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Der Papst im Gefängnis + Neuer Weihbischof + Heroische Mutter + Wort zum Freitag + Ja und Nein
Der Papst im Gefängnis

Vatikan. Papst Benedikt XVI. wird am 18. März das römische Jugendgefängnis Casal del Marmo besuchen. Das ist der erste Besuch des Heiligen Vaters in einer Haftanstalt. Papst Johannes Paul II. besuchte während seines Pontifikats zweimal ein römisches Gefängnis.

Neuer Weihbischof

Deutschland. Der Vatikan gab am gestrigen Dienstag die Ernennung von Hw. Reinhard Pappenberger (48) als neuer Weihbischof für das Bistum Regensburg bekannt. Der bisherige Domkapitular war in der Diözese bislang für die Abteilung Ehe und Familie sowie Jugend- und Verbandpastoral zuständig. Mons. Pappenberger wurde 1985 zum Priester geweiht. Die Bischofsweihe findet am 25. März im Regensburger Dom statt.

Heroische Mutter

Argentinien. Der Erzbischof von Bahia Blanca, Mons. Guillermo José Garlatti, hat den Seligsprechungsprozeß für eine junge Mutter eröffnet, die Kinderabtreibung und Krebstherapien ablehnte, um das Leben ihres ungeborenen Kindes zu retten. Bahia Blanca – die weiße Bucht – liegt im Süden Argentiniens am Atlantik. Maria Perrin war Mitglied der Fokolare-Bewegung. Sie starb am 1. März 1985 28jährig an einem Krebsleiden, nachdem sie im Juli 1984 ihre Tochter Augustina geboren hatte.

Wort zum Freitag

Deutschland. Das ZDF plant künftig ein „Wort zum Freitag“ für Muslime. Nach dem Vorbild der ARD-Sendung „Wort zum Sonntag“ sollen ab Mai deutsche Kommentatoren und Imame aktuelle Themen aufgreifen und zur Diskussion anregen. Das „Wort zum Freitag“ soll vorerst nur im Online-Angebot des ZDF veröffentlicht werden. Bei positiver Resonanz ist auch eine Ausstrahlung im Fernsehen denkbar.

Ja und Nein

„Proteststürme rief er [Kardinal Wetter] hervor, als er die legale Abtreibung ungeborener Kinder mit dem Schießbefehl an der früheren DDR-Grenze und ein paar Jahre später mit dem Sexualmord an einem siebenjährigen Mädchen verglich. Dabei ist Wetter kein Fundamentalist. Gerade im Streit um den Ausstieg der katholischen Kirche aus der Schwangerenkonfliktberatung warnte er vor einem »Glaubenskrieg«. Der Kardinal war sich bewußt, daß der Ausstieg der Kirche »vermutlich zu mehr Abtreibungen« führen werde und es keinen »Königsweg« in dieser Frage gebe.“

Aus einem Artikel von ‘Spiegel online’ vom 2. Februar über den emeritierten Münchener Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter.
      
6 Lesermeinungen
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#6   frundsi   00:48:37 | Sonntag, 18. Februar 2007
koran-nur eine bibel der muslime?
Hallo, ich möchte auf folgenden Link
aufmerksam machen und hätte dabei gerne die Frage aufgeworfen, ob es sich hierbei um etwas ernstzunehmendes handelt, oder ob die katholische kirche dies ganz anders sieht:
www.ave-zentrum.org/html/christen.html
Am Rande bemerkt: Bat Ye òr, seines Zeichen Historikerin und Autorin des Buches „Der Untergang des orientalischen Christentums unter de Islam“ bezeichnet jene Religon als „den traditionellen Erzfeind“ des Christentums.
Ich sehe nach dem Geschichtsstudium und der gegenwärtigen Lage der Christen in islamischen Ländern die Sache ganz genauso.
Frage: Weshalb wird dies von der katholischen, der evangelischen, der ich immer noch angehöre, und den anderen Kirchen in Europa übehaupt NICHT reflektiert?
Vereint gegen den Atheismus verkennt die Kirche die Dynamik des Islam gewaltig. Das neue Papier der evangelischen Kirche soll nicht berücksichtigt werden,denn die Leitdoktrin ist bis heute: der islam ist eine Bruderreligion, wir beten zum gleichen Gott und haben die gleichen Propheten. Muss ich hier erwähnen, das die Kirche wirklich eine historische Gestalt eines Jesu gleichsetzt mit den Taten Mohammeds? Ich hoffe nicht.
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#5   möchtegern-kathole   19:21:41 | Mittwoch, 7. Februar 2007
@freddie
es ist nicht fundamentalismus, wenn man an der wahrheit festhält, und die wahrheit ist, dass man abtreibung nicht unterstützten darf – auch nicht durch einen lizenzschein.
es ist katholisch. Aus Sicht dieser Welt mag „katholisch“ und „fundamentalistisch“ das selbe sein, aber das ehrt die katholen.
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#4   freddie schenk   12:08:26 | Mittwoch, 7. Februar 2007
kein Königsweg
Das Haben Kardinal Wetter und Bischof Kamphaus gemein: Sie haben erkannt, dass es in der Abtreibungsfrage (leider) keinen Königsweg gibt und, dass die Diskussion um einen gangbaren Weg zu einem „Glaubenskrieg“ führen kann, weil insbesondere die Fundis unter uns beinahe vor nichts Halt machen, um ihren alleinigen Wahrheitsanspruch durchzusetzen. Die Kirche braucht mehr solcher weisen Männer (und Frauen).
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#3   stat crux   10:06:17 | Mittwoch, 7. Februar 2007
Wenn beim „Wort zum Freitag“
der Koran so lächerlich gemacht wird wie das Evangelium beim „Wort zum Sonntag“, dann könnte es bald Bomben auf das ZDF regnen.
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#2   Beobachterin   09:17:12 | Mittwoch, 7. Februar 2007
Wort zum Sonntag in der Türkei?
Das „Wort zum Freitag“ für Muslime soll eingeführt werden.
Gibt es denn auch ein „Wort zum Sonntag“ in der Türkei? Wenn nicht, was ist der Grund, daß die Türkei heute kein christliches Kernland mehr ist, was es früher einmal war?
www.islamisierung.info
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#1   athanasius1957   09:12:49 | Mittwoch, 7. Februar 2007
Wetter: Vergleich DDR-Schießbefehl-Abtreibung
Mir ging’s bei einem Vortrag Ethik in der Medizin in der PräPC-Zeit ähnlich.
Dia-Doppelprojektion: linke Seite Massengrab von Bergen-Belsen, rechts Interruptio-Reste.
Daraufhin lautes Gebrüll seitens meiner akademischen nichtdeutschsprachigen Kollegen, hier haben sich zwei Skandinavier besonders hervorgetan, es sei unzulässig mit „Nazigeschichten“ punkten zu wollen.
Meine Antwort darauf war: Wem stünde es eher zu einen Vergleich der unseligen Zeit von damals mit der heutigen zu machen als einem Deutschsprachigen.
Der Tumult wurde größer.
Ich meinte schließlich, wo war ihr Aufschrei, als in Frankreich mit der Unterschrift Où est-ce la difference? in einer Plakatserie Anfang 91/92 „Nazi-KZ“ und Kriegsgefangenenlager im ehemaligen Jugoslawien während des Krieges 91-93 verglichen worden waren.
Fritz Zorn hat dieses feige Verhalten in seinem Roman „Mars“ mit den Worten „Das kann man doch nicht vergleichen.“ beschrieben.
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