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Wider das Handelsembargo gegen Kuba + Die Legionäre Christi dementieren + Heiligkeiten im Heiligen Land + Der Vatikan, Diebstähle und das Schengener Abkommen + Die Katholiken arbeiten demokratisch + Stiller die Glocken, die klingen!
Wider das Handelsembargo gegen Kuba

Vatikan. Der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., wünscht eine Aufhebung des Handelsembargos der USA gegenüber dem karibischen Inselstaat Kuba. Papst Johannes Paul II. sprach das Embargo allerdings nicht direkt an. „Ein respektvoller und offener Dialog mit allen ist eine notwendige Bedingung für eine echte Entwicklung“, so der Papst gegenüber dem neuen kubanischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Raul Roa Kouri. Vom kubanischen Staatschef Fidel Castro erwartet der Heilige Vater die Gewährung der Religionsfreiheit im Land, um die sozialen Bemühungen der Kirche vorantreiben zu können.

Die Legionäre Christi dementieren

USA. Der Nachrichtendienst der US-amerikanischen Bischofskonferenz befragte einen Sprecher der Legionäre Christi, P. Jay Dunlap, zu Gerüchten, wonach das Gerichtsverfahren gegen den Gründer der Legion, P. Marcial Maciel, wiederaufgenommen worden sei: „Die Legion Christi besitzt keine Informationen, wonach die Glaubenskongregation jetzt oder in der Vergangenheit irgendwelche Maßnahmen bezüglich Anklagen gegen ihren Gründer unternimmt oder unternommen hat“, erklärte P. Dunlap LC. Neun Männer hatten P. Marcial Maciel beschuldigt, sie als Seminaristen sexuell belästigt zu haben. Die Glaubenskongregation hat im Oktober 2002 eine Unterabteilung eingerichtet, die derartige Beschuldigungen gegen Priester behandelt.

Heiligkeiten im Heiligen Land

Heiliges Land. Seit gestern tagen in Jerusalem Bischöfe verschiedener Länder, unter anderem aus Europa und Amerika. Dies berichten die CWNews. Das Treffen wird bis 13. Januar andauern. Ziel der Zusammenkunft, die der lateinische Patriarch von Jerusalem, Mons. Michel Sabbah (71), präsidiert, ist, die Solidarität mit den Christen im Heiligen Land zu fördern und das pastorale Leben der Kirche in Jerusalem zu teilen. Bei den Sitzungen am Montag und Dienstag werden Themen wie der Interreligiöse Dialog und die Aktivitäten evangelikaler Protestanten im Heiligen Land besprochen. Auch eine Zusammenkunft mit dem neuen Palästinenserpräsidenten, der heute gewählt wird, ist geplant.

Der Vatikan, Diebstähle und das Schengener Abkommen

Vatikan. Der vatikanische Staatsanwalt, Nicola Picardi, meinte gestern, daß die Frage, ob der Vatikanstaat dem Schengen-Abkommen von 1985 beitreten soll, eine aufmerksame Prüfung verdiene. Dies berichtete die italienische Nachrichtenagentur „Agenzia Giornalistica Italia“. Das Abkommen würde neben der Abschaffung der Grenzkontrollen auch den Austausch von Informationen im Sinn des Personenschutzes intensivieren. Dies sei wünschenswert, denn im Zug der Terrorbekämpfung seien die Sicherheitsbedürfnisse des Vatikans gestiegen. Bei der Vorstellung des neuen Kriminalitätsberichtes für den Vatikanstaat sei die Zahl der unaufgeklärten Diebstähle laut Picardi unverändert hoch. 90 Prozent der im Vatikan begangenen Diebstähle bleiben im Dunkeln. Die hohe Kriminalitätsstatistik des Vatikans sei nicht auf die knapp 500 Einwohner des Staates zurückzuführen, sondern auf die 18 Millionen Pilger und Touristen, die jedes Jahr vatikanischen Boden betreten.

Die Katholiken arbeiten demokratisch

Italien. In Italien herrscht in bezug auf die künstliche Erzeugung von Kindern im Reagenzglas eines der strengsten Gesetze in Europa. Um sogenannte „überzählige“ Kinder zu vermeiden, dürfen maximal drei Eizellen künstlich befruchtet werden. Ein Einfrieren der Kleinstkinder ist grundsätzlich verboten. Unerlaubt sind weiters die Leihmutterschaft oder die biotechnologische Verwertung der künstlich produzierten Kinder. Dieses Jahr soll ein Referendum die Abschaffung des Gesetzes herbeiführen. Das berichtete gestern ‘Radio Vatikan’. Die Gegner der gegenwärtigen Rechtslage sprechen von einem Geschenk des Parlamentes an die Kirche. Der Erzbischof von Turin, Kardinal Severino Poletto (71), hat den Vorwurf, die Kirche führe einen Kreuzzug gegen die künstliche Befruchtung, scharf zurückgewiesen. Er wies die Kirchenkritiker darauf hin, daß sich die Katholiken auf demokratische Weise für die Werte des Evangeliums einsetzten.

Stiller die Glocken, die klingen!

Frankreich. Wie französische Medien berichten, hat sich ein katholischer Priester aus Paris seinen Ruhestand im ostfranzösischen Örtchen Clessé ruhiger vorgestellt. Nacht für Nacht wecken den Resignaten die fast 1000 Jahre alten Glocken der Dorfkirche aus dem Schlaf. Da die Gemeinde seiner Forderung nach nächtlichem Glockenstillstand nicht nachkommen will, hat sich der pensionierte Priester jetzt an das Verwaltungsgericht von Dijon gewendet. Wie die Gemeinde am Freitag bekannt gab, verlangt der Pariser Priester 60.000 Euro Schadenersatz. Die Summe entspricht der Hälfte der jährlichen Steuereinnahmen des kleinen Ortes.
      
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