Alte Messe
Nostalgische Rückzugsgefechte
Zu einem Aufstand der „Konzilsgeneration“ rief kürzlich die Zeitschrift ‘Gottesdienst’ auf. Ob jemand von den Angegrauten den Schlachtruf noch hören wird? Ein Kommentar.
Morgenmesse im Linzer Priesterseminar
Morgenmesse im Linzer Priesterseminar
(kreuz.net) Die vom ‘Deutschen Liturgischen Institut’ in Trier publizierte Zeitschrift ‘Gottesdienst’ bläst zur Gegenrevolution.

Einen entsprechenden Aufruf veröffentlichte der Redaktor der Zeitschrift, Eduard Nagel, am 26. Januar 2007.

Nagel nimmt dabei seinen Ausgangspunkt von Berichten über die endgültige Entfernung des sogenannten Volksaltars aus einer Wiener Kirche:

„Triumphierend wird da verkündet: Versus populum ist out!“

Auch in Rom hört Nagel die Brandung der Revolution.

Dort würden „gewisse Kreise“, unterstützt durch „bestimmte Medien“, massiv Sturm für die generelle Wiederzulassung des „Ritus von 1962“ laufen.

Es werde so der Eindruck erweckt, daß es in der heutigen Kirche nichts Wichtigeres als diesen Schritt gebe:

„Als Begleitmusik in den betreffenden Medien ist dazu zu hören: Die Liturgiereform ist gescheitert.“

Der Redaktor wirft einen sentimentalen Blick in eine verklärte Vergangenheit und appelliert an die „Generation Konzil“ – „die aus biologischen Gründen allmählich abtritt“ – „gegen all diese Machenschaften“ noch einmal aufzustehen.

Nagel gesteht ein, daß „so manches noch nicht erreicht ist, was die Väter des Konzils zusammen mit Gottes ganzem heiligem Volk damals von dieser Reform erhofften“.

Schade, daß Nagel nicht mitteilt, welche „Saat des Konzils“ noch nicht aufgegangen ist.

Statt dessen fordert er die Konzilspensionisten auf, ihr Gewissen zu erforschen, „wo sie bis heute Fehler machen und damit den Gegnern der Reform unnötige Angriffsflächen und Munition bieten“.

Doch dann der Appell: Die angeblichen Konzilsverteidiger sollen sich noch einmal anstrengen und zeigen, welche „theologische und spirituelle Kraft“ in der erneuerten Liturgie stecke.

Welche Kraft meint Nagel?

Vielleicht die Zentrifugalkräfte in der Zeit der sogenannten Erneuerung, als Papst Paul VI. 70.000 Priestern trotz angeblich erneuerter Liturgie den Laufpaß ausstellte?

Oder meint Nagel die Sexskandale, die just in jener Priestergeneration ihren Höhepunkt erreichten, die mit der „theologischen und spirituellen Kraft“ der erneuerten Liturgie ausgebildet wurde?

Ältere Priester – offenbar jene, die damals nicht die Flucht ergriffen – fordert Nagel auf, zu bekennen, „welche Befreiung es für sie war, daß sie Gottes Wort jetzt in der Muttersprache den Gläubigen selbst verkünden“.

Die Gläubigen? Ah – jene, die sich damals vor lauter Begeisterung am germanisierten Gottesdienst in Scharen davonschlichen, so daß sich die heutige Restkirche vor allem auf jene stützt, die im Alten Ritus sozialisiert wurden.

Diese Priester ruft Nagel auf zu sagen, „wie buchstäblich verkehrt es ist, Menschen, die man anspricht, den Rücken zuzuwenden“ – als ob man vor dem Konzil mit dem Rücken zu Volk gepredigt hätte.

Außerdem haut Nagel mit dieser billigen Polemik nicht nur die katholische, sondern auch die byzantinische, altorientalische, armenische, koptische und äthiopische – ja sogar die lutherische – Liturgie kaltschnäuzig in die Pfanne.

Ob ein Mann solcher Sprüche als Chefredaktor einer liturgischen Zeitschrift am rechten Platz ist?

Mit dem Schwarz-Weiß-Pinsel fällt Nagel schließlich über die Gläubigen des Römischen Ritus her, welchen er in bewußter Irreführung „Ritus von 1962“ nennt.

Nagel hat es offenbar selber ausprobiert. Wer an einer bischöflich erlaubten Messe im Ritus von 1962 teilnehme, werde feststellen:

„Es ist eine eher traurige Gruppe, die sich hier zusammenfindet und ihre Andacht verrichtet, während vorn ein Priester die Messe liest.“

„Freude“ und „Aufbruchstimmung“ sei in den letzten hundert Jahren von der Jugend- und der Liturgischen Bewegung in die Kirche gekommen.

Die Traditionalisten würden vor allem Klagen und Mißmut verbreiten.

Wie schlecht ist doch die Welt.
      
40 Lesermeinungen
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#40   bonifatius   20:23:04 | Donnerstag, 8. Februar 2007
stimme der unvernuft:
<<„Da ich hier öfter mitlese kenn ich ihre Einstellung und wußte schon wie sie es gemeint haben“>>. Genauso, wie sie es geschrieben haben!
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#39   Palma   18:44:00 | Donnerstag, 8. Februar 2007
„germanisierter Gottesdienst „
Treffend formuliert :)3
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#38   möchtegern-kathole   17:55:06 | Donnerstag, 8. Februar 2007
spannend …
… bleibt, wie stark der Sturm wird, wenn B16 die alte Messe freigibt. Vielleicht – freilich nur eine reine Spekulation – erfüllen sich dann jene Prophezeihungen, nach denen ein Papst mit grauem Haar vor den Kirchengegenern aus Rom flüchten muss, Kirchengegnern, die dem Papst eine Art Verrat vorwerfen.
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#37   Benedikt   17:35:37 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@ Freinsberg
Soweit ich weiß, ist die Änderung in St. Rochus mit dem dortigen Pfarrgemeinderat abgesprochen gewesen. Ein Fall von Basisbeteiligung, die von den progressiven Gruppen immer gefordert wurde und wird.
Der Fall St. Rochus beweist, dass diese Forderung den Progressiven nur dann etwas bedeutet, wenn in ihrem Sinne entschieden wird. Das – bei allem Respekt – ist das selbe System wie das der realsozialistischen Parteien. Den passte Volkes Stimme auch nur dann, wenn das Volk sich nach ihnen richtete.
Zum Artikel: Die Aussagen Nagels sind leider ein weiteres Beispieldafür, wie den Gläubigen hinsichtlich der alten Liturgie Sand in die Augen gestreut werden soll. Das ist, egal welchen Standpunkt man vertritt, keine seriöse Art und Weise. Es ist bezeichnend, dass den Kritikern eine Freigabe außer Überzeichnungen und Fehldarstellungen nichts Substanzielles einfällt, was gegen die alte Liturgie spräche.
Leider sah sich die Redaktion gezwungen, mit Hrn. Nagel gleichzuziehen und eine Verbindung zwischen der nachkonziliaren Priesterausbildung und Fällen homosexueller Priester herzustellen. Nur weil dies früher totgeschwiegen wurde, heißt das nicht, dass solches früher unbekannt war.
Selbst Johannes XXIII. musste sich von Kard. Palazzini nachsagen lassen, in Frankreich in HS-Zirkeln verkehrt zu haben. Palazzini räumte allerdings später ein, dieses Gerücht aus Rache gestreut zu haben. Dennoch spricht diese Story nicht dafür, dass solche Dinge der Kirche früher unbekannt waren.
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#36   stimme der vernunft †   16:45:32 | Donnerstag, 8. Februar 2007
ich hab auch…
… nicht dich gemeint.
Man kann es allerdings niemandem verdenken, wenn er selbst abstruseste Ansichten hier für bare Münze nimmt, denn in den Artikeln und Kommentaren werden ja auch die abstrusesten Ansichten völlig ernst gemeint vertreten.
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#35   Sozialkatholisch   16:00:10 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@ Strimme der Vernunft
Da ich hier öfter mitlese kenn ich ihre Einstellung und wußte schon wie sie es gemeint haben. Wenn das alles nicht so traurig wär würde ich mitlachen.
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#34   stimme der vernunft †   15:43:55 | Donnerstag, 8. Februar 2007
*lautlach*
Das lustige hier ist, dass man die haarsträubendsten Dinge schreiben kann und die Leute meinen, man meint es ernst. hetznet ist echt besser als jede Satire! :-D
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#33   Aragorn   15:40:34 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Sozialkatholisch
Das von Sozialkatholisch angeführte Beispiel ist nur eines von vielen weiteren. Die Bischöfe wissen um den Missbrauch der Heiligen Kommunion und um die vielen Sakrilegien. Trotzdem geschieht nichts. Sie scheinen Angst zu haben und nehmen lieber die Sakrilegien in Kauf als ein für allemal Schluss mit dem Unfug der Handkommunion zu machen. 4 Bischofssitze in Deutschland werden in diesen Tagen frei. Man kann nur hoffen, dass endlich entschieden katholische Männer nachrücken, die Mut und Mumm in den Knochen haben, um mit den schlimmsten Entgleisungen der Nachkonzilszeit aufzuräumen.
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#32   zwobbel   15:36:51 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Wenn Staatsreligion zum Zwang führt geht diese Religion darnieder
Wobei die Probleme nicht erst mit V2 angefangen haben, sondern schon mit Abschaffung des cuius regio eius religio!
Jemandem eine Religion aufzuzwingen die er nicht haben will ist Schwachsinn!
Wir haben den freien Willen. Wir können ihn gebrauchen oder mißbrauchen. Aber er darf nicht von Staats wegen ausgeschaltet / unterdrückt werden.
Meinen Sie Gott wünscht eine erzwungene Anbetung?
Deswegen sind Staatsreligionen sehr gefährlich. Viele werden dann nur katholisch oder was weiß ich welche Religion, nur um materielle oder gesellschaftliche Vorteile zu haben. Wie viele sakrilegische Kommunionen wird es dadurch geben? Viele!
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#31   Sozialkatholisch   14:16:36 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@ Stimme der Vernunft
Den meisten ist so etwas heutzutage doch egal. Warum soll man denn überhaupt noch katholisch sein? Wenn alles so wieso nur ein anderer Weg zu Gott ist kann ich mir ja den bequemsten aussuchen.
Und Sünde gibts das überhaupt noch außer wenn man einen totschlägt?
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#30   stimme der vernunft †   13:57:21 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Richtig!
Die Schuld trägt wenigstens zum Teil das V2 was alles so sehr gelockert hat.
Früher hätte es dass nicht gegeben, dass ein so ungläubiger Arbeitskollege einfach ein Mädchen aus katholischem Hause geheiratet hätte.
Wobei die Probleme nicht erst mit V2 angefangen haben, sondern schon mit Abschaffung des cuius regio eius religio!
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#29   Sozialkatholisch   13:50:12 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Rückzugsgefechte
Heute morgen erzählte mir ein Arbeitskollege das er auf der Beerdigungsmesse seines Schwiegervaters quasi genötigt wurde nach vorne zu gehen, weil in den engen Bänken alle nach vorne strömten. Er habe die Hostie nicht gegessen sondern später in einen Fluss „entsorgt“. Ich habe ihn natürlich erklärt was es mit der konsekrierten Hostie bei uns Katholiken auf sich hat, aber viel Schuld für dieses vergehen konnte ich bei ihm nicht feststellen weil er als Nichtkatholik absolut ahnungslos war.
Die Schuld trägt wenigstens zum Teil das V2 was alles so sehr gelockert hat.
Mich hat das aber wieder ein Stück tridentinischer gemacht.
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#28   st.georg   13:47:19 | Donnerstag, 8. Februar 2007
na bitte!
Erzbischof Lefèbvre hat mit der unerlaubten Bischofsweihe eine schismatische Handlung vollzogen. Daher sind die von ihm geweihten Bischöfe suspendiert und exkommuniziert. Die Priester und Gläubigen der Bruderschaft sind nicht exkommuniziert. Sie sind keine Häretiker. Ich teile die Furcht des heiligen Hieronymus, dass Häresie zum Schisma führt und umgekehrt. Die Gefahr eines Schismas ist groß, etwa durch systematischen Ungehorsam gegenüber dem Heiligen Vater oder durch Leugnen seiner Autorität. Es geht um einen Dienst der Nächstenliebe, damit diePriesterbruderschaft die volle Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater gewinnt und die Heiligkeit der neuen Messe anerkennt.sogar der konservative hoyos erkennt langsam die sachlage…
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#27   iustus   13:46:39 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Sehr richtig:
Wer seine Glückseligkeit nur in der neuen Messe erfährt, der soll doch dahin gehen aber die anderen einfach in Ruhe lassen, statt in missionarischem Übereifer Unterschriftenlisten zu unterzeichnen und sich so dem Vorwurf der Intoleranz auszusetzen.
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#26   freddie schenk   13:40:30 | Donnerstag, 8. Februar 2007
DT Interview mit Kard. Hoyos
Worum geht es bei der Freigabe der alten Messe?
Der Heilige Vater hat ein enormes Feingefühl für liturgische Spiritualität und möchte einen Schatz der Kirche erhalten – und zwar nicht fürs Museum, sondern als lebendiges Erbe für die Gemeinschaft, damit die Menschen, die ein Gespür für Tradition haben, in den Genuss dieses Reichtums kommen. Mich überrascht immer wieder, dass junge Menschen, die den alten Ritus zuvor nicht kannten, die Ruhe und das Mysterium der alten Messe entdecken. Es kommt darauf an, beide Riten nicht gegeneinander auszuspielen, sondern die Schönheit und Heiligkeit in beiden zu sehen.
Quelle: das DT Interview mit Kardinal Hoyos
Sympathisch, der Herr Kardinal, wenn er, entgegen der Tendenz hier bei kreuz.net, die alte Messe nicht gegen die neue Messe ausspielen will. Wer seine Glückseligkeit nur in der alten messe erfährt, der soll doch dahin gehen aber die anderen einfach in Ruhe lassen, statt in missionarischem Übereifer alle Katholiken so dem Vorwurf der Intoleranz auszusetzen.
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#25   Freinsberg   13:21:55 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@ Bernado, Ottaviani
Danke für den Link.
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#24   Konrad   13:15:06 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Und hier können jetzt
„stat crux“, „gotthard“ und Geistesverwandte mit richtigem Namen unterzeichnen! Vive la revolution! appelli.arcoiris.tv/proconciliovaticano/
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#23   ottaviani   13:11:07 | Donnerstag, 8. Februar 2007
hier bitte
das gespräch mit em hoyos
www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=29747
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#22   Bernado   13:10:26 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Freinsberg fragte
„Was ist DT? Den Text von Kard. Castrillon würde ich gerne lesen.“
DT ist Die Tagespost. Und den Text von Kardinal Castrillon Hoyos finden Sie hier www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=29747– ob Sie ihn dann wirklich gerne gelesen haben werden, weiß ich nicht.
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#21   Agathenon †   13:04:36 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Die DT, Freinsberg,
ist meines Wissens die „Deutsche Tagespost“.
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#20   zwobbel   13:03:16 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Hallo kleingeist
Am einfachsten ist es einfach mal hinzufahren.
Ob etwas in Ihrer Reichweite ist können Sie hier nachschauen:
promissatridentina.de/…ge-gottesdienste.htm
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#19   kleingeist   12:58:42 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Sowohl als auch
Ich bin Jahrgang 1972, bin „antiautoritaer“ (wert-los) aufgewachsen und erst vor zwei Jahren zur r.k. Kirche „zurueckgekehrt“. Ich bin immer noch stark mit der „normalen“ Liturgie beschaeftigt, die ich jeden Sonntag miterlebe, Bedeutung der Gebete, des Sakraments etc. Das ist uebrigens alles nicht so leicht. Aber was mir stark auffaellt: dass zuwenig Schweigepausen herrschen, die Feier wirkt oft gehetzt, als ob man das Ganze moeglichst schnell abwickeln wollte. So laesst man den Hl. Geist ja gar nicht auf die Gemeinschaft zukommen. Die gesprochenen oder gesungenen Worte kommen bei mir gar nicht richtig an, sind ohne Widerhall in meinem Innern. Oder ist das gar nicht die Absicht eines Gottesdienstes? Insofern habe ich Hoffnung, dass das meditative und feierliche Element bei der Lateinischen Messe staerker ist. Ist meine Hoffnung berechtigt oder verstehe ich den Gottesdienst einfach falsch?
Danke fuer die Aufklaerung!!
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#18   Freinsberg   12:57:10 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@ Konrad
Was ist DT? Den Text von Kard. Castrillon würde ich gerne lesen.
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#17   santa rita   12:41:04 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Tridentinus
Es ging mir auch weniger um die Person, als um die Aussage.
Im übrigen hat Kaplan W.W.E.D. viele Artikel in der Zeitschrift Das Zeichen Mariens www.trailfire.com/pages/form.php?aid=check&bubb… veröffentlicht.
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#16   Konrad   12:27:59 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Es wird sehr schwierig sein, wie Kardinal Castrillon heute in der DT
sagt, dem neuen an die Protestanten angeglichenen Ritus Pauls VI. den Anschein der Heiligkeit zu geben, sodass er mit der „alten Messe“ gleichwertig ist. Es kann nur durch „redemptionis sacramentum“ pur geschehen, am besten in lateinischer Sprache, weil manche Orationen unmöglich verhunzt wurden (z.B. das entsetzliche moralistische Wortspiel: „bewahre uns vor allem, was unserem Glauben widerspricht, und lehre uns zu tun, was unserem Glauben entspricht“). Es fehlt an Zucht und Disziplin im neinen Ritus, damit Ehrfurcht und Heiligkeit spürbar werden. Einige wenige einzelne Priester schaffen es durch glaubwürdige Frömmigkeit dennoch, aber das ist zu wenig für den Ritus einer Weltkirche. Zu viele sind burschikose Macher und Selbstdarsteller. Nochmals: Mosebach lesen und beherzigen!
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#15   Tridentinus   12:27:26 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@sancta rita
Es mag eine unverzeihliche Wissenslücke sein, aber Kaplan W.W.E.D. ist mir unbekannt. ;-)
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#14   santa rita   12:16:26 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Tridentinus
Doch jetzt zeigt sich, dass die „Operation Überleben der Tradition“ (So bezeichnete Lefebvre die Bischofskonsekrationen, über die ich jetzt nicht diskutieren will) in einem grösseren, auch von Lefebvre unabhängigen Rahmen, ihre nicht unbedingt breite, aber gezielte Wirkung nicht verfehlt.
Bereits am 30. Juni 1988 äusserte Kaplan W.W.E.D. nach der Bischofsweihe in Econe, dass der Erzbischof heute den Modernisten ihr Stalingrad beigebracht habe.
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#13   Aragorn   11:56:03 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Eduard Nagel und die Konzilsgeneration
Eduard Nagelist einer der übelsten Propagandisten der LiturgieDEform in Deutschland. Er macht sich über Dinge lustig, die anderen heilig sind, wie z.B. die Mund- und Kniekommunion oder die zahlreichen Kreuzzeichen im Kanon der Missa Tridentina.
Der Artikel nennt eine Tatsache beim Namen, die ich nur bestätigen kann: Ein Großteil der heutigen Gottesdienstbesucher sind Menschen, die als Kinder und Jugendliche im Alten Messritus großgeworden sind, dann als junge Erwachsene aber den Ritus der Neuen Messe erlebt und mittlerweile verinnerlicht haben. Sie sind alle mit der Mundkommunion und mit der lateinischen Messe großgeworden, reagieren jedoch heute zum Teil empört wenn sie in der Kirche ein Wort Latein hören oder ein Priester von der Möglichkeit spricht, auch die Mundkommunion zu empfangen. Es sind also die Laien-Kinder der LiturgieDEform, die heute noch die Kirchenbänke füllen weil sie sich eben nicht vorstellen können, ohne Messe zu leben. Die nächste Generation, d.h. deren Kinder und Enkel, haben sich weitgehend aus dem katholischen Leben verabschiedet und nimmt nur noch punktuell daran teil, wenn es um Taufe, Trauung, ERstkommunion geht. Dieser Generation geht die Neue Messe schon deutlich am Hut vorbei und sie kennen die Alte Messe natürlich auch nicht. Darin liegt auch eine Chance für eine Neuevangelisierung mit der großartigen Liturgie der lateinischen Messe, die man nutzen muss.
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#12   Laurentius2   11:45:20 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Behandeln wir die Liturgie-Progressisten …
… doch einfach so, wie wir uns gewünscht hätten, von Ihnen behandelt worden zu sein. Öffentliche Exkommunikationen sollte es wirklich nur für Abtreiber und deren Unterstützer sowie Häretiker geben. Diese allerdings müssen nach dem Dauerthema Liturgie jetzt mal merken, was eigentlich wesentlich ist: die Einheit im katholischen Glauben, egal in welchem Ritus ! Und da steht der Kirche schon seit Jahrzehnten so mancher Pfarrer und Religionslehrer weit ferner als die bösen Piusleute !!!
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#11   Guiseppe   11:38:35 | Donnerstag, 8. Februar 2007
E. Nagel
Wer dem Redakteur eine Nachricht schreiben will:
eduard.nagel@liturgie.de
Bitte höflich und sachlich schreiben.
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#10   Tridentinus   11:32:28 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@Freinsberg
Ich habe selten einen Artikel aus Nagels Feder gelesen, den ich als wichtig einstufen würde. Der hier in Rede stehende ist tatsächlich primitiv. 1988 rechnete man mit einer biologischen Lösung des „Problems Lefebvre“. Doch jetzt zeigt sich, dass die „Operation Überleben der Tradition“ (So bezeichnete Lefebvre die Bischofskonsekrationen, über die ich jetzt nicht diskutieren will) in einem grösseren, auch von Lefebvre unabhängigen Rahmen, ihre nicht unbedingt breite, aber gezielte Wirkung nicht verfehlt.
Und jetzt löst sich vielleicht ein anderes Problem bald biologisch. Nagel hat die Zeichen der Zeit erkannt und verrät das nicht nur zwischen den Zeilen. Das ist vielleicht wirklich wichtig an seinem Beitrag in der Rubrik „auf zwei Minuten“, gd 2/07.
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#9   Pünktchen   11:08:29 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Richtig, Freinsberg!
Und der „Progressismus“ ist ja auch nicht gerade als sehr katholisch bekannt!
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#8   Freinsberg   10:57:40 | Donnerstag, 8. Februar 2007
@ Pünktchen
Das wissen wir alles. Interessant ist nur, dass das Plädoyer für die „Orientierung“ meist aus einem gewissen katholischen Eck kommt. Die Oratorianer von St. Rochus (z. B.) sind ja nicht gerade als Progressisten bekannt.
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#7   Pünktchen   10:54:26 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Was der Papst
zur Zelebrationsrichtung zu sagen hat www.kreuz.net/bookentry.980.html, ist im Vergleich zu diesen dünnen Aufgüssen aus Trier von größtem Interesse!
Selbst der Erzbischof von Wien findet kluge und zustimmenswerte Worte:
„Die Zelebration „Rücken zum Volk“ ist keine Abwendung von den Gläubi gen, sondern die gemeinsame Gebetsrichtung, Ausdruck des Weges, auf dem wir alle ge meinsam zu Gott hin pilgern als Sein wanderndes Volk…
Die „Orientierung“ der Kirchen, d. h. ihre „Ostung“, ist eines der „Ur gesetze“ des Kirchenbaues. St. Peter in Rom ist aus prakti schen Gründen „gewestet“, da her zelebriert der Papst gegen die Türen, die im Osten liegen, gewandt, und somit zum Volk. Es tut gut, daran zu erinnern, was „Orientierung“ heißt. www.oratorium.at/artikel.asp?id=315
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#6   Freinsberg   10:48:16 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Rückzugsgefechte?
Gerade die tendenziöse Überschrift in KreuzNet zeigt, wie wichtig Nagels Artikel ist.
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#5   Heggi   10:35:33 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Ottaviani
Ja wann denn diese Rede noch mal genau? Am 18. Januar? Am 2. Februar hatte das Leiden in St. ein Ende.
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#4   thaumaturgos   10:34:53 | Donnerstag, 8. Februar 2007
schon wieder ein artikel zum selben text?
gähn!
:-! besser wärs so :-#
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#3   ottaviani   10:24:30 | Donnerstag, 8. Februar 2007
man ruft zum letzten gefecht
das ist ja fast rührend mögen dem Apell soviel erfolgt beschieden sein wie einer berühmten rede im berliner sportpalast anno 1943
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#2   Rüdesheim   10:22:54 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Nagel…
hat meine volle Unterstützung!!!!
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#1   stat crux   10:22:53 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Zum Thema „aggiornamento“:
„Der mystische Leib Christi bewegt sich nach Art der Glieder, die ihn bilden, nicht im Abstrakten, außerhalb der dauernd wechselnden Bedingungen von Zeit und Ort. Er ist immer in seiner Zeit, denn er kann nicht von der Welt, die ihn umgibt, getrennt sein, er geht mit ihr voran, Tag für Tag, Stunde um Stunde, wobei er ständig sein Verhalten und seine Haltung der Gesellschaft anpasst, in deren Mitte er handeln muss.“
Papst Pius XII, 29. April 1949.
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