Was der Käse in der Mausefalle, ist die Versuchung für den Sünder. Für Klein und Groß soll die Gewissenserforschung erleichtert werden: leichte statt seichte Beichte. Zwei Beichtspiegel von P. Martin Ramm FSSP.
(kreuz.net) „Der Herr sei in deinem Herzen und auf deinen Lippen, damit du recht und vollständig deine
Sünden bekennest.“ Nicht nur für Kinder sondern für alle Menschenkinder ist es schwer, ‘recht’ und
‘vollständig’ zu beichten. Der Weg zum Beichtstuhl ist auch für eifrige Katholiken mit bester Absicht
häufig ein steiler Aufstieg. Es ist schwierig, deutlich zu erkennen, wo die Sünden sich versteckt halten.
Dem Ratlosen können Beichtspiegel eine große Hilfe sein. Sie enthalten klare Fragen, die der reuige
Sünder sich selber stellt, um in seinem Leben die Gnade Gottes, die Fallstricke des Teufels und die eigenen
Sünden zu erkennen. Jede Zeit braucht ihre Beichtspiegel, nicht weil die Sünden sich änderten, sondern
weil die wechselnden Lebensumstände der Menschen jeweils ihre spezifischen Plagen haben. Leider werden
in unseren Tagen kaum mehr Beichtspiegel produziert.
Eine erfreuliche Ausnahme sind die zwei Beichtspiegel,
die von P. Martin Ramm FSSP, verfaßt und herausgegeben wurden. Es handelt sich um einen Beichtspiegel
für Erwachsene und einen für Kinder. P. Ramm ist in der Nähe von Zürich in der Seelsorge tätig.
Der „Beichtspiegel: Praktische Beichthilfe für Erwachsene“, stellt konkrete Fragen, um sich entsprechend
den zehn Geboten angemessen auf das Sakrament der Beichte vorzubereiten. Beim ersten Gebot behandelt er
zum Beispiel die drei göttlichen Tugenden, Glaube, Hoffnung und Liebe.
Wie steht es mit meinem Glauben?
Habe ich mich meines Glaubens geschämt? – ihn verleugnet? Habe ich Reden gegen den Glauben, den Papst
oder die Kirche geführt? – gerne angehört? – schuldhaft dazu geschwiegen? – aus Feigheit oder Menschenfurcht?
Habe ich meinen Glauben genährt? – durch Lesen guter Bücher? – Schriftlesung? Wie steht es um meine
Kenntnis des Katechismus?
Die zweite Beichthilfe „Mein Jesus Barmherzigkeit: Beichtbüchlein für Kinder“,
ist ein kleines Meisterwerk. Auf altersgerechte Weise wird die Beichte mit Beispielen aus dem Alltag und
ansprechenden Handzeichnungen erklärt. Dabei wird die tiefe Wahrheit des Bußsakramentes in keiner Weise
verkürzt wiedergegeben.
Die Versuchung wird zum Beispiel als Käse in der Mausefalle dargestellt. Ein
Bild sagt mehr als tausend Worte. Das bietet einen anschaulichen und einprägsamen Einstieg in die Thematik.
Für Religionslehrer eignet sich das kleine Büchlein als hervorragendes Lehrmittel, da die Beichte klar
und kompetent auf den Punkt gebracht wird. Das Büchlein ist darum zugleich ein kostbarer Beitrag, um
dem religiösen Wortschwall und der gegenwärtigen katechetischen Leere den Kampf anzusagen.
Der Beichtspiegel
für Erwachsene und das Beichtbüchlein für Kinder sind gegen eine Spende an der unten angegeben Adresse
zu beziehen. Die Auslieferung erfolgt auch nach Deutschland, Österreich und Liechtenstein.
– „Beichtspiegel:
Praktische Beichthilfe für Erwachsene“, Format A6, 40 Seiten – „Mein Jesus Barmherzigkeit: Beichtbüchlein
für Kinder“, Format A6, 64 Seiten
P. Martin Ramm Ludretikonerstr. 3 CH- 8800 Thalwil p.ramm@fssp.ch
Email-Adressen der Empfänger
4 Lesermeinungen
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Beichte Leicht Gemacht Nachdem ich dieses Buchlein bei einen Erstkommunikantentreffen benutzt habe, haben
die anderen Tischmuttern mir um meine Ausgaben gebeten. Die Lehre die Kirche wird Kindesrecht, visuell
sowohl wie verstandsmässig präsentiert. Empfehlenswert!!!
@Gute Priester vorhanden Ich möchte ausdrücklich noch sagen, weil es kommt unten etwas mißverständlich
rüber, daß es noch viele gute Beichtpriester gibt, das Problem ist nur, diese zu finden. In Wien gibt
es einige gute katholische Beichtkirchen. Leider gehen zu wenige Gläubige beichten, und da ist das nächste
Problem: Geht jetzt nur ein einzelner aus der Masse beichten, könnte sich der schwer tun, wirklich aufrecht
und somit gültig zu beichten.
@jolie Solche Beichtspiegel sind notwendig. Leider ist ein gewisser „katholischer Geist“ unter der Priesterschaft
abhanden gekommen. Man kann nicht mehr zu jedem Priester beichten gehen, weil leider viele von katholischer
Lehre keine Ahnung mehr haben, und es auch nicht gewohnt sind, daß ein Gläubiger aufrecht Sünden beichten
möchte. Die meisten Priester sind nur mehr Kaffeeklatsch mit Lossprechung gewohnt. Mir ist bekannt, daß
manche Priester dies wörtlich nehmen und sogar bei der Beichte in einem Zimmer Kaffee mit dem Pönitenten
trinken. Ein weiteres Argument für die Berechtigung der FSSPX, als katholisches Refugium gegen die arianisierte
und modernistisierte Amtskirche. Die Haltung der Petrusbrüder ist grundsätzlich lobenswert, nämlich
der Wunsch nach jurisdiktioneller Einheit mit dem regierenden Papst, es ist auch gut, daß wir sie haben,
denn so sehen wir, wie die FSSPX heute aussähe, hätte Monseigneur das Abkommen mit Papst Johannes Paul
II. verwirklicht. Die Modernismusschergen, die unter Johannes Paul II. wie seinerzeit unter Paul VI. protegiert
werden, hätten die FSSPX „umdrehen“ wollen – dies ist mit den Petrusbrüdern ja bekanntlich in einigen
Punkten bereits geschehen.
beichthilfe das heft kann uneingeschränkt empfohlen werden. es liegt auch in ganz normalen pfarreien
(z.b. bei mir) am schriftenstand aus. nur mut! hendrick jolie, pfarrer