Letzte Woche erhob der ‘Österreichische Rundfunk’ schwerste Vorwürfe gegen den Bischof von Linz. Ein Kommentar.
Bischof Schwarz ist ein Salesianer Don Boscos
(kreuz.net) Der Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz, soll seinen Hirtenbrief für die kommende Fastenzeit
abgeschrieben haben.
Darüber empörte sich der ‘Österreichische Rundfunk’ am vergangenen Donnerstag.
Zwei Drittel des Textes sind mit einem Text identisch, den der Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch, im
Advent 2004 als Hirtenbrief publizierte.
Nach der Aufdeckung dieses unerhörten Skandals fühlt man sich
an das Worte aus dem ersten Buch der ‘Nachfolge Christi’ des Thomas a Kempis († 1471) erinnert:
„Kümmere
dich nicht darum, wer etwas gesagt hat, sondern richte Dein Augenmerk auf das Gesagte.“
Es ist erfreulich,
daß Mons. Schwarz irdische Eitelkeiten hinter sich gelassen hat, bei denen der Name unter dem Titel mehr
zählt als der Inhalt eines Textes.
In der Kirche gibt es legitimerweise nur Plagiatoren. Wer nicht vom
Evangelium abschreibt, sondern auf „seinen“ Text beharrt, der predigt sich selber und besitzt darum in
der Kirche kein Heimatrecht.
Für die christliche Wahrheit gibt es kein Copyright.
Ob ein Bischof die
Fußnoten richtig setzt, ist darum völlig egal. Alles entscheidend ist, ob er den Mut hat, die Wahrheit,
die Christus gehört, zu sagen.
Ein Bischof ist nur dann ein Plagiator, wenn er vom Teufel abschreibt,
um seine Schäfchen mit süßen Lügen abzuspeisen, die der Kirche schaden und seinem Ansehen dienen.
Es gibt leider genügend Oberhirten, die aus Menschenfurcht mehr auf ihren als auf den Ruf des Königs –
wie der Heilige Ignatius sagen würde – erpicht sind.
Das ist der Grund, warum nach über 40 Jahren Konzilszusammenbruch
von einer Erneuerung der Kirche weit und breit nichts zu merken ist.
Über diese Katastrophe berichtet
der ‘Österreichische Rundfunk’ nie.
Er hat ein Interesse daran, daß sie tabuisiert bleibt.
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27 Lesermeinungen
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#25 nonnobisdomine 10:17:01 | Mittwoch, 14. Februar 2007
@ „wiener“ Würstchen Das freut mich, Ihre verkorksten Beiträge nicht mehr lesen zu müssen. Sie zeugen
ja von einem antikatholisch geprägtem Hass und Wahnsinn.
#24 thaumaturgos 08:42:48 | Mittwoch, 14. Februar 2007
Heinrich Afterdingen ich würd mal gern ihre Leseliste bez. Rahner / Balthasar sehen und sie auch abfragen,
ob es wirklich gelesen wurde; von Verstehn brauchen wir wohl nicht zu reden …
Ich kannte mal einen Kapuziner, der immer gut predigte, Pater Florentius hieß er, manchmal aber wirklich
aussergewöhnlich gut. So gut, dass ich mir diese Predigten einprägte, weil ich sie die ganze Woche reflektierte.
Viele Jahr später, Florentius war lange tot, merkte ich, dass sich diese hervorragenden Predigten in
der Gesamtausgabe der Predigten des Kardinals Newman wiederfand. Ich bin Florentius ewig dankbar mich
so an Newman herangeführt zu haben. In Richtung von Rahner und Hans Urs von Balthasar muß man wohl sagen,
dass Unsinn sich halt leichter vermehren läßt als gute und tiefgründige Literatur.
#19 Benedikt 17:43:17 | Dienstag, 13. Februar 2007
Copyright Was hat das copyright mit dem Imprimatur zu tun? Das Copyright bezeichnet einen Rechteinhaber,
das Imprimatur ist eine Druckerlaubnis. Abgeschafft ist diese zudem nicht, sie ist lediglich nicht mehr
verpflichtend. Da heute jeder unter Pseudonym veröffentlichen kann, wären einer Verpflichtung sowieso
die Zähne gezogen. Der kath. Theologieprofessor Dr. X kann seine abweichenden Lehren ohne weiteres unter
dem Namen Hr. Y herausbringen. Ohne tatsächliche Einwirkung auf den Büchermarkt ist das Imprimatur vollkommen
obsolet. Es würde reichen, aus den frei veröffentlichten Büchern die entsprechenden Konsequenzen für
den Autoren zu ziehen.
#17 No Comment 16:31:16 | Dienstag, 13. Februar 2007
@Wiener Na ja. Sie tangieren das Problem, das auch „Konrad“ (abermals) zum Abschied von kreuz.net bewegte.
Auch manche Kommentare zu bestimmten textil-modischen Vorlieben deuteten schon in die Richtung. Ein Teil
des primitiv-rigorosen Traditums könnte durchaus massiv süßlich-schwül belastet sein. Aber im Detail
war’s ja dann bloß „Satans List“, nicht widernatürliche Lust.
lieber bruder! schlimm daran ist, dass die redaktion von +.net hier in offensichtlich beleidigender und
diffamierender absicht eine bezeichnung wählt, die den wiener erzbischof in ein falsches licht rücken
will. und dass sie dieses auch noch als „journalismus“ bezeichnet. hier liegt das problem. oder wäre
ihnen bisher tatsächlich entgangen, dass +.net die bezeichnung „homo-“ grundsätzlich nicht wertneutral,
sondern herabwürdigend verwendet? man müsste nur mal beginnen, marcel lefebvre als „schwuchtelerzbischof“
zu benennen. oder msgr. fellay als „tuntenprälat“. dann wäre hier vielleicht was los …
@ stimme du weißt, wer ich bin. ich weiß, wer du bist. und die hier herrschende regel der anonymität
wurde nicht von mir aufgestellt. sondern von leuten, die bischöfe der kirche als „homokardinal“ diffamieren
und dazu nicht mit ihrem namen stehen, sondern sich hinter einer briefkastenfirma in den usa verstecken.
derartigen feigen subjekten bin ich keinerlei rechenschaft schuldig.
Wer steht denn nicht für seine Diffamierungen ein? gruppierungen, redaktionen etc. die munter vor sich
hin diffamieren, rufmorden, verleumden und beleidigen – und das tut die redaktion von +.net nun einmal –
und noch dazu zu feige sind, mit dem eigenen namen dafür einzustehen – die haben nun einmal mit „wahrheit“
nicht viel am hut. und mit „christlich“ schon einmal gar nicht. Da solls irgendjemanden geben, der unter
„wiener“ postet. Ob das ein Eigenname oder eine Herkunftsbezeichnung ist oder keines von beiden?
#12 freddie schenk 14:52:51 | Dienstag, 13. Februar 2007
@wiener Schön, dass hier auch Priester mit klarem Verstand posten und den zahlreichen Tradis aus dem
Tradiland die Stirn bieten. So wird wenigstens für jeden denkenden Menschen sichtbar, dass kreuz.net
nix mit der Katholischen Kirche zu tun hat. Sollte ich mal aus Mitteldeutschland nach Wien kommen, besuche
ich gern eine von dir zelebrierte hl. Messe. Gruß nach Wien
#10 freddie schenk 14:28:52 | Dienstag, 13. Februar 2007
Uuuups die TradiStimme ist aber wieder schnell mit der Todsünde zugange, dabei aber auf dem einen Auge
blind, denn sündig dürfte nicht nur kreuz.net mit seiner agitatorischen „Berichterstattung“ sondern
auch zahlreiche kommentierende Leser sein, die hier Verbalausbrüche übelster Gesinnungsgenossenschaft
pflegen. Mir ist so, als zähle Tradi da auch gelegentlich zu.
@ wiener denn „christliche wahrheit“ und „kreuz.net“ haben ja offenbar überhaupt nichts miteinander zu
tun. Diese Aussage ist nicht bloß polemisch, sondern schon pervers. In Hinblick auf die moraltheologische
Bewertung eine schwerwiegende – auf Rufschädigung und Verleumdung bedachte – Lüge. In diesem Zustand
eine einzige weitere hl. Messe als Priester zu zelebrieren, ist eine besonders schwerwiegende Todsünde.
Nur ein Hinweis!
#7 thaumaturgos 12:58:22 | Dienstag, 13. Februar 2007
die ganze sache wäre mit einem einzigen satz abgetan gewesen … der bischof hätte ja nur schreiben
müssen, wie mein mitbruder bischof koch so treffenbd ausführt: aber, wenn mann andern die texte flaucht,
kommts auf … das ist in staat kirche und wissenschaft so im übrigen, der kochsche hirtenbrief ist sehr
gut …
Ich finds nicht mehr Aber ich habe gelesen, dass der Linzer Bischof das Abschreiben zugegeben und damit
begründet hat, dass er wenig Zeit hatte, sich eigenes einfallen zu lassen. Insofern ist er wohl ein Plagiator.
Eine sehr erhellende mediale Manipulation in Sachen Hirtenbrief des Linzer Bischofs! @ Pünktchen: Vermutlich
haben Sie recht, Aragorn, in dem Hirtenbrief steht offensichtlich viel zu viel Katholisches drin! @ Aragorn:
Hirtenbief veröffentlichen, bitteist es möglich, diesen Hirtenbrief hier zu veröffentlichen? Wenn sich
die Presse so darüber empört, muss was Gutes darin stehen. Ja den linksliberalen Berufskatholen, die
besonders in der Diözese Linz teilweise ganz furchtbar sind (teilweise echte Schweine, wobei ich mich
für die Verunglimpfung dieser nützlichen Tiere entschuldigen muß) paßt sicherlich nicht, dass in diesem
Fastenhirtenbrief das Weihesakrament, die Notwendigkeit des Priestertums und des Ordensstandes in der
Kirche sowie der Klerikerzölibat verteidigt werden und als geistliches Heilmittel die eucharistische
Anbetung empfohlen wird. Auch fehlen irgendwelche zeitgeistige Anbiederungen – wie z.B. das in Erinnerung
rufen der Valentinssegnungen für „gleichgeschlechtlich Liebende“. Die Medien sind also von der Sachebene
(wie beschrieben) auf die Beziehungsebene ausgewichen. Sehr erhellende Manipulation. Die Linzer Loge ist
offenbar verärgert – läuft nicht ganz nach Plan, den an sich nicht sehr willensstarken Bischof nach
Belieben lenken und manipulieren zu können.
Hirtenbief veröffentlichen, bitte ist es möglich, diesen Hirtenbrief hier zu veröffentlichen? Wenn
sich die Presse so darüber empört, muss was Gutes darin stehen.