kreuzmeldungen
Geschenk des Geistes + Wo ist das Problem? + Mama, wie konntest du mich töten? + Der Mut kommt in den USA + Kinderhaß?
Geschenk des Geistes

Vatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern rund 200 Bischöfe, die den beiden liberalen kirchlichen Gruppierungen ‘Fokolar-Bewegung’ oder Gemeinschaft ‘Sant’Egidio’ nahestehen. Der Heilige Vater sieht hinter der Vielfalt der neuen, geistlichen Gruppen den Heiligen Geist am Werk. Diese Gruppierungen seien ein „von der Vorsehung gestiftetes Geschenk des Heiligen Geistes“ und „charakteristische Zeichen der Zeit“.

Wo ist das Problem?

Österreich. Der ‘Österreichische Rundfunk’ warf dem Linzer Bischof, Mons. Ludwig Schwarz, ein angebliches Plagiat vor. Der Fastenhirtenbrief von Mons. Schwarz stamme zu rund Zweidritteln aus einem Adventbrief von 2004 des Bischofs von Basel, Mons. Kurt Koch. Bischof Schwarz rechtfertigte sich mit Zeitdruck. Er habe das Begräbnis eines Ordensoberen in Rom halten müssen. So sei eine unvollendete, handschriftliche Version in Druck gegangen. Er wollte noch Überschriften, Schriftzitate und Fußnoten einfügen.

Mama, wie konntest du mich töten?

Portugal. „Mama, wie konntest du mich töten?“ Mit dieser und anderen Fragen wurden Eltern aus der portugiesischen Hafenstadt Setubal – 50 km südlich von Lissabon – kürzlich konfrontiert. Kinder aus zwei kirchlich geführten Kindergärten nahmen einen „Brief an die Mutter“ mit nach Hause. Darin redet ein Ungeborenes zu seiner Mutter: „Wie konntest du es zulassen, mich in Stücke zu zerreißen und in den Mülleimer zu werfen?“ Am kommenden Sonntag wird in Portugal über das Lebensrecht ungeborener Menschen abgestimmt.

Der Mut kommt in den USA

Österreich. Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn fordert, daß im Biologieunterricht auch der Schöpfer genannt werden könne. Der Kardinal äußerte sich bei einem Vortrag an einer New Yorker Privatschule. Es sei nicht einzusehen, daß an den Schulen nur der Darwinismus unterrichtet werden dürfe. Auch eine wissenschaftliche Theorie wie jene vom „Intelligenten Design“ müsse gelehrt werden dürfen.

Kinderhaß?

Österreich. Die sozialistische Frauenministerin Doris Bures äußerte sich gestern zum Kinderschlachthof im Wiener Einkaufszentrum ‘Lugner City’. Frau Bures sprach mit der kirchenfeindlichen Tageszeitung ‘Der Standard’. Die Genossin ist verärgert, daß sich in diesem Zusammenhang einige „hoch gestellte Kirchenherren“ offenbar in den Dienst „radikaler Abtreibungsgegner“ stellen würden. Ausdrücklich kritisierte sie den Salzburger Weihbischof Andreas Laun und den Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Dagegen lobte die Frauenministerin die umstrittene, von der Kirche finanzierte Vereinigung ‘Aktion Leben Österreich’ für deren Distanzierung von einer Demonstration vor dem Abtreibungsort.
      
11 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#11   methusalix †   11:41:17 | Sonntag, 11. Februar 2007
Nicht schlecht Artois…
Artois: @methusalix
Ob die „älteren Brüder“ überhaupt das Recht haben, einen solchen „Unterricht“ anzubieten, sollte mal im Lichte der Offenbarung untersucht werden …
…einer Religion rundweg die Mission verbieten zu wollen.
Hoffentlich wissen Sie wenigstens jetzt unsere freiheitlich verfasste Demokratie zu schätzen, die Ihnen das missionieren nicht verbietet.
Redaktion benachrichtigen
#10   Artois †   19:29:32 | Samstag, 10. Februar 2007
@methusalix
Versteh ich nicht … Ich meinte natürlich den katholischen Reli-Unterricht. Ob die „älteren Brüder“ überhaupt das Recht haben, einen solchen „Unterricht“ anzubieten, sollte mal im Lichte der Offenbarung untersucht werden …
Redaktion benachrichtigen
#9   Pater Lingen   14:53:29 | Samstag, 10. Februar 2007
Noch mehr Ratzinger-„Caritas“-Teufelei:
„Ja, Gott liebt uns wie sein eigenes Leben!“
Cf. dazu das Dogma:
„Wer sagt, Gott habe nicht mit freiem Willen ohne alle Notwendigkeit geschaffen, sondern so notwendig, wie er sich selbst notwendig liebt, der sei ausgeschlossen.“
D 1805 / DS 3025; zit. nach NR 197.
Noch Fragen?!
Redaktion benachrichtigen
#8   Ydefix   23:42:15 | Freitag, 9. Februar 2007
Der verrückte Joseph R., „Deus Caritas est“:
„In seinem Tod am Kreuz vollzieht sich jene Wende Gottes gegen sich selbst…“
Redaktion benachrichtigen
#7   methusalix †   18:18:36 | Freitag, 9. Februar 2007
fein Artois, dann werden jüdische Rabbiner in Zukunft über katholische Lehraussagen entscheiden
Artois: @Methusalix die Evolutionsbiologie hat im Religionsunterricht absolut nichts verloren!
Warum nicht? Nur dort kann sie ja sachgerecht bewertet werden!
Nur unsere älteren Geschwister im Glauben können diese ja sachgerecht bewerten. Da freu ich mich schon auf die antisemitischen Komentare von Richard und Konsorten.
Redaktion benachrichtigen
#6   Artois †   18:01:00 | Freitag, 9. Februar 2007
@Methusalix
die Evolutionsbiologie hat im Religionsunterricht absolut nichts verloren!
Warum nicht? Nur dort kann sie ja sachgerecht bewertet werden!
Genauso verhält es sich mit der Schöpfungslehre; diese gehört in den Religionsunterricht, wie jede auf die Bibel bezogene Unterrichtung und nicht in den Unterricht über Naturwissenschaften.
Warum soll die Schöpfungslehr nicht im Biologieunterricht behandelt werden? Da sich ja die Biologie mit der Schöpfung beschäftigt, wäre eine entsprechende Durchleuchtung der „wissenschaftlichen“ Inhalte eines oslchen Unterrichtes sehr heilsam und Nutzen stiftend!
Oder meint jemand, es gebe biologische Unterscheidungsmerkmale für die „Hexen“ aus dem zweiten Buch Mose? Eine spezifische DNS oder besondere Mitochondrien?
Das wäre tatsächlich ein hoch interessantes Feld für die biologische Forschung …
Redaktion benachrichtigen
#5   methusalix †   17:42:42 | Freitag, 9. Februar 2007
Wie kommt Schönborn auf so gefährliche Ideen?
Österreich. Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn fordert, daß im Biologieunterricht auch der Schöpfer genannt werden könne.
Mit Verlaub, Herr Kardinal, die Evolutionsbiologie hat im Religionsunterricht absolut nichts verloren!
Sie gehört nicht dorthin, sondern in den Biologieunterricht.
Genauso verhält es sich mit der Schöpfungslehre; diese gehört in den Religionsunterricht, wie jede auf die Bibel bezogene Unterrichtung und nicht in den Unterricht über Naturwissenschaften.
Oder meint jemand, es gebe biologische Unterscheidungsmerkmale für die „Hexen“ aus dem zweiten Buch Mose? Eine spezifische DNS oder besondere Mitochondrien?
Der Kardinal äußerte sich bei einem Vortrag an einer New Yorker Privatschule. Es sei nicht einzusehen, daß an den Schulen nur der Darwinismus unterrichtet werden dürfe.
Na schön, wenn Kirchenbeamte die Lehrpläne bestimmen wollen, dürfen dann auch Pädagogen die Homilien schreiben? (besonders lustig wird es, wenn die Homilie dann von einem „alt 68er“ Lehrer stammt)
Auch eine wissenschaftliche Theorie wie jene vom „Intelligenten Design“ müsse gelehrt werden dürfen.
Und wer darf festlegen, was in der römisch-katholischen Kirche gelehrt wird? Bischöfin Margot Käßmann? Na da freue ich mich auf die Kommentare unserer hochgeschätzten misogynen Fundis!
Redaktion benachrichtigen
#4   Sulpicius   12:39:28 | Freitag, 9. Februar 2007
O weia…
Der Heilige Vater sieht hinter der Vielfalt der neuen, geistlichen Gruppen den Heiligen Geist am Werk. Diese Gruppierungen seien ein „von der Vorsehung gestiftetes Geschenk des Heiligen Geistes“ und „charakteristische Zeichen der Zeit“.
Was ist das für ein Stuß?
Redaktion benachrichtigen
#3   nonnobisdomine   12:13:12 | Freitag, 9. Februar 2007
Wenn ich irgendwo etwas über die …
„positiven“ Zeichen der Fokulare lese, sei es die Begegnungen mit dem Hl. Vater, die monatliche Nabelschau mit einem hervorgeholten Bibelzitat, sei es die Chiara Lubich, diese Führerein der Genossenschaft …
… dann kommt mir das große Grauen.
Wie viele Gemeinden wurden schon durch Fokular-Priester zerstört, das Gemeindeleben vernichtet etc?
Achtung: Kritiker seien bitte achtsam. Ich stamme aus einer derartigen Gemeinde, wo mittlerweile 3 Priester, die dieser „Gemeinschaft“ angehören. Was hat sich getan?
NICHTS. Das Gemeindeleben wurde eingeschränkt. Messfeiern wurden eingeschränkt. Aber ein neues Gemeindezentrum mit meditativem Tanz, Vortragsreihen – auch zu multireligiösen Themen – wurden eingeführt.
So denn. Fokulare für die Kirchenerneuerung.
Ohne mich.
Redaktion benachrichtigen
#2   Adamah   11:51:36 | Freitag, 9. Februar 2007
Dümmer geht es nicht mehr
Ich habe das Interview mit Doris Bures mit Entsetzen gelesen. :-[
Ihre polarisierende Polemik ist nur eine Bestätigung für ihre unendliche Dummheit in der Sache Kindesmord im Mutterleib. Die Frauen sollen sie, wegen Miesrepräsentanz, des Amtes entheben.
Redaktion benachrichtigen
#1   Athanasius   11:36:15 | Freitag, 9. Februar 2007
Sant Egidio u. Focolare
Diese Gruppierungen seien ein „von der Vorsehung gestiftetes Geschenk des Heiligen Geistes“ und „charakteristische Zeichen der Zeit“.
Von was fuer einem Geist sie stammen ist deutlich. SantEgidio strebt zu einer Vereinten Religion der Welt, ebenso wie Focolare, die da noch hinzufuegt, dass sie auch eine Welteinheit in politischem Sinne anstrebt, alle Religionen seien gleichwertig usw. usw. Wer die Veranstaltungen dieser Bewegungen kennt, darunter auch Mahle fuer Obdachlose…aber innerhalb des Altarraumes einer katholischen Kirche, der weiss, dass ihre Namen Sakrileg, Indifferentismus, und Eine Welt sind. Nicht umsonst wird Focolare massgeblich von der okkult gesteuerten Lucifers Trust, Lucis Trust, gefoerdert und finanziell am Leben gehalten.
Eine Kirche welche solche Freunde hat, braucht gar keine Feinde mehr.
Aber bitte werfet es dem Heilige Geist nicht vor diese Bewegungen organisiert zu haben.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenDie einzige Herrschaft + … kreuzmeldungenDer Papst im Gefängnis + … kreuzmeldungenWahre Liebe + … kreuzmeldungenPapst gegen Selbstmordhelfer und Kinderabtreiber + … kreuzmeldungenUnmoralisch + … kreuzmeldungenGeburtstag + … kreuzmeldungenGleich drei heilige Bücher? + … kreuzmeldungenJedermann kann + … kreuzmeldungenVerkaufsschlager + … kreuzmeldungenBrudermord und Desorientierung + … kreuzmeldungenMeister des interreligiösen Dialogs? + … kreuzmeldungenNicht nur Gefühle + … kreuzmeldungenKindheitserzählung + … kreuzmeldungenBereichernd + … kreuzmeldungenVorkonziliare Selbstgenügsamkeit + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net