Heilige
Heiliger Mörder?
Mitte der 90er Jahre erfuhr Gérard Droniou durch Zufall, wer sein Vater war: ein Polizistenmörder, der geköpft wurde – und jetzt seliggesprochen werden soll.
Jacques Fesch
Jacques Fesch
(kreuz.net) Im Oktober 1957 starb der 27jährige Jacques Fesch in Paris unter dem Fallbeil.

Fesch hatte im Februar 1954 eine Pariser Wechselstube überfallen und versucht, den Inhaber niederzuknüppeln.

Doch dem Opfer gelang es, Alarm zu schlagen. Ein Polizist nahm die Verfolgung des Täters auf.

Der sehr kurzsichtige Fesch – der im Handgemenge seine Brille verloren hatte – richtete seinen Revolver durch die Hosentasche auf den Beamten und schoß.

Der Beamte – Witwer und Vater einer 4jährigen Tochter – wurde mitten ins Herz getroffen. Wenige Minuten später wurde Fesch verhaftet.

Jacques Fesch war kein Berufskrimineller und stammte aus sehr gutem Haus.

Sein Vater war ein belgischer Bankier und Künstler aus der Familie von Kardinal Joseph Fesch († 1839).

Mörder und Mystiker
Mörder und Mystiker
Der Kardinal war Sohn eines Schweizer Offiziers im Dienst von Genua und der Großmutter mütterlicherseits von Napoleon Bonaparte.

Jacques Fesch wollte seinem familiären Umfeld entkommen und wollte ein Segelboot kaufen. Da die Eltern die finanzielle Unterstützung für ihn gestrichen hatten, plante er den fatalen Überfall in Paris.

Den Mord an dem Polizisten hatte er nicht vorgesehen. Die Bluttat geschah vielmehr in einem Augenblick der Panik.

Während seines Gefängnisaufenthaltes ändert Fesch sein Leben radikal. Er wurde zutiefst fromm und bereute sein Verbrechen bitterlich.

Er wurde ein Mystiker und Autor geistlicher Schriften.

Am 6. April 1957 wurde er vom Geschworenengericht Seine zum Tode verurteilt.

Trotz des persönlichen Wandels des Verurteilten weigerte sich der französische Staatspräsident, ihn zu begnadigen: Er würde mit diesem Schritt das Leben aller anderen Polizisten in Gefahr bringen.

Fesch nahm das Todesurteil fast gelassen hin. Im Notizbuch seiner letzten Tage, schrieb er, er habe „eine Stimme gehört, die nicht von dieser Welt war, und sie sagte mir: Du wirst die Gnade deines Todes erfahren“.

Seine Briefe aus dem Gefängnis wurden von seinem damaligen Anwalt erst mit Erstaunen und dann mit Ergriffenheit gelesen.

„Darin erkennt man die Güte Gottes“ – schreibt Fesch: „Er verspricht mir trotz meiner Sünden nicht nur ewige Seligkeit, sondern nimmt mich bei der Hand mit der ganzen Zärtlichkeit und Güte des Vaters, der seine Kinder liebt.“

„Es ist nicht Seine Gerechtigkeit, die mich verurteilt, sondern der Haß der Welt. Ich muß stärker sein als dieser Haß, ich muß ihn durch die Liebe überwinden.“

Fesch bekannte sich auch zu seinem unehelichen Sohn: „Hiermit bekräftige ich meinen Willen, meinen Sohn Gérard anzuerkennen“, schrieb er:

„Wenn er vor dem Gesetz mein Sohn nicht sein kann, dann ist er doch mein Fleisch und sein Name ist in meinem Herzen.“

Jacques Fesch erwartete seinen Henker fast mit Ungeduld:

„Nur noch fünf Stunden zu leben“ – lautet die letzte Eintragung in seinem Carnet: „In fünf Stunden werde ich Jesus sehen.“

Vor seiner Enthauptung bat der Verurteilte den ihn begleitenden Priester um ein Kruzifix. Er küßte es und legte seinen Kopf in die Mulde.

Am 1. Oktober 1957 wurde Fesch im Hof des Gefängnisses La Santé in Paris durch den Henker André Obrecht († 1985) enthauptet.

Im Dezember 1993 eröffnete der damalige Erzbischof von Paris, Jean-Marie Kardinal Lustiger, die Voruntersuchung zur Seligsprechung von Jacques Fesch.

"AssaSaint" - von Gilbert Collard
„AssaSaint“ – von Gilbert Collard
Über den bekehrten Polizistenmörder gibt es auch ein Theaterstück mit dem Titel „AssaSaint“. Der Name ist ein Wortspiel mit den französischen Wörtern für „Mörder“ und „Heiliger“.

Der Autor ist Gilbert Collard, ein prominenter Strafverteidiger.

Erst Mitte der 90er Jahre erfuhr sein unehelicher Sohn Gérard von der Identität seines Vaters. Gérard war seiner Mutter schon früh weggenommen worden und wuchs unter staatlicher Obhut auf.

Die Tochter des erschossenen Polizisten ist Anwältin geworden.

Sie hat nie öffentlich über ihren Vater und seinen Mörder gesprochen.

Kardinal Lustiger empfing sie einmal zu einem Gespräch.
      
29 Lesermeinungen
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#29   Bokrug †   21:43:57 | Sonntag, 9. September 2007
@thaumaturgos
@thaumaturgos:
<<<lustiger, emer. eb von parisist eindeutig getaufter jude, aber wie sagt paulus: dann gibt es nicht mehr juden noch griechen, noch sklaven noch freie
aber das dürfte euch schismaten von hetz net wenig kümmer
antisemitisches poack gibt es immer …<<<
Das alte Gottesvolk ist zum Neuen Gottesvolk geworden…Israel Segen ging auf das neue Israel, die Kirche Christi über.
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#28   Ludwig   21:35:10 | Sonntag, 9. September 2007
oh Ihr Scheinheiligen
Jacques Fesch hat seinen weg zu Ende gebracht und zum Schuss als Sieger den guten Kampf gewonnen. Er hat seine hat bereut sich mit Gott und der Welt versöhnt und hat ein Zeichen gesetzt dass es n i e zu spät zu Gott zurück zu kommen. Denn die Gnade Gotte ist so gross wie seine Bamherzigkeit. Dies will Gott uns durch die Seligsprechung zeigen. Warum berufen sich gewisse Leser so auf die Gerechtigkeit Gottes? Wissen Sie nicht das dies ein gefährliches Spiel ist? Denn es ist furchtbar dem gerechten Gott ausgeliefert zu sein. Nur durch die unendliche Bamherzigkeit Gottes haben wir die Chance erlöst = heilig zu werden. Bedingt duch seine Haft – drei Jahre Einzelhaft – hat wie ein Kartheusermönch gelebt in Einsamkeit, Demut und Gottssuche und in der Versenkung in Gott.
Wie können wir es im übrigen wagen Gott vorzuschreiben wer ist würdig und wer ist nicht würdig? Wir sollten bedenken dass der erste der ins Paradies kam – als Mensch denn Christos war ist und wird immer Gott sein- ein Räuber, Dieb und Mörder war. Im übrigen wenn wir schon einen Heiligen Karl vom Giftgas haben dann können wir auch einen Seligen Mörder haben.
Beten wir aber auch für die die das Todesurteil gesprochen, die Begnadigung abgelehnt und das Urteil vollzogen haben dass Gott der Herr sich Ihrer erbarmt und Ihnen gnädiger ist und war als sie in Ihrem Leben. Möge auch hier der selige Jacques Fesch Fürbitte bei Gott einlegen.
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#27   Ludwig   21:34:13 | Sonntag, 9. September 2007
oh Ihr Scheinheiligen
Jacques Fesch hat seinen weg zu Ende gebracht und zum Schuss als Sieger den guten Kampf gewonnen. Er hat seine hat bereut sich mit Gott und der Welt versöhnt und hat ein Zeichen gesetzt dass es n i e zu spät zu Gott zurück zu kommen. Denn die Gnade Gotte ist so gross wie seine Bamherzigkeit. Dies will Gott uns durch die Seligsprechung zeigen. Warum berufen sich gewisse Leser so auf die Gerechtigkeit Gottes? Wissen Sie nicht das dies ein gefährliches Spiel ist? Denn es ist furchtbar dem gerechten Gott ausgeliefert zu sein. Nur durch die unendliche Bamherzigkeit Gottes haben wir die Chance erlöst = heilig zu werden. Bedingt duch seine Haft – drei Jahre Einzelhaft – hat wie ein Kartheusermönch gelebt in Einsamkeit, Demut und Gottssuche und in der Versenkung in Gott.
Wie können wir es im übrigen wagen Gott vorzuschreiben wer ist würdig und wer ist nicht würdig? Wir sollten bedenken dass der erste der ins Paradies kam – als Mensch denn Christos war ist und wird immer Gott sein- ein Räuber, Dieb und Mörder war. Im übrigen wenn wir schon einen Heiligen Karl vom Giftgas haben dann können wir auch einen Seligen Mörder haben.
Beten wir aber auch für die die das Todesurteil gesprochen, die Begnadigung abgelehnt und das Urteil vollzogen haben dass Gott der Herr sich Ihrer erbarmt und Ihnen gnädiger ist und war als sie in Ihrem Leben. Möge auch hier der selige Jacques Fesch Fürbitte bei Gott einlegen.
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#26   Benedikt   22:26:36 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@ Perpetua
Deflationierung“ der wahrhaftigen Heiligsprechungen – wie sie zu Zeiten erfolgten als der Vatikan noch katholisch war – zu bewirken. Damit würden (werden) dann die heilige Muttergottes Maria oder die heiligen Apostel beispeilsweise dem Fesch gleichgesetzt.
Wann war nochmal die Heiligsprechung der Apostel?
Außerdem haben Sie vergessen, Heiligsprechungen in Anführungszeichen zu setzen, passen Sie auf, dass der Lingen Sie jetzt nicht exkommuniziert.
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#25   Perpetua   22:22:29 | Donnerstag, 8. Februar 2007
rolf34
Die von der Konzilssekte (gemeint ist hier die Sekte, die sich seit nach dem II. Vatikanum immer noch „katholische Kirche“ nennt) mehr als zwielichtigen (bereits erfolgten und noch geplanten) Heiligsprechungen, werden und sollen doch letztendlich dazu führen, in den Köpfen der unkritischen oder längst umgedrehten Gehirnen der Gläubigen eine „Deflationierung“ der wahrhaftigen Heiligsprechungen – wie sie zu Zeiten erfolgten als der Vatikan noch katholisch war – zu bewirken. Damit würden (werden) dann die heilige Muttergottes Maria oder die heiligen Apostel beispeilsweise dem Fesch gleichgesetzt.
Das ist – kurzgesagt – das Ziel von Marranen (Judaisierern der wahren katholischen Kirche) wie z. B. Lustiger.
Dies wollte ich eigentlich mit meinem Beitrag ausdrücken.
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#24   stephan   17:31:52 | Donnerstag, 8. Februar 2007
für alle die meinen sich in diesem Fall positionieren zu müssen
Mt. 20, 1-16
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#23   rolf34   14:21:50 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@perpetua
und genau darum ist ein großer Unterschied zwischen dem hier genannten Mörder und dem Apostel Paulus. Oaulus ist es zu verdanken, dass die damaligen Heindenchristen sich von dem Judentum losgelöst haben. Die christliche Kirche, wie sie existiert ist maßgeblich von Paulus geprägt worden. Außerdem starb er einen Märtyrertod für seinen Glauben.
Der Mörder hier ist wegen seines Mordes getötet worden. Zum Glauben hat er lediglich für sich selbt gefunden. Also quasi ohne „Außenwirkung“. Was sollte sojemand für ein Beispiel für andere Menschen sein? Gut, er ist bekehrt worden… Aber das reicht nicht für eine Seligsprechung oder gar mehr…
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#22   Fidei Defensor   00:22:07 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Vekehrte Welt
Wie kann man sojemanden seligsprechen?
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#21   Perpetua   17:40:46 | Mittwoch, 7. Februar 2007
thaumaturgos
Lesen Sie doch man „Die ständige Anweisung der Alta Vendita – Ein freimaurerischer Plan für den Umsturz in der katholischen Kirche“ von John Vennari. Nicht allein nur hier, sondern auch in zahlreichen anderen Schriften kann man sehr gut ermessen wie weit die Judaisierung der von Jesus Christus gegründeten katholischen Kirche fortgeschritten ist.
Warum wird denn z. B. in der neuen Messe (seit dem II. vat. Konzil nicht mehr für die Bekehrung für die Juden gebetet … und und und). Antisemitismus ist doch gerade, nicht für die Bekehrung der Juden zu beten!!!
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#20   Benedikt   11:41:23 | Mittwoch, 7. Februar 2007
@ rolf34
Die Gnade des Hl. Paulus liegt nicht in seiner Lehrfunktion, sondern in seiner Umkehr. Die Umkehr wird vom Menschen gefordert, das geht aus dem Evangelium klar hervor. Was er danach für die Kirche leistet, das hängt von seinen Fähigkeiten ab – und von seiner verbleibenden Lebensspanne, die im vorliegenden Fall ziemlichn kurz war.
Außerdem ist das Beispiel des Hl. Paulus bemerkenswert für die Gesinnung der Christen damals. Sie akzeptierten Paulus als Apostel, obwohl dieser nicht ganz unwahrscheinlicherweise für den Tod nahestehender Gemeindemitglieder verantwortlich war.
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#19   wolfgang e.   10:54:47 | Mittwoch, 7. Februar 2007
Perpetua, du perpetuierst Dich
Nach eigenen Angaben waren die Apostel Petrus, Paulus, Andreas, Johannes, Jakobus d. Ä., Judas Taddäus, Jakobus d. J., Thomas, Matthäus, u.a. Juden und Christen!!!
Diese Ketzer!
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#18   thaumaturgos   08:54:13 | Mittwoch, 7. Februar 2007
lustiger, emer. eb von paris
ist eindeutig getaufter jude, aber wie sagt paulus: dann gibt es nicht mehr juden noch griechen, noch sklaven noch freie
aber das dürfte euch schismaten von hetz net wenig kümmer
antisemitisches poack gibt es immer …
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#17   Perpetua   23:52:56 | Dienstag, 6. Februar 2007
Kardinal Lustiger, Erzbischof von Paris, ist nach eigenen Angaben sogar Doppelmitglied:
bei der jüdischen Religion ebenso wie in der katholischen Kirche! Er hat jüdische Eltern und bezeichnet sich selbst als Juden.
„ …Einer jener zwielichtigen Figuren, die dem Paneuropa-Bischof Josef Stimpfle in einer Festschrift zum 75. Geburtstag gratulierten, war Jean Marie Aaron Lustiger … „
Entnommen und gekürzt aus, und ausführlich nachzulesen in:
„Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit – Ein Dokument des II. Vatikamuns und seine Folgen“
und
„Der Vertrag von Maastricht – Endlösung für Europa“
…ww.verlag-anton-schmid.de www.kreuz.net/
Anmerkung: Außerdem ist die Inflation der Heiligsprechung seit dem II. Vat. Konzil ist in vollem Gange.
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#16   stephan   20:42:43 | Dienstag, 6. Februar 2007
Nur mal zwei Fragen an die Anwesenden
Meine erste Frage wäre die, warum für die Seligsprechung ein Wunder notwendig sein sollte. Ich dachte immer, das braucht man nur für die Heiligsprechung. Ich laß mich da aber gerne eines besseren belehren. Vielleicht kommt die hier gestellte Frage nach dem Wunder aber auch aus der irreführenden Überschrift des Artikels.
Meine zweite Frage an die Anwesenden: Ist es nicht eigentlich so, daß man als Seliger bzw. Heiliger erkannt wird? Ich halte das für einen gewaltigen Unterschied – erkannt oder ernannt.
Ansonsten enthält der Artikel zu wenige Informationen um sich ablehnend oder zustimmend zur geplanten Seligsprechung äußern zu können. Bei einigen ablehnenden Kommentaren scheint mir fast sowas wie der Neid der zu kurz gekommenen („viele Leute leben fromm“) mitzuschwingen. Und daß das Seligsprechungsverfahren für Dollfuß seit Ewigkeiten ruht sollte man doch bitte hier nicht einführen, es hat weder mit dem vorliegenden Fall zu tun, noch lassen sich die Fälle vergleichen, noch ist es die Schuld der französischen Bischöfe. Vielleicht ist aber die Ablehnung hier im +net auch deshalb so stark, weil die „Mystiker“ beim gemeinen Kirchenvolk noch nie besonders gut angesehen waren.
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#15   rolf34   17:17:14 | Dienstag, 6. Februar 2007
@benedikt
Paulus hat wichtige Theologen der Christentumsgeschichte maßgebend beeinflusst. Seine Verkündigung Jesu Christi prägt das Christentum bis heute.
Der Mörder hat das nicht getan. Ich denke eher, dass er im Angesicht der kommenden Todesstrafe über sein Leben und den Tod nachgedacht hat. Die Zeit dazu hatte er ja. Vielleicht hatte er Angst davor, tatsächlich sich mal für seine Sünden rechtfertigen zu müssen.
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#14   Athanasius   17:04:08 | Dienstag, 6. Februar 2007
Heiligen
Heiliger Dismas, bitte für uns. Noch ein Mörder.
Aber im Unterschied zum Hl. Dismas, dem Rauber und Mörder der neben dem Herrn gekreuzigt wurde, ist dieser Franzose bedenklich in seinen Aussagen. Sagen, daß man sicher in den Himmel kommt und Jesus schauen wird, sind nicht völlig korrekt. Denn keiner hat die Heilssicherheit de fide, nur die Heilshoffnung.
Ich weiss nicht was davon zu halten. Ich denke man sollte den bekehrten Sünder darlassen, für ihn beten (er hat bestimmt viel im Fegefeuer auszubüßen wenn er der Hölle durch Christi Blut entrissen wurde), und Hoffnung für seine Seele haben, da er mit Sakramenten und Glauben verstorben ist. Großartig heilig ist es aber nicht.
Übrigens sind diese Bekehrung öfters bei zum Tode verurteilten festzustellen und eine außergewöhnliche Gnade Gottes.
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#13   Hypatia   16:41:01 | Dienstag, 6. Februar 2007
@ Benedikt
Wohl eher nicht…
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#12   Benedikt   16:34:17 | Dienstag, 6. Februar 2007
Ich frage mich…
…ob hier einige schon mal von Paulus alias Saulus gehört haben.
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#11   rolf34   15:08:15 | Dienstag, 6. Februar 2007
@wolfgang
Ja, den gab es… Aber ist der dann selig oder heilig gesprochen worden? Ich glaube nicht. Außerdem bedarf es wie schon erwähnt wurde, eines Wunders.
Wo soll das sein? Der Bericht lässt das leider offen.
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#10   wolfgang e.   15:04:02 | Dienstag, 6. Februar 2007
Gab es da nicht auch einmal einen Verbrecher,
der sich erst wenige Minuten vor seinem Tod, bereits am Kreuz hängend, bekehrt hat, und dem von Christus daraufhin das Paradies versprochen wurde?
Es gibt hunderte Heiliggesprochene Priester, und das ist auch gut so.
Menschen werden nicht nur desswegen heiliggesprochen, weil sie tatsächlich Heilige sind, sondern auch, ihr Weg zur Heiligkeit uns als Vorbild dienen soll.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Heiligsprechung eines Ehebrechers und Mörders, der sich bekehrt hat, ein Vorbild sein kann für die vielen Menschen, die an der Last ihrer Schuld zu verzweifeln drohen.
Die Botschaft dieses Heiligen wäre dann: Es ist nie zu spät für eine Bekehrung!
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#9   wickerl   14:56:15 | Dienstag, 6. Februar 2007
Fesch
Die gute Familie Fesch muss auch sehr am Hund gewesen sein, wenn sie sich um den Sohn des Delinquenten nie gekümmert hat, der erfuhr erst 1995 von seiner Identität, und hat meines Erachtens eher unpassend sich den Namen Fesch erkämpft.
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#8   rolf34   14:50:28 | Dienstag, 6. Februar 2007
selig
Gottes Barmherzigkeit ist für uns absolut unvorstellbar – dto. seine Gerechtigkeit!
Ich frage mich, wie wohl die Tochter des getöteten Polizisten Gottes Barmherzigkeit und Gerechtigkeit erfahren hat… als Weisenkind?
Wie schon gesagt, jeder Pfarrer um die Ecke glaubt zu tiefst an Gott und seine Barmherzigkeit und bemüht sich sicherlich nach seinen Geboten zu leben und zu handeln – wird aber vermutlich dennoch nicht selig gesprochen.
Wieso sollte es dann jemand werden, der in drei Jahren Gefängnis vermutlich ehrlich bereut, aber an sonsten sicher nicht viel geleistet hat, was eine Seligsprechung rechtfertigen könnte?
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#7   r.ruhrgebietler   14:28:50 | Dienstag, 6. Februar 2007
@Stimme aus dem Tradiland – wer sind wir, dies zu beurteilen?
Ob der Verstorbene im Himmel ist oder anderswoweiß man nicht.
stimmt – beten für seine Seelenrettung dürfen wir auf jeden Fall!
Auf keinen Fall ist er der Ehre der Altäre würdig, auch wenn er sich völlig bekehrt haben sollte.
Gottes Barmherzigkeit ist für uns absolut unvorstellbar – dto. seine Gerechtigkeit! Für mich blieb in diesem Beitrag die Frage offen, worauf dieses Ansinnen der Seeligsprechung fußt!
Nehmen wir Augustinus: er war nach heutiger Vorstellung ein echter Lebemann, hatte mind. ein Kind und bekehrte sich ganz zu Jesus Christus und Gott – welch’ ein Kirchenlehrer er wurde… Wer ist aber auf Augustinus gekommen und das er schließlich sogar ein Heiliger wurde?!?!?
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#6   wolfgang e.   14:22:02 | Dienstag, 6. Februar 2007
Liebe Vorredner!
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie erinnert Ihr mich alle an den älteren Bruder des verlorenen Sohnes…
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#5   wickerl   14:12:40 | Dienstag, 6. Februar 2007
Inflation
Bei einer Heiligsprechung sollte man das ganze Leben betrachten und die Sünden keinesfalls außer Acht lassen. Dass man sich unter dem Eindruck eines Todesurteiles bessert ist kein besonders erwähnenswerter Umstand.
Ich glaube auch dass der Umstand dass Papst Johannes Paul II. nicht selig gesprochen werden kann weil er in Asissi eine Buddhafigur auf einen Tabernakel gestellt haben soll.
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#4   semper reformandus   14:06:25 | Dienstag, 6. Februar 2007
4 Fragen
1. Zur Schuld: Er schoss, ohne dies vorher geplant zu haben. Wieso hatte er dann eine Waffe dabei? Wieso schoss er nicht in die Luft, sondern – Sehschwäche hin oder her – in Richtung des Polizeibeamten?
2. Zur Bekehrung: Wenn er seiner Enthauptung so freudig entgegensah – wieso lief dann überhaupt ein Begnadigungsverfahren?
3. Zum Seligsprechungsverfahren: Gab es ein Wunder?
4. Theologisch: Ist diese Entscheidung unfehlbar?
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#3   Sulpicius   13:55:59 | Dienstag, 6. Februar 2007
Verrückt
Justiz als Ausdruck des „Hasses der Welt“??? Komischer potentiell Heiliger! Na ja, Kardinal Lustiger: das sagt ja schon alles!
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#2   Stimme aus dem Tradiland   13:52:50 | Dienstag, 6. Februar 2007
Ob der Verstorbene im Himmel ist oder anderswo
weiß man nicht.
Auf keinen Fall ist er der Ehre der Altäre würdig, auch wenn er sich völlig bekehrt haben sollte.
Wenn ich das vergleiche mit Engelbert Dollfuß, dann sieht man die Perversion des Ganzen. Letzterem werden Todesurteile zur Last gelegt, die er gar nicht gefällt hat und für deren Begnadigung er nicht zuständig war, während ersterer einen Raubmord begangen hat.
Da Dollfuß am Königtum Christi festhielt, also eine christliche Gesellschaftsordnung wollte, wird sein Seligsprechungsverfahren nicht einmal eingeleitet, während bei einem bekehrten Polizisten-(Raub-)mörder – ohne gesellschaftspolitischen Hintergrund – ein Seligsprechungsverfahren durchgeführt wird.
Bedenken habe ich auch wegen der im Artikel auszugsweise wiedergegebenen Schriften, in denen der Betreffende von „Haß“ spricht. Die Verhängung und Durchführung einer Todesstrafe gegen einen Polizistenmörder bedarf keineswegs des Hasses, ebensowenig die Ablehnung einer Begnadigung. Echt verrückt das Ganze!
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#1   rolf34   13:10:35 | Dienstag, 6. Februar 2007
wie heilig
kann schon jemand in drei Jahren Gefängnis werden??? Andere Menschen leben ihr ganzes Leben lang fromm und töten keine Menschen.
Eine Seligsprechung sollte wohl eher aus dem Grund erfolgen, dass jemand etwas Gutes für andere Menschen getan hat und nicht plötzlich selbst religiös geworden ist. Für ihn mag das eine gute Sache sein, wenn er dann seinen Frieden gefunden hat, aber dabei sollte es dann auch bleiben.
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