Die einzige Herrschaft + Bischof im Visier + Eine Schwalbe? + „Wir tun so, als ob wir etwas tun!“ + Herr Drewermann?
Die einzige Herrschaft
Vatikan. Benedikt XVI. sprach in seiner gestrigen Generalaudienz über das Ehepaar
Priszilla und Aquila, die in der Apostelgeschichte erwähnt sind. Es sei ganz natürlich gewesen, daß
sie sich für die Kirche und in der Kirche eingesetzt hätten. Ihr Beispiel diene den christlichen Ehepaaren
bis heute. Das Glaubensleben in der Familie müsse sich um die einzige Herrschaft Jesu Christi drehen.
Bischof im Visier
Deutschland. Am kommenden Samstag wollen einige Protestierende vor dem Regensburger
Dom gegen den konservativen Hausherrn, Bischof Gerhard Ludwig Müller, demonstrieren. Das berichtete ein
Lokalradio. Grund für den Protest sind die von Mons. Müller bereits im Jahr 2005 durchgeführten diözesanen
Strukturänderungen. Es werden auch Demonstranten aus Augsburg und Eichstätt erwartet.
Eine Schwalbe?
Niederlande. In den Niederlanden haben Christdemokraten, Sozialdemokraten und die kleine Partei ‘Christliche
Union’ eine Mitte-Links-Koalition gebildet. Bei den Koalitionsverhandlungen mußten die beiden großen
Abtreibungsparteien der kleinen ‘Christlichen Union’ geringe Zugeständnisse machen. Sie akzeptierten,
mehr in die Palliativmedizin und in die ergebnisoffene Beratung abtreibungsgefährdeter Mütter zu investieren.
Zudem soll den Müttern vor der Abtreibung ihrer Kinder eine verpflichtende Bedenkphase eingeräumt werden.
„Wir tun so, als ob wir etwas tun!“
Deutschland. Rupert Neudeck bezeichnet den Einsatz von Bundeswehr-Tornados
in Afghanistan vor dem Kölner domradio als „gründlich falsch“: „Wir tun so, als ob wir etwas tun!“ Das
Geld solle besser für die Infrastruktur eingesetzt werden. Neudeck erinnerte an die immensen Kosten des
Einsatzes von 35 Millionen Euro pro Halbjahr. Diese kommen zu den 500 Millionen Euro als Stationierungskosten
für die Bundeswehr in Afghanistan hinzu. Gleichzeitig verweigere die Bundesregierung eine Aufstockung
der Entwicklungshilfe für das Land. Diese beträgt jährlich gerade mal 60 Millionen Euro.
Herr Drewermann?
„Witze über Kardinal Meisner findet auch Kardinal Meisner lustig, wenn sie von seinem »Angestellten«
Willibert Pauels kommen. Zumindest hat der Erzbischof im Publikum deutlich gelacht, als der büttenredende
Diakon alias Bergische Jung bei der Benefiz-Sitzung Kölsche Jecke för uns Pänz in Rio über ihn scherzte.
In dem Gag spricht Meisners Friseur ihn ohne Unterlaß mit »Herr Drewermann« (der Kirchenkritiker) an,
worauf Seiner Eminenz schließlich der Kragen platzt. »Ich heiße nicht Drewermann!« Darauf der Friseur:
»Ich weiß, Herr Kardinal. Aber dann stehen Ihnen immer so schön die Haare zu Berge!«“
Aus der Online-Ausgabe
der Tageszeitung ‘Kölner Stadt-Anzeiger’ vom 7. Februar 2007.
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16 Lesermeinungen
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Thaumoturgos: zum angeblichen Schisma der FSSPX Rom weiss schon, warum es den für einen Erzbischof vorgeschriebenen
Kanonischen Prozess und von Lefebvre verlangtes Verfahren nicht zugelassen hat, weil es dasselbe nicht
hätte in seinem Sinne abschliessen können und in der jetzigen Situation immer irgendwelche Supergescheite
die „Schisma-und Exkommunikations-Keule“ schwingen können, um Gläubige von der Bruderschaft fernzuhalten.
Wie praktisch und wie infam; nicht wahr ? Natürlich typisch für das „Heilige Rom“ eines JoPa II, „des
Grossen“ !!!
#15 Timotheus 23:25:00 | Donnerstag, 8. Februar 2007
„Stimme der Vernunft“ hat zumindest die Kirchengeschichte auf seiner Seite, denn in der Tat beginnt jedes
Schisma mit einem schismatischen Akt. Bestes Beispiel ist 1054. Die Exkommunikationsbulle des Kardinallegaten
Humbert exkommunizierte nur Patriarch Kerullarios, Erzbischof Leon von Achrida und den Sakellarios Konstaninos
bzw. sein Gefolge! Diese Festellung ist wichtig, da die byzanntinische Kirche nicht exkommuniziert wurde,
ebenso wenig, die anderen Suffraganbistümer oder gar andere autokephale Kirchenverbände. Ebenso wenig
exkommunizierte der Patriarch nicht den Papst, denn der Stuhl war vakant, oder die römische bzw. die
gesamte lateinische Kirche, sondern nur alljene, die an der Ausarbeitung der Bannbulle des päpstliche
Delegaten beteiligt waren. Selbst Papst Viktor II (1055-1057) kannte noch kein offizielles Schisma, dennoch
war dieser schismatische Akt, der Beginn der klaren Spaltung (auch in der Ekklesiologie) zwischen Ost-
und Westkirche. Und genau dieses Phänomen haben wir bei der FSSPX auch, ein schismatischer Akt illegitimer,
gültiger Bischofsweihen, die alle beteiligten Konsekratoren und Geweihte exkommuniziert, aber nicht das
gesamte „kirchliche“ System der Piusbruderschaft, obwohl sie kanonische längst aufgehoben war. Die grosse
Frage ist was kommt? Schisma oder Union? Wenn Schisma, dann ist es in der Tat legitim den Akt Lefebvres
als Beginn des selbigen zu bezeichnen. Und nicht nur als ungeklärte Position halb in -und ausserhalb
der röimschen Kirche.
–---------------- @ Thaumaturgos – Verzeihung für das „r“, war unbeabsichtigt @ Stimme der Vernunft –
fragen Sie doch einfach mal in Rom an, schriftlich natürlich, und Sie werden den kleinen Unterschied
in Erfahrung bringen können! Mir geht es hier nicht darum, ob mir persönlich die Priesterbruderschaft
zusagt oder nicht, sondern um den Sachverhalt. Ihnen scheint die persönliche Abneigung gegen dieselbe
näher zu stehen. Ihnen Gottes Segen und ein weites Herz, wie auch den Priestern und Gläubigen von P
X.
#12 Benedikt 17:41:38 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Neudeck Ui, tolle Rechnung von Hrn. Neudeck. Was glaubt er eigentlich, wo die 60 Mio Entwicklungshilfe
landen würden, wäre die Nato nicht da? Ganz zu schweigen davon, dass die afghanische Regierung dann
kein eigenes Konto hätte – so etwas braucht man auf dem Friedhof nicht mehr. Die Arbeit der Soldaten
ist zudem ebenfalls zu einem Gutteil wenigestens im Norden Entwicklungshilfe, so dass die tatsächlichen
Aufwendungen für Entwicklungshilfe wesentlich höher sind.
Schisma Schisma – Schismatischer Akt Was ist bitteschön ein Schisma? Wird das irgendwie amtlich von der
vatikanischen Kongregation für die Feststellung von Schismen festgestellt, damit es eines ist? Ein Schisma
ist eine Entwicklung, genauer eine Auseinanderentwicklung, und die wird durch einen schismatischen Akt
gestartet. Da Lefebvre einen Schismatischen Akt begangen hat, befinden sich die Piusbrüder im Schisma,
solange bis sie den schismatischen Akt bereuen und zur Kirche zurückkehren. So einfach ist das.
#9 thaumaturgos 15:16:38 | Donnerstag, 8. Februar 2007
also doch, sogar der grenzwertige kardinal sagt das … Erzbischof Lefèbvre hat mit der unerlaubten Bischofsweihe
eine schismatische Handlung vollzogen. Daher sind die von ihm geweihten Bischöfe suspendiert und exkommuniziert.
Die Priester und Gläubigen der Bruderschaft sind nicht exkommuniziert … … von schismatikern war die
rede, nie von häresien … auch wenns schisma wohl eine ist
@ Bischof Müller Mal abwarten, wie lange seine Exzellenz noch Bischof in Regensburg bleibt. München
ist vakant und jetzt wurde ziemlich überraschend ein Weihbischof für Regensburg ernannt. Soweit ich
weiß, wollte der Bischof von Regensburg bisher keinen Weihbischof, da wie er sagte, er Priester in den
Pfarren benötige. Ich vermute er wird bald auf den Bischofstuhl vom Erzbistum München berufen werden
als Zwischenstation auf dem Weg nach Rom. Wäre allerdings schade für die Regensburger, jetzt wo er ein
bisserl aufgeräumt hat, was kommt dann? Nur eines finde ich bedauernswert, dass er sich so gegen die
Indultmesse sträubt.
Auf dem Boden des Zweiten vatikanischen Konzils! www.kath.net/detail.php?id=15897 Schreiben der Glaubenskongregation
vom 27.1.2007: „Dabei berichteten Sie selbst von der Reform, die Sie im Bistum Regensburg durchgeführt
haben, um die diözesanen Regelungen voll und ganz mit den Anforderungen der Ekklesiologie des II. Vatikanischen
Konzils und den Bestimmungen des Codex Iuris Canonici von 1983 in Einklang zu bringen. Für Ihren Einsatz
in dieser Sache ist Ihnen die Glaubenskongregation sehr dankbar. Zugleich möchte ich Sie darum bitten,
Ihre Erfahrungen auf Ebene der bischöflichen Gremien in einer Weise in die Diskussion einzubringen, die
eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Sakramentalität der Kirche und den daraus sich ergebenden pastoralen
Konsequenzen fördert, gerade auch im Blick auf das traditionsreiche System des deutschen Laienkatholizismus.“
Es geht ab. :)3 Jetzt treffen sich also die Konzilsgegner von links, um gegen den Bischof zu demonstrieren,
aber mit Zwobbel halte ich dagegen: Lupos ovium in pelle Vincimus Rosario.
#4 Laurentius2 09:01:10 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@Zwobbel Prima Idee ! Leider kann ich aus terminlichen Gründen nicht dabei sein. Werde mich mit einem
Rosenkranz beteiligen. Seine Eminenz muß noch viel härter gegen die 68er vorgehen … Es ist ein Kampf
um das Überleben des katholischen unverkürzten Glaubens gegen das 68er aggiornamento, das letztlich
nur aus einem Nachplappern Küngscher Zeitgeist-Anpassungs- und Selbstaufgabeformeln besteht ! Die „katholischen“
Sowjets sind dafür ein nützliches Vehikel.
Heilige Jungfrau Maria, bitte stärke den Bischof von Regensburg! Am kommenden Samstag wollen einige Protestierende
vor dem Regensburger Dom gegen den konservativen Hausherrn, Bischof Gerhard Ludwig Müller, demonstrieren.
Das berichtete ein Lokalradio. Grund für den Protest sind die von Mons. Müller bereits im Jahr 2005
durchgeführten diözesanen Strukturänderungen. Es werden auch Demonstranten aus Augsburg und Eichstätt
erwartet. Die papst- und glaubenstreuen Katholiken sollten sich da einfinden und zum Schutz des Bischofs
einen „Rosenkranz“ (physisch und durch entsprechendes Gebet) um Bischof Müller bilden. Dann wird sich
schnell zeigen wer da wirklich gläubige Kirche ist und wer nur „klugscheinender Berufskatholik“.