiten Vatikanums geben. Der Kardinal bat die Priester des Instituts vom Guten Hirten, sich an den Katechesen zu beteiligen:
„Ein gegenseitiges Zuhören und respektvolles Austauschen müßte möglich sein.“
Motu Proprio zur Alten Messe
Anläßlich der Vertragsunterzeichnung beantwortete Kardinal Ricard der Zeitung ‘La Croix’ auch eine Frage zur Freigabe der Alten Messe.
Benedikt XVI. wünsche, die Versöhnung mit den Priestern und Gläubigen der Priesterbruderschaft St. Pius X. voranzutreiben.
Der Heilige Vater habe alle Elemente des Dossiers für die Freigabe der Alten Messe in seinen Händen.
Er nehme sich für eine so schwerwiegende Entscheidung Zeit.
Das gab das Erzbistum Bordeaux am Montag auf seiner Webseite bekannt.
Die Kirche St. Eloi, die vom Institut betreut wird, ist zur Personalpfarrei des Alten Ritus erhoben worden.
Diese Personalpfarrei besitzt dieselben Rechte und Pflichten wie die Gebietspfarreien des Erzbistums.
Bereits am 1. Februar unterzeichneten die beiden Parteien – der Generalobere des Instituts, Pater Philippe Laguerie, und der Erzbischof von Bordeaux, Jean-Pierre Kardinal Ricard – einen entsprechenden Vertrag.
Er läuft – wie die Errichtung des Instituts – ad experimentum auf fünf Jahre. Der Pfarrer von St. Eloi und ein möglicher Kaplan werden vom Erzbischof ernannt.
Kardinal Ricard rechtfertigte seinen Entscheid in einem längeren Text für die diözesane Webseite und in einem Interview mit der katholischen Tageszeitung ‘La Croix’.
Der Kirchenfürst gestand dabei erneut, über die Gründung des Instituts am 8. September beunruhigt gewesen zu sein. Als Grund nannte er angebliche Aussagen wie „Wir haben gewonnen“, „Wir haben nichts aufgegeben“ oder „Wir werden die Retter einer Kirche in Trümmern sein“.
Mit dieser Geisteshaltung wäre ein Vertrag unmöglich gewesen.
Doch inzwischen hat Kardinal Ricard den Eindruck gewonnen, daß Pater Laguerie und die übrigen Mitglieder des Instituts gewillt sind, in voller Gemeinschaft mit Rom zu sein und sich unter seiner erzbischöflichen Autorität in das Erzbistum zu integrieren.
Auf Anregung des Priesterrates setzte der Kirchenfürst einen Arbeitskreis für den gemeinsamen Dialog ein. Dieser Kreis soll die Beziehung zwischen dem Institut und der Erzdiözese verbessern: „Verlassen wir den Weg der Polemik.“
Der Kardinal betonte, daß das Institut in seinen Gründungsstatuten eine positive Haltung gegenüber dem Zweiten Vatikanum zugesichert habe.
Im nächsten Jahr werde es vier diözesane Katechesen über die großen „Absichten“ des Zweiten Vatikanums geben. Der Kardinal bat die Priester des Instituts vom Guten Hirten, sich an den Katechesen zu beteiligen:
„Ein gegenseitiges Zuhören und respektvolles Austauschen müßte möglich sein.“
Motu Proprio zur Alten Messe
Anläßlich der Vertragsunterzeichnung beantwortete Kardinal Ricard der Zeitung ‘La Croix’ auch eine Frage zur Freigabe der Alten Messe.
Benedikt XVI. wünsche, die Versöhnung mit den Priestern und Gläubigen der Priesterbruderschaft St. Pius X. voranzutreiben.
Der Heilige Vater habe alle Elemente des Dossiers für die Freigabe der Alten Messe in seinen Händen.
Er nehme sich für eine so schwerwiegende Entscheidung Zeit.
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Dienstag, 6. Februar 2007 19:03
möchtegern-kathole: aber der Ritus …
… ist umstritten, weil er von hervorragenden Kardinälen wie Ottaviani (immerhin Kurienkardinal) und
Bischöfen wie Lefebvre, aber auch vielen anderen, öffentlich und auf heftigste kritisiert wurde.
Und weil ein Papst der Meinung ist, man dürfe den alten Ritus nicht verbieten, sondern an der Freigabe deselben arbeitet.
Und weil ein Papst der Meinung ist, man dürfe den alten Ritus nicht verbieten, sondern an der Freigabe deselben arbeitet.
Dienstag, 6. Februar 2007 18:09
Benedikt: Ritus
Die Bischofsweihe erfolgte wohl im so umstrittenen neuen Konsekrationsritus von Paul VI.
Ein Ritus ist nicht deshalb umstritten, weil irgendwelche Sedisvakantisten ihn ablehnen.
Ein Ritus ist nicht deshalb umstritten, weil irgendwelche Sedisvakantisten ihn ablehnen.
Dienstag, 6. Februar 2007 17:21
Athanasius: Weihbischof
Der Weihevater wird Erzbischof Luigi de Magistris sein, ehemaliger Mitarbeiter Kardinal Ottavianis in den 1950er und 1960er Jahren. De Magistris wurde 1952 zum Priester und 1996 zum Titularbischof von Nova geweiht. (Die Bischofsweihe erfolgte wohl im so umstrittenen neuen Konsekrationsritus von Paul VI.)
Dienstag, 6. Februar 2007 13:58
landorganist: So…
nach dem sich schonmal zwei Diskutanten über das korrekte Latein geeinigt haben
, kann man dem Projekt nur noch Gottes Segen wünschen. Das die Fundistimme aus Tradilien Gift und Galle spritzt
, zeugt nur für die Richtigkeit des Unterfangens.
Dienstag, 6. Februar 2007 13:19
Aragorn: Sirilo@Papa sanctus natürlich
Hallo Sirilo!Habs gleich sofort gemerkt, nachdem ich das Posting abgesendet hatte.
Oremus pro papa sancto et pro omnibus hominibus bonae voluntatis
jetzt müssts aber richtig sein.
Oremus pro papa sancto et pro omnibus hominibus bonae voluntatis
jetzt müssts aber richtig sein.
Dienstag, 6. Februar 2007 13:09
Stimme aus dem Tradiland: Kaum gegründet und schon ist der Wurm drinnen
Zitat: Der Kardinal betonte, daß das Institut in seinen Gründungsstatuten eine positive Haltung gegenüber
dem Zweiten Vatikanum zugesichert habe.
Positive Haltung gegenüber V2 heißt keine Kritik an Ökumenismus, interreligiösem Wahn und anderen Irrlehren von V2, „neuer Frühling“ bzw. „neues Pfingsten“ der Kirche, an der fehlenden Konzilsqualität usw.
Der Start beginnt also mit der Inhalation einer Lüge und einer Erpressung durch den Ortsbischof.
Kein guter Start und zugleich der Grund, warum derartige Entwicklungen vereinzelt bleiben werden und keine Lösung darstellen. Vor allem keinerlei Anreiz für die Lösung mit FSSPX.
Dies zum Unterschied von der gewählten guten Rechtform einer Personalpfarrei traditionellen Zuschnitts. Für derartiges gibt es meines Wissens bis dato kein Beispiel.
Der V2-Wurm kränkelt alle Ecclesia-Dei-Gemeinschaften an, sie sind sozusagen „traditionell mit beschränkter Haftung“. Als faule Früchte sind da die Unterstützung von „Addai und Mari“, „Harry Potter“ und anderen „Glanzlichtern“ zu erwähnen und das bedenkliche Schweigen zu vielen innerkirchlichen Fehlentwicklungen.
Außerdem hat außerhalb von Bordeaux und Umgebung kein Katholik etwas von dieser Entscheidung, die letztlich nur dazu dient, die FSSPX zu schwächen und anderen Überläufern einen Anreiz zu bieten.
Positive Haltung gegenüber V2 heißt keine Kritik an Ökumenismus, interreligiösem Wahn und anderen Irrlehren von V2, „neuer Frühling“ bzw. „neues Pfingsten“ der Kirche, an der fehlenden Konzilsqualität usw.
Der Start beginnt also mit der Inhalation einer Lüge und einer Erpressung durch den Ortsbischof.
Kein guter Start und zugleich der Grund, warum derartige Entwicklungen vereinzelt bleiben werden und keine Lösung darstellen. Vor allem keinerlei Anreiz für die Lösung mit FSSPX.
Dies zum Unterschied von der gewählten guten Rechtform einer Personalpfarrei traditionellen Zuschnitts. Für derartiges gibt es meines Wissens bis dato kein Beispiel.
Der V2-Wurm kränkelt alle Ecclesia-Dei-Gemeinschaften an, sie sind sozusagen „traditionell mit beschränkter Haftung“. Als faule Früchte sind da die Unterstützung von „Addai und Mari“, „Harry Potter“ und anderen „Glanzlichtern“ zu erwähnen und das bedenkliche Schweigen zu vielen innerkirchlichen Fehlentwicklungen.
Außerdem hat außerhalb von Bordeaux und Umgebung kein Katholik etwas von dieser Entscheidung, die letztlich nur dazu dient, die FSSPX zu schwächen und anderen Überläufern einen Anreiz zu bieten.
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