(kreuz.net, Dieburg) In der bisher als konservativ geltenden Pfarrei ‘St. Peter und Paul’ in Dieburg findet
morgen Samstag eine Büttenmesse statt.
Das berichtete die Onlineausgabe der Lokalzeitung ‘Darmstädter
Echo’ heute Freitag.
Die Stadt Dieburg befindet sich dreißig Kilometer südöstlich von Frankfurt am
Main und gehört kirchlich zum Bistum Mainz.
Seit Mitte Oktober ist Pfarrer Alexander Vogl (42) für
die beiden Dieburger Gemeinden St. Peter und Paul und St. Wolfgang zuständig.
Die Pfarreien gelten als
gegensätzlich: St. Peter und Paul als konservativ, St. Wolfgang als liberal.
St. Peter und Paul wurde
bis letzten Herbst vom Geistlichen Rat Lorenz Eckstein (74) betreut, der für seine katholische Linie
bekannt ist.
Doch jetzt soll diese Pfarrei offenbar umgepolt werden.
Büttenmesse
Morgen Samstag wird
Hw. Vogl in ‘St. Peter und Paul’ die Vorabendmesse als sogenannten Narrengottesdienst feiern. Die Gottesdienstbesucher
wurden aufgefordert, in Faschingskostümen zur Messe zu erscheinen.
Es handle sich nicht um eine Fastnachtssitzung
in der Kirche. Die Messe soll „Gottesdienstcharakter“ besitzen – betont der Priester vor dem ‘Darmstätter
Echo’. Er sei „in erster Linie“ Pfarrer.
Die fastnachtlichen Aktivitäten nutze er als Plattform, um
die Kirche an die Menschen heranzubringen. Jeder Mensch solle das nutzen, was er könne:
„Der Glaube
ist wichtig. Und ich zeige den Leuten, daß ich da bin, und die Kirche modern ist.“
Alkoholpredigt: In
Wort und Tat
Heute Freitag wird Pfarrer Vogl bereits zum dritten Mal bei einer Dieburger Fastnachtssitzung
eine Büttenrede zum Besten geben. Die Sitzung wird von den beiden Stadtpfarreien organisiert.
Hw. Vogl
beteiligte sich in Dieburg schon zweimal an Fastnachtsveranstaltungen.
Bei seinem ersten Auftritt hielt
er eine „Alkoholpredigt“. Dabei forderte er die begeisterte Menge im städtischen Veranstaltungszentrum
auf, Promillehaltiges aller Art sofort zu vernichten.
Er schritt auch selber zur Tat. Hw. Vogl ließ
sich während seiner Rede vom Bürgermeister in der Rolle eines Mundschenks eine ganze Flasche Rotwein
einschenken.
Der Vermutung, es handelte sich um Traubensaft, widersprach der Pfarrer: „Wenn schon, denn
schon.“
Narrenkarriere
Hw. Vogl hat bereits im Internat in Bamberg Büttenreden gehalten: „Für die
war ich der Mainzer, der deswegen fastnachtlich aktiv sein mußte.“
Schon während seiner Priesterausbildung
beteiligte er sich an der „Seminarfastnacht“.
Seiner alten Pfarrei in der „oberhessischen Diaspora“ mußte
er die Fastnacht erst näherbringen.
Das habe dazu geführt, daß die überwiegenden protestantischen
Einwohner kaum glauben konnten, daß Pfarrer Vogl Katholik ist:
„Die dachten, wir seien nicht so lustig.“
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70 Lesermeinungen
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#69 Benedikt 17:27:44 | Dienstag, 13. Februar 2007
@ Maledica Ist das eigentlich so schwer? Ich habe hauptsächlich ihre Art und Weise der Anschuldigung
angegriffen. Niemals habe ich den Kardinal für einen unfehlbaren Superkleriker gehalten. Ich fühlte
und fühle mich lediglich verpflichtet, gegen verzerrende Darstellungen auch mal einen Ton zu sagen.
Fassenacht @Benedikt Möglicherweise, weil in Mainz ansonsten rigoros gegen die Erlaubnis einer einzigen(!)
Messe im alten Ritus vorgegangen wird. Die Besorgnisse hinsichtlich einer einheitlichen Liturgie scheinen
immer nur dann zu gelten, wenn es um die alte Messe geht. Gegen Degenerationen beim neuen Ritus sagt niemand
was. Dies lässt die Verantwortlichen ehrlich gesagt in keinem sehr guten Licht erscheinen, was man auch
sagen dürfen muss. O haben Sie Die Scheuklappen von Ihren Augen genommen und sind nicht mehr feucht hinter
den Ohren? Haben Sie endlich die Lage begriffen, in welcher das Bistum Mainz ist und woran der Apostat
Lehmensch sehr beteiligt ist!? Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Benedikt beginnt langsam, sich von
seiner kindlichen Naivität zu befreien…
Hinter verschlossenen Türen … Wenn ich mir vorstelle, daß die Apostel sich am Ostertag mit Narrenkappen
auf dem Kopf versammelten, kann ich viel besser verstehen, daß sie es hinter verschlossenen Türen taten.
Es heißt im Johannesevangelium, daß sie das aus Furcht vor den Juden taten. Bislang verstand ich das
immer so, daß sie um ihr Leben fürchteten. Aber anscheinend fürchteten sie sich nur davor, sich absolut
zum Löffel zu machen. Man sollte solche Narrenmessen vielleicht auch hinter verschlossenen Türen feiern.
Oder noch besser: in der geschlossenen Abteilung einer medizinischen Einrichtung …
@liborius und wir stehen bei jeder Messe vor dem leeren Grab und sind wie die Apostel hinter verschlossenen
Türen versammelt, bei denen der Auferstandene erscheint … „Fürchtet euch nicht!“ … und wir sind
wie die Apostel Zeugen der Heimkehr zum Vater, denen gesagt wird: schaut nicht in den Himmel … „Komm
her, freu dich mit uns, tritt ein; denn der Herr will unter uns sein, er will unter den Menschen sein.
Komm her, öffne dem Herrn dein Herz; deinem Nächsten öffne das Herz, und erkenne in ihm den Herrn.
Komm her, freu dich mit uns, nimm teil, an des Herrn Gemeinschaft nimm teil; er will unter den Menschen
sein.“ Gotteslob 519
Heilige Messe Wer nicht versteht was die hl. Messe ist und um was es da geht, der kann auch nicht verstehen
warum sowas gotteslästerlich ist (Wir stehen jedesmal bei der hl. Messe auf Golgota unter dem Kreuz,
und sehen wie sich Christus, für uns wegen unserer Sünden, unter grössten Leiden und Todesqualen seinem
Vater opfert!). Arme Kirche!
ein Priester … … ist am Altar Christus selbst – er repräsentiert ihn dort. Wenn ein Priester sich
also am Altar die Narrenkappe aufsetzt, dann setzt er sie auch Christus auf, dem Christus, der sich am
Kreuz für uns opfert?
aufregung um nichts… Ein Christ im Zug der „tollen Tage“ ist ins Vergnügen eingetaucht. Der Sinn des
Treibens? – keine Frage: „Drei Tage, die man jährlich braucht!“ Vom Ursprung will der Christ nichts hören:
Was „Fastnacht“ heißt, warum, wozu… Denn zuviel Kenntnis würde stören! Und irgendwie, man kann’s
verstehen, denn wüsste er des Faschings Sinn, könnt’ seichter Spaß ihm schnell vergehen, die Lust am
Treiben wär’ dahin. Er will den Spaß – und seine Ruh’! Denn „Fastnacht“ heißt, wie manche wissen (und
für die Christen sowieso!): „Wir müssen Spaß bis Ostern missen – drum sind wir jetzt noch einmal froh!“
Und grad der Mittwoch, der am Ende, erschiene gleich im andern Licht: Er wäre radikale Wende, von Völlerei
zur Fastenpflicht! Wer also ist, der nicht verstünde, dass wer nichts weiß, auch gern so bleibt? Denn
bist du kundig, wird’s zur Sünde, was einer nach dem Mittwoch treibt! Warum mit Wissen sich belasten?
So denkt der Christ und lächelt breit: Er weiß von „Kreuzweg“ nichts und „Fasten“ – ihn int’ressiert
davor die Zeit! soviel zum thema…
freddy …der gesellschachftliche kontext sollte beachtet werden… menschliche „gesellschaft“ und chrislicher
glaube haben sehr wenig gemein. was ist eine messe ? eine veranstaltung in der man ein bischen relaxen
kann wo vorne ein braver mensch als nikkolo verkleidet von solidarität spricht und dass wir uns alle
lieb haben sollen ? die anforderungen an einen priester sind ausserordentlich hoch – wirklich gläubige
wollen priester zu den man aufsieht, die man liebt und ehrt und von denen man sich gut geführt weiß –
keine sozialarbeiter die von gesellschaftlicher solidarität und dritte welt spenden plaudern. ich finde
das wort gottes ist so klar, deutlich prägnant und zeitlos formuliert dass „interpretationsspielraum“
quasi kaum vorhanden ist. würde, zeitlosigkeit, ewigkeit als gegengewicht zur postmodernen gesellschaftlichen
gaukelei wollen gläubige in einer messe sehen…
@ freddie schenk Gebe aber zu bedenken – wobei das weniger dir als den Fundis hier gilt – dass das christliche
Abendland wegen einer Narrenmesse auch nicht gleich untergeht. Die einzige ist das nicht gerade. Aber
es stimmt natürlich. Nur geht die Welt von vielen Dingen nicht unter, über die es sich trotzdem zu diskutieren
lohnt. Da bin ich mir nicht sicher. Es waren sehr barocke weihrauchgeschwängerte Riten. Weihrauch kann
man doch auch heute bei allen möglichen Sachen verwenden. Der Gebrauch ist faktisch nicht eingeschränkt
worden, nur wird eben nicht mehr so oft Gebrauch gemacht. Ich glaube einfach, das Elemente wie das Stufengebet
deutlich hervorheben, worum es nun gehen wird. Auch die Praxis der Kommunionausteilung ist überholungsbedürftig.
Es wird einfach nicht deutlich genug, worum es sich handelt. Es sollten wieder deutlich mehr Sakramentalien
gespendet werden. All das lässt sich leicht in den NOM übernehmen, die Bücher hierzu existieren und
könnten jederzeit eingesetzt werden. Es macht halt nur niemand. Der heute durchschnittlich geprägte
Katholik, zu denen ich mich zählen würde, erlebt seinen Glauben doch heute in einem ganz anderen gesellschaftlichen
Kontext. Unser Glaube ist nicht mehr selbstverständlich. Ja natürlich. Das ist allerdings ein anderes
Thema, welches deutlich die zur Verfügung stehende Zeichanzahl überschreiten würde.
@ Benedikt … wage ich mal die Behauptung, dass die Kirche sich auch ohne Büttenreden in der Messe verständlich
machen kann. Ich stimme dir zu. Gebe aber zu bedenken – wobei das weniger dir als den Fundis hier gilt –
dass das christliche Abendland wegen einer Narrenmesse auch nicht gleich untergeht. Gewisse Riten hätten
aber, wären sie bebehalten worden, die Mysterien den Gläubigen deutlicher ausgedrückt. Da bin ich mir
nicht sicher. Es waren sehr barocke weihrauchgeschwängerte Riten. Als Messdiener habe ich in meiner Pfarrei
oft lateinische Hochämter gedient. Aber wirklich näher gebracht haben die mir wenig. In Erinnerungen
schwelgend finde ich sie aber heute schön. Ich würde da auch nicht zuviel Soziologisches hineindenken.
Die aufgezählten Aspekte haben viele Gründe, die mit Ritus + Kirche nichts zu tun haben. Eine Freigabe
der alten Bücher wäre dementsprechend auch kein gesellschaftlicher Rückschritt. Ja sicher haben die
aufgezählten Gründe viele Aspekte, von denen ich aber denke, dass sie im Kontext gesehen werden müssen.
Der heute durchschnittlich geprägte Katholik, zu denen ich mich zählen würde, erlebt seinen Glauben
doch heute in einem ganz anderen gesellschaftlichen Kontext. Unser Glaube ist nicht mehr selbstverständlich.
Aus dem katholisch tradierten Rheinland kommend, erlebe ich das jetzt in der kath. Diaspora sehr stark.
Das macht mich doch auch reicher, weil es mich mit Überzeugungen anderer konfrontiert, die ich vorher
gar nicht kannte.
Sprache im Kontext der jeweiligen Zeit Hört endlich auf mit diesem Schmarrn, diesen ewigen Floskeln!!Wenn
man dieses Bild sieht, dann könnte man wirklich verzweifeln an dieser Kirche: ein Narrenverein, kurz
vor dem Bankrott, dem jeder Maßstab abhanden gekommen ist.
@ freddie schenk Grundsätzlicher finde ich die Frage, ob Kirche nicht immer auch eine Sprache finden
muss, die im Kontext der jeweiligen Zeit und Gesellschaft auch verstanden wird. Ja natürlich muss sie
das. Das bestreite ich auch nicht. Nur wage ich mal die Behauptung, dass die Kirche sich auch ohne Büttenreden
in der Messe verständlich machen kann. Der Beweis, dass die Beibehaltung der alten Sprache (alte Messe)
dazu geführt hätte, dass die Kirchen heute genauso voll wie „zu alten Glanzzeiten“ wären, ist nicht
zu führen. Der Meinung bin ich auch. Gewisse Riten hätten aber, wären sie bebehalten worden, die Mysterien
den Gläubigen deutlicher ausgedrückt. Eine Messe, die Karnevalistisches in den Vordergrund stellt, muss
notwendigerweise anderes zurückstellen. Das halte ich für problematisch. Die Menschen sind heute andere
als noch vor 100 Jahren. Sie sind in Freiheit erzogen. Mit Freiheit hat das nicht viel zu tun. Es geht
um das liturgische Bewusstsein und auch um Fehlentwicklungen, die es in der Liturgie gegeben hat und die
auch von vorkonziliaren Päpsten nicht bestritten wurden. Ob man die Reform so machen musste, wie sie
geschehen ist sei aber mal dahingestellt. ME hat man das Kind doch sehr mit dem Bade ausgeschüttet. Ich
würde da auch nicht zuviel Soziologisches hineindenken. Die aufgezählten Aspekte haben viele Gründe,
die mit Ritus + Kirche nichts zu tun haben. Eine Freigabe der alten Bücher wäre dementsprechend auch
kein gesellschaftlicher Rückschritt.
@Gotthard et al: Ich muß mich wohl klarer ausdrücken … Mich stört an diesem Bild die Verbindung aus
den eucharistischen Gaben auf dem Altar und der offensichtlichen allgemeinen Heiterkeit.
Genoveva Der Priester trägt eine ziemlich hässliche Sackalbe oder ein Gewand, das irgendeine Mischung
aus Sackalbe und Casel darstellt (also eine Sackalbe, deren Schnitt an eine Casel erinnert), darüber
eine grüne Stola. Also, ich schließe mich Gotthard da voll und ganz an. Ich sehe da nichts karnevalistisches
am Priester. www.dioezese-linz.at/…mg/Bild%205.JPG.html Schön ist das allerdings auch nicht und meines
Erachtens haben die Heiligen Drei Könige im Altarraum dann doch etwas verspätung, aber vielleicht bin
ich auch nur ein wenig zu konservativ
@ Benedikt Ich bin ja vollkommen bei dir, wenn du sagst, dass Kirche sich nicht anbiedern und dem Zeitgeist
hinterher hecheln sondern authentisch sein soll. On es sich im hier geschilderten fall der Narrenmesse
um Anbiederung handelt, kann ich aber nicht beurteilen. Bestenfalls vermuten, aber das tun ja andere hier
immer schon ganz eifrig; annehmen, und das Angenommene als Faktum verkaufen. Grundsätzlicher finde ich
die Frage, ob Kirche nicht immer auch eine Sprache finden muss, die im Kontext der jeweiligen Zeit und
Gesellschaft auch verstanden wird. es geht mir dabei um die Anpassung von Sprache, verbal wie nonverbal
in Riten, nicht um den Inhalt. Hier wird diese Anpassung permanent komplett negiert. Der Beweis, dass
die Beibehaltung der alten Sprache (alte Messe) dazu geführt hätte, dass die Kirchen heute genauso voll
wie „zu alten Glanzzeiten“ wären, ist nicht zu führen. Bestenfalls hypothetisch. Glauben kann ich es
nicht. Die Menschen sind heute andere als noch vor 100 Jahren. Sie sind in Freiheit erzogen. Ob das gut
ist, sei dahin gestellt. Aber auch diese Freiheit ist es, die dazu beiträgt, dass heute niemand mehr
eine Ehe führen muss, weil es sich so geziemt bzw. weil in Wirklichkeit wechselseitige Abhängigkeiten
ökonomischer Natur dazu gezwungen haben. Frauen sind heute selbstverständlich berufstätig, Männer
können Kochen und die Alterssicherung bedarf nicht mehr möglichst vieler eigener Kinder, sondern einer
Versicherung. Der demographische Wandel wird dem eine Ende machen.
Dreikönigsmesse oder Karneval? Genoveva, salve! zuerst denkt man ja bei den Bildern, die Sie in Ihrem
Posting haben, an eine Messe zum Dreikönigstag, weil da eben Kinder neben dem Priester stehen, die ganz
offensichtlich als Dreikönige „verkleidet“ sind. Erst beim weiteren Durchschauen der Bilder kann man
sich der Erkenntnis nicht mehr länger verschließen, dass es sich offentlichlich um eine „Karnevalsmesse“
handeln muss.
Nein Gotthard, es geht nicht nur um die Predigt Schauen Sie z.B. dieses Bild www.dioezese-linz.at/…mg/Bild%205.JPG.html
an, dann sehen Sie wahrscheinlich und verstehen Sie hoffentlich was ich meinte.
@ freddie schenk Die Annahme, dass die Kirchenkrise auch mit Zuständen wie diesem zu tun hat; Zuständen
also, bei denen haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitern nichts peinlich, abgedroschen oder sachfremd genug
sein kann um es nicht doch irgendwie in der Messe zu platzieren. Begründet wird dies meist damit, dass
man die Leute ansprechen müsste. Es stellt sich aber doch die Frage, warum dies mit so einem Etikettenschwindel
geschehen muss. Ist das „Echte“ nicht gut genug? Es wird auch damit begründet, dass man die Leute abholen
müsste, wo sie stehen. Wahrscheinlicher ist aber, dass man sie mit solchen Aktionen besucht – und nicht
abholt. Derweil liegt die Feier des Kirchenjahres mit seinen Bräuchen und Festen ziemlich darnieder.
Darum kümmert sich niemand mehr. Vielleicht sollte man aufhören, sich lächerlich zu machen, nur um
Leute in die Kirche zu bringen. Vielleicht kommen auch nur noch so wenige, weil man sich dauernd lächerlich
macht. Warum sollte man in eine Büttenmesse gehen? Jede Kappensitzung bietet ein reichhaltigeres Programm.
Mehr Authentizität, dass ist es, was man braucht, um glaubwürdig zu erscheinen. Die Implementierung
gottesdienstfremder Elemente führt zu nichts. Ein Effekt dieser Aktionen ist nirgendwo ersichtlich, jedenfall
nicht zahlenmäßig. Man erreicht allerdings, dass die Botschaft der Christen völlig überlagert wird.
Kappe Ich lasse mir eine Narrenkappe bei der Predigt ja noch eingehen und genau darum ging es bei den
Bildern auf der Seite der Pfarrei. Narrenkappe bei der Faschingspredigt. Sonst nichts …
Narrenmesse, was hat das mit Gottesdienst zu tun? Zitat: „Es handle sich nicht um eine Fastnachtssitzung
in der Kirche. Die Messe soll „Gottesdienstcharakter“ besitzen – betont der Priester vor dem ‘Darmstätter
Echo’. Er sei „in erster Linie“ Pfarrer.“ Ich finde, der Pfarrer, der derartiges von sich gibt, hat einiges
nicht verstanden. Da wird doch Gott zu Grabe getragen, die Pfarrei feiert sich selbst – und das noch in
Narrenkostümen. Pfui, Spinne.
„Narrenmesse“ is ja ulkig. Wenns nicht so zum heulen wäre müßte man lachen. Nächste Bereicherung wird
sein: „Erotikmesse“. In Linz wird sich sicher ein „Priester“ finden der sowas zelebriert (vielleicht mit
oben ohne MinistrantINNEN)
freddie schenk: Ich glaube Sie haben den Sinn einer hl Messe nicht ganz verstanden. Die hl. Messe ist
die erneuerung des Kreuzesopfer Jesu Christi von Kalvaria. Das soll doch keine Spassgesellschaft sein.
Und jeder der das nicht einsieht der sollte noch mal den Kathechismus durchgehen.
@Sulpicius … das Photo findet sich hier auf der Pfarrseite:www.dioezese-linz.at/…farren/thalheim-wels/
unter links dem Link „Bilder“ oder so ähnlich. Nix Fälschung! Na klar, Sie haben den Link ja zuerst
gepostet. Haben Sie das Bild da nicht gesehen?
@Benedikt Wenngleich ich mit dem alten Ritus wenig anzufangen weiß, gebe ich dir Recht, dass nicht mit
zweierlei Maß gemessen werden darf. Ich für meinen Teil kann aber gelassen damit leben, wenn Anhänger
dieses alten Ritus ihn auch feiern, wenn ihnen diese From von Spiritualität besser liegt. Diese gelassenheit
im umgekehrten Fall vermisse ich hier aber doch sehr, wenn ewig gepöbelt wird, was das zeug hält.
@ freddie schenk Möglicherweise, weil in Mainz ansonsten rigoros gegen die Erlaubnis einer einzigen(!)
Messe im alten Ritus vorgegangen wird. Die Besorgnisse hinsichtlich einer einheitlichen Liturgie scheinen
immer nur dann zu gelten, wenn es um die alte Messe geht. Gegen Degenerationen beim neuen Ritus sagt niemand
was. Dies lässt die Verantwortlichen ehrlich gesagt in keinem sehr guten Licht erscheinen, was man auch
sagen dürfen muss. Man könnte das mal auf den Punkt bringen.
@Benedikt: Da hast Du einfach recht Ich lasse mir eine Narrenkappe bei der Predigt ja noch eingehen (bei
mancher Predigt denke ich sie mir ohnehin dazu), aber mit einer Narrenkappe auf dem Kopf das Hochgebet
sprechen, ist einfach von der Sache her nicht möglich. Der Grundgedanke des Karnevals – alles Menschliche
ist vergänglich und kann daher auch humoristisch hinterfragt werden – ist ja nicht unchristlich. „Alles
ist Windhauch“ sagt die Schrift dazu. Aber für die Eucharistie gilt das eben nicht, niemals und in keiner
Weise.
@Benedikt Deine Argumente kann ich nachvollziehen und respektiere sie. Für mich bleibt jedoch die frage,
warum hier aus dieser Mücke mal wieder so ein Elefant gemacht wird!
Adamah & maureen Es handelt sich um keine Fotomontage. Die von Euch als Hinweis auf eine solche interpretierten
Stellen im Bild sind sogenannte Artefakte, die immer dann entstehen, wenn man das Dateiformat JPEG mit
hoher Kompression benutzt.
Trotzdem… Fastnacht ist gut und schön. In der Messe geht es aber um anderes. Wenn es ohnehin eine Pfarrfastnacht
gibt, so kann man sein komödiantisches Talent dort unter Beweis stellen und muss dies nicht auch während
der Messe tun. Es ist nicht schlecht, wenn der Gemeinde bewusst ist, dass die Messe von gewissen äußeren
Einflüssen unbeeindruckt bleibt.
@maureen Auch bei einer Vergrößerung auf 1200 prozent lässt sich nicht eindeutig sagen, dass das Bild
eine Fälschung ist. Der Geistliche hat noch so Plastikpausbacken aufgesetzt. Dass das Bild „pixelig“
ist, liegt an der Komprimierung fürs Internet. Es spräche ja auch nichts gegen eine Montage, die dann
aber als solche gekennzeichnet sein müsste. Ist sie das nicht, so handelt es sich hier aber um Betrug,
zumal in der Bildunterschrift behauptet wird, es handele sich um ein Originalfoto. Ich verstehe jedoch
das Problem einer solchen Narrenmesse nicht. Was soll denn bitteschön blasphemisch (wie hier behauptet
wird) daran sein, wenn ein Priester einmal im jahr zur Predigt eine Narrenkappe aufsetzt und augenzwinkernd
von der Kanzel spricht? Wem das nicht liegt, der kann doch einfach eine andere Messe besuchen.
Adamah & maureen Das Bild ist keine Fotomontage, es befindet sich genau so auf den Internetseiten der
Pfarre Thalheim bei Wels. Hier ist der Link nochmal, dwen Sulpicius freundlicherweise rausgesucht hat: www.dioezese-linz.at/…farren/thalheim-wels/ Gehen Sie im linken Frame auf „Fotoalbum“, dann auf „Fotos
2004“ und dann sehen Sie auch schon die Bilder von der „Faschingsmesse“.
Na klar, und jeder vernünftige Mensch sieht sofort, daß die eine heilige, katholische und apostolische
Kirche Jesu Christi im Jahre des Heils tweitausendundsieben aus Pater Lingen und Dani, dem Sedi besteht
…
@PX33 Halt mal den Ball schön flach – Blasphemie ist höchstens die Art und Weise, wie du und deinesgleichen
hier ständig andere zu Narren erklären. Was regt ihr euch eigentlich ständig über solche Nebenkiregsschauplätze
auf? Würdet ihr sonst etwa am Ende noch vor lauter Langeweile aussterben?
Blasphemie!!!!!!!!! Das ist nicht mehr katholich. Wenn so etwas in den Kirchen getan wird, brauch ich
ja gar nicht mehr in eine Kirche rein gehen. Das ist eine beleidung Gottes, Jesus Christus ist doch nicht
aus spass am Kreuz für uns gestorben. Die ganzen Qualen die er für uns aufgenommen hat und die verpotten
ihn jetzt. Man kann gerne Karneval feiern, es muss aber an einem dafür geeigneten Ort sein und nicht
in einer Kirche wo so etwas heiliges prakteziert wird. Jeder der so einen Narrengottesdienst besucht ist
ein Narr und dumm.
Herr Muhler ist so froh, daß er nicht … … bei den Katholiken, da ist das obercool, da sind die Pfarrer
Polen, Inder oder schwul! … Sicher legen wir die Verse eines Karnevalsliedes nicht auf die Goldwaage,
aber hier hat das gesunde Volksempfinden offenbar die Quadratur des Kreises erreicht: „wie vereinige ich
Xenophobie, Homophobie und Klerikerschelte in einen einzigen Vers!“
#15 Emil Muhler 14:19:03 | Freitag, 9. Februar 2007
Ich bin froh, dass ich nicht evangelisch bin … So beginnt ein Karnevalslied in dieser Session. Und so
solls auch bleiben. Hört Euch mal folgendes Lied an: Karnevalslied schlosskirche.blog.de/…misanthropen~1485460
Humor ist gewiß nichts „Außerkatholisches“ und auch die karnevalistische Ansprache eines Geistlichen
kann, wenn der Geistliche engagiert und talentiert ist, von pastoralem Nutzen sein! Daß aber „Karnevalssitzungen“
in der Kirche stattfinden und ihnen „Gottesdienstcharakter“ beigelegt wird, ist unerträglich!
das Foto eine Montage? So wie ich bei 800 facher Vergrößerung sehen kann, ist der Kopf montiert. Die
vielen wellenfömigen Umrisse und die Größe bzw. Neigung sind sehr Verdächtig. Trotzdem-----Narri Narro!!
Bei eis isscht dia Fasnet dot rnscht!! Ohne Kirche, koi Fasnet Der Franziskanerprediger Geiler von Kaysersberg
(1445 – 1510) schrieb im mittelalterlichen Straßburg: „Jetzt ist die Fasnacht, eine Zeit zum Fröhlichsein.
Gleich hernach folget die traurige Fasten. Die christliche catholische Kirche erlaubet ein ehrliche recreation
und Wollustbarkeit, damit ihre geistlichen Kinder desto williger seyn, die heilige Fasten zu halten.“
„Fastnacht“, das bereits um 1200 als mhd. „vastnacht“ belegt ist, wird bei diesem Ansatz demnach ganz
zweifellos als die Nacht bzw. im weiteren Sinne die sechs Tage vor Beginn der Fastenzeit gedeutet und
in die Ordnung des Kirchenjahres eingebettet gesehen, auch wenn häufig durch Wegfall des „t“ aus Fastnacht
„Fasnacht“ und schließlich im Dialekt „Fasnet“ oder „Fasent“ daraus geworden ist. Und so läßt sich
auch erklären, dass sich die Fastnacht nur in katholischen Gegenden gehalten hat: ohne Fastenzeit wurde
die Fastnacht in protestantischen Gebieten ihrer Funktion beraubt und gleichzeitig als katholische Unsitte
und unchristliches Teufelswerk angeprangert
@stimme der vernuft – Sie haben Recht! ==== ==== ==== Als ein rk. Priester hat er sich Jesus Christus
bis in den Tod verschrieben und nicht dem PGR oder der Frauengemeinschaft, sonstigen charismatischen Bewegungen
oder gar idiotischen Karnevalsveranstaltungen! Seine Heimat ist der Beichtstuhl! Seine Kleidung das Skapulier.
Sein Gürtel der Rosenkranz. Seine Mutter die Jungfrau Maria! Sein Knappe im kampfe gg. den Satan ist
der hlg. Erzengel Michael! Sein Banner ist Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament und auf den
Prozessionen! Er ist unermüdlich um die Seelenrettung seiner Gemeinde bemüht, Tag und Nacht! Aber das
haben sie sicherlich NICHT GEMEINT – denn der polemischen Unterton war nicht zu überlesen, oder?? Und
Jesus Christus hier zu verunglimpfen ist taktlos – die Hochzeit zu Kana war der Anfang SEINES Heilswirken
und nicht die Startrakete für ihr Possenspiel!
Spaßbremsen Wenn ihr Spaßbremsen hier im richtigen Leben nix zu lachen habt – müsst ihr euch dann deswegen
permanent Menschen anprangern, die Spaß verstehen und wissen, dass Humor unendlich befreiend sein kann?
Dafür, dass ihr das nicht begreifen könnt oder wollt, können die nämlich nix.
Entsetzlich! Er hat sich schon zweimal an Fastnachtsveranstaltungen beteiligt! Entsetzlich! Und dabei
Wein getrunken! Was für ein Frevel! Christus hat schliesslich in Kana das Wasser auch nur in Wein verwandelt
um die Leute mit seiner Wundertätigkeit zu beeindrucken, anschliessend wurde der Wein in den Gulli gekippt.
Un getanzt wurde auf diser Hochzeit auch nicht, es ist erwiesen durch die Visionen der Seherin Irina Beschwipsowa
dass die Hochzeitsgäste da nur den Rosenkranz beteten.
#4 thaumaturgos 13:32:23 | Freitag, 9. Februar 2007
um gottes willen … wir haben im seminar auch fasching gefeiert, muss ich jetzt auch das amt aufgeben
))) ihr seid zu 90% sauertöpfe, wie im namen der rose, jorge von burgos ja mordete, weil „jesus hat nicht
gelacht“ auf eine solche tradition verzichte ich … un, lest mittelalterliche chroniken, dort gab es
in kathedralen schlimmeres als fasnachtsmessen (etwa bei raul glaber sind einschlägige stellen zu finden) …
btw, fröhliches suchen