Das Presseamt der Erzdiözese Köln bezieht Stellung zu den Vorwürfen, Kardinal Meisner hätte in seiner Predigt den Holocaust verharmlost. Der Kardinal: „Wenn ich geahnt hätte, daß mein Verweis auf Hitler mißverstanden hätte werden können, hätte ich seine Erwähnung unterlassen. Es tut mir leid, daß es dazu gekommen ist.“
(kreuz.net, Köln) Das Presseamt des Erzbistums Köln stellt sich in einer Pressemitteilung vom 8. Januar
der Kritik an Kardinal Meisners Predigt zum Fest Epiphanie durch Paul Spiegel, den Präsident des „Zentralrats
der Juden in Deutschland“.
Der Wortlaut der Predigt sei verkürzt zitiert und aus dem Zusammenhang gerissen
worden.
Dadurch gewann man den Eindruck, „dem Kardinal ginge es allein um einen Vergleich von kriminellen
Taten.“
Paul Spiegel hatte den Vergleich des Holocausts mit der Kinderabtreibung hart kritisiert und
erklärt, er habe absolut kein Verständnis für Äußerungen, bei denen Abtreibung und Sterbehilfe mit
den Verbrechen des Naziregimes gleichgesetzt würden.
Er forderte Kardinal Meisner auf, sich unverzüglich
von diesem Vergleich zu distanzieren.
Der Erzbischof von Köln meinte angesichts der Kritik: „Wenn ich
geahnt hätte, daß mein Verweis auf Hitler mißverstanden hätte werden können, hätte ich seine Erwähnung
unterlassen. Es tut mir leid, daß es dazu gekommen ist.“
Er werde, so der Kardinal weiter, den Hinweis
auf Hitler in der Predigtdokumentation tilgen lassen.
Tatsächlich, berichtigte das Presseamt, habe Kardinal
Meisner an wenigen Beispielen klar gemacht:
„Wo sich Menschen zum Herrn über das Leben machen, verlieren
andere das Leben.“
Die Kritik unterstelle dem Kardinal, daß der Mord an Juden im Zweiten Weltkrieg relativiert
worden sei.
Kardinal Meisners Absicht sei es gewesen, in einem Vergleicht mit der heutigen Zeit klarzustellen,
daß Verfehlungen am menschlichen Leben geschehen sind, die sich darauf zurückführen ließen, „daß
sich Menschen zum Herrn über das Leben machen“.
Heute, erklärte das Presseamt der Erzdiözese, bestehe
fast kollektiv die Annahme, der Mensch könne über das Lebensrecht ungeborener Kinder entscheiden.
In
seiner Predigt am 6. Januar hatte Kardinal Meisner folgende Worte an die Gläubigen gerichtet, die daraufhin
die Kritik der veröffentlichten Meinung hervorriefen:
„Mein Leben, mein Herz, mein Leib gehört nicht
mir. Es ist sein [= Gottes] Eigentum.
Ich kann über mein eigenes Leben und über das Leben anderer nicht
verfügen. Ich kann es immer nur dankend empfangen.
Es ist bezeichnend:
Wo der Mensch sich nicht relativieren
oder eingrenzen läßt, dort verfehlt er sich immer am Leben: zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem
umbringen läßt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und
heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.
Abtreibung und Euthanasie
heißen die Folgen dieses anmaßenden Aufbegehrens gegenüber Gott. Das sind nicht soziale Probleme, sondern
theologische. Hier kommt das erste Gebot ins Spiel:
‘Du sollst keine fremden Götter neben mir haben’“.
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Kardial Meisner erntet wirklich Kritik von K Lehmann? Im Gegensatz zu jenen, die der Papst in seinem Buch
„Erinnerung und Identität“ ohne Schnörkel ansprach, bewundere ich ausdrücklich ihn, Kardinal Meisner
und Rabbi Friedman. Aus diesem Grunde schrieb ich an Dr. Spiegel; der mir in Manier, die für mich an
Idiolatrie grenzt, antwortete, mit Kardinal Lehmann vereinbart zu haben, es dürfe nicht relativiert werden.
(Wo haben die denn das her?) Cribbio! Wenn wirklich ein solches Arrangement bestehen sollte, wüßte ich
schon gar nicht, wieso Christen überhaupt Kardinal Lehmann unterstehen sollten. Die heutigen Christen
sind in Deutschland vielleicht zahlenmäßig weniger, dem diametral gegenüberstehend jedoch kritischer
geworden. Es reicht nicht mehr aus, wie in der CDU nur den Kürzel anzuführen und wie Helmut Kohl trotz
Abtreibung in seinen blühenden Landschaften jahrzehntelang munter weiter zu regieren. Die Kirche, die
früher so gerne auf Seiten der Mächtigen stand, hat in jenem Papst, den Beck und Westerwelle angreifen
wollten (!!), den Wandel gut verstanden. Die Christen, unter ihnen auch manche, die im III. Reich gelitten
haben und verfolgt wurden, während nach dem Kriege den Verursachern und Peinigern über die Rattenlinie
geholfen wurde, auch. Sie lassen sich nicht erneut in etwas handeln, das man eventuell und wenn auch nur
entfernt mit einem neuen Konkordat relativieren könnte. Kardinal Lehmann ließ seinen Kollegen im Regen
stehen. Gott schütze die Ungeborenen und ihren Fürsprecher Kardinal Meisner. Franco
#27 GerdEric 21:01:30 | Donnerstag, 20. Januar 2005
Lieber Werner Uttermann >>Wenn der Mensch sich als absolut sieht, wenn er meint, er sei der Beherrscher
von Leben und Tod, wenn er keinen Gott anerkennt und deshalb Gottesgebote auch nicht befolgt, dort verfehlt
er sich immer am Leben. Herodes hat sicherlich nicht vergessen, wem er seine Macht verdankte, dem römischen
Kaiser… und doch kannte auch er Gott, er liess auch grosszügig für Gott bauen (was aber seine Untertanen
ihm nicht zu Gute hielten, zu Recht) Die sonstigen Verfehlungen (die sittlichen) passieren auch so manchem
Kirchenmann. >> Dann spricht Kardinal Meisner Beispiele der Verfehlungen an von Mensche an: zuerst Herodes,
der die Kinder von Bethlehem umbringen läßt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen
vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.“ Es
ist unverständlich für mich, wie gebildete Leute, wie Herr Paul Spiegel, Präsident des Zentralrates
der Juden in Deutschland, öffentlich losschreien, aber damit auch aufzeigen, dass sie nicht in der Lage
waren, warum auch immer, diese Äußerungen Kardinal Meisners richtig zu verstehen. Leider war der Kardinal
nicht in der Lage zu erkennen, dass er andere Beispiele hätte nehmen können, als zB ein Bischof in Südfrankreich
selbst Hand anlegte gegen die Albingenser, und alles töten liess, und seine es katholische Söldner,
für die die Albingenser zuvor das Leben ausgehandelt haben, oder Kinder. >> Große Hast in den Reaktionen,
lässt oft solche Fehler aufkommen, aber auch das Verständnis von sich selber, man sei sehr wichtig und
alle Welt höre darauf was man sagt, kann solche Verstehensfehler begünstigen, meine ich. Also: Nicht
der Kardinal muss sich entschuldigen, sondern Herr Paul Spiegel. weil er sich zu Recht aufregte? >> Eine
Schande für die DBK ist es, dass sie sich so wachsweich aus der Affäre zieht. Mehr Mut unseren Bischöfen.
Je schwächer der Mut um so weniger Gläubige. Hirten müssen sich gemeinsam den Wölfen entgegenstellen!
Wie soll ich denn das verstehen? wer sind denn Deiner Meinung nach die Wölfe? Interessiert mich doch
sehr. Und bedenkte, es wird schon im NT vor den falschen Hirten gewarnt.
Wer vernebelt in Deutschland das Sprachverständnis? Lesen wir doch noch mal die Aussage in der Predigt
von Kardinal Meissner genau: „Wo der Mensch sich nicht relativieren und eingrenzen läßt, dort verfehlt
er sich immer am Leben: zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen läßt, dann unter anderem
Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene
Kinder millionenfach umgebracht.“ Es ist darin nie die Rede davon, die einzelnen Ereignisse zueinander
in Beziehung zu setzen (zu relativieren*). Der Schwerpunkt liegt in der Relativierung und Eingrenzung
des Menschen. Das soll heißen: Wenn der Mensch sich als absolut sieht, wenn er meint, er sei der Beherrscher
von Leben und Tod, wenn er keinen Gott anerkennt und deshalb Gottesgebote auch nicht befolgt, dort verfehlt
er sich immer am Leben. Dann spricht Kardinal Meisner Beispiele der Verfehlungen an von Mensche an: zuerst
Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen läßt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen
Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.“
Es ist unverständlich für mich, wie gebildete Leute, wie Herr Paul Spiegel, Präsident des Zentralrates
der Juden in Deutschland, öffentlich losschreien, aber damit auch aufzeigen, dass sie nicht in der Lage
waren, warum auch immer, diese Äußerungen Kardinal Meisners richtig zu verstehen. Große Hast in den
Reaktionen, lässt oft solche Fehler aufkommen, aber auch das Verständnis von sich selber, man sei sehr
wichtig und alle Welt höre darauf was man sagt, kann solche Verstehensfehler begünstigen, meine ich.
Also: Nicht der Kardinal muss sich entschuldigen, sondern Herr Paul Spiegel. Eine Schande für die DBK
ist es, dass sie sich so wachsweich aus der Affäre zieht. Mehr Mut unseren Bischöfen. Je schwächer
der Mut um so weniger Gläubige. Hirten müssen sich gemeinsam den Wölfen entgegenstellen! –----------------------------------------------------------------------
*)relativieren = „etwas, das als absolut gilt, in seiner Bedingtheit aufweisen“ (v. Kienle, Fremdwörterlexikon)
Kardinal Meisner – Ein Fels in der Brandung Deutschlands Seiner Eminenz Kardinal Meisner gehört unser
uneingeschränkter Dank, daß er die Verfehlungen der Menschen aufzeigt. Und hierzu sind auch natürlich
die Beispiele – alle Beispiele – unserer Geschichte notwendig.
#24 LivingWater 08:48:43 | Dienstag, 11. Januar 2005
Spiegel hat Hitler reingewaschen Eines hat Herr Spiegel nun erreicht: Adolf Hitler, bisher als Massenverbrecher
in einer Linie mit Stalin, Pol Pot und anderen Ganoven, auch von Kardinal Meisner in einer Reihe mit anderen
Massenverbrechern genannt, ist nun reingewaschen. Niemand darf es mehr wagen, ihn zusammen mit anderen
Verbrechern zu nennen, somit wird sich das Andenken an seine Verbrechen verflüchtigen, es dauert möglicherweise
nicht mehr lange, dann weiß man zwar noch, daß da viele Juden umgebracht wurden, aber von wem? Das ist
dann aus dem Bewußtsein gestrichen. Herrn Spiegel sei Dank.
WAHNSINN, DER LINK DES JAHRES 2005! Leute, ich habe nun den <A HREF=„www.bayernpartei.de/“>total coolen
Link des Jahres 2005</A> gefunden, bitte unbedingt durchlesen, selbst überzeugen und dann etwas für
die Demokratie in Bayern tun ,-)
@marcellus Was ist Ihr Problem? Ich habe gesagt „Seit Jahrzehnten“ – nun haben wir 2005 und es sind doch
seit den 80ern ein paar Jahre vergangen. Aber es ist egal, mir zumindest. Bezüglich der Kunstschätze
aus Franken: Das Thema ist mir ehrlich gesagt auch egal. War nur ein Tip von mir und wenn Sie ihn nicht
annehmen wollen – auch OK. Und wegen ihren sonstigen Problemen mit der CSU: Wir leben in einer Demokratie
und wenn Ihnen die CSU nicht zusagt, dann sollten Sie sich politisch engagieren und selber mitgestalten.
Und zu dem was lebende oder schon verstorbene CSU-Größen gesagt haben: In der Politik wird viel gesagt
wenn der Tag lange ist. Dies gilt übrigens nicht nur für die CSU. Was dann daraus wir kann man recht
schön an den von Ihnen genannten Beispiel sehen: Wackersdorf wurde nie fertiggestellt und das obwohl
die CSU sehr massiv dafür war. So was ist nur in einer Demokratie möglich. P.S.: Was ich zuletzt zum
Thema „Wackersdorf“ in Altötting gesehen habe fand ich gut. Es haben auch Katholiken gegen Wackersdorf
protestiert und Maria um Beistand gebeten. Als Dank hängt dafür eine Tafel in dem Rundgang um die kleinen
Kirche (Mitte des Kapellplatz).
Bitte journalistisch sauber arbeiten! Also bitte bei den Tatsachen bleiben : München wurde unter dem
CSU-OB Kiesl in den 80iger Jahren von einer absoluten CSU-Stadtratsmehrheit regiert. Daß man in München
von den Beutezügen Bayerns in Franken nur leise hört, ist sehr vielsagend : Tja- praktisches Beispiel
einer Demokratie, in der man alles sagen darf. Sehr aufschlußreich! Zum Demokratieverständnis der Christenunion
in Bayern sollte der geneigte Interessent mal nachlesen, mit welchen unglaublichen „demokratischen“ Methoden
seinerzeit die Bayernpartei erwürgt wurde und was der große CSU-Guru Strauß über Andersdenkende, z.B.
bei der atomaren Wiederaufbereitungsanalage in Wackersdorf „demokratisch“ geäußert hat. Ich erinnere
mich sehr wohl an „Ratten und Schmeißfliegen“. Aber ich beende jetzt damit die Diskussion- dazu ist mir
meine Zeit zu schade. Jedem Tierchen sein Plessierchen- wegen mir auch die CSU.
Gut, daß Meisner relativiert Sehr gut sogar – denn das zeigt doch klar, und für alle sichtbar, wer am
längeren Hebel sitzt. Wieso werden eigentlich die orthodoxen thoratreuen Juden totgeschwiegen und werden
in den Massenmedien nicht zitiert, obwohl sich z.B. der ehrenhafte Wiener Rabbi seit langem bemüht, daß
ihnen in der Öffentlichkeit die gebührte Aufmerksamkeit zuteil werde. Rabbi Friedmann würdigt ausdrücklich
den guten Willen und die Gründlichkeit, mit der sich die Deutschen ihrem Verhältnis mit dem Judentum
stellen. „No fraternisation with the Germans!“ lautete bereits in der Besatzungszeit die Direktive an
die US-Soldaten. Der deutsche Einschlag in der jungen US-Kultur war ja größer als dies den US-Regenten
lieb war.
@marcellus Man kann natürlich immer nach dem „absolut“ perfekten suchen und suchen und suchen und suchen…
Aber man wird feststellen das es das perfekte und 100 % nur im Glauben an Gott gibt, sonst nirgendwo und
ganz besonders nicht in der Politik. Deshalb wird man in der Politik – ob in Bayern oder sonst wo – immer
auch „Haare in der Suppe“ finden. Damit werden wir leben immer müssen, denn Politik wird von Menschen
gemacht und wo Menschen sind dort menschelt es. Bezüglich Demokratie in Bayern: JA es ist eine Demokratie.
Sicher verbesserungswürdig, aber darin unterscheidet es sich nciht von anderen Demokratien. Oder kann
mir einer ein Land nennen in dem es eine perfekte Demokratie gibt? Bezüglich mitmachen in Bayern: Ich
bin Münchner und dort herrscht keine CSU. Seit Jahrzehnten übrigens. Und mitmachen und mitgestalten
kann man und es macht Sinn, es macht auch Spaß und man kann Gutes bewirken. Ist gar nicht so schwer.
Und ob nun 40 % nicht zur wahlt gehen (Auch nicht zur Wahl zu gehen ist Bürgerrecht) oder seit Jahrzehnten
eine Partei regiert, es ist halt so. Wen es stört der kann was dagegen machen, wen es nicht stört und
es gut findet der kann auch in der CSU mitmachen. Wo ist das Problem? Zu Franken und den Kunstschätzen:
Was soll man dazu sagen… Hab auch schn dqavon gehört, aber nur sehr „leise“. Geht halt in die Öffentlichkeit.
Dann kann man so was auch ändern. Zur „political correctnes“: Merikwürdig, obwohl ich journalistsich
tätig bin habe ich nie ein Problem mit der öffentlichen Meinung oder der Politik. Vielleicht mag es
daran liegen das ich selber „Korrektheit“ und die Würde des anderen als sehr wichtig erachte.
@„jüdische Diktatur“ etc. Ist ja interessant – schleichen sich die Linksextremen schon in die konservativ-katholischen
Foren ein, um diese völlig zu dessavouieren – oder wie sind solche rechtslastig-verrückten Meldungen
zu verstehen? Verschwörungstheorien haben ja den signifikanten Vorteil, nichts beweisen zu müßen, aber
alles erklären zu können.
Bayern und Demokratie? Diese beiden Begriffe müssten zunächst einmal genau definiert werden. Demokratie,
übersetzt Herrschaft des Volkes bedeutete einst, daß die Bürger selber über ihr Schicksal und das
Schicksal ihrer „polis“ (griech.Stadtgemeinde,Gemeinwesen) entschieden. Sie wollten sich so von der Monarchie(
Königsherrschaft) und der Aristokratie bzw.Oligarchie (Herrschaft der „Besten“) abgrenzen. Nach dieser
Definition habe ich meine Zweifel, ob angesichts der Politikercliquen allerorten und natürlich auch in
Bayern der Demokratiebegriff so noch definiert werden kann. An der sogenannten bayerischen Demokratie
teilnehmen, heißt : Bieder und brav das nachplappern, was der jeweilige große Vorsitzende als Denkschemata
zu denken vorgibt. Augenblicklich wird vorgedacht, daß die CSU- Paladine der EU-Verfassung zuzustimmen
haben und siehe da: sie stimmen zu. Der Bürger selber hat da nichts zu melden- er darf sein Kreuz auf
dem Stimmzettel machen und damit hat es sich. Bei der letzten Landtagswahl ist die Zahl der Nichtwähler
in Bayern auf beinahe 40% gestiegen, d.h. 4 von 10 mündigen Bürgern gehen nicht mehr zur Wahl. Warum
wohl? Und Bayern ist nicht gleich Bayern: Da gibt es z.B. Franken, das vom Königreich Bayern okkupiert
wurde. Heute noch kämpfen die fränkischen Bürger um Rückgabe großer teile des Bamberger Domschatzes,
der nach Zerschlagung des Fürstbistums nach München verbracht wurde. Im Übrigen : Überall gibt es
die sogenannte political correctnes, d.h. die Politik und die öffentliche Meinung sagen Dir genau, was
Du zu denken hast und wehe, Du weichst davon ab. Demokratie???????
@Maurice Corvisier Ich leben in Bayern – und bin Gott dankbar das ich ein einer Zeit leben darf wie diese.
In Freiheit und in einer Demokratie an der ich aktiv und passiv seit Jahrzehnten teilnehme.
Find ich gut Ich finde es sehr gut das Kardinal Meisner seinen unnötigen Vergleich/Zusammenhang zurückgenommen
hat. Ich denke wir Christen haben auch eine Verantwortung in der Wortwahl und wenn man die Gefühle anderer
Verletzt muß man bereit sein eine andere Wortwahl zu treffen. @joergx2000: Was soll das mit „jüdischer
Diktatur“? Solche Sätze hört man normalerweise aus einer Ecke die man nicht auf einer katholischen Seite
vermutet. Ich hoffe das war ein einmaliger Ausrutscher. Und seien Sie dankbar das Sie in keiner Diktatur
leben. @Yersinia – 08. Januar 2005, 15:04: Gut gesagt und gut auf den Punkt gebracht.
Rechts- und Unrechtsbewußtsein Ein wichtiger Punkt ist auch, daß eine Gesetzgebung eine Rechts- bzw.
Unrechtsbewußtsein schaffen muß. Wenn etwas „legalisiert“ ist, kommt es im allgemeinen schnell zu dem
Urteil: Ach, so schlimm ist es ja dann nicht. Diese Einstellung trifft man schnell bei Männern an. Das
ist auch ein ganz heikles Problem bei der „Legalisierung“ der Abtreibung. Interessant übrigens auch,
daß sich die alle Welt über den sog. „Vergleich“ Meisners aufregt, der im übrigen keiner war (ähnlich
wie bei Hohmann), nicht aber über die dahinterstehende Tatsache, daß es diesen Humanozid wirklich gibt!
@sulpicius: freilich bleibt es ein Übel! Die andere Seite ist aber, wenn ein Übel nicht abzustellen
ist, weitere damit einhergehende Bedrohungen und andere Übel hintanzuhalten. Ob 20% der Abtreibungen
in Österreich oder Deutschland tödlich enden, kann wohl bezweifelt werden – für arme Länder bzw dort
lebende arme Frauen mag das gelten. Zu den Ärzten stellt sich die Frage, woher diese vom Vermögensstand
ihrer Patientinnen wissen bzw ob es nicht Privatärzte sind, zu denen naturgemäß Frauen gehen, die es
sich leisten können. Worum es bei einer Abtreibung aber wirklich geht, ist die Angst der werdenden Mutter
vor der Zukunft – und hier geht es nicht um „Karriere“ – welche Frau macht schon Karriere – sondern meist
um Armutsgefährdung; für die Frauen, von deren Abtreibung ich weiß, war es jedenfalls immer ein sehr
sehr schwerer Schritt.
Hitler & Abtreibung Lieber Herr Erzbischof Meißner Schade daß sie so schnell vor der jüdischen Diktatur
umgeknickt sind. Das Dogma des Holocaus ist eben hier zu Lande eine unangreifbare Lehre. Wer dagenen verstößt
wird sofort von allen heftigst angefriffen. Das gilt z.B. für die geniale Rede des Herrn Hohmann ( atheistische
Juden waren ein Tätervolk im Kommunismus unter Lenin ) Leider ist aber wahr, HITLER und ABTREIBUNG gehören
zusammen. Schließlich hat dieser Höllensohn das als erster staatlich erlaubt. Daher muß beides zusammen
genannt werden. Die schrecklichen Verbrechen der Massenmörder Hitler / Stalin und der staatlich erlaubten
Abtreibung wo sich jeder zum Herrn über Leben und Tod aufspielt. Das will hierzulande aber kein Polikiker
hören. Aber an seiner Hand klebt Blut durch die Gesetze die er im Namen des Volkes und nicht im Namen
Gottes erstellt. Seine Gebote werden hier mit Füßen getreten. Da freut sich nur einer : Satan und seine
gefallenen Engel Schade daß es in Deutschland schon lange keine streitbaren Bischöfe a la Düba mehr
gibt. Gelobt sei Jesus Christus
Grundsätzliches Im übrigen haben mir zwei Mediziner unabhängig voneinander bestätift, daß die Anzahl
der Abtreibungen wegen sozialer Indikation u.ä. verschwindend gering ist. Das Gros der Abtreibungen findet
sich im bürgerlichen Durchschnitt. Man kann hier also annehmen, daß es sich hier bei der Abtreibung
um Lustabfall handelt. Bedenkenswert!
An Yersinia Trotzdem ändert tausende Begründungen nichts an der Tatsache, daß bei einer Abtreibung
Leben zerstört wird. Auch hilft es nichts, wenn man darauf verweist, daß es immer so war und sein wird.
Unrecht muß benannt und entsprechend geahndet werden. Das ist der Grundsatz jeder logischen Rechtssprechung.
Holocaust und Abtreibung Nun ja, auch heute sollte niemand den Holocaust erwähnen, da fühlen sich noch
immer viele Menschen auf den Schlips getreten. Natürlich waren das ganz schlimme Verbrechen. Aber man
darf doch nicht die Augen vor dem verschließen was heute durch die Abtreibungen geschieht! Das ist ebenso
tragisch wie kriminell. In der Sache hatte der Kardinal recht.
Yersinia, ich muss Ihnen leider widersprechen! Ein offizieller Vertreter der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) hat zugegeben, dass auch legale Abtreibungen nicht unbedingt „sichere“ Abtreibungen sind. Das berichtet
das „Catholic Family and Human Rights Institute“ (C-FAM) im wöchentlich erscheinenden „Friday Fax“ (21.
Mai). Auf dem „Global Population Forum 2004“ habe Gunta Lazdane von der WHO ausgeführt, dass bis zu 20
Prozent der Fälle von Müttersterblichkeit auf eine Abtreibung zurückgehen, auch dann, wenn sie legal
vorgenommen wird. Man müsse sich die Frage stellen, ob „sichere“ Abtreibungen tatsächlich sicher sind.
Bisher haben Abtreibungsbefürworter immer wieder argumentiert, dass nur illegale Abtreibungen „unsicher“
sind. Deshalb müssten Abtreibungen weltweit legalisiert werden, damit keine Frau mehr bei einer Abtreibung
sterben müsse. Das Beispiel zeigt, wie tief die Gleichung: „Abtreibungsverbot = Gefährdung der weiblichen
Gesundheit“ im kollektiven Bewusstein verankert worden ist, höchst bewusst durch die Pro-Abortion-Lobby
als Liberalisierungshebel eingesetzt. Da gibt es effektiv noch viel „Aufklärungsarbeit“ zu leisten. Jüngste
unabhängige Untersuchungen bestätigen: mit restriktiven Gesetzen lassen sich Abtreibungszahlen tatsächlich
effektiv senken, ohne die Gesundheit der Frauen insgesamt zu gefährden, im Gegenteil! Wer die Kirche
weiterhin als DEN Sündenbock sehen will, muss halt mit seinem Brett vor dem Kopf weiterleben. Aber es
ist nicht mehr zwingend…
Ein Vergleich mit einer Diktatur ist im Fall der Abtreibung einfach „daneben“! Dieser Vergleich zwischen
politischen Systemen und der Situation von Frauen, die sich zu einer Abtreibung entschließen, kann wohl
nur von Männern kommen! Nicht umsonst sind Frauen in der Abtreibungsdebatte eher zurückhaltend. Die
Fristenlösung wurde ja eingeführt, um eine Situation, die es einfach gibt – Frauen treiben nun mal ab
und nichts auf der Welt konnte dies in den letzten Jahrtausenden verhindern – um diese Situation wenigstens
einer Regulierung zu unterwerfen; dies hat gegenüber der früheren „Untergrundsituation“ und den „Engelmacherinnen“
doch auch vieles verbessert – neben entsprechenden medizinischen Bedingungen gibt es heute sehr viel Unterstützung
für schwangere Frauen – vieles gibt es noch zu verbessern, Abtreibung als politisches Schlachtfeld zu
mißbrauchen – noch dazu von Männern vorangetrieben – nützt aber nur den Rethorikern, sicher nicht den
Frauen und Kindern!
Hochachtung Doppelte Hochachtung für Kardinal Meisner: Erstens für das, was er in der Predigt gesagt
hat, zweitens für die Art und Weise, wie er ein mögliches Mißverständnis ausgeräumt hat, ohne seine
Worte in der Sache zurückzunehmen: Jedes Leben, auch das der Ungeborenen, muß den Schutz der Menschen
erfahren. Wo Gott mißachtet wird, ist auch der Mensch gefährdet.
Art und Weise des Wirtschaftens Verfehlungen gegen das Leben geschehen heute tagtäglich millionenfach
durch die Art und Weise, wie weltweit gewirtschaftet wird – so, dass manche Menschen reich, aber viele
arm werden oder von Armut bedroht sind. Eher lasche Hirtenbriefe in diese Richtung, die mehr oder minder
individualistisch auf die „menschliche Habsucht“ verweisen, werden an diesem Problem sicher nichts ändern.
Und zuerst sollte wohl einmal eine lebensfreundliche wirtschaftliche Situation geschaffen werden – auch
in westeuropa, wo junge Menschen von zunehmender Zukunftsunsicherheit betroffen sind – eine Sache, die
gut abgesicherte „Kirchenmenschen“ eher nicht zu spüren bekommen!