Liturgie
Ein neuer Bayreuther Ritus
„Hilfe, Hochwürdigster Herr Erzbischof“ – heißt es auf einem katholischen Weblog, welcher der Schloßkirche zu Bayreuth gewidmet ist.
Altarraum der Bayreuther Schloßkirche
Altarraum der Bayreuther Schloßkirche
(kreuz.net, Bayreuth) Der Gebetskreis Bonifatius wendet sich in seinem Internet-Tagebuch an den Erzbischof von Bamberg, Mons. Ludwig Schick (57).

Grund ist der Dekan und Pfarrer der Bayreuther Schloßkirche, Hw. Siegbert Keiling (64).

Bayreuth befindet sich 50 km östlich von Bamberg.
Nach Angaben des Gebetskreises, der aus acht oberfränkischen Katholiken besteht, duldet der Bamberger Metropolit, daß Hw. Keiling im Laufe der Jahre seine privaten liturgischen Texte und Formen entwickelt hat.

Doch der Gebetskreis würde gerne auf die Privatliturgie des Pfarrers verzichten und bei der Heiligen Messe jene Gebete bevorzugen, die auch „in Bamberg und Rom“ gebetet werden.

Schloßkirche von Bayreuth
Schloßkirche von Bayreuth
Die liturgische Privatfrömmigkeit von Hw. Keiling kennt viele Eigenheiten.

So dürfen in der Schloßkirche zum Beispiel auch Laien predigen.

Der Pfarrer benützt auch gerne selbstgestrickte Hochgebete.

In diese hat er fünf Antwortrufe eingefügt. Diese Responsorien unterbrechen das Hochgebet beispielsweise für den Ruf: „Herr sende deinen Geist!“

Den Zuruf des Volkes nach der Wandlung – Geheimnis des Glaubens – hat der Pfarrer dagegen ersatzlos gestrichen.

„Herr sende Deinen Geist“ – heißt es auf der Webseite der Gebetsgruppe Bonifatius: „Und mache diesen paraliturgischen Spielchen ein rasches Ende.“

In protestantischer Manier bricht Hw. Keiling in seiner liturgischen Andachtsform die Hostie schon vor der Wandlung und nicht – wie in der katholischen Liturgie üblich – beim Agnus Dei.

Die Gebetsgruppe verweist in diesem Zusammenhang auf die Römische Instruktion ‘Redemptionis sacramentum’ vom März 2004:

„An einigen Orten hat sich der Mißbrauch verbreitet, daß der Priester bei der Feier der Heiligen Messe die Hostie während der Wandlung bricht. Dieser Mißbrauch widerspricht der Tradition der Kirche. Er ist zu verwerfen und dringend zu korrigieren“ (Nr. 55).

Seit Jahren verteilt Hw. Keiling ferner die Heilige Kommunion mit den Worten: „Brot, das lebt und Leben gibt.“

Jetzt diskutieren katholische Kreise in Bayreuth, ob der einfache Laie wegen dieser eklatanten Abweichungen vom „Novus Ordo“ einen Unterlassungsanspruch vor dem Bamberger Metropolitangericht erwirken könnte.
      
29 Lesermeinungen
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#29   Emil Muhler   11:46:11 | Montag, 30. April 2007
Darum:
Dekan Keiling, widersprechen Sie einer einzigen Darstellung des Bonifatii?
In welchem Punkt?
Ceterum:
In der Schlosskirche ist die Atmosphäre sehr offen.
Offen für Papstkritik. Offen für Kirchenschelte. Offen für Privatliturgien. Offen für Homosexuelle.
Bedauerlicherweise werden diejenigen, die das Credo singen wollen und auch glauben verfolgt.
Denke man nur an die lange Liste derer, die Keiling aus den katholischen Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen, Kolpinghotels und Gemeindegruppen rausgeekelt hat.
[zensuriert].
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#28   Ein klares Wort   19:28:57 | Donnerstag, 26. April 2007
Warum so heimlich?
Die Pfarrgemeinderatssitzungen der Schlosskirche finden öffentlich statt. Auch der örtliche Pfarrer nimmt sich nach den Gottesdiensten immer noch viel Zeit, um mit den Gläubigen zu reden.
Warum wird hier nun hinter dem Rücken der Verantwortlichen geklagt und denunziert? In der Pfarrei selbst ist der Gebetskreis „Bonifatius“, von dem die Webloggs ausgehen, völlig unbekannt. Niemand weiß, wer dahinter steckt.
Nun ist meines Wissens nach Feigheit weder eine christliche noch spezifisch katholische Tugend. Zahlreiche Märtyrer bis in unser Jahrhundert hinein belegen das Gegenteil. Da in der Schlosskirchengemeinde eine sehr offene Gesprächsatmosphäre herrscht, muss sich niemand vor Sanktionen oder ähnlichem fürchten, der berechtigte Kritik hat. Doch Bonifatius, wer sich auch immer dahinter verbergen mag, ist bislang nicht in Erscheinung getreten, um das offene Gespräch zu suchen. Lieber vergiftet er hier in feiger Art das Klima. Mut gehört auch dazu, zu seinem Glauben und seiner Überzeugung zu stehen. Dekan Keiling hat ihn – und für einen Priester ist es gut, auch Stein des Anstoßes zu sein. Es wäre schön, wenn auch die, die hier gegen ihn schreiben, den Mut hätten, dies offen, ohne den Schutz eines Nicknames zu tun.
Zu den Vorwürfen selbst ist zu sagen, dass wohl niemand außer sehr eng gestrickten Geistern sagen könnte, was gegen den Einwurf, „Herr sende uns deinen Geist“ einzuwenden ist. Selbst wenn es nicht den offiziellen Gebetstexten entsprechen sollte, so ist doch das Gebet um
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#27   Advocatus   21:06:46 | Donnerstag, 1. März 2007
Es gibt auch viel Gutes in Bayreuth
Sicherlich sind schwerwiegende Abweichungen in der Liturgie schmerzhaft für alle Gläubigen. Oft werden junge Christen ohne Wissen von der ordnungsgemäßen Liturgie erzogen. Hier wird eine große Hypothek auf die nächste Generation geladen. Auf Grund ihrer Unwissenheit weiß sie sich nicht zu wehren und nimmt sogar den Mißbrauch in Schutz, weil sie ihn für das Richtige hält.
Man darf aber nicht vergessen, daß in Bayreuth auch viele gute Dinge passieren. In der Schloßkirche gehen vor Ostern noch sehr viele Menschen zur Beichte. Der dortige Pfarrer und Dekan hat es geschafft unzählige freiwillige Helfer für die Arbeit in der Gemeinde und am Nächsten zu gewinnen.
Sicherlich gibt es keine Gleichheit im Unrecht, aber wir müssen man sollte sich auch Gemeinden ansehen, in denen die Zustände noch schlimmer sind.
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#26   sacerdos helveticus   19:17:22 | Freitag, 16. Februar 2007
Grundrecht jedes Gläubigen!
Es hat nichts mit Denunzianentum zu tun, wenn Gläubige ihr Recht auf eine der kirchlichen Ordnung entsprechende Feier der Liturgie bei den kirchlichen Autoritäten einfordern und über Missstände Beschwerde führen.
Jeder Gläubige hat das Recht auf eine der kirchlichen Ordnung entsprechende Feier der Liturgie, das leider oft von diktatorisch agierenden Liturgen, die sich ihrer „Weltoffenheit“ rühmen mit Füssen getreten wird.
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#25   Stefan Sandor   19:01:49 | Freitag, 16. Februar 2007
Denunzianten
Es sit schon bezeichnnend, dass die Denunzianten lieber in Deckung bleiben und sich als Gebetskreis bezeichnen. Feige Lügen werden durch Anonymität nicht einfach wahr. Dieser Gebetskreis hat einige große Gemeinsamkeiten mit Engelwerk, KPE und Konsorten: Feigheit, Unaufrichtigkeit, Hochmut und eine beinahe pathologische Verbortheit.
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#24   Stephanus   02:59:51 | Freitag, 16. Februar 2007
stimme aus em tradiland…
kommen wir so nicht in eine ganz gefährliche lage: wenn sie schreiben, …dann halt mit einem papst früher????
bitte denken sie daran, das päpste auch nur menschen sind und, bei aller liebe und verehrung zum Heiligen Geist, wiederrum sich von auch nur menschen beraten lassen müssen. da wird oft auf eigenen vorteil hin beraten und das bei ca. 4000 bischhöfen und nochviel mehr professores und anderen wissenschaftlern. was muß der heilige vater für einen kopf haben. ich möchte da nicht tauschen mit ihm.
und jetzt rücke ich noch was vor, oder zurück, ganz wie sie wollen: der heilige pius X, hat er nicht das gute gewollt und das richtige getan, aber damit ein falsches signal gegeben: die abschaffung der einspruchsmöglichkeit durch den österreichischen kaiser war sicher richtig, aber war das nicht andererseits genau die schwächung (auch der kirche) die die freimaurer noch mehr dazu bewogen alles zu tun, damit die christlichen monarchien europas endlich vernichtet werden konnten: 1.Weltkrieg usw. und sind nicht einige seiner ansichten hinsichtlich kapital, aktien, geld überhaupt sehr sehr zweideutig und fördern den menschenverachtenden kapitalismus wie selten sonst was????
und so werden wir bei aller heiligkeit sicher bei jedem papst was finden und kommen schließlich zum verräter petrus, der aber trotzdem papst wurde, bzw. blieb. und trotz allem, die von jesus christus eingesetzte katholische kirche gibt es auch heute noch.
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#23   Benedikt   20:00:24 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Armer Artois
Verzweifelst du schon wieder? Kopf hoch!
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#22   simon   18:49:14 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Brot das lebt,
weißt in den meisten Fällen eine toxische funghizide Verderbnis auf und sollte nicht mehr zum Verzehr verwandt werden.
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#21   thaumaturgos   18:41:56 | Donnerstag, 15. Februar 2007
unser stimmer wird heiser, im tradiland fehlen die infos
jedenfalkls hat er posthum einen ppsdt zu staatssekretär gemacht LOL
„Kardinalstaatssekretär Giovanni Battista Montini“
janz was neues … er war vor der zeit als EB sustituto :-)
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#20   Artois †   17:00:36 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@Benedikt
B. ist so dumm, daß es schon wieder verdächtig ist. Vielleicht ein Mutant oder ein in tippender Gestalt auftretendes „Häufchen“ … ? Rätselhaft!
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#19   Stimme aus dem Tradiland   16:52:56 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Konzilsväter, Kardinäle, päpstl. Entscheidungen
@ Benedikt: Ihre plumpe Falle kostet mich nur einen kurzen Lacher, weil die vermutliche Tatsache, dass Papst Pius XII. die Mehrheit der knapp 2.500 Synodenväter ernannt hat, bedeutungslos ist angesichts viel wesentlicherer päpstl. Ernennungen und Entscheidungen.
Beim Tode Johannes XXIII. 1963 war noch kein Dokument von V2 erlassen worden. Aber er hatte für seine Nachfolge gesorgt, durch 52 Kardinalsernennungen, die überwältigende Mehrheit bei der Papstwahl von 1963 und darunter die Rädelsführer bei der Räubersynode, darunter Franz König, Erzbischof von Wien, Julius Döpfner, Bischof von München, Kardinalstaatssekretär Giovanni Battista Montini, Erzbischof von Mailand, Augustin Bea SJ, Bernard Jan Alfrink, Erzbischof von Utrecht, und Leo-Jozef Suenens, Erzbischof von Brüssel.
Weitere päpstliche Entscheidungen waren die Änderung der vorbereiteten „Konzilsordnung“, der vorbreiteten „Konzilskommissionen“ – jeweils ohne die notwendigen Quoren, die Ernennung durchwegs modernistischer Moderatoren (darunter Alfrink, der Ottaviani, dem zweiten Mann Roms, das Mikrophon abdrehte!) und die Abservierung der vorbereitenden Konzildokumente sowie deren Ersetzung durch modernistisch-häretische Entwürfe.
Im übrigen stehe ich Papst Pius XII. nicht kritiklos gegenüber, allerdings wäre bei einem „gescheiten“ Nachfolger noch nichts „verhackt“ gewesen. Selbst wenn Pius XII. verantwortlich gewesen wäre, gälte weiterhin „Krise der Kirche = Krise der Päpste“ (halt mit einem weiter vorne beginnend).
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#18   Benedikt   16:14:34 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@ Tradiland
… und, so muß man vernünftiger und gerechter Weise hinzufügen, eine Krise der Päpste seit Johannes XXIII. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken!
Welcher Papst hat eigentlich die meisten Konzilsväter erst ernannt?
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#17   Emil Muhler   16:08:59 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Gültiges Messopfer
Haltet Ihr denn die „Messe“, wie sie oben beschrieben ist für gültig?
Was soll man gegen solche Priester tun?
Darf Mons. Schick die causa einfach ignorieren?
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#16   Heggi   16:00:20 | Donnerstag, 15. Februar 2007
romanus-a.
Ich hab’ es ja geahnt, daß bei der Umsetzung von „pro multis“ gleich zur Ordnung gerufen wird. Ist ja inzwischen auch schon im Bistum Augsburg passiert. Inhaltlich spricht jedoch nichts dagegen, wenngleich formal. Verstehe das, wer will, und zwar im Zusammenhang mit den Absurdidäten sonst, die dem Canon angetan werden.
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#15   r.ruhrgebietler   15:39:25 | Donnerstag, 15. Februar 2007
dazu aus einem Buch Abbe Vachère
„Darum werden über die Welt, über Rom und über Frankreich die Züchtigungen kommen, die nichts aufhalten kann. Wehe, Frankreich! Die Stunde ist da! Es wird unter die Füße getreten werden wie das Getreide zur Zeit der Ernte. Vergebens suche Ich einen Ort, wo Ich Mich niederlassen könnte – Ich finde keinen. Sie haben Meine Lehre auf den Lippen, und ihr Herz ist fern von Mir. Viele sind getünchte Gräber voller Scheinheiligkeit, daher sind sie in den Augen des Volkes gemein und verächtlich geworden, weil sie Meine Gesetze nicht beachtet haben.
Sage ihnen in Meinem Namen, daß ich Meine Tabernakel und Altäre verlassen werde. Sie denken nur an das Geld. Sie haben das Goldene Kalb bis in Mein Heiligtum hinein auf den Thron erhoben. Die Verwüstung wird kommen, und das Blut wird von allen Seiten fließen.“
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#14   romanus-antiquus   15:06:34 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Sache der Bischöfe
Dem steht entgegen, dass die Umsetzung Sache de Bischöfe ist. – Steht im Kirchenrecht.
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#13   Heggi   14:49:06 | Donnerstag, 15. Februar 2007
romanus-a.
Das Schreiben der Kongregation setzt kein fixes Datum, sondern läßt bekanntlich einen Zeitrahmen (1-2 Jahre). Was steht dem entgegen, daß eine Umsetzung sofort passiert?
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#12   thaumaturgos   13:59:20 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@alter römer
was der papst tut oder nicht schert doch 99% der tradis fundis und schismaticis nicht, ist doch alles nur lippenbekenntnis
ihr oberstes lehramt sitz in econ, oder – besser – das lehramt bin ich, ist das heiligste dogma solcher typen
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#11   romanus-antiquus   12:36:27 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Eigenriten
Eigenriten gibt es auch anderswo, z. B. auf k-tv, wo Pfr. Buschor in den Wandlungsworten in „vorauseilendem Gehorsam“ bereits jetzt anstatt „für alle“ „für viele“ spricht. Der Papst selbst hält sich bisher an die Ordnung und spricht z. B. in in Italienisch: „per tutti“.
Pfr. Buschor verletzt damit die Einheit an dem heiligsten Text, den ein Priester überhaupt zu sprechen hat.
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#10   thaumaturgos   12:19:56 | Donnerstag, 15. Februar 2007
wishful thinking …
„Zerfall des NOM,“
… und dazu noch ein ausgemachter blödsinn, nicht aller missbrauch macht den durchwegs ordentlich zelebrierten ritus ein ende … aber, den tradis isses halt so angenehm von einem bösen auf alle zu verallgemeinern
nur, es stimmt halt nicht
TRÄUMT WEITER VON DER MESSE ALLER ZEITEN, und freut euch nicht zu früh ob einer möglichen ‘freigabe’, da könnten noch viele pontifikate drüber hinweg ziehen
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#9   Ydefix   11:53:22 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Zitat:
„Das Zweite Vatikanum ist eine durch den Heiligen Geist einberufene und geleitete Versammlung.“
Ja, sicher. Und dieser „Heilige Geist“ hat Roncalli ja auch auf besondere Weise „erleuchtet“.
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#8   Bernado   11:37:49 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Selbstgestrickter Messordo
Einmal abgesehen davon, daß es jeder Berechtigung entbehrt, den Novus Ordo als die Messe zu bezeichnen, die das 2. Vatikanum gewollt hat:
Wenn es zutrifft, wie hier die Eucharistiefeiern in der Bayreuther Schloßkirche beschrieben werden, muß man wohl befürchten, daß der Vorsteher am Altar nicht das tun will, was die Kirche tut – d.h. daß die ganze Veranstaltung gar keine gültige Meßfeier darstellt.
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#7   Emil Muhler   11:17:17 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Googeln
Interessant, was man da so alles über den Pfarrer findet. Erzbischöflich Geistlicher Rat und Dekan ist er. Bemerkenswert ist auch Treffer Nr. 8.
Im Übrigen:
Was hilft die Diskussion über alte und neue Messe, wenn mancherorts gar kein Messbuch mehr verwenden?
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#6   Gregorius magnus   10:25:57 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@ Hacki:
Das glaube ich nicht! Das Schreiben von B16 ist noch nicht da. Und der großteil der Gläubigan kann mit dem alten ritus nix mehr anfangen. So hat der NOM auch noch in 50 Jahren seinen Bestand und vor allem seine Berechtigung. Jedenfalls werden bei uns im Bistum die Priester so ausgebildet, dass sie den NOM als wirkliches Herzstück erkennen und lieben lernen. Und der NOM in Latein zelebriert hat den gleichen Effekt für das Herz und die Sinne wie der alte Ritus!
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#5   Bernd Stromberg   10:17:37 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@Gregorius Magnus
Ja, nur sollte sich ein Priester schon an den NOM halten, und genau das ist das Problem. Viele Kleriker meinen, sie können es besser und machen was sie wollen. Mit den meisten kann man darüber übrigens nicht sprechen, das weiß ich aus eigener Erfahrung. „Ja, die Leute verstehen das heute doch sowieso nicht mehr, diese komischen Texte und Gebete im Messbuch!“ So oder ähnliches bekommt man dann zu hören. Und in der Messe dann so ganz „lebensnahe“ Texte, die einem die Schuhe ausziehen. Dass das alles nichts mit der Liturgie der Kirche zu tun hat, dürfte klar sein. Selbstgestrickte „Pseudoliturgien“ wie von Pf. Breitenbach aus Schweinfurt gibt es leider wirklich genug. Vielleicht sollten manche Bischöfe die Zügel wieder etwas enger halten, ansonsten verkommt alles zur persönlichen Beliebigkeit des einzelnen Priesters, der damit in den allermeisten Fällen überfordert ist.
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#4   Hacki   10:13:14 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Ende des NOM
solche Meldungen sind ein Grund zur Hoffnung und Freude.
Der Zerfall des NOM ist allerorten im vollen Gange. Die Versuche von B16 und einigen wenigen Bischöfe, durch Ermahnungen den NOM zu retten und ihm noch etwas Würde zu geben laufen ins leere.
In 10-20 Jahren können wir den NOM nur noch auf dem „Misthaufen“ der Geschichte bestaunen.
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#3   Gregorius magnus   10:07:26 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@ Aragon:
Typisch Tradigequatsche! :-D
Warum immer alles mit der alten Messe vergleichen? Das Zweite Vatikanum ist eine durch den Heiligen Geist einberufene und geleitete Versammlung. Die Beschlüsse und Entscheidungen wurden durch den Heiligen Geist gegeben, so wie es beim Konzil von Trient auch war. Vergleicht man die Kirchengeschichte des Tridentinums mit dem des Vatikanums II., so fällt auf, dass das letzte Konzil weitaus reibungsloser abgelaufen ist, als das Tridentinum.
Ich kenne Exzellenz Schick sehr gut; und diese Vorwürfe, die Sie gegen ihn erheben, sind reinster Quatsch! Warum gehen die Laien nicht einfach mal selbst zum Pfarrer und fragen ihn, warum er das so macht? Warum wenden Sie sich nicht selbst an den Bischof, wie es auch verschiedene Dokumente des Vatikans vorsehen?
Es gibt die Möglichkeit, dass man sich als Laie gegen Misstände ausspricht; doch immer alles mit dem Tridentinum zu vergleichen ist reinster Quatsch! Der NOM steht in der liturgischen Tradition der Kirche und hat GENAU SO seine BERECHTIGUNG!
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#2   Stimme aus dem Tradiland   09:56:05 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Die Krise der Päpste
@ Aragorn: Die Krise der Kirche ist eine Krise der Liturgie (Papst Benedikt XVI.) und, so möchte man anfügen, eine Krise der Bischöfe.
… und, so muß man vernünftiger und gerechter Weise hinzufügen, eine Krise der Päpste seit Johannes XXIII. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken!
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#1   Aragorn   09:50:31 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Krise der Liturgie – Krise der Bischöfe
Ich glaube, Bischof Schick wäre längst tätig geworden, wenn in dieser Schlosskirche ein Priester ohne seine Genehmigung auch nur einmal die tridentinische Messe zelebriert hätte. Das Beispiel zeigt wieder einmal, dass die Bischöfe, egal wo, jeden Unfug dulden oder wahrscheinlich noch heimlich begrüßen, gegen den 1500 Jahre alten tridentinischen Ritus mit unerbittlicher Härte vorgehen. Die Krise der Kirche ist eine Krise der Liturgie (Papst Benedikt XVI.) und, so möchte man anfügen, eine Krise der Bischöfe.
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