12:02:03 | Donnerstag, 8. Februar 2007
Finstere Machenschaft in einer Schweizer Selbstmordfirma Deren Leiter scheint es nicht nur auf Menschenleben, sondern auch auf Geld abgesehen zu haben.
(kreuz.net, Zürich) Der Betreiber des Züricher Euthanasierungs- Unternehmens ‘Dignitas’ ist in Bedrängnis.
Zwei frühere Mitarbeiter werfen ihm die Ermordung von mindestens zwei Menschen vor.
Das berichtete
das ‘Schweizerische Fernsehen’ gestern in der Sendung ‘Rundschau’.
Als erste Zeugin nennt das Fernsehen
die frühere Stellvertreterin von
Ludwig Minelli, Soraya Wernli.
Laut Frau Wernli hat es bei ‘Dignitas’
auch Fälle von „aktiver Sterbehilfe“ gegeben.
Damit ist die direkte und beabsichtigte Ermordung eines
Hilflosen gemeint: „Mir sind zwei Fälle von aktiver Sterbehilfe bekannt.“
In der Schweiz ist die sogenannte
aktive Sterbehilfe strafbar.
Selbstmord im SchnellverfahrenFrau Wernli erhebt ferner den Vorwurf der
„Schnellabfertigung“. Ausländische Lebensmüde seien noch am Anreisetag ins Jenseits befördert worden.
Das vorgeschriebene Gespräch auf Leben und Tod mit einem Arzt dauere vielfach nur eine halbe Stunde.
Geschäft mit dem TodGemeinsam mit einem weiteren früheren Mitarbeiter des Selbstmord-Unternehmens,
Ignaz Reutlinger, erhebt Frau Wernli auch den Vorwurf der Bereicherung.
Reutlinger hat erlebt, daß ein
Lebensmüder 10.000 Euro auf den Tisch gelegt hat: „Das Kuvert verschwand einfach.“
Ein ähnlicher Vorwurf
in der Fernsehsendung stammt von einer Frau, die im Januar bei Minelli einen Selbstmordversuch unternehmen
wollte.
Noch im Sterbezimmer wurde sie offenbar aus heiterem Himmel aufgefordert, eine umfassende Vollmacht
zu unterzeichnen.
Als sie sich weigerte, versagte ihr das Euthanasierungs-Unternehmen das tödliche Gift.
Seit der Gründung des Selbstmordunternehmens weisen Minellis Steuerdaten einen erheblichen Vermögenszuwachs
nach.
Minelli selbst bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Kriminelle Vergangenheit?Im Winter 2005 ermittelte
die Justiz des Kantons Zürich wegen Ungereimtheiten in den Vereinsfinanzen gegen das Todesunternehmen.
Damals ging es um 230.000 Franken – umgerechnet knapp 150.000 Euro.
Zudem stand schon damals der Vorwurf
im Raum, das Unternehmen schicke Leute ohne langes Federlesen in den Selbstmord.
Minelli selber
bestätigt,
Kunden nie abzuweisen: „Lehnt ein Arzt ab, das notwendige Rezept auszustellen, suchen wir nach einem anderen.“
Er soll ferner jahrelang und mit schweigender Zustimmung der Behörden die für einen Selbstmord notwendigen
Giftpräparate gehortet zu haben. Das Giftlager füllte Minelli angeblich mit Rezepten, die für bereits
verstorbene Personen ausgestellt worden waren.
Anfang Januar 2007 wurde bekannt, daß Selbstmörder bei
‘Dignitas’ zum Teil
qualvoll verenden.
Die Euthanasiefirma leistete im Jahr 2006 bei 195 Menschen Beihilfe
zum Selbstmord.
Unter den Toten befinden sich 120 Deutsche – also 60 Prozent der Entsorgten.
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#3
möchtegern-kathole 18:24:53 | Donnerstag, 8. Februar 2007
#2
Sulpicius 13:59:31 | Donnerstag, 8. Februar 2007
#1
freddie schenk 13:15:09 | Donnerstag, 8. Februar 2007